Biographie

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    Re: Biographie

    Psycot-X - 21.10.2006, 09:32

    Biographie
    Es gibt genügend Mitmenschen, die gerne und ausgiebig über die Stagnation zeitgenössischer Musik lamentieren, während man mal wieder dem Live-Auftritt einer austauschbaren XY-Combo beiwohnt. Es gibt aber auch Menschen, die etwas dagegen unternehmen. Irgendwann im Jahr 1999 lungern Damon Albarn und Jamie Hewlett in ihrer Londoner WG herum und auch sie sind unzufrieden mit so ziemlich allem im Musikbiz. Dann die Eingebung: Eine Zeichentrick-Supergroup müsste her; eine Projektionsfläche, die einem sämtliche Promotion abnimmt, da man die Fäden im Hintergrund zieht. Mit einem Soundtrack, der keine Stilgrenzen zulässt, da ständig Gastmusiker angeheuert würden.
    Im nächsten Moment verwirft Blur-Sänger Albarn Pläne für ein Soloalbum und Tank Girl-Comiczeichner Hewlett lässt seine gesammelten Filmideen in der Schublade. Die Aussicht, eine virtuelle Band zu erschaffen, die auch ohne physische Präsenz in der Öffentlichkeit agiert, begeistert beide und das Projekt Gorillaz wird geboren. Hewlett bringt flugs vier Zeichentrick-Charaktere zu Papier: Murdoc (aka Hewlett), 2-D (Albarn) sowie Russell und Noodle. Für die letzten beiden werden Ice Cubes Cousin Del Tha Funky Homosapien (dr) sowie Miho Hatori (g) von der New Yorker Indieband Cibo Matto verpflichtet. Ins Aufnahmestudio schauen u.a. Ibrahim Ferrer vom Happy Cuba-Club, Hip Hop-DJ Kid Koala und zwei alte Talking Heads-Members (Tina Weymouth, Chris Frantz) vorbei. Produzieren soll Mischpult-Wizard Dan 'The Automator' Nakurama.

    Soweit zu den Akteuren aus Fleisch und Blut. Noch bevor man musikalische Eindrücke vernimmt, präsentieren sich die Gorillaz auf ihrer Homepage als vollwertige Band mit Biographie. So hat Sänger 2-D mit dem blauen Haarschopf dort, wo andere ein Gehirn haben, angeblich nur ein leeres Blatt Papier. Trotzdem wird der maulfaule 23-Jährige als cool wahrgenommen, obwohl er nur eine Migräne mit sich rumschleppt. Sein Idol ist wiederum der lange, dünne Murdoc, Bassist und heimlicher Kopf der Gorillaz.

    Murdoc kommt aus Stoke-On-Trent (wie übrigens Robbie Williams), ist mit 34 Gruppenältester, raucht wie ein Schlot und liebt Black Sabbath und Dub. Russel, das Hip Hop-Schwergewicht, ist 25, verehrt Chaka Khan und verlässt seinen Schlagzeugsessel gerne mal für eine Rap-Attacke ("Clint Eastwood"). Schließlich die 10-jährige Noodle aus Osaka, die nur ein englisches Wort beherrscht ("Noodle"), dafür aber dicke Riffs springen lassen kann. Man nennt sie auch asiatische Axt-Prinzessin.

    Nun ließen schon Kraftwerk 1978 ihre Roboter auf Pressekonferenzen Interviews geben. Die Gorillaz-Musiker nutzen Videoclips und das Internet, um ihren Comic-Abbildern Leben einzuhauchen. Ende 2000 entert die Single "Tomorrow Comes Today" die UK-Charts; eine Jamaica-Groove-Nummer mit Melodica-Hookline. In Deutschland chartet erst die Nachfolge-Single "Clint Eastwood". Der schlurfende Dub mit Hip Hop-Einschlag und Albarns Nölgesang knackt die Top Ten vor allem dank der abgefahrenen Umsetzung des Animationsvideos im "Thriller"-Style. Der Song an sich ist die offensichtlichste Hommage an die Specials und deren '81er-Hit Song "Ghost Town". Auf dem Debutalbum stehen Punkkracher so dicht an Easy Listening- und Hip Hop-Versuchen, dass auch neue Genre-Kreationen wie "Zombie Hip Hop" das Phänomen nicht wirklich fassen.

    Nach einigen Auftritten in Europa touren Gorillaz im Frühjahr 2002 auch durch die USA. Dabei spielen die Musiker aus Fleisch und Blut hinter einer Leinwand, auf der ihre animierten Comic-Alter-Egos projiziert werden. Lautete die Frage anfänglich noch, ob das die Verkörperung des neuen Pop-Entertainments sei, hat sich der Rummel mittlerweile gelegt. Albarn widmet sich wieder seinen Blur, der musikalische Gorillaz-Output beschränkt sich vorerst auf das Alternative-Takes-Album "G-Sides" und die Remix-Scheibe "Laika Come Home".

    Im Mai 2005 gehen die Gorillaz wieder mit frischem Material an die Öffentlichkeit. Vier Jahre sind seit dem Debüt ins Land gezogen, die Band besteht nur noch aus Albarn und Zeichner Hewlett, und auch 9/11 hat bei der Comictruppe bleibenden Eindruck hinterlassen. "Demon Days" fällt deutlich dunkler aus, schwankt zwischen konkreter Gesellschaftskritik und melancholischer Selbstbetrachtung. Die originelle Mischung aus Dub, Electro und Hip Hop klingt fokussierter und mindestens so fett produziert wie beim Vorgänger. Statt Nakurama produzierte der mit der Bastardpop-Scheibe "Grey Album" bekannt gewordene Danger Mouse. Als GastsängerInnen gewannen 2-D und Murdoc unter anderem Neneh Cherry, Roots Manuva und De La Soul.

    Quelle: LAUT



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