Fazination Stanleycup Teil 26

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    Re: Fazination Stanleycup Teil 26

    Steve3 - 20.11.2006, 16:44

    Fazination Stanleycup Teil 26
    Fazination Stanleycup Teil 26
    Berlin/Duisburg, 19.November 2006


    In den 90er Jahren war rund um die NHL und den Stanleycup einiges los. Ein „Präsidenten-Kurzgastspiel“ 1992/93 und dann die Ernennung des Commissioners Gary Bettman, ein sich über Monate hinziehender Streik 1994/95, das Ende der Karriere des großen Wayne Gretzky (1998), die Anerkennung des VIDEO-Beweises ,die Aufstockung der NHL von 22 auf 28 Teams und aus unserer Sicht, der Gewinn des Stanleycups durch den heutigen Bundestrainer Uwe Krupp (1996).

    Dollar-Schwerpunkt USA

    Der US-Dollar wurde in der NHL immer mächtiger und zog die Spitzenkräfte in die amerikanischen Teams. Nur noch die Edmonton Oilers (1990) und die Montreal Canadiens (1993) konnten den begehrten Stanleycup im Eishockey-Mutterland behalten. Achtmal ging die inzwischen Meterhohe Traditionstrophy in die Vereinigten Staaten. Ausnahmecoach Scotty Bowman war der Mann des Jahrzehnts an der Bande. Er holte den Cup 1992 mit den Pittsburgh Penguins und 1997 und 1998 mit den Detroit Red Wings. Wayne Gretzky, der schon 1989 dem Ruf des Dollars nach Los Angeles gefolgt war, schaffte mit seinem neuen Team nur eine Stanleycup-Finalteilnahme (1993).

    Vom Präsidenten zum Commissioner

    1992 trat John Ziegler von seinem Amt als NHL-Präsident zurück. Gil Stein wurde sein Nachfolger, regierte aber nur ein paar Monate vom Oktober 1992 bis zum Februar 1993. Dann wurde er fast spektakulär abgelöst. Der aus dem Basketball-Profilager kommende Gary B. Bettman wurde zum Chef der NHL bestellt. Er bekam große Vollmachten und den Titel „Commissioner“, war ihn zum mächtigsten Mann im Welt-Eishockey machte. Die NHL, die nie Mitglied im Eis-hockey-Weltverband war, beherrschte praktisch alle Kontinente. Man holte sich über das Draft-System einfach die Spieler aus der ganzen Welt. Die Zusammenarbeit mit dem Weltverband IIHF bestand in der Entsendung von Profispielern zu den jeweiligen Weltmeisterschaften. Die besten Cracks der NHL aber mussten Zuhause bleiben und spielten um den Stanleycup. Erst IIHF-Präsident Rene Fasel erreichte eine engere Bindung und die Teilnahme der besten Spieler an den Olympischen Turnieren.

    Die Expansion und einige Verlagerungen

    In den 90er Jahren fand ein großes Hin und Her innerhalb der NHL statt – und einige spektakuläre „Umzüge“ bekannter Teams.

    1991 kamen die San Jose Sharks als 21. Team in die NHL. 1992 kamen die Tampa Bay Lightnings und die neu gegründeten Ottawa Senators dazu. Schon ein Jahr später kamen noch zwei Teams aus dem Süden der USA hinzu, die Anaheim Mighty Ducks und die Florida Panthers. Außerdem wanderte das Team aus Minnesota nach Texas und nannte sich nun Dallas Stars.

    Dann folgte der bittere Umzug zweier Kanada-Teams. 1995 wurden die Quebec Nordiques nach Denver umgesiedelt und firmierten unter dem Namen Colorado Avalanche weiter. 1996 wanderten die Winnipeg Jets von Kanada nach Arizona und spielten dort unter dem Namen Phoenix Coyotes. 1997 folgte der Umzug der Hartford Whalers aus Neu England in die Süden, wo sie sich dann in Raleigh als Carolina Hurricanes präsentierten. 1998 kamen dann die Nashville Predators und 1999 die Atlanta Thrashers als Teams Nummer 27 und 28 in die NHL. Von den Neuen konnte sich Colorado (vorher Quebec) sehr schnell an die Spitze vorarbeiten und holte schon 1996 den Stanleycup. Der Mann, der das allerletzte Finaltor schoss, war der erste in Deutschland geborene Stanleycupsieger Uwe Krupp im Trikot der Colorado Avalanche.


    Viele Superstars aus Europa.

    Neben Uwe Krupp konnten einige weitere NHL-Stars aus Europa den Stanleycup gewinnen. Bei den Edmonton Oilers, wo die Kanadier Mark Messier und Grant Fuhr herausragten waren es die beiden Finnen Jari Kurri und Esa Tikkanen. In Pittsburgh, wo Mario Lemieux der wichtigeste Leistungsträger neben Paul Coffey und Brian Trottier war, glänzte der Tscheche Jaromir Jagr. In Colorado waren neben Uwe Krupp der Schwede Peter Forsberg und der Russe Valery Kamenski wichtige Cracks im Kampf um den Cup. In Detroit hatte Scotty Bowman ein Russen-Quartett im Einsatz. Der Techniker Sergej Fedorov, der „Eisberg aus Murmansk“ Vladimir Konstantinov, der Puckzauberer Vyacheslav Kozlov und der heutige russische Sportminister Vyacheslav Fetisov waren die Garanten des zweimaligen Cupsieges (1997 und 1998).


    Stanleycup 1990-1999 Saison Cupsieger Chefcoach Finalist
    89/90
    Edmonton Oilers
    John Muckler
    Boston Bruins

    90/91
    Pittsburgh Penguins
    Bob Johnson
    Minnesota

    91/92
    Pittsburgh Penguins
    Scotty Bowman
    Chicago Black Hawks

    92/93
    Montreal Canadiens
    Jack Demers
    Los Angeles Kings

    93/94
    New York Rangers
    Mike Keenan
    Vancouver Canucks

    94/95
    New Jersey Devils
    Jack Lemaire
    Detroit Red Wings

    95/96
    Colorado Avalanche
    Marc Crawford
    Florida Panthers

    96/97
    Detroit Red Wings
    Scotty Bowman
    Pittsburgh Penguins

    97/98
    Detroit Red Wings
    Scotty Bowman
    Washington Capitals

    98/99
    Dallas Stars
    Ken Hitchcock
    Buffalo Sabres




    Foto:

    Mindestens einen, möglichst aber an jedem Finger einen

    Stanelycup-Ring, das ist das Ziel aller Puckjäger dieser Welt.


    Fazination Stanleycup ist eine Hockeyweb-Serie von Horst Eckert.

    Die bereits veröffentlichten Teile finden Sie unter:

    http://www.duisburgweb.de/Almanach_eishockey_international/index.htm

    Quelle:Hockeyweb.de



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