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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Trenox - salia - Qwert Zuiopü Forum: Die X-Dimension Forenbeschreibung: auch Beesenien Foruminen genannt aus dem Unterforum: Literatur, Prosa und Lyrik Antworten: 7 Forum gestartet am: Dienstag 19.09.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Gedichte & Texte Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 4 Monaten, 10 Tagen, 4 Stunden, 8 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "Gedichte & Texte"
Re: Gedichte & Texte
Trenox - 21.09.2006, 12:15Gedichte & Texte
Ihr habt ein schönes Gedicht gelesen/selbst geschrieben? Her damit, lasst uns auch an dem dichterischem Meisterwerk teil haben 8)
so, mal gleich ein Gedicht, was ich persönlich als gut gelungen ansehe :D
Engel aus Stein
Ein einziges Blatt im Wind...
umspielt den steinernen Engel,
der Tote, den er schützen soll,
längst Staub der Vergangenheit,
man spürt, gern würd er fortfliegen,
doch irgendwer hat ihm die Flügel genommen,
ihm bleibt nur ein kummervoller Blick in den Himmel,
man spürt, gern würd er weinen,
aber er kann nicht,
nur wenn es regnet,
fließen Tränen über sein Gesicht,
ehrlicher als manch andere Träne,
er erträgt sein Leid,
und strahlt immer noch eine Kraft aus,
das man beschämt zu Boden blickt.
[Verfasser Unbekannt]
Trenox: Thread auf "Gedichte & Texte " erweitert
Re: Gedichte & Texte
salia - 27.09.2006, 15:20
:crybaby: mei ist das schön. Das ist wirklich sehr schön
Re: Gedichte & Texte
Trenox - 27.09.2006, 15:26
so, gleich noch ein Gedicht [aber diesmal nicht arg so traurig^^]
Luzifer's Fall
Auf gleißenden Schwingen und doch niemals frei,
lautloser Schmerz, geflügelter Schrei.
Ein verlor'ner Funke im Lichte der Macht,
entfloh ich der Herde und suchte die Nacht.
In jener endlosen Einsamkeit,
wuchs innere Leere im Laufe der Zeit.
Liebende Wärme rings um mich her,
aus meinen Tränen ward ein Meer.
Nur immer wieder offene Fragen,
wie lange sollte ich das ertragen?
Die Neugier trieb mich schließlich zu Dir,
Du hast mich geschaffen, warum bin ich hier?
Als Antwort stießt Du mich in ein Meer aus Leid,
wo ist sie, Deine Barmherzigkeit?
Der Phönix stürzt, zurück bleibt nur Staub,
brennend, voll Hass, blind tötend, taub.
Ein Schrei im letzten Augenblick
die Wellen schlagen hoch vor Glück.
Sanft lächelnd werd' ich am Grunde vergehn'n,
denn Du, GOTT, wirst mich nie versteh'n.
[Verfasser wieder unbekannt]
Re: Gedichte & Texte
Qwert Zuiopü - 12.11.2006, 14:52
Gedicht der Frau:
Müde bin ich, geh zur Ruh,
mache meine Augen zu.
Lieber Gott bevor ich schlaf,
bitte ich Dich noch um was.
Schick mir mal ?nen netten Mann,
der auch wirklich alles kann.
Der mir Komplimente macht,
nicht über meinen Hintern lacht,
mich stets nur auf Händen trägt,
sich Geburtstage einprägt,
Sex nur will, wenn ich grad mag
und mich liebt wie am ersten Tag.
Soll die Füße mir massieren
und mich schick zum Essen führen.
Er soll treu und zärtlich sein
und mein bester Freund obendrein.
Gedicht des Mannes:
Lieber Gott,
schicke mir eine taubstumme Nymphomanin die einen Getränkehandel
besitzt und Jahreskarten für die Allianz-Arena! .
...........Und es ist mir sch***egal, dass sich das nicht
reimt................
Re: Gedichte & Texte
Trenox - 12.11.2006, 16:38
Wir tanzten für die Freude und Siege.
Mit uns tanzte der Waldfürst und hatte den Menschennarren an seiner Kette.
Es tosten die Stürme vor so viel Freude,
von schwarzer Nacht unsere Feuer fraßen in ihrer heißen Gier.
Und wir tanzten an dem Feuer und nährten es mit Narrenfleisch.
_____________________________
Baut eure Häuser aus totem Holz.
Baut eure Mauern aus totem Stein.
Baut eure Träume aus toten Gedanken.
Kommt das Leben weinend,
lachend singend wieder,
nehmen wir, was ihr gestohlen,
und ziehen euren toten Knochen
ihre kranken Häute ab.
... und die Menschennarren
häuften Stein auf Steine
und bauten ihre Dächer.
Sägen rissen die Haut
vom Holz...
und lachten dem Waldfürst
ins Gesicht.
... und als der Herr dies
erfuhr, hetzte er seine
Bestien auf die Narren,
die das Fleisch zerrissen,
zersägen und ihm ein Haus
aus faulenden Häuten bauen.
Re: Gedichte & Texte
salia - 15.11.2006, 12:54
Weit weg von mir
Du bist im Moment ganz weit weg von mir.
Ich kann nachts nicht schlafen, weil du nicht da sein kannst.
Ich kann nicht richtig atmen, denn du bist die Luft die ich brauche.
Das Gefühl der Sicherheit, das du mir gibst wenn du in meiner Nähe bist, ist auch verschwunden.
Ich hoffe du kommst bald zurück zu mir.
Ich möchte dich wieder spüren und in deinen Armen liegen.
Ich möchte dein Lächeln wieder sehen, mit dem du mich immer verzauberst.
Ich will wieder in deine Augen sehen, die mir mehr sagen, als Worte.
ich will dich einfach wieder bei mir haben!
Re: Gedichte & Texte
Trenox - 17.11.2006, 21:49
Kleine Aster
Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.
Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhelllila Aster
zwischen die Zähne geklemmt.
Als ich von der Brust aus
unter der Haut
mit einem langen Messer
Zunge und Gaumen herausschnitt,
muss ich sie angestoßen haben, denn sie glitt
in das nebenliegende Gehirn.
Ich packte sie ihm in die Brusthöhle
zwischen die Holzwolle,
als man zunähte.
Trinke dich satt in deiner Vase!
Ruhe sanft,
kleine Aster!
Gottfried Benn (1912)
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