Weltgeschichte

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    Re: Weltgeschichte

    NPCs - 17.10.2006, 15:58

    Weltgeschichte
    Vorwort zum Werk

    Die Weltgeschichte Gadeeins lässt sich im Groben in etwa vier Epochen teilen, welche die Vorzeit, der Aufgang, der Zenit und der Untergang wären; diese Einteilung findet natürlich von unserem heutigen Blickwinkel aus statt, während man zuvor beispielsweise Holz- und Steinzeit unterschied, welche in dieser Kategorisierung unter dem Aufgang zusammenfallen.

    Die Vorzeit ist insbesondere durch ein Nomadendasein sämtlicher Spezies gekennzeichnet. In ihr entwickelten sich grundlegende kultische und spirituelle Ideen, die unsere Religion bis in die heutigen späten Tage der Moderne kennzeichnen. Es gab noch keine Staaten oder Reiche, sondern lediglich diese Welt Gadeein, in der wir alle leben, und durch die die Stämme auf der Suche nach Nahrungsgrundlagen zogen. Größere Konflikte gab es in dieser Zeit kaum, einzig wären hier das Völkerheer am Bagnâpass sowie der Krieg von Palossia zu nennen.

    Der Aufgang teilt sich vor allem in Pionierszeit, Holzzeit und Steinzeit auf. In der Pionierszeit begannen erste Versuche der Sesshaftigkeit, die von der Spezies der Halblinge begonnen worden sind; nachdem sich das Konzept als erfolgreich erwies, kopierten andere diese Art der Lebensweise. Aus dieser Zeit sind erste Tempelanlagen bekannt, während zuvor lediglich Schreine errichtet worden sind. Erhalten blieben kaum welche; nennenswert wären hier der Wasserschrein am Hermannsstrand sowie die Kapelle von Garnet.
    Die Holzzeit beschreibt die Entwicklung von einfachen Lederhütten und anfänglichen Holzbauten zu einer Holzbaukunst. Nachdem stabilere und größere Siedlungen errichtet worden waren, war die Nahrungsversorgung bald sicher und es blieb Zeit für die ersten Künste, so eben die Holzbaukunst, die Erfindung von ersten Palisaden und Türmen sowie Wagen und anderen Gebrauchsutensilien. Hierbei gibt es bis heute Disput darum, welche der Spezies diese Entwicklung zuerst antrieb. Die ältesten Funde sind jedenfalls elfischer Herkunft; von daher werden sie im Allgemeinen als Vorreiter und Hauptentwickler akzeptiert. Aus der späten Holzzeit stammen auch erste Entwicklungen eines Adels; erstmals wurde in Klassen differenziert und die bisherige Stammesherrschaft des Ältesten oder Stärksten durch Blutsherrschaft ersetzt. Als wichtigste Bauten dieser Zeit gelten die Kantatenkirche sowie der Soyopalast in Frozena. Beide wurden in späteren Kriegen zerstört und nicht wiederaufgebaut.
    Die Steinzeit wurde überraschenderweise von den Orks und Goblins hervorgerufen, wenngleich diese nicht wesentlich von ihr begeistert waren, da hohe Mauern aus Stein ihren kriegerischen Absichten eher im Wege standen. Ansonsten bestand dieses Zeitalter hauptsächlich aus einer Modernisierung der Siedlungen, die langsam zu ersten Städten heranreiften. Im späteren Verlauf dieses Zeitalters bildeten sich erste Verteidigungsbündnisse, die sich jeweils um eine der vier größten Städte des Landes sammelten. Aggressoren, die diese Entwicklung begünstigten, waren vor allem Goblins und Orks, da ihr eher unkultivierter Umgang mit ihrer Umgebung diese auf Dauer unnutzbar machte und die überbevölkerten Siedlungen nicht mehr versorgt werden konnten, sie verkamen und Raubzüge nicht mehr umgehbar waren. Aus jenen Bündnissen entstanden schließlich auch die vier klassischen Reiche des Zenits. Das bemerkenswerteste und erhaltene Gebäude aus dieser Epoche ist die Temporakathedrale, um die sich später das Schloss Rolante entwickelte. Sie hat wie allseits bekannt enorme kulturelle Bedeutung bis in unsere heutige Zeit und galt bis vor der Eisnacht als wichtigster Wallfahrtsort in ganz Gadeein.

    Der Zenit teilt sich schlicht in Krieg und Frieden und war eine verhältnismäßig kurze Epoche von etwa zwei Jahrhunderten, während Vorzeit und Aufgang mehrere Jahrtausende in Anspruch nahmen. Zu Anfang des Zenits hatten sich langsam vier Reiche herauskristallisiert; das demokratische Merchandonien im Westen, das lose von einem adligen Rat regierte Jarre im Süden, das östliche Königreich Zeko sowie das nördliche Priesterreich Sankt Julien. Bisher hatten sich diese vier ergänzt und gestärkt, waren einander freundlich gesinnt und hatten gemeinsam auch schon die Ork- und Goblinhorden zerschlagen, die von daher bis heute kaum feste Städte oder Einfluss haben, und schienen gut zu gedeihen, bis es durch die Ausweitungen der Ländereien zu Grenzstreitigkeiten kam. Der Konflikt war anfangs eher belächelnswert, steigerte sich jedoch aufgrund einiger kriegerischer Auseinandersetzungen; man begann, eigensinniger zu denken und die anderen Länder feindlich zu betrachten. Dies endete in einem Truppenaufmarsch und letztlich einem zwanzigjährigen Krieg, in der viele wertvolle kulturelle Errungenschaften restlos vernichtet wurden. Das Südreich Jarre wurde komplett vernichtet und übernommen, Aufzeichnungen weitestgehend verbrannt, viele wichtige Bauten gingen in Schutt und Asche über; die lose Organisation bekam keine Verteidigung zustande, das Land wurde zwischen Zeko und Merchandonien aufgeteilt. Der Konflikt um Regierungsform und göttliche Legitimation verschärfte sich weiter, es gab einige Dreiecksschlachten und alle zentralen Städte wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen, ohne, dass es jemandem einen Vorteil bot. Bündnispolitik und Schlachten können hier kaum aufgereiht werden; mehr hierzu im entsprechenden Kapitel.
    Dieser Konflikt konnte erst durch Lombardi beendet werden, der keinem der Staaten angehörte, sondern ein schlichter Räuber war, der anfangs noch Dörfer überfallen hatte. Anstatt sie nur auszurauben, kam er jedoch auf die Idee, sie zu einem Reich zusammenzuschließen. Sein Ziel wurde es, ein großes Reich zu erschaffen; durch Attentate und gezielte Propaganda bekam er es tatsächlich zustande, die kriegsmüden Armeen und Bürgerschaften unter seine Herrschaft zu führen; der Krieg endete in Attentaten auf alle entscheidenden Führungspersonen, an deren stelle er trat. Schließlich wurde er von der Priesterschaft der Temporakathedrale zum ersten Kaiser gekrönt, regierte mit weltlicher und geistlicher Legitimation bis an das Ende seiner Tage. Anstelle von Reichen gab es nun Großländereien Merchandonien, Zeko und Sankt Julien. Das zerstörte und kleine Jarre wurde beinahe vollständig aufgelöst, eine Hafenstadt im Süden jedoch diente fortan als Regierungssitz über das ganze Reich und gehörte keiner der Großländereien an, wodurch diese absolut gleichgestellt waren.
    Es begann eine Friedenszeit, in der erst aufgebaut wurde, dann eine unfassbare Ausweitung aller kulturellen Errungenschaften stattfand. Friedlich und in Wohlstand entwickelte sich ein starkes Reich, den gesamten Kontinent umspannend und ohne äußere Feinde. Diese Entwicklung wäre vermutlich so vorangeschritten, wenn nicht die Eisnacht stattgefunden hätte, ein bisher unerklärliches Ereignis.

    Die Eisnacht bestand im wesentlichen aus einem Ereignis: Es wurde unheimlich dunkel und unheimlich kalt, für Wochen. Die Dunkelheit wich, nach vier Wochen ging die Sonne wieder auf, doch die Eiseskälte blieb noch lange Zeit. Der warme Süden des Reiches ist heutzutage etwa so temperiert wie der mittlere Norden zuvor. Dieser wiederum ist heutzutage eine beinahe unfruchtbare Eiswüste geworden. Der Untergang dauerte nur wenige Jahre. Hungersnöte brachen aus, massive Völkerwanderungen nach Süden fanden statt, Millionen starben. Das ehemals blühende und starke Reich blieb zwar als Reich erhalten, viele Orte wurden jedoch schnell zu kaum bewohnten Geisterstädten, vereinsamten, verschneiten, gingen verloren im ewigen Eis.

    Heute, fünfzig Jahre später, haben wir uns an die Bedingungen anpassen können und leben wieder gut; dennoch ist die Moderne weitaus karger und lebloser als die goldenen Zeitalter vor uns. Ob wir jemals wieder eines erreichen werden, ist zweifelhaft.

    [...]

    Auszug aus "Gesamtgeschichtlicher Überblick Gadeeins" von Durchian Bratês



    Re: Weltgeschichte

    NPCs - 17.10.2006, 15:59


    [...]

    Somit stellt die Temporakathedrale also nicht nur ein meisterliches Werk der Baukunst dar, sondern konnte aufgrund ihrer Beschaffenheit und ihrem himmlischen Anschein auch lange Zeit als entscheidendes Ziel für Pilger dienen, zumal eine Reise in die Gefilde von Sternfrost einiges an Zeit und Aufwand kostete, somit als den Göttern ergeben galt und von Mut zeugte.

    Insbesondere wichtig und von kultischer Bedeutung ist der Altarraum für das Zeitalter des Zenit und die göttliche Strafe der Eisnacht. An der halbrunden Rückwand der Altarerhebung befindet sich mittelhoch ein fester Stein, der weit hervorstand; zu Ehren Lombardis und als Zeichen der göttlichen Anerkennung seiner Taten wurde zur linken sein Gesicht in den Stein geschlagen. Von links nach rechts folgten auf Lombardi die Kaiser Tristan, Mestrat, Rheingau, Kreon und Lé Harl. Nun ergab sich, dass jedes der Gesichter einen Abschnitt von einem Sechstel der Steintafel einnahm. Als Lé Harl verstarb, brach die Eisnacht herein. Manche sagen, er wäre an der Kälte in der Eisnacht erst gestorben, doch viel wahrscheinlicher ist, dass er vor ihr verstarb, die auslöste - denn es gab keinen Platz mehr für einen göttlich erkorenen Nachfolger. Das Gesicht des Kaiser Sancho hängt derzeit an einer Steintafel mittig unter der Steinleiste.

    [...]

    Auszug aus "Pilgerfahrt" von Pater Christopher



    Pilgerfahrt? Pilgerfahrt von Pater Christopher? Das Buch ist eine einzige Spekulation. Außerdem ist es miserabel geschrieben.

    - Oscar Mercis über "Pilgerfahrt"



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