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Alle Beiträge und Antworten zu "Stromausfall"
Re: Stromausfall
pendragon - 06.11.2006, 00:59Stromausfall
wie ihr sicher alle wisst, kam es gestern zwischen etwa 10uhr abends und 12 uhr mitternacht zu riesigen stromausfällen die sich bis in andere länder wie z.b. Belgien, Frankreich, Spanien und Italien erstreckten. niedersachsen wird bisher als problemquelle genannt.
nähere ursachenforschung ist im gange. die energiekonzerne verneinen ihre schuld. nett das es im vornerein schon ausgeschlossen wird.
dabei heißt es dort, wenn wir es uns wie eine autobahn vorstellen die überlastet ist, brechen andere nebenstraßen zusammen.
wenn aber eine solche möglichkeit bekannt ist, warum gibt es keine ausweichsautobahn? warum wird nur sowenig des gewinns in die netzwartung gesteckt? um die aktionäre zufrieden zu stellen?
wenn dieses kein einzelfall bleibt haben wir bestimmt bald zustände wie in den usa.
ich bin sehr gespannt, was die nachforschungen zu tage tragen. meistens sind die, die es entscheidend vom anfang an verneinen, die später die schuld zugeben müssen.
jetzt schalten sie schon nicht nur nachts die meisten lichter aus um zu sparen, nein sie versäumen auch noch ihre eigenen netze im ordentlichen zustand zu halten...traurig und alles zu lasten der verbraucher und zahler.
Re: Stromausfall
tr0p1kk - 07.11.2006, 00:14
Naja ob man da jetzt wieder Verschwörungstherorien entwickeln kann?!
Ich denke das es vielleicht echt nur daran lag, das diese eine Stromleitung wegen dem Schiff ausgeschaltet wurde und es für die restlichen zuviel wurde.
Anderer seits ist es komisch das es aufeinmal passiert, den das Kabel wurde bestimmt nicht zum ersten mal ausgeschaltet, bzw. ist da bestimmt nicht zum ersten mal nen Schiff langgefahren.
Vielleicht erfahren wir ja bald die Wahrheit, oder zumindest einen Grund denn sie uns als Wahrheit verkaufen wollen :P .
Re: Stromausfall
Bossi - 07.11.2006, 00:53
Naja - denke, die Lösung ist recht einfach: das gute Shareholder-Value!
Gewinne sollen 1/4-jährlich mximiert werden, damit am Aktienmarkt ein guter Kurs gefahren kann.
Und wenn man in 3-Monats-Schritten denkt, was interessieren da schon Dinge die in 5-10 Jahren passieren können?
Je länger man nach der Abschreibung eine Maschine (Leitung usw) nutzt und Neuinvestionen herausschiebt, desto mehr Gewinn...
Dass das der Stromausfall gleich eine hübsche Kettenreaktion hervorgerufen hat, verwundert ja auch niemanden - wenn man gewinnmaximiert denkt, sind Sicherheitsreserven nunmal ein bloßer Kostenfaktor...
Um es kurz zu fassen:
Es lebe die Privatisierung und gleichzeitige Monopolisierung lebenswichtiger Infrastrukturen!
Re: Stromausfall
Querdenker - 07.11.2006, 10:50
Auch unsere Bahn schreckt seid langer Zeit davor zurück ihre Netze zu erneuern. Die Folge sind Strecken auf denen nur noch im Schneckentempo gefahren werden kann. Das ganze Geld wird halt für den Börsengang benötigt.
Re: Stromausfall
pendragon - 09.11.2006, 13:51
immer wieder geld...geld...geld und gewinnmaximierung. für mich haben die begriffe eher den beigeschmack von menschenverachtend gewonnen.
Re: Stromausfall
Bossi - 09.11.2006, 15:10
Naja - Geld ist halt für die Wirtschaftssysteme von essentieller Bedeutung und auch in seiner Bedeutung losgelöst von der Staatsform.
Sogar der Sowjet-Kommunismus in seiner Blütezeit brauchte Geld (bzw dessen Äquivalente) um zu funktionieren.
In einer arbeitsteiligen Welt kommt man um Begriffe wie "Profitmaximierung" und "Rationalisierung" halt drumherum...
Was man schlicht machen kann, sind die Schadensersatzmöglichkeiten und langfristige Sicherung der Betriebskosten heraufzusetzen...!
Zu letzterem kleine Anmerkung: ;)
Ich habe nichts gegen Atomstrom, wenn der WIRKLICHE Preis berechnet werden würde!
Sprich inc. Miete und Betreibskosten für den gesamten verseuchten Abfall für die KOMPLETTE Zeit und eine Versicherungprämie für einen Super-GAU...!
Dann wäre der nämlich um einiges teuerer als Solarstrom aus der Arktis im Winter...! :mrgreen:
Re: Stromausfall
jesse_james - 10.11.2006, 01:56
Es wird nicht wie in den USA mit unserem Energienetz, es ist wie in den USA, nur das unser System anders aufgebaut ist.
Da in Europa jeder von jedem Energie beziehen kann, haben wir die Hauptleitungen quer durch Europa gespannt, nur davon gibt es nur 2.
Alles andere hängt da dran.
Würden beide Leitungen ausfallen läge Europa in kompletter Dunkelheit !
Dadurch tun sich noch ganz andere Probleme auf zum Beispiel für die BRD.
Wir ziehen uns immer mehr aus der Atomenergiegewinnung zurück, gleichzeitig ziehen wir aber nicht mit erneuerbaren Energiesystemen nach.
Die Folge davon ist das wir uns in eine gewollte Abhängigkeit von anderen Stromerzeugern begeben.
Eine weitere Folge ist das wir nur noch begrenzt in der Lage sein werden uns selbst mit Energie zu versorgen, wenn der Blackout kommt.
Aber davon mal abgesehen kommt der Blackout anderer Art sowie so irgendwann, da unser Energiesystem weltweit nicht in der Lage ist mit Sonnenstürmen fertig zu werden !
Re: Stromausfall
pendragon - 13.11.2006, 15:44
hmm ist schon lange her...aber in der schule hieß es doch...steinkohle reicht noch etwa 50 jahre, braunkohle ca. 80 jahre und erdags auch nur noch etwas mehr.
diese probleme werden mit keinem wort erwähnt. ich wäre froh wenn wir auch in zukunft ohne atomenergie auskommen könnten, solange diese noch nicht zu 100% sicher ist.
aber fakt ist...erneuerbare energien sind weit entfernt davon unseren strombedarf zu decken, mit der bisherigen infrastruktur dafür.
ich bin mir sicher das weiß jede regierung, aber keiner fasst das thema an, sondern wartet ab bis es akut wird. wie immer werden probleme erst angefasst, wenn es eigentlich zu spät ist.
das ist mehr als bedauerlich, es wird eher eine art populär politik gemacht, als eine wirklich sinvolle.
Re: Stromausfall
Bossi - 13.11.2006, 17:40
Das Problem, dass erneuerbare Energien noch relativ geringe Bedeutung haben (10%, davon jeweils zur Hälfte privat und industriell) [http://www.destatis.de/presse/deutsch/pm2005/zdw37.htm] und auch der Wille zur Föderung leider bei Weiten nicht so ausgepräft ist, wie in den 60er und 70er bei den Atomstrom...
Re: Stromausfall
pendragon - 16.11.2006, 21:05
ist nun die frage warum? verhindert es die politik? die lobby? die konzerne?
woran hakt es, daß alles so schleppend in gang kommt und sich kaum jemand dafür interessiert bis die äußeren einflüsse so akut werden, daß was getan werden muß.
wie immer hat der "normale" bürger so gut wie keine informationen, warum es so ist wie es ist. diese art von infomationsvorenthaltung ist ebenfalls sehr unverständlich für mich.
wobei es aber auch schon schwarze schafe gibt...wie z.b. solaranlagen.
natürlich nützen sie zu energieergänzung...aber verkäufer lügen überall um etwas zu verkaufen. ob es nun im inet oder per telefon ist.
da wird schnell mal bei der leistung gelogen, auf schlechtes wetter ooder sonstiges nicht eingegangen.
sobald ein trend aufkommt oder etwas gefördert wird, tauchen auch die schwarzen schaafe aus allen ecken auf um sich einen großen teil des kuchens zu sichern.
von diesen firmen die auftauchen, etwa 3-9 monate später verschwinden gibt es ja zu genüge. grade erst ein nachbar unter mir nach 6 monaten wieder ausgezogen...fragt jemand fremdes an meiner tür wo er hin ist.
der grund: 1000€ hat der gute mann an vorleistung gezahlt für gartenarbeiten, die natürlich nicht geleistet wurden und der chef der firma mal wieder über alle berge.
das solchen leuten die justiz nicht nachkommt ist doch einfach seltsam...wieso schützen unsere gesetze solche personen?
im häuserbauwesen oder telefonverkauf finden sich zu tausenden solcher zweifelhafter unternehmen, dennoch habe ich fast nie gehört das die verantwortlichen dieser firmen gefasst wurden.
da ich selber mal 2 tage in einem solchen betrieb gearbeitet habe, bevor es mir klar wurde, was dort läuft...weiß ich nur zu gut wie einfach es für diese ist und wie einfach sie davon kommen.
da frage ich mich doch, warum der bürger dort nicht besser geschützt ist, um genau solchen firmen das handwerk zu legen.
aber ich kam vom thema ab.
kennt jemand von euch den grund, warum erneuerbare energien so wenig verbreitet sind? woran scheitert es?
ich persönlich weiß es wirklich nicht genau, warum es so ist wie es ist.
was man immer hört ist doch, daß es nicht wirtschaftlich oder zu unbequem ist. sind das tatsachen oder eher gerüchte?
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