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m0rpheus - 05.10.2006, 19:53Kursanleitung: Überarbeitet Januar 2006
Terrorism Survival
Beginn des Kurses
1. Einschreibung / Formalitäten (7:45 bis 8:10)
2. Einführung
a. Ausbilder
b. Geschichte des Reality Based Self Protection System
3. Sicherheitsvorschriften
a. Keinen Schmuck
b. Vermeiden von Verletzungen und Melden von allen Verletzungen
c. Teilnehmer sind nicht verpflichtet an einem Training teilzunehmen, wenn sie es aus physiologischen oder psychischen Gründen nicht wollen
d. Keine Egos, wir sind alle hier, um uns gegenseitig dabei zu helfen zu lernen
e. Das Wort „Stopp!“ stoppt die Aktion ebenso wie ein Abklopfen oder der Pfiff des Ausbilders
4. Trainingskonzept
a. Terminologie (Trainer, Trainee, Assistent, Ausbilder)
b. Trainiere in der Kleidung, in der du kämpfst
c. Trainiere auf dem Untergrund auf dem du kämpfst (sauber / Müll)
d. Theorie vs. Realität
Du bekommst keine zweite Chance
e. Verwahre diese Anleitung (schriftlicher Beweis)
f. Erläuterung der Reality-Based Einrichtungen
g. Teilnehmerrotation
h. Kampfübung
i. Mentaler Eindruck (“Ich bin hier schon mal gewesen.”)
ii. Reduziert das Treffen von taktischen Entscheidungen
iii. Setzt latente Energiereserven (Adrenalin) und Durchhaltevermögen frei
iv. Misst den WILLEN ZU ÜBERLEBEN
Teil 1. Überleben einer Handgranate / IED (Improvisierter
Sprengkörper)
1.01 Ein Mann Handgranate / IED Überlebenstechnik
A) Fallen, Ausrichten & Schützen
1) Beobachte
2) Warne laut, “Granate!”
3) Tauch ab (NICHT RENNEN da eine Granate “kochen” kann)
4) Schuhsohlen sind zur Granate gerichtet, Fersen zusammen
5) Ellenbogen nach innen, Ohren bedecken, Augen schließen, Mund öffnen
6) Situation einschätzen
7) Erholen
1.02 Personenschutz Von Jim Wagner für die kanadische Regierung entwickelte Technik
A) Personenschutz vor einer Handgranate / IED schützen
1) Beobachten
2) Laut warnen, “Granate!”
3) Den zu Schützenden wegdrehen und zu Boden drücken
4) Auf den zu Schützenden legen
5) Schieb die Beine des zu Schützenden zusammen (keine weitere Aktionen mit dem zu Schützenden)
6) Schuhsohlen sind zur Granate gerichtet, Fersen zusammen (auf dem zu Schützenden liegend)
7) Ellenbogen nach innen, Ohren bedecken, Augen schließen, Mund öffnen
8) Situation einschätzen
9) Erholen
1.03 Identifikation des Sprengkörpers nach der Explosion
A) Splitterwirkung
1) Kommerziell
2) Improvisierter Sprengkörper
Teil 2. Ziele
2.01 Typen von Zielen
A) Terroristen wählen ihr Ziel nach dem geringsten Risiko und der hohen Erfolgsaussicht aus. Terroristen bestimmen ihr Ziel aufgrund des Wertes, der Berechenbarkeit und des Sicherheitsprofils aus. Das Ziel wird entweder als „leichtes“ oder „schweres“ Ziel eingeordnet.
1) Leichtes Ziel: Erreichbar, berechenbar, unbewusst
2) Schweres Ziel: Unerreichbar, unberechenbar, bewusst
B) Dieser Kurs hat das Ziel den Teilnehmer zu einem “schweren” Ziel zu machen. Der Schlüssel zum Überleben einer Terrorismusattacke liegt darin, den Zustand der Wachsamkeit gekoppelt mit Wissen (Arten der Bedrohung – „Bedrohungsprofile“) aufrechtzuerhalten.
Teil 3. Was ist Terrorismus?
3.01 Definition von Terrorismus
A) Terrorismus ist der Gebrauch von Gewalt gegen Personen und Besitz, um Regierungen oder die Zivilbevölkerung einzuschüchtern oder zu etwas zu zwingen und darüber hinaus politische oder soziale Zielsetzungen zu verfolgen.
B) Terroristen kämpfen was ein “asymmetrischer Krieg” genannt wird (eine zahlenmäßig kleine und schwache Gruppe benutzt Waffen und Taktiken zu ihrem Vorteil gegenüber einem größeren und mächtigeren Gegner, auch unkonventioneller Krieg genannt). Terrorismus wird von Regierungen, Organisationen und/oder Verbrechen finanziert.
C) Das Wort “Terrorismus” (Französisch – terrorisme) wurde zuerst im 18. Jahrhundert benutzt, um die französischen Revolutionäre zu beschreiben: „Tausende von diesen Höllenhunden werden auf die Leute losgelassen!“. Die Zeit der Französichen Revolution (05.09.1793 bis 27.07.1794) wird als la Terreur (der Terror) bezeichnet.
Teil 4. Kategorien von Terrorismus
4.01 Internationaler Terrorismus
A) Der ungesetzliche Gebrauch von Kraft oder Gewalt ausgeübt von einer Gruppe oder Individuen, die Verbindungen haben zu einer ausländischen Macht oder dessen Aktivitäten nationale Grenzen überschreiten, gegenüber Personen oder Besitz um eine Regierung oder die Bevölkerung einzuschüchtern oder zu etwas zu zwingen und darüber hinaus politische oder soziale Ziele verfolgen.
1) Nationalisten
2) Religiöse Extremisten
3) Narco-terrorismus
4.02 Nationaler Terrorismus
A) Der ungesetzliche Gebrauch oder angedrohter Gebrauch von Gewalt ausgeübt von Personen oder einer Gruppe innerhalb eines Landes oder dessen Territorien ohne Anweisungen von außen und dessen Taten an die Regierung oder die Bevölkerung gerichtet sind und darüber hinaus politische oder soziale Ziele verfolgen.
1) Politisch-ideologisch
2) Rassistisch
3) Besondere Ziele
4) Anarchisten
5) Berserker (Einsamer Wolf)
6) Narco-Terroristen
Teil 5. Terroristische Ziele
5.01 Nationale Ziele
A) Energieversorger (Kraftwerke, Leitungen, Kraftstoffdepots)
B) Chemische Industrie und der Bereich Gefährlicher Materialien
C) Bereich des Verteidigungswesens
D) Bank- und Finanzwesen
E) Transportwesen (Luftkraft, Züge, Busse, Fähren)
F) Post- und Schifffahrtswesen (Sprengkörper und Waffen)
G) Landwirtschaftlicher Sektor (Boden- und/oder Getreideverseuchung
H) Nahrungsmittelsektor (Tierkrankheiten)
I) Wasserversorgung (Reservoirs und Aquädukte)
J) Öffentliches Gesundheitswesen (übertragbare Krankheiten)
K) Regierungssektor (lokale, staatliche und bundesstaatliche Einrichtungen
L) Notfallversorgungswesen (Erstversorger, Krankenhäuser)
M) Informationstechnologie und Telekommunikationssektor (Internet)
N) Kommerzielle Einrichtung/Grundbesitz, Denkmäler und Symbole
O) Allgemeiner Sektor (Bevölkerung, Sportereignisse, religiöse Zusammenkünfte, Schulen)
Teil 6. Angriffsmethoden der Terroristen
6.01 Bomben
A) Abgelegte Bombe
B) Selbstmordanschlag
6.02 Anschlag mit Handfeuerwaffen
A) Überfälle: Terroristen gehen zum Ziel
B) Hinterhalt: Terroristen lassen das Ziel zu ihnen kommen
6.03 Attentat: Das Umbringen eines ausgewählten Regierungsvertreters
A) Erschießen im Vorbeifahren
B) Schütze
C) Bombe
D) Heckenschütze
E) Messerangriff
F) Giftanschlag
6.04 Kidnapping Eine Person mit Gewalt festsetzen um ein Geschäft auszuhandeln
A) Lösegeld
B) Politische Forderungen
C) Mord
6.05 Geiselnahme Einnahme einer Einrichtung und Gefangennahme von
Menschen
A) Forderungen
B) Regierung bloßstellen
6.06 Cyberterrorismus
A) Diebstahl von Informationen (offizielle, industrielle, identifizierende)
B) Unterbrechung oder Zerstörung von Computerinformationen und Netzwerken
6.07 Entführung
A) Gewaltsame Einnahme eines Fahrzeugs für Personen
B) Gewaltsame Einnahme eines Frachtfahrzeugs
6.08 Skyjacking Gewaltsame Einnahme eines Flugzeugs
A) Übernahme am Boden
B) Übernahme in der Luft
6.09 Brandstiftung
6.10 Vandalismus
6.11 MVW (Massenvernichtungswaffen)
A) Nuklear
B) Biologisch
C) Chemisch
Teil 7. Auswahl einer Sitzposition
7.01 Vorteilhafte Positionen
A) Zug
B) Bus
C) Flugzeug
D) Fähre
Teil 8. Verteidigung gegen Anschläge mit Handfeuerwaffen
8.01 Kampfübung Terroristischer Anschlag Opferperspektive
A) Vorteilhafte Position
B) Kampf, Flucht, Unterwerfung
C) Präventivschlag
D) Kampfpause
E) Komprimierte Entscheidungszeit
1) Informationsüberlastung
2) Echte Kampfübung
a) Air soft Training
b) Farbpatronenübung
8.02 Kampfübung Terroristischer Anschlag Perspektive des Terroristen
A) Gefühl für das Ziel
B) Aufregung
C) Menschenmassen
D) Unmittelbare Reaktion auf Bedrohung
E) Jagdinstinkt
F) Training durch Videospiele
8.03 Persönlichkeitszüge von Terroristen
A) Aktionsorientiert (reizobsessiv)
B) Aggressiv (“Kämpfermentalität”)
C) Risikobereit
D) Instabil
E) Ungehemmt
F) Rücksichtslos
G) Ichbezogen (Elitementalität)
H) Gefühllos (losgelöst)
8.04 Organisationsstruktur
A) Um im Geheimen operieren zu können, sind Terroristen in kleinen Gruppen, „Zellen“ genannt, organisiert. Gewöhnlich besteht eine Zelle aus drei bis fünf Mitgliedern. Eine Zelle ist wie eine kleine militärische Einheit mit einer Kommandohierarchie organisiert. Für kombinierte Operation, wie am 11. September, kann eine Zelle sich mit anderen Zellen zusammentun.
1) Früheres oder aktuelles paramilitärisches Training
2) Nom de guerre (Französisch: individueller Name) oder Jihad Name (Arabisch: Heiliger Krieg)
8.05 Terroristischer Angriffszyklus
A) Vor dem Angriff
1) Planen & Trainieren (Tage, Wochen, Monate oder Jahre)
2) Zielüberwachung (größte Gefahr entdeckt zu werden)
3) Angriffssimulation
B) Anschlag
1) Annäherung an das Ziel (2. Gelegenheit entdeckt zu werden)
2) Auslösen des Anschlags (das ist unsere eigene persönliche Überlebensphase)
C) Nach dem Anschlag
1) Fliehen oder sich neu gruppieren (3. Gelegenheit entdeckt zu werden)
2) Einsatzbesprechung
Teil 9. Übung zum Schutz suchen und Verstecken
9.01 Definitionen
A) Ein Schutz ist ein Objekt, hinter dem man vor Kugeln und Splitter geschützt ist.
B) Ein Versteck ist ein Objekt, hinter dem man sich verstecken kann, aber nicht unbedingt geschützt ist.
9.02 Verteilungsbewußtsein
A) Statisches Bild (1 Sekunde)
B) Bewegtes Bild (1 ½ bis 2 Sekunden)
C) Distanz Bewegung (2 bis 3 Sekunden)
9.03 Bewegungsübung unter Beschuss
A) Zick-zack-Lauf (wertloses bewegliches Ziel)
B) Punkt-zu-Punkt-Lauf (wertvolles bewegliches Ziel)
C) Hetze zur offenen Tür (minimale Aussetzung)
Teil 10. Entkommen durch den Ausgang (individuelle Taktiken, keine Teamtaktiken)
10.01 Taktische Optionen
A) Flucht
B) Verstecken
C) Verbarrikadieren
D) Hinterhalt
10.02 Techniken zum Entkommen durch den Ausgang (unbewaffnet)
A) Tödlicher Trichter (Feuer richtet sich auf einen kleinen Bereich)
1) Eingang
2) Flur
3) Treppe
B) Tür versperren
C) Hinübergehen
D) Türüberfall (wenn Flucht nicht möglich ist)
1) Schlag mit einer Waffe
2) Waffenlose Verteidigung gegen einen Angreifer mit Handfeuerwaffe
3) Waffenlose Verteidigung gegen zwei Angreifer mit Handfeuerwaffe
4) Waffenlose Verteidigung gegen Langwaffe (ohne Schultergurt)
5) Waffenlose Verteidigung gegen Langwaffe (mit Schultergurt)
Teil 11. Hindernisse überwinden
11.01 Eine Mauer überwinden
A) Techniken mit niedrigem Profil, über jegliche Mauer, Zaun oder hohes Hindernis
B) Spinnensprung
Teil 12. Heckenschützentaktiken
12.01 Definition von einem Heckenschützen
A) Mit einem Gewehr (Offene Visierung oder Zielfernrohr) ausgestattete Person die aus Distanz auf Leute schießt. Ein krimineller Heckenschütze benutzt seine Waffe um sein Ziel zu töten und bevorzugt diese Waffe vielleicht um sich Polizisten vom Leib zu halten wenn sie reagieren oder um die Flucht einfacher zu machen.
12.02 Beobachtung bevor ein Schuss gefallen ist
A) Halt Ausschau nach Bewegung, Schimmer und Kontrast. Ein verborgener Heckenschütze verrät seine Position eventuell durch eine hastige Bewegung.
Wenn der Heckenschütze nicht gerade Tarnfarbe oder eine Maske trägt, reflektiert das menschliche Gesicht (egal welche Rasse) Licht und hat die dem menschlichen Auge am besten erkennbare Form.
B) Halte Ausschau nach bekannten Waffeeigenschaften – der Form, Schimmern von Metallteilen, Farbe (schwarz oder Holz)
C) Halte Ausschau nach optischen Reflektionen . Egal ob tagsüber oder im Dunkeln, observiere den Bereich nach Lichtreflektionen von der Oberfläche eines Gewehrvisiers oder Ferngläsern. Selbst die Reflektion vom Glass einer Uhr kann die Position eines Heckenschützen verraten.
D) Grenz mögliche Finale Schusspositionen ein. Schau dich im Gelände um und bestimme, wo der Heckenschütze sich das Terrain zu Nutze machen kann (neben Vegetation, im Schatten, in einem Fenster mit offenem Fenster, hinter dem Reifen eines Fahrzeugs, neben einem Schornstein etc.) Denk an die Entfernungen. Ein Anschlagsgewehr hat eine Reichweite von ca. 500 yards und ein Heckenschützengewehr kann ein Ziel in 800 yards (8 Fußballfelder lang) festnageln.
12.03 Beobachtung nach dem Schuss
A) Such das Mündungsfeuer. Viele Dinge außer dem Projektil verlassen die Mündung: unverbrannte Partikel, Gase, Hitze und Licht – viel Licht. Ein Mündungsblitz ist ein schneller Blitz aus weißem Licht, das kreisförmig erscheint. Im Fall von Muhammad und Malvo hätte man für den Bruchteil einer Sekunde ein helles Licht durch das Loch im Baumstamm sehen können, wenn man dorthin geschaut hätte. Leider ist dies in diesem Fall nicht gemacht worden. Man muss in die richtige Richtung schauen um den Blitz zu entdecken.
B) Such nach Explosion vor der Mündung. Die Gase und Druckwelle, die die Mündung verlassen werden Staub und Schmutz aufwirbeln, wenn sich die Mündung dicht über dem Boden befindet. Eine kleine Wolke wird kurz über der Position des Heckenschützen schweben.
C) Getroffene Opfer. Auch wenn das ein unangenehmer Gedanke ist, das Blut und das Fleisch von einer Wunde wird zumeist in die der Richtung des Projektils gegenüberliegenden Richtung spritzen. Such nach Eintritts- und Austrittswunden.
D) Finde eine Schussloch in porösem Material (Holz, Boden, trockene Wand etc.) Führe ein Stab (Autoschlüssel, geglätteter Papierclip, zusammengerollte Banknote etc. in das Loch ein. Das Ende des Stabs wird in die Richtung des Heckenschützen zeigen.
E) Schätze die Entfernung des Heckenschützen. Wenn es kein Echo gibt, wird eine nahe Fehlzündung ein akustisches Krachen verursachen, wie ich es bereits erwähnt habe. Das ist die Kugel, die in Supergeschwindigkeit vorbeifliegt (die Schallmauer durchbrechend). Unmittelbar auf dem „Krachen“ (dem „akustischen Bum“) folgt ein „Knall“, der aus der Mündung kommt (das schnelle Verbrennen und die Ausdehnung von Gasen, die die Mündung verlassen). Schall verbreitet sich mit einer Geschwindigkeit von ca. 300 yards pro Sekunde. Die Entfernung zum Heckenschützen kann geschätzt werden, indem man die Zeitspanne zwischen dem Krachen und dem Knall misst. Indem du also laut „Eins, zwei, drei“ in einer Sekunde zählst, kannst du den Radius abschätzen. Du beginnst z.B. unmittelbar nach dem Krachen zu zählen. Wenn du bis zur „zwei“ kommst und den Knall hörst, dann ist der Heckenschütze ca. 600 yards entfernt.
12.04 Aktionen unter Beschuß
A) Nur weil der Heckenschütze auf dich schießt, heißt das nicht, dass er sein Ziel auch trifft. Umgekehrt, nur weil du getroffen bist, musst du noch nicht tödlich getroffen sein. Solange du dich bewegen kannst, kann du entscheidende Aktionen starten.
B) Offenes Visier oder Fadenkreuz
1) Statisches Ziel (3 Sekunden)
2) Bewegliches Ziel (3 bis 5 Sekunden)
C) Spring hinter den nächsten Schutz (Schutz ist jedes Objekt, das
kugelsicher ist), z.B. Hydranten, Automotor, dicker Baum etc.
D) Wenn es nichts gibt, hinter das du Schutz suchen kannst, dann lass
dich zu Boden fallen. Das macht dich zu einem kleineren Ziel (reduziertes Zielprofil). Auf dem Boden musst du krabbeln oder hinter Schutz rollen. Wenn du auf freiem Gelände bist, musst du das Risiko eingehen und das Geländeverlassen, außer andere Opfer sind u Boden gegangen. In diesem Fall ist es das Beste sich tot zu stellen.
Wenn du rennen musst, dann renn kurze Intervalle (3 bis 5 Sekunden) Das schwierigste Ziel ist eins dass sich seitwärts (90 Grad zum Heckenschützen) Der Schütze braucht einige Sekunden bist er ein sich bewegendes Ziel im Fadenkreuz erfasst hat. Je schneller du läufst, desto schwieriger wird es für ihn. Reduzierte Aussetzungszeit in offenem Gelände (kurze Spurts) 3 Sekunden Aussetzungsregel: Ich stehe auf, er sieht mich, ich bin unten.“
E) Benutz einen Lockvogel. Wenn du dich hinter einem Schutz versteckst, kannst du deinen Hut oder deine Jacke auf einen Stock stecken und teilweise ins Freie halten. Damit diese Technik funktioniert, muss es aus der Perspektive des Heckenschützen überzeugend wirken. Wenn der Schütze schießt, hast du einen Moment Zeit um in einen besseren Schutz zu rennen. Selbst der beste Schütze braucht einen Moment um das Ziel zu erfassen nach dem Rückstoß des Gewehrs.
F) Vorsicht bei Vertiefungen und Stolperfallen - 6 oder 15 Zentimeter aus der Oberfläche (Mauer oder Boden)
G) Sei vorsichtig mit Splittern (Brösel, Splitter von der gegenüberliegenden Seite eines Objekts, z.B. eine Mauer). Schütze hat vielleicht eine psychologische Blockade durch eine Mauer zu schießen.
Teil 13. Bomben
13.01 Bombendrohung
A) Telefonische Bombendrohung Übung
1) Form der Bombendrohung
2) Kontakt mit Behörden
B) Bombensuchmuster (im Inneren)
1) Tritt in die Mitte des Raumes um zu STEHEN, SCHAUEN, LAUSCHEN
a) KEINE ELEKTRONISCHEN GERÄTE BENUTZEN
(Handys)
b) BENUTZE TASCHENLAMPEN; STABSPIEGEL UND
KREDITKARTEN
c) Untersuche sorgfältig selbst gewöhnliche Objekte
(z.B. Feuerlöscher)
d) Arbeiter checken Arbeitsbereiche, Teams checken
allgemeine Bereiche
2) Zweier-Teams teilen den Raum in zwei Hälften
a) Beginne an einer Seite und arbeite dich durch
b) Bewege dich im Uhrzeigersinn, wenn du alleine suchst
3) Suchmuster (Im / gegen den Uhrzeigersinn
a) Vom Boden bis zu Hüfte suchen
b) Von Hüfte bis zur Kopfhöhe suchen
c) Von Kopfhöhe bis zur Decke suchen
4) Markiere die Räume die durchsucht wurden (Kreide,
Klebeband, Marker)
5) Wenn etwas gefunden wird, NICHT BERÜHREN. Lass es da,
wo es ist und evakuiere den Bereich
6) Öffne Türen und Fenster um den primären Explosionsschaden
und den sekundären Schaden durch Zersplitterung möglichst
gering zu halten.
Halte dich mindestens 1.000 Fuß von her HEIßEN ZONE
entfernt.
C) Bombensuchmuster (außen)
1) Check alle Fahrzeuge nahe dem Gebäude oder dem Versammlungsort
2) Check sorgfältig alle Mülleimer, Container und Briefkästen
3) Check Abläufe, Schachtrahmen und Dächer
13.02 Installierte Bombe oder IED
A) Evakuiere & Berichte (auffällige Container etc. an Orten mit hohem Risiko)
1) Halte dich fern von Containers, Mülleimern, Kisten oder Schaltern
13.03 Brief- & Paktbombe
A) Postraumabläufe
1) Vorherbestimmte Person zum Öffnen der Pakete und verdächtigen Umschläge
2) Sichere den Bereich, in dem geöffnet wird (Explosionsbereich, biochemische Eindämmung
3) Postwarnkarte
4) Sichere Distanz ist die Faustregel
13.04 Auto & Lastwagenbomben
A) Passieren höchstwahrscheinlich im Berufsverkehr
B) Nahe beim Eingang oder einer großen Menschenmenge
13.05 Suchmuster bei Fahrzeugbomben
A) Geh um das Fahrzeug herum und inspiziere es visuell
1) KEINE ELEKTRONISCHEN GERÄTE VERWENDEN (Handy)
a) BENUTZE EINE BLITZLICHT & FAHRZEUGINSPEKTIONSSPIEGEL
2) Zweier-Teams teilen das Fahrzeug in zwei Hälften
a) Fahrerseite
b) Beifahrerseite
B) Beginne mit der äußeren Suche
1) Unter dem Fahrzeug (geh unter das Fahrzeug)
2) Allgemeine Verstecke
a) Radkuhle
b) Auspuff
c) Gastank
C) Innere Suche
1) Öffne die Türen per Fernbedienung (auch die Zündung wenn möglich
a) Zieh die Türen mit einem Seil auf
2) Durchsuch die Fahrerseite zuerst
a) Sitz
b) Pedalen
c) Zündung
3) Öffne Motorhaube und Kofferraum
a) BENUTZE TASCHENLAMPE, SPIEGEL & KREDITKARTE
4) Wenn etwas gefunden wird, NICHT BERÜHREN. Notiere wo es
sich befindet und evakuiere die Gegend. Halte dich mindestens
1.000 Fuß von Der HEIßEN ZONE fern.
13.06 Selbstmordattentäter
A) Ziele von Selbstmordattentäter
1) Harte Ziele
a) Polizeirevier, militärische Einrichtung oder Regierungsgebäude
b) Polizeilicher oder militärischer check point
c) Nationales Denkmal oder sichere Touristenattraktion
d) Öffentliches Verkehrsmittel
B) Bombentragweise
1) Bombe am Körper
a) Bombengürtel oder Bombenunterwäsche
b) Körperöffnungen
2) Bombe in der Aktentasche
C) Einen Selbstmordattentäter unter Kontrolle bringen (waffenlos)
1) Beobachte
2) Überwältigen
3) Hände kontrollieren
Teil 14. Überleben im Öffentlichen Transportwesen
14.01 Reality Based Überlebenstasche
A) Ausrüstungssortiment
1) Persönliche Schutzausrüstung ( Maske)
2) Flexible Handschellen
3) Taschenlampe (Knicklicht)
4) Klebeband
5) Such / Signalspiegel und Karte
6) Erste Hilfe Set
7) Trinkpäckchen
8) Nahrungsmittel (militärisch oder für Camping)
9) Überlebensdecke (Schutz, Tasche)
10) Auffällige Baseballmütze (reflektierend)
11) Wasserfilter
12) Infektionsschutz
a) Mundschutzmaske (durch die Luft übertragene Organismen)
b) Einweg Latexhandschuhe
c) Gasmaske
d) Handdesinfektionslösung
13) Paracord
14) Gurtschneider
Teil 15. Überlebensübung für den Brandfall (Improvisierter Brandsatz)
15.01 Persönliche Überlebenstechnik
A) Fallen (isolieren)
B) Rollen (ersticken)
15.02 Überlebenstechniken im Fahrzeug
A) Fahr aus der Todeszone
B) Verlass das Fahrzeug wenn das Feuer andauert (Dämpfe nicht einatmen)
Teil 16. Massenvernichtungswaffen (MVW)
16.01 Kategorien von MVW
A) Chemische Waffen
1) Freisetzen von toxischen Gasen, Flüssigkeiten (Aerosole) oder
festen Stoffen um die breite Masse zu vergiften
Faustregel: Wenn du aus weiter Sicht die Abwurfstelle / Explosion mit deinem Daumen verdecken kannst, dann bist du in sicherer Distanz.
B) Biologische Waffen
2) Freisetzen von Keimen oder anderen biologischen Substanzen, die krank machen
C) Nuklearwaffen
1) Gestohlene militärische Nuklearwaffe (Massenexplosion)
a) Hitze, Druckwelle, über Meilen / Kilometer verstreutes radioaktives Material
2) Mikrowellenwaffen (“Schmutzige Bombe”), keine nukleare
Explosion
16.02 Überleben einer Nuklearwaffe
A) Vom hellen Licht wegdrehen
B) Hinter einem festen großen Objekt Schutz suchen
1) im Graben Schutz suchen
C) Verseuchtes Gebiet verlassen (radioaktive Asche)
16.02 Überleben einer chemischen Waffe
A) Einatmen vermeiden
1) Persönliche Schutzausrüstung (Maske)
a) LUFT ANHALTEN
b) Maske aufsetzen (Maske mit Filter für Chemikalien und
Brandgase
c) Filter öffnen (Maske)
d) Warnruf, “Gas! Gas! Gas!”
e) Gefahrenzone verlassen
B) 3 wichtige Regeln
1) Aufwärts
a) Suche einen höheren Standort, da die meisten toxischen Gase schwerer als Luft sind und am Boden bleiben
2) Wind
a) Beobachte die chemische Wolke
b) Windindikatoren (Blätter, Fahnen, fliegende Teile)
3) Stromaufwärts
a) Flüssige Chemikalien und verseuchtes Wasser fließt flussabwärts
C) Kurze Halbwertzeit
1) Die meisten Substanzen zerfallen schnell bei Sonnenlicht, Wasser oder Wind
D) Dekontamination (DECON)
1) GESAMTE Kleidung ausziehen
a) Kleidung gast noch 30 Minuten nach erstem Kontakt mit Nervengas aus
2) Steck die Kleidung in DECON-Säcke (dichte Plastiksäcke)
3) Wasch deine Haut und persönliche Gegenstände (Schlüssel,
Papiere, Geld) mit Wasser
a) Salzsäure (5% gelöst in 95% Wasser)
b) Seife (Palmolive) und Wasser (Eimer voll mit Seife)
c) Sprinkleranlage
4) Ärztliche Aufsicht
E) Was die Polizei nach einem chemischen Anschlag tun wird
1) Keine sofortige Hilfe leisten
2) Verseuchte Menschen in dem kontaminierten Bereich halten (mit
Gewalt wenn nötig)
3) Begrenzte Ressourcen unpassend einsetzen
4) Krankenhäuser bewachen
16.03 Biologischer Anschlag
Teil 17. Überleben einer Entführung
17.01 Arten von Kidnapping
A) Kriminelles Kidnapping
1) Lösegeld
a) Mexiko – express kidnapping, Brasilien – Blitz kidnapping
2) Attentat
B) Politisches Kidnapping
1) Lösegeld
2) Gefangenenaustausch
3) Terror
17.02 Kidnapping-Demonstration
A) Zwei Personen
1) Erste Entführer schlägt und nimmt das Opfer in den Würgegriff
2) Zweite Person greift die Arme
B) Drei Personen
1) Erster Entführer schlägt und greift einen Arm
2) Zweite Person greift den anderen Arm
3) Dritte Person nimmt die Beine
C) Aufdecken eines Kidnapping-Fall
17.03 Ablauf des Kidnapping
A) Vor dem Kidnapping (vor dem Kampf)
B) Kidnapping (Kampf)
C) Transport oder Bewegung
D) Gefangenschaft
E) Flucht, Rettung, Freilassung oder Tod
F) Nach dem Kampf
17.04 Überleben als Geisel
A) Gefangenschaft ist die gefährlichste Zei
B) Situation akzeptieren
C) Nur sprechen wenn man angesprochen wird
D) Entführer nicht provozieren durch Anstarren, Erheben der Stimme,
Argumentieren, Einstellungen
E) Keine Vorschläge oder Hilfsangebote machen
F) Versuch zu gut es geht zu schlafen, essen und trinken
G) Sei wachsam aber nicht beobachtend
H) Nur fliehen bei Aussicht auf Erfolg
I) Halte engen Kontakt mit den Entführern, aber vermeide das
Stockholm Syndrom
J) Geh in Deckung bei der Rettung und befolge die Anweisungen des
Rettungsteams
Kursende
1. Seminarbeurteilung
2. Zertifikate
3. Verkauf
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