*anstups*

Stolpermund
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  • Link zum Originaltopic: *anstups*
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    Re: *anstups*

    Müri - 24.02.2005, 23:13

    *anstups*
    Ja klar, :lol: keine Therapie-Threads, weil ihr ja noch nie eine gemacht habt ...

    ;) erzählt doch mal.

    Ich denk, das wär auch grad für die Leute interessant, die eine Therapie
    machen möchten, aber noch rausfinden wollen, was am besten für sie
    wäre.

    Wenn man sich so durchliest, dann erfährt man ja so einiges. Es gibt
    nutzlose Therapien, anstrengende, ungemütliche... gibts auch schädliche
    Therapien?

    War jemand von euch bei Del Ferro? Oder hat wer den Fernsehbericht
    gesehn?

    Wir lesen uns
    Müri



    Re: *anstups*

    Andreas Weiser - 02.08.2005, 15:25


    Was einem eine Therapie bringt oder nicht , das kann man erst sagen wenn man sie hinter sich hat . Und dann auf lange Sicht sieht wie es weitergeht. Manchmal merkt man auch sehr schnell, ... Mensch das ist eine Sache die liegt mir. :shock:
    Leider suchen viele immer weiter weil sie noch nicht das Richtige gefunden haben, aber soll man deshalb verzweifeln ? NEIN !

    Ich denke hier und in anderen Foren gibt es jede Menge Kenntnissstände um etwas zu tun. Wenn man alles gliedern würde und ergänzen,.... na dann wären sehr viele Therpeuten arbeitslos. Wir sollten es positiver sehen und uns ein Beispiel an denen nehmen die schon weiter sind , mit deren Hilfe gelingt es uns weiter zu kommen. Denn nur jemand der das selbe Problem hat, kennt die Strategien die nötig sind.
    Aber ist es nicht meißt so das wir lieber Medikamente schlucken, und sonstigen Versprechen glauben ohne uns am Schopf zu packen und selbst aktiv werden. Mitleid hilft uns nicht. Brauchen wir auch nicht, wir sind taff genug, nur versuchen müssen wir es. Immer und immer wieder.

    Der Fernsehbericht über Del Ferro ??? Nun da schleppen sie immer die hin die als Musterschüler zu bezeichnen sind , Würde jeder machen wenn es um Werbung und Geld geht. Aber Interessant ist es schon gewesen.

    Und das Unglaubliche daran ist das es auch funktioniert, nicht bei allen aber bei sehr vielen. :lol:
    Das Prinziep ist einfach. Hat von euch schon mal jemand beim Gähnen gestottert. Ich wette noch nie.
    Und Zweitens , wenn man an seine Sprechangst denkt dann ist es wie eine selbsterstellte Vorprophezeihung, und dann stottert man. Wir müssen nun nur das Gegenteil tun.
    So einfach (kann ) es sein.
    Nur versuchen muß man es halt.

    Wenn Interesse besteht dann laßt es mich wissen, wir stellen gemeinsam was auf die Beine.
    Versprochen. :!:

    Gruß Andreas



    Re: *anstups*

    mi - 25.08.2005, 10:04


    Hallo andreas!

    Ich glaube, du hast einen wichtigen Punkt angesprochen: Viele wollen nur therapiert werden (das gilt nicht nur für das Stottern), aber dafür tun wollen sie nichts. In Österreich kenne ich für diese Haltung den Spruch: "Wasch mich aber mach mich nicht nass!"
    Jede Therapie lebt zuerst einmal von der Motivation und Bereitschaft der KlientIn, sich auf Neues einzulassen und das eigene Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. EinE TherapeutIn kann nur unterstützen und zeigen, WIE es geht, machen müssen wir es alle selbst. (Das soll jetzt keine Ausrede für unseriöse Anbieter wie Del Ferro und Co sein, die sich bei Misslingen auf die "schlechten" Stotterer ausreden, die halt nicht genug geübt haben!)
    Was ich in diesem Zusammenhang auch noch ganz, ganz wichtig finde: Aus dem großen Angebot muss ICH mir die Therapie aussuchen, die für mich möglichst gut passt. Pauschale Antworten, die für alle gleich gut sind, gibt es da leider nicht, nur Hinweise, welche Angebote seriös sind, und welche wahrscheinlich wem weiter helfen dürften. Erfahrungen anderer sind dabei wichtig, auch unter der Berücksichtigung, wer welcher Typ Mensch ist.
    Eigenverantwortung ist also ganz, ganz wichtig!

    (Bin jetzt übrigens wieder zurück aus dem Urlaub, wie ihr seht. Griechisch stottern kann ich nach wie vor nicht, weil ich nicht griechisch kann. :lol: Aber die bissigen Hofköter verstehen notfalls meine Mundart genauso gut: Wenn du mich beißen willst, gibts Brösel! Im Streit stottere ich übrigens fast nie, wenn ich nur genügend zornig bin, egal ob mit einem Hund oder einem Menschen.)

    lg mi



    Re: *anstups*

    Andreas Weiser - 28.08.2005, 19:17


    Na dann sind wir auf der gleiche Wellenlänge, Bitte lese auch meinen kleinen Betrag bei der Selbsttherapie von Pips.
    Dennoch ganz so abwertend wie dein Eindruck von Dell Ferro würde ich das nicht sehen. Gebe zu ich stimme nicht mit allen Mitteln und Formen von DF überein ! Aber die Sache funktioniert, jedenfalls bei mir.

    es geht wieder darum ist es mein Ding ? Hilft es mir? Wenn ja , dann müsste ich doch beseuert sein wenn ich es nicht tue.

    Und nun kommt das Risiko Mensch und der eigene Schweinehund ins Spiel. Und davon spricht komischerweise niemand !!

    Es ist verdammt schwer von seinen alten Angewohnheiten abzulassen gebe ich zu. Habe ich selbst erfahren. Gerade wenn man glaubt es geht und ich brauche es nicht mehr oder werde zu übermütig schlampig dann erleide ich einen Schiffbruch.
    Wenn ich aber mit der Zeit lerne das es weit mehr Vorteile für mich hat einen anderen Weg zu beschreiten der vielleicht erst ungewohnter ist, aber bei dem ich keine ( oder nur noch seltenst) Angst vor meinen Stotterwörtern zu haben dann wird dieser Weg und diese Verhaltensmaßnahme mit der Zeit für mich die leitere Lösung sein !!

    Wetten !!?

    Aber die Frage ist immer will ich das oder nicht ??

    Ist es für mich anstrengender ( mehr Aufwand) flüssig zu sprechen oder zu stottern weil es halt immer schon so war ? Bei was fühle ich mich besser ??

    Und das kann jeder nur für sich selbst entscheiden.

    Ich sehe auch zugegebener Maßen einige ( kleine) für mich brauchbare Stücke an Van Riper. Aber im Grunde ist Van Riper absoltu nicht für mich. Aus den bekannten Gründen ( bei mir wohlgemerkt)

    Gruß Andreas



    Re: *anstups*

    Tjure - 29.08.2005, 18:18


    Hallo,

    So wie ihr, habe auch ich eine Meinung zu DF.
    DF geht nach wie vor davon aus, dass Stotternde deshalb stottern, weil sie falsch atmen. Deshalb wohl auch die Intervenierung bezüglich des Atmens.
    Aus meinen Beobachtungen bei mir, und den meisten anderen Stotternden ziehe ich jedoch den Schluß dass das falsche Atmen eine Reaktion auf das einsetzende Stottern, bzw. alleine schon durch die Vorahnung es könnte jetzt gleich zum Stottern kommen ausgelöst wird.
    Ich bin davon überzeugt, dass Aktion und Reaktion verdreht werden.

    Als Indiz für die Richtigkeit meiner Annahme gilt die Tatsache, dass wir Stotternde durchaus in der Lage sind, normal zu sprechen - und das mit richtiger Atmung - wir tun dies ja auch (zumindest manchmal). Die falsche Atmung muss also durch etwas "spezielles" ausgelöst werden! Ich bin sicher, dass die "falsche Atmung" durch die Antizipation bzw. dem gerade auftretenden Stottern ausgelöst wird.

    Die Zwerchfellatmung zu lernen bzw. zu üben sehe ich übrigens ebenso als Fehler an. Die Zwerchfellatmung ist meiner Meinung nach absolut nicht nötig, um flüssige Sprache zu produzieren. Ich unterstelle mal, dass mindestens 95% der Normalsprechenden nicht die Zwerchfellatmung sondernd die Brustatmung durchführen.

    VanRiper übt diese Zwerchfellatmung nicht - dennoch sind beachtliche Verflüssigungen erreicht worden. Woher kommt das dann?


    so, jetzt mal Schluß.
    Ich mag selbst keine langen Beiträge lesen.

    liebe Grüße
    Tjure



    Re: *anstups*

    Tjure - 29.08.2005, 18:31


    Hallo,

    weil Andreas vorhin VR angesprochen hat:

    Es ist übrigens falsch, wenn man denkt, bei der VR Therapie lernt man sein stottern zu akteptieren so wie es ist.

    Wozu sollte das gut sein? Wie könnte man die VR-Therapie dann Stottertherapie nennen? Es bliebe doch (angeblich) alles beim Alten. Dann könnte man es doch gleich bleiben lassen, oder?

    liebe Grüße
    Tjure

    P.S: der, so wie andere auch etwas vom Thema der Threaderstellerin abgekommen ist.



    Re: *anstups*

    Andreas Weiser - 30.08.2005, 11:04


    Hallo Tjure,

    so verscjieden sehen wir da glaube ich nicht !

    Meine Meinung.

    Zwerchfell: wenn es uns gelingt über die ..Zwerchfellatmung zu sprechen , sind , werden wir flüssig sein. Diese Atmung ist und soll aber nur der Anfang sein damit wir schnell Erfolge bekommen und haben . Und vom Stottern erst mal weg sind.
    Klar ist denke ich das von den Normalsprechern sich keiner Gedanken über die Atmung macht , wieso auch. kein Bedraf da.

    Und nun zum Wesendllichen !!

    Natürlich ist es so ( jedenfalls bei mir ) Angst / Panik oder Spontanität
    Entweder hat man Angst vor irgendetwas ( seinem Wort soder so ) oder spontan bekommt man so ein Gefühl im Bauch ,als wenn man beim Klauen oder Lügen erwisch worden ist. Ihr kennt das. Dieses Gefühl sagt mir gleich ist es soweit. Schei..e
    Wenn man sich aber nun sicher sein kann , das weil man etwas tut wovon man überzeugt ist das es hilft , man hat kein Problem, dann hat man auch diese Gefühle nicht mehr oder aber sie verschwinden sehr schnell. Aus unserer jahrelangen stotterei hat sich so was wie eine Verselbstständigung entwickelt.
    Wenn es mir gelingt von diesen doofen Gefühlen wegzukommen und flüssig bin , na dann stärkt mich das. Und ein bisschen verlerne ich dann auch ( hoffentlich ) das Stottern. OK so leicht ist es nicht.
    Wenn sich nun unser gesammter Strechapparat auf flüssiges Sprechen eingestellt hat und gelernt hat wie es funktionieren kann. DANN kehren wir wieder zu unserer alten Persönlichkeit zurück, denn nun können wir es uns erstmals " leisten " mit Emotionen ohne Gefahr zu sprechen.. Denn ich bin mir sicher die Emotionen verhindern es das die Verbindung zwischen Kopf und ausführenden Organen einwandfrei funktioniert.

    Man lernt sich selber gut , besser, kennen und weis wie man auch welche Anzeichen reagieren kann, oder auch nicht.

    Kleines Beispiel: Ich--

    Habe immer mit massieven Blocks gestottert. Bis zum letzten Atemzug. Und ich hatte viel Luft. Na ja ihr könnt euch das vorstellen. Keine tolle Sache. Damals wußte ich , ich muß nur lange genug stottern bis die Luft raus war und dann ging es, mit der letzten Restluft. Ich wer dann immer halb fertig so oder so.
    das sagt mir heute - wenn die Restruft raus ist ist mein Zwerchfell entspannt, und dann geht es . Allso Entspannung muß her und das möglichst immer !
    Und dadurch sinkt natürlich auch die Angst. Man versetzt sich und seinen Sprechapparat blitzschnell in eine gewohnte, entspannte und suveräne
    Phase. Jedenfalls mit dem Mitteln die ich anwende. Wenn man diesen Punkt verpasst dann hat man nur die Möglichkeit zu stottern oder aktiv abzubrechen . Mit Letzterem verhindere ich ( so Gott will) das sich wieder alte Strukturen festsetzen. Leider so ganz 100 % sicher kann man sich auch da nie sein. Ein Restrisiko , wie klein es auch sein mag , bleibt immer.

    Kannst Du damit etwas anfangen Tjure ?

    Gruß ANdreas



    Re: *anstups*

    mi - 30.08.2005, 15:26


    Hallo andreas!

    Ich brauche manchmal etwas, bis ich Zeit für eine Antwort finde.

    Zu meiner Kritik an Del Ferro:
    (Meine Kritik an Del Ferro hat übrigens definitiv nichts mit dir zu tun, also bitte klar trennen!)

    Dass Atmung und Stottern zusammenhängen (können!), ist ja an und für sich nichts Neues. Jede niedergelassene Logopädin kann in dieser Richtung therapieren, wenn gewünscht. Del Ferro macht also eigentlich nichts großartig Besonderes, was diesen Ansatz angeht.
    Manche kommen mit diesem Ansatz weiter, manche nicht. Mangels langfristigem Erfolg wird er normalerweise nur eher selten verwendet.

    Ein Problem habe ich mit der äußerst simplifizierenden Behauptung, das Stottern käme
    1.) von der falschen Atmung (was, soweit ich das überblicken kann, ziemlich gut wissenschaftlich widerlegt ist, die falsche Atmung kommt vom Stottern) und
    2.) dass mit dem Ändern der Atmung (und nur mit dem Ändern der Atmung!) alle Probleme mit dem Stottern ein für allemal beseitigt wären.

    Damit passiert nämlich folgendes: Manche KlientInnen können mit diesem Ansatz (zumindestens eine gewisse Zeit) weiterkommen, sie dienen als Bestätigung für dessen Richtigkeit. Die (vielen) anderen werden de facto als schlechte Stotterer, die halt nicht motiviert genug sind, ausreichend zu üben (da es ja angeblich nur am Üben und am Wollen liegt), auf den Müll geworfen. Das heißt für diese, dass sie statt Hilfe nur noch eins mit dem Knüppel drauf bekommen.
    Verantwortliches und verantwortbares therapeutischen Handeln schaut anders aus.

    Dazu wird in der Selbsthilfe dermaßen regelmäßig von Erlebnissen während der Del Ferro-Therapie berichtet wie angeschrien werden, im Einzelfall auch hohem psychischen Druck, etc.
    Nun, alles hat mehrere Seiten. Die mir zugänglichen Berichte klingen für mich absolut glaubhaft und sind so viele, dass ich nun einmal ganz und gar nicht annehme, dass sie allesamt so völlig erlogen sind. Sie klingen dagegen stark nach einer Therapeutin, die mit ihrem Therapieansatz gescheitert ist und deshalb ihre negativen Emotionen an den KlientInnen, die ihr keinen gewünschten Erfolg erbringen, ablässt.
    Ein sinnvolles therapeutisches Setting schaut anders aus.

    Ich vermute, die gute Frau steckt in einer Zwickmühle:
    Wenn sie mit ihrer extremen Werbung weitermacht (Nach dem Motto: "Nur ich alleine heile das Stottern garantiert!"), läuft das Geschäft. Dabei kann sie nicht darauf Rücksicht nehmen, welche wirklichen Erfolgsquoten sie erreicht, solange nur genügend neue KlientInnen durch die Werbung herangekarrt werden können. Wenn sie dagegen eine verantwortliche Haltung einnimmt, also nicht die fast garantierte Heilung verspricht, und auch die vielen Faktoren, die das Stottern stärker beeeinflussen, wie die Atmung, gelten lässt, ist sie nicht mehr der große Wunderwuzzi und kann zusperren.
    Von dieser Seite gesehen, tut sie mir leid. (Wenn ich an ihr Bankkonto denke, dann...... naja.)

    Ich denke, dass manche mit dem Ansatz über die Atmung durchaus einen gewissen Schritt weiterkommen. Ich persönlich kenne niemanden, der es nur mit diesem Schritt alleine geschafft hat.
    Um Erfolg sinnvoll zu messen, ist es übrigens nötig, in längeren Zeiträumen zu denken. Frank Herziger spricht z.B. von 2-3 Jahren, nach denen sich zeigt, wohin die Reise geht.
    Das Stottern hat dummerweise die Eigenheit, dass du mit irgendeinem (an sich völlig unwichtigen Dreh wie inspiratorischem Sprechen, Taktkopfen, Ändern der Tonhöhe, Ändern der Atmung usw.) dein Stottern sehr schnell verändern und dadurch auch dein Sprechen verbessern kannst. Leider halten alle diese Tricks nicht lange. Diese Eigenschaft des Stotterns ist übrigens auch der Grund für viele seiner Syptome.

    Da Arbeit an der Atmung jede niedergelassene Logopädin auf Kassenkosten machen kann, sehe ich keinen Grund, zu Del Ferro zu gehen. (Und bei der Logopädin spart man sich auch noch die Ausfälligkeiten der Dame.)

    verstehst du jetzt, warum ich nichts von del ferro halte?

    mi



    Re: *anstups*

    Andreas Weiser - 31.08.2005, 11:46


    Hallo mi,

    Der Angriff der gar keiner ist ( auf mich) sehe ich genauso, da haben wir uns evt. bisschen falsch verstanden.

    Mit Df Heilung. das finde ich auch Quatsch. Da Heilung ein großes (zu großes ) Wort ist.

    Die Atmung soll ja auch nur zu Beginn forsiert werden damit man schnell ( vom Schlimmsten wegkommt).
    Das Atmung nicht alles ist -da gebe ich Dir 100% Recht !

    Im 2. Schritt übernimmt die Autosuggiestion den Hauptteil.

    Ich will hier auch keine Werbung für DF machen, denn im Grunde ist es ziehmlich simpel. Wenn jemand darauf anspricht und es hilft ( das wiederum kann man nie vorher sagen , es muß jeder ausprobieren), er es praktizieren möchte , dann kann er es auch mit Unterstützung anderer schaffen die diesen Weg gehen.

    Ob das Stottern nun von der falschen Atmung kommt oder anders herum ?? War das Ei oder die Henne zuerst da ? Vielleicht findet es auch Zeitgleich statt !!??

    Stottern beginnt im Kopf. Was die Auslöser sind ist nicht so recht bekannt. Eine große Rolle scheinen Emotionen zu spielen. Positive + negative. Jeder setzt da so seine eigenen Maßstäbe.Und es äußert sich auch dementsprechend, dennoch Emotion ist Emotion.

    Emotionen entstehen auch im Kopf. Nun vertägt sich das aber bei uns nicht. Sie stören die gezielte und richtige Ansteuerung der beteiligten Organe, und schon sind wir im Schlamassel..
    Mit einigen Ausnahmen ( kenne selber eine) spricht die überwiegende Mehrheit alleine ,ohne Streß und Angst, völlig flüssig, ohne auf Atmung zu achten.
    Wieso ????
    Erst wenn die Umwelt ins Spiel kommt kann es kritisch werden ,
    Wieso ???
    Wenn ich alleine war hatte ich nie Probleme. Alleine auf meinen Anrufbeantworter zu sprechen , da war es wieder mein Problem. Es war die Erwartungshaltung meiner selbst an mich. Der Druck es möglichst gut zu machen.Es passieerte im Kopf . Völlig ohne Grund. ( Natürlich wusste ich wenn da mein Problemwort kommt) da habe ich immer ein Problem. Nein ! Wenn ich (um beim Beispiel zu bleiben ) o. mein Anrufbe.... gesprochen habe war ich flüssig. So komisch war die Welt. das war immer wie eine Lotterie , je mehr ich darüber nachdachte um so komischer wurde mein Gefühl und es bestätigte sich dann auch. Selbstprophezeihung.
    Also wegkommen von den ganzen negativen Kram !
    Gebe zu ein bisschen Zweifel bleibt vielleicht immer , aber nur dann wenn man sich nicht mehr sicher sein kann, und das kommt bei mir wenn ich mich zu sehr von dem was geht wegbewege, oder das Gefühl habe mal wieder ein bisschen zu wenig intensiviert zu haben. Aber das liegt ganz alleine bei mir und bei keinem Anderen !
    ALlso bin ich für mich verantwortlich. Ende aus. Ich könnte genausogut sagen, ich armer Kerl habe da evt. einen Geendefekt , dafür kann ich nichts und bedauere mich selber. Sind wieder mal die Anderen darann Schuld. Bitte--- ich spreche hier für mich !

    Man kann nicht in Abrede stellen , viele würden was geben um einen Tag stotterfrei zu sein. Probieren muß man es. Den Mut haben etwas Neues zu machen,( etwas Anderes !) motiviert sein, und ein gewisses Durchhaltevermögen mitbringen. Die Belohnung folgt dann . Und wenn nicht .... dann war diese Variante nicht das geeignete für unseren fiktiven Kanidaten. Testzeit beträgt max. 1-2 Tage allso wenig verlorene Zeit , wenn mann überhaupt davon sprechen kann.

    Durch Training , Beobachtung und Kontrolle unser selbst, bekommen wir aber heraus, was für einen selbst gut ist . Und das kann bei einem Anderen anders sein. Die Feinheiten muß jeder für sich erarbeiten ( in der Langzeittherapie mit sich selbst) . Und das schafft er auch, da er immer wieder auf das Grundkonzept zurückgreifen kann. ( wenn nötig) . Und das ist bei allen Therpien gleich. Hoffe ich doch.
    Wieso gibt es aber immer wieder bei allen Therapieformen ( auch DF) so große Rückfälle. Ich meine nicht kleine und Zeitbegrenzte.!!!
    Entweder hat man sich zu lange an etwas festgehalten was scheinbar doch nicht funktioniert( immer in der Hoffnung) . Es gibt sogar Meinungen das es erst mal schlimmer werden müsse ehe es besser wird!
    Wie schlimm soll es denn noch werden ?? Ganz schöner Mumpitz !! Wie lange soll ich mein STottern zusätzlich unbewust trainieren ??
    Das wiederum füllt die Konten der sogenannten Heiler. Wir brauchen Erfolge und zwar solche die uns selber auch entsprechen und die wir als Ziel haben.

    Und deine Haltung zu DF, ist OK, keine Frage, Meine Frage an dich, würdest du es denn mal ausprobieren wollen? ( Nicht bei DF -- logo )

    Gruß Andreas



    Re: *anstups*

    mi - 31.08.2005, 15:49


    Hallo andreas!

    Da hast du genauso viel geschrieben wie ich, uff!
    Ich hoffe, ich bringe so die wichtigsten Antworten hin, bevor meine Jüngste aufwacht....

    Zum Letzten: Bei DF würde ich (nona) keine Therapie machen. Meine Atmung würde ich persönlich auch nicht therapieren, das habe ich schon als Kind ausreichend und völlig erfolglos geübt.
    Soweit ich das weiß, wird von diesen Übungen eher abgegangen, weil sie meistens nur wenig Erfolg bringen, aber, wie du an dir selbst siehst, manchen helfen sie auch wirklich weiter.
    Ich selbst mache keine Therapien mehr, da bei meinem Status (meistens nur mehr leichtes und selteneres Stottern) kaum noch wahrnehmbare Erfolge drin sind. Außerdem fehlt mir jeglicher Leidensdruck. Anderen, die unterm Stottern leiden, empfehle ich auf jeden Fall Therapien.

    Gut, dass du den Unterschied, den ich zwischen DF und dir mache, verstehst. Ich bin da lieber etwas übervorsichtig, damit ich niemanden kränke. (außer vielleicht DF :lol: )

    Ich kenne Stottern als ein sehr, sehr komplexes Problem:
    Soweit ich das überblicken kann, spielen dabei sehr viele Faktoren eine Rolle, und, das ist nur meine persönliche Meinung und nicht wissenschaftlich abgesichert, bei jedem/jeder in einer anderen Zusammensetzung.
    Ich vermute, dass das auch der Grund ist, warum
    - es keine allgemeinwirksame Therapie gibt, die allen gleich hilft
    - warum selten jemand mit einer Therapie alleine herauskommt: Andere Faktoren, die in dieser Therapie nicht behandelt wurden, wollen auch verändert werden.
    Manche Therapeuten arbeiten deshalb auch sehr vielschichtig, um möglichst viele Faktoren zugleich beeinflussen zu können.

    Soweit wir wissen, spielen beim Entstehen von Stottern auf jeden Fall Dispositionen (Faktoren, die Stottern auslösen können, aber nicht müssen) mit. Die Psyche bzw. das Umgehen mit dem St. spielt, wenn nicht schon beim Entstehen (ich bin da ziemlich vorsichtig geworden) auf fast jeden Fall beim Herauskommen aus dem St. auch eine Rolle. (Da kommt die von dir genannte Autosuggestion ins Spiel.)

    Zu den Rückfällen:
    Ich denke, Rückfälle gehören zu einer Therapie (leider!) auch dazu, da musst du dann einfach durch. Neue Strategien lassen sich nie lückenlos durchziehen.....
    Die Sorte Rückfall, bei der von der vorhergegangenen Therapie nichts mehr (und auch nach längerer Zeit nichts mehr) Positives übrig geblieben ist, würde ich eher als Fehlgriff bei der Therapie werten. Das ist nicht nur negativ, immerhin weißt du dann, dass es SO einmal sicher nicht geht, warum auch immer. Das ist ein wichtiger Hinweis fürs Weitermachen.

    Problematisch sehe ich selbst auch den Wunsch, nie mehr auch nur ein bisschen zu stottern:
    So verständlich er ist, ist er für viele von uns als eher unrealistisch zu werten und macht viel Perfektionsdruck. Wir haben so lange und so schwer gestottert, darf da nicht ein harmloser Rest davon übrigbleiben? Schließlich will ich ja vom Stottern weg, also auch von der lebenslangen Kontrolle desselben. Manche TherapeutInnen haben das auch vielleicht nicht so ganz in der Tragweite erkannt und fordern ewiges Üben, um Perfektion zu erreichen......

    Zum Schlimmer werden:
    Manche Therapierichtungen arbeiten erst einmal an den Ausweichstrategien und den sekundären Symptomen, bevor sie mit einer Therapie des eigentlichen Stottern beginnen. Das ist wichtig und kann natürlich leicht zu stärkerem St. führen. Erstens sind diese Ausweichstrategien Teil des Stotterns geworden und müssen deshalb auch therapiert werden, und zweitens möchte ich ja das Stottern in der Therapie erreichen, um es behandeln zu können. Wenn ich dann nur lauter ahs und ähs und eingeschobene Füllwörter habe, bleibt zum therapieren nicht mehr viel Sinnvolles übrig.

    Ob 1-2 Tage reichen, um bei einer neuen Therapie sicher sagen zu können, ob sie helfen kann, oder nicht, habe ich persönlich je nach Einzelsituation Zweifel. Manchmal brauchst du vielleicht länger, um "den Knopf aufzumachen", manchmal reicht eine halbe Stunde, um einE TherapeutIn als inkompetent einzustufen..... Aber das ist nur meine persönliche Meinung, und Ferndiagnosen sind immer riskant....

    geschafft!

    lg mi



    Re: *anstups*

    Andreas Weiser - 01.09.2005, 08:33


    HAllo mi,

    kann nur sagen--- Jo so ist es !!

    100% ereiche ich vielleicht nie. Aber aufgeben . Ne. Und mit sagen wir mal 98% Erfolg läßt es sich auch vortrefflich leben.

    Gruß ANdreas



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