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Re: SC Riessersee: Der Erfolg wird zum Alltag
Steve3 - 17.10.2006, 18:30SC Riessersee: Der Erfolg wird zum Alltag
SC Riessersee: Der Erfolg wird zum Alltag
Garmisch-Partenkirchen, 17.Oktober 2006
Beim SC Riessersee herrscht gerade große Heiterkeit. Auch die kurze Verletzungspause von Petr Sikora konnte daran nichts ändern. Einem überragenden 7:1-Heimsieg (2:0,2:1,3:0) gegen den EHC Freiburg folgte zwar eine schwache Vorstellung in Miesbach, die aber dennoch für einen 5:3-Erfolg (0:1,3:1,2:1) reichte.
Die Nervosität vor der Freitagspartie war überall spürbar. Freiburg war eine große Unbekannte und Andreas Brockmann beschrieb sie als „sehr talentierte Mannschaft“. In der Tat zeigten die Breisgauer Talent und Engagement, der SCR übertrumpfte dies aber durch sein Können. Brad Self, der Torerfolge im eigenen Stadion sichtlich genießt, schoss die Hausherren mit 2:0 in Front, während den Gästen der Zug zum und der Druck auf das Tor fehlte. Zu Beginn des zweiten Abschnitts überrollten die Garmischer den EHC förmlich. Benedikt Schennach, Jade Galbraith und Butzi Mayr tauchten frei vor Edgar Masalskis auf, konnten die Chancen aber nicht nutzen. Als dann gar ein doppeltes Überzahlspiel für die Weiß-Blauen heraussprang, folgte der große Schock. Das Lettenduo Mamonovs und Sikovics lief einen Konter, den es zum Anschlusstreffer nutzte. Das gefiel Butzi Mayr überhaupt nicht, und so drosch er die Scheibe nur zwölf Sekunden später in den Winkel. Eine Minute später nutzte Brad Self die Orientierungslosigkeit der sichtlich überforderten Gästedefensive – inklusive Torhüter – zum 4:2 aus.
Auch im Schlussabschnitt ließ die junge und engagierte Frieburger Mannschaft nicht nach, doch Routinier Paderhuber und die jungen Ludwig und Schennach besserten nicht nur das Torekonto, sondern auch die Überzahlbilanz auf. Alle drei Treffer zum 7:1-Endstand fielen mit einem Mann mehr auf dem Eis.
Was am Freitag noch so gut klappte, schien auf der Fahrt nach Miesbach abhanden gekommen zu sein. In der bisher schwächsten Partie der Saison musste der Tabellenführer von der Zugspitze sogar einem 0:2-Rückstand egalisieren. Sebastian Deml und Jim Nagle trafen gegen eine sichtlich überforderte Garmischer Defensive. Die Miesbacher zeigten ungewohnte Kombinationssicherheit, enorme Zweikampfstärke und viel Zug zum Tor. Wäre Mark McArthur nicht weiterhin in absoluter Topform, wer weiß, wie der SCR unter die Räder gekommen wurde. Da nicht wirklich viel klappte, nahmen die Routiniers das Spiel in die Hand. Nur 13 Sekunden brauchte Marcus Bleicher mit einer schönen Einzelaktion zum Anschlusstreffer. Als es die Hausherren dann an Cleverness vermissen ließen und die Garmischer mit zwei Mann mehr auf dem Eis agierten, landete ein Schlagschuss von Mats Lindmark zum mehr oder weniger verdienten Ausgleich im Netz. Der Schwede war es auch, der die erstmalige Führung durch Jade Galbraith wunderbar vorbereitete – erneut in doppelter Überzahl.
Im Schlussabschnitt schwanden die Kräfte bei den Gastgebern und der Druck auf das SCR-Tor ließ nach. George Kink konnte ein schönes Zuspiel Butzi Mayr sogar zum 4:2 nutzen. Anschließend retteten mehrmals McArthur und das Torgestänge, ehe Michael Waldschütz doch noch der Anschlusstreffer gelang. Doch kurz darauf war die Hoffnung für Miesbach endgültig begraben. Brad Self gewann das Bully und Butzi Mayr und Jade Galbraith lieferten sich ein Wettrennen um das Empty-Net-Goal. Der Kanadier ließ dem Eigengewächs letztendlich den Vortritt – 5:3.
Andreas Brockmann zeigte sich wenig überrascht über die Mühe, die sein Team hatte: „Ich habe vor diesem Spiel gewarnt, dass es in Miesbach durchaus sehr schwer ist, zu bestehen“, während sein Gegenüber schweigsamer war: „Ich bin ziemlich angefressen“. Und das durfte Rudi Sternkopf auch sein, denn schließlich war es sein Team, das viel Einsatz und Laufbereitschaft zeigte, dem der Eishockeygott an diesem Abend aber nicht hold war. (AL)
Quelle:Hockeyweb.de
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