Verfügbare Informationen zu "die nacht auf dem nil"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Tahuti - martina Forum: ~*~BeCa Eso-Forum~*~ Forenbeschreibung: *~*Einer für Alle, Alle für Einen!!!*~* aus dem Unterforum: Gedankenwelt Antworten: 3 Forum gestartet am: Freitag 31.12.2004 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: die nacht auf dem nil Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 4 Monaten, 8 Tagen, 8 Stunden, 20 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "die nacht auf dem nil"
Re: die nacht auf dem nil
Tahuti - 19.11.2005, 15:38die nacht auf dem nil
Für Martina die geht um sich leer zu machen (Copyright)
Das Wasser, unter dem Schiff hier auf dem Nil, auf dem ich saß raschelte. Ich hielt den Atem an. Stille. Ich bemerkte, dass ich durch mein Zittern solche Laute von mir gab, die einem lauten hektischen Atmen gleichkamen. Die seichten Wellen schlugen langsam und regelmäßig an den Bug des Schiffes. Wieder durchfuhr mich ein Zittern. Nein, Angst hatte ich nicht. Obwohl es hier draußen dunkel war, und ich nur durch den Mond der sich im Wasser spiegelte, etwas sehen konnte, fühlte ich mich wohl, geborgen und gelassen zugleich. Warum saß ich hier eigentlich? Wollte ich nachdenken, über mich, über mein Leben?
Dieser Platz zog mich unweigerlich immer wieder an, Luxor, Theben, Karnak herrlich, ich fühlte mich so aufgehoben, so gewärmt, so voller Energie.
Ich warf ein Bild von mir ins Wasser. Die runden Kreise, die sich an der Stelle bildeten an der es sanft und lautlos auftraf, erinnerten mich an mein Leben.
Die Nebel von Avalon, das Leben von Morgan La Fey war gewichen dem Leben von Tahuti. Vor 4 Wochen in Bopfingen auf den Heimattagen ist Morgan La Fey für die Öffentlichkeit gestorben, die Kinder die mein Tippi, welches mir so viele Jahre treue Dienste geleistet hatte, bekommen hatten, hatten großes Strahlen in den Augen.
Die Nebel waren gefallen, ohne Zaubersprüche hatten sie sich gelüftet, verschwanden einfach so. Alles bewegte sich in einem großen Kreis. Ich vermochte aus diesem auszubrechen. Mir war, als wenn mich etwas im Inneren meiner selbst hielt und ich mich doch frei und außerhalb des Kreises bewegen konnte.
Keine Gewohnheit, keine Zwänge. Keine Nebel mehr. Da war sie wieder, diese Stimme, in mir, als hörte ich meine eigene innere Stimme und doch war es eine andere Stimme, mehrere Stimmen. „Wer bist du?“ fragte ich die Stimme, „wer seid Ihr“ Ich weiß es nicht, wusste es nie, ich wollte endlich wissen, wem diese Stimme bzw. die anderen Stimmen gehört, gehören. Auch ein Grund warum ich hier war. Ich hatte das Gefühl, dass nur dieser Platz in der Lage dazu war, mir meine Antwort zu zeigen, zu fühlen, zu hören. Wasser spritze auf meinen Arm. Ich sah auf. Ein Schiff fuhr vorbei. Endlich wirst du erfahren, wer da in deinem Kopf ist, bin ich paranoid, schizophren?
Doch als das Schiff schon längst außer Sichtweite war, saß ich immer noch hier, auf dem Sonnendeck der MS Excelsior, auf meiner Sonnenliege.
Allein, nur begleitet vom Zirpen der Grillen des Nils. Alle anderen waren längst schlafen gegangen, wir würden früh geweckt werden, für unseren ersten Tempelbesuch, für KARNAK.
Nach diesen Zeilen könnte man glauben, mein Leben wäre furchtbar, verfolgt vom hören fremder Stimmen, fremdbestimmt.
Aber das ist es nicht. Trotzdem, der Wunsch endlich zu wissen, wer diese Stimme, diese Stimmen waren, war so stark, dass ich den Fingernagel meines rechten Daumens beinah brach. Auch mir konnte man so schnell das Genick brechen. Bisher bin ich nie auf die Idee gekommen mich mit einem Fingernagel zu vergleichen, viele Menschen bewunderten meine Fingernägel. Doch so unähnlich waren wir uns gar nicht. Von außen stark, fast undurchdringlich, und doch so zerbrechlich.
Hier draußen brauchte es nur einen Sturm, in mir, nur einen Menschen der mich enttäuschte. Ent – Täuschung = das Ende einer Täuschung. Und genau wie bei diesem, für Andere sonst so belanglosen Fingernagel, gab es auch für mich nichts, das diesen Bruch wieder kitten konnte. Im Grunde sah es in einem Teil von mir so aus, als hätte ein Sturm gewütet. Meine Antwort noch zu finden war fast unmöglich. Und doch, etwas in mir sagte: „Du wirst es in diesen Tagen erfahren, du wirst mich sogar bzw. uns nicht nur fühlen sondern auch sehen dürfen.
Eine Stimme, leise, Ich höre sie oft: „Liebes Kind, ich bin es, hallooooo“
Hier an diesem Platz, an meinem Platz, war diese Stimme immer sehr deutlich, aber nicht aufdringlich. Tief in mir war es mir mehr als bewusst, dass diese Stimme sich mir offenbaren würde. Nur zu gut wusste ich, dass es längst Zeit war. Zeit. Was bedeutet Zeit? Verschwende ich welche mit meinen Gedanken, mit meinem Leben? Nutze ich sie? Mit Gefühlen, Bedürfnissen, Verlangen? Erzengel Uriels Worte erklingen in meinem Kopf: „Bis in ca. 1 ½ Jahren liebes Kind wirst du Reichtum erfahren, in welcher Form liebes Kind, wird dir erst noch richtig bewusst werden. Auch die Sterne zu denen ich erwartend aufsah, kannten diese Antwort nicht. Doch wer vermochte mir die Antwort zu geben? Wieder diese Stimme. "Du und ich zusammen!" Diesmal so eindringlich, dass ich meine Augen schloss.
"Aber warum kenne ich dich nicht?" fragte ich die Stimme. "Warum nicht? Sag es mir, bitte." Ich flüsterte. Weshalb? Wer bist du? Die anderen sagen mir du wärst Erzengel Haniel, doch ich bin mir sicher du bist nicht Haniel. Haniel passt nicht zu mir. Du bist jemand anderes. Ich weiß es nicht.
So wie ich auch die Antworten auf so viele meiner Fragen nicht kenne, kenne ich sie doch. Manchmal erschreckt es mich, dich zu hören, die Antworten auf meine Fragen von dir zu bekommen. Dich und die anderen zu hören. Ich glaub ich bin tatsächlich verrückt, sowie es Thorsten immer gesagt hatte. "Du weißt genau was zu tun ist, du weißt es, denk nach!" Nachdenken, das tu ich so oft, und nicht wenig. Aber langsam wurde mir bewusst, dass ich diese Stimme wirklich hörte, es keine kranke Fiktion war, schon lange hörte ich sie, immer wieder, immer eindringlicher. Ich wollte es mir leicht machen. Doch nun sitze ich hier, am Nil, an diesem Ort, in Theben, in Luxor, im Land der Schöpfung, des Ursprungs. „Theben“ sagte ich. „ich bin nach Hause gekommen“ Verzweifelt bitte ich diese Stimme zu verstummen. Das erste Mal hörte ich sie als Kind, immer wenn ich in der Badewanne saß, sprach sie in meiner Kindheit zu mir. Jahre später verstummte Sie, irgendwann vor über 10 Jahren begann sie dann wieder mit mir zu sprechen. Ich weiß, dass sie da ist. Jedoch, ganz tief in mir, bin ich froh diese Stimme zu hören.
Ohne sie würde ich weiter blauäugig durchs Leben laufen und mich selbst hinter alles andere stellen. Schritte, die Schritte eines Matrosen, der über das Sonnendeck geht, reisen mich kurzfristig aus meinen Gedanken. Ich lege mich zurück auf die Sonneliege. Hier fühle ich mich beschützt. So als könnte mir niemand etwas tun, als würde ich in einer anderen weit entfernten Welt leben, die wie in meinen Träumen, perfekt ist. Und obwohl mein Zuhause nur 3000 Kilometer weit weg von diesem Fleckchen ist, scheint es mir so, als würde nun ein ganzes Leben zwischen uns liegen. Mein altes Leben. Mir fiel auf, dass heute eine besondere Nacht war, heute war der 13. der Tag des Todes, der Tag der Transformation. Ach wie schrecklich das Klingt. Der Tod, die Erlösung, die Rückkehr der Seele nach Hause. Die Rückkehr der Seele zur Ewigkeit. Die Ewigkeit wo war sie, wo fing sie an, wo endete sie? Gab es einen Anfang oder ein Ende in der Ewigkeit oder waren diese Dinge eins?
Die Seele das Ka. von deiner Seele sagt man, sie sei ständig auf der Flucht vor Dir. Niemand kann sie sehen und doch wissen wir, sie ist da. Es gibt Momente da können wir sie spüren, da ist sie uns plötzlich ganz nah. Es sind für uns die schönsten Momente im Leben. In diesen Zuständen sind wir für Augenblicke im Gefühl des tiefsten Friedens und Wohlbefinden in uns. Unsere Sehnsucht, dieses Gefühl, welches uns im tiefsten Inneren berührt ist es, was wonach uns unsere Sehnsucht streben lässt. Diese eine Urkraft, die uns treibt und nach der wir uns alle sehnen. Durch Begegnungen mit Orten, Menschen, Tieren, Situationen wie heute Nacht hier am Nil, spüren wir diese tiefen Gefühle in denen wir uns und andere Seelen spüren können. Auch die Seelen der Toten, dieser Toten, Pharaonen und Götter, die ich hier finden wollte.
Nicht weil der Mond anders war, und er mir heller schien, als alle Lichter dieser Welt zusammen. Und auch nicht, weil mir so war, als hätte ich noch nie so viele Sterne am Himmel gesehen, die mir jetzt so wunderschön erschienen, dass ich nichts fand, was man auch nur annähernd mit ihnen vergleichen könnte.
So wunderschön, doch es war etwas anderes. Es war das Gefühl endlich erfahren zu können, aufzustehen und jedem weiteren Sturm standzuhalten.
"Danke" flüsterte ich erneut. Danke für die Erfüllung meines Traums, hier in Ägypten sein zu dürfen. Doch diesmal, ich war überrascht, die Stimme, sie war nicht mehr da. Viel mehr noch. Mir schien als hätte sich meine, mit der ihrigen vereint. Bist du es Tahuti (Thoth)? Ja, liebes Kind. Sie war so fest, ließ keinen Widerspruch mehr zu. Ich hörte sie klar und deutlicher denn je, das wusste ich jetzt. Ein Lächeln huschte über mein Gesicht und Tränen rollten über mein Gesicht.
Nein, ich weinte nicht. Es war dieses überwältigende Gefühl zu leben, nicht verrückt zu sein, die Dankbarkeit für diese Nacht, diesen Moment, dass in diesen Tränen Ausdruck fand. Man muss nie verzweifeln, wenn etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück; es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muss, fällt ab, was zu uns gehört bleibt uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir uns nur scheinbar im Widerspruch stehen.
Man muss in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt. (Rainer Maria Rilke)
Morgan La Fey, die Nebel Avalons gab es nicht mehr, hier saß in dieser Nacht TAHUTI übersetzt „ewiges Leben, die Leuchtende“
Re: die nacht auf dem nil
martina - 19.11.2005, 15:58
Danke, tahuti
Re: die nacht auf dem nil
Tahuti - 19.11.2005, 16:01
schöne grüße aus little karnak am chiemsee mit dem minni nil
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum ~*~BeCa Eso-Forum~*~
Seeteufel mit Speck auf Kraut - gepostet von sundream am Donnerstag 04.01.2007
Forums-Treffen - gepostet von carmen am Donnerstag 15.02.2007
das Wetter *ggrruummeeellll* - gepostet von sundream am Mittwoch 08.08.2007
Kennst du Momente wie diese? - gepostet von sundream am Sonntag 20.08.2006
Überlass es der Zeit - gepostet von Sternchen4444 am Dienstag 28.08.2007
buchtipp - gepostet von quax am Montag 27.03.2006
Rosmarinschmorbraten mit Steinpilzsauce - gepostet von sundream am Samstag 10.03.2007
Warnung vor Wikipediamail - gepostet von fora am Montag 13.11.2006
Wer fängt mich auf? - gepostet von Grexl am Montag 16.04.2007
Ähnliche Beiträge wie "die nacht auf dem nil"
Am Di 22. 07 kann es allenfalls zu kurzen Störungen kommen - drohne (Montag 21.07.2008)
Fellstruktur - Nighty (Mittwoch 04.06.2008)
Die wahre Story von der Nacht in der Langen Theke - Jazz (Montag 27.08.2007)
Raid in der Nacht vom 5. auf 6.1. - juku (Dienstag 06.02.2007)
St. Pauli Nacht - Max Power (Montag 25.07.2005)
gute nacht - denise (Mittwoch 14.03.2007)
Gute ~ Nacht ~ Thread - Jadis (Montag 05.06.2006)
Gute Nacht Thread - manne60 (Montag 16.07.2007)
Gut Nacht... - NoUsE4aNaMe (Samstag 19.03.2005)
10.11.06 Die Macht der Nacht Plus Minus Acht - tingeltangelbob (Donnerstag 02.11.2006)
