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Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Hausdrache - 08.10.2006, 12:34aktuelle Lage in den auton. Gebieten
alles zur Lage in den autonomen Gebieten
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Hausdrache - 08.10.2006, 12:51Fatah für Neuwahlen
Fatah für Neuwahlen
Fatah-Fraktionsvorsitzender Azzam al-Ahmed, spricht sich erneut für Neuwahlen in den autonomen Gebieten aus, wie bereits Ende September. Wahrscheinlich waren al-Ahmed die Ergebnisse einer Umfrage der al-Najah-Universität in Nablus bekannt: Demnach würde die Hamas bei Parlamentswahlen derzeit nur noch 18,8 Prozent der Stimmen bekommen, die Fatah läge bei 34,8 Prozent. Dies ist wohl als Reaktion auf die großspurigen Sprüche von Minister Ismail Haniyeh vom Freitag zu werten, in der er erklärte die Hamas wird nicht gestürzt werden und auch die nächste Regierung stellen. Offensichtlich glaubt er, wenn er es sich und seinen Anhängern lange genug einredet, wird aus Traum Realität. :mrgreen:
Nach palästinensischem Recht kann der Parteivorsitzende zwar die Regierung sprengen, aber er hat keine Vollmacht das Parlament aufzulösen oder Neuwahlen zu erklären. hmm
Zitat: Fatah chair in PA parliament calls for new elections
By Yoav Stern
The chairman of the Fatah faction in the Palestinian parliament yesterday called for new elections in the Palestinian Authority. "How can one authority have two heads blaming each other?" Azzam al-Ahmed told a press conference in Ramallah. "If so, we must turn again to the people," he said. "Any country whose government reaches a dead end calls for early parliamentary elections. Those who trust themselves do not fear the people," he added.
Ahmed's statements came in response to a speech by PA Prime Minister Ismail Haniyeh at a rally of thousands of Hamas supporters on Friday in Gaza. Haniyeh told them that all attempts to bring down the government will fail, and that Hamas would continue to lead the next Palestinian government. He said he hoped a unity government would be established and called on PA Chairman Mahmoud Abbas to come to Gaza and continue talks in that direction.
According to Palestinian law, the chairman of the PA has the authority to disperse the government but he does not have the authority to order the dissolution of parliament and new elections.
However, opinions in the PA are increasingly leaning toward the idea that there will be no choice but to hold new elections because Fatah and Hamas are unable to reach a formula for a unity government. Abbas demands that the new government recognize Israel and previous agreements signed by the PA, to which Hamas says it will never agree.
Haniyeh reiterated that Hamas is prepared to establish a Palestinian state within the 1967 borders. He said the organization is willing to reach a hudna or long-term cease-fire with Israel, but not to recognize it. "The government and the Hamas movement will not recognize Israel and will not give up any Palestinian principle, including the land of our fathers and grandfathers," he said. According to Haniyeh, in exchange for the hudna, Israel must agree to the return of Palestinian refugees from Lebanon and Syria.
Haniyeh criticized Arab and other countries of trying to diplomatically isolate the government by failing to invite him to visit, except for Qatar. He accused them of joining American and Israeli calls not to cooperate with the Hamas government.
"Does Mr. Haniyeh think that when he meets an ambassador here he is dealing with diplomacy?" Ahmad said in response. "I believe he has forgotten that the PLO has 90 embassies around the world."
Behind the stage on which Haniyeh was speaking in Gaza was a large picture of the head of Hamas' political wing, Khaled Meshal. Haniyeh told the crowd there are no factions in Hamas, no factions in the territories or outside them, and no moderates and no extremists. He mentioned the names of many Palestinian leaders Israel had assassinated. On the list were Ahmad Yassin, Fathi Shkaki, Abu Jihad, and Yasser Arafat. He said his government would continue investigating Arafat's death.
Haniyeh, who told the crowd he had ordered Interior Minister Saeed Seyam to put a stop to violence in the Palestinian street, discussed the PA economy at length during the rally. He explained that his government had cut spending by 50 percent of what the previous, Fatah government had spent, thus saving tens of millions of dollars. He also said his government had hired only a few dozen workers as opposed to the large-scale hiring by the Fatah government.
-> http://www.haaretz.com/hasen/spages/771526.html
Gruß
Hausdrache
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
intihaar - 09.10.2006, 16:06verfassungsfragen
Zitat: hausdrache: "Wahrscheinlich waren al-Ahmed die Ergebnisse einer Umfrage der al-Najah-Universität in Nablus bekannt: Demnach würde die Hamas bei Parlamentswahlen derzeit nur noch 18,8 Prozent der Stimmen bekommen, die Fatah läge bei 34,8 Prozent."
nun, die neueste umfrage des in der regel vertrauenswürdigen jmcc geben ein anderes bild wieder: demnach erhalten die fatah und die hamas jeweils etwa ein drittel der stimmen. ich halte diese ergebnisse auch für realistischer, schließlich wurde der fatah ja von der najah-universität, aber auch von anderen instituten im januar noch der wahlsieg bescheinigt. relevant für die auflösung des legislativrates ist übrigens der artikel 89 der verfassung, der zwar sowohl dem ministerpräsidenten als auch dem präsidenten die möglichkeit zur auflösung des parlamentes überträgt, aber eben nur unter zustimmung von mindestens zwei dritteln der abgeordneten:
Zitat: artikel 89: "a) im notfall können der staatspräsident oder der sprecher des ministerrats [ministerpräsident] die auflösung des legislativrates vorschlagen. wenn die auflösung durch eine zweidrittelmehrheit im ministerrat ratifiziert wurde, muss der staatspräsident per dekret den legislativrat auflösen. b) die regierung muss dann innerhalb von sechzig tagen und unter wahrung des wahlgesetzes zu neuwahlen des rates aufrufen. wenn die wahlen nicht abgehalten werden, behält der rat so lange seine rechte, bis ein neuer gebildet wurde. c) der legislativrat darf nicht im ersten jahr seiner bildung oder während des zeitraums der gültigkeit der notstandsgesetzgebung entlassen werden."
dementsprechend könnte zwar ismail hanija den legislativrat mit zustimmung seiner minister jederzeit auflösen, präsident abbas dürfte das allerdings kaum gelingen. ebenfalls möglich ist eine selbstauflösung des parlamentes, aber auch hierfür werden mindestens zwei drittel der stimmen der abgeordneten benötigt - die die hamas aufbringen könnte, aber eben nicht die fatah. und das alles auch frühestens in einem jahr.
präsident abbas hat sich allerdings noch nie sonderlich dafür interessiert; die verfassung nämlich gibt ihm eigentlich auch nicht die oberhoheit über die sicherheitskräfte, die bei der regierung und dem ministerpräsidenten, und über die polizei, die beim innenministerium liegt. im übrigen gibt es auch abgeordnete in den reihen der fatah, die sich nicht einmal in der opposition sehen wollen; insofern kann man der fatah in der tat eine ziemliche realitätsferne unterstellen.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Hausdrache - 09.10.2006, 16:38Re: verfassungsfragen
Nun, dann verstehen es offensichtlich beide Parteien entsprechend populistisch mit dem Säbel zu rasseln. :mrgreen:
Ich lehne die Hamas ab, weil sie Israel immer noch das Existenzrecht verweigert und nicht dem Terror abschwört, aber die Fatah wiederum ist eindeutig korrupt. Zumindest war sie es in der Vergangenheit. Das sich das geändert hat, wage ich zu bezweifeln. Wären nicht so viele von den Milliarden Hilfsgeldern in privaten Taschen verschwunden, könnte es inzwischen um die Menschen in den autonomen Gebieten wesentlich besser bestellt sein.
Mich würde interessieren wie Du Hamas und Fatah beurteilst. Was zeichnet beide als "typisch" aus, was haben die Palästinenser und auch Israel jeweils von ihnen zu erwarten? Welche von beiden würdest du als palästinensische Führung bevorzugen und warum?
Und danke für das Aufdröseln in Sachen "Verfassungsfragen". Ich finde es sehr wichtig, darüber mehr zu wissen. :D
Gruß
Hausdrache
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
intihaar - 09.10.2006, 17:05führung
Zitat: hausdrache: "Mich würde interessieren wie Du Hamas und Fatah beurteilst. Was zeichnet beide als "typisch" aus, was haben die Palästinenser und auch Israel jeweils von ihnen zu erwarten? Welche von beiden würdest du als palästinensische Führung bevorzugen und warum?"
innerhalb der beiden parteien bevorzuge ich eindeutig die hamas. die hamas hat mich in den letzten monaten fast ausschließlich positiv, die fatah negativ überrascht. es wird immer deutlicher, dass die politiker der fatah immer nur ihre eigenen, egoistischen ziele verfolgen, während man bei der hamas zumindest den eindruck hat, dass sie das beste für ihr volk erreichen will. ob sie das auf richtige weise tut, ob sie kompetenz besitzt und inwiefern ihr handeln nun im einzelnen einzuschätzen ist, darüber mag man sich streiten, aber die intention selbst ist schon die richtige.
es wird immer gerne auf die charta verwiesen, die tatsächlich äußerst bösartig ist und die in nahezu jedem punkt abgelehnt werden muss. das wahlprogramm der hamas unterscheidet sich davon aber ebenso deutlich wie ihr faktisches agieren während der zeit, in der sie nun schon an der regierung ist. ich denke, die hamas hat einen zweiten blick und auch eine chance verdient, endlich ordentlich regieren zu können, ohne dass ihr internationale blockaden, die allüren der fatah und die einbehaltung rechtlich palästinensischer gelder wie steuern und zölle durch israel dabei im wege stehen.
wenn sie nun schon gewählt wurde, sollte sie endlich zeigen dürfen, was sie denn rein praktisch und politisch so drauf hat. sie hat auch bewiesen, dass sie weit weniger "islamistisch" ist als teile der hamas. eine gesetzesinitiative der fatah, die das strafmaß für ehrenmord auf sechs monate heruntersetzen wollte, wurde von ihr und allen im parlament vertretenen parteien abgelehnt.
sie hat sich auch um dialog mit der bevölkerung bemüht, es wurden podien abgehalten und bürgergespräche, man könnte die abgeordneten der hamas regelrecht als musterdemokraten bezeichnen. verglichen damit sind die fatah-korruptionäre völlig abgehoben. und wer einen reaktionären, diktatorischen sharia-staat erwartet hat, lag falsch; viele kulturelle ereignisse, von denen man hätte befürchten können, sie würden von der hamas verboten, fanden problemlos statt, das shashat-frauenfilmfestival wurde sogar ausgeweitet.
dennoch bin ich kein anhänger der hamas; ich persönlich bin der palästinensischen nationalen initiative kurz nach ihrer gründung beigetreten und habe sie entsprechend auch sowohl während der kommunal- als auch während der wahlen zum legislativrat gewählt und meinem gewissen dadurch die nötige achtung gezollt. ich vertrete dementsprechend auch das ziel der bildung einer regierung der nationalen einheit, welches ich aber von der fatah weit eher boykottiert sehe als von der hamas.
und ich betrachte die verfassung in ihrer fassung von 2003 als bindend und bin entsprechend der ansicht, dass auch diejenigen, die in palästina verantwortung tragen, sie als bindend betrachten sollten. und auch dies scheint mir bei der hamas eher der fall zu sein als bei der fatah.
nichtsdestotrotz gibt es natürlich dinge, die ich notwendigerweise ablehnen muss. ich schätze ministerpräsident hanija und bin davon überzeugt, dass er das vertrauen, das ihm vom palästinensischen volk entgegenbringt, auch verdient hat. chalid mashaal hingegen betrachte ich noch immer als gefahr, und es gibt viele andere chaoten innerhalb der hamas, die ich gut und gerne so schnell als möglich mundtot gemacht sehen würde.
ihr problem mit der propaganda hat die hamas immer noch nicht zufriedenstellend gelöst, und wenngleich ich ihre ablehnung einer expliziten anerkennung des israelischen existenzrechtes rein politisch nachvollziehen kann, würde ich sie mir dennoch wünschen. auch ein stärkeres bekenntnis zu den bereits abgeschlossenen verträgen wäre wünschenswert, ich bin aber bereit, darauf verzichten, so lange israel sich ebensowenig um die verträge kümmert.
und ich denke eben auch, dass die hamas in der vergangenheit einen großen, beachtenswerten wandel hingelegt hat, und wie auch mein volk bin ich bereit, sie dafür mit der notwendigen anerkennung und dem notwendigen respekt zu belohnen. den versuch ihrer isolierung durch ausländische mächte wie auch durch israel lehne ich als politisch unklug wie auch moralisch nicht gerechtfertigt in vollem umfang ab.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Hausdrache - 10.10.2006, 18:02Re: führung
Danke für Deine ausführliche Antwort, intihaar.
Bei der Beurteilung der Fatah scheinen wir einer Meinung zu sein, bei der Hamas sieht es da eindeutig anders aus.
intihaar hat folgendes geschrieben: es wird immer gerne auf die charta verwiesen, die tatsächlich äußerst bösartig ist und die in nahezu jedem punkt abgelehnt werden muss. das wahlprogramm der hamas unterscheidet sich davon aber ebenso deutlich wie ihr faktisches agieren während der zeit, in der sie nun schon an der regierung ist.
Ihr Wahlprogramm interessiert nicht. Wenn die Hamas nicht die Charta ändert, (was hindert sie denn daran?) ist das ein Faktum. Wer einen anderen Staat seine Existenz verweigert, ja ihn vernichten will, braucht er sich über die internationale und israelische Ablehnung nicht zu wundern. Niemand hält die Hamas davon ab die Charta zu wiederrufen, Israel offiziell anzuerkennen und damit Gesprächsbereitschaft zu signalisieren. ;) Aber nein, da wird sich mit Klauen und Zähnen gesträubt. Gut, selber Schuld.
Zitat: ich denke, die hamas hat einen zweiten blick und auch eine chance verdient, endlich ordentlich regieren zu können, ohne dass ihr internationale blockaden, die allüren der fatah und die einbehaltung rechtlich palästinensischer gelder wie steuern und zölle durch israel dabei im wege stehen.
Die Hamas hat ja bereits seit Monaten eine Chance.
Frage: Welche Gelder werden von Israel einbehalten? Hast Du dazu eine seriöse Quelle?! Oder spielst Du auf die EU-Gelder an? Diese Zahlungen sind FREIWILLIG. Es ist das gute Recht der EU, Regierungen die sie ablehnt nicht zu unterstützen. Solange die Hamas sich nicht klar und deutlich vom Terror distanziert und Israel anerkennt, wird sich daran wohl auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Und das ist gut so.
Zitat: wenn sie nun schon gewählt wurde, sollte sie endlich zeigen dürfen, was sie denn rein praktisch und politisch so drauf hat. sie hat auch bewiesen, dass sie weit weniger "islamistisch" ist als teile der hamas.
ops, scheint so, als hättest Du dich verschrieben. Da bin ich aber froh, dass ich nicht die einzige bin, der so ein fauxpas mal passiert. :D
Zitat: sie hat sich auch um dialog mit der bevölkerung bemüht, es wurden podien abgehalten und bürgergespräche, man könnte die abgeordneten der hamas regelrecht als musterdemokraten bezeichnen. verglichen damit sind die fatah-korruptionäre völlig abgehoben. und wer einen reaktionären, diktatorischen sharia-staat erwartet hat, lag falsch; viele kulturelle ereignisse, von denen man hätte befürchten können, sie würden von der hamas verboten, fanden problemlos statt, das shashat-frauenfilmfestival wurde sogar ausgeweitet.
Es ist schön dass sie sich um einen Dialog mit der palästinensischen Bevölkerung bemüht hat. Aber was ist mit einem Dialog mit Israel?! Und ein "Frauenfestival" ist für mich kein Beleg für Gleichberechtigung... sceptic
Zitat: dennoch bin ich kein anhänger der hamas; ich persönlich bin der palästinensischen nationalen initiative kurz nach ihrer gründung beigetreten und habe sie entsprechend auch sowohl während der kommunal- als auch während der wahlen zum legislativrat gewählt und meinem gewissen dadurch die nötige achtung gezollt. ich vertrete dementsprechend auch das ziel der bildung einer regierung der nationalen einheit, welches ich aber von der fatah weit eher boykottiert sehe als von der hamas.
Ich habe bisher noch nie von dieser "nationalen Initiative" gehört. Gibt es einen Info-Link dazu? Das würde mich interessieren.
Zitat: nichtsdestotrotz gibt es natürlich dinge, die ich notwendigerweise ablehnen muss. ich schätze ministerpräsident hanija und bin davon überzeugt, dass er das vertrauen, das ihm vom palästinensischen volk entgegenbringt, auch verdient hat. chalid mashaal hingegen betrachte ich noch immer als gefahr, und es gibt viele andere chaoten innerhalb der hamas, die ich gut und gerne so schnell als möglich mundtot gemacht sehen würde.
Dann wird es Zeit, dass die Hamas hier etwas unternimmt. Niemand außer ihr selbst ist für ihre Mitglieder verantwortlich.
Zitat: ihr problem mit der propaganda hat die hamas immer noch nicht zufriedenstellend gelöst, und wenngleich ich ihre ablehnung einer expliziten anerkennung des israelischen existenzrechtes rein politisch nachvollziehen kann, würde ich sie mir dennoch wünschen. auch ein stärkeres bekenntnis zu den bereits abgeschlossenen verträgen wäre wünschenswert, ich bin aber bereit, darauf verzichten, so lange israel sich ebensowenig um die verträge kümmert.
Wenn die Palästinenser tatsächlich einen Fortschritt im Zusammenleben mit Israel erreichen wollen, MÜSSEN sie die Hamas-Charta wiederrufen und das Existenzrecht Israels anerkennen. Das ist Grundvoraussetzung. Kein Staat würde mit einer Gruppierung oder Regierung verhandeln, die sie nicht anerkennt. Das dürfte wohl jedem einleuchten.
Zitat: und ich denke eben auch, dass die hamas in der vergangenheit einen großen, beachtenswerten wandel hingelegt hat, und wie auch mein volk bin ich bereit, sie dafür mit der notwendigen anerkennung und dem notwendigen respekt zu belohnen. den versuch ihrer isolierung durch ausländische mächte wie auch durch israel lehne ich als politisch unklug wie auch moralisch nicht gerechtfertigt in vollem umfang ab.
Da bin ich mehr als skeptisch. Ich kann bei der Hamas keinen großartigen Wandel verzeichnen. Beim besten Willen nicht.
Und ablehnen intihaar, kannst Du immer nur für Dich persönlich, nicht im Namen Deines Volkes. :?
Gruß
Hausdrache
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Hausdrache - 12.10.2006, 17:40Schmierenkomödie der Fatah
Und hier mal wider eine neue Meldung aus den autonomen Gebieten:
"Schmierenkomödie der Fatha!"
Die Fatah will sich nun das Gewand der Menschenfreunde überstreifen und betreibt verschärft Propaganda in dieser Hinsicht. Wer es glaubt, wird selig. Ich nehme denen ihre neue Rolle nicht ab. Dahinter steckt doch nur der Machtkampf mit der Hamas. Die Fatah will sich als die "bessere und menschlicher" Partei verkaufen, damit sie vom Westen unterstützt wird. Würde mich auch nicht wundern, wenn es nur eine Schmierenkomödie, ein abgekartertes Spiel ist. Denn die Entführer sind eine bisher unbekannte Gruppe. So sehe zumindest ich die Angelegenheit. sceptic
Zitat: Fatah-Anhänger befreien entführten US-Studenten
Nur Stunden nach seiner Entführung im Westjordanland ist ein US-Student wieder auf freiem Fuß: Anhänger des militärischen Arms der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsidenten Abbas befreiten den Mann unverletzt aus den Händen einer bislang unbekannten Gruppe.
Tel Aviv/Ramallah - Der 24-jährige Michael Phillips sei am Abend von Männern der al-Aksa-Märtyrer-Brigaden in Nablus befreit worden, sagte ein Vertreter der Fatah. Die al-Aksa-Brigaden gelten als militärischer Arm der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Phillips sei in guter Verfassung und befinde sich an einem sicheren Ort. Nach Angaben des Fatah-Sprechers kam es bei der Befreiungsaktion zu einem Schusswechsel. Vertreter der al-Aksa-Brigaden sagten, sie hätten ein verdächtiges Auto gestoppt und darin Phillips und vier seiner Entführer vorgefunden. Die Entführer seien unerkannt entkommen.
Phillips arbeitete als Lehrer für das Projekt Hoffnung in Flüchtlingslagern. Er will auch nach dem Ende der Entführung im Westjordanland bleiben. Nach seiner Befreiung erklärte er, er sei von den Entführern nicht gut behandelt worden, hege aber keinen Groll gegen das palästinensische Volk.
Phillips war gestern von Mitgliedern einer bislang unbekannten Gruppe namens "Die Armee von Ansar al-Sunna" in ein Taxi gezerrt worden. Die Gruppe faxte eine Kopie des Passes und des Studentenausweises ihrer Geisel an die palästinensischen Sicherheitsbehörden. Ein maskierter Mann, der sich als Mitglied der Gruppe ausgab, wandte sich zudem an Journalisten in Chan Junes im südlichen Gazastreifen und sagte, die Entführung sei "eine Antwort auf den Krieg gegen den Islam und die Muslime". Die Gruppe forderte die Freilassung palästinensischer Häftlinge im Austausch gegen den US-Amerikaner.
In den Palästinensergebieten herrscht seit Monaten Chaos. Im Westjordanland liefern sich rivalisierende bewaffnete Milizen Machtkämpfe. Fatah wirft dem von der radikal-islamischen Hamas kontrollierten Innenministerium vor, für die chaotische Situation verantwortlich zu sein.
phw/AFP/dpa/reuters
-> http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,442145,00.html
Gruß
Hausdrache
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
sv00010 - 12.10.2006, 19:59
Israel hat im Anfang (ganz früher) der Hamas geholfen, um ein Gegengewicht gegen Fatah aufzubauen, was natürlich ein großer Fehler war.
Glücklicherweise funktioniert es gerade mit dem Gegengewicht, was aber nur eine Frage der Zeit ist, wie lange noch.
Also den Konflikt köcheln lassen und hoffen, dass sie sich möglichst lange und gut selber umbringen.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
intihaar - 13.10.2006, 11:09lustlosigkeit
ich wolte mich eben noch an eine ausführlichere antwort machen, hausdrache, habe nach dem kommentar von sv00010 und angesichts dessen, dass ich mir im politikforum dazu schon ausreichend die finger wund geschrieben habe, jetzt aber keine lust mehr.
daher bleibt es bei einem link zu einem interview mit mustafa barghuti, meinem hochgeschätzten parteivorsitzenden und wunschkandidaten fürs präsidentenamt, indem eigentlich auch alle deine hier gemachten anmerkungen und gestellten fragen hinsichtlich der hamas und der nationalen einheit hinreichend beantwortet werden. einen link zur hompage der nationalen intitiave findest du schon seit monaten in meiner signatur.
mehr vielleicht später, wenn ich die muße zurückgewonnen habe.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Hausdrache - 14.10.2006, 13:266 Hamas-Kämpfer tot
und es geht wieder los: 6 Hamas-Kämpfer tot. Neuer Gewaltaussbruch in Gaza und Westbank.
Zitat: Israelische Soldaten töten sechs Hamas-Kämpfer
Seit dem Inkrafttreten des Waffenstillstands im Krieg gegen die Hisbollah im Südlibanon schienen die Wogen im Nahost-Konflikt zunächst geglättet. Heute Nacht entlud sich die Spannung aufs Neue. Schauplätze der Gewalt waren der Gaza-Streifen und die Westbank.
Gaza-Stadt/Jerusalem/Nablus - In Gaza-Streifen kam es am frühen Morgen zu einem massiven Zusammenstoß zwischen der israelischen Armee und radikalen Mitgliedern der Hamas. Nach Angaben eines israelischen Militärsprechers löste ein Raketenbeschuss auf eine israelische Planierraupe den Zwischenfall in einem Gebiet nahe der Stadt Jabalya aus. Nach Angaben palästinensischer Behörden rückte die Armee daraufhin mit Panzern und einem Hubschrauber gegen die Angreifer vor.
erlitten. Unter den Getöteten seien auch vier Mitglieder der radikalen Hamas. Sie seien ums Leben gekommen, als eine israelische Rakete in einem Haus eingeschlagen sei.
Seit Beginn der israelischen Offensive im Gaza-Streifen im Juni sind mindestens 240 Palästinenser getötet worden. Israel will einen seiner Soldaten befreien, der von Palästinenser verschleppt worden ist. Zudem will Israel verhindern, das militante Palästinenser weiterhin Raketen auf israelisches Gebiet schießen.
An den Grenzübergängen rund um Jerusalem und nahe der Grenzstadt Nablus war es in der Nacht zum Freitag zu Zusammenstößen zwischen einer aufgebrachten Menge und israelischen Soldaten gekommen. Die Gewalt entlud sich, nachdem Grenzposten Gläubige daran gehindert hatten, im Rahmen der Feiern zum Ramadan die al-Aksa-Moschee in Jerusalem zu besuchen. Hunderte von Palästinensern hatten daraufhin versucht, den Grenzwall mit Leitern zu überwinden und waren mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen zurückgetrieben worden.
Nach Einschätzung von Beobachtern ist der spontane und unkontrollierte Ausbruch der Gewalt ein Beleg für den wachsenden Ärger der sich auf Seiten der Palästinensern über den Grenzwall, den Israel als Vorbeugung gegen Selbstmordattentate errichtet hat. Weil aber auch einige jüdische Siedlungen von dem Schutz erfasst werden sollen, verläuft die 7,5 Meter hohe Mauer an vielen Stellen über palästinensisches Gebiet. An der hermetisch abgeriegelten Grenze werden Männer unter 45 Jahren rigoros abgewiesen.
mik/Reuters/AP -> http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,442608,00.html
Gruß
Hausdrache
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
intihaar - 14.10.2006, 23:29ausbrüche
angesichts dessen, dass ohnehin jeden tag mindestens ein palästinenser durch israelische angriffe stirbt, sind sechs an einem tag nicht mehr als ein ausreißer. von einem neuerlichen ausbruch kann also keine rede sein.
ich würde eher von einer stichflamme sprechen. wer jetzt behauptet, der zwischenfall sei ja durch einen angriff auf einen panzer ausgelöst worden, sei daran erinnert, dass sich die izz-ad-din-al-qassam in einem verteidigungskampf gegen eine unverhältnismäßige offensive befinden und selbstverständlich das recht haben, jeden israelischen panzer zu attackieren, der ihnen in den weg kommt.
ob das nun klug, effektiv oder gar sinnvoll ist, ist freilich eine andere frage. die geplante installation von abwehrsystemen, wie von der regierung jüngst angekündigt, ist jedoch zu begrüßen: dafür wünsche ich schon mal viel erfolg.
livni erklärte ja schließlich auch, dass palästinenser, die militärische kräfte angreifen, selbstverständlich keine terroristen, sondern nur feinde seien, weshalb mich auch die seltsamen titulierungen für die entführer ziemlich irritieren. ob allerdings auch die zwei von unzähligen getöteten zivilisten feinde waren, darf getrost bezweifelt werden.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Das Tier - 03.11.2006, 13:20Lehrer streiken gegen die HAMAS
Bericht der tagesschau.de in Auszügen:
„Seit Beginn des Schuljahres streiken in den Palästinensergebieten tausende Lehrer: für die Zahlung ihrer ausstehenden Gehälter, gegen die Hamas-Regierung. Betroffen sind hunderttausende Schüler, die seit August nicht mehr unterrichtet werden.
Von Clemens Verenkotte, ARD-Hörfunkstudio Tel Aviv
Es ist 10.30 Uhr - an einer belebten Einkaufsstraße in Nablus geht der 13-jährige Nadeem in eine Arztpraxis. Hier ist sein Arbeitsplatz. Er bringt Blutproben in ein benachbartes Labor. "Eigentlich müsste ich hier von neun bis 14.30 Uhr arbeiten. Aber ich komme oft zu spät, weil der Arzt sehr nett ist. Der sagt nichts."
Seit Beginn des Schuljahres Ende August streiken die meisten Lehrer gegen die Hamas-Regierung: Kein Geld - kein Unterricht. Der internationale Finanzboykott gegen die Islamisten hat die palästinensische Gesellschaft tief gespalten, betroffen auch die rund 1,8 Millionen Schüler. Nur an islamischen Schulen und Schulen, die von dem UN-Hilfswerk für Palästina, UNWRA unterhalten werden, wird noch unterrichtet. Doch an den meisten Schulen in den palästinensischen Gebieten, wie an Nadeems Jungenschule in Nablus, geht nichts mehr. Was ihm die streikenden Lehrer gesagt haben? "Wir sind hingegangen, und der Klassenlehrer und die anderen Lehrer waren alle nicht da", erzählt Nadeem. "Nur ein Lehrer war da, und der hat uns Bücher gegeben und uns gesagt: ‚Jetzt geht nach Hause und lernt daheim. Und seitdem lernen wir zuhause."
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Hausdrache - 03.11.2006, 17:12
Tja, hat die Hamas wirklich kein Geld oder soll dies eine Erpressungs-Nummer werden, jaaa wir haben alle Mitleid und Verständnis :roll: , damit die Gelder wieder fliessen?!
Gruß
Hausdrache
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Das Tier - 03.11.2006, 19:07
Hausdrache hat folgendes geschrieben: Tja, hat die Hamas wirklich kein Geld oder soll dies eine Erpressungs-Nummer werden, jaaa wir haben alle Mitleid und Verständnis :roll: , damit die Gelder wieder fliessen?!
Gruß
Hausdrache
Ich vermute die Hamas zahlt erst ALLES ANDERE, und dann die Gehälter. Eine lebende Teenager-Bombe benötigt kein Algebra, Wissen (und Aufklärung) haben für die Hamas wohl keinen hohen Stellenwert.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Cybermaus - 09.12.2006, 18:57
Das Tier hat folgendes geschrieben:
Ich vermute die Hamas zahlt erst ALLES ANDERE, und dann die Gehälter. Eine lebende Teenager-Bombe benötigt kein Algebra, Wissen (und Aufklärung) haben für die Hamas wohl keinen hohen Stellenwert.
Apropos "Zahlen":
Die Geburtenrate der Palästinenser ist eine der höchten (wenn nicht die höchste) der Welt.
Bei Zahlungen aus Europa/der UNO sollte auf Familienplanung bestanden und ein Teil der Mittel dazu verwendet werden.
Jeder Geburtenüberschuss macht wirtschaftliche Anstrengungen wieder zunichte.
Folge: kein Wasser, kein zu bewirtschaftendes Land, Armut, Krieg.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 09.12.2006, 20:14
Cybermaus hat folgendes geschrieben:
Die Geburtenrate der Palästinenser ist eine der höchten (wenn nicht die höchste) der Welt.
Nee, bei weitem nicht. Laut CIA Fact book ist die
West Bank bei 31.67 (per Tausend) in
Gaza ist die Rate bei 39.45
Westbank hat mehr Einwohner, macht demzufolge fuer die PA einen Mittelwert von ca. 34.
Wenn man sich nun die Geburtenraten der Welt ansieht, laege die PA bei Geburtenraten lediglich auf 44. Platz in der Welt.
Das ist ganz schoen weit weg vom "hoechster Geburtenquote". Den Platz hat Niger (mit 48,1 Geburten)
(Ein aehnlicher Mythos, der immer wieder gerne bemueht wird, ist: PA hat die hoechste Bevoelkerungsdichte der Welt. Das stimmt aber ebenso wenig.
Die Bevoelkungsdichte in GazaStrip [der wesetlich dichter bevoelkert ist als die Westbank] ist aber nur ungefaehr ein Viertel der Dichte von Macau oder Monaco. )
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Cybermaus - 09.12.2006, 21:01
Zitat: Kein Friede ohne "demografische Abrüstung" im Nahen Osten
Soziologe macht hohe Geburtenraten für Gewalt mitverantwortlich
Moderation: Katja Schlesinger
Nach Ansicht des Soziologen Gunnar Heinsohn tragen die hohen Geburtenraten in den palästinensischen Gebieten zur Gewalt im Nahen Osten bei. Viele junge Männer ohne Perspektive seien für religiös motivierte Gewalt empfänglich, sagte Heinsohn. [...]
Schlesinger: Herr Heinsohn, eine Frage - mit einer ganz kurzen Antwort bitte. Sie hatten gesagt, wenn die Geburtenrate sinkt, dann löst sich quasi das Problem. Was führt nun zu kleineren Familien? Welche Rolle spielen die Frauen?
Heinsohn: Die Frauen müssen einfach mit Männern zusammen sein, die lohnabhängig sind, die keine Erben brauchen, dann gehen die Geburtenzahlen runter. Es sei denn, wir haben Palästina, wo die Welt sagt: Ihr seid Flüchtlinge und wenn ihr 20 Kinder habt, sind die Flüchtlinge und wir versorgen die. Deshalb geht in Palästina die Geburtenzahl nicht runter, während sie in Algerien und Tunesien - auch Libanon, ist ja auch bei 1,9 Kindern - längst runtergegangen ist, haben die Palästinenser immer noch sechs. Also da hat die demografische Abrüstung noch überhaupt nicht begonnen. Und deshalb kann es keine Lösung des Palästinakonflikts geben vor dieser demografischen Abrüstung. Aber selbst wenn die beginnt, werden die sich, falls Israel richtig zumachen kann und sich verteidigen kann, werden die weiter sich untereinander dezimieren - Fatah- gegen Hamas-Schießereien sind ja an der Tagesordnung, wir hören nicht viel darüber -, wird das also sich zuspitzen.
Schlesinger: Der Soziologe und Völkermordforscher Gunnar Heinsohn über seine These, dass hohe Geburtenraten zu Unruhen oder Krieg führen. Der radikale Islam wird darum auch in den nächsten Jahren Zulauf erhalten.
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/527963/
In anderen Worten:
Die Geburtenrate in den Palästinensergebieten ist *wegen* der Hilfe aus dem Ausland so hoch.
Daher: Weniger Hilfe an die Palästinenser.
Cybermaus
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Sharif - 09.12.2006, 21:15
Riwka hat folgendes geschrieben: Das ist ganz schoen weit weg vom "hoechster Geburtenquote". Den Platz hat Niger (mit 48,1 Geburten)
[...]
Ein aehnlicher Mythos, der immer wieder gerne bemueht wird, ist: PA hat die hoechste Bevoelkerungsdichte der Welt. Das stimmt aber ebenso wenig.
Die Bevoelkungsdichte in GazaStrip [der wesetlich dichter bevoelkert ist als die Westbank] ist aber nur ungefaehr ein Viertel der Dichte von Macau oder Monaco.
Dies ändert aber nix daran, dass die Tragfähigkeit in diesen Regionen überschritten worden ist, weshalb dagegen etwas unternommen werden muss!
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 10.12.2006, 14:27
Scharif ibn Nur ibn Aiman hat folgendes geschrieben:
Dies ändert aber nix daran, dass die Tragfähigkeit in diesen Regionen überschritten worden ist, weshalb dagegen etwas unternommen werden muss!
welche Regionen meinst Du jetzt?
Meinst Du, man muesse dringend etwas gegen die Bevoelkerungsdichte in zB Monaco unternehmen, oder gegen die Geburtenrate in zB Oman (liegt beides in kritischerem Bereich als in der PA) - damit die Zustaende dort wieder "tragbar" werden -oder was meinst Du?
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 12.12.2006, 10:54
Die PA wird leerer...
Zwischen Juni und Oktober 2006 haben
* 10. 000 Palestinenser die PA verlassen
* weitere 45.000 bereiten sich bereits darauf vor, die PA zu verlassen, so Ahmed Suboh (Palestinian Foreign Ministry official).
Meist handelt es sich hierbei um juengere Leute mit guten Abschluessen/Berufen.
Zitat:
The emigration is hurting Palestinian prospects for statehood, says pollster Nader Said. "What Israel couldn't do by force," he said, "we were able to do with internal dispute, lack of leadership, accompanied by economic pressure and the siege on Gaza."
Eine Umfrage der PA zeigt weiterhin auf, dass der Anteil der jungen Menschen in der PA, die die Pa verlassen wollen, sobald sie die Moeglichkeit dazu haben, in den vergangenen beiden Jahren sprunghaft von 25% auf ueber 44% angestiegen ist.
Beliebte Ziele fuer Palaestinenser aus Gaza sind Canada und Cuba.
Diejenigen mit Tuoristenvisa nach Canada gehen angeblich haeufig waehrend des Transits in Europa von Bord des Fliegers..., schreibt die WaPo.
Educated Palestinians Leaving PA (Washington Post)
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Dayan - 13.12.2006, 22:04Pali Justiz!
Ich denke es ist nicht gut Richter in palistan zu sein.Man braucht nur einen falschen zu verurteilen und schon haben wir Sippenhaft:
13.12.2006, 11:09 Uhr
Palästinenser ermorden Hamas-Richter
CHAN JUNIS (inn) - Unbekannte haben am Mittwochmorgen im südlichen Gazastreifen einen palästinensischen Richter erschossen. Er war Mitglied der radikal-islamischen Hamas.
Bei dem Ermordeten handelt es sich um den 30-jährigen Bassam al-Fara. Er stieg aus seinem Fahrzeug und wollte das Gerichtsgebäude in Chan Junis betreten. Laut Augenzeugen eröffneten vier Bewaffnete aus dem Hinterhalt das Feuer auf den Richter. Seine Leiche sei von mehreren Kugeln durchlöchert worden, teilten Krankenhausvertreter mit.
Hamas-Sprecher Fausi Barhum verurteilte den Mord: "Dies ist ein hässliches Verbrechen, das gegen einen Feldkommandeur des militärischen Flügels der Hamas und eine der herausragendsten Gestalten in der Hamas begangen wurde. Die Finger, die ihn erschossen haben, sind dieselben Finger, die in die Tötung früherer Hamas-Führer verwickelt waren. Die Hamas wird das Blut ihrer Mitglieder nicht vergessen. Sie wird diejenigen jagen und vor Gericht bringen, die in das heutige Verbrechen verwickelt waren."
Die rivalisierende Fatah wehrte sich gegen Verdächtigungen gegenüber ihrer Gruppierung. "Wir verurteilen alle Akte der Anarchie, wer auch immer dahinterstecken mag", sagte Sprecher Taufik Abu Chussa. "Wir rufen alle Brüder in der Hamas auf, das Abfeuern von Beschuldigungen bis zur Untersuchung einzustellen." Andere Vertreter der Gruppierung wiesen hingegen darauf hin, dass Al-Fara an früheren Angriffen auf Fatah-Mitglieder beteiligt gewesen sei.
Wie die Tageszeitung "Ha´aretz" berichtet, versammelten sich nach dem Angriff Dutzende Menschen am Tatort. Palästinensische Sicherheitskräfte errichteten Straßensperren. Hamas-Vertreter versperrten unabhängig davon ebenfalls Straßen, um nach den Schützen zu suchen.
Proteste nach Mord an Kindern
Erst am Montag hatten Unbekannte in Gaza-Stadt die drei Söhne eines ranghohen Sicherheitsbeamten erschossen, der sich an die Fatah hält. Diese macht die Hamas für den Mord an den Kindern verantwortlich. Am Dienstag kam es zu Protestkundgebungen in den Palästinensergebieten. Schüler blieben zu Hause, Zeitungen verfassten ärgerliche Leitartikel und Mütter forderten vor dem Präsidialbüro Schutz für ihre Kinder.
In Chan Junis eröffneten Hamas-Anhänger das Feuer auf Demonstranten, die der Fatah angehören. Vier Menschen erlitten Verletzungen. Nach Angaben von Augenzeugen hatten zuvor Kinder mit Steinen auf die Bewaffneten geworfen. Bei einem weiteren Protest im Norden des Gazastreifens gaben Hamas-Mitglieder während einer Fatah-Versammlung Hunderte Schüsse in die Luft ab. An dem Treffen nahmen auch Kinder teil. Niemand wurde verwundet. (eh)www.isrelnetz.de
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 13.12.2006, 22:19
Die Lage in der PA spitzt sich immer mehr zu:
Palestinian Gunmen Kill Hamas Judge in Gaz
Zitat:
Palestinian gunmen on Wednesday opened fire outside a courthouse in the southern Gaza town of Khan Yunis, killing Bassam al-Fara, 30, a judge of the Islamic court and a Hamas member.
Die Familie ist einer der groessten Clans in Khan Yunis. Der Hamas beschuldugt die Fatah, hinter der Ermordung des Richters zu stehen.
Nachbarstaaten verweigerten sich angeblich Hamas-Premier
Zitat:
Aus Kreisen der Regierung in Gaza verlautete, Jordanien, Saudi-Arabien, Oman und der Libanon hätten Hanija offizielle Treffen verweigert. Der Hamas-Politiker sei bereits in Kairo und wolle zurück in den Gazastreifen reisen. Hanija hatte mehrere arabische Länder und den Iran besucht, um Unterstützung für die Palästinenser und seine Politik zu erhalten.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Sharif - 14.12.2006, 22:40
Anscheinend fliest das Geld auch ohne die EU!
Wird es die Hamas schaffen, ihre Finanzprobleme trotz aller Hindernisse zu beenden?
Israel hindert Hanija an Einreise nach Gaza
Ich würde gerne wissen, was Hanija mit den Geld in Gaza machen möchte?
Waffen wird er sicher nicht kaufen wollen, aber wird er das Geld gerecht verteilen oder nur seinen Schergen geben?
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
David Grün - 14.12.2006, 23:39
Scharif ibn Nur ibn Aiman hat folgendes geschrieben: Waffen wird er sicher nicht kaufen wollen, aber wird er das Geld gerecht verteilen oder nur seinen Schergen geben?
Nun,
ich vermute, er wird das Geld ähnlich "gerecht" verteilen, wie es Arafat und seine Tusnelda taten.
David Grün
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Dayan - 14.12.2006, 23:43
Heute haben wir Dem Chefterroristen Hanija sein Taschengeld aus Teheran abgenommen.http://media.putfile.com/Sie-geht-nicht-ans-Telefon http://media.putfile.com/Sie-geht-nicht-ans-Telefon
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 15.12.2006, 00:42
wow.
Da sitzt PM Haniyeh auf der Strasse am Grenzuebergang Rafah und kann noch nicht begreifen, dass er ohne Geld weiter musss.
Und laut Agreement mit Kairo bleibt das Geld in El Arish und wird NICHT in den GazaStrip transferiert. Es ist jetzt bereits auf ein Bank account der Arab League in Cairo.
Da war ja richtig was los.
.....Nur: Was bedeutet DAS in Verbindung mit:
Zitat:
[...]Eighteen people (Anm. Riwka: darunter auch Haniyehs 27 Jahre alte Sohn Abed) were wounded during the clashes, which followed the closure of the Rafah Crossing hours after Hamas gunmen tried to seize control of it.
Witnesses said Hamas gunmen were firing at the Egyptian side of the border, drawing return fire from the Egyptians and presidential guards from Fatah.
During the battle, masked gunmen in three cars and a bulldozer stormed the terminal, witnesses said. The gunmen went on a rampage inside the building, destroying computers and furniture inside and plunging the area into darkness, the witnesses said.
The European monitors fled the area after Hamas gunmen seized control of the terminal.
The Hamas members waiting outside the terminal grew impatient for Haniyeh's return and broke into the compound, shooting in the air. The Palestinian Presidential Guard, responsible for security at the terminal, began firing at them.
Travelers in the terminal lobby ran for cover, some carrying their luggage. Women and children hid behind walls and nearby taxis outside. Three Palestinians were killed in the firefight, channel two reported.
The Hamas members, chanting "God is Great, let's liberate this place," tried to take over the arrival hall and the border guards escorted European monitors to safety.
Later as Haniyeh headed to the border in an attempt to cross a second time, two loud explosions were heard on the Gaza side and security officials said that Hamas operatives had blown a hole in the border fence about one kilometer from the terminal. [...]
(JPOST)
mE ist das Ganze richtig aussagekraeftig.
1. Jeder (uasser Hamas) hat ein Interesse daran gehabt, das Isarel Wind von der Sache bekommt und den Geldflusss der Hamas stoppt.
- Fatahs Interesse: Hamas stoppen,weil damit die Kampagne gegen sie finanziert werden sollte
- Egypten: will keinen radikalisierten, islamistischen GazaStrip als Nachbarn
- Europa: Will sowieso nicht, das Hamas Geld bekommt und wollte demonstrieren, das sie Grenzschmuggel aufdecken.
Wie auch immer: daumenhoch
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Talley - 15.12.2006, 09:33
Riwka hat folgendes geschrieben: ...
Da sitzt PM Haniyeh auf der Strasse am Grenzuebergang Rafah und kann noch nicht begreifen, dass er ohne Geld weiter musss.
Und laut Agreement mit Kairo bleibt das Geld in El Arish und wird NICHT in den GazaStrip transferiert. Es ist jetzt bereits auf ein Bank account der Arab League in Cairo.
...
Wie auch immer: daumenhoch Ich weiß nicht, ob ich deinen Optimismus teilen soll:
Erstens ist Hanija ja für Hamas-Verhältnisse auf der gemäßigen, will sagen weniger radikalen Seite. Nun hat er sich arg zum Hanswurst machen lassen und sein Stellenwert innerhalb Hamas hat ziemlich gelitten, würde ich sagen. Maschaal wird sich jedenfalls die Hände reiben.
Zweitens wird, egal was Hamas mit dem Geld vorgehabt hatte, dieses nun zur Zahlgung ALLER ausstehender Löhne bestimmt gewesen sein. In den Autonomiegebieten würde der Wohlstand ausgebrochen sein, wenn nicht Israel... Die Hamas hat gegenüber ihren Wählern nun das treffliche Argument, dass die Misere nicht ihn ihrer Verantwortung liegt, dass sie längst Abhilfe geschaffen hätte, wenn nicht Israel...
Prinzipiell ist es natürlich nicht schlecht, wenn Hamas Geld fehlt. Doch was nun das letztendlich Schlechtere ist, die 35 Millionen oder der propaganidistische Effekt für die Hamas, da bin ich mir nicht sicher. Denn los wird man die Hamas doch nur, wenn die Palästinenser sie abwählen, oder?
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Hausdrache - 15.12.2006, 11:40
Mein lieber Talley,
ich teile Deine Bedenken. Auf den 1.Blick sieht dieser "coup" gut aus. Aber wenn man es bei genauerem Hinsehen bedenkt... kommen einem doch erhebliche Zweifel, ob das wirklich so der große Wurf war.
Wenn man sich da mal nicht ans eigene Bein gepinkelt hat. :?
Gruß
Hausdrache
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
intihaar - 15.12.2006, 12:10tanz
Zitat: talley: "Prinzipiell ist es natürlich nicht schlecht, wenn Hamas Geld fehlt."
fehlt ihr ja nicht. die nur eingefrorenen, keineswegs verlorenen fünfunddreißig millionen sind ein nichts im vergleich zu der gesamtsumme, die hanija erreichen konnte - zweihundertfünfzig millionen allein vom iran, dreihundertfünfzig insgesamt, gut, nicht unbedingt von einer art von spendern, die man sich gewünscht hat, aber man nimmt, was man kriegt. darüber hinaus kontrollierte die hamas seitdem eine gute weile den rafah-übergang und konnte in der folge nun endlich selbst entscheiden, was die grenzen palästinas überschreitet und was nicht.
und im resignationsnahen hanija ist offensichtlich wieder der wütende ehrgeiz erwacht, wenn ich seinen zwar müden, aber dennoch ziemlich frischen gesichtsausdruck auf dem weg nach hause gestern richtig gedeutet habe. 8)
denn wenn ich mir über etwas sicher bin, dann darüber, dass hanija so nicht wird enden wollen - wenn ich auch bedaure, dass man ihn nun derart hat demütigen müssen. aber über die zerstörung seines büros ist er ja ebenfalls hinweggekommen, obwohl ihm da schon sein ende prognostiziert wurde. die leute mögen ihn garantiert noch immer, und ich hab ihn gestern abend wieder richtig lieb gewonnen. so beherrscht wie er muss man erst mal bleiben, wenn einem verweigert wird, das land zu betreten, dessen ministerpräsident man ist.
ergo: abgesehen von den sicher zu verkraftenden fünfunddreißig millionen verlust und dem tod eines bodyguards von hanija, der der hamas aber gleich noch die möglichkeit gibt, ordentlich gegen die fatah zu schimpfen und sie des mordversuchs gegen hanija anzuklagen, war das gestern für die hamas selbst ein enorm guter tag. allein die herausragenden propagandasendungen von heute morgen waren das ganze mehr als wert. zumal ich mir auch sicher bin, dass der iran nicht viel dagegen einzuwenden hätte, das eingefrorene geld so lange zu ersetzen.
gegen iranische bedingungen, zinsen und konditionen freilich, aber was solls - was israel will, kriegt es halt. um es mit den erstaunlich kreativen worten eines hamas-kommentators von heute zu sagen: "tanz ruhig, ehud, tanz, sonst geht dir noch das licht aus".
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Dayan - 15.12.2006, 12:21Re: tanz
intihaar hat folgendes geschrieben: Zitat: talley: "Prinzipiell ist es natürlich nicht schlecht, wenn Hamas Geld fehlt."
um es mit den erstaunlich kreativen worten eines hamas-kommentators von heute zu sagen: "tanz ruhig, ehud, tanz, sonst geht dir noch das licht aus". Ich weiss zwar nicht wer dieser "Inteligenter" Hamas sprecher war der uns das Licht ausknipsen möchte aber der ist ein Idiot und Islamistenphantast.Die Tage von Hamas sind gezählt.Gruss.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
intihaar - 15.12.2006, 12:56besserung
Zitat: dayan: "Ich weiss zwar nicht wer dieser 'Inteligenter' Hamas sprecher war der uns das Licht ausknipsen möchte aber der ist ein Idiot und Islamistenphantast.Die Tage von Hamas sind gezählt.Gruss."
abgesehen davon, dass es in dem satz keineswegs darum geht, jemandem das 'licht auszuknipsen', und schon gar nicht euch (textverständnis, textverständnis, ich dachte, du kennst dich so gut aus mit der hamas-rhetorik?): na sicher, dayan, die tage der hamas sind gezählt. :roll:
rein hypothetisch, ohne diese abstruse aussage bestätigen zu wollen: und wessen kommen dann? die der volkswiderstandskommittees? die von einer der zahllosen seit der israelischen gaza-offensive neugegründeten militanten gruppen? die des islamischen djihad? die von den al-aqsa-brigaden, die jüngst als antwort auf die tötung von ala' makkawi wieder völlig ungestört raketen gegen nahal 'oz verschickten?
na dann: viel spaß. es kann ja wirklich nur besser werden. :roll:
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 16.12.2006, 01:49
mE ist hier etwas ueberlesen worden, das die Fatah einen ziemlichen Part bei dem Balagan gehabt hat und es ebenso Schusswechsel gab zwischen Hamas und Egypten
Die Fatah, (und sogar Egypten und die EU) wollten alle aus unterschiedlichen Gruenden, dass Israel Haniyeh das Geld abnimmt. Israels Rolle ist aber keine grosse hierbei. (Uebrigens ist nicht richtig, dass Haniyeh die Einreise verrweigert wurde: Ihm wurde lediglich verweigert, Geld einzuschmuggeln.)
Ein anderer Satz ist mir vorhin auch mehrfach aufgefallen - ein Mitspieler fuer Stellvertreterkriege:
Zitat:
Palestinian sources say that Saudi Arabia has promised Abbas funds that will allow him to pay salaries and build his military force. (haaretz
Es brodelt ganz deftig.
Das Ganze ist naemlich eigentlich eine PA-interne Sache - ein Krieg zwischen Hamas und Fatah-Anhaengern
Zitat:
The Hamas-led Palestinian Authority cabinet said Friday it would boycott a speech by PA Chairman Mahmoud Abbas in which he is expected to threaten early elections.
das merkt auch Meshal in Damaskus:
Zitat:
"I call on our brothers in Hamas to practice restraint ... to protect Palestinian blood," Meshal said in a live radio interview from his base in the Syrian capital of Damascus. "Our battle is against the occupation, and we will not be dragged into a civil war."
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Dayan - 16.12.2006, 09:38Re: besserung
[quote="intihaar"] Zitat: dayan: "rein hypothetisch, ohne diese abstruse aussage bestätigen zu wollen: und wessen kommen dann? die der volkswiderstandskommittees? die von einer der zahllosen seit der israelischen gaza-offensive neugegründeten militanten gruppen? die des islamischen djihad? die von den al-aqsa-brigaden, die jüngst als antwort auf die tötung von ala' makkawi wieder völlig ungestört raketen gegen nahal 'oz verschickten?
na dann: viel spaß. es kann ja wirklich nur besser werden. :roll: Ich erwarte von den Palästinensern ,das sie innerhalb dr Eigenen Machtberreich Ordnung schafen und die Raketenatacken gegen Israel einstellen.Sollten sie es nicht können so sollten sie es ofen aussprechen und Hilfe anfordern.Stell dir mal vor die werden ein eigenen Staat haben und als Hoby an den Wochenenden Raketen Richtung Israel steigen lassen so wie in anderen Ländern man Drachen steigen lässt.Woe lange können wir sowas dulden?Gruss.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
intihaar - 16.12.2006, 13:39handel
Zitat: riwka: "Die Fatah, (und sogar Egypten und die EU) wollten alle aus unterschiedlichen Gruenden, dass Israel Haniyeh das Geld abnimmt. Israels Rolle ist aber keine grosse hierbei. [...] Es brodelt ganz deftig."
schon seit dem antritt der regierung hanija wird ununterbrochen der bürgerkrieg prognostiziert. ich sehe diese anzeichen wie damals auch jetzt noch nicht. die anschuldigungen der hamas richteten sich gegen dahlan, und gegen diesen menschenfresser kann man meinetwegen alle anschuldigungen der welt erheben; je eher er unter die erde kommt oder anderweitig mundtot und handlungsunfähig gemacht wird, umso besser. die dflp, pflp, der dritte weg und al-mubadara haben indes den beiden kontrahenten jeweils ordentlich auf die füße getreten, und auch diverse professoren diverser palästinensischer universitäten haben sich vorsorglich mit der bitte um milde und geduld und der forderung nach unbhängigen untersuchungskommissionen für die entsprechenden zwischenfälle eingeschaltet.
und mahmud abbas hat mittlerweile die zeitvorgabe für die formierung der regierung der nationalen einheit um drei monate verlängert. interessant wird auch die rede sein, die er heute hält; die erwartungshaltung ist natürlich ziemlich hoch, und ich halte ihn doch noch für klug genug, sie nicht allzu sehr zu enttäuschen. der stellvertretende ministerpräsident sha'ir hat ebenfalls zur ruhe gemahnt und nebenbei ein treffen mit präsident abbas angekündigt. es mag also brodeln, überkochen wird es nicht. und riwka, bei aller liebe; der geldschmuggel wurde auch in zeiten unterbunden, in denen es ruhig stand um die beziehungen zwischen der fatah und der hamas. obwohl nunmal feststeht, dass es angesichts des us-initiierten bankenboykotts kaum eine andere möglichkeit für die regierung gibt, um an geld zu kommen.
übrigens darfst du die sache mit saudi-arabien gerne insbesondere dayan deutlich machen; der stellt nämlich mal ganz kurz sämtliche verhältnisse im 'mittleren osten' auf den kopf und behauptet mangels irgendeiner ahnung ganz dummdreist, der iran und saudi-arabien seien die geldgeber der hamas. :lol:
Zitat: dayan: "Ich erwarte von den Palästinensern ,das sie innerhalb dr Eigenen Machtberreich Ordnung schafen und die Raketenatacken gegen Israel einstellen."
was du in einem groben fall von selbstüberschätzung von den palästinensern erwartest, ist irrelevant, dayan. sehr viel relevanter hingegen ist es, was die palästinensische regierung von israel erwartet, und zwar dass es seine militäraktionen in gaza einstellt. nämliches war entsprechend explizit bedingung für das hudna-angebot von ministerpräsident hanija vom 25. november:
Zitat: ismail hanija: "'The Palestinian factions have shown a readiness ... to stop firing rockets from the Gaza Strip in return for an Israeli commitment to stop the aggression,' Haniyeh told reporters in Gaza, referring to Hamas and four other militant groups. 'Dealing positively with this would lead to achieving ... calm and stability in the region, but if the occupation (Israel) wants to pursue its aggression, our people will have no choice but to stick to their right to defend themselves with the capabilities they have,' Haniyeh said."
die meisten gruppen halten sich auch trotz mangelnder israelischer kooperation an diese abmachung. das letzte bekennerschreiben über einen raketenangriff gegen den zionistischen feind auf der oben verlinkten website der nasser-salah-ad-din-brigaden der volkswiderstandskommittees beispielsweise stammt vom 26. november. die meines wissens einzige gruppe hingegen, die noch regelmäßig kassam-raketen richtung israel schickt, sind die al-aqsa-märtyrer-brigaden und deren aliierten. und wenn du jetzt nochmal ganz scharf nachdenkst, wem dieselben politisch nahestehen, und daraus die richtigen schlüsse ziehst, könntest du sogar noch eine chance haben, dass ich dich trotz deiner "wir"-militarismen doch irgendwann noch einmal ernst nehme, möchtegernsoldat. und ansonsten: bleib wenigstens beim thema.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 19.12.2006, 20:49Re: handel
intihaar hat folgendes geschrieben:
schon seit dem antritt der regierung hanija wird ununterbrochen der bürgerkrieg prognostiziert. ich sehe diese anzeichen wie damals auch jetzt noch nicht.
ab wann wuerdest Du denn sagen, die Zustaende sind so, dass man von Buergerkrieg reden kann?
intihaar hat folgendes geschrieben:
riwka, bei aller liebe; der geldschmuggel wurde auch in zeiten unterbunden, in denen es ruhig stand um die beziehungen zwischen der fatah und der hamas. obwohl nunmal feststeht, dass es angesichts des us-initiierten bankenboykotts kaum eine andere möglichkeit für die regierung gibt, um an geld zu kommen.
dazu wollte ich die ganze Zeit noch etwas sagen:
Das ist mE ebenfalls ein Grund, warum man den Geldschmuggel von 35 Mio nicht zulassen konnte. Haette man dieses getan, wuerde das ganze gesammelte Geld einfach in den Koffer gepackt und ganz problemlos in Egypten ueber die Grenze getragen.
Womoeglich ist ja sogar das ganze gesammelte Geld in Egypten und man hat die 35 Mio nur als einen Art Test fuer den beabsichtigten Geldtransferweg ausgewaehlt.
So mussten sie nun in Egypten auf eine Bank eingezahlt werden. Und dort liegen sie gut, Egypten wird sie nicht 'einfach so' an den Hamas in die PA ueberweisen, denn das gaebe Streit mit den USA, auf deren Terrorliste Hamas steht.
Streit mit den USA kann sich Egypten aber wegen finanzieller Abhaengigkeit nicht leisten. Immerhin fliessen jaherlich
1,3 Milliarden U.S. $ Militaerhilfe und
0,8 Milliarden U.S. $ fuer zivile Hilfe
von den U.S. nach Egypten - sie sind der mit Abstand groesste Geldgeber Egyptens.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Sharif - 19.12.2006, 21:13Re: handel
Riwka hat folgendes geschrieben: Das ist mE ebenfalls ein Grund, warum man den Geldschmuggel von 35 Mio nicht zulassen konnte. Haette man dieses getan, wuerde das ganze gesammelte Geld einfach in den Koffer gepackt und ganz problemlos in Egypten ueber die Grenze getragen.
Und?
Was wäre so schlimm daran?
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 19.12.2006, 22:48
Eine Menge, wie etwas weiter oben erklaert.
Was ist Dir konkret daran unklar?
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Sharif - 19.12.2006, 23:18
Riwka hat folgendes geschrieben: Eine Menge, wie etwas weiter oben erklaert.
Was ist Dir konkret daran unklar?
Was hätte die Hamas davon, wenn sie das Geld nach Gaza schicken, um Waffen zu kaufen, da die Waffen doch erst wieder in den Gazastreifen müssen, weil es dort doch keine Waffenproduktion nach meines Erachtens gibt.
Um die Hamasanhänger zu bezahlen, halte ich auch etwas gewagt, da die Hamas genügend Anhänger hat, die in den Tod gehen würden, dabei spielt Geld eine kleinere Rolle.
Primär wäre das Geld in den Gazastreifen wirklich für die Beamten und den sonstigen Einrichtungen gewesen, wobei sich die Frage stellt, wer alles zu den Beamten zählt.
Oder was für einen Sinn hätte es, extra das Geld in den Gazastreifen zu bringen?
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 19.12.2006, 23:33
Scharif ibn Nur ibn Aiman hat folgendes geschrieben:
Um die Hamasanhänger zu bezahlen, halte ich auch etwas gewagt,
was ist daran gewagt? Also selbst wenn Du unterstellst, dass alle Hamas-Angehoerigen, die auf Hanyiehs Gehaltsliste stehen, uebermorgen in den Tod gehen wollen, so haben sie heute und morgen trotzdem ganz normal Hunger und Durst - und ihre Familien uebrigens auch.
Scharif ibn Nur ibn Aiman hat folgendes geschrieben:
Primär wäre das Geld in den Gazastreifen wirklich für die Beamten
Jene sind mit denen identisch, ueber deren Entlohung Du weiter oben die These "gewagt" aufgestellt hast - Du hast nun lediglich fuer die Mitglieder der Terrorgruppe Hamas den Terminus "Beamte" gewaehlt.
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 23.12.2006, 22:41
Abbas lehnt Hamas-Vorschlag zu 'voruebergehenden Waffenstillstand' und voruebergehenden Grenzen mit Israel ab:
Zitat:
President Abbas Rejects Document of PM Haniyya's Advisor on Temporary Borders, Truce with Israel
RAMALLAH, December 23, 2006 (WAFA - PLO news agency) - President Mahmoud Abbas rejected Saturday document of Ahmed Yossef, the PM Ismael Haniyya's political advisor, about making a nonpermanent truce with Israel.
President Abbas told reporters in Ramallah that he "totally rejects such a document" because "we are against a state with temporary borders."
He added that "we are in favor of starting a comprehensive dialogue on the final status issues with the Israelis reaching a final and comprehensive peace agreement."
Ein gelungener Schlag von Abbas gegen Hamas
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 26.12.2006, 14:52
ueber Hamas in Gaza:
Zitat:
Mid-level civil servant Khaled is having a hard time adjusting to the Western aid freeze against the Hamas-led Palestinian government.
Khaled says, "What revolts me the most is that the Hamas people, they aren't lacking in anything. They bring enough cash in to pay their employees, their fighters. You see the new cars, the latest models of mobile phones, the tables in restaurants... everything that we, ordinary people, can no longer afford," he said.
The Gaza Strip is far from suffering a famine - reserves of flour imported from Israel never dip below a critical level
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Riwka - 28.12.2006, 16:52
Weil Hanyieh sich nicht an die Abmachungen haelt, haben die EU-Monitors den Grenzuebergang Rafah (von Gaza nach Egypten) geschlossen.
Die Abmachung zwischen den EU Monitors und Hanyieh besagt, dass er ausschliesslich zu Fuss - und ohne irgendwelche Privilegien den Uebergang passieren darf.
Er kam aber im Auto -und das hat sie so veraergeert, das den Uebergang Rafah geschlossen haben.
Damit sind Hunderte von Palastinensern auf beiden Seiten des Grenzueberganges gestrandet.
Mittlerweile ist der Uebergang seit kurzem wieder geoeffnet
Re: aktuelle Lage in den auton. Gebieten
Hausdrache - 07.04.2007, 11:11
owe, was eine schlechte Nachricht und das zu Ostern. Es gab wieder schwere Gefechte im Gaza-Streifen. :?
Zitat: Gazastreifen: Schwerste Gefechte seit Waffenruhe
Im Gazastreifen ist es heute zu dem schwersten Gefecht zwischen Israelis und Palästinensern seit Beginn der Waffenruhe im November gekommen.
Ein militanter Palästinenser wurde dabei getötet. Israelische Kampfhubschrauber feuerten zwei Raketen ab. Ziel seien "verdächtig Bewegungen" am Grenzzaun gewesen, an dem radikale Palästinenser zuletzt mehrfach versucht hätten, Sprengsätze zu deponieren, sagte eine Armeesprecherin.
Einsätze zugelassen
Die Extremistengruppe Islamischer Dschihad erklärte, einige ihrer Kämpfer und Mitglieder der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas (DFLP) seien in der Nähe des Zauns bei einem Einsatz gewesen. Bei dem Schusswechsel mit der israelischen Armee sei ein Kämpfer der DFLP ums Leben gekommen.
Der israelische Verteidigungsminister Amir Perez hatte der Armee am Montag begrenzte Einsätze gegen radikale Palästinenser im Gazastreifen erlaubt. Israel werde es nicht zulassen, dass die Extremisten ihre Positionen weiter verstärkten und sich aufrüsteten, sagte Perez zur Begründung.
Immer wieder Raketen auf Israel
Ungeachtet der Waffenruhe haben radikale Palästinenser immer wieder vom Gazastreifen aus Raketen auf Israel abgefeuert. Der Waffenruhe vorausgegangen war eine fünfmonatige israelische Militäroffensive im Gazastreifen. Trotz der Einigung auf eine palästinensische Einheitsregierung hielten in dem Küstenstreifen die Spannungen zwischen den moderateren und radikalen Palästinensergruppen zuletzt an. -> http://www.orf.com/
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