Vier Tage zur Vergeltung (Kapitel 3 von 4)

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    Re: Vier Tage zur Vergeltung (Kapitel 3 von 4)

    [Hero]Lars - 20.09.2006, 15:47

    Vier Tage zur Vergeltung (Kapitel 3 von 4)
    Zwei Tage zur Vergeltung



    Tag 11723, zwei Tage zur Vergeltung




    Vor Tray glitzerte die Kuppel des zweiten weißen Hauses im Sonnenlicht.
    Ein Tor erhob sich zwischen der riesigen, immergrünen Hecke empor.
    Vier Cops standen Wache. Ein großer Garten erstreckte sich dahinter, und dann erst stand das Gebäude fest und stumm, irgendwie bedrohlich wirkend im Boden. Ein grüner Fleck inmitten grauer Straßen.
    Tray drückte die Pistole noch enger an seine Jacke. Dann schlich er sich langsam von der Seite an das Tor heran. Es war still, bedrücktend still, kein Vogel der zwitscherte, kein Flüstern, kein Gemurmel. Die Straßen waren leer, nur die vier Cops standen reglos wie Statuen da, und starrten stumm auf den flimernden Asphalt. Vier gegen einen.
    Im Schatten der Hecke näherte sich Tray immer mehr den Cops, bis er den einen fast berühren konnte. Noch immer hatten sie ihn nicht bemerkt. Tray hob langsam, ganz langsam die Pistole. Er zielte auf den ersten. Ein Leben weniger für sein Leben. 3 waren schon tot, nur damit er überlebte? Tray zögerte. Wäre es nicht besser, den Lauf auf sich zu richten?
    Wäre es nicht besser wenn er ging? Ein Mörder weniger? Ein Mörder der um eine bessere Welt gekämpft hatte? War er wirklich ein Mörder, oder eher ein Held, der es wagte sich den Gesetzen zu wirdersetzen? Er wusste es nicht. Und so drückte er nicht ab, weder schoss er auf sich selbst. Er saß eine Weile so da, seine Gedanken schossen wirr umher. Dann stand er zögernd auf. Sofort wandten sich die Cops um. In ihren Augen glitzerte Überraschung, doch gleichzeitig auch Freude, Freude das sie gewonnen hatten. Tray hob langsam die Hände. Einer der Cops deutete auf die Pistole. Tray seufzte kurz auf dann warf er sie weg. Seine letzte Hoffnung landete auf der Straße. Sein einziger Freund in den letzten Stunden, doch auch sein einziger wirklicher Feind. Er hatte verloren. Er hätte weiter machen können, er hätte vielleicht sogar die ganze Welt retten können, er hätte sie aber auch in ein zeit stürzen können, in der nur noch Angst und Armut herrschte. Es war zu riskant. Er wollte nicht mehr. Und so schritt er langsam auf einen Cop zu, und spuckte ihm mitten ins Gesicht. Erschrocken schrie dieser auf. Tray schlug ihm mitten ins Gesicht schnappte sich die Pistole und drückte ab, Drei Patronen lösten sich. Drei Leben weniger. Den letzten Cop ließ er auf der Straße liegen, bewusstlos wie er war.
    Er wollte nicht mehr. Er wollte nicht mehr dieses Leben leben! Er wollte neu anfangen! Er wollte normal sein! ER WOLLTE KEINE ZAHL SEIN! Er wollte nicht einwohner.1233419965.doc sein! ER WOLLTE NUR EIN MENSCH NAMENS TRAY CODE SEIN! War das zu viel erwartet?!
    Langsam drehte er sich um, und schritt durch das Tor. Hinter sich ließ er drei weitere Leichen, drei weitere die ihr Leben gelassen hatten, für eine neue Zukunft. Eine Zukunft die schön oder schlimm sein konnte. Alles lag nur in Trays Händen. Dessen wurde er sich jetzt bewusst. Er hatte nur einen Versuch, nur ein Leben. Die Menschheit hatte nur einen Versuch sich zu befreien, und dieser Versuch war er. Er war nicht mehr eine Zahl, keine Nummer, und keine Dokument mehr. Er war die letzte Hoffnung der Menschheit! Und das belastete ihn nur noch mehr.

    ---------Fortsetzung-----

    Tray zog langsam die Tür auf, dann trat er zögernd in die Eingangshalle. In der Mitte stand eine Skulptur von irgendeinem berühmten Politiker, drumherum war nur blankgeputzer Boden.
    Drei Türen zweigten an je drei Seiten des Saales ab. Tray ging auf eine zu. Er schob sie auf, und trat in einen weiteren Raum ein. Dunkelheit. Er suchte mit der Hand nach einem Lichtschalter, tastete die Wand neben der Tür ab, doch er fand nichts. Er stolperte nach vorn, und sein Fuß knallte gegen irgendetwas hartes. Leise fluchend rappelte er sich wieder auf, und wollte sich gerade zur Tür umdrehen, als er ein Geräusch hörte. Ein Rascheln. Schlagartig fuhr seine Hand zu seiner Jackentasche, in der die Pistole lag. Er zog sie langsam heraus, und blickte sich um. Seine Augen hatten sich inzwischen ein wenig an die Dunkelheit gewöhnt, ohne dass er es gemerkt hatte. Er sah die Computer. Und er sah fünf Cops die mit grimmigen Gesichtern die Pistolen auf ihn gerichtet hielten. Tray erstarrte in der Bewegung. Dann knallte es. Er Kugel zischte durch die Luft. Tray prallte zurück, schrie auf, als ein brennender Schmerz durch seinen Arm fuhr. Er fiel zurück, krachte auf den Boden, und verlor das Bewusstsein...


    Die Kälte schnürte ihn wie ein Bündel zusammen, kroch durch alle seine Adern, ein eiskalter Nebel der ihn durchdrang...Er zitterte. Nicht nur vor Kälte, nein, vor Angst. Er war nicht mehr der harte, der unerschütterliche Tray. Er hatte begriffen das es unmöglich war. Zu spät.
    Er hätte aufhören sollen, bevor er überhaupt begonnen hatte, er hätte es verhindern sollen. Doch er hatte nur an sich gedacht, und nicht an den Stein, den er damit in die tiefe Geschichte der Menschheit schlug. Ein schwarzer Stein, der Trauer und Leid bedeutete. Nicht nur für ihn, Tray, sondern für alle. Die Cops würden härter kontrollieren, das Leben würde grausamer werden, und überhaupt konnte man es nicht mehr Leben nennen. Tray dachte an Mike. Er würde der nächste sein, der draufging. Wieder eine Zahl weniger. Doch erst war Tray dran.
    Er würde der erste sein, der von der neuen Welt ging, die er selbst zerstört hatte. Er hatte es verdient. Ein Stich durchfuhr seinen Körper als er daran dachte was ihn erwartete. Sie gaben sich nicht nur damit zufrieden ihn zu töten. Sie wollten ihn sterben sehen, seine Schreie geniessen. Sie wollten nicht begreifen dass sie nicht die mächtigsten waren. Dass sie nur in der Gruppe eine Chance hatten zu überleben. Sie wussten dass irgendwann der Tag kommen würde an dem auch sie sterben würden. Doch Tray wusste es besser. Er wusste was er getan hatte, er wusste das er der einzige Versuch war. Er dachte an Mike. Und stand auf.
    Er ignorierte den Schmerz in seinem Arm, und trat auf den Cop zu, der direkt vor ihm stand, und ihn mit gehässigen Blicken streifte.
    „Der Tag wird kommen an dem auch du sterben wirst. Du bist nicht unsterblich. Du bist nicht besser als wir. Du bist ein Dreckssack. Lass mich gehen und geniesse dein Leben.“
    Die Blicke des Cops schienen ihn zu durchdringen, die Wut flackerte in seinen Augen. Tray blinzelte nicht, er bewegte sich nicht. Er wartete nur auf eine Reaktion des Cops. Und die kam in Form einer weiteren Kugel sich in Bauch bohrte.

    Tray schrie laut auf, Schweiß lief ihm in Strömen das Gesicht herunter. Seine Hände fuhren zu der Wunde, aus der ununterbrochen Blut sickerte. Er wimmerte leise auf, dann liess er sich fallen.
    Sekunden, vielleicht sogar Minuten blieben ihm in seinem Leben.Schmerzvolle Sekunden. Sekunden in denen er den ganzen Hass spürte, den der Cop auf ihn niederprasseln lies.
    Sekunden in denen er nichts anderes machte als diesen anzustarren, Sekunden in denen sich ihre Blicke wie brennende Klingen trafen.
    Tray schloss langsam die Augen. Sein Gesicht war starr. Ein letztes Mal roch er den Staub, sah den Boden, bevor alles verschwamm...
    Der Schmerz schien ihn zu übermannen, er schrie, während er langsam starb. Er hatte gekämpft, doch es hatte nichts gebracht. Er hätte großes vollbringen können, aber er war eben doch nur ein winziger Bürger, und kein Held. Er dachte an New York, an eine Pfirsichtorte, die ihm so bekannt vor kam. Und er dachte an Mike. Schlagartig riss er die Augen auf. Er wollte nicht sterben. Noch nicht.
    Mühsam erhob er sich. Immer wieder zuckte er zusammen, krümmte sich vor Schmerz.
    Er blickte dem Cop einmal tief in die Augen. Dann schlug er ihm mit aller Kraft ins Gesicht.
    Tray war erstaunt wieviel Kraft er noch hatte, und das machte ihm neuen Mut.
    Der Cop lag vor ihm auf dem Boden. Die Augen starrten Tray geschockt an. Er war tot.

    Tray stolperte aus dem Raum. Ein dunkler Gang erschien vor ihm. Er wusste nicht wo er war, aber er wusste dass er nicht viel Zeit hatte. Doch vielleicht genug. Er versuchte zu rennen, aber seine Füße wollten sich nicht schneller bewegen. Seine Augen waren erfüllt von Schmerz, aber auch von unendlicher Beharrlichkeit. Er konnte nicht aufhören! Nicht so kurz vor dem Sieg! Seine Kleidung war blutdurchtränkt, sein Arm voll mit Blut, sein Gesicht verzerrt. Er ging durch den endlos langen Gang, und lebte in der stummen Hoffnung weiter, dass es noch nicht vorbei war.

    Es kam ihm vor als wären Stunden vergangen bis er endlich an einer Tür ankam. Jede Sekunde nahm seine Kraft ab, jede Sekunde fiel es ihm schwerer sich oben zu halten. Eine ungeheure Kraft herrschte in ihm, die ihn überleben ließ.
    Immer wieder verschwamm alles vor seinen Augen, immer wieder war er kurz davor zu Boden zu sinken...Doch er hielt sich.
    Er stieß die Tür auf, und trat in den großen Saal ein. Vier Cops standen neben der Statur, und blickten ihn lächelnd an. Tray traf der Schock, als er sie sah. Er wusste das er nicht mehr die Kraft hatte ihnen Stand zu halten. Doch er zog die Pistole aus der Tasche, die er dem Cop von vorher wohlweißlich abgenommen hatte. Seine Hände zitterten, er konnte nicht vernünftig zielen. Er drückte ab, und ein die Kugel krachte neben einem der Cops in den kunstvoll geformten Marmor. Schon zischte eine weitere Kugel durch die Luft, diesmal nicht von ihm, sondern von einem der Cops. Auch diese verfehlte ihr Ziel, denn Tray warf sich rechtzeitig zur Seite. Doch die nächste traf. Der Tropfen der das Fass zum überlaufen brachte. Es bedeutete den Tod oder aber...Tray schrie laut auf. Er knurrte wütend dann hob er die Pistole. Ganz ruhig, sagte er sich. Und er blieb ruhig. Er drückte ab, 4 mal. 4 Treffer, genau wie früher...
    Aber er hatte nicht mehr die Kraft die er früher hatte. Er konnte nicht mehr aufstehen, er hatte keine Kraft mehr!
    Doch der Wille treib ihn weiter, er kroch langsam, und leise stöhnend über den Boden. Näherte sich langsam der Tür, der rettenden Tür, hinter der der Computer stand. Er würde nicht aufgeben. In Zeitlupe zogen die Fliesen an ihm vorbei. Er dachte verbissen an Mike. Seinen einzigen Freund. Er würde nicht zulassen das er sterben würde!
    Die Computer waren einzigartig, das Genie was ihn erbaut hatte war schon lange tot, und mit ihm auch die Baupläne. Einmal zerstört wäre es aus!
    Die Tür...
    Langsam zog er sich an der Türklinke hoch, drückte sie herunter, schaffte es die Tür aufzuziehen, und lies sich wieder auf den Boden fallen. Die letzte Kraft wich aus ihm...
    Er kroch auf den Computer zu, drückte auf den „On“ Schalter, und schon startete der PC hoch.
    Tray zog sich langsam hoch. Der Schmerz hatte endgültig gewonnen, in ihm brannte es wie loderndes Feuer. Er spürte wie er langsam dahinreckte. Er spürte wie alles Leben aus ihm wich. Auf dem Bildschirm erschien eine Liste von Dateien. Tray klickte auf die oberste.
    Uninstall inhabitant Scanning. Ein Ladebalken erschien, ewig lang schien es zu dauern, bis endlich alle kleinen grünen Rechtecke das Ende erreicht hatten.
    Das Fenster schloss sich. Wieder erschien die Liste der Daten. Doch jetzt standen nur noch 3 auf der Liste. Tray Code (Killer). Mike Krife (Killer). Myboo Nods (Killer).
    Tray zuckte zusammen als er Mikes Namen las. Er klickte auf löschen.
    Dann kroch er langsam zur Tür zurück.
    Der Schweiß rann ihm den Köroper herunter, vermischte sich mit dem Blut, was noch mehr Schmerz verursachte...
    Er wollte ein letztes Mal New York sehen. Ein allerletztes Mal. Wieder erschien der Saal vor ihm. Und die Tür die nach draußen führte...

    Irgendwie hatte er es geschafft. Irgendwie war er bis in den Garten gekommen. Jetzt saß er da, über ihm glitzerten beruhigend die Sterne...Dort oben würde er bald sein...
    Plötzlich piepste seine Uhr. 00:00 Uhr.



    Re: Vier Tage zur Vergeltung (Kapitel 3 von 4)

    [-Hero-]Troy - 20.09.2006, 17:22


    Yo gut gut ich freu mich schon auf den lezten Teil^^



    Re: Vier Tage zur Vergeltung (Kapitel 3 von 4)

    [Hero]Lars - 23.09.2006, 17:01


    Hab die Geschichte um ein kleines Stück erweitert



    Re: Vier Tage zur Vergeltung (Kapitel 3 von 4)

    Darkbuster - 23.09.2006, 17:09


    unde ich hoff der 4 Teil wird genauso genial wie de 1,2 und 3

    aber ihr scheint jemand was gegen Cops zu haben ! :mrgreen:
    immer miten in die fresse rein (ist n lied von den Ärzten ) :mrgreen:



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