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Alle Beiträge und Antworten zu "Wystystyer"
Re: Wystystyer
NPCs - 17.10.2006, 15:53Wystystyer
Die Stadt Wystystyer ist heutzutage Hauptstadt und zentraler Ort des Geschehens der Provinz Sternfrost, obwohl es damals lediglich die Bauern- und Arbeiterstadt war, während sich geistliche Dinge in Rolante, weltliche in Majoran konzentrierten.
Wenngleich die Stadt eher für einfaches Volk vorgesehen war, hatte sie dennoch schon seit langer Zeit starke Mauern, eine eigene Garde und eine große Bandbreite an staatlichen Einrichtungen zur Freizeitnutzung für das Volk, zumal die Führung dieser Provinz, die damals einer der höchsten Bischöfe des Landes übernahm, das einfache Volk als Grundstein des Reiches erkannte und es in den Mittelpunkt zu stellen versuchte.
Die Stadt an sich wurde schon in der frühen Holzzeit gegründet und war auch schon lange davor ein zentraler Ort für Zeltniederlassungen des reisenden Volkes, wie das gesamte Bagnâtal. In der Steinzeit wurde sie zwar hin und wieder von Diebesbanden unter Druck gesetzt, die insbesondere die ungeschützte Landbevölkerung gefährdeten, konnte sich jedoch stets zur Wehr setzen und ging schließlich erfolgreich aus allen kleineren Schlachten hervor. Aufgrund seiner abgeschiedenen Lage war die Provinz insgesamt noch nie direkt in einen weltlichen Krieg verwickelt, weshalb noch viele sehr alte Gebäude erhalten geblieben sind.
Nach der Eisnacht, die Rolante und Majoran aufgrund ihrer höheren Lage in Eiseskälte unnutzbar machte, wurde Wystystyer zentraler Ort der Provinz, in welcher heutzutage im Namen des Kaisers Baron Saarveo regiert. Aufgrund der erheblich geschrumpften Bevölkerung stehen heute einige Stadtteile komplett leer und verbleiben ungenutzt; Türen und Fenster sind meistens vernagelt, dennoch haben sich Bettler und allgemein das Straßenvolk hier einquartiert. Dies ist der hiesigen Regierung bekannt und wird von ihr, obwohl es eigentlich verboten ist, toleriert, zumal es keine wirkliche Alternative wäre, den verarmten Teil des Volkes nachts auf der Straße erfrieren zu lassen. Außerdem sind Mitglieder dieser Bevölkerungsschicht als billige Arbeitskräfte stets Willkommen und bilden ein recht wichtiges Rückgrat der Gesellschaft, sodass sie von dieser wiederum in den Kirchen alles Lebenswichtige erhalten, falls sie es einmal selbst nicht schaffen sollten. Die Ressourcen sind jedoch arg begrenzt.
Da die Stadt über lange Zeit ohne größere Pläne entstand, ist sie heutzutage recht verbaut und verwinkelt. Beinahe alle Gebäude bestehen aus festem Stein und sind bis zu drei Stockwerke hoch, haben zumeist auch einen Keller, der oft auch Schlafzimmer ist, zumal es sich dort unten besser heizen ließ. Höhere Stockwerke verfügen meistens auch über eine Fassade, sind beispielsweise zusätzlich durch Lehm isoliert und von Holzbalken verziert, die auch die Stabilität der Außenschicht gewährleisten. Öffentliche Einrichtungen und Läden sind hierbei in das Wohngebiet gestreut, das den Hauptteil der Stadt ausmacht.
Insbesondere nennenswert wären an Bauten und Einrichtungen der dezentrale Marktplatz im Süden der Stadt, die Bücherei direkt anbei und nahe der Mauer, welche die gesamte Stadt umzieht, des Weiteren die Bäder am Nordrand der Stadt, durch welchen der Fluss Bagnâ zieht und hier wärmend einen Ort zur Entspannung bietet, ansonsten noch die Kasernen an der Ostmauer, wo sich auch der Regierungspalast in Form eines ehemaligen feinen Gasthauses wiederfindet. Die Steinkirche Sankt Anton liegt zentral. Der westliche Teil der Stadt ist beinahe komplett verlassen, ebenso die meisten Gebiete, die weit von wichtigen Einrichtungen entfernt sind.
Gadeein unter Kaiser Sancho, Großländerei Sankt Julien
Provinz Sternfrost, regiert von Baron Karl Saarveo (Hüne)
Bevölkerung: Hünen, Menschen, Halblinge, Goblins
Re: Wystystyer
NPCs - 23.10.2006, 16:15Das Spiel beginnt
Norden der Welt
Eine eiskalte Sonne steht am Horizont, leuchtet strahlend hell über die Welt bis hoch in unsere Provinz. Es ist Morgen, doch den Tag über wird es weder wesentlich wärmer werden, noch wird der strahlende Stern sonderlich an Höhe gewinnen; viel mehr wechselt er vom Osten über den Süden in den Westen, um wieder zu verschwinden.
Weiß strahlt das Licht und weiß der endlose Schnee. Es stehen kaum Wolken am Himmel, doch ein eisiger Wind überzieht heute das Land, fast sämtliche Wärme, die vom Bagnâ ausgeht, verwehend; die Felder können heute wieder einmal nicht bestellt werden und an den hohen Schneefanghecken sammeln sich kleine Kristallberge. In Wystystyer, der Hauptstadt, greifen sich Arbeitskräfte Schaufeln, machen sich daran, die notwendigen Wege freizuräumen. In Massen wird das Eis nach Norden gekarrt und am Fluss zu frischem Trinkwasser geschmolzen.
Es ist Montag, eine neue Woche beginnt. Der Markt ist heute aufgrund des Schneetreibens geschlossen. Einige Einzelhändler haben ihr Lager in den Bädern aufgeschlagen, die heute einigen Zulauf erwarten können.
Das schwarze Brett an den Badehäusern, bei der Kaserne und der Kirche steht leer, nur die üblichen Öffnungszeiten sind darauf abzulesen. Am schwarzen Brett auf dem Marktplatz hängen drei Schilder:
"Marktfreier Tag."
"Können Sie Schnee schaufeln? Dann sind Sie bei den Arbeitskräften der Kirche genau richtig!"
"Vermisse meinen Schneehasen. Er war etwa eine Hand hoch, recht kuschelig und weiß. Er hört auf den Namen Hasso. Emilienstraße 13. Belohnung steht aus."
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 23.10.2006, 16:26Morning Glory
Oh. Ich bin wach. Ich höre Geplansche.
Ich sollte die Augen öffnen.
Die Unterseite eines endlosen Sonnenschirmes offenbart sich meinen müden Blicken. Ich habe ihn einmal am Straßenrand gefunden und dachte mir, dass man damit meinen Posten ausschmücken könnte. Zumal hier niemand einen Sonnenschirm vermissen würde.
Langsam strecke ich mich, erhebe meinen Kopf vom Bett und meine Füße von der Kommode. Gut, es ist eng und wenn ich aufstehe und mich strecke reißen die Wände, aber es ist mein Zuhause.
Mit dem Zeigefinger öffne ich die Kommode und krame kurz darin, hole meine Bademeisterkappe und meine Sonnenbrille hervor, setze sie beide auf. Ich sehe an mir hinab. Schwarzes Hemd, grüne Hose, kein Schuhwerk. Das reicht, um mich umzusehen. Gebückt verlasse ich meinen Posten und klettere die beiden Leitern hinunter, eine für die linke Körperhälfte, eine für die rechte, immer vier Sprossen auf einmal nehmend. Unten angekommen strecke ich mich und blicke umher. Die ersten Gäste sind schon in den Marmorhallen angekommen und wärmen ihre Füße im Fluss, der hier durch Kanäle hinein- und hinausfließt.
Scheint ein ruhiger Tag zu werden.
Ich beginne, langsam umherzuwandeln.
Re: Wystystyer
Theal - 23.10.2006, 16:29
Der Wind prescht mir ins Gesicht, die Kälte gefriert meinen Körper. Wenigstens habe ich noch einen guten Warmhalter… Langsam laufe ich über die gefrorenen Wege und ziehe das Wolfsfell, das um meinen Körper liegt enger zusammen. Ich weiß noch genau… der Tag an dem ich den Wolf niederstreckte… und wir, ich und mein Mentor mir dann ein Fell nähten. Mit sanften, schnellern Schritten husche ich über die Straßen, immer noch ohne Ziel. Langsam streife ich mir meine Mütze über mein Haupt und meine Ohren. Mein Atem gefriert sofort beim ausatmen. Schließlich lehne ich mich an eine Mauer. Kurz ziehe ich eines meiner Schwerter aus der Scheide und lese die auf der Klinge eingravierte Schrift. Immer noch nicht weiß ich was er damit meint.
Re: Wystystyer
NPCs - 23.10.2006, 16:47In Wystystyers Straßen
Die Befindlichkeit
Steven befindet sich im nördlichen Teil der Stadt, ziellos zwischen den Bädern und der örtlichen Kirche hin und her wandernd. Die ansässige Bevölkerung schenkt ihm keinerlei Beachtung. Eine der Räumungskräfte rast an ihm vorbei, rutscht aus, die Schubkarre gleitet weiter voran und kippt, der mittelalte Karrenführer selbst legt sich längs auf den Boden.
Re: Wystystyer
Theal - 23.10.2006, 16:56
Mit einem schnellen Griff nach vorne halte ich die Schubkarre bevor sie alles verliert was sie darin befindet. Wenn man immer so schnell machen will… eigener Verdienst. Mit schnellen Sprüngen distanziere ich mich von dem Unfallort. Da muss ich auch nicht mehr helfen… Bald befinde ich mich vor der nächsten Häuser Wand. Ich husche um sie drum, springe über eine Mauer. Wann hier wohl alles wieder richtig läuft? Mit meinen Handschuhen drücke ich mich über ein Fasse und springe drüber. Werden wir sehen. Ich springe über noch einen Kasten und setze mich dann auf diesen.
Re: Wystystyer
NPCs - 23.10.2006, 17:01Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars
Der Eilige
Kurz bleibt er noch am Boden liegen, setzt sich dann auf, blickt schockiert auf den Boden unter sich. Einige rote Flecken haben sich in den Schnee gedrückt. Er betastet seinen Körper und seine Arme, sein Gesicht, schließlich die Nase. Beruhigt seufzt er - nichts gebrochen. Langsam steht er auf, wischt sich die letzten paar Tropfen aus dem Gesicht, greift sich die Schubkarre und eilt weiter, seinen Helfer, der die Karre aufgehalten hatte, gar nicht zur Notiz genommen habend.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 23.10.2006, 17:08Es gibt nicht viele Häfen; da draußen tobt ein Sturm.
Schritt um Schritt bewandere ich die durchkachelten Hallen der Bädereien. Angenehm warm hier, nebenbei bedacht; draußen müsste ich vermutlich einen Mantel tragen, wie es aussieht. Die hohen Glasfenster zur Seite jedenfalls sehen recht zugefroren aus. Hoffentlich springen sie nicht wieder ... das hatten wir schon einmal. Dabei geht so viel wonnige Wärme verloren und dann muss ich wieder meine Klamotten über die Löcher nageln. Das war gar nicht schön, vor allem, weil ich zwei Wochen nur in einer Badehose herumrennen musste, bis der Glaser mit der Lieferung nach kam.
Gut, hier drinnen störte es nicht, aber wenn ich mich an die Kirchenbesuche erinnere ...
Re: Wystystyer
Isothien - 23.10.2006, 17:37
Die erstem Strahlen der aufgehenden Sonne berühren Sanft meine Augenlieder. 4 mal klopfen sie Sanft an den Liedern und langsam öffne ich meine Augen und muss festellen, das ich mal wieder in der Heißen Quelle eingeschlafen bin und somit die ganze Nacht im Schwimmbad verbracht habe, ansich nichts ungewöhnliches, da ich eigentlich den ganzen Tag im Schwimmbad verbringe und Nachts in einer Ecke die mit zusammengklauten Handtüchern gepolstert ist, nur leider neige ich oft dazu, in irgendwelchen Bädern einzuschlafen.
Grade als ich mich erhebe, kommt John vorbei, ich grüße ihn freundlich.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 23.10.2006, 18:00It's the first page of the second chapter
Aus meinen Gedanken gerissen sehe ich mich kurz um, erblicke schließlich Samuel.
"Ah ... Guten Morgen, Sam. Mal wieder im Bad geschlafen?"
Was für eine überflüssige Frage. Er lag da gerade noch schnarchend drin.
"Und, schon eine Idee, wie wir an etwas zu essen kommen? Seitdem ich das mein Geld gezählt habe und dabei nießen musste ... du weißt ja noch, die Nachteile des Hünendaseins ..."
Ich bin gespannt, wie wir heute unser Frühstück ergattern.
Re: Wystystyer
Theal - 23.10.2006, 18:06
Ich tippe mir auf die backe. Was habe ich vor? Was will ich machen. Nach hause… Ich stehe von dem Kasten auf und springe aus der backe. Kurz suche ich Orientierung. Dann laufe ich nach rechts ab. Schlitternd bleibe ich vor dem Haus stehen, das mir meine Eltern mit ihren Tod vererbt habe. Ich betrete das Haus. Huch. Ich habe wieder nicht abgeschlossen. ich betrete den Flur. Sofort falle ich in einen Tranceartigen Zustand… “Ich habe jemanden mitgebracht! Steven! Mein Sohn! Er wird dich lehren!“ Ich schwanke meinen Kopf. Wann habe ich das letzte Mal eigentlich geredet? Ich habe niemanden zum reden. Ich renne die Treppe hoch und greife mir ein Handtuch und meine Badehose. Schnell spurte ich wieder aus dem Haus. Also dahin zurück wo ich gerade herkam…
FÜNF MINUTEN SPÄTER.
Ich schlage die Türen des Badehauses auf. Mit schnellen Schritten laufe ich in Richtung der Umkleidekabinen.
Re: Wystystyer
Marquinhos - 23.10.2006, 18:52Weißer Riese und heiße Schokolade
Es ist früh am Morgen und helle Sonnenstrahlen fallen auf mich hinab. Mir fröstelt ein wenig als ich durch die verschneiten Gassen der Stadt Wystystyer gehe. Brrr, kalt. Noch viel kälter als zu Hause. Ich muss schnell einen Platz zum Aufwärmen finden, wander' hier schon viel zu lange herum. Die Stadt ist echt nicht klein, aber wie es aussieht auch nicht überall bewohnt. Schon seltsam... Der Typ von vorhin hat nur von einer Abkürzung geredet, aber wo bin ich denn jetzt gelandet? Inzwischen habe ich bereits einige Häuserblocks passiert, in der Hoffnung eine Gaststätte zu finden. Leider habe ich bisher nicht mal einen Menschen gesehen, viele Türen und Fenster an denen ich vorbeikomme sind vernagelt. Gerade als ich ernste Zweifel an jeglicher Existenz von Leben im Umkreis von mehreren Kilometern bekomme, biege ich aus einer kleinen Seitengasse in eine belebte Hauptstraße ein. Endlich treffe ich wieder auf Stadtbewohner, die dick eingepackt und zielgerichtet wohl ihrem Alltag nachgehen. Menschen, Hünen und Halblinge wild strömen durcheinander um schnellstens ins warme Heim zu gelangen. Arbeiter sind vollstens damit beschäftigt die Straße von den Schneemassen zu befreien.
Lange her seit ich soviele Wesen auf einem Fleck gesehen habe. Hier werde ich mit Sicherheit was find... BONG. Bevor ich den Gedanken zuende bringen kann rennt mich auch schon der nächstbeste Passant um. "Hey, pass doch...", sage ich angesäuert, als mich schon eine Hand hochzieht. Ein brummiger Hüne mit einfacher Kleidung und weißer Behaarung blickt auf mich hinab. "'Tschuldigung, hab' dich überseh'n." Das glaub' ich gern... Einen Augenblick mustert er mich, bevor seine tiefe Stimme mich wieder andröhnt. "Neu hier? B'stimmt, Leute wie du sin' hier ständig auf Durchreise. Jetzt schau nich' so bedeppert... Bis' b'stimmt müde, alle auf Durchreise kommen kaputt hier an. Wenn du 'n Gasthaus suchst, 100 Meter weiter die Straße lang is' eins. Gehört 'nem Kumpel von mir. B'stell dir was heißes zu trinken und sag ihm er soll's auf Bogaards Deckel schreiben. Geht auf's Haus, siehst ja aus wie'n Eisbein, armer Junge.", nuschelt er und deutet in die Richtung aus der er gerade kam. Was zum...? Woher...? "Ähm... Danke." Etwas verwundert drehe ich mich um und mache mich rasch auf zur heiß ersehnten Rast. Freundliches Völkchen... "Heh. Touristen... 's is' doch immer das Selbe mit diesen Menschen. ", brummt der Riese noch bevor er wieder seinen Weg fortsetzt.
Vor dem Gasthaus angekommen, bereitet mir der Anblick schon Vorfreude. Das Licht spiegelt sich strahlend in zwei großen Fenstern wieder. Im Erdgeschoss eines alten Holzgebäudes liegt das Café Gravgaard, im eleganten Holzschnitt mit alten Lettern prangert das Namensschild darüber. Hmm, traditionell gehalten, wohl aus der späteren Holzzeit. Zwar nicht sehr luxuriös, aber immerhin gemütlich... Freudig trete ich durch die verstärkte, große Tür und höre ein Läuten über mir. Oh, eine Türklingel, nett... Erstaunt blicke ich ins halbvolle Café, das bemerkenswert modern im Gegensatz zur Fassade eingerichtet ist. Eine helle Laminatschicht scheint über den alten Boden verlegt zu sein, die dunklen Wände sind mit hellen, angenehm wirkenden Wandteppichen bedeckt. Wohltuende Wärme strömt aus einem großen Kamin am anderen Ende des großen Raumes. Unter Knistern verströmt das verbrennende Holz einen angenehmen Pinienduft. Die Einrichtungsgegenstände wie Tische und Stühle sind stilgerecht in die heutige Zeit einzuordnen. Während im rechten Winkel zum Fenster hin festgeschraubte längere Tischbänke hintereinander stehen, sind nach innen hin kleine runde Tische und einfache Stühle im Raum verteilt.
"Was darf es sein, mein Herr?", fragt der vermeintliche Ladenbesitzer hinter der Theke. Ein Mann mittleren Alters mit dunklen Haaren, Spitzbart und scharfen Gesichtszügen schaut mir entgegen. "Ein gewisser Bogaard hat mich hergeschickt. Er meinte dies sei ein guter Platz für eine Pause. Er scheint Recht gehabt zu haben." Auf seine Rechnung werde ich nichts bestellen, das wäre unverschämt. Selbst wenn er es mir angeboten hat. "Oh, Bogaard... ja, ein gutherziger Riese mit einem passenden Durst. Kommt fast jeden Tag nach Dienstschluss her." Hab ich's mir doch gedacht... alter Schluckspecht. "Haben sie das hier alles selbst eingerichtet? Ich muss sagen, sieht nicht schlecht aus, für ein kleines Café." Einem überraschten Blick folgt ein großes Lächeln. "Nein, nein. Ich hätte niemals solches Gespür wie meine Frau es hat. Sie hat es so einrichten lassen. Möchten sie etwas zu trinken? Sie sehen durchgefroren aus. Geht auf's Haus." So bekomme ich doch noch was umsonst. "Danke, ich nehme was sie gerade da haben. Hauptsache es ist heiß." Schnell winkt er einen Angestellten herbei. "Kommt sofort." Also setze ich mich in eine der freien Tischbänke am Fenster und entledige mich meiner Jacke und des Schals, hole mein Notizbuch und eine Gebietskarte aus der Tasche hervor.
Hmm, dann wollen wir mal sehen... Ich breite die Gebietskarte auf dem Tisch aus und suche den momentanen Standort. Wenigstens scheint die Karte maßstabsgetreu zu sein. Sie hat mich auch schon genug gekostet, der Typ in der Straße am Standrand wollte dafür eigentlich noch mehr haben. Also wo war ich ich? Achja... Also ich bin momentan in Wystystyer. Und um nach Majoran zu kommen werde ich einen Zwischenstop in Rolante machen, der letzten Stadt vor dem Eispalast. Also auf der Karte sehe ich keine Hindernisse außer ein paar Wäldern und der Distanz selber, zwischen den Städten... "Hier, eine heiße Schokolade. Die wird sie von innen auftauen.", sagt eine freundliche junge Frau, vermutlich die Bedienung. "Danke, kann ich gebrauchen.", sage ich knapp und lächle schnell zurück bevor ich wieder in Gedanken versinke und mir einen Schluck aus der Tasse gönne. Aber wie komme ich am Sichersten hin? Welche Transportmittel gibt es hier? Zu Fuß schaffe ich das nicht... Ich schaue aus dem Fenster, die Straßenarbeiter karren den Schnee weg und die Menschen kommen und gehen noch immer. Was ist, wenn die Hauptstraße blockiert ist und ich einen der Waldwege benutzen muss...? Mit der linken Hand zeichne ich Notfallrouten auf der Karte ein, während die andere mit dem Anhänger meiner Kette beschäftigt ist. Hin und wieder nehme ich noch einen Schluck des heißen Getränks. Holla, ist mir warm. Das Zeug wirkt echt Wunder.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 23.10.2006, 20:46Badevergnügen I | Die Sonne scheint, aber warm ist es nicht!
Die Sonne scheint, aber warm ist es nicht. Der kalte Wind treibt die Leute in den Gassen und Straßen der Stadt weiter zur Arbeit. Nur die Reichen gehen nicht zu Arbeit, sondern ersteinmal in die Kirche oder zu einen der heißen Quellen. Und ich gehöre zum Glück nun mal zu den Reichen! Also auf zum Baden!
Und wenig später steht man dann auch - in einen dicken Bademantel gehüllt - auf den nassen Marmorfließen. Das Badevergnügen kann beginnen!
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 23.10.2006, 22:35Aye
Scheint so, als wäre Sam gerade etwas schweigsam ...
Ich stütze die Hände in die Seiten und drehe mich um, blicke in der Badeanstalt umher. Ein rechteckiger Raum, nach Süden zur Stadtseite hin breit gefliest, hohe Decke, hohe Fenster. Und wie es aussieht, werden es langsam mehr Besucher im Bad.
Wenn ich Eintritt verlangen würde, käme ich vermutlich an Geld ... aber die Bäder sind frei ... hm ... muss etwas anderes finden.
Nachdenklich starre ich in die Luft, blicke mich um, die Welt so tief ansehend, dass mein Blick an ihr vorbeifällt und sich schließlich bei zwei großen ...
Oh, Damenbesuch.
Aber gut, zurück zu den beiden großen Flecken am Boden. Scheint so, als hätte hier jemand Kakao ausgekippt.
Zeit für Feudelaktionismus!
Re: Wystystyer
Theal - 23.10.2006, 23:53
Kurz kraule ich mir meine Schläfe. Zu lange nicht mehr hier gewesen. Schweigend öffne ich die Tür zu einer der Umkleideräume. Schnell lasse ich meine Hose runter gleiten. Ich ziehe meine Badehose an und spaziere schon wieder aus der Umkleidekabine. Ich lege meine Fellrüstung auf eine der Bänke. Genau daneben die beiden Schwerter und meine Schuhe. Meinen Dolch verstecke ich in meiner rechten Handfläche. Danach setze ich mich in eines der Bäder und starre auf mein Zeug. Zu wertvoll um es aus den Augen zu verlieren. Ich lasse meinen Dolch unter Wasser vor gleiten, bereit zum Wurf, falls sich jemand an meiner Rüstung zu schaffen macht.
Re: Wystystyer
NPCs - 24.10.2006, 13:06
Allgemeiner Statusbericht
Während Aurel weiterhin in jener Kneipe verharrt, konzentriert sich der Rest scheinbar auf die Badeanstalten. Colbert beginnt damit, den Boden von jeglichen Kakaoflecken zu säubern, Sam steht immer noch am Wasser, Amalthea freut sich immer noch über baldiges Badevergnügen und Steven hockt paranoid am Schwimmbeckenrand und ist bereit zum Töten.
Einige weitere Personen sind überhaupt noch nicht auf den Plan getreten.
Ein junger Herr betritt die Halle durch die Doppeltüren, die die Wärme am Entweichen hindern sollen, spaziert ein wenig umher und zieht sich bis auf die Badehose aus, setzt sich mit seinem Kram neben Stevens Zeughaufen und streckt sich.
Re: Wystystyer
Xristo - 24.10.2006, 16:01Die Ankunft - Eine neue, altbekannte Welt...
Zerbrechlich und seicht fühlt sich der Schnee unter meinen, unseren, Füßen an, während wir langsam aber sicher durch das Stadttor Wystysters eintrudeln. Allen steht die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Die Tanzgruppe "Vozes da Terra" trifft an ihrer letzten Station in Sternfrost an, die letzte nach Rolante, einem unheimlich stillen Ort, an dem der Beifall zwar vorhanden war, aber eben nur begrenzt Begeisterung gezeigt wurde. Die Stadt der Gelehrten und Geistigen schien wohl doch kein geeigneter Aufführungsort zu sein.
Es ist früher Morgen und eisig kalt, wir sind müde und halb erfroren. Die letzte Nachtrast mussten wir abrechen, es wurde einfach zu kalt in der Gegend. Die warme Heimat vermissen wir alle. Hätte uns niemand vor der eisigen Kälte dieses Gebietes gewarnt, wären wir vermutlich erforen. Gut vierzig Leute, untergebracht in und auf Kutschen und mehreren größeren Wagen, gezogen von großen Rappen, treffen langsam ein, vorbei an diversen Bädern, die Entspannung versprechen. Wesen schaufeln eifrig den Schnee hinfort, in den Fluss. Es ist kaum etwas los, wir haben Schwierigkeiten eine Pension oder ähnliches zu finden. Ich hätte mir eine längere Jacke besorgen sollen. Ich friere. Doch ich darf nicht jammern. Den anderen geht es nicht besser.
Langsam wird es unruhig. Die Jüngeren von uns, Juno, Sarah, Leander und Hebre, alle zehn bis dreizehn Jahre alt, wollen nicht mehr weiter gehen und in die Wagen. Die Karavane aus etwa zwanzig Leuten bleibt stehen. Baran, mit 20 Jahren einer der Älteren, hat Mühe, die Kinder zum Weitergehen zu bewegen.
"Xristo, was machen wir jetzt?" fragt er mich. Ich rolle mit den Augen. Woher soll ich das wissen?
"Sag denen im Wagen, sie sollen zusammenrücken! Oder aussteigen und zu Fuß weiter!" Die im Wagen, das sind unsere 4 "Grazien". Lavender, Geza, Feo und Vihja, im Alter von 15 - 18 Jahren, plus die, die bereits auf der Reise zusammengebrochen sind. Sie haben lautstark protestiert und während der Reise solange Ohnmachts- und Schwächeanfälle vorgetäuscht, bis Baran der Geduldsfaden riss und sie allesamt in den Wagen schmiss. Dabei waren sie eigentlich noch bei Kräften, anders als die Verletzten und Schwachen. Sie sind entweder im Eis eingebrochen oder haben sich zu sehr bei der Wanderung überschätzt. Jetzt ist es eng im Wagen, genau wie in allen anderen. Aber es muss eben gehen, sonst stehen wir noch die ganze Nacht hier.
Die Kinder lassen sich überreden, auch wenn ihnen die Enge nicht bekommen wird. Sie sind eben scheu. Die Grazien beschweren sich lautstark. Mir platzt bald der Kragen.
"Zicken...", fauche ich leise vor mich hin. Baran grinst. Er kennt meine Probleme mit ihnen nur zu gut.
Man verteilt die Kinder auf die Wagen und es geht weiter. Die Pferde machen ihre Arbeit gut, doch es fragt sich auch, wie lange noch. Wasser haben wir keines mehr. Es wird Zeit, dass wir eine Pension finden, sowie einen Stall für die Pferde. Frey, unser "Pferdeflüsterer", macht sich bereits Sorgen um eines der Pferde. Morgen soll bereits der erste unserer vier geplanten Auftritte stattfinden. Das Pferd, wir nennen sie "La nuit" aufgrund ihres besonders tiefen Schwarztons, schwächelt, bleibt hin und wieder unsicher stehen. Frey klopft ihr immer wieder sanft an den Hals oder streichelt sie, um sie zum Weitergehen zu ermuntern. Ich bin froh, dass er in unserer Gruppe ist.
Immer weiter geht es durch die Stadt. Gut zwanzig Tänzer außerhalb der Wagen, mehr als 15 in den Wagen. Einige laufen manchmal vor und fragen die Schaufelnden nach Pensionen und Ställen. Auch ich gehe langsam vor, auf einen Halbling zu. Bereits jetzt ist mir unwohl in dieser Stadt. Viele Blicke, die uns wohl galten, waren fragend und beinahe schockiert über unser Auftreten. Vermutlich wissen sie nichts, haben nur Vorurteile, halten uns wohlmöglich für Plünderer oder ähnliches. Ich möchte ihre Gesichter sehen, wenn sie uns auf der Bühne erleben. Ich genieße diese Augenblicke, jedes Mal, in vollen Zügen. Ich sehe den Halbling vor mir prüfend an. Doch ich verneige mich höflich vor ihm und bemühe mich um eine sanfte, freundliche Stimme.
"Verzeiht, wir sind neu hier und suchen eine Bleibe. Ob ihr uns sagen würdet, wo man eine solche findet?"
Re: Wystystyer
Theal - 24.10.2006, 16:07
Sofort lasse ich den Dolch noch weiter nach vorne gleiten. Wag es ja nicht mein Zeug zu berühren, sonst legst du dich mit dem besten an. Gespannt schaue ich auf den Mann der neben meinem Zeug sitzt. Ich werde dir mein Dolch in dein Bein werfen, echt jetzt. Dann hat der arme Mann dahinten nur noch mehr zu putzen. Mein Tuch das über mein halbes Gesicht gezogen ist lege ich kurz ab, tunke meinen Kopf in das Wasser und lege das Tuch wieder an. Schnell schaue ich mich um. Keiner hat mich beachtet. Keiner spricht mich an. Gut so. Es ist mir unangenehm mein Gesicht zu zeigen. Genau so wie meine Stimme.
Re: Wystystyer
NPCs - 24.10.2006, 16:31Aye
Auf den Straßen
Der Halbling blickt kurz zu Xristo auf, dann an ihr vorbei zur Karawane. Kurz atmet er Dampf aus seinem Mantel aus, schüttelt dann den Kopf.
"So große Gaststätten gibt es hier nicht. Überhaupt werden Sie schwerlich ein Bett finden können; in dieser Stadt gibt es nie Besuch. Allerdings könnten Sie vor der Kirche kampieren, die Kellergeschosse sind geheizt und frei zugänglich. Ansonsten steht die halbe Stadt leer ... brechen Sie nur irgendein Haus auf, niemand wird sich beschweren. Feuer müssen sie dann aber selbst beschaffen. Ansonsten gibt es nur noch die Bädereien, da hat man auch freien Zutritt ... vielleicht erlaubt Ihnen der Bademeister auch, dort ein Lager aufzustellen. Glaube ich aber eigentlich nicht. Ein Hüne."
Der Halbling sieht sie kurz schweigend an, deutet dann in die eine Richtung.
"Dort hinten ist die Kirche."
Er deutet in eine andere Richtung.
"Da finden Sie die Bäder."
Er streckt beide Arme aus, deutet in beide Richtungen und dreht sich einmal, im Kreise deutend.
"Und leerstehende Häuser finden Sie überall."
Er wartet ab, ob sie noch etwas zu sagen hat ...
In den Bädern
Der Mann sieht recht harmlos aus und strampelt einige Zeit lang mit den Füßen hin und her, scheint die Wärme auch außerhalb des Wassers zu genießen. Nachdenklich sieht er sich um, sein Blick fällt auf das Fell neben ihm. Er grinst es an. Es grinst nicht zurück.
Kurz sieht er sich um, lächelt verschmitzt und legt sich dann längs hin, das Fell als Kopfkissen benutzend, ein Bein über das andere legend.
Zwei Stadtwachen, die ihre Tage sonst damit verbringen, auf den Mauern zu hocken oder grundlos zu patrouillieren, verlassen gerade in Badehosen die Umkleide und laufen fröhlich in Richtung des Wassers.
Re: Wystystyer
Isothien - 24.10.2006, 16:34
Auf Johns Frage antworte ich mit einem Schweigen und schüttel den Kopf.
Wie oft habe ich ihm gesagt er solle doch wenigstens ein Wyster als Eintritt verlangen, das ist Praktisch nichts...bei dem Gästezulauf, den das Bad hat würden wir bestimmt 7-10 Wyster am Tag machen, wenn nicht mehr...
Ich seufze.
Aber auf mich hört ja keiner...nochmal ess ich die Wasserraten, die sich gelegentlich hierhin verirren nicht...argh...
Ich fasse mir an die Schläfe, ich habe wieder einen "Schub" bekommen; unregelmäßige Blitzartige Schmerzen im Kopf, die nicht länger als einen Augenblick anhalten.
ich sollte mich mal nach einem Heilmittel dafür umsehen...
Ich werfe einen Blick auf John und gehe in den halbfertigen Saunabereich, der unweit der warmen Sprudelquellen liegt.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 24.10.2006, 16:41Aye
Wisch, wisch, wisch Kakao ... la, lala, lala ...
Ein paar alte Bademeisterlieder summend erledige ich die Arbeit, gehe mit dem Feudel kurz zum Fluss, der hier durchläuft, und hänge ihn hinein. Ein Fleck breitet sich im Wasser aus und verzieht sich langsam, fließt in Richtung Ausgang.
Es ist unheimlich praktisch, dass man sich seines Mülls hier so leicht entledigen kann ...
Mich auf den überlangen Feudel stützend stehe ich einige Zeit lächelnd am Wasserrand, leicht übergebeugt, und sehe in die Richtung, in die das Wasser fließt, bis es schließlich an der Wand endet und in einem Unterwasserkanal weiterfließt, der durch einige Metallstangen vom Bad abgegrenzt ist.
Hach ja ... ich frage mich nur, wie es im Eismoor mittlerweile aussieht. Dort müsste ich eigentlich meine ganzen Abfälle der vergangenen Jahre finden können.
Re: Wystystyer
Theal - 24.10.2006, 16:47
Eben legt sich der Mann auf mein Fell schon stehe ich am Rand neben dem Wasser. Ich renne auf den Mann zu und ziehe ihn am Kragen hoch. Ich deute auf das Fell. Dann auf mich. Wie gerne würde ich ihn jetzt umbringen? Ich ziehe ihn höher, sodass keines seiner Körperteile mehr mein Fell berührt. Ein Blick nach hinten verrät mir das Wachen im Anmarsch sind. Ich laufe wieder nach hinten und setze mich zurück ins Wasser, mein Dolch sticht mir in die Handfläche. Das nächste Mal werde ich ihn benutzen, das schwöre ich. Mein Hab und gut ist mir zu wichtig.
Re: Wystystyer
NPCs - 24.10.2006, 16:58
In den Bädern
Der Mann in Badehose wundert sich einen Moment lang über seinen Kragen, bleibt aufrecht sitzen, schaut abwechselnd zum Fell und zum - seiner Einschätzung nach - leicht verwirrten Mann im Wasser. Er schließt aus dem ganzen, dass das Fell dem Mann gehört und er sich offenbar nicht darauf legen soll. Schulterzuckend steht er auf und geht eine Runde schwimmen.
Re: Wystystyer
Theal - 24.10.2006, 17:45
Mir halb geschlossenen Augen trete ich aus dem Wasser. Ich nehme mein Zeug und begebe mich dann wieder in Richtung der Umkleidekabinen. Zwei Minuten später trete ich wieder voll gerüstet aus der Kabine heraus. Das Tuch, welches über mein halbes Gesicht ragt, fester gebunden und mein Stirnband über das rechte Auge gelegt. Eigentlich schaut nur mein linkes Auge raus, mit dem ich sehen kann. So trete ich wieder aus der Badeanstalt heraus. Zeit meinen Job zu erledigen. Schnell schlittere ich über das Eis in Richtung Stadttor.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 24.10.2006, 19:00Badevergnügen II | Der Wolfspelz kommt in Mode!
Mit einem kuschelig und weichen Handtuch aus Frotte laufe ich langsam quer durch den Raum. Im vorbeigehen nicke ich dem Bademeister kurz zu und laufe auf eines der Becken zu. Ein Kerl hat am Beckenrand seine sieben Sachen ausgebreitet. Darunter ist auch ein äußerst modischer Pelz. Kein Wunder also, dass der Mann immer wieder mit wachsamen Augen auf diesen Pelz blickt. Einen totschicken Wolfspelz sollte man nie unbeaufsichtigt lassen! Mit einer geschickten Handbewegung werfe ich mein Handtuch und meine Kleidung auf eine der Liegen. Seufzend lasse ich mich ins Wasser gleiten.
Re: Wystystyer
Shane - 24.10.2006, 19:55
Spät, wie immer, erwache ich aus meinem Schlaf. Es gibt ja ohnehin nichts zu tun. Wobei ich heute wirklich anfangen sollte, mir etwas zu suchen, wo ich eine Menge Geld verdienen kann. Allerdings sollte die Arbeit nicht anstrengend sein und mir auch Spaß machen. Bettentester zum Beispiel. Wie schade dass ich niemanden kenne, der mit mir um Geld Karten spielen würde, das Geld für das Dojo hätte ich heute schon zusammen.
Ich erhebe mich aus meinem Bett und nehme einige frische Sachen aus meinem Schrank. Normalerweise würde ich jetzt den Waschraum des Dojos benutzen, aber leider ist es irgendwie abgebrannt. Also muss ich so wie die letzten Tage auch wieder in die Badeanstalt. Einige Leute dort kenne ich ja bereits recht gut, da sie ja auch jeden Tag da hin gehen.
Ich verlasse das Haus, begebe mich zu den Badeanstalten und betrete es. Einige scheinen schon hier zu sein. Bekannte und Unbekannte. "Tachchen!" rufe ich den anderen zu, während ich die Umkleidekabinen betrete.
Re: Wystystyer
Theal - 24.10.2006, 20:38
Langsam schreite ich durch die Tore. „Mal wieder jagen“, fragt mich eine der Wachen. Ich nicke nur und gehe langsam in die mit Schnee bedeckte Landschaft raus. Ich kann mir gut vorstellen wie man ohne Wolfsfell friert. Mal sehen was es heute für Beute gibt. Vielleicht mal ein Wolf? Schnell greife ich in meine Tasche und ziehe zehn Wurfmesser heraus. Ich weiß auch nicht wieso mein Mentor sagte, dass ich nicht mit Bogen jagen soll. Ich kann mir nur Vorstellen, dass noch ein Bogen und ein Köcher zu viel balast wäre. Langsam gehe ich durch die dicke Schneeschicht, die bis zu meinen Knien reicht. Doch, meine Stiefel, die auch aus Wolfsfell sind wärmen meine Füße gut. Ich trabe über den ersten Hügel, der ab jetzt die Sicht zum Schloss versperrt. Als Jäger verdient man richtig gut. Nur wenige trauen sich hie in die Kälte. Und man kann, wenn man Glück hat, einen Wolf fangen und das Fell zur Weberei bringen… und Mäntel oder anderes in Auftrag geben… Ich sehe mich um und laufe dann weiter.
Re: Wystystyer
NPCs - 24.10.2006, 20:44
Über Wildtiere
Eigentlich verdient man als Jäger gar nicht so gut; zumindest nicht in Sternfrost, denn, wie in den neueren Geschichtsbüchern schon geschrieben steht, sind die meisten Tiere aus den nördlichen Gefilden abgewandert oder schlicht verhungert oder erfroren, da den plötzlich wesentlich kälteren Temperaturen kaum Gegenwehr geleistet werden konnte und man im hohen Schnee kaum Nahrung findet.
Und so findet Steven auch kein Wild.
Re: Wystystyer
Theal - 24.10.2006, 21:06
So, dann brauche ich ja auch nicht mehr so tun als ob ich jagen gehe. Wo ich eigentlich hingehen will… wandern. Wie immer. Hier findet man eh kein Wild mehr. In früheren Zeiten schon… aber heute nicht mehr. Ich kratze mich am Kopf. Aber irgendwie ist es heute viel kälter als sonst. Ich würde sagen es geht wieder zurück. Ob die Wachen überhaupt wissen, dass ich nicht jagen gehe? Ich laufe jetzt zumindest wieder zurück.
Und fünf Minuten später befinde ich mich auch wieder vor der Badeanstalt. Schnell trete ich hineine. Und wen sehe ich da? Dreif Uffzich Ich gehe auf ihn zu und fasse ihn von hinten auf die Schulter. „Lust auf einen warmen Tee oder Kakao?“, frage ich ihn in ruhiger, gedämpfter Stimme. Kaum einer kennt meine Stimme und so soll es auch bleiben.
Re: Wystystyer
Shane - 24.10.2006, 21:11
Steven erscheint hinter mir und fragt ob ich Lust auf ein heißes Getränk hätte. "Ne, lass ma, dit wär nich so jut. Ick wollt jetz eigentlich ersma baden jehen. Ick hab nämlich jehört, dass et nich so jut sein soll, gleich nachm trinken ins Wasser zu jehen. Man soll ne Stunde warten, und die Zeit hab ick nich." antworte ich Steven. "Vielleicht später!"
Ich haue mein Badetuch auf eine der Liegen und gehe langsam ins Wasser. Angenehm...
Re: Wystystyer
Theal - 24.10.2006, 21:20
„Na okay, ich auch. N bisschen Ausdauer Training würde ich sagen“, flüstere ich Dreif Uffzich zu. Schon wieder ins Wasser? Okay. Was bleibt mir an den Tagen anderes übrig? Wobei ich nicht wissen will, wie verschrumpelt die Haut dieses Wasser Schläfers ist. Wieder gehe ich in die Kabine und wieder komme ich mit der Badehose an raus. Doch, da ich tauchen will lege ich unter meinen Fell Mantel mit den Dolchen, so dass man sich sofort schneiden würde wenn man den Mantel nehmen will. So ist gut. Mit einem Kopfsprung gleite ich ins Wasser, gehe kurz hoch und hole tief Luft. Wieder gehe ich unter Wasser, lasse ein wenig Luft aus der Nase und bleibe auf dem Boden des Bades im Schneidersitz sitzen. Sogar von hier sehe ich noch meine Sachen, da ich meine Augen offen habe. Mal sehen wie lange ich dieses mal durchhalte.
Re: Wystystyer
Xristo - 25.10.2006, 09:49Where do we go from here....
Die Stadt scheint ihre Bewohner wohl noch zu suchen. Ich verneige mich ein weiteres Mal vor dem Halbling. "Man dankt. Wir hoffen, euch bei den Aufführungen als Gast dabei zu haben." Baran übernimmt für mich das freundliche Lächeln, und ich ziehe mich zurück. Wir gehen an dem Halbling vorbei, die Straße weiter. Ich gehe ein Stück voraus und sehe mich um. Einerseits könnten wir wirklich die Kirche aufsuchen. Den meisten wird dies wohl gelegen sein. Wenigstens für eine Nacht im Warmen. Nach etwas anderem suchen, können wir immer noch. Baran läuft plötzlich neben mir. "Wir sollten uns beeilen. La Nuit macht schlapp..."
Ehe er mir die Lage weiter erläutern kann, hören wir, wie es hinter uns lautstark kracht und wie La nuit laut wiehernd steigt. Frey ist sofort zur Stelle, will sie beruhigen, doch sind wohl auch mal bei Pferden Geduld und Kraft am Ende und die Geduld am reißen. Der Wagen, dessen Kupplung nun frei am Geschirr des steigenden Pferdes umher fliegt, kann wohl mit repariert werden. Verwirrt und erschrocken sind die Gesichter der Gruppe. Baran eilt Frey zur Hilfe, reißt den 19 Jährigen gerade noch zur Seite, bevor er von den wild um sich tretenden Hufen erschlagen wird. Dass uns ein Pferd auf dieser Reise durchdreht, sind wir bereits gewohnt, und trotzdem ist es bei La Nuit etwas anderes. Baran gelingt es schließlich, die Zügel zu packen, in einem Moment, in dem La Nuit, wieder mit allen Hufen im Schnee steht. Ich bin froh, dass auch er in unserer Gruppe ist.
Niemand greift ein, nicht mal ein Kreis von Zuschauern bildet sich, alle wissen warum. Dies würde das Pferd nur an etwas erinnern, das sie lieber nie erlebt hätte. Frey nimmt La Nuits Kopf in seine Hände, sie will sich losschütteln, doch Frey lässt nicht locker. Er spricht beruhigend auf sie ein. "Wir sind doch gleich da ... liebes Kind, wir sind gleich da..." Sanft streicht er über ihre Stirn, sieht ihr klar in die Augen und lockert seinen Griff. Ich stelle mich neben ihn. "Wie lange hält sie noch durch?"
Baran lässt die Zügel langsam los. Ich streichle der Stute über den Hals. Frey betrachtet sie, sieht dann mich und Baran an. "Nicht mehr lange. Sie ist gereizt. Wir sollten uns beeilen..." Wir sind uns einig.
Zur Kirche kann es nicht mehr weit sein, der Kirchturm ist bereits sichtbar. Bleibt nur noch zu hoffen, dass wir dort hineinpassen. Die Leute schauen uns mit großen Augen an. Ich habe immer noch Zweifel, ob das den Kranken helfen wird. Sagte der Halbling nicht irgendetwas von Bädern? Während Baran sich darum kümmert, jemanden aus der Kirche zu finden, den er um Hilfe bzw Erlaubnis bitten kann, wende ich mich zu Frey. "Ich sehe mich nach den Bädern um. Ich bezweifle, dass die Kellergeschosse eine ähnliche Wirkung haben." Frey nickt nur. "Kannst ja auch gleich nach leerstehenden Häusern suchen. Ich glaube nicht, dass uns die Priester oder wer auch immer hier so lange wohnen lassen." Wo er Recht hat, hat er Recht.
Ich mache mich auf den Weg. Noch immer ist mir kalt, während ich durch die verlassenen Straßen gehe. Die halbe Stadt steht tatsächlich leer. Aber es ist kein Wunder. Wer möchte in so einer Kälte leben?
Ich prüfe, ob mein Ohrring noch da ist. Als ich die leicht geschwungenden Bögen der Sonne ertaste, stelle ich erleichtert fest, dass er mir tatsächlich nicht abhanden gekommen ist.
Langsam aber sicher zweifle ich daran, jemanden in dieser Gegend anzutreffen. Lange habe ich niemanden mehr gesehen...
Re: Wystystyer
NPCs - 25.10.2006, 12:44
In der Taverne
Das Treiben rund um Aurel setzt sich ihn nicht beachtend fort. In dieser Taverne, die einen der wenigen verbliebenen Versammlungspunkte der einst riesigen Stadt darstellt, wird es über den Tag hinweg vermutlich noch voller werden; dass zu dieser frühen Stunde schon die Hälfte der Plätze besetzt ist, scheint außerordentlich. Außerdem haben sich offenbar zwei Goblins dazu entschieden, mit verschrenkten Armen auf einem Tisch zu tanzen, während ein Halbling auf dem Tisch nebenan seine Flöte ergriffen hat. Als Mensch könnte man ihnen, daneben stehend, nun ziemlich direkt in die Augen sehen.
Niemand scheint sich sonderlich am Lärm zu stören.
Viel mehr lässt sich dazu jedoch nicht sagen, denn offenbar wurde mir verboten, NPCs zu schreiben. Was zum Henker.
In den Bergen
Ein Sack Schnee fällt um.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 25.10.2006, 13:12Aye
Einige Zeit stand ich dort mit geschlossenen Augen herum, mich über das warm freuend, bis ich mich schließlich umsehe. Die Leute kommen und gehen und einer von ihnen brauchte dafür offenbar weniger als zwei Minuten. Und ist dann ins Wasser gesprungen und unten geblieben.
Ich blicke mich weiter um.
Ah, die schöne Dame wieder ... und da hinten der bewegungsscheue ... Dingens ... keine Ahnung, was er ist, habe noch nie mit ihm gesprochen ...
Hach ja, man kriegt als Bademeister schon einiges über die Leute mit.
Ich werfe meinen Feudel auf meinen Aussichtsposten und setze mich an den Beckenrand, lasse mich langsam ins Wasser gleiten und bleibe im Wasser stehen, lehne mich an den Rand, die Arme auf ihn gelegt.
Mh ... ungefähr so muss man sich ... fühlen, wenn ... man in einem warmen Fluss steht ...
Ich blicke nach unten, wo der Eilige auf dem Boden des Wassers sitzt.
Nanu? Kann der nicht schwimmen?
Ich sehe ihn fragend an. Ob ich ihn retten sollte? Oder macht das das extra?
Re: Wystystyer
Marquinhos - 25.10.2006, 13:16Eine weitere Abkürzung
Ok, drei Notfallrouten hab ich jetzt... Fehlt nur noch ein passendes Transportmittel. Ich trinke den Rest der kaltgewordenen heißen Schokolade in einem Zug aus, verstaue sämtliche Sachen wieder in der Tasche und wende mich noch einmal an den Ladenbesitzer. "Entschuldigung, eine Frage noch: Sie wissen nicht zufällig wie man hier an ein Transportmittel wie etwa eine Kutsche oder ein simples Pferd kommt? Ich muss schnellstens weiter nach Rolante und der Weg erscheint mir nicht sehr kurz." Der Mann schaut mich erst verständnislos an, fängt dann an zu lachen. "Sie sind wohl wirklich nicht von hier, was? Es ist so kalt, dass kaum ein Tier kaum eine Nacht überleben kann. Es muss schon verdammt wiederstandsfähig sein um nicht einzugehen. Sie können ja im Wald Einhörner oder sowas jagen..." Sehr witzig... was mach ich jetzt? "Jetzt mal Spaß beiseite, es gibt nur ein zuverlässiges Transportmittel hier, und das sind die eigenen Füße. Sie werden das schon schaffen, glauben sie mir. Solange sie sich auf der Hauptstraße halten und zügig vorangehen, dürften sie das schaffen. Aber bevor sie starten, noch ein kleiner Tipp..." Er beugt sich über den Tresen zu mir rüber. "Gehen sie vorher in eins unserer Thermalbäder. Das entspannt, gibt genügend Kräfte für ihren Weg und ist obendrein noch kostenlos." Keine schlechte Idee... Ich ziehe meine Jacke an, werfe mir den Schal über und will gerade die Taverne verlassen, als er mir noch hinterherruft: "Nehmen sie die Abkürzung! Einfach immer geradeaus, dann müssten sie bald an der nächsten Hauptstraße sein!"
Noch eine Abkürzung... nun gut, was bleibt mir anderes übrig? Ich kenne mich hier eh nicht aus. "Danke!" Als ich aus der Tür schreiten will bemerke ich mehrere Halblinge, die plötzlich angefangen haben auf den Tischen zu tanzen und Musik zu spielen. So früh morgen schon am feiern, aufgewecktes Völkchen... Auf der Straße schlägt mir sofort wieder die Kälte ins Gesicht. Es geht doch nichts über eine erweckende Brise. Oh, mein Anhänger. Erst jetzt bemerke ich dass ich ihn nicht unter die Jacke zurückgesteckt habe. Jetzt nochmal den Schal abmachen ist umständlich... Egal, bleibt der erstmal so hängen. Voll motiviert mache ich mich auf den Weg. ~Dreißig Minuten später~ Ich bin wieder in einer verlassenen Gegend gelandet und kein Wesen ist auf der Straße zu sehen. Nur endlos viele Gebäude mit vernagelten Fenstern und Türen. Das Geräusch des knirschenden Schnees wird aufgrund der fehlenden Geräuschkulisse langsam eintönig. Na toll, jetzt hab ich mich anscheinend wieder verlaufen. Was geben diese Leute einem auch immer für eine Wegbeschreibung... Memo an mich selbst: In dieser Stadt nie wieder jemanden nach dem Weg fragen. Bis auf einen Kirchturm ist im näheren Umkreis nichts Bemerkenswertes zu beobachten. Genervt sehe ich einer Hauswand entgegen. Von wegen geradeaus... jetzt links oder rechts? ... Rechts Richtung Kirchturm. Ich biege um die Ecke in die Seitenstraße ein.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 25.10.2006, 14:54
Der Typ verlässt das Bad, kommt nach ca. einer Stunde wieder, zieht sich in Rekordzeit um, springt ins Becken, taucht unter Wasser und... bleibt dort. Schon eine halbe Ewigkeit sitzt er auf dem Grund des Beckens und blickt an zum Beckenrand. Ich folge dem wachsamen Blick gen modischen Wolfspelz. Der Bademeister gestikuliert wild herum.
Also so langsam nimmt die Situation unangenehme Züge an.
Re: Wystystyer
Xristo - 25.10.2006, 15:20
Langsam gebe ich es auf, nach jemandem oder etwas Lebendem zu suchen. Nichts als Schnee, vernagelte Fenster und ...Nichts eben. Ich ziehe den Kragen der Jacke höher. Mittlerweile dürfte ich bereits eine dreiviertel Stunde unterwegs sein. Wenigstens weiß ich nun, wo man demnächst ein Lager für alle einrichten könnte. Wenn sich jedesmal vier bis fünf Leute ein Zimmer teilen könnten, bräuchten wir nur zehn Zimmer. Das dürfte gut in zwei Häusern unterzubringen sein.
Ich habe meine Schritte mittlerweile verlangsamt, um mir die Häuser genauer anzusehen.
Hoffen wir nur, dass uns niemand einen Strich durch die Rechnung macht.
Ich rüttle an einem der Bretter, welches ein Fenster vernagelt. Durch einige Schlitze bekomme ich einen kleinen Eindruck der Inneneinrichtung. Die Wohnungen scheinen hier ganz geräumig zu sein. Vielleicht könnte man die Gruppen größer machen.
Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie jemand in die Straße einbiegt und schnell entferne ich mich von dem Fenster. Endlich jemand, den man fragen kann. Hoffentlich...
Langsam gehe ich auf den Mann zu. Er scheint sich verlaufen zu haben, ich hoffe nur, er kennt sich hier trotzdem ein wenig besser aus als ich. Vielleicht frage ich ihn auch gleich nach einem Krankenhaus. Thermalbäder werden für einige wohl nicht reichen um sie bis morgen auf die Beine zu stellen. Hoffentlich weiß man wenigstens etwas davon, dass wir hier aufführen werden. Noch eine Aufführung auf einem Scheiterhaufen mache ich nicht...
Ich habe mich dem Herren auf einige Meter Entfernung genähert. Wieder bemühe ich mich um ein freundliches Gesicht, sowie um eine höfliche Verbeugung.
"Verzeiht die Störung. Wisst ihr den Weg zu den Bädern? Oder noch viel besser zu einem Krankenhaus?"
Seine Kette hängt aus der Jacke heraus und ich frage mich langsam, wie man so offenkundig mit einer Kette herumlaufen kann bis mir sein Anhänger auffällt...
Re: Wystystyer
Marquinhos - 25.10.2006, 15:59Wage Auskunft
Eine junge Frau, wahrscheinlich etwas jünger als ich, kommt mir auf einmal entgegen, fast gänzlich in schwarz gekleidet und mit einem etwas dunkeleren Teint. Sie scheint auch nicht von hier zu sein. Hat sich wohl wie ich verlaufen, man ist in dieser Stadt ja quasi dazu verdammt... Wie ich geahnt hatte, fragt sie mich nach dem Weg. "Uhm, naja... Es tut aber leid, aber ich kann ihnen da auch nicht genau weiterhelfen. Das einzige was ich weiß ist dass..." Ich hebe eine Hand und deute einen großzügigen Halbkreis in Richtung des Kirchturms. "in der Richtung irgendwelche Thermalbäder liegen sollen. Sicher bin ich mir keinesfalls. Ich irre hier eigentlich auch nur umher, ich bin erst heute in dieser Stadt angekommen." Ich zucke mit den Schultern. "Die Leute von hier können einem den Weg nicht einmal richtig erklären, wie soll man dann durch dieses Labyrinth von Bruchbuden kommen ohne vorher zu erfrieren?"
Re: Wystystyer
Theal - 25.10.2006, 16:03
Ich verschränke meine Arme und schaue immer noch gebannt zu dem Fell. Toll, jetzt schaut mich auch noch der Bademeister an. Und die Frau auch noch. Ich lasse ein wenig Luft aus meiner Lunge. Hoffentlich denkt er nicht, dass er mich retten muss. Wie lang bin ich jetzt hier unten? 30 Sekunden? Das geht aber noch doppelt so lange, mindestens. Ich schaue kurz dem Bademeister in die Augen, dann der Frau. Dann schaue ich wieder auf das Fell. Also hat es noch keiner versucht. 45 Sekunden sollte ich jetzt hier unten sein. Das geht länger!
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 25.10.2006, 16:06Aye
Durch die Wasseroberfläche kann ich kaum etwas erkennen als seine verschwommene Silhouette. Kein Wunder in einem Fluss, wenngleich er hier langsam sein mag. Ich kratze mich nachdenklich am Kopf. Einige Luftblasen steigen auf.
Wohl auch ein Nichtschwimmer.
Ich löse mich vom Rand des Bades und gehe ein paar Schritte durch das Wasser, bücke mich leicht und strecke ihm meine Hand entgegen.
Re: Wystystyer
Theal - 25.10.2006, 16:11
Und der Bademeister kommt auf mich zu. Und er will mich doch retten, so ein Mist. Ich setze unter Wasser einen Schritt nach hinten und setze mich wieder in Schneidersitz hin. Eine Minute? Bald gehe ich hoch. Wieder lasse ich ein wenig Luft aus meiner Lunge heraus. Kurz schaue ich noch auf die Füße des Bademeisters um zu schauen ob er sich mir wieder nähert und starre dann wieder auf das Fell. [i]Ab und zu frage ich mich… wieso der Bademeister nicht weiß das ich schwimmen kann. Schließlich bin ich doch oft hier… Aber so voll wie das hier immer ist, kann ich’s verstehen.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 25.10.2006, 16:24Aye
Scheint so, als wäre er hier, um absichtlich zu ertrinken.
Ich stelle mich wieder aufrecht hin und verschrenke die Arme.
Das ist jetzt ein mehr oder minder moralisches Problem. Einerseits sollte man natürlich versuchen, Leuten das Leben zu retten. Andererseits, wenn er es sich nehmen will, ist das sein freier Wille und ich würde ihm eigentlich Gewalt antun, würde ich ihn am Selbstmord hindern. Wobei Selbstmord durch Luftanhalten jetzt schon eine etwas merkwürdige Sache ist. Wird er nicht einfach irgendwann ohnmächtig und treibt an die Wasseroberfläche?
Vielleicht sollte ich den örtlichen Priester befragen, der ... oh, lala ...
Ich winke der hübschen Reichen Dame zu.
Hach ja ...
Re: Wystystyer
Theal - 25.10.2006, 16:35
So bald grenzt es an zwei Minuten. Und ich kann nicht mehr. Ich stütze meine Beine auf den Bogen und stütze mich ab. Zwei Sekunden später komme ich mit einem lauten Atemeinzug aus dem Wasser. Ich hole tief Luft und lasse die Luft wieder heraus. Schnell schwimme ich an den Rand und stütze mich ab. „Eine Minute und ein paar Sekunden“, sage ich und schlage mir meine Hand vor den Mund. Jetzt habe ich doch noch geredet. So ein Verdammter Mist! Ich reibe mir meine Augen und starre wieder auf meine Sachen. Und ich musste nicht gerettet werden.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 25.10.2006, 20:07
Mit ungläubigen Blick starre ich auf den Kerl.
Ahem.. eh.. err... alles in Ordnung?
Eigentlich kommen die Leute hier ja her um zu schwimmen, sich zu entspannen, oder sich mit Freunden zu treffen. Aber freiwillig halb zu ertrinken gehört eindeutig nicht dazu. Ich blicke unsicher zum Bademeister.
Re: Wystystyer
Xristo - 25.10.2006, 20:13
Wie bereits befürchtet, ist der Herr hier genauso neu wie ich und kennt sich in dieser Gegend nicht aus. Ich seufze leicht, doch ich zwinge mich zu einem Lächeln.
"Habt trotzdem vielen Dank. Aus der Richtung komme ich gerade. Ich, ich meine wir, meine Tanzgruppe, haben in den nächsten Tagen Aufführungen geplant. Wir würden uns freuen, euch als Gast empfangen zu dürfen."
Wo ich schonmal dabei bin, sämtliche Leute, die mir auf meinem Weg begegnen (es sind ja auch so viele...) einzuladen, kann ich auch gleich ein paar Karten verteilen. Ich suche mir die Flugblätter heraus, es sind nur wenige, und sie sind eher dafür bestimmt, an die Wand gehängt zu werden, aber vielleicht geht es so auch.
Ich drücke dem Fremden ein Blatt in die Hand. "Überlegt es euch wenigstens mal."
Meine Freundlichkeit geht mir langsam selbst auf die Nerven. Aber was sein muss, muss sein.
"Die Bewohner dieser Stadt sind schon eigenartig, da habt ihr Recht...Soweit ich gesehen habe, gibt es in dieser Richtung einige Thermalbäder. Ihr seid auf dem richtigen Weg."
Re: Wystystyer
Theal - 25.10.2006, 20:30
Ich nehme meine Hände wieder von meinem Mund weg und Blicke mich um. Finster schaue ich der Frau kurz in die Augen. Ich sollte mich von Frauen fern halten, wie mein Trainer mir beibrachte. Sie unterbinden nur die Weiterbildung. Und bald mache ich mich auf den Weg… Ich habe ihm angeboten mitzukommen. Mal sehen ob er dem Angebot entgegen geht. Ich steige aus dem Wasser und strecke mich. Das sollte sich noch auf Zwei ein halb Minuten bessern wenn ich den Weg bestehen will. Ich trockne mich mit dem Handtuch ab, nehme mein Zeug und mache mich auf dem Weg zu der kleinen Bar. Ich setze mich auf einen Hocker davor. „Ein Kakao“, murmle ich dem Barkeeper zu. Er geht sie sowieso schon.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 25.10.2006, 21:25Aye
Plötzlich taucht der Suizidäre wieder auf und lenkt mich von der Dame ab.
Ach ja, genau, ich wollte da irgendwas ... ethisch ... Pfarrer ... oh, sie ist so süß ...
Sie blickt mich etwas unsicher an. Ich ... dingse ihr zweimal mit beiden Augenbrauen zu. Als Gruß. Nein, vermutlich hätte ich das nicht machen sollen ... sie blickt mir unsicher entgegen, ich blicke ihr dummdämlich entgegen.
"Uhm ... Kakao?"
Re: Wystystyer
Theal - 25.10.2006, 21:28
Ähm… haben dir hier kein Kakao? Na das wäre natürlich schlechter Dienst oder wie man das nennt. „Heiße Schokolade? Flüssig und so?“, frage ich wieder etwas staunend und leise. Kurz blicke ich mich um. Keiner in der nähe der mir zuhören könnte. Mal sehen…
Re: Wystystyer
Marquinhos - 25.10.2006, 21:58Das Flugblatt
Ich nehme den kleinen Zettel entgegen. "Oh, ähm... danke, aber ich bin eigentlich auf der..." In diesem Moment fällt mir ein Glitzern an ihrem linken Ohr auf. Was ich dort erblicke verschlägt mir kurz die Stimme. Das kann doch nicht...? Aber wie...? 5 Sekunden reagiere ich garnicht, dann bin ich langsam wieder bei Sinnen und fange an zu lächeln. "Wieso eigentlich nicht? Ich versuche zu kommen, das heißt wenn ich hinfinde... Ich wünsche Euch noch Glück dabei diesem Labyrinth zu entfliehen, ihr werdet es sicher brauchen." Ich vollführe eine leichte Verbeugung. "Auf bald, meine Dame." Wir werden wieder aufeinander treffen, da bin ich mir sicher. Allein das was ich gerade sah gibt mir ein seltsames Gefühl von Gewissheit. Ich grübele noch einige Zeit weiter bis ich merke, dass ich schon mehrere Straßen weitergeganen bin. Den Zettel halte in noch immer in Händen. Wäre vielleicht nützlich wenn ich ihn mal durchlese...
Zeitlos wie Ebbe und Flut der unendlichen See,
farbenfroh wie das Spiel der fallenden Herbstblätter,
verzaubernd wie eine warme Brise im Sommer
und doch mitreißend wie ein mächtiger Taifun.
Wir verkörpern das pochende Blut der Natur,
sind die Vermittler der natürlichen Schönheit,
die Boten ihrer vollkommenen Eleganz
und verbinden dies alles im Tanz der
Vozes da Terra
(Stimmen der Erde)
Marktplatz von Wystystyer
Morgen, 19:00 Uhr (Eintritt: 8 Wyster)
"WAAAAAS? Vozes da Terra?", rufe ich ungewollt hinaus. Ich fahre herum und will die junge Frau zur Rede stellen als ich merke, dass ich ja schon weit von ihr entfernt bin. Zurück würde ich wohl auch nicht finden. Das... das kann nicht sein! Aber wie...? Ok, noch ein weiterer Grund dort hinzugehen. Also ist es beschlossene Sache, der eine Tag Verzögerung wird mir auch nicht wehtun. Nur ist jetzt die Frage... Ich blicke mich um. "...wie komme ich hier raus? Achja, der Kirchturm. Na dann wollen wir mal sehen wo mich das Ganze hinführt... Es wird schneller interessant als ich dachte." Entschlossen mache ich mich auf den Weg.
Re: Wystystyer
NPCs - 26.10.2006, 00:07Aye
An der Bäderbar
Die Bedienung, eine Dame mittleren Alters und recht attraktiv, des Weiteren eine Goblinfrau, nickt dem ungeduldigen Steven nur zu und murrt irgendetwas, wendet sich ab und verschwindet in der Küche, die nicht viel mehr als ein kleiner mit spanischen Wänden - spanisch? Halt, wir haben kein Spanien hier - mit Trennwänden abgegrenzter Raum inmitten der Bäder ist. Kurz darauf kehrt sie mit einem Becher Kakao zurück, der warm ist. Heiß jedoch nicht. Sie stellt Steven den Becher hin, wendet sich wieder ab. Bezahlt wird üblicherweise beim Gehen.
Auf den Straßen
Die kleine Karawane der Tänzer hat unterdessen die Kirche erreicht; jedoch scheint es insofern ein Problem zu geben, als dass die Wagen nicht hineinpassen und die Pferde zwar allemal hineingehen könnten, es jedoch gewissermaßen Probleme mit ihrem Verbleib in der Kirche selbst geben sollte. Man hat notgedrungen alle hineingebracht - die Priesterschaft ist nur mäßig begeistert und macht sich an die Arbeit, die Gäste zu versorgen.
Aurel ist an der Kirche vorbei, hat jedoch immer noch keine Spur von Thermalbädern gefunden.
"Kalt, kalt, kalt, kalt, kalt ... !", kann er jemanden schreien hören, der barfuß und nur mit einem Handtuch als Kleidung gerade an ihm vorbeirennt. Sein Ziel dürften entweder die Thermen oder das Zuhause des Menschenmannes sein.
Xristo ihrerseits, in eine komplett andere Richtung marschierend, findet sich bald auf einem großen Platz wieder, auf dem noch einige Laternenpfähle mit gesprungenem Glas stehen. Die Häuser anbei scheinen bewohnt zu sein, denn Fenster und Türen sind ordnungsgemäß verschlossen und nicht etwa vernagelt oder dergleichen. Ansonsten ist auf dem Marktplatz bis auf zuvor erwähntes schwarzes Brett jedoch nichts zu finden.
Zitat: "Marktfreier Tag."
"Können Sie Schnee schaufeln? Dann sind Sie bei den Arbeitskräften der Kirche genau richtig!"
"Vermisse meinen Schneehasen. Er war etwa eine Hand hoch, recht kuschelig und weiß. Er hört auf den Namen Hasso. Emilienstraße 13. Belohnung steht aus."
Re: Wystystyer
Marquinhos - 26.10.2006, 00:42Typ mit Handtuch
Den Kirchturm samt der Kirche habe ich endlich gefunden, doch von Bädern ist hier keine Spur... Grübelnd und angesäuert setze ich mich auf die Treppenstufen der Kiche. So ein Mist! Langsam fängt diese Stadt an mich zu nerven. Ich schaue mir den Zettel nochmals an. "Vozes da Terra... he, wer hätte das gedacht. Bin mal gespannt ob die inzwischen etwas neues auf Lager haben." Ich falte ihn zusammen und stecke ihn zurück in die Tasche. Aber sie habe ich da vorher noch nie gesehen... Ich kenne die meisten ja nicht mal vom Namen her, aber die Gesichter hat man dann doch in Erinnerung. Schon seltsam... Obwohl, es ist jetzt auch einige Jahre her. Nachdenklich scharre ich mit den Füßen im Schnee herum. Egal, ich freue mich schon darauf. Ein Lichtblick in dieser Misere. Besser gelaunt strecke ich mich, ein Typ mit einem Handtuch als Kleidung rennt vorbei, ich atme tief ein und... halt was war das? Ungläubig schaue ich dem Wahnsinnigen hinterher, der wohl zweifellos Selbstmord begehen will. Unbekleideter mit Handtuch, Handtuch zum Abtrocknen, Abtrocknen im Bad... "Hey, sie da! Warten sie mal!" Ich springe auf und renne ihm hinterher. "Ihrer Bekleidung zufolge darf ich wohl darauf schließen, dass sie gerade in einem der Bäder waren... können sie mir den Weg zeigen?"
Re: Wystystyer
Theal - 26.10.2006, 00:53
„Zu schön“, sage ich und nippe an dem Kakao. Nicht heiß… Kalt. Langsam wird’s… ach egal. Wie Majoran wohl sein wird? Ob ich den Weg dahin schon schaffe? Ob ich dazu schon bereit bin? Ich weiß es nicht. Ich sehe es als Prüfung. Ich nehme einen kräftigen Schluck von dem Kakao und schaue mich um. „Danke“, nuschle ich nach hinten. Die Frau da eben sah sogar ganz gut aus. Das wir so was hier noch haben… Aber… es gibt kaum was hier. Keinen Kämpfer der mir das Wasser reichen könnte… außer meinen eigenen Mentor. Ich weiß nicht wie er es schafft sich noch schneller als ich zu Bewegen. Ich schaue meinen Körper an. Muskeln dämpft die Kälte. Ich habe reichlich Muskeln, aber so toll groß sind sie nun auch wieder nicht.
Re: Wystystyer
NPCs - 26.10.2006, 17:14
In den Straßen
"Naaaahaahaahaaaaaa!!", lautet die Antwort des Flitzers, vermutlich nicht mal auf die Frage angepasst. Mit einem letzten Blick kann Aurel noch sehen, dass jener offenbar ein Stück Seife in der Hand hält.
Könnte also auch sein, dass er es nur kurz von zu Hause geholt hat.
Mit jedem Schritt des Rennenden sammelt sich mehr Eis an seinen Füßen. Trotzdem scheint seine Geschwindigkeit eher zuzunehmen.
Re: Wystystyer
Marquinhos - 26.10.2006, 17:33Seifenjagd
"Was...? HEY! Hier geblieben!" Hat der Typ einen Geist gesehen oder was? Jedenfalls ist er ziemlich schnell zu Fuß. Hilft nix, einfach hinterher... Mit etwas Mühe versuche ich den Abstand zu dem Wahnsinnigen zu verringern. Wer hätte gedacht, dass mal einen halbnackten Mann durch eine Eisstadt jagen würde... Idee! Jedenfalls besser als nur hinterherzulaufen. "Ist das da nicht ein Haufen warmer Klamotten, der da hinten liegt?", schreie ich ihm hinterher.
Re: Wystystyer
NPCs - 27.10.2006, 01:32Aye
In den Straßen
Aurel wird keine Antwort zuteil, vermutlich, weil der rennend Schreiende selbst die Frage übertönt. Bald biegt er in eine Ecke ein und wird verschwunden sein, unverfolgbar. Sollte Aurel ihm jedoch um diese Ecke folgen, so wird anstelle des Gesuchten wenigstens das Gesuchte zu sehen sein, denn die Bäder befinden sich am Ende der Straße, der Boden um sie herum ist getaut wie auch am gesamten Flusslauf. Gras und Blumen wachsen dort, sogar ein paar Bäume, die jedoch in höherem Geäst merkwürdiger Weise zugeschneit zu sein scheinen, sodass sich ein ganz und gar gegensätzliches Bild ergibt.
Re: Wystystyer
Xristo - 27.10.2006, 11:16
Der Fremde geht weiter. Ich gehe weiter. Kein Wort wird verloren. Und trotzdem sehe ich ihm noch einige Male hinterher, ehe ich mich selbst auf einem großen Platz wiederfinde. Der Anhänger, der Ohrring... sollte diese Begegnung ein Zufall sein? Oder war es so erdacht gewesen?
Der Markplatz ist leer. Es ist "marktfreier Tag" wie auf dem schwarzen Brett geschrieben steht. Uns wird wohl nichts anderes übrig bleiben, die Kranken in eines der Bäder zu bringen. Ich sollte zur Kirche zurück. Wenigstens gibt es eine gute Nachricht. Wir haben einen Platz zum Schlafen und müssen nicht in der Kirche bleiben. Apropos...wie die Priester wohl reagiert haben? Ich drehe mich um, wie war nochmal der Weg zurück?
Ich sehe in die Straße vor mir, sie ist leer und ausgestorben. Und auch hier sind einige der Fenster vernagelt. Ich sollte mich beeilen... Kurzerhand entschließe ich mich dazu, die soeben erblickte Straße zu nehmen. In der Hoffnung, dass das auch die Straße war, die ich eben entlang gegangen bin. Zügig gehe ich los. Bald renne ich. Mir ist kalt und ich bin müde. Meine Schritte fühlen sich an wie Blei, meine Beine beschweren sich schmerzend über das Rennen.
Mit Erleichterung kann ich letzten Endes die Kirchturmspitze aus den Häusern herausragen sehen. Mein Orientierungssinn hat mich also doch noch nicht im Stich gelassen...
Re: Wystystyer
Marquinhos - 27.10.2006, 12:11Endlich gefunden
Leider scheitert mein Ablenkungsversuch und mir bleibt nichs anderes übrig als noch schneller zu rennen. Zu meinem Missfallen läuft er um die nächste Ecke. Ich hab keine Lust auf Schnitzeljagd. Warum bleibt der nicht einfach... Auf einmal rauscht eine Person an mir vorbei. Ich hätte schwören können... Aber wenn ich jetzt umdrehe verliere ich den Typen noch, also weiter. Ich folge ihm um die Ecke, in der Hoffnung, dass er endlich zum Stehen gekommen ist. Nur ist er nun gänzlich verschwunden, der Anblick der Bäder vertröstet mich jedoch dieser Tatsache. Endlich... Staunend betrachte ich die Anzahl der Thremalbäder. Wenigstens Auswahl gibt es. Ich verschwinde in das nächstbeste und ziehe mich in den Umkleidekabinen um. Meine Sachen wird hier wohl keiner stehlen... Freudig betrete ich den großen Raum, der durch die heiße Quelle, die hier durchzufließen scheint, angenehm beheizt wird. Merkwürdigerweise scheint hier auch eine Art Bar vorhanden zu sein. Dann mal rein ins warme Wasser. Langsam lasse ich mich hineingleiten und halte mich mit einem Arm am Beckenrand fest, ein paar Meter neben mir steht ein Hüne. "Guten Morgen, es geht doch nichts über ein entspannendes heißes Bad, oder?"
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 27.10.2006, 14:03
Der Bademeister macht mir ein eindeutiges Angebot. Durch zweimaliges dingsen mit den Augen wird das Angebot nur noch eindeutiger. Lächelnd nicke ich ihm zu. Hünen sind zwar nicht ganz mein Typ (die helle Hautfarbe sieht des öfteren schrecklich aus), aber man muss nehmen, was man bekommt.
Der Spinner war süß... aber etwas merkwürdig.
Ich blicke kurz zum Kerl an der Bar, der mit finsterem Blick auf seinen Kakao blickt.
Etwas?
Re: Wystystyer
Theal - 27.10.2006, 16:36
Kurz blicke ich zurück. Und auch nur kurze Zeit treffen sich unsere Blicke. Der Blick der Frau und der Blick meiner Augen. Schnell schießt mein Kopf wieder in die andere Richtung. Oh Mist. Jetzt bloß nichts Dummes anstellen. Ich höre etwas neben mir. Doch so schnell, wie er sich bewegt konnte ich gar nicht feststellen, dass er sich neben mich setzt. „Na Steven“, höre ich dann von ihm. „Mentor“, sage ich in leisen Ton. „Wie schaffen sie es nur sich so schnell zu Bewegen?“, frage ich in Interessierten Ton. „Lass das gesietse. Wir kennen uns lange genug um das auszulassen. Und training… Viel Training verleiht dir die Fähigkeit dich schneller zu Bewegen…“, sagt er wie immer im Geheimnisvollen Ton. „Ich wollte dir mitteilen, dass ich mitkomme. In zwei Tagen wenn die Sonne gerade zwischen den Bergen herausguckt treffen wir und am Haupttor“, und schon ist er wieder verschwunden. Immer nur so kurzes Gerde… Könnte sich ruhig mal länger mit mir Unterhalten. Ich nehme noch einen Schluck von dem Kakao. Hoffentlich spricht sie mich nicht an…
Re: Wystystyer
NPCs - 28.10.2006, 12:21Aye
In den Straßen
Xristo offenbart sich ein eher erleichterndes Bild. Die Wagen stehen allesamt auf dem kleinen Platz von der Kirche und vier der wenigen Hünen der Stadt stehen um sie herum, starr, geradeaus blickend, bewachend. Hünen waren vermutlich noch nie berühmt dafür, in der Öffentlichkeit irgendetwas zu tun, das man als irgendeine Art von persönlicher Handlung ansehen könnte. Es sei denn, dass sie betrunken sind. Oder Ausgestoßene.
Die Tanzgruppe befindet sich in der Kirche und wurde mit Decken und warmen Getränken versorgt; die Sitzreihen dienen als Lager. Die Pferde hingegen wurden zum Altar geführt, wo etwas Platz zum Herumstehen und -liegen ist. Handtücher, die man in warmes Wasser tränkte, sind wärmend über sie gelegt.
Der Weg in die unterirdischen Gänge ist verschlossen und wird von zwei Hünen bewacht; allgemein scheinen nur Hünen in dieser Kirche zu arbeiten und zu predigen. Stumm, ernst und unemotional arbeitsam wandern sie umher und versorgen die Gäste.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 28.10.2006, 12:27Aye
Ich warte weiter auf die Antwort der reichen Dame.
Hoffentlich ist sie reich genug, um den Kakao zu bezahlen. Denn ich habe immer noch keine einzige Münze und anschreiben ... na ja, es ist kein Platz mehr auf der Tafel ... hm. Dabei mache ich doch sonst nie Schulden. Na ja ... ah ... ein weiterer neuer Badebesucher. Und wie es aussieht, hat er mich direkt an meiner professionell wirkenden Bademeisterkappe und der Sonnenbrille erkannt. Vielleicht liegt es auch an der Bademeisterpfeife.
Ich bin halt vollständig gerüstet ... und das muss man auch, wenn man in einem Fluss steht und am Beckenrand lehnt. Da kann so viel passieren.
"Jo", entgegne ich schließlich seiner Frage.
Eine hühnenhaftere Antwort wäre vermutlich "Ja." gewesen.
Re: Wystystyer
Marquinhos - 29.10.2006, 12:19Entspannung pur
"Ja, nach der langen Zeit die ich unterwegs war kann ich sowas wirklich gebrauchen...", murmel ich leise vor mich hin, lasse mich von der warmen Strömung treiben und versinke in einen angenehmen Dämmerzustand. Was hatte das von vorhin bloß zu bedeuten? Ich dachte meiner wäre einzigartig. Vielleicht hat die Kälte nur mein Hirn vernebelt und das Auge hat mir einen Streich gespielt... Aber selbst wenn es so war, wenn beide identisch sind, wieso gibt es mehrere? Ich dachte als Erbstück wäre es etwas Einzigartiges und Wertvolles. Vielleicht doch nicht? Ich muss der Sache nachgehen... Diese Frau habe ich in der Gruppe auch noch nie gesehen. Ob viele der alten Mitglieder schon aufgehört haben? Ich kann es kaum erwarten den Auftritt mitzuerleben. Aber... was mach ich die nächsten zwei Tage? Proviant muss ich noch besorgen, wer weiß wie lange ich brauche... Zuerst muss eine Stadtkarte her, ohne die ist man hier ja hoffnungslos verloren.
Re: Wystystyer
Isothien - 29.10.2006, 17:07
Nach über einer Stunde verlasse ich den Saunabereich keuchend. Ausnahmsweise habe ich einen Bereich der Thermen nicht zur Erholung, sondern zum arbeiten genutzt.
Der Saunabereich ist mehr Baustelle, da er im Gegensatz zum Rest der Therme nicht seit dem Bau da war, sondern im Laufe meiner Anwesenheit Stück für Stück erbaut wurde. Früher war des Saunebereich nur eine Abstellkammer, bis ich John vorschlug einen Saunabereich draus zu machen; er willigte damals ein und versprach mir beim Umbau zu helfen, doch er half mir nur ein einziges mal.
Heute habe ich lediglich einige Löcher verputzt und die Kohlestelle fertig gestellt.
Noch ein paar Tage und der Saunabereich ist fertig...endlich...
Ich schlurfe zurück zu John, der anscheined mit einer Frau liebeugelt und lasse mich ins Wasser gleiten.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 30.10.2006, 14:44
Ich nicke dem Bademeister nochmals zu und setze mich an die Bar. Der Kakao hier ist einfach der beste. Sonderlich viel Konkurrenz gibt es aber in dieser Stadt auch nicht. Skeptisch ziehe ich eine Augenbraue hoch und mustere ich den Kerl, der sich beinahe freiwillig ertränkt hat:
Was war das denn vorhin?
Die Barkeeperin kommt und ich bestelle mal eben zwei Kakao, für mich und den Bademeister. Und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass die Rechnung an mir hängenbleibt...
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 30.10.2006, 14:51Aye
Mir nichts dir nichts fließend vom Wasser zur Bar übergehend lassen wir Sam auch schon wieder zurück.
Wobei ... ich muss noch etwas mit ihm besprechen, das ich vermutlich nicht vergessen sollte. Das passiert mir immer so leicht. Am Besten sollte ich etwas tun, anhand dessen ich mir merken kann, dass ich mit ihm sprechen sollte ...
"Einen Moment", sage ich zu der Dame neben mir, stehe auf, greife meine Pfeife und lasse sie einmal laut schrillen, hole aus und mache einen Handstand, kippe um und bleibe am Boden liegen.
Dieses Ereignis sollte peinlich genug sein, um nicht zu vergessen, dass es geschah, und da seine Begründung in der Erinnerung liegt ... ich sollte mir einfach Fäden um die Finger knoten ...
Mir den Kopf reibend stehe ich wieder auf und setze mich zurück an die Bar.
Gut, wir brauchen Konversationsstoff ...
"Kalt heute, nicht?"
Verdammt.
"Und warum sind Sie hier?"
Oh mein Gott ...
" ... schmeckt der Kakao?"
Ich nehme den mir gebrachten zur Hand und trinke.
Dann kann ich wenigstens nicht reden.
Re: Wystystyer
Theal - 30.10.2006, 16:41
Ich halte den Kakao mit beiden Händen fest und schiel nach links. Schnell hebe ich meinen Kopf. Nicht so dumm anstellen, Herr Bademeister. Wieder trinke ich einen Schluck von dem Kakao. „Sonst wird es nicht gut ausgehen“, flüstere ich in meiner gewohnt tiefen Stimme. Was sagte er? In meiner Stimme liegen viele Geheimnisse. Offenbare sie nicht. Denn in deiner Stimme steckt das was du gerade fühlst. Und ein Kämpfer sollte keine Gefühle haben, geschweige denn preisgeben…
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 30.10.2006, 18:42
Ich blicke vom Bademeister zum verschwiegenen Kerl.
Vom Kerl zum Bademeister. Und hin. Und zurück.
Ich blicke auf den Tisch. Jeder hat einen Becher voll von Kakao.
Wenn wir ausgetrunken haben, sind das leere Becher. Und wenn man diese herumdreht, hat man drei Hütchen. Und ich habe eine Brosche. Die könnte man, wenn man denn wollte, unter eines der Hütchen legen.
Und die Hütchen könnte man schnell verschieben. Ich habe eine Idee...
Lust auf 'ne Runde Hütchenspiel, die Herren?
Re: Wystystyer
NPCs - 30.10.2006, 20:31Umblick
Wystystyer
Die Straßen sind wie leergefegt, das morgendliche Treiben, der Weg zur Arbeit oder zum Einkauf, ist erledigt, nur hin und wieder sieht man noch einige Männer und wenige Frauen mit Schaufeln und Karren, die unermüdlich Schnee abtransportieren.
Auf dem Marktplatz kann man für einige Momente einen kleinen Goblinjungen sehen, der am schwarzen Brett hochschaut. Nichts zu sehen, seine Nachricht unverändert. Er marschiert wieder ab.
Es ist Vormittag.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 30.10.2006, 21:20Hütchenspiele
Ich trinke weiter an meinem Kakao, jedoch langsam. Je länger ich trinke, desto weniger rede ich. Das kann ausschließlich förderlich sein. Ohne abzusetzen werde ich einen Blick umher und rundherum. Nichts Auffälliges, das man bemerken oder bei dem man helfen müsste.
Ah, da hinten, eine Art ... Pelz. Ja, gut ... gibt mir jetzt auch nichts ...
Ich setze ab.
"Hütchenspiel? Gerne ... aber bitte ohne Einsatz. Mein Gesamtguthaben beläuft sich auf ... lassen sie mich nachsehen ..."
Ich nehme die Pfeife zur Hand, drehe sie im matten Licht, das durch die vereisten Fenster dringt, und wäge ihren Wert ab.
"... ungefähr eine alte Pfeife."
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 31.10.2006, 00:42
Ich blicke ihn mit aufgerissenen Augen und offenem Mund an.
Das kommt von zwei Dingen:
1)Hütchenspiel ohne Einsatz
Ein Hütchenspiel ohne Einsatz - nein! Das ist wie ein Hütchenspiel ohne Hütchen, wie ein Raclett ohne Käse, wie ein Bademeister ohne Badehose, wie ein Wolf ohne Pelz, wie ein Kakao ohne Becher oder eben wie ein Hütchenspiel ohne Einsatz. Wo bleibt da denn bitte der Sinn des Spieles? Nein - Hütchenspiel ohne Einsatz - da machen wir nicht mit, Punkt!
2)Umgang mit Frauen
Und zweitens: Man kann doch nicht eine Dame auf einen Drink (in diesem Fall zwei Becher Kakao) einladen ohne Geld zu haben. Und dann auch noch die Dame bezahlen lassen! Argh! Wo bleibt da denn bitte die Etiquette?
Anstatt dem Bademeister die Leviten vorzulesen, blicke ich seufzend auf meinen Becher. Hütchenspiel kann schonmal gestrichen werden...
Re: Wystystyer
Theal - 31.10.2006, 01:25
Dann wird es wohl nicht klappen… aber was soll es… Wieder gönne ich mir einen Schluck von dem Kakao. „Der hier schmeckt echt Himmlisch, oder Madame?“, frage ich nach rechts gewendet und schaue die Frau lächelnd an. Dann drehe ich meinen Blick wieder nach vorne. Bin ich… so was habe ich… ich glaube ich… war noch nie so offen. Den Rest des Kakaos trinke ich in schnellen Zügen. Wieder greife ich zu meinem Schwert und ziehe es ein Stück heraus. Ich soll herausfinden was er damit meint… Ich fahre über das kalt Eisen, über die Schriftzüge die darin geprägt sind und schiebe es wieder in die Scheide.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 31.10.2006, 11:07
Ich nicke dem Herrn zu und rücke ein Stück näher.
Die Drinks hier sind wohl die besten in der Stadt...
Vielleicht ist er ja nicht ganz so seltsam, wie ich gedacht habe.
Als er aber sein Schwert halb zieht und es nachdenklich betrachtet, rücke ich wieder auf meinem Barhocker gen Bademeister.
Argh, wo bin ich hier nur gelandet?
Re: Wystystyer
Theal - 31.10.2006, 15:06
„Keine Angst“, sage ich immer noch mit einem lächeln auf dem Gesicht. „Ich würde nie einer Frau etwas tun!“ Nein, nie… „Ich mache mir nur oftmals Gedanken über alles. Das lässt mich den Schriftzug lesen…“, sage ich etwas benommen und nehme den letzten großen Schluck Kakao. Ich stelle das Glas zurück und schiebe es ein wenig nach vorne. Leer. „Aber Gedanken bringen einen nur zu Verwirrung“, sage ich und will wohl damit ein Gespräch anfangen.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 01.11.2006, 15:33Aye
Die Gesamtsituation ist unzulässig. Was zum Henker.
Gut, es wird Zeit, etwas zu unternehmen. Es wird Zeit, Geld zu besorgen. Es wird Zeit, das Schild am Eingang, auf dem ein Rauchverbot angezeigt wird, auf Schwerter und ähnlich scharfseitige Gegenstände auszuweiten. Und vor allem - ich brauche etwas zu essen.
"Also, werte Dame und Herr Schwertmensch, ich gehe einen Moment raus und mache mich auf die Suche nach Geld und dergleichen. Machen sie sich keine Sorge um die Rechnung, ich bezahle das nachher alles ... bis später."
Ich stehe auf, begebe mich zu meinem persönlichen Wachturm und werfe mir einen Mantel um.
"Hey, Sam! Ich bin eine Runde draußen. Schmeiß du solange den Laden!"
Ich drehe ab und begebe mich auf direktem Wege nach draußen.
Re: Wystystyer
Marquinhos - 01.11.2006, 18:30Besorgungen
Nach einer langen schläfrigen Zeit werde ich durch den Ruf jäh aus meinen Träumen gerissen. Wer, wie, wo ,was? Oh. Der Hüne von vorhin geht. Hmm, vielleicht... Ich steige aus dem Wasser, hole mir schnell ein Handtuch und rubbel die Haare trocken. "Entschuldigung, macht es ihnen was aus wenn ich mitkommen würde? Ich habe momentan sowieso nicht viel zutun, außerdem müsste ich noch einiges für meine Reise besorgen. Sie scheinen sich im Gegensatz zu mir hier auszukennen. Was sagen sie?" Vielleicht ja endlich jemand mit Ahnung. Jedenfalls besser als wieder orientierungslos umherzuirren... Ich habe doch sonst keine Probleme in der Hinsicht, wirklich seltsame Stadt.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 01.11.2006, 18:59Aye
Ich ziehe den Mantelkragen hoch, die Kappe ins Gesicht, passiere die erste Tür auf dem Weg nach draußen und will gerade die zweite öffnen, als mich eine Stimme, oder genauer gesagt, ein Mensch aus südlicheren Gefilden aufhält.
Hm ... er sieht aus, als hätte er Geld ...
"Natürlich, gerne. Ich bin zufälligerweise nicht nur Bademeister, ich wohne auch in dieser Stadt und kenne mich von daher prima aus. Allerdings ... umsonst wäre das natürlich nicht ... oder, um es anders zu sagen, würden sie mir zwei Kakao und genug zu essen für mich und meinen Mitbewohner blechen? Wir sind derzeit etwas abgebrannt ... dafür bringe ich sie dann hin, wo sie hin wollen. Und biete ihnen einen Schlafplatz in den Bädern ab. Gut, es ist ein wenig nass, aber sonst ..."
Re: Wystystyer
Montalaar - 01.11.2006, 21:48
Bei frostigem Wetter betrete ich die Stadt Wystystyer. Seit einiger Zeit war ich nicht mehr unterwegs, aber viel hat sich noch immer nicht geändert. Der Schnee fegt durch die Gassen der Stadt, die zu einem Großteil unbewohnt ist. Ich stapfe durch den recht hohen Schnee und versuche Schneewehen zu vermeiden, die mir Probleme im Vorwärtskommen bescheren könnten. Bevor ich mein Reiseziel besuche müsste ich zudem eine Möglichkeit zur Übernachtung finden. Oder wenigstens etwas Warmes zu trinken.
Re: Wystystyer
Theal - 01.11.2006, 22:26
Langsam erhebe ich mich von meinem Platz. „Leben sie wohl“, sage ich und grinse kurz. Mit schweren Schritte laufe ich aus dem Bad heraus. Ob ich das hier alles Vermissen werde? Aus der Tür heraus schaue ich nach rechts. „Bereit zu gehen?“, frage ich den Mann, den Mann der mir das Kämpfen beibrachte. „Ja“, sagt er kurz. Zusammen laufen wir auf das Tor zu, das Tor zu der weißen Welt... Wir werden vieles erleben...
Ein Kämpfer der aufbrach die Welt zu erobern...
Die Geschichte wird noch lange weiter gegeben werden, doch erst wenn er gestorben ist.
Re: Wystystyer
Theal - 01.11.2006, 23:18
Grinsend betrete ich die Badeanstalt. Meine Schultern ein wenig gesenkt und meine Haare fast schon gefroren. Als ich die Badeanstalt dann betrete fällt mir sofort die Bar auf. Eine schöne Frau sitzt an einem der Hocker und trinkt eine Tasse Kakao.
Hui, schöne Frau. Mal sehen.
Leicht grinsend laufe ich auf die Bar zu und setze mich hin, direkt neben die Frau. Der Sitzplatz ist noch warm, wohl hat vor mir einer darauf gesessen und ist gerade gegangen.
„Einen Kakao“, sage ich zu der Frau hinter der Bar.
Und jetzt...
„Guten Tag schöne Dame“, sage ich und lächle der Frau entgegen.
„Wie ich sehe ohne Begleitung?“, frage ich und rutsche ein wenig auf meinem Platz herum.
Ich greife mir an meine Tasche um zu Kontrollieren, dass ich heute Morgen wenigstens ein bisschen Geld eingepackt habe. Sofort vernehme ich Klimpern.
Sehr gut.
„Ich bezahle die Tasse der netten Dame“, sage ich und fahre mir durch mein kaltes Haar.
„Wenn das kein Problem für sie ist?“, frage ich die Dame neben mir.
Re: Wystystyer
Marquinhos - 02.11.2006, 00:02Kakao und andere Rechnungen
Gerade will ich dem Mann antworten, als einer der Gäste geht, prompt jemand anders die Anstalt betritt und der Frau den Kakao bezahlt. "Sieht danach aus als müsste ich nur noch Ihre Rechnung und das Essen bezahlen. Ok, ich bin zwar nicht der Graf von Sindal, aber dafür müsste es noch reichen. Wenn sie sowieso gerade auf der Suche nach etwas Essbarem sind kann ich auch gleich Proviant einkaufen. Dann passt ja alles." Gut, dass ich bisher sparsam mit dem Geld war. "Ich geh mich nur noch kurz umziehen." ~5 Minuten später~ "So, wir können los." Ich halte dem freundlichen Hünen die Hand hin. "Aurel Løvenkrands. Freut mich sehr."
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 02.11.2006, 00:16Aye
Ich reiche ihm die meine.
"Schön, Sie kennenzulernen, Aurel. Mein Name ist John Colbert. Aber man nennt mich generell nur Colbert. John ist recht nichtssagend. Tjah ... dann mal los."
Ich wende mich um, gehe den letzten Schritt auf die Tür zu, öffne; sofort weht uns ein eisiger Wind entgegen, die Wärme aus dem Zwischenraum weicht in Sekunden, Dampf steigt aus der Türe wie bald auch aus meinen Lungen.
Ich gehe hinaus. Einige Tropfen Badewasser liegen noch auf meiner Haut, die Unterkleidung noch durchnässt; hoffentlich friere ich nicht steif ...
Mit wenigen Schritten bin ich über die Schneegrenze stadtwärts hinaus.
"So, Proviant, Proviant ...", murmele ich, die Arme verschrenkt und recht eng stehend. "Der Markt müsste heute geschlossen haben ... schauen wir am Besten im Kirchenviertel nach, eine entfernte Cousine leitet dort eine Bäckerei ... aber sie haben auch Wurst und Käse, manchmal sogar Obst."
Ich stapfe langsam voran.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 02.11.2006, 00:36
9:57 Uhr
Bademeister verlässt die Thermen. Sagt, er wolle Geld holen. Kann wohl bis nächste Woche dauern. Mein außerdem, er werde die Rechnung bezahlen. Hätte ich nicht gedacht. Respekt.
9:59 Uhr
Der merkwürdige Kerl trinkt seinen Kakao aus und steht auf. Verabschiedet sich freundlich. Ich nicke ihm freundlich zu. Er verlässt das Haus. Vor dem Badehaus trifft er sich mit einer merkwürdigen Gestalt. Beide gehen in Richtung Westen.
10:00 Uhr
Punkt 10:00Uhr kommt ein weiterer Mann in das Schwimmbad, setzt sich neben mich und erklärt mit einem charmanten Lächeln, dass er meine Rechnung bezahlen wird. Freundlich. Ich habe insgeheim aber Zweifel. Schließlich gibt es Leute, die eine Frau einladen, ohne Geld zu haben.
Randnotiz:
Warum bin ich nur mit unglaublicher Schönheit gesegnet worden? Ich scheine ja ein richtiger Magnet für Männer zu sein.
Re: Wystystyer
Theal - 02.11.2006, 00:49
„Wie viel macht das denn dann?“, frage ich die Frau hinter der Theke und nehme meinen Kakao entgegen.
Ich ziehe den Lederbeutel aus der Tasche und öffne ihn. Mehrere Wystyer offenbaren sich nun.
So sechs Wyster? Hmm... Keine Ahnung. Muss wohl auf die Antwort warten.
Ich krame sechs Wystyer aus dem Beutel und lege ihn auf die Theke.
„Stimmt das oder kosten zwei Kakao mehr?“, frage ich die Dame hinter der Theke.
Ich lasse den Geldbeutel unter meiner Aufsicht auf der Theke liegen und schaue mit einem netten lächeln die Frau an die neben mir sitzt.
„Dave Commerham“, sage ich, stehe auf und verbeuge mich.
Sie ist echt schöner als andere Frauen hier.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 02.11.2006, 13:18
Ich nicke ihm lächelnd zu:
Nennt mich einfach Amalthea.
Auf seine Frage, wieviel denn zwei Kakao kosten, weiß ich beim besten Willen keine Antwort. Entweder, ich lasse mich einladen oder ich werfe einfach ein paar Wyster (meistens zu wenig, Anm d Red) auf den Tisch und sage, das Wechselgeld sei Trinkgeld.
Re: Wystystyer
Theal - 02.11.2006, 14:41
Ich lächle der Frau entgegen.
„Schön“, sage ich mit einem Zufriedenen grinse aufgesetzt.
So, Kakao trinken ist fertig... was jetzt? Na ja, am besten lade ich sie zum Schwimmen ein?
Ich lege noch zwei Wystyer auf die schon vorhandenen sechs.
„Haben sie Lust schwimmen zu gehen, Amalthea?“, frage ich und lächle erneut.
Schnell stecke ich den Lederbeutel zurück in meine Tasche.
Zeit sich näher kennen zu lernen, wie ich meine.
Ich stehe auf und biete ihr meine Hand an.
Re: Wystystyer
NPCs - 02.11.2006, 15:19Aye
Kakao kostet; kostet Kakao!
Die Goblindame kommt gerade wieder aus der kleinen abgegrenzten Küche, sieht auf die Theke und kann nicht nur acht Becher Kakao, sondern auch die entsprechenden zwei Wyster pro Becher auf dem Tisch liegen sehen - passt genau. Sie kassiert leere Becher wie auch Münzen ein, nickt den Gästen nur zu und wendet sich anschließend wieder dem Küchengeschehen zu.
Wie der Zufall so will, sind zwei Wyster konstant der genaue Gegenwert zu einem Becher Kakao. Dieser Vergleich gilt als grundlegende Geldwertfestlegung und wird in den Handelskammern auf andere Waren hochgerechnet.
Re: Wystystyer
Absinth - 02.11.2006, 21:24
Wundervoll. Mein zu Hause ist weit weg, mir ist in der Rüstung kalt und ich habe immernoch nur dieses rostige Schwert. Ein Rittersleben habe ich mir anders vorgestellt...wo sind die Leute, die mir zujubeln? Wo die bösen Buben, die nach der Jungfräulichkeit unschuldiger Mädchen trachten? In der Bauernshütte in meinem Dorf wäre es wenigstens warm...Na ja, jetzt, wo ich hier bin, kann ich mich auch genauer umsehen. Und für ein paar Wyster wird es sicher eine heiße Schokolade geben. Und vielleicht finde ich hier ein hübsches Schwert wie aus den alten Legenden...oder zumindest einen Hinweis darauf. Die Kirche wäre auch noch da, der ich unbedingt einen Besuch abstatten muss.
Re: Wystystyer
Montalaar - 03.11.2006, 09:54
Wystystyer. Ein große lebendige STadt zu ihrer Zeit ist nun mehr eine große verdreckte Schneewehe denn einer Stadt. Der häusliche Dreck gefriert auf der Straße und wird verschneit, keinen stört es, solang es nicht beginnt zu tauen. Ich bahne mir einen Weg durch den Schnee auf dem Weg zur Bibliothek, von der ich noch hoffe, dass sie dort ist, wo sie auch vor ein paar Jahren noch war. Oder waren es Jahrzehnte?
Re: Wystystyer
Marquinhos - 04.11.2006, 16:36Frostobst
Die Eiseskälte schlägt sofort wieder in mein Gesicht und lässt meine Ohren nach kurzer Zeit fast taub werden. Wie ich dieses Gefühl doch vermisst habe... ganz toll. Langsam schreiten wir auf die halb verschneite Straße und beginnen unseren Weg. "Sogar Obst? Da würde ich echt gern mal wissen wie sie das hierher bekommen. Wäre natürlich erfreulich." Auch wenn es sich nicht lange hält kann es doch sehr wertvoll sein. Vitamine bekommt man hier oben bestimmt nicht sehr oft. "Eigentlich bin auch nur auf der Durchreise Richtung Rolante. Als Archäologe ist ein Besuch der Gelehrtenstadt natürlich ein Muss. Die Temporakathedrale soll ja ein absolutes Kunstwerk sein und von unschätzbarem Wert." Und danach weiter Richtung Majoran...
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 04.11.2006, 16:43Aye
"Rolante ist eher langweilig", meine ich im gemeinsamen Weitergehen. "Die Hünen da sind ein wenig, nun, sagen wir mal so, distanziert. Ich bin bei Halblingen aufgewachsen, deswegen eher geselliger, aber meine Artgenossen ... teilweise schon schlimm. Wie Statuen. Aber vielleicht steht in den Büchern ja etwas Interessantes, ja, das kann sein."
Ich ziehe meine Hand schlagartig aus der Tasche und halte sie vor, huste.
Zum Erfrieren hier draußen. Bah.
"Was Obst angeht, das wird östlich und westlich angebaut. Sie haben ja sicher gemerkt, der Fluss führt heißes Wasser. Über ein paar Bewässerungsanlagen können damit viele Felder bewirtschaftet werden. Im Westen ist der Strom auch wesentlich breiter und tiefer. Es ist nur manchmal recht teuer, wenn wieder eine schlechte Saison war ..."
Re: Wystystyer
Marquinhos - 04.11.2006, 22:31Ader des Lebens
Sehr distanziert sind sie normalerweise... das erklärt auch das Verhalten vom anderen Hünen vorhin, muss wohl betrunken gewesen sein. "Schon bemerkenswert was Flüsse einer Landschaft schenken können. So wie er in der Wüste das umgebende Land fruchtbar grün macht, taut er hier den gefrorenen Boden und lässt die Landwirtschaft überhaupt erst möglich sein. Aber seit der Eisnacht müssen rapide Ernterückgänge die halbe Stadt dazu veranlasst haben auswandern. Das wird wohl auch der Grund sein warum soviele Gebäude leer stehen, oder?" So wie Großvater mir Wystystyer beschrieben hat... das ist hiermit nicht zu vergleichen.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 04.11.2006, 22:39Aye
"Bingo. Die Bauern ernten oft nur so viel, dass sie sich gerade selbst ernähren können. Nur einige Großbauern verkaufen an uns und Rolante. Knappheiten gibt es trotzdem. Die Stadt ist fast leer, aber wir sind immer noch zu viele ... Familien mit vielen Kindern wandern deshalb meistens freiwillig nach Süden ab."
Wir setzen den Weg fort; die Turmspitze der Hauptkirche ist bereits hinter einigen Häuserreihen zu sehen.
Re: Wystystyer
Isothien - 05.11.2006, 14:35
Ich soll den Laden schmeißen?! Wenn er will...dann kann ich ja gleich Eintritt verlangen...
Ich ziehe mich am Beckenrand aus dem Wasser.
Und kleine Treppen sollte ich einbauen...
Ein Schub.
Und ein Gegenmittel gegen die Schübe brauche ich...vielleicht hilft ja ein Osperin...
Ich schüttele den Kopf um die Haare wenigstens etwas vom Wasser zu befreien und gehe zur Bar.
"Magda, gibst du mir bitte ein Schild oder ähnliches und einen Stift..."
Sage ich zu Magda, der Goblindame, welche die Bedienung ist.
Re: Wystystyer
Montalaar - 05.11.2006, 16:22
In den Tagen in denen es hier noch voller war, konnte man wenigstens manch einen um Rat fragen, aber bei dieser Kälte trauen sich die Bewohner nicht mehr vor ihrer Türe. So stehe ich in einer Gasse und blicke mich fragend um. Die Häuser reichen so hoch, dass ich meinen Überblick komplett verloren habe. Nicht, dass wir nicht komplexe Dörfer bauen würden, aber...
...waren müssen diese Menschen immer alles so hoch bauen? Während ich eigentlich verzweifelt sein sollte und nach jemanden suchen sollte der mir helfen könnte betrachte ich den Schnee und merke gar nicht, dass ich orientierungslos die Straße weiterlaufe.
Re: Wystystyer
NPCs - 05.11.2006, 17:56Aye
Die Tänzergruppe
Während die Wagen auch weiterhin auf dem Platz vor der Kirche abgestellt und gut bewacht werden, hat man die Tänzerinnen mitsamt Begleitmannschaft und Kavallerie in nahegelegene leerstehende Häuser weitergebracht, wo sie mit Gütern und Feuerholz für die nächsten Tage versorgt werden, bis sie sich wieder stark genug fühlen. Bis dahin wird auch ihre Wohnung von zwei Hünen bewacht - sicher ist sicher.
Der Platz vor der Kirche
Aurel und Colbert erreichen den heiligen Boden. Die Kirche steht auf einem großen, länglichen Rechteck, durchgehend gepflastert und zugeschneit. Am Rande dieses Rechtecks lassen sich diverse kleine Läden auffinden, die an marktfreien Tagen geöffnet haben.
Dan befindet sich in der Nähe, kann die Kirchturmspitze zwischen zwei Häusern herausragen sehen. Es gibt noch einen zweiten Orientierungspunkt in Form eines Schildes, das zu den östlichen Kasernen verweist.
Die Goblindame Magda
Sie sieht sich für einige Momente recht hilflos um, eilt dann in die Küche und kehrt nach wenigen Sekunden mit einem großen Tablett und einer Tube Ketchup zurück, reicht sie Sam.
Re: Wystystyer
Montalaar - 05.11.2006, 18:33
Mit einem knirschen versinkt mein Bein in einer Schneewehe. Unter einigen Mühen ziehe ich es wieder heraus und blicke mich verwunedert um ob der Tatsache, das sich alles verändert hat seit dem letzten umsehen. In einer Schlucht zwischen zwei Häusern kann ich eine Kirchturmsspitze sehen. Ich entschließe mich zur Kirche zu gehen, denn dort werden sicher Menschen sein, die sich hier auskennen. Also stapfe ich zwischen den beiden Häusern auf den Kirchenplatz zu.
Re: Wystystyer
Marquinhos - 05.11.2006, 18:48Kirchplatz
"Hm. Wirklich ein Jammer, was hier auch kulturell verloren geht. Deshalb versuche ich soviel wie möglich vor der Vergessenheit zu bewahren. Es ist nicht einfach, da die Eiszeit immer mehr ihre Spuren hinterlässt... Aber man tut was man kann." Inzwischen haben wir den Kirchplatz erreicht, auf dem einige Wagen stehen. Soviele Wagen, aber niemand zu sehen. Seltsam... Wem die wohl gehören? An der Kirchentür stehen zwei Hünen, die Wache halten. Anscheinend soll es nicht bekannt werden. "Ist trotzdem ein toller Job, besonders wenn man auf der Reise zufällig eine verkommene Kultstätte findet. Voller Überraschungen, manchmal auch Gefahren. Ich habe zwar ein Schwert, aber die Ausbildung habe ich nur gerade so geschafft... Um mich selbst zu verteidigen wird es hoffentlich noch reichen."
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 07.11.2006, 22:32Aye
So eine Art Historiker ... hm ... nichts, was mich sonderlich interessieren würde. Alter Kram, halt. Aber gut, wir brauchen alle was zu tun. Ich lege nur lieber die Füße hoch ... Thema ... ich sollte bald wieder zurück ... das Versprechen mit dem Saunabau einzulösen hatte ich mir für heute eigentlich noch vorgenommen ... und gestern und vorgestern auch ...
"Suchen Sie irgendetwas Spezielles oder soll ich Sie einfach da hinschleppen, wo ich meinen Kram sonst auch kaufe?", frage ich und blicke in die Runde der vereisten und verrammelten Fenster.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 08.11.2006, 16:53Amaltheas Studien der menschlichen Psychologie.
Ich blicke den fremden Chameur eine Weile nachdenklich an, schüttle dann aber den Kopf:
"Nein danke. Ich war erst im Wasser..."
Kaum bin ich mit meiner Rede fertig, kommt der nächste an die Theke.
Ein Freund des Bademeisters, soweit ich weiß. Die beiden unterhalten sich des öfteren und scheinen sich auch gut zu verstehen. Außerdem ist er Stammgast hier. Ich habe es vor einigen Monaten mal versucht, früher als er hier zu sein. Leider ohne Erfolg. Manchmal beschleicht mich das Gefühl, er würde hier übernachten.
Blöder Gedanke...
Nachdenklich kaue ich auf meiner Unterlippe herum.
Ich dachte die Anzahl an Männern nimmt mit dem Alter ab. Fehlanzeige. Wenn das so weitergeht, werde ich warscheinlich doch noch heiraten, bevor ich 30 bin.
Schrecklicher Gedanke...
Re: Wystystyer
Theal - 09.11.2006, 10:29
„Dann werde ich wohl auch nicht schwimmen gehen“, sage ich und setze mich wieder auf den Stuhl. Mal sehen... Der da ist wohl ein Bademeister? Dann werde ich ihn wohl jetzt fragen. „Hey“, sage ich und tippe dem Typen, der nach einem Schild gefragt hat auf die Schulter. „Darf man hier rauchen?“, frage ich während ich in meiner Tasche rumwühle. Hoffen wir es mal. Beim rauchen fallen mir immer die besten Ideen ein. Und in nahe liegender Zeit muss ich wohl auch wieder ein Buch schreiben... Okay. Nicht in nahe liegender, aber so in einem Jahr, sicher. Während ich der Frau in die Augen schaue, warte ich auf eine Antwort von dem zweiten Bademeister. Erst bei genaueren hinsehe erkenne ich den Typ. Das ist doch der, der hier immer schläft... Hehe.
Re: Wystystyer
Isothien - 09.11.2006, 17:32RAUCHEN WTF?! *Peitsche hol*
RAUCHEN?! NIEMAND RAUCHT HIER......
Ertönt es in meinem inneren, doch ich bleibe ruhig und antworte gelassen:
"Nein, hier wird nicht geraucht...noch nicht, ein Raucherbereich ist in Arbeit..."
Wer`s glaubt wird seelig, der wird hier nie rauchen...
Ich weiß nicht warum, doch ich habe eine abneigung gegen das Rauchen, doch fragt sich bloß warum?!
Ich wende mich Magda zu,
"Danke..."
nehme das Schild und schreibe mit den Ketchup in geschwungenen Lettern:
Tageskarte: 1 Wyster
Schnell raus, sonst verläuft der Ketchup...draußen wird er gefrieren...
Nachdem ich das Schild Draußen befestigt habe, gehe ich wieder an die Bar und setze mich neben die Frau, die grade auch noch da war.
Die kenn ich doch...sie kam eine Zeitlang jeden Morgen um halb 5 morgens ins Bad...
Re: Wystystyer
Theal - 09.11.2006, 18:13
„Aja“, sage ich und grinse breit. Dann drehe ich mich wieder zu der Frau. „Schlechte Angewohnheit“, sage ich. Den, den ich gerade nach dem rauchen gefragt hat rennt mit einem Ketchup Schild raus... und kommt wieder rein. Komisch eigentlich. Er setzt sich neben die Frau. Mit einem Griff nach hinten hole ich einen Zettel aus meinen Rucksack und rolle ihn auf dem Tresen vor mir aus. Heute Abend ist eine ziemlich seltene Planeten Stellung. Vielleicht bringt6 sie Glück. Ich schaue mir die Stellung erneut an. „Ziemlich Interessant nicht?“, frage ich die Frau, dessen Namen ich schon Vergessen habe. „Alle Planeten stehen um 60° von einander Weg. Und das kommt heute glaube ich zum ersten mal vor“, sage ich und lächle. „Halt alle Planeten, die man von hier gut sehen ´kann. Die Planeten unseres Sonnensystems“, sage ich. „Und das bedeutet ziemlich viel!“, sage ich und grinse noch breiter. „Vielleicht wird heute was tolles passieren.“
Re: Wystystyer
Montalaar - 10.11.2006, 20:37
Mittlerweile bin ich am Kirchplatz angekommen. Eine Gruppe Wagen steht relativ mittig vor der Kirche, aber im Prinzip ist es leer. Ich erkenne zwei vielleicht auch drei Gestalten vor einer Wohnungstür und weitere die über den Platz stapfen. Kurzerhand entschließe ich mich letztere zu rufen.
Hallo? Entschuldigung? Würden Sie bitte warten?
Re: Wystystyer
Marquinhos - 11.11.2006, 12:33Stammladen
Etwas desinteressiert fragt mich der Hüne zurück. Ähm, ja dann halt nicht... " "Mir ist es gleich, hauptsache ihr Stammladen hat genauso ausreichende Auswahl wie die anderen Geschäfte. Aber dürfte ja kein Problem sein." Auf einmal ruft jemand quer über den Platz. Ich drehe mich um und sehe entfernt eine kleine Gestalt. "Meint der uns?"
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 11.11.2006, 13:50Aye
"Gut, dann gehen wir am Besten in Caius Handelskammer ... so heißt der Schuppen zumindest ... eigentlich ... eher ... ein Handelskämmerchen ..."
Ich will gerade in die entsprechende Richtung einbiegen, als Rufe zu vernehmen sind, die womöglich uns beiden gelten. Kurzerhand drehe ich mich in deren Richtung um.
"Meint der uns?", fragt Aurel.
Ich winke dem Halbling einfach nur zu; er schaut zu uns, kommt auf uns zu ... ja, vermutlich meint er uns ... mal sehen, was es gibt.
Sei es eine kurze Unterhaltung, in meinen Brusthaaren webt sich ein Netz von Eiskristallen ...
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 11.11.2006, 14:36
Ich könnte ja jetzt sagen, was ich denke. Und ich denke gerade, dass das mit den Planeten ziemlich romantisch ist. Aber irgendwie schaut mich der Kerl so komisch an. Langsam aber sicher beschleicht mich ein Gefühl der... Angst. Fast schon panisch blicke ich zur Bademeister-Aushilfe.
Re: Wystystyer
Montalaar - 11.11.2006, 15:33
Ich stapfe auf dei beiden relativ einsam Herumstehenden zu. Zumindest einer von beiden scheint wohl doch sehr zu frieren. Vor ihnen angekommen blicke ich zu ihnen hoch, vor allem zu einem der Beiden.
Entschuldigen Sie bitte, aber kennen Sie sich hier ein wenig aus? Als ich das letzte mal vor einigen Jahren hier war, da sah es noch ein wenig anders aus...
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 12.11.2006, 12:39Aye
Ich blicke hinab zum offenbar verirrten Mann.
Vor ein paar Jahren habe es noch anders ausgesehen ... ? Hm ... zu meinen Lebzeiten war das aber nicht mehr ... scheint, als wäre er schon ein etwas älterer Herr.
"Ich bin örtlicher Bademeister, wohne und lebe hier ... kenne mich also ein wenig aus. Wie kann ich helfen?"
Re: Wystystyer
Montalaar - 13.11.2006, 15:32
Ah, also ein Ansässiger, der wird mir bestimmt helfen können, da bin ich mir doch sehr sicher. Dennoch mustere ich den Herrn erst einmal etwas verwirrt, denn er scheint nicht in das übliche Stadtbild eines üblichen Anwohners zu passen. Wieauchimmer.
Sehr gut. Und zwar suche ich zum einen die Bibliothek Wystystyers und zum anderen vielleicht eine Möglichkeit an etwas Nahrungsmittel zu gelangen.Zumindest wäre das wünschenswert....
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 13.11.2006, 19:19Aye
Also nur ein Neuankömmling ... scheint so, als gäbe es derzeit recht viele, wenn ich mir so die ganzen Holzwagen hier ansehe ... habe ich etwas verpasst?
"Die Büchereien sind im Süden, direkt am Marktplatz, allerdings nicht zu ergiebig. Eine größere ist in Rolante zu finden, aber das ist ein paar Tagesmärsche entfernt, oder einen oder weniger ... war noch nie da oben, bisher nur Briefwechsel und der dauert ... ich meine ... ja, egal. Und was Nahrung angeht, dafür braucht man Geld."
Ich werfe einen vielsagenden Blick zu Aurel.
Re: Wystystyer
Montalaar - 13.11.2006, 20:56
Geld habe ich zwar nicht, aber früher funktionierten hier auch Tauschgeschäfte ganz gut. Es wird ja wohl zu schaffen sein etwas einzukaufen.
Das ist wohl meine Sorge. Wo gibt es nun etwas zu kaufen, wenn es scheinbar etwas zu kaufen gibt?
Re: Wystystyer
Marquinhos - 13.11.2006, 22:19Eishände
Ich verfolge das Gespräch still weiter und blicke zwischen den beiden hin und her. Schon klar, schon klar... ich habe genügend Geld. Solange das kein Gourmetladen ist. Ein frostiger Schauer läuft mir über den Rücken, ich reibe mir die kalten Hände und stecke sie in die Jackentaschen. Ich sollte mir auch mal feste Handschuhe besorgen.
Re: Wystystyer
Isothien - 14.11.2006, 14:44Wos?!
Johns "Schwarm" schaut mich mit Panischen blicken an, als sich ein Typ mit Blondem Haar zu ihr setzt und sie anspricht.
Was?! warum schaut sie mich so an?! Soll ich eingreifen?! Hmm..ich schaue mir das mal noch`n bisschen an..
Gebannt beobachte ich aus dem Augenwinkel das Schauspiel nebenmir.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 14.11.2006, 16:42Aye
Und um die Frage zu beantworten ...
"Heute ist marktfreier Tag", verrate ich dem kleinen Herrn. "Es gibt also kein sonderlich großes Angebot. Allerdings sind hier, rund um das Kirchenplatzeck herum, viele Läden. Sehen Sie die ganzen Behausungen mit geschlossenen Fenstern und Türen? Das sind tatsächlich Einkaufsmöglichkeiten ... ausgehängte Werbung hält bei dem Wetter nur nie lang ... neben den Türen ist meist ein kleines Schild hinter Glas. Wir beide gehen gerade zu Caius Handelskammer ... da gibt es alles zu billigen Preisen, wenn man den Besitzer kennt und sich nichts aufschwatzen lässt ... ich kann sie hinbringen."
So viele Worte, so wenig Aussage ...
Ich bibbere kurz, fasse mich aber wieder.
Re: Wystystyer
Montalaar - 15.11.2006, 18:53
Ich schaue den Herrn an und überlege, nicke dann schließlich. Scheint ein sehr freundlicher Mensch zu sein, auch ganz ohne Naivität wage ich das zu behaupten. Der erste Eindruck lässt vielleicht ein wenig zurückschrecken, aber ansonsten scheint er vertrauensselig.
Sie übernehmen dann also die Geschäfte?
Wenn ich nur nicht so vertrauensselig wäre...
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 16.11.2006, 17:12Aye
"Ähm ... übernehmen? Ich bringe Sie einfach mal zu dem Laden, nicht?"
Ich werfe kurz einen Blick umher, fixiere Caius Laden, der zur linken Seite der Kirche liegt, beidäugig, und nicke in entsprechende Richtung.
"Und hopp."
Der kurze Restfußmarsch geht los. Erwartend, dass die beiden mir folgen, und aufgrund leichten Frostes unfähig nach hinten zu sehen, eile ich zum Geschäft und öffne die Türe, trete ein.
Es sieht aus wie immer ... in diversen Schränken und Regalen hängt und steht alles, was man so braucht oder auch nicht. Jeder Mist, den er mal gefunden hat, und einiges an Nahrungsmitteln vom Lande.
Caius selbst scheint nicht da zu sein, auch nicht hinter der Theke.
Ich, mittlerweile angetaut, sehe nach hinten. Wenn die beiden nicht gleich reinkommen und die Tür zu machen ...
Re: Wystystyer
Montalaar - 16.11.2006, 20:37
Einige Meter nach dem Fremdenführer betrete ich den Laden. Sehr groß scheint er nicht zu sein, aber übermäßig vollgestopft mit allerlei Waren. Also allem was man nicht braucht aber haben will. Interessiert beginne ich mich umzuschauen, ob es etwas brauchbares gibt, während der Fremdenführer aus der offenen Tür schaut.
Warm hier drinnen.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 18.11.2006, 01:15
Argh, mein Untergang! Die Aushilfe scheint meinen panischen Blick zwar zu bemerken, macht aber nicht den Anschein, mir zu helfen. Fehlanzeige also. Kurzerhand fasse ich den Beschluss, doch wieder ins Becken zu gehen. In der Hoffnung, das man mir nicht folgt.
Ich... darf nicht... kann nicht... will nicht... heiraten... nein... nie~... mals!
Re: Wystystyer
NPCs - 18.11.2006, 13:51Die allgemeine Lage
Caius Handelshaus
"Mach mal jemand die Tür zu!", schallt eine Goblinstimme ohne erkennbare Herkunft beinahe boshaft in den Raum. Scheint ganz so, als wäre der Ladenbesitzer anwesend. Irgendwo ...
"Hey! Es zieht!"
In der Badeanstalt
Das Treiben geht voran, ohne, dass etwas Sonderliches passieren mag. Aber wir wissen alle, dass das eine Lüge ist, sonst fände die Bäderei keine gesonderte Erwähnung innerhalb dieses NPC-Posts.
Nun, was passiert?
Lassen wir den Spannungsbogen noch ein wenig weiter ausholen. Er steigt und steigt und steigt. Hm ... ja, das ist ein schöner Spannungsbogen.
Und während er weiter steigt, beginnt das Wasser bei den Gittern, durch die es einfließt, langsam eine leicht violette Färbung anzunehmen, erst kaum sichtbar, doch langsam stärker werdend. Sollte man an dieser Flüssigkeit riechen oder sie schmecken, so würde man feststellen, dass sie zumindest insofern immer noch ganz normales Wasser zu sein scheint.
Einige Badegäste gehen an Land.
Re: Wystystyer
Theal - 18.11.2006, 13:54
Ich schaue der Frau hinterher, die jetzt zum Bad geht und sich wahrscheinlich darin niederlassen will. Skeptisch schaue ich hier hinterher und kreuze dann mir meinem Bleistift etwas auf der Karte an die ich immer noch in der Hand halte. Ich kratze mich am Kinn Und grinse dann. Echt Interessant. Irgendwas passiert heute, was uns wohl alle betreffen wird nur... was? Als ich mich umdrehe bemerke ich violettes Wasser. Was ist das? Ich stehe von meinem Platz auf, schiebe die Karte zurück in meinen Rucksack und gehe dorthin. Ich schmecke an dem Violetten Wasser. Ganz normales Wasser... Hmmm.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 18.11.2006, 14:16Aye
"Wir machen die Tür gleich zu, wenn Aurel da ist ... du hast heute drei Besucher, habe zwei andere Kunden für dich mitgebracht ... da hältst du das bisschen Kälte auch noch aus."
Ein freundliches Fauchen als Antwort. Ich fauche zurück. Er kichert. Wo auch immer der alte Goblin sich gerade verstecken mag ... es scheint ihm besonders viel Spaß zu machen, mit einem Hünen zu fauchen.
Vielleicht, weil fauchende Hünen eine Seltenheit sind.
Womöglich ist er aber auch nur leicht zu unterhalten.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 19.11.2006, 14:51
Oh... ah.... oha!
Die merkwürdige Farbe des Wassers überrascht mich sichtlich. Ich tauche den Zeigefinger kurz in die komische Tinktur un schaue zu, wie die Tropfen wieder zurück ins Wasser fallen. Sieht süß aus. Nicht giftig.
Und hopps, bin ich im Bad. Und wenns giftig ist, naja, egal... wird schon nicht...
Re: Wystystyer
Marquinhos - 19.11.2006, 17:00Kleine Pause
"Werwiewowas? Achso, ja..." Mit schnellen Schritten eile ich den beiden hinterher in den Laden und schließe die Tür hinter mir. Ich muss wohl kurz weggenickt sein... Ganz schön voll hier.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 20.11.2006, 12:24Aye
Endlich sind alle angekommen, die Tür geschlossen. Und dann herrscht einen Moment Ruhe, schließlich durchbrochen von tappsenden Schritten, irgendetwas Tönernes fällt um, irgendein Zischen, schließlich hebt sich ein Wandteppich hinter dem Tresen und der kleine Caius kommt dahinter zum Vorschein.
Er wirkt gewissermaßen ... winzig. Noch kleiner als die Menschen und der Halbling. Andererseits schrammt meine Bademeistermütze auch an der Decke des Lager- und Verkaufsraumes ...
"Caius mein Name", grüßt der Goblin, sich auf einen Stuhl hinter den Tresen stellend. "Wie kann ich den beiden neuen Gästen behilflich sein?"
Re: Wystystyer
NPCs - 20.11.2006, 12:29Aye
In der Badeanstalt
Während der Schreiber und die Unverheiratete sich nicht allzu sehr am neuen Farbton des Wassers zu stören scheinen, haben sich die meisten - um nicht zu sagen, alle - anderen Badegäste aus dem lilafarbenen Nass entfernt und stehen entweder debattierend am Rande des Flusses oder versammeln sich an der Bar. Eine Gruppe von etwa zehn Mann jedoch zieht es offenbar vor, Samuel zu umrunden.
"Guten Tag. Das Wasser ist violett", verlautet einer von ihnen.
"Das finden wir nicht gut", vollendet ein weiterer.
"Wenn sie nichts dagegen machen, wollen wir unser Geld zurück."
"Ich sehe aus wie die lila Kuh!"
"Entschuldigen Sie, wo finde ich die Toiletten?"
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 20.11.2006, 17:35
Immer wieder tippse ich mit
dem Zeigefinger die Wasser-
oberfläche an. Tipps Tipps Tip.
Sieht lustig aus, wirklich. Ist
mal was originelles.
Ich hole einmal tief Luft und
tauche den Kopf unter Wasser.
Was ein großer Fehler war.
Denn jetzt bin ich lila.
Gesicht und Haare: Alles lila.
Ratlos blicke ich umher.
Verdammt. Lila...
Warum nicht Orange?
Re: Wystystyer
Montalaar - 22.11.2006, 15:59
Ich blicke zu 'Caius'.
Endlich jemand auf meinem Niveau.
...Rein körperlich gesehen natürlich.
Nun, ich benötige dies, das und jenes.
Nache in paar Momenten krame ich einen steifgefrorenen Zettel heraus und lege ihn vor. Dort sollte alles benötigte draufstehen:
Nahrungsmittel (möglichst kälterestent)
Schaufel
Lampe
Stift
Re: Wystystyer
Marquinhos - 23.11.2006, 19:26Discounter
Hmm, zwar nicht der feinste Laden, aber es geht noch solange man Platz zum Stehen hat. "Sagen sie, was für Lebensmittel bieten sie hier an?", sage ich während ich mich im vollgestopften Verkaufsraum umsehe.
Re: Wystystyer
NPCs - 25.11.2006, 13:43
Caius Handelskämmerchen
Der Goblin nickt den beiden Bestellungen quasi zu, greift sich zuerst den Zettel, überfliegt ihn und springt unter die Theke, zieht ein Paket aus ihr heraus und pustet ungesehen den Staub von jenem, um es dann auf den Tisch zu stellen. Ein Aufkleber mit der Beschriftung "Reisepaket Nord #3 Grubenarbeiter" ist auf ihm zu sehen. Dazu legt er einen Stift auf das Päckchen.
"Alles geforderte enthalten. Die Schaufel muss man auseinanderklappen, es gibt einen Rastermechanismus."
Dann wendet er sich Aurel zu.
"Wir haben heute morgen frische Brote hereinbekommen, außerdem sind da noch Äpfel und ein paar Birnen von vor ein paar Tagen, die auf dem Dach gefroren stehen, dann wären da noch ein paar Eier, Milch und eine ziemliche Menge Pökelfleisch und getrocknetes Fleisch. Dann noch ein wenig Pflanzenpaste und Senf sowie andere Gewürze."
John hat indes ein Loch in der Decke gefunden und seinen Kopf hindurchgesteckt, das obere Stockwerk zu erkunden.
Re: Wystystyer
Kunio Murai - 28.11.2006, 16:37
"Lila, lila. Woher kommt das Zeug nur?"
Ich gehe aus dem Becken und stelle mich unter die Dusche. Ich ziehe an einer Leine, die an einem Haken endet, der eine Murmel anstößt, die eine Rille hinabsaust und einen Hebel betätigt, der einen Flaschenzug in Gang setzt, der einen Klotz hochhebt. Nun müsste ein Teil eines Baches wie Wasserfall auf mich herabfließen. 10.23 Sekunden lang geschieht nichts. Doch dann kommt das Wasser. Lila Wasser...
"Oh, ach nö."
Re: Wystystyer
Montalaar - 28.11.2006, 17:19
Ich nicke.
Die Lebensmittel sind im Paket enthalten?
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 28.11.2006, 17:53Aye
"Sind sie, sind sie ... das macht dann zusammen ... hm ... etwa eine handvoll Wyster", höre ich unten Caius Stimme.
"Für mich das Übliche!", rufe ich.
"In dem Fall noch drei Wyster mehr als eine Hand voll", korrigiert sich der Goblin.
Ich meinenteils sehe mich mangels Alternativen weiter ein Stockwerk höher um ... ich käme ja gerne heraus, aber ich hänge gewissermaßen fest.
Irgendetwas fällt mir schon ein, bis der Einkauf abgewickelt ist ...
Re: Wystystyer
Montalaar - 28.11.2006, 21:03
Ich hebe eine meiner wuschigen Augenbrauen.
Meines Wissens zahlt der andere Kunde.
Der sich wiederum noch umschaut, während ich meine Taschen durchforste.
Re: Wystystyer
Marquinhos - 28.11.2006, 23:47Frostobst II
Ich bin ja eher nicht so sehr der Fleischesser... "Geben sie mir drei von den Broten, wenn sie denn wirklich so frisch sind...und etwas von der Pflanzenpaste wäre nicht schlecht. Zudem würde ich gerne das Obst mitnehmen, egal ob gefroren oder nicht." Ich schaue nach oben, etwas über den Riesen stutzend, der mit dem Kopf im Obergeschoss hängt und sich dabei merkwürdig auf der Stelle im Kreis dreht. Da fällt mir ein... "Hey, Colbert, seien sie so freundlich und können die Früchte hinunterholen? Sie scheinen es sich ja in der Vorratskammer gemütlich zu machen."
Re: Wystystyer
Isothien - 03.12.2006, 12:59
Argh...diese verfluchten Goblinblagen...irgendwann kreuzige ich sie...
"Die Toilette finden sie neben dem unfertigen Saunabereich...sie wollen ihr Geld zurück?! Sie haben doch garnichts bezahlt...ja ich werde mich um das Wasser kümmmern..." gebe ich von mir, ohne auch nur einen der Gäste anzusehen, dann winke ich mit meiner Hand ab und gebe den Leute zu verstehen, das sie sich verziehen sollen...
Re: Wystystyer
Montalaar - 03.12.2006, 15:51
Ich krame in meinen Taschen, ziehe schließlich zwei Wyster hervor. Diese sind dank ihrer Größe und meiner kleinen hand bereits eine Hand füllend.
Bitteschön.
Re: Wystystyer
NPCs - 11.12.2006, 22:04Aye
In der Badeanstalt
Die Umkleiden - ein Ort der Erfrischung, der Spanner und des Umkleidens. Ein lilophiler Lüstling scheint derzeit um ein lilafarbenes Zielobjekt in Form einer recht weiblichen Person zu schleichen. Sowas.
Die Menge derweil zerstreut sich murrend, lässt Sam jedoch nicht aus den Augen - jetzt ist Improvisationsvermögen angesagt; wie bekommt man das Wasser wieder in einen betretbaren Zustand?
Eine Möglichkeit wäre sicher, zu behaupten, dass Wasser schon immer lila war. Vermutlich wird er aber eine andere finden müssen.
Caius Handelskämmerchen
Der Goblin nimmt je einen der Wyster in die Hände; denn, wie der Zufall so will, in ihrer Sprache ist eine Hand voll Wyster nichts wesentlich anderes als ein Wyster. Scheint ganz so, als wären die Preise hier recht niedrig; das spiegelt sich aber wohl bald auch in der Qualität der Ware wieder, irgendwie. Der Goblin legt die verlangten Güter auf den Tresen, nickt freundlich, wendet sich ab und verschwindet bald wieder hinter dem Wandvorhang.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 11.12.2006, 22:07
Ich soll ihr Zeug runterbringen? In Ordnung.
Ich nehme all jenes, was verlangt war, und bewege mich wieder nach unten, reiche den beiden die verlangten Güter.
Tjah, das wäre erledigt. Einkauf abgeschlossen.
Ich werfe einen Blick auf das Loch, in dem ich gerade noch feststeckte.
Aber einige Fragen werden sich nie klären ...
"Können wir?"
Re: Wystystyer
Montalaar - 11.12.2006, 22:22
Ich nicke. Ich darf sie begleiten? Wohin darf es gehen?
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 11.12.2006, 22:29
"Begleiten?", frage ich, meine Sachen in die Manteltaschen packend.
Für Sam und mich erstmal genug zu essen ...
"Also ich persönlich gehe jetzt zurück in die Badeanstalt; da arbeite ich. Wenn Sie mitkommen wollen, meinetwegen. Die Bäder stehen jedem frei."
Hat wohl sonst nichts zu tun. Na ja ... ist jetzt auch keine sonderliche Vergnügungsstadt, irgendwie.
Hm ... joah.
Re: Wystystyer
Montalaar - 12.12.2006, 16:36
Ich nicke. Den Tag werde ich hier ja sowieso verbringen müssen, für eine Weiterreise ist es schon zu spät. Zumal ich nicht die Kraft habe jetzt weiterzureisen.
Ich denke ich werde Sie dorthin begleiten. Zumindest diese Nacht werde ich hier verbingen und dann weitersehen.
Re: Wystystyer
Marquinhos - 12.12.2006, 17:08Freizeit
Ich ziehe gerade meinen Geldbeutel um zu bezahlen, als der Verkäufer zufrieden hinter einem Wandvorhang verschwindet. Leicht verwundert stecke ich ihn wieder ein und verpacke den Proviant in meiner Tasche. Dann halt nicht... "Sie wissen nicht zufällig was man bis morgen Abend tun könnte? Außer verlassenen Häusern gibt es hier anscheinend nicht viel an 'Freizeitangeboten'.", wende ich mich an den Hünen.
Re: Wystystyer
Farmer Fran - 12.12.2006, 18:19
Sehr anhängliche Leute. Aber mir soll's recht sein; irgendwo ist es ja auch mein Beruf, das Badehaus voll zu bekommen.
"Außer den Badehäusern wären da nur noch die Kirche und die Kasernen. Außerdem haben wir große Felder voller Schnee und in der Nähe ist Majoran ... aber dorthin dauert es etwas ... tolle Kathedrale da ... na ja, dann führe ich sie beide wohl mal zurück zu den Thermen. Warmes Wasser ist immer angenehm und dort ist viel Zeitvertreib."
Außerdem ... vielleicht brauche ich Arbeitskräfte ... die beiden wissen sicher, wo ich sowas finde.
Ich ziehe meinen Mantel enger, zurre alles zurecht; sollte gegen die Kälte helfen, ein wenig. Bis wir da sind, jedenfalls.
"Nun denn ..."
Ich öffne die Tür, spaziere hinaus und mache mich auf den Weg.
Re: Wystystyer
Montalaar - 12.12.2006, 22:06
Auch ich zupfe meine Kleidung zurecht, nicht ohne vorher noch meine Einkäufe in meiner Kleidung, oder besser darunter, zu verstauen. Dann mal auf und.. hinterher...
Re: Wystystyer
Isothien - 15.12.2006, 21:06
Als Bademister hat man es nicht leicht..
Ich seufze, stehe auf, nehme ein Herreloses Stück Seife und werfe es den Lustmolch, den ich soeben aus den Augenwinkel erblickt habe.
Zack...
Der Lustmolch fällt ins Lilane Wasser...
"Und nun zum Wasser..." Murmel ich.
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