Vergangenheit bis 6800 Jahre vor dem Krieg gegen die Horde

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    Re: Vergangenheit bis 6800 Jahre vor dem Krieg gegen die Horde

    Tindómerel - 28.10.2005, 10:07

    Vergangenheit bis 6800 Jahre vor dem Krieg gegen die Horde
    (übersetzt von Jarkield)


    Niemand weiß genau, wie das Universum seinen Anfang nahm. Einige sind der Meinung, dass eine katastrophale kosmische Explosion die unendlichen Welten in die unermessliche Weite der großen Dunkelheit hinausgeschleudert hat – Welten, die eines Tages Lebensformen von erstaunlicher und schrecklicher Vielfalt hervorbringen würden. Andere glauben, dass das Universum als Ganzes von einem einzigen, allmächtigen Wesen erschaffen wurde. Das einzige, gesicherte Faktum ist, dass eine mächtige Rasse aufstieg, um Stabilität in die verschiedenen Welten zu bringen und eine sichere Zukunft für die Wesen zu garantieren, die in ihren Fußstapfen folgen würden.
    Die Titanen, metallhäutige Götter aus den entlegensten Gebieten des Kosmos, erforschten das neugeborene Universum und machten sich in den Welten, die sie entdeckten, an die Arbeit. Sie gestalteten die Welten, indem sie mächtige Gebirge auftürmten und gewaltige Meere aushoben. Sie erschufen Himmel und stürmische Atmosphären mit ihrem Atem. Dies war alles ein Teil ihres unergründlichen und weitsichtigen Planes, eine Ordnung aus dem Chaos zu erschaffen. Sie befähigten sogar primitive Rassen, ihre Werke zu pflegen, um die Unversehrtheit der jeweiligen Welt zu erhalten.
    Regiert von einer Elite-Sekte, bekannt als das Pantheon, brachten die Titanen Ordnung zu hundert Millionen Welten, die im großen dunklen Jenseits verstreut waren. Das gütige Pantheon, das danach strebte, diese geordneten Welten zu beschützen, war immer wachsam wegen der Gefahr von Angriffen der abscheulichen Wesen der Twisting Nether aus anderen Dimensionen. Die Nether, eine ätherische Dimension chaotischer Magie, die die Myriaden Welten des Universums verband, war die Heimat einer unzähligen Anzahl von verbrecherischer, dämonischer Wesen, die nur danach strebten, Leben zu zerstören und die Energien des lebenden Universums zu verschlingen. Unfähig, Böses oder Boshaftigkeit in irgendeiner Form zu erfassen, mühten sich die Titanen, die permanente Bedrohung durch die Dämonen zu beenden.


    Sargeras und der Verrat

    Mit der Zeit gelangten dämonische Wesen aus dem Twisting Nether in die Welt der Titanen, und das Pantheon wählte seinen größten Krieger Sargeras aus um die erste Verteidigungslinie zu bilden. Der edle Riese aus geschmolzener Bronze, Sargeras, erledigte seine Aufgaben für zahllose Jahrtausende, suchte und zerstörte diese Dämonen, wo immer er sie finden konnte. Über die Äonen entdeckte Sargeras zwei mächtige dämonische Rassen, die darauf aus waren, Macht und Herrschaft über das physische Universum zu erlangen.
    Die Eredar, eine heimtückische Rasse von teuflischen Zauberern nutzten ihre Hexenmeister-Magie um eine Reihe von Welten zu versklaven. Die einheimischen Rassen dieser Welten wurden durch die übel wollende Macht der Eredar mutiert und selbst zu Dämonen. Auch wenn Sargeras' nahezu grenzenlose Macht mehr als genug war, um die abscheulichen Eredar in die Schranken zu weisen , war er von der Korrumpierung der Kreaturen und dem alles verzehrende Böse höchst beunruhigt. Unfähig, solch Verderbtheit zu ergründen, begann der große Titan in grüblerische Depression abzurutschen. Trotz seines wachsenden Unbehagens befreite Sargeras das Universum von den Hexenmeistern, indem er sie in einer Ecke des Twisting Nether einschloss.
    Während seine Verwirrung und sein Elend anhielt, war Sargeras gezwungen, mit einer weiteren Gruppe zu kämpfen, die die Ordnung der Titanen stören wollte: die Nathrezim. Diese dunkle Rasse vampirartiger Dämonen (auch bekannt als Dreadlords) eroberte eine Reihe bewohnter Welten, indem sie ihre Bewohner in Besitz nahmen und sie in die Schatten verwandelte. Die ruchlosen, durchtriebenen Dreadlords brachten ganze Nationen gegeneinander auf, indem sie Hass und Misstrauen verbreiteten. Sargeras besiegte die Nathrezim leicht, doch ihre Verdorbenheit beeinflusste ihn tief.
    Als Zweifel und Hoffnungslosigkeit Sargeras' Sinne überwältigten, verlor er nicht nur den Glauben an seine Mission, sondern auch an die Vision der Titanen von einem geordneten Universum. Letztendlich kam er zu dem Glauben, dass das Konzept der Ordnung selbst eine Torheit war und dass Chaos und Verderbtheit das einzig Absolute im dunklen, einsamen Universum war. Die anderen Titanen wollten ihn von seinem Fehler überzeugen und seine tobenden Gefühle beruhigen, doch er missachtete ihre optimistischeren Überzeugungen als Selbsttäuschung. Auch wenn das Pantheon über seinen Weggang besorgt war, so konnten die Titanen niemals voraussehen, wie weit ihr verlorener Bruder gehen würde.
    Zu der Zeit, als Sargeras' Wahnsinn die letzten Spuren seines tapferen Geistes aufgezehrt hatte, glaubte er, dass die Titanen selbst für die Fehler der Schöpfung verantwortlich waren. Sich letztendlich entscheidend, ihre Arbeiten im ganzen Universum ungeschehen zu machen, beschloss er, eine unaufhaltsame Armee zu formen, die das physische Universum in Brand setzen würde. Selbst Sargeras' Titanenform wurde von der Fäulnis entstellt, die sein einst so nobles Herz quälte. Seine Augen, sein Haar und sein Bart gingen in Flammen auf und seine metallene Bronzehaut brach auf, um einen endlosen Schmelzofen mörderischen Hasses zu enthüllen.
    In seiner Wut zerschlug Sargeras die Gefängnisse der Eredar und der Nathrezim und ließ die abscheulichen Dämonen frei. Diese durchtriebenen Kreaturen verbeugten sich vor der gewaltigen Macht des dunklen Titanen und boten ihm ihre Dienste auf jede arglistige Weise an wie sie konnten. Sargeras wählte zwei Meister aus den Rängen der mächtigen Eredar um seine dämonische Armee der Zerstörung zu befehligen. Kil'Jaeden der Trügerische wurde auserwählt, die dunkelsten Rassen im Universum zu finden und sie in Sargeras' Ränge einzustellen. Der zweite Champion, Archimonde der Beschmutzer, wurde ausgesucht, Sargeras' gewaltige Armee in die Schlacht gegen jene zu führen, die gewillt waren, dem Willen des Titanen zu widerstehen.
    Kil'Jaedens erste Handlung war es, die vampirischen Dreadlords unter seiner schrecklichen Herrschaft zu versklaven. Die Dreadlords dienten als seine persönlichen Agenten im gesamten Universum und es bereitete ihnen Freude, primitive Rassen für ihren Meister zu korrumpieren und sie in die Gemeinde zu bringen. Der erste unter den Dreadlords war Tichondrius der Verdunkler. Tichondrius diente Kil'Jaeden als ein perfekter Soldat und willigte ein, Sargeras' brennenden Willen in allen dunklen Ecken des Universums zu verbreiten.
    Der mächtige Archimonde bevollmächtigte Agenten für sich selbst. Sich auf die bösartigen Pit Lords und ihren barbarischen Anführer Mannoroth der Zerstörer verlassend, hoffte Archimonde, eine Kämpferelite zu etablieren, die die Erschaffung allen Lebens bereinigen würde.
    Als Sargeras sah, dass seine Armeen versammelt waren und bereit, jedem seiner Befehle zu folgen, ließ er seine rasenden Mächte in die unermessliche Weite des großen Dunkels los. Er bezeichnete seine wachsende Armee als die Brennende Legion. Bis zu diesem Tag ist noch immer unklar, wie viele Welten sie auf ihrem unheiligen brennenden Kreuzzug durch das Universum verzehrten und verbrannten.


    Die alten Götter und die Ordnung auf Azeroth

    Nichts von Sargeras' Mission, ihre unzähligen Werke rückgängig zu machen, bemerkend, fuhren die Titanen fort, von Welt zu Welt zu ziehen, jeden Planeten so zu ordnen, wie sie es für passend hielten. Auf ihrer Reise passierten sie eine kleine Welt, die ihre Einwohner später Azeroth nennen würden. Als die Titanen über die ursprüngliche Landschaft schritten, entdeckten sie eine Reihe fremder Elementarwesen. Diese Elementare, die eine Rasse unergründlich böser Wesen, bekannt als die alten Götter, anbeteten, schworen, die Titanen zurückzuschlagen und ihre Welt unberührt von dem metallischen Einfluss der Eindringlinge zu belassen.
    Das Pantheon, gestört durch den Hang der alten Götter zum Bösen, führten Krieg gegen die Elementare und ihre dunklen Herren. Die Armeen der alten Götter wurden von den mächtigsten Leutnants der Elementare angeführt: Ragnaros der Feuerlord, Therazane die Steinmutter, Al'Akir der Windlord und Neptulon der Gezeitenjäger. Ihre chaotischen Kräfte wüteten über das Angesicht der Welt und kollidierten mit den kolossalen Titanen. Obwohl diese elementare Macht jenseits der Vorstellungskraft Sterblicher besaßen, konnten ihre vereinten Kräfte die mächtigen Titanen nicht aufhalten. Ein Elementarlord nach dem anderen fiel und ihre Armeen zerstreuten sich.
    Das Pantheon zerstörte die Zitadellen der alten Götter und kettete die bösen Götter weit unter der Oberfläche der Welt an. Ohne die Kraft der alten Götter, die ihre tobenden Geister an die physische Welt band, waren die Elementare in eine tiefe Ebene verbannt, wo sie für alle Ewigkeit miteinander ringen konnten. Mit dem Verschwinden der Elementare beruhigte sich die Natur und die Welt kehrte zur einer friedlichen Harmonie zurück. Die Titanen sahen, dass die Bedrohung gebannt war und machten sich an die Arbeit.
    Die Titanen befähigten eine Reihe von Rassen, ihnen bei der Gestaltung der Welt zu helfen. Um ihnen bei der Gestaltung der unergründlichen Höhlen unter der Erde zu helfen, erschufen die Titanen die zwergenartigen Earthen aus magischem, lebendem Stein. Um ihnen beim Ausheben der Meere zu helfen und das Land von Meeresboden zu heben, schufen die Titanen die riesigen, aber sanftmütigen Seeriesen. Für lange Zeiten bewegten und gestalteten sie die Erde bis am Ende ein perfekter Kontinent übrig blieb. In der Mitte des Kontinents erschufen die Titanen einen See funkelnder Energien. Der See, den sie Brunnen der Ewigkeit nannten, war die Quelle des Lebens dieser Welt. Seine mächtigen Energien würden die Knochen der Welt nähren und das Leben befähigen, Wurzeln im Boden des Landes zu schlagen. Mit der Zeit begannen Pflanzen, Bäume, Monster und Kreaturen aller Art auf dem urzeitlichen Kontinent zu gedeihen. Als das Zwielicht auf den letzten Tag ihrer Arbeiten fiel, nannten die Titanen den Kontinent Kalimdor: Land ewigen Sternenlichts.


    Das Amt der Flugdrachen

    Zufrieden, dass die kleine Welt geordnet wurde und ihre Arbeit getan war, bereiteten sich die Titanen vor, Azeroth zu verlassen. Wie auch immer, bevor sie gingen, übertrugen sie der größten Spezies der Welt die Aufgabe über Kalimdor zu wachen, damit keine Macht die perfekte Ruhe bedrohen sollte. In diesem Zeitalter gab es viele Flugdrachen. Schon jetzt gab es fünf Drachen, die über ihre Brüder herrschten. Es waren diese fünf, die die Titanen auswählten, die erblühende Welt zu behüten. Die mächtigsten Mitglieder des Pantheon gaben ein wenig ihrer eigenen Macht an die Anführer der Drachen. Diese majestätischen Drachen (siehe unten) wurden bekannt als die großen Aspekte oder die Drachenaspekte.
    Aman'Thul, der Hochvater des Pantheon, widmete einen Teil seiner Macht dem gewaltigen Bronzedrachen Nozdormu. Der Hochvater bemächtigte Nozdormu die Zeit selbst zu bewachen und die sich ewig weiter spinnenden Wege des Schicksals und der Vorsehung zu kontrollieren. Der stoische, ehrenhafte Norzdormu wurde bekannt als der Zeitlose.
    Eonar, der Patron allen Lebens der Titanen, gab einen Teil seiner Macht an den roten Leviathan, Alexstrasza. Danach würde sie als Lebensbinder bekannt sein und sie würde als aller lebenden Kreaturen in dieser Welt arbeiten. Wegen ihrer überragenden Weisheit und ihrem grenzenlosen Mitgefühl für alle lebenden Dinge, wurde Alexstrasza zur Drachenkönigin gekrönt und Herrscherin über ihre Art.
    Eonar segnete auch Alexstraszas jüngere Schwester, den biegsamen grünen Drachen Ysera mit einer Portion natürlichem Einfluss. Ysera fiel in eine ewige Trance gebunden an den Wachtraum der Schöpfung. Bekannt als die Träumerin würde sie über die wachsende Wildnis der Welt aus ihrem grünen Reich, dem Smaragdgrünen Traum wachen.
    Norgannon, der Wächter des Wissens und Meistermagier der Titanen, gewährte dem blauen Drachen Malygos einen Teil seiner gewaltigen Macht. Von nun an würde Malygos als der Spruchweber, Wächter der Magie und der versteckten Geheimnisse bekannt sein.
    Khaz'goroth, der Former und Schmied der Welt der Titanen, widmete einen Teil seiner gewaltigen Macht dem mächtigen schwarzen Wurm Neltharion. Der großherzige Neltharion, anschließend bekannt als Erdwächter, wurde die Herrschaft über die Erde und die tiefen Orte der Welt gegeben. Er verkörperte die Stärke der Welt und diente als Alexstraszas größter Helfer. Auf diese Art ausgestattet, wurden die fünf Aspekte mit der Verteidigung der Welt in der Abwesenheit der Titanen betraut. Mit den Drachen vorbereitet ihre Schöpfung zu beschützen, liessen die Titanen Azeroth für immer hinter sich. Unglücklicherweise war es nur eine Frage der Zeit, bis Sargeras von der neugeborenen Welt erfuhr ...


    Das Erwachen der Welt und der Brunnen der Ewigkeit

    Zehntausend Jahre, bevor Orks und Menschen in ihrem ersten Krieg aufeinander prallten, war die Welt von Azeroth nur ein einziger großer Kontinent, umgeben von der See. Diese Landmasse, bekannt als Kalimdor, war Heimat einer Anzahl verschiedener Rassen und Kreaturen, die alle ums Überleben zwischen den wilden Elementen der erwachenden Welt kämpften. In der Mitte der dunklen Kontinents war ein mysteriöser See glühender Energien. Der See, der später Brunnen der Ewigkeit genannt werden sollte, war das wahre Herz der Magie dieser Welt und ihrer natürlichen Macht. Seine Energien aus dem unendlichen großen Dunkel jenseits der Welt, wirkte der Brunnen als mystische Quelle, die ihre mächtigen Energien hinaus in die Welt sandte, um Leben in all seinen wundersamen Formen zu nähren.
    In dieser Zeit kam ein nachtaktiver Stamm primitiver Humanoiden an die Ränder dieses hypnotisierenden verzauberten Sees. Die wilden, nomadischen Humanoiden, angezogen von den fremden Energien des Brunnens bauten barbarische Heime an seinen ruhigen Küsten. Mit der Zeit beeinflussten die kosmischen Kräfte des Brunnens den Stamm, indem er sie stark, weise und praktisch unsterblich machte. Der Stamm nahm den Namen Kaldorei an, der in ihrer Sprache Sternenkinder bedeutete. Um blühende Gesellschaft zu feiern konstruierten sie großartige Gebilde und Tempel am See.
    Die Kaldorei, oder Nachtelfen, wie man sie später nennen würde, beteten die Mondgöttin Elune an und glaubten, dass sie während des Tages in den schimmernden Tiefen des Sees schlafen würde. Die frühen Nachtelfenpriester und Seher studierten den Brunnen mit einer unstillbaren Neugier, angetrieben, seine unermesslichen Geheimnisse und Mächte zu ergründen. Als die Gesellschaft wuchs, erforschten die Nachtelfen die Breite Kalimdors und entdeckten seine anderen Einwohner. Die einzigen Kreaturen, die sie innehalten ließen, waren die alten und mächtigen Drachen. Die großen, schlangenartigen Biester waren oft allein, doch sie taten viel, um die bekannten Länder vor potentiellen Gefahren zu schützen. Die Nachtelfen fanden heraus, dass die Drachen sich für die Beschützer der Welt hielten – und kamen überein, dass sie und ihre Geheimnisse am besten allein gelassen wurden.
    In dieser Zeit führte die Neugier der Nachtelfen zu Begegnungen und Freundschaften mit einer Reihe mächtiger Wesenheiten, nicht der letzte war Cenarius, ein mächtiger Halbgott, der ursprünglichen Waldländer. Der großherzige Cenarius gewann die wissbegierigen Nachtelfen lieb und verbrachte viel Zeit damit, ihnen etwas über die Welt der Natur beizubringen. Die ruhigen Kaldorei entwickelten ein starkes Einfühlungsvermögen für die lebenden Wälder von Kalimdor und schwelgten in der harmonischen Balance der Natur.
    Als scheinbar endlose Zeitalter vorbeigingen, expandierte die Zivilisation der Nachtelfen sowohl territorial als auch kulturell. Ihre Tempel, Strassen und ihre Wohnorte erstreckten sich über die gesamte Breite des Kontinents. Azshara, die schöne und hochbegabte Königin der Nachtelfen, baute einen riesigen, wundersamen Palast an der Küste des Brunnens, in dessen juwelenbesetzten Hallen ihre bevorzugten Schüler hausten. Ihre Lehrlinge, die sie Quel'dorei, die Hochgeborenen, nannte, schwärmten für jeden ihrer Befehle und hielten sich selbst für etwas besseres als den Rest ihrer Brüder. Obgleich Azshara von allen ihren Leuten gleich geliebt wurde, so wurden die Hochgeborenen heimlich vom Rest der Nachtelfen beneidet und abgelehnt.
    Die Neugier der Priester bezüglich des Brunnens der Ewigkeit teilend, befahl Azshara ihren Hochgeborenen seine Geheimnisse zu ergründen und seinen wahren Zweck in der Welt zu enthüllen. Die Hochgeborenen vergruben sich in der Arbeit und studierten den Brunnen unablässig. Zu dieser Zeit entwickelten sie die Fähigkeit, die kosmischen Energien des Brunnens zu manipulieren und kontrollieren. Als ihre Experimente weiter fortschritten fanden die Hochgeborenen heraus, dass sie ihre neugefundenen Kräfte nutzen konnten, um zu erschaffen und zu zerstören wie es ihnen gefiel. Die unachtsamen Hochgeborenen waren über eine primitive Magie gestolpert und nun entschlossen, sich ihrer Meisterung hinzugeben. Wenngleich sie übereinkamen, dass Magie von Natur aus gefährlich sei, wenn sie unverantwortlich eingesetzt würde, begannen Azshara und ihre Hochgeborene, ihre Spruchkraft mit rücksichtsloser Selbstvergessenheit zu praktizieren. Cenarius und viele weise Nachtelfengelehrten warnten, dass nur Unheil aus dem Spielen mit offensichtlich unbeständigen Künsten der Magie resultieren würden. Dennoch fuhren Azshara und ihre Anhänger hartnäckig damit fort, ihre aufkeimenden Kräfte auszubauen.
    Als ihre Kräfte wuchsen, kam eine deutliche Veränderung über Azshara und die Hochgeborenen. Die hochmütige, unnahbare Oberklasse wurde zunehmend gleichgültig und brutal gegenüber den anderen Nachtelfen. Eine dunkle, brütende Wolke verschleierte Azsharas einst verzaubernde Schönheit. Sie begann, sich von ihren leibenden Untertanen zurückzuziehen und weigerte sich, mit irgendjemand anderem als den ihr vertrauten hochgeborenen Priestern umzugehen.
    Ein junger Gelehrter namens Malfurion Stormrage, der viel seiner Zeit mit dem Studium der primitiven Künste des Druidentums verbracht hatte, begann zu vermuten, dass eine schreckliche Macht die Hochgeborenen und seine geliebte Königin korrumpierte. Auch wenn er das Böse, dass kommen sollte, nicht begreifen konnte, so wusste er, dass das Leben der Nachtelfen sich bald für immer ändern würde ...


    Krieg der Alten

    10.000 Jahre vor Warcraft I

    Der rücksichtslose Gebrauch der Magie durch die Hochgeborenen sandte sich windende Energiewellen vom Brunnen der Ewigkeit in das große dunkle Jenseits. Schreckliche außerirdische Geister fühlten die strömenden Wellen. Sargeras – der große Feind allen Lebens, Zerstörer von Welten – fühlte die mächtigen Wellen und wurde von ihrem weit entfernten Ausgangspunkt angezogen. Die ursprüngliche Welt von Azeroth ausspionierend und die Grenzenlosigkeit der Energien des Brunnen der Ewigkeit spürend, wurde Sargeras von einem unstillbaren Hunger verzehrt. Der mächtige, dunkle Gott der namenlosen Leere war entschlossen, die junge Welt zu zerstören und ihre Energien für sich zu beanspruchen.
    Sargeras sammelte seine gewaltige Brennende Legion und machte sich auf den Weg in Richtung der ahnungslosen Welt von Azeroth. Die Legion beinhaltete eine Million Dämonen, alle aus den entfernten Ecken des Universums zusammengewürfelt, nach Eroberungen hungernd. Sargeras' Leutnants, Archimonde der Beschmutzer und Mannoroth der Zerstörer bereiteten ihre höllischen Diener darauf vor, loszuschlagen.
    Königin Azshara, überwältigt von der schrecklichen Ekstase ihrer Magie, wurde Opfer Sargeras' unwiderstehlichen Macht und stimmte zu, ihm Einlass in ihre Welt zu gewähren. Selbst ihre Hochgeborenen Diener gaben sich der unvermeidlichen Verderbtheit der Magie hin und verehrten Sargeras als ihren Gott. Um ihre Loyalität gegenüber der Legion zu zeigen halfen die Hochgeborenen ihrer Königin dabei, ein riesiges, wirbelndes Portal in den Tiefen des Brunnens der Ewigkeit zu öffnen.
    Als alle Vorbereitungen getroffen waren, begann Sargeras sein katastrophale Invasion von Azeroth. Die Kriegerdämonen der Brennenden Legion stürmten durch den Brunnen der Ewigkeit in die Welt und belagerten die schlafenden Städte der Nachtelfen. Angeführt von Archimonde und Mannoroth schwärmte die Legion über die Länder Kalimdors, nichts als Asche und Leid in ihrem Sog zurücklassend. Die Hexenmeister der Dämonen riefen brennende Infernals herab, die wie höllische Meteore in die graziösen Türme der Tempel Kalimdor krachten. Eine Truppe brennender, blutrünstiger Killer, bekannt als die Doomguards, marschierte durch die Felder Kalimdors, jeden auf ihrem Weg abschlachtend. Rudel wilder, dämonischer Felhounds wüteten ungehindert in der Landschaft. Obgleich die tapferen Kaldorei- Krieger zur Verteidigung ihrer Heimatländer eilten, mussten sie Zoll um Zoll vor der Wut der Legion zurückweichen.
    Es fiel Malfurion Stromrage zu, Hilfe für sein belagertes Volk zu finden. Stormrage, dessen eigener Bruder Illidan die Magie der Hochgeborenen praktizierte, war erzürnt über die wachsende Verderbtheit in der Oberklasse. Illidan überzeugend, seine gefährliche Versessenheit aufzugeben, machte sich Malfurion auf den Weg, Cenarius zu finden und eine Widerstandsgruppe zu formieren. Die schöne junge Priesterin Tyrande stimmte zu, die Brüder im Namen Elunes zu begleiten. Auch wenn Malfurion und Illidan die idealistische Priesterin liebten, so gehörte Tyrandes Herz Malfurion allein. Illidan nahm seinem Bruder seine blühende Romanze mit Tyrande übel, aber er wusste, dass seine seelische Qual nichts im Vergleich mit seiner magischen Abhängigkeit war. Illidan, der von den stärkenden Energien der Magie abhängig geworden war, kämpfte, darum, seinen beinahe überwältigenden Hunger, die Energien des Brunnens noch einmal anzuzapfen, zu kontrollieren. Dennoch war er mit Tyrandes geduldiger Unterstützung in der Lage zu widerstehen und seinem Bruder zu helfen, den zurückgezogen lebenden Halbgott Cenarius zu finden. Cenarius, der in den heiligen Moonglades des entfernten Berges Hyjal lebte, stimmte zu, den Nachtelfen dabei zu helfen, die alten Drachen zu finden und ihre Hilfe zu erbitten. Die Drachen, angeführt von der mächtigen roten Leviathan Alexstrasza, willigten ein, ihre mächtigen Diener zu senden, um den Dämonen und ihren höllischen Meistern gegenüberzutreten.
    Cenarius, die Geister des verzauberten Waldes anrufend, versammelte eine Armee alter Baummänner und führte sie gegen die Legion in einen waghalsigen Bodenangriff. Als die Verbündeten der Nachtelfen sich Azsharas Tempel und dem Brunnen der Ewigkeit näherten brach ein kompromissloser Krieg aus. Trotz der Stärke ihrer neugefunden Alliierten erkannten Malfurion und seine Mitstreiter, dass sie nicht durch materielle Stärke allein besiegt werden konnten.
    Als die Schlacht um Azsharas Hauptstadt herum wütete, wartete die wahnsinnige Königin in Vorfreude auf die Ankunft von Sargeras. Der Lord der Legion bereitete sich darauf vor, durch den Brunnen der Ewigkeit zu treten und die verwüstete Welt zu betreten. Als sein unglaublich großer Schatten sich immer dichter an der tobenden Oberfläche des Brunnens abzeichnete, versammelte Azshara die mächtigsten ihrer hochgeborenen Anhänger um sich. Nur durch das Verbinden ihrer Magie in einem konzentrierten Spruch würde es möglich sein, ein Portal zu erschaffen, dass groß genug war, damit Sargeras die Welt betreten könnte.
    Als die Schlacht über die brennenden Felder Kalimdors wütete, entfaltete sich eine schreckliche Wendung der Ereignisse. Die Einzelheiten dieses Ereignisses sind mit der Zeit verloren gegangen, aber es ist bekannt, dass Neltharion, der Drachenaspekt der Erde während eines kritischen Angriffs auf die Brennende Legion verrückt wurde. Er begann auseinander zu brechen, als Flammen und Zorn aus seinem dunklen Versteck hervorbrachen. Sich selbst als Deathwing bezeichnend, wandte sich der brennende Drache gegen seine Brüder und vertrieb die fünf Drachen vom Schlachtfeld.
    Deathwings plötzlicher Verrat war so zerstörerisch, dass die fünf Drachen sich niemals wirklich davon erholten. Verwundet und geschockt waren die noblen Drachen gezwungen, sich von ihren sterblichen Alliierten abzuwenden. Malfurion und seine Gefährten, nun hoffnungslos zahlenmäßig unterlegen, überlebten knapp den darauf folgende Angriff.
    Malfurion, überzeugt, dass der Brunnen der Ewigkeit die Nabelschnur der Dämonen zur physischen Welt war, beharrte darauf, dass er zerstört werden müsste. Seine Gefährten, wissend, dass der Brunnen Quell ihrer Unsterblichkeit und Macht war, waren entsetzt von dem raschen Gedanken. Nur Tyrande sah die Weisheit von Malfurions Theorie, so dass sie Cenarius und ihre Kameraden überzeugte, Azsharas Tempel zu stürmen und einen Weg zu finden, den Brunnen zum Wohle aller zu schließen.


    Die Trennung der Welt

    Wissend, dass die Zerstörung des Brunnens ihn daran hindern würde, jemals wieder Magie zu wirken, verließ Illidan selbstsüchtig die Gruppe und machte sich auf den Weg, die Hochgeborenen vor Malfurions Plan zu warnen. Wegen des Wahnsinns, den seine Abhängigkeit ihm brachte und der stechenden Verbitterung bezüglich der Affäre seines Bruders mit Tyrande fühlte Illidan keine Reue dabei, Malfurion zu verraten und an der Seite Azsharas und ihrer Art zu stehen. Darüber hinaus schwor Illidan, die Macht des Brunnens mit allen Mitteln zu beschützen, die nötig wären.
    Untröstlich über die Abreise seines Bruders führte Malfurion seine Gefährten in das Herz des Tempels von Azshara. Schon als sie in den Hauptaudienzraum stürmten fanden sie die Hochgeborenen inmitten ihrer finalen Beschwörung. Der gemeinsame Zauber erschuf einen instabilen Strudel der Macht in den unruhigen Tiefen des Brunnens. Als Sargeras' bedrohlicher Schatten immer weiter an die Oberfläche drang, griffen Malfurion und seine Alliierten an.
    Azshara, die Illidans Warnung erhalten hatte, war auf sie mehr als vorbereitet. Beinahe alle von Malfurions Anhängern fielen durch die Kräfte der verrückten Königin. Tyrande wurde bei dem Versuch, die Azshara von hinten anzugreifen, von den hochgeborenen Wächtern der Königin überrascht. Obwohl sie die Wächter besiegte, erlitt Tyrande schwere Verletzungen an ihren Händen. Als Malfurion seine Liebe zu Boden gehen sah, verfiel er in eine mörderische Wut und war fest entschlossen, Azsharas Leben zu beenden.
    Während die Schlacht innerhalb und außerhalb des Tempels tobte, erschien Illidan aus den Schatten nahe der Küste des großen Brunnens. Eine Reihe besonders angefertigter Phiolen hervorholend kniete sich Illidan nieder und füllte jede von ihnen mit dem schimmernden Wasser des Brunnens. Überzeugt, dass die Dämonen die Nachtelfen vernichten würden, plante er, das heilige Wasser zu stehlen und seine Energien für sich zu behalten.
    Der darauf folgende Kampf zwischen Malfurion und Azshara stürzte den vorsichtig erschaffenen Zauber der Hochgeborenen ins Chaos. Der instabile Strudel in den Tiefen des Brunnens explodierte und löste eine katastrophale Folge von Ereignissen aus, die die Welt für immer teilen würden. Die mächtige Explosion erschütterte den Tempel in seinen Grundfesten und starke Beben zerrissen die gequälte Erde. Als die schreckliche Schlacht zwischen der Legion und den Alliierten der Nachtelfen in und um die zerstörte Hauptstadt wütete, knickte der wogende Brunnen ein und stürzte in sich zusammen.
    Die daraus resultierende katastrophale Explosion zertrümmerte die Erde und verdunkelte den Himmel. Als die Nachbeben der Implosion des Brunnens die Knochen der Welt durchschüttelten, stürzten die Meere in die klaffende Wunde in der Erde um sie zu füllen. Nahezu achtzig Prozent der Landmasse Kalimdors waren weggesprengt worden, nur eine handvoll Kontinente zurücklassend, die die neue, tobende See umringten. In der Mitte des neuen Meeres, wo einst der Brunnen der Ewigkeit stand, tobte ein turbulenter Sturm der Gezeiten und chaotischer Energien. Diese schreckliche Narbe, bekannt als der Maelstrom, würde niemals in seiner wütenden Drehung einhalten. Es würde eine ständige Erinnerung an die schreckliche Katastrophe sein ... und die utopische Ära war für immer verloren.
    Irgendwie, gegen jede Wahrscheinlichkeit schafften es Azshara und ihre hochgeborene Elite die Tortur zu überleben. Gequält und zerrissen von den Mächten, die sie freigesetzt hatten, waren Azshara und ihre Anhänger von der Implosion des Brunnens hinunter in die tobende See gezogen worden. Verflucht – verwandelt – nahmen sie neue Formen an und wurden zu den verhassten, schlangenartigen Naga. Azshara selbst expandierte mit Hass und Wut, wurde zu einer riesigen Monstrosität, die den Wahnsinn und die Bosheit wiederspiegelte, die immer schon in ihrem Kern versteckt war.
    Dort, am Boden des Maelstroms bauten die Naga für sich eine neue Stadt, Nazjatar, von wo sie ihre Macht neu erlangen würden. Es würde über zehntausend Jahre dauern, bis die Naga ihre Existenz der Oberfläche der Welt enthüllen würden.


    Der Berg Hyjal und Illidans Geschenk

    Die wenigen Nachtelfen, die die grausame Explosion überlebt hatten, sammelten sich und machten sich auf roh zusammengebauten Flößen auf den Weg zu dem einzigen Land in Sicht. Irgendwie hatten durch Elunes Gnade Malfurion, Tyrande und Cenarius die große Trennung überlebt. Die müden Helden kamen überein, ihre überlebenden Anhänger zu führen und eine neue Heimat für ihre Leute aufzubauen. Als sie in der Stille reisten, überschauten sie die Trümmer der Welt und realisierten, dass ihre Leidenschaften die Zerstörung von allem um sie herum bewirkt hatten. Obwohl Sargeras und seine Legion durch die Zerstörung des Brunnens von der Welt gerissen wurden, grübelten Malfurion und seine Gefährten über die schrecklichen Kosten dieses Sieges.
    Es gab viele Hochgeborenen, die die Katastrophe unversehrt überlebt hatten. Sie machten sich zusammen mit den anderen Nachtelfen auf den Weg zu den neuen Ländern. Obwohl Malfurion dem Antrieb der Hochgeborenen misstraute, war er zufrieden, dass sie ohne die Energien des Brunnens keine ernste Gefahr darstellten.
    Als die ermüdete Gruppe der Nachtelfen an den Küsten des neuen Landes ankam, sahen sie, dass der heilige Berg Hyjal die Katastrophe überstanden hatte. Auf der Suche nach einer neuen Heimat bestiegen Malfurion und die Nachtelfen die Hänge des Berges Hyjal und erreichten seinen windgepeitschten Gipfel. Als sie in die bewaldete Schüssel zwischen den enormen Gipfeln des Berges hinabstiegen, fanden sie einen kleinen ruhigen See. Zu ihrem Entsetzen sahen sie, dass die Wasser des Seen mit Magie verschmutzt waren.
    Illidan, der die Trennung ebenfalls überlebt hatte, hatte den Berg Hyjal lange vor Malfurion und den Nachtelfen erreicht. In seinen wahnsinnigen Bemühungen, die Ströme der Magie in der Welt zu erhalten, hatte Illidan seine Phiolen, die das kostbare Wasser des Brunnens der Ewigkeit enthielten, in den Bergsee gegossen. Die mächtigen Energien des Brunnens entzündeten sich rasch und vereinigten sich zu einem neuen Brunnen der Ewigkeit. Der jubelnde Illidan, in dem Glauben, der neue Brunnen sei ein Geschenk an kommende Generationen, als Malfurion ihn zur Strecke brachte. Malfurion erklärte seinem Bruder, dass Magie von Natur aus chaotisch war und ihr Einsatz unvermeidlich zu umfassendem Verderben und Streit führen würde. Doch noch immer lehnte es Illidan ab, seine magischen Kräfte aufzugeben.
    Nur zu gut wissend, wohin Illidans rücksichtslose Pläne führen könnten, entschied sich Malfurion, sich ein für allemal um seinen machtbesessenen Bruder zu kümmern. Mit Cenarius Hilfe sperrte er Illidan in einem gewaltigen unterirdischen Hügelgrab ein, wo er angekettet und machtlos bis zum Ende aller Zeiten bleiben würde. Um die Gefangenschaft seines Bruders zu sichern machte Malfurion den jungen Wächter Maiev Shadowsong zu Illidans persönlichem Bewacher.
    Besorgt, dass die Zerstörung des neuen Brunnens eine noch größere Katastrophe mit sich bringen könnte, entschieden sich die Nachtelfen, ihn bestehen zu lassen. Malfurion erklärte jedoch, dass sie niemals wieder die Künste der Magie ausüben würden. Unter Cenarius' wachsamen Auge begannen sie die alten Künste des Druidentums zu studieren, das ihnen helfen würde, die verwüstete Erde zu heilen und ihre geliebten Wälder am Fuße des Berges Hyjal wieder wachsen zu lassen.


    Der Weltenbaum und der Smaragdgrüne Traum

    9.000 Jahre vor Warcraft I

    Für viele Jahre arbeiteten die Nachtelfen unermüdlich daran, von ihrem alten Heimatland aufzubauen, was sie konnten. Die zerstörten Tempel und Straßen überwuchert lassend, erbauten sie neue Heime zwischen den grünen Bäumen und schattigen Hügeln am Fuße des Berges Hyjal. Zu dieser Zeit kamen die Drachen, die die große Trennung überlebt hatten, aus ihren geheimen Behausungen.
    Alexstrasza die Rote, Ysera die Grüne und Nozdormu der Bronzene stiegen herab zu den ruhigen Lichtungen der Druiden und musterten die Früchte der Arbeit der Nachtelfen. Malfurion, der ein Erzdruide mit immensen Kräften geworden war, grüßt die mächtigen Drachen und erzählte ihnen von der Erschaffung des neuen Brunnens der Ewigkeit. Die großen Drachen waren alarmiert, als sie diese düstere Nachricht hörten, und vermuteten, dass so lange der Brunnen bestand haben würde, die Legion eines Tages zurückkommen würde um die Welt ein weiteres Mal anzugreifen. Malfurion und die drei Drachen schlossen einen Pakt, um den Brunnen zu sichern und zu gewährleisten, dass die Agenten der Brennenden Legion nie wieder einen Weg zurück in diese Welt finden würden.
    Alexstrasza, die Lebensbinderin, platzierte eine einzige verzauberte Eichel im Herzen des Brunnens der Ewigkeit. Die Eichel, durch die mächtigen magischen Wasser aktiviert, wurde zu einem gewaltigen Baum. Die mächtigen Wurzeln des Baumes wuchsen aus den Wassern des Brunnens und sein grünes Firmament schien am Himmel zu kratzen. Der mächtige Baum würde ein ewiges Symbol des Bundes der Nachtelfen mit der Natur sein und seine lebensspendenden Energien würden die Heilung der Welt mit der Zeit vorantreiben. Die Nachtelfen gaben ihrem Weltenbaum den Namen Nordrassil, was "Krone des Himmels" in ihrer Sprache bedeutet.
    Nozdormu, der Zeitlose, wirkte eine Verzauberung auf dem Weltenbaum um dafür zu sorgen, dass solange der kolossale Baum stünde, niemals altern oder Opfer von Krankheit würden.
    Ysera, die Träumerin, wirkte ebenfalls eine Verzauberung auf dem Weltenbaum, indem sie ihn mit ihrem Reich verband, der ätherischen Dimension, bekannt als der Smaragdgrüne Traum. Der Smaragdgrüne Traum, eine riesige, sich ständig verändernde Geisterwelt, existierte außerhalb der Grenzen der physischen Welt. Vom Traum aus regulierte Ysera Ebbe und Flut der Natur und den sich entwickelnden Weg der Welt selbst. Die Nachtelfen der Druiden, Malfurion eingeschlossen, waren durch den Weltenbaum an den Traum gebunden. Als einen Teil des mystischen Paktes stimmten die Druiden zu, für Jahrhunderte zu schlafen, so dass ihre Geister auf den unendlichen Traumpfaden Yseras wandeln konnten. Obwohl die Druiden bekümmert waren, so viel Jahre im Schlaf zu verlieren, stimmten sie selbstlos zu, um den Handel mit Ysera aufrechtzuerhalten.


    Das Exil der Hochelfen

    7.300 Jahre von Warcraft I

    Als die Jahrhunderte vorbeigingen, wurde die Gesellschaft der Nachtelfen stark und expandierte in den blühenden Wäldern, die sie Ashenvale nannten. Viele der Kreaturen, die von der großen Trennung im Überfluss vorhanden waren, so wie Furborgs und Quilboars, kehrten zurück und gediehen im Land. Unter der gütigen Führung der Druiden erlebten die Nachtelfen eine Ära beispiellosen Friedens und Ruhe unter den Sternen.
    Dennoch wurden viele der ursprünglichen Hochgeborenen rastlos. Wie Illidan vor ihnen, wurden sie Opfer des Entzuges, der mit dem Verlust ihrer begehrten Magie kam. Sie waren versucht, die Energien des Brunnens der Ewigkeit anzuzapfen und ihre magischen Praktiken zu bejubeln. Dath'Remar, der freche, unverblümte Anführer der Hochgeborenen, begann, die Druiden öffentlich zu verhöhnen, indem er sie Feiglinge nannte, die Nutzung der Magie zu verbieten, was er als ihr Recht bezeichnete. Malfurion und die Druiden lehnten Dath'Remars Argumente ab, und warnten die Hochgeborenen, dass jede Anwendung von Magie mit dem Tode bestraft würde. In einem anmaßenden und fehlgeleiteten Versuch, die Druiden zu überzeugen, das Gesetz aufzuheben, ließen Dath'Remar und seine Anhänger einen schrecklichen, magischen Sturm über Ashenvale los.
    Die Druiden brachten es nicht übers Herz, so viele ihrer Art zu töten, so dass sie entschieden, die rücksichtslosen Hochgeborenen ins Exil zu schicken. Dath'Remar und seine Anhänger, glücklich, ihre konservativen Vettern los zu sein, bestiegen eine Reihe speziell angefertigter Boote und setzten Segel. Auch wenn niemand von ihnen wusste, was sie jenseits der Wasser des Maelstroms erwarten würde, waren sie begierig, ihre eigene Heimat zu erbauen, wo sie ihre begehrte Magie ungestraft praktizieren konnten. Die Hochgeborenen, oder Quel'dorei, wie Azshara sie in der Vergangenheit in den vergangenen Zeiten genannt hatte, landeten endlich an den Küsten, die Menschen Lordaeron nennen würden. Sie planten ihr eigenes magisches Königreich, Quel'thalas, zu bauen und lehnten die Grundsätze der Nachtelfen, den Mond anzubeten und Nachtaktivität, ab. Von nun an würden sie die Sonne begrüßen und als die Hochelfen bekannt sein.


    Die Wächter und die lange Wache

    Mit der Abreise ihrer eigensinnigen Vettern wandten sich die Nachtelfen wieder dem Schutz ihrer verzauberten Heimatländer zu. Die Druiden, die spürten, dass die Zeit des Schlafes nahe kam, bereiteten sich auf den Schlaf und das Zurücklassen ihrer geliebten Familien vor. Tyrande, die Hohepriesterin von Elune geworden war, bat ihre Liebe, Malfurion, sie nicht für Yseras Smaragdgrünen Traum zu verlassen. Aber Malfurion, durch die Ehre daran gebunden, die sich ändernden Traumpfade zu betreten, sagte der Priesterin Lebewohl und schwor, dass sie niemals getrennt sein würden, so lange ihnen ihre Liebe etwas bedeute.
    Allein gelassen, um Kalimdor vor den Gefahren der neuen Welt zu schützen, erschuf Tyrande eine mächtige Kampftruppe aus ihren Nachtelfenschwestern. Die furchtlosen, gut ausgebildeten Kämpfer, die Kalimdor Verteidigung geschworen hatten, wurden bekannt als die Wächter. Obwohl sie es bevorzugten, allein durch die Wälder Ashenvales zu patrouillieren, hatten sie doch viele Verbündete, auf die sie in dringlichen Zeiten zählen konnten.
    Der Halbgott Cenarius blieb dicht bei den Moonglades des Berges Hyjal. Seine Söhne, bekannt als die Hüter des Hains, behielten ein wachsames Auge auf den Nachtelfen und halfen den Wächtern regelmäßig, den Frieden im Land zu bewahren. Selbst Cenarius' schüchterne Töchter, die Dryaden, tauchten immer häufiger offen auf.
    Die Aufgabe, Ashenvale zu kontrollieren hielt Tyrande beschäftigt, aber ohne Malfurion an ihrer Seite, war ihr Freude fremd. Als die Jahrhunderte vergingen, während die Druiden schliefen, wuchsen ihre Ängste einer weiteren dämonischen Invasion. Sie konnte das irritierende Gefühl nicht abschütteln, dass immer noch dort draußen, jenseits des großen Dunkels des Himmels, sein könnte, ihre Rache an den Nachtelfen und der Welt von Azeroth planend.



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