Verfügbare Informationen zu "Bücher zu und über Israel"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Hausdrache - Dayan - Riwka - intihaar - Leibele - Sharif Forum: nahostforum-world.de Forenbeschreibung: In diesem Politikforum könnt ihr über den Nahen Osten, die Welt, Politik allgemein und was euch sonst noch bewegt diskutieren aus dem Unterforum: News und Links Antworten: 11 Forum gestartet am: Dienstag 03.10.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Bücher zu und über Israel Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 14 Tagen, 5 Stunden, 2 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "Bücher zu und über Israel"
Re: Bücher zu und über Israel
Hausdrache - 05.10.2006, 12:25Bücher zu und über Israel
Hier möchte ich ein sehr gutes Buch empfehlen, das Pro-Israel Argumente anführt:
Alan M. Dershowitz "Plädoyer für Israel" – Warum die Anklagen gegen Israel aus Vorurteilen bestehen.
Dershowitz, der ein berühmter amerikanischer Anwalt und "Gegenspieler" von Noam Chomsky ist, hat in diesem Buch alle "Anklagepunkte" gegen Israel aufgeführt, akribisch auseinandergenommen, seziert und sie mit Belegen abgeschemmert. Ein ausgezeichnetes Werk, dem ich viel zusätzliches Wissen zu verdanken habe. :D
Gruß
Hausdrache
Re: Bücher zu und über Israel
Dayan - 09.12.2006, 17:49
Marek Halter:Der Messias Code.Sehr empfehlenswert.Gruss.
Re: Bücher zu und über Israel
Riwka - 12.12.2006, 10:27
Bard, Mitchell G.
Behauptungen und Tatsachen
Haenssler Verlag, 2002, Taschenbuch, 800 S.
ISBN 3775138560, EUR 9,95
Das Buch „Behauptungen und Tatsachen" von Mitchell G. Bard, bietet umfassende Hintergruende, und Antworten auf Fragen.
Aus dem Klappentext:
Zitat:
Mehr als 50 Jahre Reportage über den Konflikt zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarländern werden in diesem Buch übersichtlich dargestellt.
Dr. Bard*) berichtet von den Anfängen Israels über den Sechs-Tage-Krieg und den Golf-Krieg bis zum aktuellen Friedensprozess. Es werden die Beziehungen Israels zu seinen Nachbarn, die Situation und der Streit um Jerusalem und der Konflikt um die Siedlungen beschrieben.
Neben vielen anderen Hintergrundinformationen rund um Israel und die arabische Welt wird aufgezeigt, wie sich Moslems gegenüber Israel verhalten.
"Die Wahrheit", sagte Lord Acton einmal, "ist das Einzige, was der Geschichte Würde und Geltung gibt."
( *): Dr. Mitchel Bard)
Re: Bücher zu und über Israel
Dayan - 13.12.2006, 22:08
Hi Riwka .Kannst du hebräisch sprechen?Gruss.Tommy.
Buchzitat aus Gründen der Übersichtlichkeit gelöscht ***Hausdrache
Re: Bücher zu und über Israel
intihaar - 13.12.2006, 23:27hinweis
Zitat: dayan: "Hi Riwka .Kannst du hebräisch sprechen?Gruss.Tommy."
dayan, ich bitte dich darum, derartigen small-talk bitte entweder in der klön- und tratschecke oder per privater nachricht zu führen; alles andere bewegt sich am rande des spams.
Re: Bücher zu und über Israel
Dayan - 05.01.2007, 10:18
Ein Freund hat es mir gerade zugemailt ,es scheint sehr interessant zu sein: Saddams Geheimnisse
Als Christ im irakischen Generalstab
Sada Georges
EUR 19.95 / Gebunden / 384 Seiten
Best.-Nr.: 111939
ISBN: 978-3-7655-1939-0
Wer denkt, Saddam war keine Bedrohung für die Welt, ist ahnungslos!
Ja, wir hatten sie. Wir haben sie eingesetzt. Und Saddam hat sie außer Landes geschafft, bevor die Koalitionsstreitkräfte kamen. Ich werde erzählen, wie Saddam und das Militär diese Massenvernichtungswaffen sowohl gegen Soldaten, als auch gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt haben, wie Saddam es schaffte, sie vor den Augen der Inspektoren zu verbergen und wie er sie schließlich vor Beginn der "Operation Irakische Freiheit 2003" aus dem Land schmuggeln konnte.
(Georges Sada, ehem. Generalmajor der Irakischen Armee)
Wer einmal eine andere Sichtweise auf den Irak bekommen will als das, was tagtaeglich in den Medien kommt, der findet hier reichlich Denkanstoesse. Ein wirklich aufruettelndes Buch von einem Insider geschrieben.
Re: Bücher zu und über Israel
Hausdrache - 26.02.2007, 16:53
Heute möchte ich 2 ausgezeichnete und seriöse Bücher über den Nah-Ost-Konflikt vorstellen, die ich selbst gelesen habe und nur wärmstens empfehlen kann. Wer wirklich mehr über diesen Konflikt erfahren möchte, wer an seriösen Fakten und Hintergrundwissen interessiert ist, wird dieser Bücher dankbar annehmen und lesen. daumenhoch
I. Tom Segev: Es war einmal Palästina – Juden und Araber vor der Staatsgründung Israels, pantheon ISBN 3 570 55009 5
Zum Autor
Tom Segev lebt in Jerusalem, ist international bekannter Historiker und einer der profiliertesten Journalisten Israels. U.a. schreibt er für die Zeitung Haretz. Für dieses Buch wurde er u.a. mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet.
Zum Buch
Das Buch behandelt die Entstehungs-Geschichte (1916-1948) des Nah-Ost-Konflikts und präsentiert eine Fülle bislang unerschlossener Quellen und daraus resultierende neue Erkenntnisse. Viele Propaganda-Legenden werden ins Land der Märchen, wo sie hingehören, verwiesen. Ich zitiere aus dem Umschlagtext:
"...rekonstruiert Segev eine dramatische Ära genzenloser Möglichkeiten und tragischer Fehlentscheidungen: die so genannte Mandatszeit von 1917 bis 1948, als nach dem Zerfall des Osmanischen Reiches die Briten die Macht in Palästina ausübten und verhängnisvollerweise sowohl Arabern als auch Juden das Land versprachen.. [...] Er zeichnet die Entstehung zweier Nationalbewegungen nach, ihren unaufhaltsamen Weg in die gewaltsame Konfrontation und kommt zu einer radikalen Neubewertung der Geschichte Palästinas: Denn im Gegensatz zur weit verbreiteten Annahme, die britische Politik sei pro-arabisch gewesen, förderten die Briten das zionistische Unternehmen. Sie glaubten durch diese Parteinahme mit den Juden einen starken und einflussreichen Verbündeten gewinnen zu können. Dahinter steckte die falsche –und letztlich antisemitische- Vorstellung, dass die Juden den Lauf der Geschichte lenken."
-----------------------------------------------------------------------
II. Michael Karpin, Ina Friedmann: Der Tod des Jitzhak Rabin, rowohlt ISBN 3 498 03496 0
Zu den Autoren
Michael Karpin zählt zu den herausragenden Journalisten in Israel. Von 1983 bsi 86 war er Chef der Prime Time News und von 187 bis 93 Leiter eines einstündigen Politmagazins.
Ina Friedmann war leitende Lektorin in großen amerikanischen Verlagen, bevor sie 1968 nach Israel ging. Dort arbeitete sie als Korrespondentin großer europäischer Tageszeitungen und als Übersetzerin von führenden israelischen Historikern und Politikern wie Jitzhak Rabin.
Zum Buch
Das Buch zeichnet die Geschichte der Ermordung Rabins auf. Es beleuchtet die politischen Hintergründe und kommt zu einem erschreckenden Fazit:
"Aber er [Yigal Amir – der Mörder Rabins] gehört nicht zu einer ideologisch-religiösen Minderheit – ein Drittel aller Israelis wollen wie er einen von der Religion dominierten Staat. Dies ist ein Menetekel: Es rückt das Ende der Demokratie in Israel und einen neuen Nahostkrieg in greifbare Nähe.
Wie mächtig und einflussreich der Block der Ultraorthodoxen* in den vergangenen Jahren in Israel geworden ist, zeigen hier zum erstenmal die Unersuchungen und Nachforschungen von Michael Karpin und Ina Friedman. Seit den Friedensgesprächen in Oslo waren sich die Ultraorthodoxen in einer Frage einig: wie lässt sich Rabin aus der Regierung vertreiben, oder wie, wenn dies nicht möglich ist, kann man ihn aus dem Weg schaffen. [...] Schritt für Schritt zeigen die Autoren, wie sich nicht ein Drama oder Verhängnis anbahnt, sondern wie der nach Macht strebende Religionseifer und Nationalismus in Israel eine Stimmung provoziert, die den Mord an einem vermeintlichen Verräter zur religiösen Aufgabe macht." (Umschlagtext)
*damit sind die pro-zionistischen Ultraorthodoxen gemeint
Gruß
Susanna
Re: Bücher zu und über Israel
Leibele - 06.03.2007, 13:29Jüdische Opposition gegen den Zionismus
"A Threat From Within - A Century Of Jewish Opposition To Zionism"
von Yakov M. Rabkin, Historiker an der Universität Montreal und sich selbst als "modern-orthodox" definierend, schrieb ein ausführliches Buch, das den orthodox-jüdischen Widerstand gegen den politischen Zionismus zusammenfasst. Ein "must-read" für jeden der sich mit dem Judentum und dem Nahost-Konflikt auseinandersetzt, zumal jene Bücher und Schriften unserer Rabbonim, die sich von religiöser Seite aus gegen den Zionismus im Allgemeinen ausgesprochen haben, nur auf Jiddisch bzw. Hebräisch verfasst worden sind. In Rabkin´s Buch findet sich nun eine umfangreiche Zusammenfassung der wichtigsten und grundlegenden Aussagen des authentischen und Tora-treuen Judentums in englischer Sprache.
Ein Interview mit Prof. Rabkin: http://www.nzz.ch/2005/07/04/fe/articleCT1DT.html
Re: Bücher zu und über Israel
Sharif - 06.03.2007, 21:16
Hallo Leibele,
schön wieder etwas von dir zu hören.
Schön auch etwas erfreuliches von der orthodoxen Richtung zu hören.
Vielleicht könntest du einige gute Ansätze, die du bisher noch nicht genannt hast, hier benennen.
Gruß.
Re: Bücher zu und über Israel
Leibele - 07.03.2007, 20:47
Sharif hat folgendes geschrieben: Hallo Leibele,
schön wieder etwas von dir zu hören.
Schön auch etwas erfreuliches von der orthodoxen Richtung zu hören.
Vielleicht könntest du einige gute Ansätze, die du bisher noch nicht genannt hast, hier benennen.
Gruß.
Eigentlich wollte ich ja diese Buchempfehlung in die Bücherliste von "Hausdrache" einstellen, aber irgendwie ist mir da ein Missgeschick passiert. Vielleicht kann "Hausdrache" das ganze Ding nach dort verschieben.
Ich werde mich inhaltlich zu gegebener Zeit weiter äußern, bli neder!
Beiträge in den Bücher-Strang verschoben ***Hausdrache
Re: Bücher zu und über Israel
Leibele - 13.03.2007, 21:49Interview mit Yakov Rabkin in Baltimore Sun
Ich erlaube mir an dieser Stelle als Ergänzung auf ein weiteres Interview mit Prof. Yakov Rabkin hinzuweisen, das erst vor wenigen Tagen in der "Baltimore Sun" veröffentlicht worden ist:
Gap among Jews widens on question of Zionism
By Yakov M. Rabkin
Originally published in the Baltimore Sun March 8, 2007
A profound division has developed between Zionist advocates of Israel and Jews, secular and religious, who reject or question Zionism and actions taken by the state of Israel.
Public debate about Israel's place in Jewish continuity has become open and candid.
Many Jews try to come to terms with the contradictions between the Judaism they profess to adhere to and the Zionist ideology that has taken hold of them. This coincides with serious concerns expressed across Israel's political and religious spectrum about the future of Israel.
Quite a few Jews now publicly ask whether the chronically besieged ethnic nation-state in the Middle East is "good for the Jews." Many continue to be concerned that militant Zionism destroys Jewish moral values and endangers Jews in Israel and elsewhere. This debate has entered pop culture as well: The recent film Munich by Steven Spielberg sharply focuses on the moral cost of Israel's chronic reliance on force.
The Israel lobby in the United States, aligned with the nationalist right in Israel, viciously attacked the Jewish director and his film even before it was released. It also lashed out at several books published over the past few years - Prophets Outcast, Wrestling With Zion, The Question of Zion, The Myths of Zionism - all authored by Jews who are concerned about the same essential conflict between Zionism and Jewish values.
A few weeks ago, the Israel lobby (through its constituent American Jewish Committee) issued a report alleging that Jews who criticize Israel endanger its "right to exist" and foment anti-Semitism. This provoked a number of prominent Jews in Britain, Canada and the United States to speak out, moving candid debate about Israel into mainstream, even conservative, publications. In January, the eminently pro-establishment Economist published a survey of "the state of the Jews" and an editorial that called on rank-and-file Diaspora Jews to move away from the "my country, right or wrong" attitude adopted by many Jewish organizations.
Making a stand for Jewish emancipation from the state of Israel and its policies has bridged some old divides and created new ones. Thus, an ultra-Orthodox critic of Israel, usually antagonistic to Reform Judaism, commended a Reform rabbi for saying that "when Israel's Jewish supporters abroad don't speak out against disastrous policies that neither guarantee safety for her citizens nor produce the right climate in which to try and reach a just peace with the Palestinians ... they are betraying millennial Jewish values and acting against Israel's own long-term interests."
Their relationship with the state of Israel and with Zionism has polarized the Jews. The axis along which this polarization has taken shape does not correspond to any of the habitual divisions: Ashkenazi/Sephardic, observant/nonobservant, Orthodox/non-Orthodox.
In each of these categories are Jews for whom national pride, even arrogance (chutzpah), is a positive value, and who give their enthusiastic support to the state that incarnates what they identify as a life force, a triumph of the will and a guarantee of Jewish survival.
But each of these categories also includes Jews who believe that the very idea of a Jewish state, and the human and moral price that it demands, undermines all that Judaism teaches, particularly the core values of humility, compassion and kindness. They, along with Israel's staunchest supporters, point up the paradox that has seen Israel, often presented as an ultimate haven, become one of the most precarious places for Jews. Israeli media report unprecedented levels of concern not only for the future of the state but also for the physical survival of its inhabitants. Some attempt to redefine "Israel's national purpose" as a means to revitalize Israel's largely demoralized society.
Divisions about Israel and Zionism are so acute that they may split Jews as irremediably as did the advent of Christianity two millennia ago. Christianity, which embodies a Greek reading of the Torah, eventually broke away from Judaism. Like Christianity, Zionism, reflecting a nationalist, romantic reading of the Torah and Jewish history, has come to fascinate many Jews.
It remains to be seen whether the fracture between those who hold fast to Jewish moral tradition and the converts to Jewish nationalism may one day be mended. However fateful for Jews and Judaism, this fracture may not necessarily affect Israel, which nowadays counts many more evangelical Christians than Jews among its unconditional supporters.
Yakov M. Rabkin, author of "A Threat From Within: A Century of Jewish Opposition to Zionism," is professor of history and associate of the Centre for International Studies at the University of Montreal.
http://www.baltimoresun.com/news/opinion/oped/bal-op.zionism08mar08,0,2505629.story
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum nahostforum-world.de
Gedichte - gepostet von Hausdrache am Donnerstag 19.10.2006
mr-mali - gepostet von Sharif am Mittwoch 31.01.2007
Saddam wird gehängt - gepostet von David Grün am Sonntag 05.11.2006
Ostern - gepostet von Hausdrache am Dienstag 03.04.2007
Ähnliche Beiträge wie "Bücher zu und über Israel"
Ist es Euch egal,was Andere über Euch denken? - Urschl (Dienstag 06.02.2007)
Über Träume im Allgemeinen - martina (Montag 10.04.2006)
how many filmed songs do we have of frida in the 60's ? - frenchy (Donnerstag 18.10.2012)
Die Person Über mir ... =) - Lina* (Sonntag 19.11.2006)
der poster über euch - fallen AnqeL <3 (Sonntag 19.11.2006)
Die Kritik über CS - $ekto (Donnerstag 18.01.2007)
Ein paar Worte über euch - vanessa (Samstag 10.09.2005)
Skillungen und was ihr über die Zukunft denkt - Wendel (Mittwoch 24.01.2007)
Mal was ganz anderes...mal nichts über tiere - chaossister2 (Mittwoch 07.02.2007)
Euer Bereich wo ihr über den kindergarten reden könnt! - Angel (Freitag 02.09.2005)
