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    Re: http://www.mykenae.de/basis-cgi/news/print.php?p=1156926177

    jufraly - 28.11.2006, 23:38

    http://www.mykenae.de/basis-cgi/news/print.php?p=1156926177
    30.8.06 - „Thuringia cantat“? Thüringer Theater in Gefahr/“Kulturabbau singulären Ausmaßes“
    „Mit großer Sorge und Unverständnis“ nimmt der Vorstand der Intendantengruppe im Deutschen Bühnenverein die Vorschläge der thüringischen Landesregierung zur Neuordnung der Theater- und Orchesterzuschüsse zur Kenntnis: Die Absenkung der Fördersumme um mehr als 10 Millionen Euro bedeute die Gefährdung der traditionsreichen Theaterlandschaft Thüringens – die kleineren Theater in Eisenach, Nordhausen und Rudolstadt/Saalfeld könnten die in Aussicht genommene Kürzungen nicht überleben. „Es ist mir unverständlich, wie man besonders strukturschwache Standorte auf so drastische Weise abstrafen kann“, kommentierte der Vorsitzende der Intendantengruppe, der Dresdner Schauspielchef Holk Freytag, den Plan, die Zuschüsse für die drei genannten Theater um über 50 Prozent zu kürzen. Positiv bewertet der Vorstand der Intendantengruppe die Bereitschaft des Landes, in die Trägerschaft der Theater Weimar und Erfurt einzutreten.
    Kultusminister Jens Goebel hatte zuvor eine Reduzierung der Landeszuschüsse bis 2009 um über 10 Millionen Euro auf 50 Millionen Euro angekündigt. Während sich die Theater in Erfurt und Weimar künftig eine Summe teilen sollen, drohen den Häusern in Eisenach, Rudolstadt und Nordhausen Kürzungen um mehr als 50 Prozent. Am stärksten trifft es wohl das Landestheater Eisenach, das nach den Plänen des Ministers mit einem Drittel der bisherigen Fördermittel auskommen soll: statt 4,2 Millionen würden dann nur noch 1,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Intendant und Geschäftsführer des Landestheaters Michael W. Schlicht bezeichnete die Ankündigung Goebels denn auch als „Theatermord“, der nicht nur Eisenach, sondern auch die Theater Rudolstadt, Nordhausen und die Thüringer Philharmonie Gotha-Suhl betreffe, die mit ähnlichen Kürzungen rechnen müssen. Selbst wenn man die jährlichen 1,5 Millionen Euro von Stadt- und Landkreis hinzurechne, sei mit drei bis fünf Millionen Euro kein selbständiges Musiktheater zu finanzieren, so Schlicht; es werde ein „Kulturabbau singulären Ausmaßes im Kernland deutscher Kultur vorbereitet“. Besonders empört zeigte er sich darüber, dass die erzielten Einsparungen im Landeshaushalt lediglich 0,1 Prozent ausmachen würden: „Stellvertretend für alle anderen sollen drei Theater und ein Orchester bluten“. Mitte Juli organisierte das Landestheater eine Protestkundgebung auf dem Eisenacher Marktplatz: Symbolisch kürzten Theaterleitung und Betriebsrat Thüringer Bratwürste nach „ministerialem Vorbild“ um zwei Drittel und verkauften sie als „Kulturwurst“ für den vollen Preis als Unterstützung für die leere Landeskasse.
    „’Thüringer Land, wo jeder Bauer Musik weiß’ - dies schöne aussagekräftige alte Wort führte auch der thüringische Kulturminister Jens Goebel noch vor einigen Monaten im Mund. Inzwischen allerdings haben sich Worte und Überzeugungen nicht wenig geändert“, kommentierte auch die Deutsche Orchestervereinigung (DOV). „Nun sollen nach dem Willen der Thüringischen Landesregierung die Mittel für Theater und Orchester um 21,6% zusammengestrichen werden. Die Folgen sind katastrophal. Die Städte und Landkreise, die bisher nach besten Kräften an ihrer Musikkultur festhielten, sind nach wie vor auf die Unterstützung durch das Kulturministerium angewiesen und können eine solche Reduzierung unmöglich auffangen. Mit diesen um nahezu ein Viertel reduzierten Landesmitteln werden einige Theater und Orchester entweder vor dem Ruin stehen oder nur noch einen schwachen Abglanz früherer musikalischer Leistungsfähigkeit zu bieten haben, was über kurz oder lang zum gleichen Ergebnis führen kann. Kommunen und Landkreise sind geschockt, ihr parteiübergreifend entsetzter Protest unüberhörbar. Kann es wirklich die wohlüberlegte Absicht der Landesregierung sein, die Existenz ihrer Theater und Orchester um eines Haushalts’gewinns’ von ganzen 0,14% aufs Spiel zu setzen? Nicht etwa für eine - ihre - Legislaturperiode, sondern für alle Zeiten?
    Es ist doch eine merkwürdige Hoffnung des Ministers mit durchaus makabrem Anstrich, dass die Kommunen ‚ihre Zuwendungen maximal in gleicher Proportion absenken wie das Land’. Das allein würde die Mittel für die Musikkultur des Landes Thüringen weiter erheblich verringern. Und wo nichts mehr gehalten werden kann? Wo das Land seine Unterstützung erbarmungslos auf Null fährt - wie für die Thüringen Philharmonie Gotha/Suhl -, welche Proportionen wären da noch einzuhalten?
    Im Vergleich zu 1991 hat Thüringen heute bereits u.a. 424 Musiker (40%!) weniger. Auch damit haben in der Vergangenheit die Theater- und Orchesterbeschäftigten viele gravierende Veränderungen mitgetragen, die für die meisten mit gestiegenen Belastungen, mit teilweise erheblichen Verzichten, mit hohem persönlichen Einsatz und nicht selten auch bitteren Verlusten und Berufsaufgabe verbunden waren. Sie wurden mitgetragen, weil sie halfen, die Thüringer Musiklandschaft in veränderten Strukturen dennoch zu erhalten und auch den Trägern, den Städten und Landkreisen, die Grundlage dafür gaben, ihre Theater und Orchester als Teil ihrer Identität, ihrer Tradition zu wahren. Alles nichts als verlorene Liebesmüh’?“ Eine Einsparung von 10 Millionen Euro für die Thüringer Theater und Orchester komme dem „Abriss der Wartburg“ gleich, so DOV-Geschäftsführer Gerald Mertens.
    Inzwischen hat sich Kulturminister Goebel für den Erhalt aller Spielstätten ausgesprochen: „Die Spielstätten, die wir jetzt haben, wollen wir nicht verlieren, weil ja dort auch Publikum ist“, so der Minister Ende Juli bei der Besichtigung der Baustelle des Großen Hauses in Gera. Denkbar seien aber weitere Zusammenschlüsse oder mehr Austausch zwischen den Bühnen. Geras Oberbürgermeister Norbert Vornehm sicherte die Unterstützung der Stadt für das ebenfalls von Kürzung bedrohte Theater Altenburg-Gera zu: „Wir werden Lösungen finden, die sicher stellen, dass wir hier nicht nur ein tolles Gebäude haben, sondern es auch bespielen können“. Das 104 Jahre alte Große Haus in Gera wird derzeit für 18 Millionen Euro saniert und soll im April nächsten Jahres wieder eröffnet werden – u.a. mit einem tiefer gelegten Orchestergraben, einer neuen Drehbühne, besserer Akustik im Saal und einer Außenfassade in der Farbe des einstigen Reußischen Theaters.
    Nach Ansicht von Finanzministerin Birgit Diezel muss Thüringen langfristig bei den Theatern und Orchestern gar 20 Millionen Euro sparen – im Doppelhaushalt 2008/09 müssten zehn Millionen und später weitere zehn Millionen Euro gestrichen werden. Damit würde den „leeren Sitzen in den Thüringer Theatern und Orchestern Rechnung“ getragen; mit 54 Besuchern pro Platz und Jahr liege Thüringen bundesweit an zweitletzter Stelle.



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