Kinderarmut in Europa

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  • Alle Beiträge und Antworten zu "Kinderarmut in Europa"

    Re: Kinderarmut in Europa

    Hausdrache - 18.10.2006, 13:16

    Kinderarmut in Europa
    Neue Unicef-Studie:
    Jedes 4. Kind in Osteuropa lebt in extremer Armut. In Bulgarien und Rumänien, die bald der EU beitreten möchten, wachsen viele Kinder in Heimen, statt in ihren Familien auf... Im Übrigen ist die Senkung der Kinderarmut NICHT verbesserten Lebensumständen zu verdanken, sondern der Tatsache der gesunkenen Geburtenrate! Hört sich nicht gut an... sceptic

    Zitat: Kinder in Osteuropa extrem arm

    Jedes vierte Kind in Südosteuropa und der ehemaligen Sowjetunion lebt in extremer Armut. Das geht aus einer Unicef-Studie hervor.

    Köln - Besonders akut ist das Armutsproblem laut der Studie in kinderreichen Familien. So liege die Armutsrate für Familien mit einem Kind in Russland bei 9 Prozent, bei Familien mit drei oder mehr Kindern steige sie auf 34 Prozent.

    Obwohl sich die wirtschaftliche Lage in den osteuropäischen Regionen insgesamt verbessert habe, lebten zum Beispiel in Kirgisien noch bis zu 80 Prozent der unter 15-Jährigen in Haushalten, die mit weniger als 1,70 Euro pro Tag auskommen müssten, teilte das Hilfswerk der Vereinten Nationen in Köln in ihrem Osteuropa-Bericht mit.

    Armut sei auch der Hauptgrund dafür, dass eine große Zahl von Kindern in Bulgarien und Rumänien eben nicht in ihren Familien, sondern in Heimen aufwachsen.

    Im Vergleich zu den neunziger Jahren ist die Zahl der Kinder, die in Armut aufwachsen, laut Unicef-Bericht zwar von 32 auf 18 Millionen gesunken. Das liege aber weniger an verbesserten Lebensumständen als an einer drastisch gesunkenen Geburtenrate. Diese hat Unicef zufolge in den untersuchten 20 Staaten Südosteuropas und der ehemaligen Sowjetunion von 1998 bis 2003 um elf Millionen abgenommen.

    In Fragen der Gesundheitsversorgung, bei sanitären Einrichtungen und der sozialen Infrastruktur zeichne sich statt Fortschritten vielfach nur Stagnation ab, hieß es. als/AP -> http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,443215,00.html

    Gruß
    Hausdrache



    Re: Kinderarmut in Europa

    haimax - 22.03.2007, 13:40


    Ist dies Erstaunlich? Nein.

    Wenn wir nach Osteuropa und in die ehemaligen GUS Staaten schauen sehen wir ein kleine Oligarchie, ein Geldadel der sich beim Übergang zur "Demokratie" das ganze Volksvermögen illegal angeeignet hat, das einfache Volk aber ist am verarmen.

    Es gibt niergens so viele Milliardäre wie in Russland. Sind die reichen Russen so arbeitsam oder so kriminell?

    Und ist das einfache Volk, das am verarmen ist so blöd oder einfach ehrlicher?

    für mich sind diese Fragen beantwortet!
    mfg Haimax



    Re: Kinderarmut in Europa

    Sharif - 22.03.2007, 17:34


    haimax hat folgendes geschrieben: Wenn wir nach Osteuropa und in die ehemaligen GUS Staaten schauen sehen wir ein kleine Oligarchie, ein Geldadel der sich beim Übergang zur "Demokratie" das ganze Volksvermögen illegal angeeignet hat, das einfache Volk aber ist am verarmen.

    Wenn man diese Aussage verallgemeinern würde, dann kann man erkennen, dass die angeblich freien westlichen Staaten diesen Prozess auch vollzogen hatten.

    Gruß.



    Re: Kinderarmut in Europa

    haimax - 23.03.2007, 12:52


    Sharif hat folgendes geschrieben: haimax hat folgendes geschrieben: Wenn wir nach Osteuropa und in die ehemaligen GUS Staaten schauen sehen wir ein kleine Oligarchie, ein Geldadel der sich beim Übergang zur "Demokratie" das ganze Volksvermögen illegal angeeignet hat, das einfache Volk aber ist am verarmen.

    Wenn man diese Aussage verallgemeinern würde, dann kann man erkennen, dass die angeblich freien westlichen Staaten diesen Prozess auch vollzogen hatten.

    Gruß.

    Aber die Entwicklung war anderst.

    Wir hatten bis etwa vor 40 Jahren einen Kapitalismus, der sich auch um die kleinen Arbeiter kümmerten.

    Also das war im Allgemeinen so; Der Fabrikbesitzer war eine resolute, strenge Persönlichkeit, der meist nicht die höchsten Löhne bezahlte.

    Aber er baute in der Regel einfache "Kosthäuser" bei der Fabrik in der seine Arbeiter mit der Familie wohnten, er organisierte eine einfache Pensionskasse, eine Hilfskasse die bei Härtefällen seinen Angestellten half.

    Klar er machte das sicher nicht aus Nächstenliebe, aber er war es auch, der seine Arbeiter bei einer Flaute nicht sofort auf die Strasse stellte, sondern sich auch da um sein "Arbeitskapital" kümmerte.

    Leider ist heute bei fast allen Industrien diese Zeit vorbei, die Unternehmen von den Erben verkauft, nun sind Manager an der Spitze, die werder das fabrizierte Produkt noch die Arbeiter kennt, sondern sich alleine auf den Aktienkurs konzentriert, weil er daran gemessen wird. Wenn nötig entlässt er Leute, oder er lagert in Billiglohnländer aus um den Aktienkurs zu steigern, wenn er merkt, dass die Firma nächstens konkurs geht, verlässt er die Firma mit einer riesigen Abfindung.

    So werden heute bei uns ganze Industriezweige demontiert. Auch dies erschafft eine Oligarchie und eine verarmte Schicht! Zur Zeit haben wir das Glück eines Aufschwunges, denke aber das dies nur ein Aufschub ist. Unsere Kinder werden es nicht Einfacher haben im Gegenteil.


    Ich kann jetzt Sharif nicht verstehen.

    Wann hatten wir verstaatlichte Industrien, die von einigen Kapitalisten unter den Nagel gerissen wurden?

    Ich habe auch gehört, dass es deutschen Städten Kinder gibt, die nicht genug zum Essen bekommen (Fernsehen), finde dies ganz Traurig in unserer Gesellschaft! Und nicht hinnehmbar!

    Warum gibt es dies bei uns?
    Zuwenig Arbeit?
    Zuwenig Solidarität?
    Zuwenig Interesse der Menschen?



    Re: Kinderarmut in Europa

    Sharif - 23.03.2007, 13:20


    haimax hat folgendes geschrieben: Ich kann jetzt Sharif nicht verstehen.

    Wann hatten wir verstaatlichte Industrien, die von einigen Kapitalisten unter den Nagel gerissen wurden?

    Mit allgemeiner meinte ich, dass man sich vielleicht fragen sollte, wie die Kapitalisten aktuell ihren Besitz herhaben!

    Es war irgendwann gemeinschaftliches oder fremdes Eigentum, was sie sich erbeutet haben.

    Dies meine ich, weshalb ich die Entwicklung in den GUS Staaten nicht für so besonderlich halte. Sie ist einzigartig in der Geschwindigkeit der Entwicklung, aber mehr nicht. Sicherlich hat der Mantel des Verbergen diesen Prozess weger der hohen Geschwindigkeit nicht folgen können, wie bei uns, was aber erfreulich sein kann, weil man dadurch unsere Gesellschaft in etwas abgewandelter Form ersehen kann.

    Gruß.



    Re: Kinderarmut in Europa

    lennox - 25.03.2007, 11:10


    Sharif hat folgendes geschrieben: haimax hat folgendes geschrieben: Ich kann jetzt Sharif nicht verstehen.

    Wann hatten wir verstaatlichte Industrien, die von einigen Kapitalisten unter den Nagel gerissen wurden?
    Mit allgemeiner meinte ich, dass man sich vielleicht fragen sollte, wie die Kapitalisten aktuell ihren Besitz herhaben!
    Es war irgendwann gemeinschaftliches oder fremdes Eigentum, was sie sich erbeutet haben.
    dem kann ich nicht zustimmen. hättest du beispiele für deine behauptung?

    zum strangthema. wenn kinder statt in ihren familien in heimen aufwachsen müssen, ist das ein signal dafür, dass die gesellschaft krank ist.



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