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Re: Widersprüche
Vickymouse - 30.11.2006, 12:52Widersprüche
Nochmal hallo!
Bin ja grad gaz fleißig am Forschen, lesen, schreiben, usw.
Ich wollte jetzt nur einmal wissen, ob es euch auch so geht: Da schreibt er anfangs noch, dass Theater Unterhaltung sein soll, bei der Schauspielerei verlangt er aber auch immer etwas Belehrendes, dass mit versch. Stilmitteln gemacht werden kann. Vorher nimmt er aber die Moral noch zurück!? Also entweder er beweist es in seinen Stücken, dass das Belehrende wirklich amüsant sein kann, ansonsten finde ich, gibt es da einige Widersprüche.
Ist euch soetwas auch schon aufgefallen?
Re: Widersprüche
Vickymouse - 30.11.2006, 12:55
Brechts Idee als Gegenpart zum aristotelischen Dramenbegriff
Im Gegensatz zum aristotelischen Theater wird beim Epischen Theater auf den Verfremdungseffekt gebaut. Die klassische Form des Theaters erwartet die Einfühlung des Zuschauers in die dargestellten Figuren, die Verfremdung soll zur Auseinandersetzung des Zuschauers mit den Figuren führen. Es wird eine Distanz zwischen dem Zuschauer und den Darstellern geschaffen. Die Aufmerksamkeit des Betrachters soll auf die Sinngebung des Spiels gelenkt werden, zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Stück (Interpretation statt Identifikation). Bühnenbild und Ausstattung dienen ebenfalls diesem Ziel.
"Einen Vorgang oder einen Charakter verfremden heißt zunächst einfach, dem Vorgang oder dem Charakter das Selbstverständliche, Einleuchtende zu nehmen und über ihn Staunen und Neugier zu erzeugen [...] Verfremden heißt also Historisieren, heißt Vorgänge und Personen als vergänglich darzustellen" (Bertolt Brecht, Gesammelte Werke in 20 Bänden. Frankfurt a. M. 1967, Band 15, S. 301)
Brecht erhoffte sich durch das Aufzeigen von alternativen Lösungen, politische und kulturelle Veränderung hervorrufen zu können.
Er verwendete in seinen Werken selten klassische Helden als Hauptfiguren, sondern meistens Figuren, die dem Zuschauer wenig sympathisch erscheinen (z.B. Shen Te, eine Prostituierte), mit denen man sich nicht näher identifizieren und daher auch nicht von vornherein mit ihnen mitfiebern kann. Dies erzeugt beim Zuschauer eine zusätzliche Distanz und soll seine Objektivität wahren.
Das Gewohnte soll im Verfremdeten erkannt werden, dazu ist eine aktive, aber distanzierte (rationale) Mitwirkung des Zuschauers erforderlich. Er soll seine eigene Situation herausfiltern und sich als betroffen erkennen, um Schlussfolgerungen für sein eigenes Leben zu ziehen bzw. in die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit einzugreifen.
Als Leittext gilt der Essay Das epische Theater von Bertolt Brecht. Darin vertritt Brecht die These, dass das klassische Schema des Dramas wie z.B. von Sophokles überholt sei, da die Art des Zuschauens nicht zum Nachdenken, sondern lediglich zum Mitfühlen und Miterleben anrege. Die eigentliche Aufgabe des Theaters sieht er jedoch in der Belehrung des Zuschauers, der Aufforderung zum Mitdenken und infolgedessen auch zum aktiven Handeln.
In Brechts Werken werden hauptsächlich der Mensch, seine Beweggründe zum Handeln und sein Denken untersucht, ausgehend von der These, dass das gesellschaftliche Sein das Bewusstsein bestimme (siehe Karl Marx). Aufgrund des hohen Erziehungs- und Belehrungsgehalts verliert der Unterhaltungsaspekt des Theaters hier weitgehend seine Bedeutung.
(wikipedia)
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