Gedanken zu Lehrerhandbüchern

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    Re: Gedanken zu Lehrerhandbüchern

    tkoester - 03.12.2006, 22:28

    Gedanken zu Lehrerhandbüchern
    Welche Anforderungen sollten Lehrerhandbücher erfüllen?


    Verstanden als Ergänzungsmaterial zu Schulbüchern, sollten Lehrerhandbücher in erster Linie dem Anspruch gerecht werden, den im Schulbuch dargebotenen Lehrstoff mit den dazugehörigen Aufgaben nicht nur zu kommentieren, sondern die zum Teil exemplarischen Sachzusammenhänge in allgemeine Wissenskomplexe sowie die fachwissenschaftlichen Kenntnisse der Lehrkraft einzuordnen.
    Das Lehrerhandbuch soll dabei auch einen kurzen Einblick in weiterführende Literatur geben, um der/dem Lehrenden während ihrer/ seiner Vorbereitung lange Recherchezeiten zu ersparen und eine rasche aber dennoch umfassende Einarbeitung in den zu behandelnden Themenkomplex zu ermöglichen. Eine Lektüreliste sollte sich in diesem Zusammenhang nicht ausschließlich an den Veröffentlichungen des jeweiligen Schulbuchverlages orientieren, sondern vielmehr eine Anzahl möglichst aktueller Publikationen aufführen. Auch die Berücksichtigung audiovisueller- sowie im Internet aufzufindender Materialien zur Unterrichtsvorbereitung wie auch zur Unterrichtsdurchführung könnte gewinnbringend sein.

    Des Weiteren kann ein Lehrerhandbuch didaktische Ratschläge zur Bewältigung themenspezifischer Besonderheiten enthalten: Unter Zugrundelegung der Analyse themenstruktureller Vermittlungshürden können so genannte „Scharnierstellen“, „Problemfelder“ und sachgebietsübergreifende Anknüpfungspunkte aufgezeigt werden, um einzelnen Themen gerecht zu werden.
    An dieser Stelle bieten sich auch kurze Hinweise zu fachspezifischen Arbeitstechniken und den zu vermittelnden Methodenkompetenzen an (etwa bei der Verwendung von Bildquellen im Schulbuch die Darstellung eines Analyseschemas zur entsprechenden Quellenform o.Ä.).
    Nicht zwingend erforderlich, jedoch wünschenswert wäre die Aufnahme ziel- und inhaltsorientierter unterrichtsmethodischer Ratschläge, die den Vorbereitungsprozess von Unterrichtsreihen und Unterrichtsstunden stützen können.

    „Lehrerhandbuch-Erstellende“ dürften vor der Problematik stehen, eine wenig homogene Zielgruppe zufrieden stellen zu müssen: Ansprüche an Umfang und Detailgenauigkeit eines Lehrerhandbuches dürften stark variieren. Während der Referendar oder Junglehrer dankbar für jeden Zusatzhinweise und die Darstellung basaler Sachzusammenhänge ist, werden dem Routinier mit langjähriger Schulerfahrung viele Hinweise überflüssig vorkommen.
    Somit wird es das perfekte Lehrerhandbuch für jeden Anspruch kaum geben können, wenn auch festgestellt werden muss, dass bei einem dem Schulbuch vergleichbaren Kaufpreis die reine Aufgaben- und Materialerläuterung sowie die Nennung verlagseigener Nachschlagewerke als unzureichend zu bezeichnen ist.
    Entsprechend sollte die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Lehrerhandbucherwerbs im Einzelfalle an den Fragen des Nutzers und den Antworten, welche das jeweilige Werk liefern kann, festgemacht werden.

    Thomas Köster



    Re: Gedanken zu Lehrerhandbüchern

    Joscha - 06.12.2006, 14:30


    Meiner Meinung nach sollten Lehrerhandbücher vor allem eines tun, und zwar den Lehrer in seiner Vorbereitung unterstützen. Sie sollten in erster Linie über die im Buch verwendeten Materialien hinaus Quellen und Sekundärliteratur nennen wo sich interessierte Lehrer weiter erkundigen können. Ich erwarte von keinem Lehrerhandbuch, das es eine komplette Unterrichtsreihe parat hält oder dem Fachlehrer gänzlich die Arbeit abnimmt. Dennoch erachte ich auch komplette Unterrichtsreihen mit Aufgabenvorschlägen und Ähnlichem als eine Sinnvolle Ergänzung in der Planung der Unterrichtsstunden.

    Joscha Conze



    Re: Gedanken zu Lehrerhandbüchern

    j.hermann - 07.01.2007, 17:29


    Meiner Meinung nach, sprich der einer zukünftigen "Junglehrerin", sollte ein Lehrerhandbuch durchaus vielfältige Verweise auf weitere informative Quellen oder eben natürlich auch Sekundärliteratur enthalten, die einem keineswegs die Arbeit abnehmen, sondern erleichtern sollten. Oftmals weist das herkömmliche Schulbuch Lücken mit fehlenden Informationen auf. Ob diese nun für "alte Hasen" überflüssig erscheinen oder nicht, spielt für mich bei der Gestaltung eines Lehrerhandbuchs keine Rolle, man sollte nur darauf achten, dem Thema entsprechend ausreichende Verweise hinzuzufügen, so dass dem Lehrer die Möglichkeit geboten wird, sich über das Angegebene hinaus zu informieren (oder es eben zu lassen)und dem entsprechend auch seinen Unterricht vorbereiten zu können.



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