mannesmann

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    Re: mannesmann

    pendragon - 30.11.2006, 15:12

    mannesmann
    wie ihr sicher alle wisst, bezahlen die angeklagten nun eine geldsumme und damit hat es sich dann und sie gelten als weiterhin nicht vorbestraft.

    aber ist eine zahlung nicht ein schuldgeständniss? wenn jemand unschuldig wäre, würde der geld zahlen?

    das gleiche sehen wir gerade bei dem schiri betrugsskandal in der liga.
    alle beteiligten kommen ungeschoren davon, da angeblich niemand zu schaden kam. aber das nur am rande.

    angeblich hat es nicht genügend interesse in der bevölkerung gegeben um den proßess weiterzuführen.
    wie bitte? wer hat diese umfrage geleistet?
    dann mußte ich noch hören das solche vorgänge ganz normal sind un etwa 400 solcher uurteile jährlich vollstreckt werden. wieviele kaufen sich so von ihrer schuld frei?

    ein ladendieb hat nicht solch eine möglichkeit. wird hier zweierlei maß angesetzt? haben reiche einen freibrief?

    das geld, womit sie sich nun "freikaufen" ist doch das geld, welches sie veruntreut haben, oder?
    ok...sie gelten als unschuldig...die schuld müßte ein gericht beweisen, aber dazu kommt es ja nicht. sind sie dann schuldig oder nicht?
    geld zu bezahlen ist für mich am ende ein schuldeingeständniss.

    das ganze ist natürlich viel komplexer als es in einem satz begründen zu können. aber wie denkt ihr darüber?



    Re: mannesmann

    Bossi - 30.11.2006, 18:15


    Man muss aber auch die positive Seite dabei sehen: Millioneneinkommen durch den Vergleich für den Staat anstatt Kosten für die Unterbringung... :mrgreen:

    Ansich finde ich jedoch, dass Geld-Straftaten auch nur mit (wirklich angemessenen !) Geldstrafen geahntet werden sollten...



    Re: mannesmann

    jesse_james - 02.12.2006, 22:06


    Das Problem an der Sache ist das der deutsche Staat sich damit Gesund stösst.

    So lange dieser Staat auf einem der letzten Löcher pfeift wird sich die Politik nicht darum kümmern das der Gerechtigkeit genüge getan wird.


    Aber auch hier kann man wieder die berühmten Beispiele für Strafen ansetzen.

    In der Regel regt es die Bevölkerung auf das für körperliche Verbrechen, wie z.B. eine Vergewaltigung der Täter nicht für sehr lange Zeit in den Knast wandert oder gar auf Bewährung raus kommt.

    Aber einer der eine Raubkopie macht für 5 Jahre einfährt.


    Dann wird immer von vielen dazu gesagt das in Deutschland Kapitalverbrechen wie eh und je härter bestraft werden als alle anderen Arten von Verbrechen.


    Da stellst sich uns nun aber die Frage, wieso kommen Mannesmann-Mitarbeiter die ein "Kapitalverbrechen" begangen haben ohne "Vorbestrafung" und mit für ihre Verhältnisse geringe Strafbeträge aus der Sache heraus, wenn wie gesagt ein kleiner Fisch eines bspw. Raubkopierers für Jahre eingesperrt wird oder mit exorbitant hohen Strafzahlungen belegt wird ?!?

    Das steht doch wohl in keiner erklärbaren und sinnvollen Relation zueinander ?!?



    Re: mannesmann

    tr0p1kk - 04.12.2006, 17:35


    Ganz einfach die haben Geld oder Macht.
    Es gibt tausende Fälle wo Kirchen oder Päpste Kinder vergewaltiegen und durch ganz oben gedeckt werden.
    In der Politik ist es das gleiche, wer in soetwas drine steckt hat eine Freikarte für seine ganz eigene Anarchie.

    Das Gesetzt ist schon lange eine reine subjektive Sache.



    Re: mannesmann

    pendragon - 05.12.2006, 15:22


    tr0p1kk hat folgendes geschrieben: Ganz einfach die haben Geld oder Macht.
    Es gibt tausende Fälle wo Kirchen oder Päpste Kinder vergewaltiegen und durch ganz oben gedeckt werden.
    In der Politik ist es das gleiche, wer in soetwas drine steckt hat eine Freikarte für seine ganz eigene Anarchie.

    Das Gesetzt ist schon lange eine reine subjektive Sache.

    kann ich nur zustimmen^^

    ich bin ja wegen 100dm auch fast vorbestraft worden. 60 tagesätze mußte ich bezahlen...bei 90 wäre ich vorbestraft. das ganze nur weil ich wegen krankheitsfall 1 tag länger gearbeitet hatte auf 630dm basis. der buchhalter hatte es nicht in den nächsten monat gebucht, sondern in den gleichen monat. daraufhin durfte ich 100dm zuviel gezahltes arbeitslosengeld zurückzahlen und dazu 1000dm strafe wegen betrugsversuch.

    dabei war es nichtmal meine schuld, sondern die des buchhalters. aber klar das der arbeitgeber sich dann bedeckt hält obwohl man selber sich für die firma geopfert hat, damit sie an dem tag nicht geschlossen blieb.... na danke.

    dieses ist ein kleindelikt für mich...aber nicht ein millionenbetrug.
    da aber ja die gelder zum teil für andere zwecke eingesetzt werden sollen, hangelt es emails bei denen. man ist nun dazu übergegangen nur noch schriftliche anfragen anzunehmen. jeder will ein stück vom kuchen...

    man hat den eindruck das umso größer das verbrechen ist, desto geringer fallen die strafen aus.

    mannesmann ist ja nicht der einzige proßess, wo solch eine regelung getroffen wurde. ob die klage von einer anwaltskanzelei nun erfolg hat bleibt abzuwarten. das ganze geht erstmal an den obersten gerichtshof.

    nur bleiben die anderen proßesse im dunklen, wo solche vereinbarungen getroffen wurden. nur da es in der presse stand, wurden die menschen diesmal aufmerksam.

    da fragt man sich schon, was noch alles so im dunklen gemorchelt wird, ohne das der normale bürger davon was mitbekommt.



    Re: mannesmann

    pendragon - 08.02.2007, 14:47


    hmm bisher finden es alle also nicht in ordnung...ist doch interessant wie jedoch justiz oder politik darüber denken. die schuld wurde durch geld beglichen. ob sich mörder oder vergewaltiger auch freikaufen können, wenn sie nur reich genug sind?

    vor dem auge des gesetzes ist jeder gleich...so dachten wir zumindest alle. müssen aber feststellen das dem nicht so ist.

    dazu wird das geld jetzt an verschiedene organisationen zum teil aufgeteilt.
    mich würde interessieren, wieviele davon wirklich legal sind und wirklich einen nutzen haben. ob jeder, der antrag auf ein wenig geld davon gestellt hat auch gründlich überprüft wird, wage ich zu bezweifeln.

    wir hatten ja schon genug skandale wegen nicht korrekter spendenorganisationen.



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