Was war denn nun zuerst da...

klaraputzich
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    Re: Was war denn nun zuerst da...

    Anonymous - 20.01.2014, 22:46

    Was war denn nun zuerst da...
    ... die Unfähigkeit, für mich zu sorgen oder für meine Wohnung? :(

    Ihr Lieben,
    mir ist am Wochenende was aufgefallen. Irgendwie sind meine Wohnung und ich zusammen heruntergekommen. Früher hatte ich Freude daran, mich "schön zu machen", hab mich dezent geschminkt, hübsch frisiert und nett angezogen. Heute schmeiß ich einfach was über, Hauptsache, sauber, fahr mal mit der Bürste durch die Haare und nehm höchstens mal 'nen Pflegestift für die Lippen.

    Und die Wohnung? Früher hab ich viel regelmäßiger geputzt und mir war viel mehr dran gelegen, alles ordentlich zu haben. Es liegt nicht nur an der Ansammlung von Sachen, sondern es hat auch die normale Hausarbeit stark gelitten. Es ist fast, als wäre alles vernachlässigt, was mit mir zu tun hat. Kein schönes Gefühl, wirklich nicht. Vor allem wundert's mich, dass es so lang gedauert hat, bis mir das mal aufgefallen ist :hilflos:

    Habt Ihr sowas auch schon bei Euch beobachtet? Was ist das nur? Auf jeden Fall macht's mich richtig traurig...



    Re: Was war denn nun zuerst da...

    wollmaus - 21.01.2014, 16:21

    Re: Was war denn nun zuerst da...
    Amaryllis hat folgendes geschrieben: ... die Unfähigkeit, für mich zu sorgen oder für meine Wohnung? :(

    Was war eher da? Die Henne oder das Ei? Eine Frage, die ich für mich auch nicht beanworten kann. Die mir aber auch nicht weiterhilft. Mir ist nur klar, dass es zusammenhängt.

    Amaryllis hat folgendes geschrieben: Es ist fast, als wäre alles vernachlässigt, was mit mir zu tun hat. Kein schönes Gefühl, wirklich nicht. Vor allem wundert's mich, dass es so lang gedauert hat, bis mir das mal aufgefallen ist :hilflos:
    Bei mir war das auch eine schleichende Entwicklung ins Chaos, eine schrittweise Gewöhnung an Unordnung.

    Amaryllis hat folgendes geschrieben: Habt Ihr sowas auch schon bei Euch beobachtet? Was ist das nur? Auf jeden Fall macht's mich richtig traurig...
    Ich kenne das auch. Mir fällt es z.B. schwer jeden Abend Zähne zu putzen. :oops: Mir fehlt eine Abend- bzw. Zubettgeh-Routine. :roll:
    Das kann ich mir nur wieder Schritt für Schritt aneignen. Es nützt nur nichts die Vergangenheit zu beklagen und mich heute davon lähmen zu lassen.

    Jeder Tag ist eine neue Chance etwas zu ändern.



    Re: Was war denn nun zuerst da...

    Anonymous - 22.01.2014, 00:46


    liebe Amaryllis, (wunderschöne Blume uebrigens, ziehst Du die auch manchmal aus Zwiebeln?)

    bei mir könnte ich das auch nicht so genau sagen, das Wohnung vernachlässigen war aber bei mir eindeutig frueher oder war es das meine Beduerfnisse ignorieren? Jedenfalls habe ich nach aussen hin lange funktioniert in der Arbeit, beim mich Kuemmern um meine immer kränker werdende Mutter. Nur fuer mich war kein Platz mehr. Heute sehe ich das so, dass ich mich als Mensch vernachlässigt habe und die Pflichten als viel wichtiger nahm, als mein Wohlbefinden. Und nach der häuslichen Umgebung kam dann die Fuersorge fuer meinen Körper. Das hat mich uebrigens besonders schockiert, dieses ungewaschen am PC zu sitzen und bei Surfen und Spielen alles Andere verdrängen. Aber zu der Zeit sah ich auch schon keine Hoffnung mehr da wieder rauszukommen. Die kleinen Schritte hier helfen mir sehr, wieder mehr an mich zu glauben und zu erkennen, was mir guttut und ich lese hier wie jede(r) auf seine ganz spezielle Art und Weise kämpft und das macht mir sehr viel Mut.

    So richtig weiß ich bis heute nicht, warum ich dermassen abgestuerzt bin zum Schluss, aber eigentlich nuetzt es mir auch nicht viel, weil mir viel wichtiger ist, wie ich wieder rauskomme aus dem Schlamassel, wie ich selbst dafur sorgen kann, dass es wieder besser wird.

    Es gibt sicher viele Bilder, ich stelle mir manchmal vor, dass es positive und negative Kreisläufe gibt, wo eines das Andere ergibt oder wie eine Spirale, auf der es aufwärts oder abwärts geht. Und irgendwo ind diesem Kreislauf oder der Spirale gibt es einen Punkt, wo man ansetzen kann, sei es körperlich geistig oder seelisch

    Manches muß man wieder neu erlernen, wenn man es sich in einer schwierigen Phase abgewöhnt hat, ich habe festgestellt, dass das durchaus vergnueglich sein kann, das was man unreflektiert automatisch fruher machte, neu zu lernen, bewußt etwas zu tun, vielleicht anders als vorher oder sich ueberhaupt klar zu werden, was man tun will.

    Ich wuensche Dir viel Erfolg beim Finden der Abendroutine mit Zähneputzen, die fehlt mir auch noch

    liebe Grueße
    Chaota



    Re: Was war denn nun zuerst da...

    Anonymous - 24.01.2014, 20:36


    Vielen Dank, Ihr beiden, für Euere Antworten.

    Wolli, Du hast natürlich recht, Klagen hilft nix und ich wollte auch nicht den Eindruck erwecken, als würde ich nur in Selbstmitleid baden. Ich hab mich nur sehr gewundert, warum mir dieser Zusammenhang nicht früher aufgefallen ist. :roll:

    Chaota - oh oh, was Du geschrieben hast könnte Punkt für Punkt von mir sein! Meine Situation ist Deiner sehr ähnlich, auch die Gründe dafür. Und ja, es hilft mir enorm, hier mitzuerleben, wie jeder mit seinem Päckchen umgeht, die Erfolge, die Misserfolge, der Trost, das Mitgefühl hier im Forum und die Hilfe. Deine Worte geben mir viel Mut, weiß ich doch, dass ich damit nicht allein bin. Schon komisch, oder, dass es einem so viel hilft zu wissen, dass man nicht die Einzige ist, die so ein Problem hat. :herz:

    Also dann, kleine Schritte in die richtige Richtung. Hab auch schon damit angefangen - was mir sehr schwer fällt - etwas besser für mich zu sorgen und nicht immer das Wohl der anderen über mein eigenes zu stellen. Eins nach dem anderen... Übrigens, das mit der Abendroutine war zwar Wolli, aber da hab ich auch noch keine wirklich funktionierende ;)

    Oh, und ja, ich hab tatsächlich schon Amaryllis aus der Zwiebel gezogen. Es hat lang gedauert bis die Blüten kamen, aber das Ergebnis war es wert! Wenn's nicht gerade um mich selber geht, hab ich mit allem und jedem eine Engelsgeduld :)



    Re: Was war denn nun zuerst da...

    Anonymous - 27.01.2014, 01:23


    liebe Amaryllis,

    ich wuensche Dir, dass Du immer mehr Geduld mit Dir aufbringst, bis sie eines Tages so groß ist, wie die, die Du fuer Andere hast.

    Du schreibst, dass Du das am Anfang gar nicht gemerkt hast, dass Du Dich vernachlässigst, ich denke, dass da oft eine gewisse Blindheit im Spiel ist, wenn sehr vieles gut funktioniert, hat man vielleicht lange das Gefuehl, dass es ja ueberwiegend gut läuft und arrangiert sich irgendwie mit dem, was nicht geht. Mir gings ja so, dass ich, als ich dann mal genauer hingesehen habe, am liebsten vieles auf einmal geändert hätte, aber das geht eben nicht. Sicher kann man mal eine Hauruckaktion starten, aber nachhaltiger ist meines Erachtens, wenn man sich etwas angewöhnt, was als Automatismus kuenftiges Chaos reduziert, wie das Beweise beseitigen und nach und nach Ordnung schafft. Das Schlamassel hat man nicht an einem Tag geschafft und der Weg da raus geht auch nicht an einem Tag.

    Ich wuensche Dir viel Erfolg damit. Und dass Du Dich immer wieder lobst auch fuer kleine Veränderungen

    :cheer: :cheer: :cheer: :cheer: :cheer: die sollen Dich anfeuern

    liebe Grueße
    Chaota



    Re: Was war denn nun zuerst da...

    wollmaus - 29.01.2014, 12:38


    Amaryllis hat folgendes geschrieben: Vielen Dank, Ihr beiden, für Euere Antworten.

    Wolli, Du hast natürlich recht, Klagen hilft nix und ich wollte auch nicht den Eindruck erwecken, als würde ich nur in Selbstmitleid baden. Ich hab mich nur sehr gewundert, warum mir dieser Zusammenhang nicht früher aufgefallen ist. :roll:
    Liebe Amaryllis, :wave:

    mein bester Freund macht mich hin und wieder darauf aufmerksam, dass ich auf dem "pity-pot" sitze. Das kenne ich also selbst, und deshalb fällt es mir auch auf. Wenn das bei Dir anders ist, umso besser. :yeah:

    Wie wäre es, wenn Du mal Dein Tagespensum aufschreiben würdest? Dazu kann ich nur jeden ermutigen. :cheer: :cheer: :cheer:



    Re: Was war denn nun zuerst da...

    Anonymous - 02.02.2014, 13:44


    Liebe Chaota,

    vielen Dank für Dein Verständnis. Mir geht's eben genauso, ich will am liebsten alles verändern und zwar sofort. Thema Geduld... da muss ich mich so zusammenreissen! Es ist wie beim Gewicht, das hab ich mir ja auch nicht in einer Woche angefuttert, deswegen dauert's auch, bis es wieder runter ist. Hauptsache, die Richtung stimmt, und das nehm ich mir jetzt auch für alle Entrümpelungsaktionen vor, sowohl die äußerlichen als auch die innerlichen. So! :!:

    Liebe Wolli,

    den "pity-pot" finde ich klasse, den werd ich sofort in meinen Wortschatz aufnehmen! Genau auf dem will ich ja eben nicht sitzen und rede da schon sehr ernsthaft auf mich ein, wenn ich mich dabei erwische. :?

    Oh ja, das Tagespensum. Das sollte ich wirklich bald mal aufschreiben.

    Oh, und vielen Dank Euch für die vielen Puschelmädchen. Die bauen mich immer so auf! :)



    Re: Was war denn nun zuerst da...

    Anonymous - 03.02.2014, 15:52


    Hallo Ihr zwei,

    was ist denn bitte ein pity pot? Ah jetzt habe ich es doch gefunden: Pity heißt Selbstmitleid ... Ist auf Dauer sicher nicht gut, aber vorübergehend finde ich es manchmal sehr wichtig. Mir geht das halt schnell auf den Geist, weil es nicht lösungsorientiert ist. Bin halt ein Fan von Lösungsorientierung, aber meistens ist der Startschuß Selbstmitleid, Selbstmitgefühl und dann halt, und was mache ich jetzt damit.

    wünsche Euch viel Erfolg und ganz viel Raum für Entspannung und Schönes. Und Dir Amaryllis viel Geduld, obwohl ein Ausnutzen einer Phase in der man Bäume ausreißen könnte für die ein oder andere Aktion hat doch auch was, wenns sozusagen freiwillig ist und man Lust darauf hat

    liebe Grüße
    Chaota



    Re: Was war denn nun zuerst da...

    Anonymous - 04.02.2014, 13:51


    Liebe Chaota,

    ja, so ein Ausbruch an Tatendrang hat schon was. Mir ging's bis vor Kurzem genau gegenteilig, da war ich wie gelähmt und konnte mich zu nix aufraffen. Alles war mir zu viel und der Berg vor mir wurde immer größer... :cry:

    Das war ziemlich schlimm und deswegen weiß ich die Energiezeiten umso mehr zu schätzen. Gerade jetzt ist bei mir viel los, sowohl in der Arbeit als auch umzugstechnisch, da kann ich dieses Kaninchen-vor-Schlange überhaupt nicht brauchen. Ich muss ja nicht nur meine eigenen Sachen sichten und mich von vielem trennen, sondern auch die Sachen meiner Mama. Das fällt mir erst recht schwer. Aber es hilft ja nix.

    Geduld muss ich eben üben und mit Euerer Hilfe wird's schon werden. :)



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