Perikles

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    Re: Perikles

    Simon - 13.11.2006, 16:40

    Perikles
    1.) Erstelle eine Biografie über den Strategen Perikles
    Biografie Perikles
    Um 500 v. Chr. wurde Perikles als Sohn des Feldherrn Xanthippos geboren. Seine Mutter war eine Nichte des Kleisthenes.

    Perikles trat zunächst als Mäzen bei den jährlichen Dionysios-Feiern hervor. Das Theaterstück “Die Perser” von Aischylos wurde von Perikles finanziert. Das Drama gewann dabei den 1. Preis im Wettbewerb.

    Perikles trat zum ersten Mal als Politiker in einer breiten Öffentlichkeit auf, als er das Vorhaben der Volksversammlung unterstützte, den von Adligen beherrschten Areopag zu entmachten.

    Athen war zu dieser Zeit eine Griechenland beherrschende Metropole. Der Handel und das Handwerk florierten und zog damit tausende Menschen an, die am Wohlstand der Stadt teilhaben wollten. 451 v. Chr. veranlasste Perikles ein Gesetz, dass das athenische Bürgerrecht neu regelte. Athenischer Bürger sollte nur noch der werden können, dessen beide Eltern bereits Athener waren. Mit dem neuen Bürgerrecht hatte er die Zustimmung der Mehrheit der Athener gefunden, vor allem unter den Ärmeren.

    Der politische Einfluss Perikles´ wuchs in den nächsten Jahren unaufhaltsam an. Sein politisches Geschick zur Intrige und seine Rednergabe beeinflussten die Geschicke der Stadt. Die Volksversammlung ernannte Perikles in den folgenden Jahren immer wieder zum Strategen. Obwohl jedes Jahr 10 Strategen gewählt wurden, war Perikles stets derjenige, der die Politik Athens bestimmte. Stets fühlte er die Stimmungen im Volk und setzte diese geschickt für sich ein.
    Um die Bedeutung Athens besonders hervorzuheben, begann er 448 v. Chr. mit der neuen Bebauung der Akropolis. Immense Gelder wurden für die Bauten bereitgestellt. Bedeutende Künstler und Handwerker wurden beschäftigt. Diese Baumaßnahmen wurden dadurch zu einem großen Konjunkturprogramm.

    Trotz seiner politischen Erfolge in der Innen- und Außenpolitik wuchs die Zahl seiner Gegner in der Stadt. Viele kritisierten sein pompöses Verhalten, und die Dichter spotteten über den athenischen Politiker in ihren Theaterstücken. Der Erfolg dieser Aufführungen war so groß, dass Perikles ein Gesetz verabschieden ließ, dass die Verspottung von Politikern verbot. Doch nach vier Jahren musste er diese Bestimmung zurückziehen. Die Dichter ließen sich nicht den Mund verbieten.

    Der Einfluss der Opposition bedrohte immer mehr die Position des Strategen. Mehreren Gefolgsleuten des Perikles wurde der Prozess gemacht. Einige der Angeklagten wurden in die Verbannung geschickt. Auch die einflussreiche Frau von Perikles, Aspasia, wurde angeklagt. Mit knapper Mehrheit der Richterstimmen wurden sie freigesprochen.

    Perikles beherrschte nicht nur die Innenpolitik Athens. Er sicherte auch weiter die Dominanz der Stadt über die Verbündeten. Er organisierte die Auswanderung Athener Bürger. Diese siedelten sich in ganz Griechenland an und behielten als besonderen Anreiz das athenische Bürgerrecht. Das erregte das Missfallen zahlreicher griechischer Städte, und Athen musste mit militärischen Mitteln ihre Machtposition behaupten.

    In dieser Zeit wuchsen auch die Spannungen zwischen den Verbündeten Athens und Spartas an. Perikles, der unter innenpolitischen Druck stand, nutzte diese Konflikte, um von seiner eigenen Schwäche abzulenken.
    431 v. Chr. begann deshalb der Peloponnesische Krieg zwischen Athen und Sparta. Perikles setzte beim Beginn des Krieges auf die attische Flotte, die die Küsten des Peloponnes verwüsten sollte. Attika hingegen wurde den Spartanern kampflos überlassen. Die Bauern flohen in die Stadt Athen, und die Spartaner brandschatzten das Land.

    430 v. Chr. brach im belagerten Athen wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen eine Seuche aus. Tausende starben. Trotzdem gab Perikles seine Feldzugspläne nicht auf. Die Flotte lief wieder gegen Spartas Verbündete aus und verbreitete damit die Seuche weiter.

    Die Athener, durch die Seuche geschwächt, baten Sparta vergebens um Frieden. Demoralisiert entließ der Rat der 500 seinen Strategen Perikles und klagte diesen der Unterschlagung an. Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.

    Nur wenige Wochen später änderten die Athener Bürger wieder ihre Meinung und wählten den gerade Verurteilten erneut zum Strategen. Perikles konnte seine Macht aber nicht mehr lange ausüben. 429 v. Chr. starb er an der Seuche, die noch immer in Athen grassierte.

    Der Peloponnesische Krieg ging weiter und brachte als Folge das Ende der Klassischen Zeit in Griechenland.
    2.) Schilderung seiner Politik und Strategie

    Perikles trat zum ersten Mal als Politiker in einer breiten Öffentlichkeit auf, als er das Vorhaben der Volksversammlung unterstützte, den von Adligen beherrschten Areopag zu entmachten. Sein politisches Geschick zur Intrige und seine Rednergabe beeinflussten die Geschicke der Stadt. Die Volksversammlung ernannte Perikles immer wieder zum Strategen. Obwohl jedes Jahr 10 Strategen gewählt wurden, war Perikles stets derjenige, der die Politik Athens bestimmte. Stets fühlte er die Stimmungen im Volk und setzte diese geschickt für sich ein. Er bezahlte Tagungsgelder für die zahlreichen Geschworenen und Richter und machte sie zu seinen Parteigängern. Ebenso unterhielt Athen auf sein Anraten eine große Flotte, die Tausende der ärmeren Bürger als Mannschaften beschäftigte. Trotz seiner politischen Erfolge in der Innen- und Außenpolitik wuchs die Zahl seiner Gegner in der Stadt. Perikles beherrschte nicht nur die Innenpolitik Athens. Er sicherte auch weiter die Dominanz der Stadt über die Verbündeten. Er organisierte die Auswanderung Athener Bürger. Diese siedelten sich in ganz Griechenland an und behielten als besonderen Anreiz das athenische Bürgerrecht. Das erregte das Missfallen zahlreicher griechischer Städte, und Athen musste mit militärischen Mitteln ihre Machtposition behaupten. In dieser Zeit wuchsen auch die Spannungen zwischen den Verbündeten Athens und Spartas an. Perikles, der unter innenpolitischen Druck stand, nutzte diese Konflikte, um von seiner eigenen Schwäche abzulenken. 431 v. Chr. begann deshalb der Peloponnesische Krieg zwischen Athen und Sparta. 430 v. Chr. brach im belagerten Athen wegen der katastrophalen hygienischen Bedingungen eine Seuche aus. Die Athener, durch die Seuche geschwächt, baten Sparta vergebens um Frieden. Demoralisiert entließ der Rat der 500 seinen Strategen Perikles und klagte diesen der Unterschlagung an. Doch Perikles´ Gewandtheit sorgte dafür, dass er noch glimpflich davon kam. Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Nur wenige Wochen später änderten die Athener Bürger wieder ihre Meinung und wählten den gerade Verurteilten erneut zum Strategen. Perikles konnte seine Macht aber nicht mehr lange ausüben. 429 v. Chr. starb er an der Seuche, die noch immer in Athen grassierte.



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