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Re: Impfen
nepomuk - 07.10.2006, 01:39Impfen
Impfen
1. Impfung
7. bis 8. Lebenswoche des Hundes Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose und Zwingerhusten (normalerweise nimmt der Züchter diese Impfung vor)
Nachimpfung hierzu
12. bis 13. Lebenswoche und dann jährlich
Tollwut
ab 12. Lebenswoche / Nachimpfung 4 Wochen später und dann jährlich
Borreliose
ab 12. Lebenswoche / Nachimpfung nach 3 bis 5 Wochen und dann jährlich
Parvovirose
Parvovirose wird auch als Katzenseuche bezeichnet und ist erst seit 1978 bekannt. Obwohl die Namensgebung irreführend ist, können sich Katzen und Hunde nicht gegenseitig infizieren. Man unterscheidet zwei Verlaufsformen der Parvovirose: die myokarditische (Herzmuskelentzündung) und die enteritische (Darmwandentzündung). Beide Formen verlaufen in vielen Fällen tödlich. Die Herzmuskelentzündung tritt selten auf und ist nur bei drei bis vier Monate alten Hunden zu beobachten. Die Darmwandentzündung kommt öfter vor: Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust und Fieber zählen zu den Symptomen der Parvovirose.
Parvoviren werden mit dem Kot ausgeschieden und erweisen sich als wahre "Überlebenskünstler": Ein Parvovirus kann über Jahre hinweg aktiv bleiben und eine Erkrankung verursachen. Die Viren werden oral (z.B. durch das Schnuppern an Hundehäufchen) aufgenommen. Allerdings erkranken durchschnittlich nur 10 Prozent einer infizierten Hundepopulation an Parvovirose. 90 Prozent durchlaufen eine stumme Immunisierung.
Tollwut
Tollwut zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten. Menschen, Säugetiere und auch Vögel können sich infizieren. Füchse und andere fleischfressende Wildtiere gelten als Hauptüberträger.
Die Ansteckung erfolgt durch einen Biss oder durch verschmutzte Wunden. Die Inkubationszeit zwischen Ansteckung und dem Auftreten der ersten Symptome kann einige Wochen oder sogar Monate betragen. Übersteigerte Zutraulichkeit, Erregungszustände, Schluckbeschwerden, erhöhter Speichelfluss, Lähmungen und Tod sind die schwerwiegenden Folgen dieser Infektionskrankheit.
Hepatitis contagiosa canis
Die ansteckende Leberentzündung ist weltweit verbreitet. Betroffen sind Hunde und andere Fleischfresser - Menschen können sich nicht bei einem erkrankten Hund anstecken. Die Ansteckung erfolgt durch den direkten Kontakt mit dem Erreger: Urin, Kot und Speichel spielen hierbei eine übergeordnete Rolle.
Sechs bis neun Tage nach der Ansteckung tritt hohes Fieber auf, das bis zu zwei Tage anhalten kann. Bei manchen Hunden klingt der Krankheitsverlauf nach dem ersten Fieberschub ab, andere erleiden einen zweiten Temperaturschub und weitere Symptome. Appetitlosigkeit, Mattigkeit, Erbrechen, Durchfall, Durst, Augen- und Nasenausfluss sowie Bauchschmerzen können mit der Hepatitis einhergehen. Die Leberschädigung führt zu Störungen der Blutgerinnung. Der schlimmste Verlauf ist ein spontaner Kreislaufkollaps. Spätestens 24 Stunden nach dem Zusammenbruch tritt der Tod des Hundes ein.
Während der Genesungsphase kann es zu einer vorrübergehenden Eintrübung der Hornhaut kommen. Dies ist lediglich eine allergische Reaktion. Falls ein erkrankter Hund die Hepatitis überlebt, bleibt oft eine chronische Leberentzündung bestehen.
Leptospirose
Nicht nur Hunde, sondern auch der Mensch können von Leptospiren befallen werden. Die Bakterien lassen sich in den Nieren von Warmblütern nieder und werden mit dem Urin ausgeschieden. Außer durch den direkten Kontakt mit erkrankten Tieren können sich Leptospiren auch über verseuchtes Wasser oder Futtermittel übertragen.
Circa ein bis zwei Wochen nach der Ansteckung kommt es zu den ersten Symptomen: Schwäche, Appetitlosigkeit, Fieber und Erbechen, Atemprobleme, vermehrter Urinabsatz, großer Durst und Druckempfindlichkeit in der Nierengegend sind typische Anzeichen. In seltenen Fällen kann auch eine Gelbsucht auftreten. Chronische Nierenschäden sind die Spätfolge einer Leptospirose-Erkrankung.
Borreliose
Borrelien sind Bakterien, die durch Zecken übertragen werden. Der Ausbruch der Borreliose kann durchaus erst Monate nach dem Zeckenbiss auftreten. Lethargie, Futterverweigerung, Fieber und Gelenksentzündungen können Anzeichen für eine Infektion sein.
Der weitere Krankheitsverlauf ist durch Schwellungen und Lahmheit gekennzeichnet. Die Borrelien greifen nun auch auf Herz, Nieren, das Nervensystem und andere innere Organe über. Obwohl man Borreliose inzwischen relativ erfolgreich behandeln kann, sollte man sich auf eine äußerst langwierige Therapie einstellen.
Staupe
Staupe zählt seit fast 200 Jahren zu den gefürchtetsten Infektionskrankheiten. Sie ist überall dort verbreitet, wo es Hunde gibt und leider in letzter Zeit erneut auf dem Vormarsch.
Man unterscheidet drei Verlaufsformen der Staupe: akut, subakut und chronisch. Zudem gibt es medizinische Bezeichnungen, die sich auf die jeweilige Symptomatik beziehen: katharrhalisch (Entzündung der Schleimhäute), gastrointestinal (Erbrechen, Durchfall), respiratorisch (die Atmung betreffend, eitrige Sekrete in den Nasenöffnungen, etc.), pneumonisch (die Lunge betreffend), nervös (Zittern, Krämpfe, Lähmungen, Schädigungen des Gehirns, etc.) oder auch das Hard pad Disease (Verdickung der Hornschicht am Nasenspiegel, kombinierte gastrointestinale und nervöse Störungen). Der Krankheitsverlauf vereint oft mehrere Symptome. Die Schwere der Erkrankung hängt vom Alter und Allgemeinzustand des betroffenen Hundes ab.
Die Ansteckung erfolgt durch die orale Aufnahme oder das Einatmen von Viren, die sich wiederum in allen Sekreten (Körperflüssigkeiten) und Exkreten (Ausscheidungen) erkrankter Hunde befinden. Drei bis vier Tage nach der Infektion sind die Viren im Blut, der Milz, den Lymphknoten und der Thymusdrüse nachweisbar (virämisches Stadium). Oft kommt es zu einem ersten Fieberschub. Im weiteren Krankheitsverlauf gelangen die Viren in den Darm und unter Umständen sogar in das Zentrale Nervensystem (nervöse Staupe).
Circa eine Woche nach der Ansteckung sind die ersten Symptome zu beobachten: Mattigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit, wässriger Nasen- und Augenausfluss. Der Ausfluss ist außerordentlich ansteckend und wird mit der Zeit immer zähflüssiger. Weitere Symptome folgen oft nach einer vermeintlichen Erholungsphase: Ein erneuter Fieberschub und durch das geschwächte Immunsystem verursachte Sekundärinfektionen können dazugehören. Die Behandlung der Staupe ist schwierig; in vielen Fällen gibt es keine Heilung.
lg
Nicole
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Impfen - gepostet von nepomuk am Samstag 07.10.2006
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