The Bastard Operator from Hell

Die neue Horde
Verfügbare Informationen zu "The Bastard Operator from Hell"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Anonymous
  • Forum: Die neue Horde
  • Forenbeschreibung: Reform einer lebenden Legende
  • aus dem Unterforum: Offtopic
  • Antworten: 20
  • Forum gestartet am: Mittwoch 27.09.2006
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: The Bastard Operator from Hell
  • Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 2 Monaten, 28 Tagen, 13 Stunden, 55 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "The Bastard Operator from Hell"

    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 26.11.2006, 00:53

    The Bastard Operator from Hell
    Zitat: The Bastard Operator from Hell #1
    Gefunden auf einem neuseelaendischen
    FTP-Server zu einer Zeit, als die meisten
    von euch noch nicht mal wussten, dass man
    Komputer mit K schreibt.
    von Simon Travaglia
    frei uebersetzt von Florian Schiel
    ---------------------------------------------------------------------------
    Heute ist Backup-Tag. Mein Lieblingtag! Andererseits hat es natuerlich
    gewisse Vorteile, der Operator zu sein. Ich linke das tape device nach
    /dev/null - viel oekonomischer. Zumindest, was meine Arbeitszeit angeht,
    weil ich nicht alle 5 Minuten Baender wechseln muss. Ausserdem dauert das
    Backup nur noch etwa 12 Minuten, also kann es nicht ganz schlecht sein! Ein
    Benutzer ruft an.
    "Wissen Sie, warum das System so langsam ist?", fragt er.
    "Wahrscheinlich liegt’s an ..." - Ich schaue nach, was heute dran ist -
    " ... der Taktfrequenz."
    "Ah." ---
    Wenn sie nicht wissen, wovon man redet, sind sie meistens zufrieden.
    "Wissen Sie, wann das repariert wird?"
    "Repariert? Es sind 275 Benutzer auf deiner Maschine, einer davon bist
    Du. Nun sei ein braver Junge und lass mal ein paar andere ran. Log
    aus, Egoist!"
    "Aber ... aber die Ergebnisse muessen morgen abgegeben werden. Ich brauche
    nur noch eine Seite auf dem Laserdrucker .."
    "Aber klar doch! Erzaehl das mal deiner Omama, Bruder!"
    Ich haenge auf. Hundertausend Hoellenhunde! Man sollte meinen, dass sie
    endlich lernen, NICHT mehr anzurufen!
    --------
    Das Telefon klingelt wieder. Ich weiss, dass er es ist. Sowas nervt mich.
    Ich veringere meine Stimmlage um 2 Oktaven.
    "HALLO, LOHNBUCHHALTUNG!"
    "Ah .. oh. Tut mir leid. Ich habe die falsche Nummer..."
    "SOOO? Wie ist denn Ihr Name, Freundchen? Wissen Sie, wieviel Geld uns
    solche falschen Anrufe kosten? WISSEN SIE DAS? Ich haette gute Lust, Ihre
    vergeudete Zeit, meine vergeudete Zeit und die Kosten dieses Anrufs von
    Ihrem Monatsgehalt abzuziehen! TATSACHE, DAS WERDE ICH AUCH! Wenn ich mit
    Ihnen fertig bin, werden SIE UNS Geld schulden! WIE IST IHR NAME - UND
    KEINE LUEGEN! WIR HABEN ISDN!"
    Ich hoere, wie der Hoerer ’runterfaellt und sich jemand in Trab setzt - er
    will sich im Sekretariat des Dekans ein Alibi besorgen. Ich tippe seinen
    Benutzernamen ein und rufe im Sekretariat des zugehoerigen Dekanats an.
    "Hallo?", meldet sie sich.
    "Hallo, Simon, Operator hier. Passen Sie auf! Wenn er in etwa 10 Sekunden
    in Ihr Buero stuermt, koennen Sie ihm was ausrichten?"
    "Ich denke schon...", sagt sie unsicher.
    "SAGEN SIE IHM: ER KANN RENNEN, ABER ER ENTGEHT MIR NICHT!"
    "-hm, gut."
    "Und nicht vergessen. Es waere doch schade, wenn jemand Ihre Datei mit
    den einschlaegigen S+M Tips in Ihrem Account finden wuerde..."
    Ich hoere ihre langen Fingernaegel panikartig ueber die Tastatur klappern...
    "Sparen Sie sich die Muehe - ich hab’ bereits ’ne Kopie. Nun seien Sie
    ein gutes Maedchen und richten Sie’s ihm aus!"
    Sie verspricht es heulend.
    Das Schlimme an der Sache ist: die S+M Sache war nur geraten. Trotzdem hole
    ich mir rasch eine Kopie davon. Koennte mal ganz gut sein, wenn ich nicht
    einschlafen kann...
    --------
    Inzwischen ist das Backup in neuer Rekordzeit zu Ende gelaufen. 11 Minuten
    und 10 Sekunden. Es lebe die moderne Rechnertechnik! Schon wieder klingelt
    das Telefon.
    "Ich brauche mehr Platz sagt er."
    "Warum ziehen Sie nicht in den Osten?"
    "Quatsch, in meinem Account, Sie Idiot."
    Idiot? Oh-oh... "Es tut mir so leid", sage ich wie Mutter Beimer in der
    Lindenstrasse "aber ich hab’ das nicht ganz mitgekriegt. Was sagten Sie
    doch gleich?"
    Ich kann die aufkommende Angst durch die Leitung riechen. Aber es ist
    zu spaet: er ist erledigt und er weiss es.
    "-hm, ich sagte, haette gerne etwas mehr Speicherplatz in meinem
    Account bitte."
    "Aber klar. Augenblick mal."
    Ich hoere ihn erleichtert aufatmen, obwohl er die Sprechmuschel mit der Hand
    abdeckt. "Erledigt. Sie haben massig Platz jetzt."
    "Wieviel?"
    Das geht mir nun wirklich auf den Keks! Nicht nur dass sie dauernd
    Speicherplatz von mir fordern, Sie wollen mich auch noch kontrollieren und
    protestieren, wenn ich Ihnen nicht genug gebe. Sie sollten gluecklich sein
    mit dem, was es von mir gibt, und basta! Wieder mit Mutter Beimer:
    "Also, schaun’ wir mal. Sie haben 60 MB frei."
    "Klasse! 120 MB zusammen. Vielen Dank!", sagte er begeistert von seiner
    Verhandlungstechnik.
    "Moment!" unterbreche ich. Das muss man geniessen wie einen Suedaustralischen
    bei Raumtemperatur. "60 MB insgesamt."
    "Was? Ich habe doch schon 60 MB belegt. Wie kann ich dann noch 60 MB
    frei haben?"
    Ich sage nichts. Ist auch nicht noetig. Er wird schon noch drauf kommen.
    "Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrrrrrrrggggghhhhhh!"
    Ich mag mich wenn ich eklig bin. Ehrlich!
    Fortsetzung folgt...



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 26.11.2006, 23:57


    Zitat: The Bastard Operator from Hell #2
    Ich spiele gerade DOOM an der Masterconsole als irgend so ein gedankenloser
    Bastard anruft. Ich hebe ab.
    "Hallo?" sage ich.
    "Wer ist da?", sagt jemand.
    "Ich denke, ich bin’s", sage ich.
    Wozu habe ich den Kurs ’Erfolgreiches Verhandeln am Telefon’ absolviert?
    "Wer ich?"
    "Wird das ein Oesterreicherwitz?", sage ich, waehrend ich mit allen
    verfuegbaren Fingern auf den Feind ballere.
    ZU SPAET. YOU GOT KILLED. GAME OVER. Meine Laune sinkt von minus
    zweihundert auf den absoluten Nullpunkt.
    "Was kann ich fuer Sie tun?"
    Stimme so weich wie Kaschmirwolle (ein untruegliches Warnzeichen!)
    "Aehm, Ich haette gerne gewusst, ob wir ein bestimmtes Software-
    Paket haben..."
    "Was fuer eine Software ist das?"
    "Aehm, sie heisst B-A-S-I-C."
    klickerdiklackerdiklick
    r-m b-a-s-i-c.e-x-e
    "Hm, tut mir leid, haben wir nicht. Wir hatten das mal..."
    "Oh. Na gut, die andere Sache, weswegen ich anrufe: koennte man alle Daten in
    meinem Account auf Band kopieren? Dann haette ich eine Sicherheitskopie
    zu Hause im Falle eines Falles..."
    "Im Falle eines Falles?"
    "Ja, falls sie zum Beispiel aus Versehen geloescht werden oder so ..."
    "GELOESCHT! Ah, machen Sie sich da mal keine Sorgen. Wir machen doch
    Backups." Ich bin so ein Schwein!
    "Wie ist Ihr Username?" Er gibt mir seinen Usernamen. Nicht sehr helle!
    klickediklackediklick
    "Aber Sie haben doch gar keine Daten in Ihrem Account!", sage ich,
    baffes Erstaunen in der wohlmodulierten Stimme.
    "Natuerlich habe ich Daten. Sie schauen sicher an der falschen Stelle!"
    klickediklackediklick
    "Ah, stimmt. Ich war falsch", sage ich. Hat er nicht gerade ’Typisch’
    in seinen Bart gemurmelt? Mein lieber Freund... "Ich wollte sagen:
    DER USERNAME EXISTIERT GAR NICHT."
    "Was?" Wimmern in der Leitung. "Aber da muss einer sein. Ich habe doch erst
    heute morgen darin gearbeitet!"
    "Aha! Da liegt das Problem. Sehen Sie, da war ein Virus im System
    heute morgen. Der ... aeh ... Leonardo da Vinci Virus. Loescht
    alle User die gerade eingeloggt sind, wenn er losbricht."
    "Das kann nicht sein. Meine Freundin war auch eingeloggt, und jetzt bin
    ich gerade in ihrem Account!"
    "Und welcher ist das?"
    ER SAGT ES MIR. MANCHE LEUTE LERNEN’S NIE.
    "Ah, ja. Den Account konnten wir gerade noch retten."
    klickediklackediklick
    "Sie hat nur alle Daten verloren."
    "Aber..."
    "Keine Sorge. Wir haben doch alles auf Backup."
    "Oh, Gott sei Dank!!!"
    "Auf Lochstreifen-Backup! Haben Sie einen Leser dafuer? Wir nicht!
    Viel Spass!!!"
    Ich bin so ein Hund!
    Hab davon noch 5-6 PDf dateien mit je etwa 20 dieser geschichten. Kommt also noch ein bisschen mehr davon^^



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 28.11.2006, 23:07


    Zitat: The Bastard Operator from Hell #3
    Mein Job ist so eine Hetze, dass ich kaum dazu komme, kurz mal ins Kino zu
    fahren, bevor die Leute ihre Ausdrucke abholen kommen. Die Queue ist
    sowieso viel zu voll, als dass ich alles rechtzeitig ausgedruckt (und
    sortieren) koennte. Also kille ich alle die kleineren Jobs bis auf zwei und
    die lassen sich im Nu sortieren. Nach dem Film (einer von diesen
    Endlos-Bertoluccis, wo der Held nach drei Stunden endlich in grandiosen
    Visionen zugrunde geht) komme ich zurueck, um die Ausdrucke auszugeben.
    Etwa fuenfzig Leute warten draussen und ich habe zwei Ausdrucke. Stimmt
    ziemlich gut mit meinem Durchschnitt ueberein. Andererseits haette ich mehr
    killen sollen. Egal, ich lasse die beiden Ausdrucke elegant auf den Tisch
    gleiten, drehe mich um und gehe betont langsam zurueck in meinen Glaskasten.
    Dabei halte ich deutlich sichtbar das Clipboard in der Hand, das mit den
    grossen roten Buchstaben ’ACCOUNTS TO REMOVE’ auf der Rueckseite. Keiner sagt
    ein Wort. Wie immer.
    --------
    Ich sitze wieder gemuetlich im Operator-Sessel und beobachte den
    Ueberwachungs-Monitor, der zufaellig mit dem Videoplayer aus der
    medizinischen Optik verbunden ist (zur Reparatur hier; geschaetzter Termin
    der Ruecklieferung irgendwann in 2001). Ploetzlich klingelte das Telefon. Das
    muss heute schon das zweite Mal sein und es beginnt, mir auf die Nerven zu
    gehen.
    "Ja?", sage ich und halte das Bild an.
    "Ich hab’ aus Versehen meinen Lebenslauf geloescht", sagt die Stimme
    am anderen Ende.
    "Tatsaechlich? Wie war Ihr Username?"
    Er sagt es mir.
    Sch.... wie langweilig. "Ah, nein. Nicht Sie haben ihn geloescht -
    ich war’s."
    "Was?"
    "Ich hab’ ihn geloescht! Er war voll mit Sch...! In keinem einzigen Fach
    was Besseres als ’ne zwei!"
    "Haeh?"
    "Und der Mist mit dem Austauschstudium - das war Ihre Freundin, und wir beide
    wissen das!"
    "Haeh??"
    "Na, Ihre Studienangaben. Ich hab’s nachgeprueft. Sie haben gelogen."
    "Wie haben Sie ..."
    Es klickt deutlich hoerbar.
    "Oh, nein. SIE sind’s! Der BASTARD OPERATOR FROM HELL!"
    "Leibhaftig, am Telefon und in Ihrem Account. Es waere wirklich besser
    gewesen nicht anzurufen, wissen Sie.
    Vor allem haetten Sie Ihren Usernamen lieber fuer sich behalten sollen..."
    [klickediklackediklick]
    "Tja, und dann haetten Sie dem System Manager keine so boese Mail schicken
    duerfen. Eine Mail, die ausdrueckt, was Sie von ihm halten - in huebschen
    Bildern!"
    "Ich habe keine ..."
    [ klickediklackediklick klick ]
    "So? Haben Sie nicht? Wer kann das noch sagen heutzutage? Keine Sorge, es
    bald wird alles vorueber sein...."
    [ klickediklackediklick klick ]
    ... noch den Usernamen zurueckaendern ...
    [ klickediklackediklick ]
    "B-b-b-b", blubbert er wie eine desynchronisierte PDP-11.
    "Leben Sie wohl", sage ich ueberfreundlich. "Ich denke Sie sollten
    jetzt besser packen. Viel Spass beim Neubeginn."
    Ich lege auf. Zwei Sekunden spaeter laeutet das rote Telefon. Es ist der
    Boss. Er knurrt den Usernamen - von wem wohl? - und etwas ueber eine
    schweinische Mail. "Sie wissen, was Sie zu tun haben ..." mit den Punkten
    und allem.
    Spaeter, im Abrechnungscomputer der Staedtischen Elektrizitaetswerke,
    waehrend ich die naechste Rechnung des armen Schweins um ein paar Nullen
    korrigiere, wundere ich mich wieder einmal ueber diesen hartnaeckigen und
    unglaublichen Mangel an Urteilsvermoegen - welche Bloedheit kosmischen
    Ausmasses treibt sie immer wieder dazu, bei mir anzurufen. Noch spaeter,
    als ich im FBI Computer sein Photo von der WWW Page in die Gesuchtenliste
    kopiere (die mit dem Label ’Dringend gesucht, bewaffnet und gefaehrlich,
    sofort schiessen’) komme ich zu dem Schluss, dass ich es wohl niemals wissen
    werde - aber das Leben geht weiter.
    Ein paar Stunden spaeter sehe ich die GSG 9 sein Apartment umstellen und mir
    wird klar: fuer ein paar von uns wird es das nicht. Aber morgen ist ein
    neuer Tag.
    Zitat: The Bastard Operator from Hell #4
    Es ist Donnerstag und ich bin guter Laune. Es ist Zahltag. Ich denke, ein
    paar Anrufe koennen nicht schaden. Also lege ich den Hoerer zurueck auf die
    Gabel. Es laeutet.
    "Seit Stunden versuche ich, Sie zu erreichen!", schreit eine Stimme
    am anderen Ende.
    "Nanana, STUNDEN koennen’s gar nicht gewesen sein", sage ich, waehrend
    ich ’Blade Runner’ ins Cover zurueckstecke und mir die Rueckseite
    anschaue. "Allenfalls 114 Minuten. Ich hatte einen langen Chat mit dem
    grossen Boss. Versuchte, bessere Technik fuer unsere Benutzer
    herauszuschlagen." Eins, zwei, drei ...
    "Oh, tut mir leid."
    "Macht nix. Ich bin nicht nachtragend."
    Ich nehme mir vor, sein Passwort in den naechsten Tagen etwas abzuaendern,
    in etwas, worauf er nicht so schnell kommen duerfte.
    "Aehm, ich weiss nicht, wie ich ein File umbenennen kann", sagt er.
    Oh, Gott... Moment es ist ja Zahltag, nicht?
    Also bin ich guter Laune. "Aber klar. Tippen Sie nur ’rm’ und den Filenamen."
    "Vielen Dank."
    "Keine Ursache."
    (Jetzt bin WIRKLICH guter Laune. Vielleicht sollte ich heute das Skript
    fertigschreiben, das Abspeichern zu bestimmten, zufaellig gewaehlten Zeiten
    unmoeglich macht.) Das Telephon laeutet wieder.
    "Hallo?"
    "Hallo, ebenfalls" sage ich.
    "Ist das der Kontrollraum?"
    "Aber klar doch" sage ich zuckersuess."
    "Koennten Sie mir bitte meine Ausdrucke herausbringen? Ich brauche sie
    dringend und der Ausdruck muesste schon seit fuenf Minuten zu Ende sein."
    "Ihr Username?", frage ich. Er gibt ihn mir und ich notiere
    ihn fuer spaeter. "Kein Problem. Moment.", sage ich und gehe ’rueber zu
    den Druckern.
    Ein RIESEN Haufen von Ausdrucken liegt auf dem Boden. Und tatsaechlich, sein
    Dokument liegt ganz oben auf. Ich breite es ueber dem Haufen aus und spruehe
    grosszuegig unser Spezialfleckenwasser in die Gegend. Dann fahre ich den
    schweren Bandwagen ein paar Mal darueber und klemme es zum kroenenden
    Abschluss vier, fuenf Mal in die schwere Safetuere ein, wo wir die Backup-
    Baender aufbewahren sollten. Huebsch.
    "Hier sind Ihre Ausdrucke", sage ich
    "Tut mir leid, dass es solange gedauert hat. Wir haben ein paar kleinere
    Probleme mit dem Drucker." Ein Blick und er macht sich fast in die Hose.
    "Oh, Gott! Kann ich es nochmal drucken?", fragt er besorgt.
    "Aber klar doch" sage ich. "Aber wie gesagt, unser Printer ist nicht
    besonders gut drauf heute."
    "Aeh, kann ich es auf dem Laser drucken - funktioniert der?"
    "Natuerlich, aber das kostet eine Kleinigkeit", sage ich, Mitgefuehl
    verstroemend.
    "Egal, was es kostet! Das ist hyper-dringend!"
    Ich schleiche zurueck in den Druckerraum und suche die Tonerkassette, die
    wir fuer spezielle Faelle aufbewaren - die mit den dicken schwarzen Streifen
    in der Mitte und den blassen Raendern. Ich habe ziemlich lange gebraucht,
    bis sie so gut funktionierte. Der Ausdruck flutscht raus und ich bringe ihn
    sofort nach vorne. Bloss nichts verpassen.
    "W-w-w-was ist den jetzt passiert?", winselt mich der Geck an.
    Gut, dass ich den Usernamen notiert habe - Geistige Folter ist vielleicht
    doch etwas, wofuer ich mich laengerfristig begeistern koennte.
    "Aeh, nichts. Ich meine, klar: es ist nicht perfekt. Aber der Toner hat
    auch schon 47 Tausend Seiten drauf und wurde 17mal nachgefuellt. Ich finde,
    es ist noch gut gegen das, was wir sonst so bekommen."
    Der Geck zahlt und beginnt zu wimmern.
    "Na, kommen Sie. Kein Grund zum Heulen. Haben Sie die Arbeit auf Disketten?"
    Er gibt mir eine kleine Plastikbox mit Disketten.
    Ich huepfe schnell rein und lege sie kurz auf den Loesch-Magneten. Ich gehe wieder hinaus. "Tut mir so leid, aber mir faellt gerade ein, dass unser
    Lesegeraet hinueber ist. Sie muessen damit zu dem Druckerraum U am anderen
    Ende des Campus - kennen Sie den? - und es dort ausdrucken. Dort sollte es
    klappen. Die haben gestern einen neuen Toner bekommen."
    "SUPER!"
    "Gern geschehen. Und denken Sie daran: immer die Disketten hoch ueber
    den Kopf halten. Das Erdmagnetfeld ist heute wieder extrem stark."
    "Haeh???"
    "Keinen langen Reden. Machen Sie’s."
    Er marschiert los, die Disketten hoch ueber dem Kopf. Manchmal hasse ich
    mich selbst.



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 29.11.2006, 23:58


    Zitat: The Bastard Operator from Hell #5
    Die dauernde Langeweile bringt mich um. Also lese ich User-eMmails, um die
    Zeit totzuschlagen. Allerdings muss ich zugeben, dass die heutige Lieferung
    auch nur zum Gaehnen anregt. Nicht eine wirklich gute Nachricht darunter.
    Nicht mal versteckte Andeutungen ueber Fummeln im Supermarkt, wie sonst. Gar
    nichts. Statt dessen muss ich mir den ueblichen Sch... zu Gemuete fuehren:
    Welcher Verwandte wann welche Art von Operation ueber sich ergehen lassen
    muss und welche es nicht ueberlebt haben, wie das Wetter auf der anderen
    Seite des Erdballs ist, die Sorte von Redundanzmails, die nur unsere Queues
    vollknallen!
    Um die Sache etwas aufzulockern, hole ich eine persoenliche Party-Einladung
    aus einer Mailbox, poste sie unter dem Namen des Senders in
    alt.singles.with.severe.social.dysfunctions im USENET und mache eine Notiz
    in meinem Kalender, damit ich rechtzeitig dort bin - mit meiner
    Videokamera. Koennte was werden! Was steht als naechstes an? Ah ja, die
    medizinische Datenbank, in der die Vertrauensaerzte der Uni die
    Krankheitsgeschichten der Angestellten speichern. Ich grepe schnell mal
    durch nach ’Herpes’ und ’Syphilis’ und verkaufe die Ergebnisse an die
    lokale Boulevardpresse. Um meine Spuren zu verwischen, gehe ich in den
    Account des Oberarztes und fuege dort folgenden Eintrag in sein
    Online-Tagebuch ein: DM 500, Med. Daten an Zeitung. Sollte ausreichen!
    Ich schichte ein paar Baender aus den Regalen auf den Laborwagen und zurueck,
    damit es so aussieht, als ob wir sie tatsaechlich verwenden. Dann gehe ich
    in Archie und suche nach einem bestimmten verborgenen X-GIF Server, von dem
    ich gehoert habe. Als ich ihn finde, starte ich einen Batch unter einem
    User-Account, um die Bildchen ’runter zu laden - natuerlich auf seine
    Kosten. Gerade noch rechtzeitig faellt mir ein, ob auch genug Speicherplatz
    fuer die Bilder frei ist. Um ganz sicher zu gehen, entferne ich alle Dateien
    auf der Platte, die nicht direkt mit dem Batch zu tun haben. Zum Beispiel die ganzen LaTeX Dokumente "diss*.*"; die sind in letzter Zeit sowieso
    schon wieder viel zu gross geworden.
    Zurueck in User eMail schaue ich, ob sich inzwischen was getan hat. Naaah.
    Schliesslich grepe ich alle files nach ’schwanger’, ’Scheidung’ und
    ’Therapie’ und poste sie anonym in eine lokale Klatsch-Newsgroup. Dann,
    bevor ich auch nur piep sagen kann, ist der Strom weg! In der naechsten
    Sekunde laeutet schon das Telefon.
    "Hallo?" sage ich wuetend - der Coyote hat den Roadrunner gerade fast
    am Wickel gehabt!
    "Was ist mit dem Comp..."
    Ich haenge auf. Jetzt geht’s um Leben oder Tod. So schnell ich kann, reisse
    ich das Stromkabel des Mainframes aus der Notstromversorgung und schliesse
    fieberhaft mein TV daran an. Verdammt! Der Roadrunner war wieder schneller!
    Inzwischen fangen ueberall die Warner an zu jaulen, weil die
    Hauptplattenspeicher ’runterfahren. Aber was soll’s? Mein Mac und mein
    Terminal sind sowieso fest mit der Notstromversorgung verbunden, und ich
    bin im Beer Factory Level in Dark Castle.
    Das Telefon klingelt schon wieder. Also lasse ich die
    Kommunikationssicherung am Notstromschaltkreis herausschnappen, und endlich
    ist Ruhe. Um ganz sicher zu gehen, hole ich den Hockeyschlaeger aus dem
    Spind und uebe ein bisschen Einer-gegen-die Wand. Durch das Glasfenster
    schaut das aus, als ob ich wie ein Wahnsinniger nach dem Fehler suche - wie
    ueblich. 10 Minuten spaeter ist der Strom wieder da und die Diagnose meldet
    zwei Hard Disk Crashs auf dem Main Frame - zum Teufel damit! Ich habe
    keinen Mann verloren, bin kurz vorn letzten Level und im TV kommen noch
    mehr Cartoons!
    Das andere Telefon laeutet, ein User (welch Ueberraschung!).
    "Kontrollraum" sage ich, so richtig im Stress.
    "Wann wird der Computer..."
    Ich lege auf. Im Moment komme ich ganz gut voran. Nur noch ein Wizard, der
    unablaessig Bannflueche schleudert, steht zwischen mir und dem letzten Bild.
    Gleich bin ich drin! Das Telefon laeutet schon wieder! Mit einem raschen
    Hieb schalte ich auf Freisprechen.
    "Kontrollraum", bruelle ich, voll involviert.
    "Ich hab’ meine Files geloescht. Meine Daten sind weg", winselt ein
    User ueber den Lautsprecher.
    "Aber sicher doch" sage ich, weil ich mich nicht erinnern kann. Diese
    Bemerkung genuegt, um mich den Bruchteil einer Sekunde abzulenken. Der
    Wizard nagelt mich in den Boden und schmeisst mir noch einen Feuerball
    hinterher. GAME OVER. "Wie war Ihr Username?", frage ich mit Honig gesalbter Stimme.
    Er sagt es mir.
    Ich schaue nach - und er hat recht. Sch...., dabei war ich es nicht mal!
    Um meinen guten Ruf zu wahren, wechsele ich sein Login Directory nach
    /dev/null, setzte seinen Pfad auf ’.’ und setzte einen alias auf sein
    ’news’ Kommando, welches ein scheussliches kleines Skript in seinem frueheren
    Home Directory startet. Das Skript schickt eine nicht mehr ganz politisch
    korrekte eMail an die Beauftragte fuer Gleichberechtigungsfragen der Uni und loescht sich anschliessend selbst. Wohl bekomm’s!
    Noch hat keiner einen Komentar abgegeben, aber es hat auch noch keiner gemeckert... Hat wer was dagegen, wenn ich weitermache?



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 30.11.2006, 17:16


    ich findes amüsant... muss zum teil echt schmunzeln!
    weiter machen! bitte...



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 30.11.2006, 22:55


    Zitat: The Bastard Operator from Hell #6
    Es ist Freitag; also gehe ich frueher zur Arbeit, sogar noch vor dem
    Mittagessen. Das Telefon klingelt. Sch.... Ich blaettere den
    Ausredenkalender um.
    "SONNENERUPTIONEN"
    steht da. Ok, darueber muss ich erst ein bisschen recherchieren. Zwei Minuten
    spaeter bin ich fit fuer den ersten Anruf.
    "Hallo?" sage ich.
    "WO SIND SIE GEWESEN! ICH HABE SCHON DEN GANZEN VORMITTAG ANGERUFEN
    UND
    NIEMAND GEHT RAN!"
    Ich hasse es, wenn sie mich schon am fruehen Morgen anbruellen. Es
    deprimiert mich irgendwie. Sie wissen, was ich meine ...
    "Aeh, ja. Tja, wir hatten heute morgen auch wieder extrem starke
    Sonnenaktivitaet. Das kann boese Auswirkungen auf die Kommunikationsleitungen
    haben..." sage ich zuckersuess.
    "Haeh? Aber sonst habe ich doch jeden erreicht?!"
    "Tja, das ist durchaus moeglich. Die Auswirkungen erhoehter Sonnenaktivitaet
    sind ziemlich un-vor-her-seh-bar. Letzte Woche hatten wir sogar den Fall,
    dass ein paar Files einfach vor den Augen ihres Besitzers verschwunden sind,
    waehrend er noch damit gearbeitet hat ..."
    "Wirklich?"
    "Kein Sch...! Aeh, wollen Sie, dass ich Ihren Account schnell checke?"
    "Aeh, ja. Ich hab ein paar wichtige Dateien drin..."
    "Ok, wie war noch Ihr Username ..." Er sagt ihn mir.
    Ehrlich, eine Muecke mit einem Sprengsatz zu erledigen ist schwieriger. Mit
    einem atomaren Sprengsatz. Mit AWACS-Unterstuetzung. Sch....! (Ich verzichte
    ab jetzt auf den klickediklackediklick-Teil, ok?)
    "Wieviele Dateien sind in Ihren Account?", frage ich.
    "Aehm, also, etwa 20 in meiner Doktorarbeit, circa 10 mit den Daten dazu,
    und noch etwa 20 fuer das Buch, das ich gerade herausgebe."
    "Hm. Ich glaube, wir schauen erst mal, was noch zu retten ist. Also, da
    sind noch zwei Files lesbar, .cshrc und .login..."
    "AAAAAAAAAAAaaaaaaaaaarrrrrrrrrggggggghhhhhhhh!!!!!!!"
    Er schluchzt leise ins Mikrophon, ...
    ... mir kommen auch die Traenen!
    "Was mach’ ich nur?" schnueffelt er.
    "Ok, haben Sie irgendwas davon auf Floppy gesichert?"
    "Schon, aber die sind schon Wochen alt!"
    Ich spiele mit dem Schalter des Floppy-Loeschers.
    "OK", sage ich, "Wie waer’s, ich komme kurz rueber und lade
    die Backups in Ihrem Account, damit Sie pronto weiterarbeiten koennen?"
    "Das waere toll", wimmert er, "aber die Floppys habe ich zu Hause. Ich
    ’fuerchte, die muss ich heut’ Nacht selber runterladen."
    "Gut. Aber denken Sie daran, was ich vorhin gesagt habe:
    Sonneneruption sind Gift fuer Disketten und Maschinen. Sie muessen Ihre
    Floppys unbedingt vor der gegenwaertigen Sonnenaktivitaet schuetzen.
    Sonst verlieren Sie noch alle Daten."
    "Wie mach ich das? Sie in Alufolie wickeln?"
    "UM GOTTES WILLEN, NEIN! Alufolie ist das Schlimmste! Sie wissen
    doch, was mit Alufolie im Microwellenherd passiert, oder?!"
    "Doch.."
    "Dann verwenden Sie’s auch nicht! Es gibt nur eine sichere Methode,
    Disketten erfolgreich zu schuetzen..."
    "Und wie?"
    "MAGNETISCHE FELDER! Packen Sie Ihre Floppys in einen Kopfkissenbezug
    gefuellt mit moeglichst vielen Magneten. Sie koennen zum Beispiel die
    von Ihrem Kuehlschrank nehmen. Sie wissen schon, mit denen Sie ihre Zettel dort festpinnen - Solarpartikel hassen magnetische Felder."
    "Wow. Danke."
    "Gern geschehen. Es ist nur mein Job..."
    Sch.... Ich mache Fortschritte.

    The Bastard Operator from Hell #7

    Ich finde, so ein verantwortungsvoller Posten wie meiner sollte mit einer
    angemessenen Mittagspause verguetet werden. Fuer die paar Stunden setze ich
    den Hausmeister auf meinen Stuhl, damit es nicht so aussieht, als dass wir
    unsere Pflichten vernachlaessigen wuerden (sic!). Ich erklaere ihm, dass er nur
    darauf achten muss, dass der Hoerer nicht aus Versehen auf der Gabel landet.
    Er ist einverstanden und ich verschwinde.
    Zuerst die Bank. Ich lasse mir 20 Mark in Zehnpfenningstuecke wechseln und
    frage dann nach meinem Kontostand. Waehrend der Angestellte noch tippt,
    ziehe ich unauffaellig den Netzstecker von seinem Endgeraet. Es stirbt
    natuerlich, und ich sage dass ich in Eile bin und dass ich gerne den Manager
    von diesem Sauladen sehen moechte. Er walzt durch die Tuer wie ein gut
    gefuettertes Riesenbaby und fragt mich, ob es ein Problem gaebe. Ich sage,
    alles, was ich wolle, sei mein Kontostand und ob das denn zuviel verlangt
    sei und dass ich immer noch in Eile sei. Dann kreuze ich die Finger. JA! Er
    findet das herabhaengende Netzkabel, steckt es wieder rein und loggt sich
    ein, MIT DEM MANAGER ACCOUNT.
    Ich taumele wie zufaellig an den Schalter und stosse aus Versehen 200
    Zehnpfenningstuecke hinunter. Der Manager beachtet mich nicht, aber alle
    anderen tauchen nach den Muenzen. Ich beobachte ungestoert, wie er sein
    Passwort eintippt - mit der halsbrecherischen Geschwindigkeit von einem
    Zeichen pro Sekunde! Gar kein Problem, der Hardliner macht es mir sogar
    noch leichter, indem er ein semantisches Wort als Passwort gewaehlt hat:
    ZINSEN. So ein Scherzkeks! Ich verziehe keinen Gesichtsmuskel. Nicht ganz
    einfach, wenn ich an meine ueberschuldete Hypothek denke. Heute Nacht werde
    ich da einiges richtigstellen...
    Ein Benutzer den ich noch vom D(eletion)-Day ’94 kenne, naehert sich, um
    mich anzuquatschen. Sogar der Manager schuettelt abwehrend den Kopf, aber es
    ist zu spaet. Er haelt direkt vor mir und richtet das Wort an mich!
    "Aehm, Entschuldigung. Koennten Sie mir einen Tip geben, welchen
    Computer ich am besten fuer meine Diplomarbeit kaufe?"
    ?!?!?! Genau. "Schon mal vom neuen Pentium gehoert?" frage ich.
    "Ja..." "Meiden Sie den wie die Pest! Kaum jemand weiss das, aber man handelt sich
    fuerchterliche Probleme ein, wenn man ein Betriebssystem so schnell
    laufen laesst. Manche von den Kisten machen ueber 100 Millionen obstructions
    per second. Sie koennen sich ja vorstellen, dass da eine solch billige
    Kiste aus dem Takt kommen muss, nicht? Die Katastrophe ist praktisch
    vorprogrammiert!"
    "Oh!"
    "Nehmen Sie lieber was Sicheres und Bewaehrtes. Ein ZX81 mit dem doppelten
    Cassettenlaufwerk, wenn Sie das kriegen koennen. Im Vertrauen: Die sind
    nicht mehr leicht zu bekommen, weil alle Leute, die wirklich was davon
    verstehen, natuerlich nur bewaehrte Technik kaufen. Kaufen Sie
    bloss keine Harddisk dazu. Sie haben doch sicher schon gehoert wie oft die
    kaputtgehen? Cassetten dagegen halten ewig!"
    "Danke, super!"
    "Keine Ursache! Wie war doch noch gleich Ihr Username?"
    Er sagt ihn mir.
    Gerade noch rechtzeitig fuer D-Day 96. Man sollte meinen, dass sie’s
    irgendwann lernen!
    --------
    Zurueck an meinem Arbeitsplatz finde ich den Hausmeister - eingeschlafen vor
    dem Terminal. Ich frage ihn, ob er nicht lieber hier arbeiten moechte, aber
    er lehnt dankend ab. Hier hat er nicht die Moeglichkeit, Leute in der
    Toilette aufzuschrecken...
    Ich lege den Hoerer zurueck auf die Gabel und sofort klingelt es. Ich hasse
    es, wenn es das tut. Ich brauche immer eine Ewigkeit, die Earphones nachher
    wieder reinzupfriemeln.
    Diesmal ist es anders. Die heisseste Mieze auf dem Campus ist dran - und sie
    hat ein Computerproblem! Ich liebe solche Augenblicke. Sie machen den Job
    erst zu dem, was er ist.
    "Wie ist Ihr Username?" frage ich - als ob ich es nicht auswendig wuesste.
    So schnell ich kann, ueberfliege ich ihre persoenliche eMail - das meiste
    nur todlangweiliges Zeug - und grepe die gesamte User eMail nach ihrem
    Usernamen. Nichts - vortrefflich! "Wie kann ich Ihnen helfen?", floete ich
    charmant.
    "Ich kann mein Dokument nicht abspeichern. Es sagt etwas mit zuwenig
    Speicherplatz."
    "Das werden wir gleich haben" sage ich und loesche alle anderen Files
    auf ihrer Platte - ausser den ihrigen natuerlich.
    "Jetzt sollte alles funktionieren..." "Oh, vielen, vielen Dank", haucht sie ins Mikrophon.
    Ich notiere mir, dass ich morgen wieder etwas an ihren Account herumdoktere.
    Das Telephon laeutet, fast bevor ich es wieder auf der Gabel habe.
    "Meine Daten sind alle weg!", schreit jemand am anderen Ende.
    "Wann war das?" frage ich.
    "Gerade eben...", sagt er schluchzend.
    "Aha. Tja, Kopf hoch. Es sind noch drei Tage bis zum Semesterende.
    Wenn Sie Tag und Nacht dran bleiben, werden Sie schon noch eine Drei
    minus schaffen."
    Er schluchzt noch zwei- dreimal leise und legt auf. Schwaechling!
    --------
    Das Telephon laeutet schon wieder!
    "Der Bildschirm an meinem PC ist so schwach. Ich kann kaum die Buchstaben
    erkennen. Soll ich den Helligkeitsregler hochdrehen?"
    "NEIN!", schreie ich. "Fassen Sie den Knopf nicht an! Haben Sie auch nur
    die leiseste Ahnung, was da fuer eine Strahlung ’rauskommt, wenn Sie den
    Knopf ganz zum Anschlag drehen?!"
    "Also ich ..", sagt sie verunsichert.
    "HOEREN SIE AUF MEINEN RAT!", sage ich. "Es gibt nur einen SICHEREN WEG,
    ein schwaches Display aufzumoebeln, und das ist: Nadelenergieimpulse in
    die Treiber geben!"
    Die Worte ’Nadelenergieimpulse ’ und ’Treiber’ sind zuviel fuer sie. Wenn
    Leute solche Ausdruecke hoeren, gehen sie automatisch in ’dummy mode’ und
    machen ALLES, was ich sage. Ich koennte ihr jetzt vorschlagen, nackt und nur
    mit einem Netzkabel bekleidet ueber den Campus zu sprinten und sie wuerde es
    wahrscheinlich machen... Hmmmm.
    "Haben Sie zufaellig ein uebriges Netzkabel ’rumliegen?"
    "Nein..."
    "Oh, naja. Dann muessen wir das mit den Nadelimpulsen probieren... Also, Sie
    schalten jetzt, so schnell Sie koennen, Ihren PC ein und aus. Einfach den
    Kippschalter hin und herflippen, verstehen Sie? Etwa dreissig mal."
    "Soll ich vorher meine Disketten ’rausnehmen?" "NEIN! Wollen Sie alle Ihre Daten verlieren?!"
    "Oh. Nein, natuerlich nicht. Also..."
    Ich lausche gespannt.
    ... klick klack klick klack klick klack klick klack klick klack kl ... BUMM!
    Erstaunlich! 27 oder 28. Normalerweise macht sich das Netzteil schon nach dem
    achten oder neunten Mal in die Hose!
    "MEIN COMPUTER! ER RAUCHT!", schreit sie an anderen Ende.
    "Wirklich?? Da muss ein Fehler im Netzteil gewesen sein! Gut, dass wir
    das geklaert haben! Haben Sie noch Garantie auf die Maschine?"
    "NEIN!"
    "Du liebe Guete! Was fuer ein Pech! Tja, dann hilft nur reparieren lassen.
    Haben Sie wenigstens Ihre Daten gesichert?"
    "Ja, ins System, gestern erst. Aber die ganze Arbeit von heute morgen
    ist futsch!"
    "Sie Aermste! Wie war Ihr Username? Ich will gleich mal checken, ob Ihre
    Backups OK sind..."
    Sie sagt ihn mir...
    Die hälfte der ersten PDF haben wir... ist allerdings auch die kleinste^^



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 01.12.2006, 03:29


    lol der typ is geil

    erinnert mich an den hausmeister von scrubbs ^^ oder den krankenhausoberarzt :D



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 02.12.2006, 00:48


    Zitat: The Bastard Operator from Hell #8
    Ich sitze wie ueblich an meiner Konsole. Ein Benutzer ruft an.
    "Hallo, Kontrollraum. Simon am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen?", sage ich.
    "Ich komme nicht in meinen Account", nuschelt es am anderen Ende.
    "Wie lautet bitte Ihr Username?", frage ich. Er gibt mir seinen Usernamen.
    Ich schaue in seinen Account. "Kein Problem, da war nur ein
    nicht-ausfuehrbares login file. Ich hab’s richtig gestellt. Jetzt sollten
    Sie ohne Probleme ’reinkommen."
    "Danke."
    "Kein Ursache. Schoenen Tag noch!"
    HAEAEAEHH?! fragen Sie sich jetzt. Ist der BASTARD OPERATOR FROM HELL endlich
    zum Guten bekehrt worden? Hat er aufgegeben?? REIF FUER DIE KLAPSMUEHLE???
    Naaah. Der BASTARD OPERATOR FROM HELL wird ab heute ueberwacht. Alle
    Aktionen im Mainframe werden automatisch protokolliert. UND WENN DAS PASSIERT werde ich normalerweise auch abgehoert! Also muss ich huebsch brav
    ein, bis ich die Bugs entdeckt habe. Sollte nicht allzu lange dauern -
    vertrauen Sie mir!
    Ah. Da haben wir schon eins. Im Telefonhoerer, klar. Aber der Boss ist einer
    von der witzigen Sorte. Ich wette, da sind noch mehr. Ahja, ein anderer
    unter dem Telefon und ein dritter in meinem Keyboard. Zeit fuer eine kleine
    Kaffeeschlacht. Drei auf einmal.... hmmm. Ich bringe mal besser die ganze
    Kanne und warte auf Zeugen. Der System-Manager kommt herein.
    "Wo bleibt der Bericht, den ich gedruckt habe?", fragt er mit saurer Miene -
    er aergert sich offensichtlich, dass ich mich am Telefon noch nicht ans
    Messer geliefert habe. Widersacher identifiziert! Wie der Direktor der
    "BASTARD OPERATOR SCHOOL" (ich!) immer zu sagen pflegt:
    "Es gibt kein Problem das sich nicht loesen laesst, indem man die
    Benutzerprozesse killt, alle ihre Files loescht, ihre Accounts sperrt
    und ihre tatsaechlichen Einnahmen dem Finanzamt zukommen laesst."
    Ich ziehe den Ausdruck unter der Kaffeekanne hervor, die ich vorher
    plaziert hatte, und der Kaffee ergiesst sich ueber Telephone und Keyboard.
    Aus irgendeinem Grund standen beide uebereinandergestapelt in der Naehe.
    "Uuuups!" sage ich. Entsetzen malt sich auf meinem Gesicht. Sein Gesicht
    sagt mir dass ich richtig lag.
    "Glauben Sie ja nicht, dass Sie damit davonkommen, Simon", knurrt er und
    stampft hinaus.
    Ich schalte den Ethernet Monitor ein und beobachte die Pakete, die aus
    seinen PC kommen. Ah, ein Memo geht an den Laser im Buero des Direktors.
    Inhalt: Beendigung meines Vertrags, fristlos. Ich mache schnell ein paar
    notwendige Aenderungen an dem File, solange es im Spooldirectory liegt, und
    lasse es dann an seine urspruengliche Adresse weitergehen. Ich starte mein
    Programm ’endzeit’, das -522 auf den PC knallt und der Mainframe macht sich
    in die Hose. Spaeter beim Booten entferne ich das laestige Logging. Als
    naechstes gehe ich in den Kabelraum und stecke meinen Walkmankopfhoerer in
    den freien RS232-Port aus dem Buero des Direktors. Es ist erstaunlich, wie
    leicht man bugs ausstreuen kann, wenn man weiss, wo die Datenleitungen
    laufen!
    Direktor: "Sind Sie sicher?"
    SysMgr: "ABSOLUT SICHER!"
    Direktor: "Und Sie wollen es sich nicht nochmal ueberlegen?"
    SysMgr: "AUF KEINEN FALL!"
    Direktor: "Nun gut, ich werde es sofort an die Personalabteilung
    weiterfaxen..."
    SysMgr: "HERVORRAGEND!"
    Zwei Sekunden spaeter kommt der Systemmanager herein. Er laechelt. Es sieht
    aus wie das Laecheln eines grossen, satten Haifischs.
    "Tja, ich werde Sie vermissen, Simon...", beginnt er, noch ganz erfuellt von
    der eben geleisteten Entscheidung.
    "Oh?", sage ich zuckersuess und heuchele Neugier. "Wohin gehen Sie denn?"
    "Nein, Simon", sagt er genussvoll, "Sie gehen."
    "Eine BEFOERDERUNG!", sage ich. "Sie haben endlich diesen Brief an den
    Direktor geschickt, dass er ein gottverdammtes Arschloch ist und dass Sie
    aufhoeren?"
    "Nein..."
    "Sind Sie sicher? Der ist aber viel besser als der ueber meine Entlassung..."
    "W..." Seine Pupillen weiten sich eine kleine Idee. Es ist, als ob man ein
    Walross mit dem Sofakissen erschlagen wuerde. Er rast los, um das Fax zu
    stoppen. Nur, nachdem er gerade gekuendigt hat, klickediklackedi
    funktioniert sein card key nicht mehr ... Anfaenger...
    Das Telephon klingelt. Es ist derselbe wie vorhin.
    "Ich komm’ jetzt in meinen Account, aber ich hab’ keinen Speicherplatz
    mehr auf der Platte..."
    "Moment, ich schau, was ich tun kann."
    klickediklackedi ’rm -r *’


    The Bastard Operator from Hell #9

    Ich fahre zur Arbeit und klebe hinter diesem alten Trottel, der klassische
    SLOW DRIVER FROM HELL. Sein Tacho hat bei 20 die rote Linie und kommt ins
    Schlingern, wenn er die Kurven mit mehr als 5 nimmt. Ich verbrauche ein
    halbes Kilowatt in meiner Hupe, aber sein Hoergeraet ist anscheinend auf
    Fluestern eingestellt. Keine Chance, vorbeizukommen! Ich memoriere sein
    Kennzeichen. Genau genommen tue ich das seit fuenfzehneinhalb Minuten
    sechzigmal in der Minute. Mannomannomann... Ich denke, da ist wieder mal
    ein Anruf in Flensburg faellig. Vielleicht koennte man auch den Wagen als
    gestohlen registrieren. Gestohlen von Waffenhaendlern aus den vorderen
    Orient. Gefaehrlich...
    Endlich in der Arbeit blaettere ich als erstes den Ausredenkalender um.
    "ELEKTROMAGNETISCHE STOERSTRAHLUNG VON FUNKTIONSUNTUECHTIGEM SATELLITEN".
    Klingt gut; vielleicht wird es doch noch ein netter Tag.
    Ich logge mich als "FUCKYOU" ein (der Kummerkasten-Account fuer die
    Benutzer) und rufe die Mail auf. Drei Nachrichten sind drin. Die erste hat
    117 Zeilen, eine Plaudertasche offensichtlich. Sch.... ich hasse das!
    Anstatt einfach zu sagen: "Der und der Account braucht mehr Speicherplatz"
    fangen sie an zu erzaehlen, ueber was fuer einen Mist sie fuer welchen
    idiotischen Dozenten zu forschen haben und dass es schon gestern haette
    fertig sein sollen und dass sie’s auch geschafft haetten, aber dann hatte die
    Kusine dritten Grades ploetzlich einen Magendurchbruch und einen riesigen
    Blutverlust und musste ins Krankenhaus gebracht werden... usw usw. Ich
    loesche die Mail unbesehen.
    Die zweite Mail stammt offensichtlich von jemandem, der nicht mit dem
    Mailprogramm umgehen kann. Da ist nur der Header, aber keine Nachricht. Ich
    antworte mit direktem Reply: "Keine Sorge. Wir kuemmern uns darum am
    naechsten Dienstag." Hoffentlich war’s was Wichtiges!
    Die dritte Mail hebe ich mir fuer morgen auf. Samstag waere ein gar zu
    langweiliger Tag - sollte ich jemals am Samstag arbeiten muessen! Das
    Telephon klingelt. Ich dachte, das haette ich ’repariert’! Ich klemme mir
    den Hoerer unters Kinn, damit ich gleichzeitig die Pizza in die Mikrowelle
    schieben kann.
    "Ja?", rufe ich hektisch.
    "Irgendetwas stimmt nicht mit meiner Bootdisk. Ich kann den Server nicht
    erreichen."
    "Haben Sie die Diskette dabei?"
    "Klar!"
    Ich hole mir die Disk und stecke sie zusammen mit der Pizza in die
    Mikrowelle. Fuenf Minuten ULTRA-NUKE! Eine viertel Stunde spaeter ruft er
    wieder an.
    "Es funktioniert immer noch nicht, aber jetzt hoere ich auch noch komische
    Geraeusche aus dem Laufwerk und es riecht irgendwie angebrannt."
    Angebrannt? Ich untersuche den Boden meiner Pizza. Naaah, nix angebrannt.
    Dem Jungen geht nur die Phantasie durch!
    "Oh, Sch....", sage ich, "das sind wieder diese Stoerstrahlungen von
    ausgemusterten Satelliten."
    "Tatsaechlich? Davon hab’ ich auch schon gehoert..."
    Wow! "Aha! Tja, ich schaetze, Sie muessen sich ’ne neue Bootdisk zulegen..."
    "Oh. Naja, macht auch nix. Die alte haette es sowieso nicht mehr lange
    gemacht. Danke."
    "Keine Ursache. Und denken Sie immer daran, den Virenchecker FDISK ab und
    zu laufen zu lassen, wenn Sie wichtige Daten auf Ihrer Disk haben..."
    "Werd’ ich machen. Danke!"
    "Alles klar - ist nur mein Job!"
    Racing laeuft viel zu langsam fuer einen erfahrenen Spieler; also kille ich
    eben mal alle Database Prozesse, die sich den Loewenanteil an CPU holen und
    gebe Racing Prioritaet -10. Besser, viel besser. Verdammt hart, so an der
    vordersten Front: Immer nur Arbeit, Arbeit, Arbeit...
    --------
    Ich goenne mir einen schnellen 2-Stunden-Snack in der Cafeteria. In der
    Cafeteria sind immer alle ganz reizend zu mir. Zumindest seit es mal diesen
    dummen Computerfehler gegeben hat, der ihre Kueche als Anlaufstation fuer
    Organspender registrierte - ziemlich laestig! Ich schnappe mir noch ein paar
    Cokes und Crackers und mach’ mich auf den Rueckweg, diesmal durch die
    Anfaenger-Labs.
    Informatik, erstes Semester. Ich schaue durch das Guckloch an der Tuer: Ein
    ganzer Hoersaal voller Frischlinge ohne Dozenten. Das kann nicht angehen!
    Ich stosse energisch die Schwingtuere auf und marschiere zur Tafel.
    "Es geht los, Herrschaften! Ich darf um Ruhe bitten. Sie dahinten, ja Sie.
    Sie sorgen dafuer, dass uns niemand stoert. Blockieren Sie einfach den
    Eingang. Wer zu spaet kommt, soll sich das fuer’s naechste Mal merken. Also,
    ich bin ihre Vertretung heute und wir wollen jetzt mal den ueblichen Kram,
    den Sie sonst machen, beiseite lassen und uns ueber ein paar fundamentale
    Befehle aus der Praxis unterhalten. Wir beginnen mit einer der wichtigsten
    Funktionen ueberhaupt dem REMARK-Befehl oder wie er allen Kenner bekannt ist
    ’rm *’ ..."
    Ich haette vielleicht doch besser Professor werden sollen - ich hab’ den
    richtigen Draht zu den jungen Leuten, wissen Sie...



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 03.12.2006, 00:40


    Zitat: The Bastard Operator from Hell #10

    Grundverhaltensregeln fuer Dozenten (nach Father Damian C. Fandal ):
    1. VERSTECKEN!
    2. Wenn sie dich finden: LUEGEN!!
    Ich soll als Experte in einer Vorlesung "Grundlagen Systemverwaltung"
    auftreten; so steht es in der Einladung. Also ueberlasse ich den Kontrollraum den bewaehrten Haenden von Sam, dem Hausmeister, und gehe
    hinueber. Die Vorlesung laeuft wie am Schnuerchen. Gegen Ende verkuendet
    der Dozent, dass die Studenten "nunmehr 10 Minuten Gelegenheit haben,
    einem Mann der Praxis, einem richtigen Operator" Fragen zu stellen.
    Ich hole meinen Block und Stift heraus und sage:
    "Bevor wir anfangen, folgender Vorschlag: Koennten Sie bitte Ihren Usernamen
    nennen, bevor Sie eine Frage stellen. Auf diese Weise kann ich Ihnen
    gewisse Probleme an konkreten Beispielen erlaeutern. Das ist einfacher zu
    verstehen."
    Der Dozent schluckt es - mit Senf und Ketchup. Beispiele sind per default
    gut. Sag niemals was gegen Beispiele an einer Uni!
    "Ok, erste Frage. Sie da drueben..."
    "Wie beurteilen Sie den Schutz von persoenlichen Daten auf einem
    Mehrbenutzersystem?"
    "Wie war Ihr Username?"
    "CMS1103."
    kritzelkratzel
    "Schutz von persoenlichen Daten ... Hmmm. Ein heisses Thema, wirklich.
    Sie denken zum Beispiel, wenn jemand Ihre private Mail liest, worin Sie
    sich mit Ihrem Therapeuten unterhalten? Zum Beispiel, warum Sie sich
    vor Ihrer Frau immer im Schrank verstecken?"
    "AAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRGGGGGGGHHHHHH!!!!!"
    "Oh. Das kam wohl nicht so gut an. Oder er musste dringend weg. War
    vielleicht kein so gutes Beispiel. Naechste Frage, bitte. Ja, Sie da
    hinten..."
    "CMS1136. Ich wuerde gerne ..."
    "Ah. 1136, der einzige User an der ganzen Uni, der in
    alt.sex.buggery.by.sailors.in.mums.clothing aboniert."
    "Nur fuer rein wissenschaftliche Zwecke!"
    "Natuerlich! Fuer einen Wissenschaftler haben Sie eine betraechtliche
    Posting-Statistik dort, finden Sie nicht?"
    "NNNNNGGGGGGAAAAAAAAGGGGGGGHHHHHH!!!!"
    "Der naechste bitte..."
    Zwei Minuten spaeter sind wir allein im Hoersaal. Das ist eben das Problem
    mit den heutigen jungen Leuten: Die wollen nichts mehr lernen... Ich gehe zurueck zu meinem Kontrollraum und Sam ist schon wieder auf der
    Konsole eingeschlafen. Ich glaube jetzt, er ist DOCH hinter meinem Job her.
    So ein Einsatz...
    Ich nehme mir vor, bei Gelegenheit ein paar notwendige Aenderungen in der
    Gehaltsdatenbank vorzunehmen. Man kann nie vorsichtig genug sein...
    Kranken- und Unfallversicherung braucht Sam eigentlich nicht.
    Ich lege den Hoerer auf die Gabel - das erste Mal heute nachmittag - und
    sofort faengt das Ding an zu rattern. ES REICHT! Um mein Mittagsschlaefchen
    zu retten, leite ich den Anschluss auf 110 um. Das wird ihnen eine Lehre
    sein!
    Uuups, fast vergessen, den Ausredenkalender umzublaettern.
    "STATISCHE AUFLADUNG WEGEN NYLON-UNTERWAESCHE"
    Naaah, viel zu plausibel - obwohl, ich koennte die Unterwaesche von Fall zu
    Fall persoenlich ueberpruefen... nee, lieber nicht. Wer weiss, was dabei ans
    Tageslicht kommt. Ich blaettere eins weiter.
    "STATISCHE AUFLADUNG DURCH PLASTIK-RECHENSCHIEBER"
    Na, das ist doch mal was! Eine echte Herausforderung! Ich hebe die
    Telefonumleitung auf und plaziere den Papierkorb unter dem Druckerauswurf -
    endlich eine technisch fortgeschrittene Loesung!
    Waehrend ich noch mein Werk bewundere, laeutet es. Das koennte der grosse Wurf
    werden!
    "Hallo?"
    "Hallo, aehm, wie kann ich mein File auf Rechtschreibfehler pruefen?"
    "Ganz einfach. Tippen Sie ’spell’ und den Filenamen."
    "Danke."
    Ich bin wieder mal hoellisch hilfsbereit heute morgen. Vor allem weil ich
    weiss, dass meine spezielle Version von ’spell’ Fehler erzeugt, statt sie zu
    beseitigen. Aus ’Freund’ wird ’Fruend’ und umgekehrt. Ein Augenschmaus! Das
    Telefon klingelt - er ist’s wieder.
    "Irgendetwas stimmt nicht mit dem ’spell’ Programm."
    "Wie kommen Sie denn da drauf?"
    "Weil mein File ploetzlich voll mit Fehlern ist!"
    "Hm, das klingt nicht gerade nach ’spell’. Sind Sie ueber Ihren PC
    eingeloggt?" "Ja, aber ich ..."
    "Bitte, ueberlassen Sie die technische Diagnose mir! Also, ist da irgendwo
    ein Rechenschieber auf oder in Ihrem Schreibtisch?"
    "Aehm [klapper] ja, aber..."
    "Aha. Haben wir’s schon. Sie haben eine statische Aufladung auf Ihrer
    Festplatte, verursacht von den wechselnden elektrostatischen Feldern,
    die der Rechenschieber erzeugt - Sie wissen schon: so, wie er kleine
    Papierfiezel anzieht, wenn sie ihn an Ihrem Pullover reiben..."
    DUMMY MODE ON
    "Oh. Was kann man da machen?"
    "Sie wissen doch, wie Sie solche laestigen Papierfiezel von Ihrem
    Rechenschieber wegbekommen? Genau, Sie schlagen damit auf die
    Tischkante, bis die elektrischen Felder sich im Erdmagnetfeld aufloesen.
    Machen Sie das gleiche mit Ihrem PC. Sagen wir, zwanzig mal - heben
    Sie ihn etwa dreissig Zentimeter ueber den Tisch und lassen ihn fallen."
    "Ah, gut. Bleiben Sie kurz dran?"
    "Sicher." Das wuerde ich nicht mal fuer die Simpsons verpassen!
    polter polter polter SCHEPPER
    "Aeh, hallo? Der Schirm ist ploetzlich dunkel geworden..."
    "Das ist ganz normal, das macht er immer; soll er sogar. Machen Sie weiter.
    Und wenn Sie mit dem PC fertig sind, machen Sie sicherheitshalber das
    Gleiche auch noch mit dem Schirm. Manchmal breitet sich die Aufladung
    ueber die Kabel bis in den Schirm aus."
    polter polter polter KLIRR
    Ich lege auf. Spaeter gehe ich raus in den oeffentlichen CIP-Pool und traeufle
    unauffaellig Honig in die Schlitze der Floppy Laufwerke, als ploetzlich ein
    Typ auftaucht, der verdammt wie Lee Harvey Oswald aussieht, und mich ueber
    den Haufen schiesst. Aber der Knall kommt aus dem Maschinenraum, und waehrend
    ich an einer blutbesudelten IBM Maschine zusammensacke, hoere ich den
    Ex-System-Manager im Hintergrund kichern...
    Noch spaeter, im Krankenwagen, wird mir klar, dass ich von dem Typen nicht
    mal die Userkennung habe...
    ... dann wird alles dunkel.
    Als der Krankenwagen das Ende des Tunnels erreichte, verschwand die
    Dunkelheit wieder. Vielleicht war ich doch nicht so schwer verletzt. Vielleicht aber doch! Egal, jemand wuerde dafuer bezahl...
    In diesem Moment starb ich. Fuer einen echten Bastard Operator from Hell
    sieht die Sache natuerlich etwas anders aus: Mehr wie ein unerwarteter
    Urlaub.
    Fuenf Sekunden spaeter bekomme ich 15 kV durch die Brustwarzen gejagt.
    Unverduennt und ohne Eis! (Echte Sanitaeter wissen eben, wie man eine
    todlangweilige Party belebt!)
    DER BASTARD OPERATOR FROM HELL LEBT!


    The Bastard Operator from Hell #11

    Drei Wochen spaeter bin ich wieder auf den Beinen, hochgepaeppelt von suessen
    Krankenschwestern, die um ihre Pensionsansprueche fuerchten. Voller Energie
    sitze ich hinter meiner Konsole. Alles in allem, gar nicht so schlecht, die
    Zeit im Hospital; ich koennte Baeume ausreissen! Ich gehe rasch durch die
    angehaeufte Usermail der letzten Wochen (nur damit ich nichts verpasse!),
    dann lasse ich die Studenten wissen, dass ich wieder auf dem Posten bin. Ein
    nicht angekuendigter Wartungszyklus, mitten in der Hauptuebungszeit; ich
    flippe den Restart-Schalter. Ein wohliges Gefuehl breitet sich in mir aus.
    Sie werden mich dafuer lieben! Ich blaettere den Ausredenkalender um:
    "TREIBHAUSEFFEKT"
    JA!!! Willkommen zu Hause!
    Es ist Monatsende. In Kuerze werden diese ganzen unnoetigen automatischen
    mailing lists das Netz ueberschwemmen. Ich korrigiere die Systemuhr um 7
    Tage nach hinten, um mir die Performance nicht zu versauen und wechsele das
    neue Druckerband gegen mein Spezialband - drei Jahre alt, mit vielen
    huebschen Loechern. Ich grabe mich durch den Stapel snail mail, der sich
    angehaeuft hat, und stuerze mich als erstes auf das BOFH Journal "kill -9".
    Ein huebscher Artikel ist dabei, wie man Windows 95 grausam langsam und
    hoellisch langweilig machen kann. Irgendwie schaut der Artikel aus, wie die
    normale Installationsanleitung fuer Windows 95 ... naja, wer weiss.
    Ich blaettere mich durch bis zur BOFH Expertenrubrik und schaue nach, ob
    irgendwelche Artikel von mir hineingekommen sind. Alle!!! Sogar der ueber
    ’den C++ Compiler, der per Zufall Klassen umbenennt und dies sogar im
    ’Sourcecode aendert!
    Das Telephon klingelt. (Irgendwie habe ich fast darauf gewartet!)
    "Mein Bildschirm ist dunkel!!!"
    ,,Netzkabel!", sage ich. "Nein, das hab’ ich schon ueberprueft. Wenn ich einschalte, passiert einfach
    nichts!"
    "Netzkabel!", sage ich.
    "Nein! Das Netzkabel steckt richtig drin. Auch die Leuchtdioden am
    Keyboard leuchten nicht!"
    "Das Netzkabel!", sage ich.
    "Oh, Moment mal. Das Kabel ist nicht richtig eingesteckt!"
    "Das Netzkabel?" frage ich.
    "Ja ... Sch....."
    "Macht ja nix", sage ich, "Funktioniert jetzt alles wieder?"
    "Ja, ich glaub’ schon. Tut mir leid. Sie haben natuerlich recht gehabt."
    "Tja, wir bekommen das haeufig in letzter Zeit. Der Grund liegt
    wahrscheinlich am zunehmenden Treibhauseffekt. Die globale
    Erwaermung verursacht stark statistisch variierende thermale Kontraktionen,
    welche wiederum temperaturinduzierte Bewegungen hervorruft, deren
    Reibungskoeffizienten zu Adhaesion am Plastikteilen fuehren kann..."
    Ich lausche aufmerksam. Nichts. Mit anderen Worten,
    [DUMMY MODE ON]...
    "Sie koennen sich zukuenftig davor schuetzen, wissen Sie..."
    "Wirklich? Wie denn?"
    "Es reicht im Prinzip schon, eine schwach basische Mineralloesung auf
    die Metallkontakte aufzubringen."
    "Oh!"
    [IRREVOCABLE DUMMY MODE ON]
    "Ganz einfach. Alles was Sie machen muessen, ist den Stecker vom Geraet
    abziehen und eine schwach basische Salzloesung in die Schlitze zu
    traeufeln. Haben Sie eine schwach basische Loesung zur Hand? So etwa pH 7?"
    "Aeh... nein?"
    "Macht auch nichts. Stecken sie den Stecker einfach in den Mund und lassen
    Sie Speichel hineinlaufen. Speichel ist schwach basisch, und er hat
    Mineralsalze. ABER wischen Sie den Stecker vorher sorgfaeltig sauber, wegen
    Keimen und so. Und, SCHALTEN SIE UM GOTTES WILLEN VORHER DEN MONITOR AB - wir wollen doch nichts riskieren!"
    "Oh. Gut!"
    FZZZZT POLTER
    Als der Hoerer auf den Boden knallt, lege ich auf. Speicherplatz ist viel zu
    gut fuer die!



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 03.12.2006, 23:29


    Zitat: The Bastard Operator from Hell #12

    Ich komme zur Arbeit, aber ich bin nicht ausgeschlafen. Also klemme ich ein
    Stueck Kupferschiene ueber die drei Phasen der Hauptversorgung und werfe den
    Hebel herum. Als die Hauptsicherungen herauspfeifen, wird es dunkel und
    endlich mal wird es still im Rechnerraum. Es gefaellt mir.
    Ich schnippe den Hoerer von der Gabel und schliesse die Vorhaenge vor dem
    Beobachtungsfenster. Jetzt ist es WIRKLICH dunkel hier drin. Wuerde mich
    nicht wundern, wenn jemand einen Unfall haette...
    Ich taste mich in der Dunkelheit zum Eingang und entferne ein paar der
    Bodenplatten, die die tiefen Kabelschaechte unter dem Rechnerraum abdecken.
    Dann rufe ich unsere Service-Firma an und sage, dass der Mini wieder mal die
    Hauptsicherung geschossen hat. Ich ersetzte die geschossenen Sicherungen
    durch ein paar Naegel und schliesse die Versorgungsleitungen gegen Masse
    kurz. Auf so was kann man nicht hoffen, man muss es MACHEN!
    15 Minuten spaeter erscheint der Techniker und fliegt in den Kabelschacht.
    Ich schiebe die Bodenplatten zurueck an ihren Platz, als der System-Manager
    - ein neuer, schrecklich gruendlicher Typ - hereinkommt und mir sagt, ich
    solle mich vorsehen. In dieser Dunkelheit koenne jemand leicht einen Unfall
    haben...
    Ich nicke und sage ihm, dass wir uns diese Ausfallzeiten eigentlich nicht
    leisten koennen und ob ich nicht einfach die Hauptsicherungen wieder
    einschalten soll, in der Hoffnung, dass nicht Ernsthaftes passiert sei. Nach
    einiger Meditation ueber die Negativ-Schlagzeilen, die wir mit jeder
    verstreichenden Minute anhaeufen, macht er die letzte Entscheidung seiner
    steilen, aber kurzen Karriere: Er sagt, ich soll’s versuchen.
    Spaeter, nachdem sich der Rauch etwas gelichtet hat, untersuche ich die
    brutzelnden Reste unseres Minis. Kein sehr schoener Anblick...
    "Komisch, dass die Hauptsicherungen geklemmt haben, nicht?" sage ich zum
    System-Manager, waehrend er seine persoenlichen Sachen einsammelt. "Eine’
    Chance von 1 zu einer Million. Zu dumm, dass Sie jemand beobachtet und die
    ganze Geschichte nach comp.misc geposted hat. Nach all der schlechten
    Presse koennen Sie froh sein, wenn Sie einen Job finden, in dem Sie einen
    Taschenrechner managen duerfen..."
    Ich geh’ zurueck in den Kontrollraum und schalte die restlichen Sicherungen
    wieder ein. Der Rechnerraum belebt sich wieder. An der Konsole steht: ’D.Usbotmbuhpo!G/Tdif-1-m!2::6’ - ein letzter Gruss des verschollenen
    Technikers aus der Hoelle!
    Ich logge mich ein und beginne, User-eMails zu loeschen. Dabei entdecke ich
    einen interessanten sexuellen Antrag unseres Consultants an ein maennliches
    Mitglied der Wasserball-Mannschaft. Das gibt ein hervorragendes motd
    (’motiv of the day’); deshalb kopiere ich es dorthin. Dann aendere ich den
    root Account nach ’Winker’ und das Passwort nach ’ljkadlkajflkj’. Dem
    grossen Haeuptling sage ich am Telefon, dass ich einen Einbruch vermute. Bis
    wir das genauer untersucht haben (ein paar Stunden wird’s schon brauchen),
    bleiben die anderen Accounts gesperrt. Die Leute werden in der Zwischenzeit
    die motd lesen...
    Zumindest einer hat’s schon gelesen, denke ich, als wir einen Schuss aus dem
    Buero des Consultants hoeren. Inzwischen editiere ich die Online-Hilfe und
    aendere die Nummer der Hotline - der System Manager wird sich ueber all die
    extra Anrufe freuen; besonders in so einer traurigen Zeit....
    Ein zweiter Schuss, und mir wird klar, dass er heute wohl keine Anrufe mehr
    annehmen wird.
    Ich blaettere den Ausredenkalender um und lege den Hoerer auf die Gabel.
    "PROBLEME BEI DER STROMVERSORGUNG".
    Zu realistisch.
    "STATISCHE AUFLADUNGEN".
    Immer noch ein wenigzu realistisch fuer meinen Geschmack, aber ich lasse es
    gelten. Immerhin soll der Kalender noch bis zum Jahresende reichen.
    --------
    Das Telefon klingelt, gerade als ich ich ’Top Gun’ in der Maschine habe.
    Ich pausiere das Video und klemm’ mir den Hoerer unter’s Kinn.
    "Ich fuerchte, ich habe eine schlechte Floppy Disk gekauft."
    "Tatsaechlich?" Bin ich jetzt bei der Stiftung Warentest, oder was?
    "Naja, ich hab’ da diese Disk und sie laesst sich nich’ formatieren. Aber
    alle anderen in der Schachtel gingen. Also muss ich wohl eine schlechte
    erwischt haben..."
    "Darf ich fragen, warum Sie deshalb bei MIR anrufen?"
    "Naja, auf der Schachtel steht was von Garantie; wo kann ich einen Ersatz
    bekommen?"
    Ah! Alles klar! "Schaun’ wir mal. Sind Sie ganz sicher, dass es an der
    Disk liegt und nicht irgendwie mit statischer Aufladung zu tun hat?" "Haeh?"
    "Statische Aufladung, Sie wissen schon, statische Elektrizitaet, die
    Sie mit ihren Fingern auf das Geraet uebertragen."
    "Aber ich trage ein geerdetes Armband!"
    Spaetestens jetzt weiss ich, wo ich bin: im tiefen Tal der Super-Deppen.
    Geerdete Armbaender gehoeren in unseren Kreisen nicht gerade zum
    Mode-Accessoire...
    "Natuerlich, aber die Standard-Armbaender, wie Sie eins tragen, haben
    einen 1 Megaohm Widerstand in Reihe geschaltet; eine ziemlich schlechte
    Erdung also. Was Sie bauchen, ist eine direkte Erdverbindung. Am besten
    fassen Sie mit einer Hand an ein Gehaeuse, das richtig geerdet ist."
    "Aeh, zum Beispiel unseren Stahl-Labortisch?"
    Hervorragend. Jetzt, haben Sie etwas, um die Aufladung abzuleiten?
    um Beispiel eine Bueroklammer?"
    "Moment...ja."
    "Gut. Dann stecken Sie jetzt mit der ANDEREN Hand die Bueroklammer durch
    die Ventilationsschlitze auf der Rueckseite. Beruehren Sie einfach kurz
    das Ende des dicken roten Kabels. Dabei aber NICHT den Tisch loslassen.
    Sie muessen immer gut geerdet bleiben..."
    [raschel] [hantier]
    "Meinen Sie das Kabel, das zum Netzteil fuehrt?"
    "Genau, halten Sie da drauf."
    "...Aber ist das nicht..."
    KZZZZZZT POLTER
    Und wieder ein Anruf erfolgreich beendet. Ich nehme den Briefoeffner und
    schneide eine weitere Kerbe in das dicke gelbe Ethernetkabel, das dekorativ
    hinter dem HELPDESK FROM HELL vorbeifuehrt.


    The Bastard Operator from Hell #13

    Mein neues Login Skript nimmt allmaehlich Formen an. Tatsache, es ist fast
    schon Idiotensicher. Zum Beispiel erscheint beim Login folgender Prompt auf
    dem Bildschirm:
    "Yes means No and No means Yes. Delete all files? [Y]" Ich mach’ mir naemlich wirklich Sorgen ueber die vielen Einbrueche ins System
    in letzter Zeit... Dem Systemmanager macht das nichts aus - seltsamerweise.
    Er jammert immer nur ueber die hohe Zahl von computerverursachten
    Todesfaellen auf dem Campus. Die Welt wird immer verrueckter!
    Ich blaettere den Ausredenkalender um.
    "DOPPLER EFFEKT"
    Klingt so idiotisch, dass es schon wieder realistisch wird - wenn man etwas
    nachhilft, natuerlich.
    Das Telefon, der Fluch meines Lebens, laeutet.
    "Hallo, Kontrollraum", sage ich hilfsbereit.
    "Ist dort die Technik?", fragt jemand.
    Erstaunlich, wieviel stocktaube User wir haben, und warum sie dann noch
    telefonieren, statt mir eine eMail zu schicken. Zum Teufel, es oedet mich
    schon wieder an...
    "Jawohl", luege ich (Nixon haette noch von mir lernen koennen).
    "Ich hab’ ein Problem mit meinen Floppy Laufwerk. Es scheint manchmal nicht
    zu lesen."
    "Hmm. Wie alt ist das Laufwerk?"
    "Etwa ein Jahr..."
    "Und es geht manchmal nicht, aber manchmal funktioniert’s. Und die Ausfaelle
    werden immer haeufiger?"
    "JA, GENAU!"
    "Aha, ein klarer Fall von magnetischem Dopplereffekt..."
    "Ich dachte, das gibt es nur mit Licht- und Schallwellen?"
    [BULLSHIT MODE ON]
    "Schon. Aber man hat kuerzlich entdeckt, dass sich die magnetische Bindung
    von Partikeln auf schnell rotierenden Oberflaechen aendern kann, vor allem
    wenn der Kopf relativ dazu feststeht und ganz leicht magnetisiert."
    "Ah. Oh."
    "Also muessen Sie dringend den Kopf entmagnetisieren. Haben Sie eine Floppy-
    Disk-Entmagnetisier-Schleife?"
    "Aeh ... nein?" "Na schoen. Dann muessen wir es auf die direkte Methode probieren. Haben
    Sie die Orginal-Disketten Ihrer Software greifbar?"
    "Ja."
    "Ok. Stecken Sie sie in Ihr Laufwerk und formatieren Sie sie."
    "WAS?!"
    "Keine Sorge, es passiert nichts - das Laufwerk funktioniert ja nicht, ok?
    Was passiert, ist folgendes: die unverdorbenen magnetischen Felder auf den
    Orginal-Disketten ueberlagern die magnetischen Stoerungen im
    Schreib-/Lesekopf, einfach weil diese Disketten mit einem Laufwerk
    geschrieben wurden, das keinen Dopplereffekt hat."
    "Ah, verstehe."
    "Also. Und wenn ein Schreib-Fehler gemeldet wird und das Programm fragt,
    ob es weitermachen soll, tippen Sie ein ’yes’. Machen Sie das mit allen
    Orginal-Disketten, die Sie finden koennen - je mehr, desto besser.
    Dann lassen Sie eine normale Reinigungsdiskette durchlaufen. Die entfernt
    dann die freien magnetischen Partikel, die noch auf dem Kopf kleben."
    "Oh. Ok, vielen Dank."
    "Keine Ursache - ICH MACH’ NUR MEINEN JOB."
    Ich lege auf, und sofort laeutet es wieder. Es ist der Boss.
    "Simon, koennten Sie mal in mein Buero kommen?"
    ALARM ROT
    So schnell ich kann, druecke ich den Panik-Knopf am LAN-Analyser, genauer
    gesagt, den ’Generiere-90%-Zufallspakete-Knopf’.
    "Aber sicher. Soll ich gleich kommen oder..."
    Das andere Telefon laeutet. Ich klemme es mir unters Kinn.
    "Hallo, Computer Kontrollraum. Simon am Apparat. Wie kann ich Ihnen helfen?"
    "DAS NETZ IST WEG. ALLE UNSERE PC’s HAENGEN!", kreischt die Stimme aus dem
    einen Telefon ins Mikrophon des anderen.
    "Aha", sage ich ruhig und souveraen. "Ja, ich kann’s auf unserem Monitor
    sehen. Schaut aus wie ein schlechtes Thinwire-Segment - warten Sie, ich
    versuche, es ’rauszunehmen."
    Ich druecke den ’Befoerderungsknopf’(AKA ’Stop Traffic Generation’) am
    LAN-Analyser, ... ... und fast sofort schreit der User: "Phantastisch. Es geht alles wieder.
    Danke."
    "Keine Ursache. Schoenen Tag auch."
    Der Boss hat alles mitgehoert. Also, schaetze ich, wird der Besuch bei ihm
    nicht allzu schlimm ausfallen. Ich sage ihm, dass ich sofort ’runter komme,
    sobald ich das Netz wieder stabil habe, und lege auf. Auf dem Weg nach
    unten erfinde ich ein neues Blendwort - das macht das Management immer
    gluecklich. ’Vollstaendige Uebertragungstrennung’. Klingt viel besser, als
    ’Stecker-Ziehen’. Wie ’Master-Reset’ besser klingt als ’Ausschalten’. Ich
    komme in sein Buero und der Personal-Chef ist auch da. Ah-oh.
    "Simon, haetten Sie Lust, unser System-Manager zu werden?"
    "?!!! AEh...ich weiss nicht. Eigentlich mach’ ich lieber..."
    "Zehn Tausender extra im Jahr, Porsche als Firmenwagen..."
    "Roter Carrera Cabrio?"
    "Ok."
    "Gebongt!"
    ....und so endet die Story, wie sie schon frueher haette enden sollen.

    1. pdf geschafft... jetzt muss ich nur noch die nächste raussuchen...



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 04.12.2006, 23:47


    weiter gehts mit dem BOFH 1996:
    Zitat:
    Der B.O.F.H. beginnt das neue Jahr mit ein paar Sexspielzeugen ...

    Es ist sehr ruhig zwischen den Feiertagen. Die Weihnachtszeit habe ich damit
    verbracht, rumzusitzen, sorgfältig einen Schichtplan auszufüllen und freigiebig
    Zahlen in der Überstundenspalte unter der Vermeidung einiger Familienmitglieder zu
    verteilen. Es ist so frustrierend, die Kollegen zu sehen, die sich jämmerlich ins Büro
    schleppen mit der alleinigen Absicht, mein Netzwerk zu zerstören. Während der
    Shutdown-Zeit erhielt ich keinen Hilferuf, was meine Theorie bestätigt, daß mein Netzwerk wirklich perfekt funktioniert und alle Fehler von den Nutzern verursacht werden.
    Es scheint so, daß ich nicht der einzige im Büro war: die Protokoll-Dateien verraten, daß der Chef der Entwicklungsabteilung auch da war, um per Fax Dutzende Bestellungen für verschiedene Teile für die neue Schüttel-Teststrecke, die sie in der Qualitätssicherung bauen, rauszuschicken. Dem Klatsch im Büro zufolge ist der Chef wirklich verrückt - die Teststrecke sollte
    zum neuen Jahr laufen, aber alle meinen, sie sei noch nicht einmal zur Hälfte fertig.
    Das Interessanteste am Netzwerk-Fax-Protokoll ist, daß das Programm, das ich auf
    dem Server installiert habe, sich wenigstens einmal in einen Anruf nach draußen
    eingeschaltet hat.
    Es handelt sich um ein unterhaltsames kleines Programm, das das größte Problem
    mit all diesen Netzwerk-Fax-Systemen auf der Welt löst - das Problem, daß sie
    furchtbar langweilig sind.
    Die Veränderung, die ich vorgenommen habe, ist einfach und brillant: der
    Netzwerkmanager definiert einfach ein paar Suchen-und-Ersetzen-Filter für
    Nachrichten, die nach draußen gehen, was bei richtiger Anwendung Nachrichten
    deutlich aufwertet. Man kann natürlich auch dafür sorgen, daß Faxe ganz nach
    Wunsch in andere Länder umgeleitet werden.
    Das Telefon klingelt:
    "Guten Morgen, sie sind der erste Anrufer in diesem Jahr. Kann ich ihnen helfen?"
    (Manchmal überrasche ich mich selbst.)
    "Hier ist der Chef-Ingenieur. Funktioniert das Fax-System?"
    "Ganz bestimmt tut es das. Ich habe es vor ein paar Momenten selbst geprüft.
    Haben sie etwa Probleme?"
    "Ja. Ich habe vor Weihnachten ein paar Sachen für die Qualitätssicherung bestellt,
    aber der Lieferant behauptet, das Fax sei nie angekommen. Können sie das für mich
    überprüfen? Ich habe es am 22. Dezember abgeschickt und das Gerät meldete, das
    Fax sei angekommen. Die Bestellnummer ist PE4456."
    Ein schnelles ´grep´ im Fax-Protokoll zeigt das fragliche Fax an.
    "Ja, es steht hier im Systemprotokoll und es sollte alles in Ordnung damit sein.
    Menge 48, Produktbeschreibung: ´Vibrator (3-stufig, sehr zuverlässig)´. Vielleicht
    konnte ihr Lieferant es noch nicht bearbeiten."
    "Ja, das könnte durchaus sein. Vielen Dank."
    "War mir ein Vergnügen."
    Ich wundere mich ...
    Das Telefon klingelt wieder. Die Rufnummernidentifizierung sagt, daß das Warenlager dran ist.
    "EDV hier."
    "Warenlager hier. Wir haben eine Lieferung ohne Kontaktname. Der Lieferant sagt,
    sie wurde mit einem Fax bestellt. Können sie herausfinden, wer von euch diese
    interessanten Teile bestellt hat?"
    "Natürlich, kein Problem. Wie lautet denn die Bestellnummer?"
    "PE4456."
    "Mal schauen ... ja, das ist die Bestellung vom 22. des letzen Monats. Vom Chef der
    Entwicklungsabteilung."
    "Danke Kollege."
    Ich bin sicher, ein Kichern zu hören, als der Hörer aufgelegt wird.
    Zeit und einige Levels von Doom III (Beta, natürlich) vergehen ohne Störung, dann
    klopft es an der Tür. Geschickt schalte ich in den ´Boss-Mode´, dann lasse ich den
    Chef-Ingenieur reinkommen.
    "Irgendetwas stimmt nicht mit dem Fax-System." platzt es aus ihm heraus.
    "Wirklich? Wieso?"
    "Erinnern sie sich an das Fax? Ich habe gerade versucht, es nochmal abzuschicken,
    aber es kam nicht an."
    "Okay, testen wir es mal."
    Ich entwerfe schnell ein Fax auf meinem PC, schließe eines der alten Fax-Geräte an
    und schicke das Fax ab. Das Empfangsgerät erwacht zum Leben und gibt
    zuverlässig die Test-Nachricht wieder.
    Nun, es funktioniert - ich habe das Wort ´Vibrator´ nicht benutzt, so daß das Fax
    nicht an Siggi´s Sex Emporium in Rotterdam umgeleitet wurde.
    "Sie sehen es." erkläre ich meinem gespannt blickenden Kollegen. "Alles funktioniert
    prächtig. Sie müssen dem Lieferanten sagen, daß sein Fax-Gerät kaputt ist."
    "In Ordnung. Danke für die Überprüfung." sagt er und geht kleinlaut. Geschieht ihm
    recht für seine Zweifel an meinem System.
    Das Telefon klingelt.
    "EDV, B.O.F.H. am Apparat."
    "Hier ist der Chef. Haben sie Bradshaw von der Entwicklungsabteilung gesehen?
    Man sagte mir, er würde zu ihnen gehen, weil er ein Systemproblem hat."
    "Ja, er war gerade hier. Warum?"
    "Oh, ich frage mich, warum das Warenlager mir ein Paket mit vier Dutzend
    dreistufigen Sex-Spielzeugen gebracht hat, das unser Freund bei Siggi´s Sex
    Emporium in Rotterdam bestellt haben soll. Sie können nicht etwa Licht in die Sache
    bringen?"
    "Selbstverständlich kann ich. In den Fax-Protokollen steht alles schwarz auf
    weiß ..."


    Der B.O.F.H. hat ein Beurteilungsgespräch ...

    Als ich an diesem hektischen Nachmittag zur Arbeit komme, erwartet mich eine
    E-Mail, die mich zu einem Beurteilungsgespräch im Rahmen des
    Vorgesetztenbewertungsprogramms einlädt. In der E-Mail steht noch, daß ich
    zufällig ausgewählt worden bin. Mein Abteilungsleiter ist überrascht, denn er
    erinnert sich deutlich daran, meinen Namen von der Liste gelöscht zu haben.
    Nun, "Zufall" kann so ein irreführendes Wort sein.
    Später gehe ich zu dem Gespräch mit einem Menschen vom Vorstand und einem Herrn Grau (der Name paßt vollkommen).
    "Simon, ich denke, sie wissen, worum es bei diesem Gespräch geht?" lächelt Grau.
    "Ja. sie wollen herausfinden, daß mein Abteilungsleiter fast immer in der Lage ist,
    sich an seine Telefonnummer zu erinnern."
    "Nein, ich denke, so schlimm wird es nicht." gluckst Grau.
    Der Mann vom Vorstand scheint sich unwohl zu fühlen.
    "Sein eigener Anschluß. Nicht die Büronummer. Die hat nur vier Stellen. Das ist nur
    eine Endung."
    "Ja, gut. Er ist ja nicht umsonst in seiner Stellung!"
    "Oder verwandt mit dem Chef oder seiner Frau. Oder er spielt Golf im gleichen Club.
    Oder er kennt jemanden, der im gleichen Club ist. Oder er weiß, wie ein Golf-Club
    aussieht ..."
    "Es sieht aus, als hätten sie keine besonders gute Meinung von Ihrem
    Vorgesetzten."
    "Nein."
    Der Vorstandsmann fühlt sich jetzt wirklich unbehaglich.
    "Aus welchen Gründen?"
    "Nun, seien wir ehrlich. Bevor er hier anfing hat er Pappkartons in einer Fabrik
    gefaltet, die für ihre gebackenen Bohnen bekannt ist."
    "Aha. Und seine Netzwerkerfahrungen?"
    "Hat er, weil er der zweite Cousin der Frau vom Chef ist." antworte ich.
    "Aha."
    "Mal ganz ehrlich, der Mann könnte keine Lampe untersuchen und das Stromkabel
    identifizieren, von einem Netzwerk ganz zu schweigen. Als ich ihm sagte, wir sollten
    ATM und passende Karten im Computerraum installieren, bestellte er eine neue
    Barclay´s-Karte. Ich sagte ihm, daß wir eine Internet-Firewall haben, und er fragte,
    ob es auch ein Feuerlöschgerät dafür gibt."
    "Ich verstehe. Möglicherweise hat er mehr Erfahrung, wenn es um die Planung geht,
    wie man das von einem Abteilungsleiter erwartet?"
    "Vielleicht. Ich wundere mich jedoch noch immer, weshalb er sich bei mir bedankte
    und meinte es gehe ihm gut, als ich ihn nach einer besseren Fieberlasfaserverkabelung fragte."
    "Ach so. Was erwarten sie denn von jemandem in dieser Position?" will Grau
    wissen.
    "Die Fähigkeit zu addieren, zu subtrahieren, lesen und schreiben ohne sich auf die
    Zunge zu beißen. Die Intelligenz, seinen Namen unter alles zu schreiben, das ich ihm
    vor die Nase halte, unabhängig davon, wie seltsam es klingen mag."
    "So, sie meinen, daß er nichts weiter sein soll als ein Ja-Sager."
    "Genau."
    "Nun, wir sind uns einig, daß wir dem nicht zustimmen. Sie können doch nicht
    ernsthaft erwarten, daß er alles unterzeichnet ohne es zu prüfen. Mit einer kleinen
    Wartezeit von ein paar Tagen für eine Prüfung muß man leben können. Was ihr
    Verhältnis zueinander betrifft, nun, auch wenn ihr Abteilungsleiter nicht unbedingt
    die Idealbesetzung für diese Stelle zu sein scheint, so ist ihr Urteil doch ziemlich
    ungerecht und übertrieben."
    "Hmmm." sage ich besorgtes Nachdenken simulierend. "Ich glaube, wir haben da
    eine Sackgasse erreicht."
    Dann stehe ich auf und gehe.
    Auf dem Weg nach draußen höre ich, wie der Mann vom Vorstand Grau davor warnt,
    den Fahrstuhl oder irgendein anderes Gerät zu nutzen, welches von Computern
    kontrolliert wird. Dafür hat er Strafe verdient ... ...
    Später, gegen 18:17 Uhr sehe ich im Überwachungsmonitor, wie sich ein Schatten
    von den anderen löst und sich an der Tür zu schaffen macht.
    Ein paar Tastatur-Klicks - die Drehtür bleibt in Mittelstellung stehen und der
    Sicherheitsalarm geht los.
    Zwanzig Minuten später gehe ich die Treppen hinunter und tue so, als wollte ich das
    Haus verlassen. Eine kleine Menschenmenge hat sich um die Drehtür versammelt
    und schaut den Sicherheitsleuten zu, die sich abmühen, den gefangenen Grau zu
    befreien. Ich lächle wohlwollend, als Grau mich sieht.
    "Keine Angst", sage ich. "Wir können ja noch das Glas einschlagen, um sie zu
    befreien."
    "Das ist Panzerglas", wirft ein Wachmann ein. "Man müßte schon mit einem Auto
    dagegenfahren. Ich befürchte, das wäre nicht gut für ihn."
    "Es gibt immer eine Möglichkeit für den Notfall", sage ich hilfreich.
    "Irgendetwas ging schief. Der ganze Kontrollmechanismus ist tot." kommt die
    Antwort.
    "Wirklich?" frage ich und schaue Grau an. "Nun, der Wartungsvertrag war Teil
    meiner Anforderung, DIE MEIN ABTEILUNGSLEITER HEUTE NICHT
    GENEHMIGEN WOLLTE. EINE KLEINE WARTEZEIT VON EIN PAAR TAGEN
    WIRD DOCH NIEMANDEN UNGLÜCKLICH MACHEN."
    Der Wachmann murmelt etwas. "Wir dachten, wir könnten einfach die Kabel
    durchtrennen, damit die Türverriegelung freigegeben wird, und ihn dann rausholen."
    "Wenn das so einfach wäre, dann könnte jeder Einbrecher hier reinkommen", erkläre
    ich. "JETZT IST DIE INTERNE BATTERIE AKTIV, DIE UNABHÄNGIG VOM
    REST DER STROMVERSORGUNG LÄUFT. ES DAUERT 48 STUNDEN, UM SIE
    ZU ENTLADEN."
    "Was können wir tun?" will der Wachmann wissen.
    "Nun, Tacos und Käsescheiben würden ganz gut passen."
    "Hä?"
    "Um sie ihm unter der Tür hindurchzuschieben. Er muß ja etwas essen! ICH HOFFE
    NUR, ER MUSS NICHT ZUR TOILETTE. ICH KÖNNTE ES NICHT
    AUSHALTEN, 48 STUNDEN IN EINER GLASKABINE EINGESPERRT ZU
    SEIN, IN DIE JEDER HINEINSCHAUEN KANN, UND NUR MEINE
    AKTENTASCHE DABEIZUHABEN."
    Das Leben kann grausam sein, wenn du versuchst, nicht auf das zu hören, was
    andere dir sagen ...



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 06.12.2006, 00:20


    Zitat: Der B.O.F.H. erzieht den Pickelgesichtigen Jüngling (PJ) ...

    Es ist ein ruhiger Montagmorgen, als ich in mein Büro komme und die Anwesenheit
    eines Wesens bemerke, welches nur als Pickelgesichtiger Jüngling (PJ) bezeichnet
    werden kann. Zu allem Überfluß hat dieses Wesen meinen Schreibtisch übernommen.
    "Hallo!" keucht der PJ. "Ich bin der neue Auszubildende, den sie letzte Woche
    angefordert haben."
    Anstatt anzuhalten, nehme ich meine Tasche und mache sofort kehrt, um in Richtung
    des Büros des Abteilungsleiters davonzustürmen. Der informiert mich in sehr
    deutlichen Worten, daß die Lohnabrechnung, die er nach meinem
    Bewertungsgespräch in der vergangenen Woche erhielt, in keiner Weise zu dem beigetragen hat, was der flüchtige Beobachter wohl als Rache bezeichnen würde.
    Reiner Zufall, daß er den PJ jetzt angestellt hat, behauptet er ...
    Er erklärt mir außerdem, daß der PJ nicht nur bleiben, sondern mich auch irgendwann
    ablösen soll. Ich soll ihn zu einem absoluten Fachmann ausbilden. Traurigerweise ist
    in meinem Büro nur Platz für einen, aber das kann noch warten.
    ...
    "Ich habe die Anrufe entgegengenommen, als sie weg waren!" ruft mir der PJ zu, als
    ich zurückkomme und wedelt mit einem Stapel ´Während sie weg waren´-Notizen.
    Ich entscheide mich, so zu tun, als stimme ich voll und ganz mit dem Abteilungsleiter
    überein.
    "In Ordnung, sortieren sie sie ein und dann beobachten sie dann das hier", sage ich
    und schalte den Netzwerk-Monitor ein.
    "Wo soll ich sie einordnen?"
    "In den Aktenschrank." sage ich.
    "Aber ich kann keinen sehen ..."
    "Der runde ..."
    "... auf dem Boden ..."
    "JA, IN DER ECKE!!"
    "Ein Anruf war aber wichtig!" keucht er.
    "Das ist ein Netzwerk, hier sind alle wichtig. Jetzt ist es von Bedeutung zu
    erkennen, welche Nutzer wirklich wichtig sind, wenn sie anrufen."
    "Oh, kann man das denn?"
    "Das kann man nicht. Es war nur ein Witz. Das hier ist ein Netzwerk, okay? Sie
    nehmen, was sie kriegen können und sind damit zufrieden, oder sie bekommen ein
    ´Upgrade´ auf ein 150 Baud-Modem mit einem nicht isolierten Netzteil."
    "Wie haben sie es geschafft, ihren Job zu behalten?"
    "Hmm. Eine clevere Mixtur aus überlegener Intelligenz, Unersetzbarkeit und
    unbarmherziger Erpressung, wenn es nötig ist. Das hat bisher funktioniert. Nun, ich
    verwette meinen nächsten Lohnscheck darauf, daß 90 Prozent der Beschwerden an
    diesem Morgen von der Lohnbuchhaltung kamen - oder irre ich mich etwa?"
    "Nein, sie haben Recht! Ist deren Netzwerk fehlerhaft?"
    "Nein, das ist mehr ein Protokoll-Problem."
    "Was? Etwa mit dem TCP/IP-Protokoll?"
    "Nein, eher eines von der Art ´Wenn Simon Rückerstattungen für technische
    Handbücher fordert, dann schickt ihn weit, weit weg´. Wirklich, es ist zwar nicht
    dokumentiert, aber ein De-facto-Standard hier."
    "Und was tun wir wegen dieser Fehler?"
    "Nichts. Wir erklären, daß es sich um einen unvorhersehbaren Fehler handelt, der
    möglicherweise irgendwo in einem technischen Handbuch beschrieben wird. Dann
    installieren wir die ´Niemals-versagende-Netzwerkproblem-Lösungstechnik´."
    "Was ist das?"
    "Wir lösen alle Probleme durch ein ´Router-Reset´."
    "Ich verstehe nicht ..."
    "Das ist doch ganz einfach!! Irgendwer ruft wegen eines ´Netzwerk´-Problems an.
    Du gehst hin und schaltest den Router ab und startest ihn neu. Dann gehst du durch
    die Abteilung und erklärst, daß du es tun mußtest, da der Anrufer ein dringendes
    Problem hatte, das nicht warten konnte. Es ist faszinierend, wieviel Feindseligkeit
    man auf diese Weise in nur einer Woche innerhalb der Abteilung erzeugen kann.
    Wenn man wirklich etwas erreichen will, dann tut man das etwa 10 Minuten vor der
    Mittagspause - niemand speichert seine Arbeit vor der Pause, so daß sich dann die
    Programme aufhängen und sie alles verlieren, was sie bis dahin getan haben." "Was passiert dann?"
    "Wir ´tun natürlich auch nur unseren Job´. Aber oben in der Abteilung entsteht eine
    demilitarisierte Zone! Dinge verschwinden, Mittagessen werden mit Pfeffer
    ´verfeinert´ und dann, langsam aber sicher, hören die Anrufe auf. Wenn jemand einen
    Ausfall hat, rufen sie nicht mehr uns an, sondern die Service-Abteilung."
    "Und was tun die?"
    "Sie schreiben eine ´Während sie weg waren´-Notiz."
    "Und dann?"
    "Dann geben sie sie uns."
    "Und wir ..."
    "SORTIEREN SIE EIN!"
    "Was tun wir sonst noch?"
    "Wir beobachten, wie das Netzwerk wirklich arbeitet, finden Engpässe und planen
    Upgrades für die nächste Budget-Runde."
    "Wirklich?"
    "Ach was. Sind sie gut in ´Immortal Kombat´?"
    "Naja, es geht so."
    "In Ordnung, der Gewinner macht den nächsten Reset, der Verlierer kauft Krapfen."
    Das leben an der Spitze ist hart, aber es ist, was man daraus macht ...


    Der B.O.F.H. trifft einen ebenbürtigen Gegner, behält aber die Oberhand ... vorerst ...

    Überraschenderweise scheint die Ausbildung des PJ gut zu verlaufen. Er bemüht
    sich, alles richtig zu machen, aber ich bezweifle, daß das auch noch in ein paar
    Wochen so ist, wenn er mit ein paar schwierigen Klienten zusammentreffen wird ...
    Ach ja, unsere Klienten. Einer unserer schlimmsten Klienten ist kürzlich
    zurückgetreten, nachdem ein paar wirklich sehr persönliche Fotos im Speicher einer
    geliehenen digitalen Kamera ´vergessen´ wurden. Das ist eine sehr seltsame Sache,
    denn die Löschfunktion funktionierte perfekt, als ich die Kamera vor einer Woche
    ´wartete´. Die Sache wäre wohl weniger schlimm ausgegangen, wenn der Finder
    nicht eines der Bilder als Startlogo aller Windows-PCs auf seiner Etage eingerichtet
    hätte. Das Opfer hat natürlich behauptet, daß jemand das Bild bearbeitet und
    gefälscht habe. Doch alle waren der Meinung, daß es nicht das Bild war, das da
    ´bearbeitet´ wurde.
    Arme Sau.
    Der PJ ist besorgt und benötigt offensichtlich Rat.
    "Wo liegt das Problem?" frage ich.
    "Ich verstehe nicht, wie dieses Bild auf alle PCs gelangen konnte."
    "Ach so. Ich schätze, daß es jemandem gelungen ist, in den Programm-Server
    einzubrechen und das Bild auf die verschiedenen Desktops zu bringen."
    "Aber der Server ist durch ein Passwort geschützt. Und das
    Versionsverwaltungsprogramm auch. Wie konnte das passieren?"
    "Jemand muß das Passwort herausgefunden haben", antworte ich und warte auf das
    Unvermeidliche.
    "Aber nur sie und ich haben Passwörter, und ich erst seit gestern."
    "Notieren sie sich die Passwörter?"
    "Nun, ja. Aber der Zettel liegt in meinem abgeschlossenen Fach."
    Ich schüttle traurig den Kopf. "Und wer hat Schlüssel zu dem Fach?" frage ich.
    "Nur sie und ich." "Und waren sie es?"
    "Nein."
    "Dann können wir diese Möglichkeit verwerfen. Also muß ich es gewesen sein, der
    das Fach geöffnet und die Passwörter benutzt hat, um sich mit einer anderen
    Identität beim Server anzumelden."
    "Sie waren es?!"
    "Natürlich. Sie denken doch, daß es niemand anderes gewesen sein kann, oder? Gott,
    die einzige weitere Person mit mehr Zugriffsrechten ist der Systemmanager, aber der
    ist so langsam, daß er ein Abschleppseil braucht."
    "Warum haben sie das getan?"
    "Weil sie lernen sollen, was Sicherheit bedeutet. Ich bin mir sicher, daß sie diese
    Erfahrung bei ihrem nächsten Job, der sie irgendwann nach dem morgigen Tag
    erwartet, nutzen können."
    "A ... a ... aber."
    "Kein Grund zur Aufregung."
    "Aber ich wollte sagen, daß sie mich doch nicht dazu bringen wollen, Onkel Brian zu
    sagen, daß das mein Fehler war. Das können sie doch nicht tun!"
    Warnlampen an!
    "Onkel Brian?"
    "Onkel Brian. Sie kennen doch das große Büro im 6. Stock. Das mit den Ledermöbeln.
    Ich würde ihrem Bericht an den Geschäftsführer nur ungern widersprechen."
    ONKEL Brian ... Onkel Brian. Der Geschäftsführer. Ich hätte es wissen müssen.
    Das ist keine einfache Sache, sondern ein Riesending.
    "Nun, vielleicht ist es besser, diese Angelegenheit einem Hacker von draußen
    anzuhängen", sage ich so freundlich wie ich kann.
    "Oder einem Hacker aus unserem Haus ..."
    Der PJ lächelt bedrohlich.
    Dieser hinterhältige Bastard! Möglicherweise steckt mehr in ihm, als ich dachte.
    "... wie unser Abteilungsleiter." fügt er hinzu und läßt mich vom Haken.
    Gott sei Dank ...
    "In Ordnung", sage ich schnell, bevor er das riesige Potential von Erpressungen
    erkennt. "Sie sagen es Onkel Brian und ich werde einen Zettel mit ihren Passwörtern
    auf den Schreibtisch vom Abteilungsleiter schmuggeln."
    "So machen wir es!"
    Zehn Minuten später beobachten wir bei süßen Krapfen, wie ein weiterer Chef aus
    den geheiligten Hallen der Hölle hinausbegleitet wird.
    "Sie wissen, daß er ihnen diesen Job gegeben hat", sage ich.
    "Ja. Aber für Sentimentalität ist jetzt keine Zeit." antwortet er.
    Wirklich, ein PJ voller Potential ...
    "Okay, was sollen wir nun tun?" fragte er lernbegierig.
    "Nun, ich denke es ist Zeit, den Stecker eines Remote-Rechners zu ziehen und die
    Leute anzurufen. Wir erklären ihnen dann, daß die Etiketten ihrer EPROMs ungültig
    sind und sie sie an einem gut beleuchteten Ort abziehen sollen. Irgendwo, wo die
    Sonne hell scheint."
    "Würde das nicht ...?"
    "Yep."
    "Legen wir los."
    Einen Job wie diesen zu haben, kann man nicht BEREUEN!



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 06.12.2006, 00:30


    meeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr!!!!!! :D :D :D :D



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 07.12.2006, 01:41


    Zitat: Der B.O.F.H. kennt keine Störungen in seinen Druckersystemen ...

    Es ist ein angenehm kühler Morgen, als ich zurückgelehnt in meinem Sessel liege
    und die nächsten Überraschungen im Leben der Netzwerknutzer plane. Nun, es ist
    angenehm kühl für mich. Aufgrund eines bedauerlichen Fehlers in der Klimaanlage
    herrschen in allen anderen Zimmern Temperaturen, die entweder denen der Arktis
    oder denen der Tropen gleichen.
    Einige aus der höheren Belegschaft haben versucht, die Brandschutztüren zu den
    Treppen zu öffnen, die den Luftausstausch blockierten, doch seltsamerweise wurde
    dadurch mehrmals Feueralarm ausgelöst. Die Sicherheitsleute sorgen seitdem dafür,
    daß diese Brandschutztüren geschlossen sind. Natürlich nur zur Sicherheit aller.
    Aufgrund all dieser Aktivitäten ist es in meinem Raum, in dem es zu dieser Zeit
    normalerweise recht hektisch zugeht, ziemlich ruhig. Überraschend hat sich der PJ
    als ein Fanatiker mit einem kaum menschlichen Gesicht entpuppt. Er hat es
    geschafft, den Personalchef zu ´überreden´, ihn zu einem Kurs über ´Grundregeln des
    Managements´ zu schicken ... nach Paris. Nicht schlecht für einen Nicht-Manager
    und Anfänger - könnte das etwas mit dem E-Mail-Filter zu tun haben, den er im
    Mailsystem der Personalabteilung installiert hat? All diese jungen Sekretärinnen ...
    Ich denke, daß mein Tag friedlich und ohne Unterbrechungen durch sinnlose
    Anfragen vergehen wird. Ich klopfe auf Holz.
    Zu spät. Das Telefon klingelt. Es ist ein Nutzer.
    "Hallo, ich schreibe dieses Programm, um unsere Drucker aufeinander abzustimmen,
    um zu sehen ..." Ich lege auf.
    Es klingelt erneut: "Hallo, ich schreibe ..." Ich lege auf.
    Wieder klingelt es: "Hallo, ich ..." Ich lege auf.
    Die Lernfortschrittskurve dieser Menschen ist beinahe horizontal, so daß man auf ihr
    Bowling spielen könnte. Ich lasse den Hörer neben der Gabel liegen. Zehn Minuten
    später klopft der Kauz an meine Tür. Ich habe gerade noch Zeit, den Telefonhörer
    wieder auf die Gabel zu legen, dann kommt er auch schon herein.
    "Hallo, ich habe versucht, sie anzurufen, doch ihr Telefon muß defekt sein ..."
    "Ich deute auf die ´Konsole der Hölle´ und schüttle meinen Kopf. "Das ist die
    Konsole", sage ich leise, "sie geht niemals kaputt."
    "Na gut, dann ..."
    "Ihr Telefon", fahre ich fort, "hat eine Lebenserwartung von drei bis fünf Jahren, aber
    dieses Baby hier wird noch am Weltuntergangstag funktionieren. Es wird auch dann
    noch Anrufe dummer Nutzer annehmen."
    Der Kauz ist verblüfft. Er versucht, seine Gedanken neu zu ordnen. Da klingelt das
    Telefon. "Sehen sie, was ich meine?" sage ich und nehme den Hörer ab.
    "Mein PC ist schon wieder abgestürzt. Das passiert immer, wenn ich auf mein
    Netz-Laufwerk zugreifen will." schluchzt ein deprimierter Nutzer.
    "Aha." sage ich und suche die Ausrede des Tages im Ausredenkalender. "Es könnte
    sich um VORÜBERGEHENDE KNOTENVERDOPPLUNGEN handeln."
    "Was?"
    "Nun, ihr PC stürzt ab, weil er doppelte Dateien auf dem Fileserver und ihrer
    Festplatte findet.
    "Oh. Was soll ich tun?"
    "Nun, das Beste wird sein, sie melden sich beim Fileserver an und machen ein
    remove-rename."
    "Und wie?"
    "Geben sie einfach ein rm -rf ein. Das bedeutet remove minus rename, alle nur
    einmal vorhandenen Dateien werden nicht umbenannt." "Oh, in Ordnung. Danke."
    "Gern geschehen." ich lege auf. Der Kauz ist noch immer hier.
    "Ich schreibe ein Programm ..." setzt er an.
    "... um die Drucker abzustimmen." vollende ich.
    "Ja."
    "MEINE Drucker." stelle ich fest.
    "Ähm ... ja."
    "Warum?"
    "Nun, ich dachte, daß ich einmal pro Sekunde abfrage, welche Druckaufträge sie
    gerade bearbeiten und wie schnell sie waren."
    "Warum?"
    "Um zu sehen, ob es irgendwelche Engpässe im Netzwerk gibt."
    "Wie, um ein Beispiel zu nennen, einen Engpaß, der dadurch verursacht wird, daß die
    Drucker einmal in der Sekunde auf die Anfrage eines ´intelligenten´ Programms
    antworten müssen?"
    "Ich dachte, daß das kein Problem wäre."
    "Das dachten sie nicht", sage ich, ändere die Temperatur im Treppenhaus auf Null
    und erhöhe die Luftfeuchtigkeit. "Aber sie haben das Programm schon laufen lassen,
    stimmts?"
    "Nun, ein- oder zweimal vielleicht."
    "Nein, mehr als ..." (Ich zähle die roten Punkte, die der
    Druckerwarteschleifen-Monitor zeigt.) "Mindestens 17mal, wenn ich richtig gezählt
    habe. Sie schicken eine falsche SNMP-Anfrage an die Drucker, die natürlich nicht
    antworten. So geht es weiter, und sie schicken eine weitere Anfrage an den nächsten
    Drucker."
    "Ich ... nun, es könnte sein ..."
    "MEIN Problem ist nun: Wen soll ich damit beauftragen IHR Problem zu bearbeiten?
    Vielleicht meinen beinahe wahnsinnigen Auszubildenden, dem beigebracht wurde,
    unnötige Netzlast mehr zu hassen als Wiederholungen von ´Unsere kleine Farm´?
    Oder möglicherweise die Programmierer, die Möchtegernprogrammierer mehr
    hassen, als sie es hassen, zu arbeiten wenn die Kneipen geöffnet sind? Wissen sie,
    ich werde einfach alle fragen."
    Er ist verschwunden und hat seinen sechsmonatigen Spanienurlaub schneller geplant
    als ich es schaffe, den Telefonhörer neben den Apparat zu legen.
    Ich schaue im Monitor zu, wie er zu den Treppen stürmt, um zu flüchten.
    Dummerweise kondensierte im nun kalten Treppenhaus ein wenig Wasser auf dem
    Linoleumbelag, so daß er ausrutscht und ein paar Treppen nach unten rollt. Auf
    seinem Weg aus dem Gebäude heraus wirft er eine Gruppe Erbsenzähler um, die
    begierig zu ihren Summen zurückkehren wollen.
    Als er aus dem Haus hinkt, kommt mir ein Gedanke: Man kann Zufriedenheit mit dem
    Job eben nicht planen. Nun, jedenfalls nicht wirklich, schätze ich ...


    Der B.O.F.H. gibt einem hilflosen Verkäufer die Chance, an Geld zu kommen ...

    Ich sitze in meinem Büro, als der Anruf eines Verkäufers kommt, der mir ein paar
    ATM-Kits aufschwatzen will. Er hat meinen Namen aus einer dieser Anforderungen
    für Gratis-Zeitschriftenexemplare, die ich vor Monaten abgeschickt habe. Man muß
    auf diesen Anforderungen ja immer ein paar ´statistische´ Informationen geben, also
    habe ich die Angaben zu meinem technischen Wissen auf ein Zehntel nach unten korrigiert. Bei der Frage nach ´Verfügbaren Finanzmitteln´, habe ich meine Antwort
    um den Faktor 100 aufgeblasen. Eine kleine Lüge tut niemandem weh, und widerlegt
    nebenbei das Gerücht, es gäbe so etwas wie eine Einladung zu einem kostenlosen
    Mittagessen nicht.
    Ich schalte mental in den ´Vergnügungs-Modus´ und sage dem Anrufer, daß er mit
    dem technischen Manager sprechen soll, und ich ihn sofort weiterverbinde. Zwei
    Sekunden später spricht er mit meiner Imitation unseres technischen Managers.
    "Ich möchte zu ihnen kommen, um ihnen eine zukunftssichere Netzwerk-Lösung
    vorzustellen, wenn das möglich ist." legt er los.
    Das Letzte, was ich will, ist, daß er herkommt und alle Leute nach ´dem technischen
    Manager´ fragt. Daher entscheide ich mich für einen schnellen Spaß.
    "Nun", sage ich, "ich bin in dieser Woche stark mit ein paar Besprechungen über
    Neuanschaffungen beschäftigt."
    Er macht eine Pause. Ein klein wenig zu lang, finde ich. Das bedeutet vermutlich, daß
    er nicht bereit ist, sein Ausgabenbudget einzusetzen.
    Ich ´füttere´ ihn noch ein wenig.
    "Dann habe ich eine Budget-Konferenz in der nächsten Woche, um die Ausgaben im
    nächsten Vierteljahr zu planen, also bin ich mit der Vorbereitung darauf auch
    ziemlich beschäftigt."
    Er beißt an.
    "Ich sage ihnen etwas - wie wäre es, wenn wir uns zu einem Mittagessen träfen -
    sie müssen doch etwas essen, oder? Und ich beschreibe Ihnen ganz unverbindlich
    unsere Produkte. Sie werden die Vorteile dann ganz von selbst sehen."
    "Ähm ..." denke ich laut nach.
    "´Luigi´s´, am Donnerstag um 12 Uhr?"
    "Ich, also ...", murmle ich, spiele den Unbestechlichen.
    "In Ordnung, ich reserviere uns Plätze", schließt er wie ein wirklicher
    Verkaufschampion.
    Ich öffne den elektronischen Terminkalender mit dem Passwort des Chefs (der Name
    seiner Frau - glaube ich jedenfalls ...) und trage den Termin bei ´Luigi´s´ ein.
    Es ist Donnerstag und ich komme um 11:30 Uhr in die Bar, arbeite mich durch die
    ´importierten Spirituosen´ durch, solange ich kann. Irgendwann taucht der Verkäufer
    auf. Ich bin, wie wir Ethernet-Freunde sagen würden, in einem Wahllos-Modus. Ich
    würde jetzt alles kaufen. Zumindest dann, wenn ich Geld hätte. Was nicht der Fall
    ist. Wie auch immer, ich habe ein paar Visitenkarten des technischen Managers
    dabei und beherrsche eine akzeptable Nachahmung seiner Unterschrift.
    Die nächsten drei Stunden vergehen schnell, während ich verschiedene Kataloge mit
    glänzender, beta-getesteter, ´höchstmoderner´ Hardware anschaue, in Verzückung
    gerate, wie das nur ein technischer Manager kann, und gelegentlich Kommentare
    wie: "Schöne Lichter" abgebe. Irgendwann gegen 15 Uhr entschließe ich mich, den
    Mann etwas unter Druck zu setzen. Ich erkläre ihm, daß in diesem Jahr kein Geld für
    das Netzwerk vorgesehen ist, da ich alles schon im letzten Jahr ausgegeben habe.
    Er beginnt zu weinen und versucht alles, damit ich mich schuldig fühle. Ich gebe vor
    aufzugeben und erkläre ihm, daß ich eine Wagenladung Waren bestellen würde und
    es so aussehen lassen werde, als handele es sich um eine Bestellung aus dem
    letzten Jahr.
    "Wird das gehen?" schnieft er.
    "Natürlich ..." sage ich. "Jetzt gehen sie und machen sich wieder fein. Sie sehen ein
    wenig durcheinander aus."
    Er verschwindet zur Toilette. Ich prüfe schnell seine Brieftasche. Sie enthält 70
    Pfund. Ich nehme mir 40 - ich will ihn ja nicht völlig zusammengebrochen zurücklassen. Und wo ich gerade dabei bin, nehme ich ihm noch die letzte
    Möglichkeit zur Bezahlung, indem ich meinen guten alten Permanent-Magnet über
    die Magnet-Streifen seiner Kreditkarten ziehe. Dann gehe ich wieder zur Bar und
    bestelle einen anderen Drink.
    Ich unterhalte mich mit dem Barkeeper, bis der Verkäufer wiederkommt.
    "Nun", sage ich, "ich muß zurück ins Büro."
    Er blickt mich mißtrauisch an.
    "Wissen sie", sage ich. "Wie wäre es, wenn ich einfach einen Bestellschein
    unterschreiben würde, den sie dann ganz ruhig in ihrem Büro ausfüllen können?"
    Der Traum eines jeden Verkäufers.
    Ich werfe schnell die Unterschrift unseres technsichen Managers aufs Papier,
    stecke die Quittung ein und habe schon die Hälfte der Strecke zur Arbeit
    zurückgelegt, als die Polizeiwagen mit Blaulicht das ´Luigi´s´ ansteuern.
    Offensichtlich haben sich die Methoden beim Umgang mit potentiellen Kunden
    bisher noch nicht geändert. Mit etwas Glück war das aber nur ein kleiner Tiefschlag
    - es sei denn, der Wurfarm seines Chefs ist gesund ...



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 08.12.2006, 01:17


    Zitat: Der B.O.F.H. sorgt mit einer kleinen Bestechung für einen Zusammenbruch seines
    Chefs ...

    An einem ruhigen Morgen werde ich vom Pförtner angerufen. Neues Equipment ist
    angekommen und nun muß ich sagen, wohin es gebracht werden soll.
    Ich brauche ein paar Sekunden, um mich an das Essen mit dem Verkäufer im
    ´Luigi´s´ zu erinnern und die wortreichen Versuche meinerseits, ihn aus seiner
    mißlichen Lage zu befreien, als er kein Geld mehr hatte ... Seine beiden Vorderzähne
    waren aus Gold. Möglicherweise konnte er sich mit dem Restaurant einigen. Oder er
    hat etwas herausgefunden ...
    Das bedeutet möglicherweise, daß unser technischer Direktor nun extrem
    hochgezüchtete Hardware besitzt, die geeignet ist, alle Geräte zu überfordern, in die
    sie eingebaut wird.
    Da ich keine Ahnung habe, was eigentlich geliefert wurde, sollen sie die Sachen erst
    einmal zum technischen Direktor bringen. Immerhin steht ja ´seine´ Unterschrift
    unter der Bestellung ...
    "Es ist aber sehr viel ..." sagt der Pförtner. "Der Platz im Lift wird kaum ausreichen."
    Ich sage, daß sie es in den Lift schaffen sollen, dann bereite ich mich darauf vor, dem
    Untergang des technischen Direktor beizuwohnen.
    Fünf Minuten später ist der Lift mit hundert glänzenden Schachteln und
    Schächtelchen unterwegs.
    Der technische Direktor scheint sehr verwirrt zu sein. Mit einem Budget
    ausgestattet, das gerade für ein paar Schachteln Chips reicht, ist er wirklich besorgt
    über die Lieferung dieser bunten Schachteln. Das ist nicht weiter verwunderlich,
    denn er ist ja der einzige, der für Technik Geld ausgeben darf.
    Ich warte, bis er die Rechnung und die beigeheftete Bestellung sieht. Seinem Blick
    zufolge scheint ihn ein mächtiges Problem zu beschäftigen.
    "Das muß ein Irrtum sein!" ruft er, als ein besonders besorgniserregend blickender
    Buchprüfer mit dem Inventarverzeichnis hereinkommt.
    "Das ist die neue Technik?" fragt er.
    "Es scheint so", antowrte ich. "Aber ich dachte, wir hätten kein Geld mehr?"
    "Haben wir auch nicht." plärrt der technische Direktor. "Wenn das so ist", frage ich und deute auf ´seine´ Unterschrift, "Warum haben sie
    dann diese Sachen bestellt?"
    "Habe ich doch gar nicht", beteuert er mit 28.8 bps (Beteuerungen pro Sekunde).
    Ein kleiner Auflauf interessierter Zuhörer hat sich gebildet, so daß ich um Ruhe bitte.
    "Und das auch noch, nachdem sie die Wünsche nach einer besseren Klimaanlage
    abgelehnt haben!"
    Das Murmeln der Ablehnung zeigt den Grad der Zustimmung an, die der technische
    Direktor jetzt noch erwarten kann (eine beliebig große Zahl multipliziert mit Null).
    Dieses feindselige Publikum ist nicht empfänglich für Ausreden, ganz besonders
    nach den ´extremen Wetterschwankungen´ des vergangenen Jahres.
    In seiner Verzweiflung meint er einen rettenden Strohhalm gefunden zu haben: "Hey!
    Diese Bestellung ist sechs Monate alt. Damals war ich doch noch gar nicht hier!"
    ruft er.
    "Bestellungen zurückdatieren, um dem Inventar-System zu entkommen!" rufe ich.
    Die Augen des Buchprüfers leuchten auf wie ein Weihnachtsbaum, als er sich den
    Ruhm vorstellt, den er mit der Aufdeckung dieses Betruges ernten kann.
    "Aber ... Ich ..." fleht der technische Direktor.
    Ich nehme mir eine Schachtel und sorge für etwas mehr Druck: "ATM-Karten für
    XT-kompatible. Wie nützlich."
    Die Ablehnung wird lauter. Der technische Direktor gibt alle Versuche, den
    Unschuldigen zu spielen, auf und versucht etwas anderes.
    "Wir haben eine Menge altes Equipment!" keucht er. "Die Karte kann DOS
    beschleunigen!"
    Er ist eingekreist und hat keine Aussicht auf einen Ausweg. Ich weiß es, er weiß es.
    Die Belegschaft weiß es.
    "Was zum Henker ist denn das?" frage ich und deute auf die Rückseite des Stapels
    im Lift.
    Der technische Direktor eilt in der Hoffnung hinein, weitere Schwierigkeiten
    verstecken zu können.
    "Was?" fragt er, als ich ihn einhole.
    "Oh, nichts, einfach all das. Der Buchprüfer, die Belegschaft, diese nutzlose
    Hardware. Alles. Das ist nicht gut für einen Karrieremenschen, wissen sie."
    "Aber, ich ..."
    "Ich meine, wenn ihr Chef etwas davon erfährt ..."
    Wortlos steht er einfach nur da.
    "Andererseits, wenn all dies hier einfach verschwinden würde ..."
    Ein Hoffnungsschimmer erscheint am Horizont.
    "Verschwinden?"
    "Wie ein böser Traum." bestätige ich.
    "Wie?"
    "Nun, sie geben mir die Rechnung und dann unterschreiben sie diese Bewilligung für
    einen Fortbildungskurs."
    Er liest sich die Kursbeschreibung durch:
    "Aber das ist ein Zwei-Wochen-Kurs in Amerika, in dem es um Grundlagen von
    Netzwerken geht. Sie wissen das doch alles schon."
    "Dann werde ich viel Zeit zum Vertiefen haben, oder?"
    "Aber ..."
    "Oh, ist das nicht eine ATM-Karte für den Commodore C-64?"
    "In Ordnung. In Ordnung."
    Er unterschreibt die Unterlagen und wir verlassen den Lift. Ich lege alle Schachteln
    wieder zurück in den Lift, gehe in mein Büro und rufe den Pförtner an. "Irgendetwas stimmt nicht mit dem Lift!" erkläre ich und nutze dessen
    Service-Konsole um seine Beschleunigung ein wenig über die rote Linie hinaus zu
    erhöhen.
    Als ich wieder beim Lift ankomme, steht der Buchprüfer noch immer da. Er hat
    offensichtlich etwas dagegen, den Lift abfahren zu lassen.
    "Sie meinen, das hier sieht schlimm aus", sage ich zu ihm. "Dann sollten sie erst
    einmal sehen, was noch alles beim Pförtner liegt!"
    Die Halteverriegelung löst sich mit einem Klick, als er zum Pförtner verschwindet.
    Genau 23 Sekunden später hört man im gesamten Gebäude den Aufprall eines mit
    Waren vollbeladenen Lifts im 2. Kellergeschoß.
    Sowie die Sirenen der Krankenwagen näherkommen, beginne ich damit, mir
    Reisebroschüren anzuschauen, um einen netten Platz für meinen
    ´Auffrischungskurs´ zu finden. Dann rufe ich unsere Versicherung an, um sie über
    den Unfall, durch den all diese moderne Technik vernichtet wurde, zu informieren ...


    Der B.O.F.H. sorgt für Normalität ...

    Ich sitze in meinem Büro und genieße die Musik aus meinem Radio, als ein ´Kollege´
    aus einem weiter entfernten Büro im meiner Tür erscheint.
    "Ja?" frage ich und blicke ihn an.
    "Ähm. Könnten sie ihre Anlage etwas leise stellen - ich versuche, einige Arbeiten
    zu erledigen und da fällt es mir schwer, mich zu konzentrieren."
    Er ist neu hier, überlege ich, statt Politik der verbrannten Erde hat er eine großzügige
    Chance verdient.
    "Entschuldigung", sage ich mit einem wirklich zerknirschten Gesichtsausdruck und
    drehe den Lautstärkeregler von 11 auf 2.
    Sehr zur Verwunderung der anderen Kollegen, die ihren Freunden schon die freie
    Stelle melden wollten, verläßt er fröhlich mein Büro.
    Sogar der Abteilungsleiter bemüht sich her, um zu sehen, ob ich wirklich da bin. Als
    er wieder geht, bemerke ich den Anflug eines Lächelns in seinem Gesicht.
    Fünf Minuten später ist er wieder da und fragt mich, ob ich ihm bei der Installation
    einer Backup-Software für seinen Laptop helfen könne. Ich weiß nicht warum, doch
    anstatt die DELETE.EXE in BACKUP.EXE umzubenennen, richte ich die
    Backup-Software tatsächlich ein.
    ...
    Jetzt bin ich sicher, daß irgendetwas nicht stimmt. Ich rufe meinen Beinahe-Freund,
    den Pickelgesichtigen Jüngling (PJ), an und frage, was er so macht.
    Er erklärt mir, daß er die Probleme einiger Nutzer gelöst und einem Buchhalter
    geholfen hat, seine Maschine nach einem Umzug wieder zum Laufen zu bringen.
    Jetzt bin ich wirklich besorgt. Ganz bestimmt läuft irgendetwas falsch! Er hat das
    ´B´-Wort benutzt und nicht das übliche ´Erbsenzähler´.
    Der nächste Tag bricht an und ich beginne ihn mit der Reparatur einiger Telefone.
    Aber mit dem Herz bin ich woanders. Am frühen Nachmittag bringe ich die Apparate
    zurück und entschuldige mich sogar für die Unannehmlichkeiten. Der
    Abteilungsleiter lächelt noch immer.
    Ich war vorsichtig und habe nichts gegessen. Also muß es etwas anderes sein.
    Etwas sehr, sehr hinterhältiges. Nach einer langen Schlacht mit meinem Gewissen
    werfe ich einen Blick in die Liste der vom Abteilungsleiter genehmigten Einkäufe,
    wobei ich mein Gewissen damit beruhige, daß ich dies ja nur tue, um dafür zu sorgen, daß die Bestellungen auch korrekt ausgeführt werden.
    Ich finde, wonach ich zu suchen glaubte, und zwar in Form von 10
    ´Ultra-Positiv´-Ionisierern, die in die Klimaanlage eingebaut wurden. Noch kann ich
    mich nicht dazu bringen, etwas zu unternehmen, also gehe ich in den Druckerraum,
    schalte die Klimaanlage ab und die Laserdrucker auf volle Kraft. Eine halbe Stunde
    später bin ich beinahe wieder normal. Ich beende meine Arbeit und gehe nach Hause,
    um über einen Plan nachzudenken.
    Am nächsten Morgen stehe ich früh auf und komme unbeobachtet zur Arbeit.
    Mein erster Halt: der Turm der Klimaanlage auf dem Dach. Ich lokalisiere die
    störenden Ionisierer und programmiere sie mit meinem Hammer neu.
    Der nächste Halt: das Büro des Geschäftsführers, wo ich den Ionisierer durch einen
    von mir gebauten ersetze und gut verstecke. Dann marschiere ich in die
    Telefon-Vermittlung, sorge für eine Umleitung aller Anrufe direkt zum
    Geschäftsführer und sperre dann die Konsole der Vermittlungsanlage.
    Unten im Computerraum forme ich einen Stolper-Draht aus den Netzkabeln der
    Datenbank- und Netzwerkserver. Dann erwarte ich in meinem Büro, die Fenster
    natürlich weit geöffnet, den Beginn des Arbeitstages.
    Bis 9:45 Uhr passiert nichts, doch nach 15 Minuten voller Anrufe und nach der
    Einwirkung meines Ionisierers ruft der Geschäftsführer genervt meinen
    Abteilungsleiter an. Ich beobachte es und rufe, sobald der Abteilungsleiter aufgelegt
    hat, den Geschäftsführer an.
    "HIER IST NICHT DIE VERMITTLUNG!" schreit er.
    "Natürlich, Sir. Das weiß ich", sage ich voller Freundlichkeit und Verständnis. "Ich
    habe gerade festgestellt, daß anscheinend alle Anrufe von der Vermittlung an ihren
    Apparat umgeleitet werden. Die Konsole der Anlage in der Vermittlung ist auch
    blockiert. Überhaupt, die Leute aus der Vermittlung verhalten sich in den letzten
    Tagen recht seltsam - nun, in Wahrheit haben wir uns in der letzten Zeit alle seltsam
    benommen, glaube ich. Ich werde mich mal im Computerraum etwas umsehen ..."
    Der Abteilungsleiter schaltet in den Panik-Modus, fegt durch mein Büro, reißt die
    Tür des Computerraums auf. Und dann die Netzkabel der Server heraus.
    Ich schenke ihm ein mitleidiges Lächeln, als er mit Schrecken feststellt, was er
    gerade angerichtet hat.
    "Home Team ONE, ihre Zukunftsaussichten, NULL", sage ich in den Telefonhörer,
    die Hand natürlich vor dem Mikrofon. "Nichts weiter passiert", sage ich dann, die
    Hand nicht mehr auf dem Mikrofon. "Der Abteilungsleiter hatte gerade einen kleinen
    Unfall ..."



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 25.12.2006, 00:30


    sooo... zu weihnachten stelle ich für die interessierten mal den ganzen rest als gezippte pdf hier rein. viel spass dabei



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 25.12.2006, 03:43


    ich glaub das lad ich mir lieber net runter. nachdem ich mir das durchgelesen hab is da bestimmt ein virus drauf oder so :wink:



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 27.12.2006, 00:47


    Ich liebe dich^^
    1. bin ich dicht^^
    2. liebe ich diesen operator^^



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 28.12.2006, 16:37


    -=Neo=- hat folgendes geschrieben: Ich liebe dich^^
    1. bin ich dicht^^
    2. liebe ich diesen operator^^

    öh ja... danke?



    Re: The Bastard Operator from Hell

    Anonymous - 29.12.2006, 12:22


    lupus, ich glaube jetzt ist der zeitpunkt gekommen, wo du angst haben solltest *g* ma schaun wie viele heimliche verehrer du noch hast ;)

    ps: der operator ist einfach nur super, aber ich weiss nicht wieso ich mir kai dabei so gut vorstellen kann *zwinker*



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Die neue Horde



    Ähnliche Beiträge wie "The Bastard Operator from Hell"

    RWL Highway To Hell 2006 - Borschi (Samstag 09.12.2006)
    Hell Blauer Name!!! - Jin (Sonntag 01.04.2007)
    Henry Hell - Henry Hell (Dienstag 10.04.2007)
    RWL Highway To Hell 2006 - Borschi (Samstag 09.12.2006)
    hell-kaiser - hell-kaiser (Mittwoch 05.09.2007)
    Sun Of A Bastard Festival - support-your-local (Montag 26.03.2007)
    Mut in der Provinz - Thomas (Freitag 17.12.2010)
    Oh Hell Yeah!!! - Rambo2 (Montag 12.02.2007)
    Comics für Hell - Taroc (Sonntag 19.03.2006)
    what the hell? - Miszy (Donnerstag 21.06.2007)