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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Sense_Less Forum: schutzraum Forenbeschreibung: schutzraum für survivors aus dem Unterforum: Allgemeines Antworten: 1 Forum gestartet am: Dienstag 07.11.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Was sind Panikattacken? Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 4 Monaten, 14 Tagen, 4 Stunden, 11 Minuten
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Re: Was sind Panikattacken?
Sense_Less - 13.11.2006, 11:29Was sind Panikattacken?
Panikattacken
Als Panikattacke wird das einzelne plötzliche und in der Regel nur wenige Minuten anhaltende Auftreten einer körperlichen und psychischen Alarmreaktion (fight & flight) ohne objektiven äußeren Anlass bezeichnet. Oft ist den Betroffenen nicht klar, dass ihre Symptome Ausdruck einer Panikreaktion darstellen. Die ursprünglich der Energiebereitsstellung (und damit dem Überleben) dienenden vegetativen Reaktionen im Körper werden dadurch als (lebens-) bedrohlich erlebt, was die Panik weiter antreibt.
Bei einigen Personen können die Panikattacken sich auch über einen längeren Zeitraum (bis zu mehreren Stunden) mit abgeschwächten Symptomen erstrecken. Weiterhin stehen bei einigen Personen die psychischen Symptome (Angstgedanken, Derealisation und Depersonalisation) im Vordergrund, während die physischen kaum ausgeprägt sind. Beiden Gruppen gemeinsam ist, dass die Symptome oft nicht als Auswirkung einer Panik erkannt werden.
Teufelskreis PanikattackenTypische Symptome einer Panikattacke sind:
Atemnot, Engegefühl in Brust und Kehle
Hyperventilation (als Folge Kribbelgefühle in Gesicht und Händen)
Herzrasen
Schweißausbrüche
Zittern
Halluzinationen
Angstgedanken ("Das ist ein Herzinfarkt", "Jetzt sterbe ich gleich", "Ich werde verrückt" ...)
Derealisations- oder Depersonalisationsgefühle ("Neben sich stehen" oder "Nicht mehr ich selber sein")
Man hat Angst das Haus/Wohnung zu verlassen, meint immer es passiere etwas, fühlt sich unsicher.
Ausgelöst - und aufrechterhalten - werden die Panikattacken oft von automatisierten emotionalen und gedanklichen Fehlinterpretationen körperlicher Wahrnehmungen, was auch unter dem Begriff Panik-Teufelskreis beschrieben wird. Man achtet auch vermehrt auf die Symptome und wartet regelrecht, dass sie wieder auftreten. Auch durch regelmäßigen oder auch einmaligen Gebrauch von Rauschmitteln (Cannabis, LSD, Kampfer etc.) können Panikzustände ausgelöst werden, die möglicherweise auch noch nach dem Abklingen der Wirkung als chronisches Syndrom erhalten bleiben.
Panikattacken treten oft in Zusammenhang mit psychischen Störungen wie Agoraphobien, Panikstörungen, posttraumatische Belastungsstörung oder Krankheitsphobien auf und lassen sich in der Regel im Rahmen einer Psychotherapie gut behandeln.
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