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Re: Punktsp. 13. Sptg.: FC Sachsen Leipzig - FSV Zwickau 1:1
Alte Sachsen WEBMASTER - 17.11.2006, 16:18Punktsp. 13. Sptg.: FC Sachsen Leipzig - FSV Zwickau 1:1
Oberliga - Punktspiel 13. Spieltag
Sonntag 19. November 2006 13.30 Uhr Zentralstadion -Leipzig
FC Sachsen Leipzig vs. FSV Zwickau 1:1 (0:0)
FSV Zwickau erkämpft Punkt im Zentralstadion
Diesmal war es ein Ausflug ins schmucke Zentralstadion der sich im Vergleich zum Abstiegsjahr etwas mehr gelohnt hat.
Von Beginn an zeigte sich der FSV frech & Respektlos und erspielte sich in ersten 20 Minuten zwei schöne Tormöglichkeiten (Meyer nach 5. & Pfoh nach 18. Minuten ).
Danach als sich "Ede" Geyer am liebsten schon selbst eingewechselt hätte und die ganze eigene Auswechselbank zum Aufwärmen schickte erwachte der FC Sachsen dann doch so langsam und kam nach 24. Spielminuten zur ersten nenneswerten Torchance für die Hausherren.
Bis zu diesem Zeitpunkt war übrigens lustigerweise auf der Anzeigetafel unter dem Schriftzug FSV Zwickau das Wappen der Schwinkendorftruppe vom VFB Pößneck zu sehen - würde sagen einfach nur peinlich für dieses nette Stadion. Den Rest der ersten Hälfte kam Chemie immer besser ins Spiel, rannte sich aber oft in der heute nicht sehr sicher wirkenden FSV-Abwehr fest.
Nach dem Pausentee versuchte der FC Sachsen Leipzig sofort Druck zu erzeugen aber erneut wirkte vieles beim Aufstiegsfavoriten Plan und Ideenlos. Zwickau verlegte sich nun ausschließlich aufs Kontern. In der 56. Minute gewann Zwickau einen entscheidenten Zweikampf am Mittelkreis - Moses schnappte sich das Leder und lief dann über das halbe Feld Richtung Kasten des FCS - paßte den Ball klug diagonal durch den Strafraum und Kubik verwandelte aus 10 Metern zur vielumjubelten 1:0 Gästeführung.
Jetzt zog sich der FSV Zwickau fast komplett um den eigenen 16er zurück und verteidigte mit Mann & Maus. Die Folge dieser drückenden Überlegenheit in dieser Phase war der Ausgleich durch Heinze in der 70. Minute. Jetzt dachte man eigentlich schon das Sachsen Leipzig dabei ist das Spiel zu drehen. Aber mit diesen Gedanken sah man sich getäuscht. Chemie hatte zwar noch kleinere Möglichkeiten, rannte sich aber immer wieder mit eigenen ideenlosen Spiel fest. Die tiefern "Nadelstiche" setzte der FSV Zwickau und mit etwas mehr clevernes und Glück wäre auch noch der Siegtreffer möglich gewesen.
Alles in allem ein verdienter Punktgewinn weil Sachsen Leipzig unter ihren Erwartungen blieb und der FSV die spielerischen Defizite mit Kampfgeist beseitigte. Nach dem Abpfiff wurde auf der FSV-Seite gefeiert wie bei einem Auswärtssieg und und beim Anhang der Heimmannschaft schallte gandenlose Pfiffe durch das weite Rund.
Der FSV Zwickau hat innerhalb einer Woche gegen zwei Spitzenteams zwei Unentschieden geholt - damit kann man in unserer aktuellen nicht ganz einfachen Situation schon zufrieden sein.
Statistik:
FSV Zwickau
Soukop - Kubik, Werner, Trochocki (76. Schmidt), Trehkopf - Troche, Meyer, Strobel, Moses - Pfoh (79. Balg), Jazwinski
Torfolge:
0:1 Kubik (56.)
1:1 Heinze (70.)
Karten: Statistik folgt
Zuschauer: 2.850 ( Gäste: 800 )
Einzelbewertung der Spieler:
Soukop 2,5
Trochocki 3
Werner 3
Moses 1,5
Trehkopf 3
Strobel 2,5
Kubik 2,5
Meyer 3
Pfoh 3
Troche 2,5
Jazwinski 2,5
Schmidt o.B
Balg o.B
Fährmann 2 (Lieber Falk: Für deine gute Aufwärmleistung bekommst auch du heute eine Note - Insider !)
Im Fotoalbum gibt es noch ein Paar Fotos mehr >>> http://altesachsen.de.tl/-g-Alte-Sachsen-g--Fotoalbum/kat-10.htm
Re: Punktsp. 13. Sptg.: FC Sachsen Leipzig - FSV Zwickau 1:1
Alte Sachsen WEBMASTER - 19.11.2006, 19:50
Bericht www.mdr.de
Geyer-Elf enttäuscht erneut
Der FC Sachsen Leipzig bleibt die Enttäuschung der bisherigen Saison. Die Geyer-Elf konnte auch gegen Aufsteiger FSV Zwickau nicht gewinnen, kam lediglich zu einem 1:1.
Der FSV startete respektlos: Schon nach fünf Minuten musste FCS-Keeper Twardzik bei einem Meyer-Volleyschuss aus 13 Metern retten. Als wenig später (18.) Pfoh frei vor dem Tor auftauchte, verhinderten nur die Weichteile des Torwarts den drohenden Rückstand. Die Leipziger übernahmen zwar nach etwa 20 Minuten das Kommando, ließen aber Überraschungen vermissen. Immer wieder war am gegnerischen Strafraum Schluss. Bis auf einen kläglichen Volleyschuss von Guie-Mien (24.) und einen Semmer-Kopfball übers Tor, waren keine Chancen zu verzeichnen.
Heinze rettet FCS den Punkt
Nach der Pause jubelten zunächst die Gäste: Kubik hatte aus zehn Metern mit einem Flachschuss die Zwickauer Führung besorgt. Die nun wütend anrennenden Leipziger kamen lediglich noch zum Ausgleich. Der eingewechselte Heinze hatte den Ball aus 20 Metern ins Tor gejagt.
Die Meinung der Trainer:
Ferl (FSV): "Es war ein kampfbetontes und leidenschaftliches Derby. In der ersten Hakbzeit waren wir besser. Die zweite Halbzeit war nicht mehr ganz so gut. Unsere Führung war super herausgespielt. Schade, dass wir durch einen individuellen Fehler den Ausgleich bekommen haben. Insgesamt ist der Punkt verdient."
Geyer (FCS): "Wir sind enttäuscht. Wir haben 70 Prozent des Spiels bestimmt, aber keine zwingenden Chancen herausgespielt. Das war zu wenig, so macht es auch keinen Sinn, in die Regionalliga aufsteigen zu wollen. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Aufwand und Ergebnis haben nicht gestimmt."
Re: Punktsp. 13. Sptg.: FC Sachsen Leipzig - FSV Zwickau 1:1
Alte Sachsen WEBMASTER - 19.11.2006, 19:59
Eine sehr schöne Ansammlung von Bildern gibt es auch im Fotoalbum vom FC Sachsen Leipzig
http://www.fcs-fanpage.de/galerie/categories.php?cat_id=110
Re: Punktsp. 13. Sptg.: FC Sachsen Leipzig - FSV Zwickau 1:1
Alte Sachsen WEBMASTER - 20.11.2006, 19:09
Freie Presse 20.11.2006
Freie Presse 20.11.2006
FSV Zwickau trotzt Sachsen Leipzig Punkt ab - FSV Zwickau erreicht beim FC Sachsen Leipzig ein 1:1 (0:0) - Jubel bei 400 mitgereisten Fans
Von Reiner Thümmler
Im WM-Stadion der Messestadt hat der FSV Zwickau gestern vor 2850 Zuschauern gegen den FC Sachsen Leipzig ein verdientes 1:1-Unentschieden geschafft - Riesenfreude unter den 400 mitgereisten FSV-Fans.
"Es war ein sehr schnelles und gutes Oberligaspiel von beiden Mannschaften mit Tormöglichkeiten hüben und drüben. Wir hatten in Leipzig nichts zu verlieren, haben mutig nach vorn gespielt und standen in der zweiten Halbzeit mächtig unter Druck. Aber wird wankten nicht. Das Resultat geht in Ordnung", fasste FSV-Abwehrspieler Trochoki zusammen.
In der ersten Halbzeit traten die Zwickauer äußerst selbstbewusst auf und boten dem FC Sachsen eine passable Partie. Die ersten zwei Möglichkeiten besaß sogar der FSV durch die Stürmer Sebastian Meyer (5.) und Carsten Pfoh (18.), die jedoch am erfahrenen Sachsen-Schlussmann René Twardzik scheiterten. "Wir haben über 30 Minuten sehr guten Fußball gespielt in einem kampfbetonten und leidenschaftlich geführten Derby", meinte FSV-Cheftrainer Uwe Ferl. Mit der Spielweise waren auch die 400 FSV-Fans zufrieden, zumal sie recht lautstark ihr Team anfeuerten und riefen: "Hurra, hurra, die Zwickauer sind da!"
Mit zunehmender Spielzeit bekamen die Leipziger Auftrieb, was sich im Eckenverhältnis von 11:4 am Ende widerspiegelte. Vor allem der dunkelhäutige Rolf-Christel Guie-Mien war der auffälligste Leipziger. Der Ex-Bundesliga-Profi war ständig in Bewegung und führte im Mittelfeld Regie. In der 25. Minute scheiterte der Leipziger am Zwickauer Keeper Michal Soukop. Sechs Minuten später strich ein Kopfball von Tino Semmer knapp am rechten Pfosten vorbei. Nach der Pause verstärkten die Leipziger ihren Angriffsdruck. Ein Kopfball von Kevin Kittler strich nur knapp über die Querlatte (50.).
Doch auch die Zwickauer erarbeiteten sich aussichtsreiche Chancen. Einen 30-Meter-Distanzschuss von Markus Jazwinski boxte Torhüter Twardzik ins Feld zurück. Nur 180 Sekunden später dribbelte sich der an diesem Tag beste Zwickauer, Mittelfeldspieler Danny Moses, an drei Sachsen-Spielern vorbei und leitete mit einem hervorragenden Pass die 1:0-Führung für die Gäste ein, die Vojtich Kubik erzielte (57.). Der Druck der Leipziger wurde danach immer stärker, und mit einem 20-Meter-Flachschuss sorgte der fünf Minuten zuvor eingewechselte Daniel Heinze für das 1:1 (70.). Doch die Zwickauer Abwehr mit Torhüter Soukop an der Spitze hielt das 1:1-Unentschieden bis zum Abpfiff.
Maik Strobel erklärte nach dem Abpfiff im Kabinengang: "Heute war einer für den anderen da. Kämpferisch war unsere Mannschaft super. Und man hat gesehen, dass wir ein intaktes Team sind. Wenn man die Fans sieht, die uns hier wieder vortrefflich unterstützten, bekommt man fast Tränen in die Augen."
Re: Punktsp. 13. Sptg.: FC Sachsen Leipzig - FSV Zwickau 1:1
Alte Sachsen WEBMASTER - 20.11.2006, 20:02
Leipziger Volkszeitung online
Endzeitstimmung nach Leutzscher 1:1 gegen Zwickau
Leipzig. Wahrscheinlich war es aus Sicht der Gastgeber gut, dass das Flutlicht nicht angeschaltet wurde. Möglicherweise haben die 2850 Zuschauer im dusteren Zentralstadion nur nicht rebelliert, weil ihnen der Durchblick fehlte, weil sie nicht sahen, was geboten wurde. Beleuchtet war lediglich die riesige Anzeigetafel. Und die offenbarte nach weiteren 90 erschreckenden Minuten die nackte Wahrheit, den Gau gegen Zwiggau, das Drama in Worten, grün auf weiß: Endstand 1:1. Torschützen Vojtech Kubi (0:1/57.), Daniel Heinze (1:1/71.). Und, passend zum Kick des FC Sachsen: „Wir danken für ihr kommen!“ Könnte sein, dass die Sachsen „Kommen“ absichtlich klein geschrieben haben. Weil so wenig gekommen waren. Oder weil künftig noch weniger kommen werden, um dieser elenden Saison beizuwohnen. Oder weil die Hoffnung auf die Regionalliga seit gestern noch kleiner geworden ist.
Fakt ist: Aus der stolzen Leutzscher Eiche (an der sich die minderbemittelte Oberliga-Konkurrenz wie Schweinchen reiben sollte ...) ist ein kleines, im Siechtum befindliches Hängepflänzlein geworden. Und schon ranken sich Gerüchte um den beruflichen Werdegang des Chefgärtners. Das ist der Mann, der mit viel Engagement und noch mehr Kohle gesät hat, aber bis auf jede Menge Unkraut nahezu nix erntet. Der Mann, der einst für das „Fußball-Wunder Cottbus“ stand. Der Mann, der dieses Wunder auch in Leipzig vollbringen wollte. Der Mann, der mit glattem Gesicht kam und sechs Monate später wie ein Faltboot aussieht. Der Mann, der gestern nicht wusste, ob er den Titelkampf nun auch hochoffiziell als beendet bezeichnen soll, muss. „Wir dürfen uns nicht die Augen verkleistern. Der Abstand ist zu groß, die Qualität reicht nicht aus, um aufzusteigen“, sagte Coach Eduard Geyer zunächst.
Eine Eingebung später erinnerte der 62-jährige Fußball-Lehrer ans selige Cottbus und eine Monster-Serie von 57 Spielen ohne Niederlage. „Vielleicht kommt ja auch hier noch ein Aha-Effekt.“ Allein es fehlt der Glaube. Wobei es weniger die dreizehn Punkte Abstand auf die Cottbusser U23 sind, die abschrecken und Endzeitstimmung verbreiten. Die (Ab-)Art und Weise, wie Geyers Profis kicken ist es, die das zarte Pflänzlein Hoffnung mit 18er Alustollen platt macht. Der gestrige Nachmittag förderte bittere Erkenntnisse zutage: Die Sachsen gehen an ihre körperlichen Grenzen, ohne den semiprofessionellen Kickern aus Westsachsen physisch auch nur ein My überlegen zu sein. Und: Fußballerisch klappt es nur im Niemandsland einigermaßen, sobald das Tor in Sicht kommt, geht gar nix mehr. Das kleine Zwickau, der Klub ohne Kohle, ohne Präsidium, ohne nennenswerte Perspektive, hielt lässig mit, hatte die klareren Chancen. Coach Uwe Ferl: „Wir hätten gewinnen können.“ Stimmt leider. Geyers gnädige Umschreibung für sein Team: „Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis.“ Fahnenflucht kommt für Geyer nicht in Frage. Sagt Geyer, der im Winter zwei Stürmer holen will. Man weiß nie. Vielleicht verlieren die, die oben stehn’ ja mal acht bis zwölfmal hintereinander. Und erinnert sei an die 57 Spiele. Wäre doch gelacht ...
Dass das Flutlicht zu viel Saft frisst und gegen Zwickau nur deshalb dunkel blieb, ist übrigens auch ein Ansatz. Kostengründe sind für eine andere unumstößliche Entscheidung der Stadionbetreiber ausschlaggebend: Die Rasenheizung wird in diesem Winter definitiv nicht angeschmissen. Hoffnung? Ja doch. Vielleicht kommt er ja gar nicht, der Winter. Und vielleicht bleiben die Sachsen die nächsten 57 Spiele ja ungeschlagen. Und vielleicht heiratet Benedikt XVI. demnächst ja doch ...
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