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Re: Allgemeines Thema zu Bremsen
rebelldriver - 17.09.2006, 17:01Allgemeines Thema zu Bremsen
Abbremsung
Die Abbremsung ist ein Mass für die Bremswirkung. Sie stellt die auf die Erdbeschleunigung g = 9,81 m/s2 bezogene Bremsverzögerung oder die auf das Fahrzeuggewicht bezogene Bremskraft am Umfang aller Räder dar. In Prozent ausgedrückt. ergibt sich die Abbremsung aus folgenden Beziehungen:
ABS
ABS ist die Abkürzung für (Anti-Blockier System). Solche Einrichtungen verhüten dank einer automatischen Bremskraftregulierung das Blockieren der Räder. Dadurch wird beim Bremsvorgang, auch bei schlechten Strassenverhältnissen, eine optimale Fahrstabilität und Lenkfähigkeit erreicht. Das ABS stellt eine Ergänzung der konventionellen Bremsanlage dar.
Die Drehzahl der Räder wird durch Raddrehzahlsensoren dauernd überwacht und einem elektronischen Steuergerät gemeldet. Nimmt nun beim Bremsvorgang die Drehzahl eines Rades rapide ab, d.h. besteht Blockiergefahr. So erhält eine mit Magnetventilen ausgerüstete Hydraulikeinheit aus dem Steuergerät einen elektrischen "Befehl" zur kurzzeitigen Verminderung des hydraulischen Bremsdruckes. Damit wird ein Blockieren des Rades verhindert. Sobald die Drehgeschwindigkeit des Rades wieder zunimmt, wird über das Steuergerät eine Erhöhung des Bremsdruckes bewirkt. Dadurch wird die Drehzahl wieder gesenkt. Dieses Spiel wiederholt sich. d.h. der Bremsdruck pendelt sozusagen um den Blockierpunkt herum und dies mehrmals in der Sekunde.
Anhalteweg
Der Anhalteweg setzt sich aus dem Reaktionsweg und Bremsweg zusammen.
Asbest
Asbest wurde zur Herstellung von Bremsbelägen verwendet. Es ist ein gesteinsartiges Mineral das in der Natur in Form von Fasern auftritt. Jede mit dem Auge noch sichtbare Faser besteht ihrerseits aus Tausenden von feinen Fäserchen die einen Durchmesser von nur einigen hunderttausendstel Millimetern haben. Asbest setzt sich im wesentlichen zusammen aus Sauerstoff Verbindungen des Siliziums (Silikate), aus Metalloxyden und einem kleinen Anteil von Wasser (Kristallwasser). Asbest schadet der Gesundheit, es verursacht Lungenkrebs.
Auflaufbremse
Unter Auflaufbremse versteht man eine mit der Zugvorrichtung des Anhängers kombinierte Bremseinrichtung die es ermöglicht die Bewegungsenergie des Anhängers beim Auflaufen auf den gebremsten Zugwagen für die Betätigung der Anhängerbremsen nutzbar zu machen. Die Kraftübertragung auf die Anhängerbremsen erfolgt hydraulisch oder mechanisch.
Ausgleichbehälter
Der mit dem Hauptzylinder verbundene oder separat angeordnete Ausgleichbehälter ist die Flüssigkeits-Reservekammer der Bremsanlage. Er dient aber auch dem Ausgleich der infolge Temperaturveränderung verursachten Zusammenziehung oder Ausdehnung der Bremsflüssigkeit.
Ausgleichbohrung/Schnüffelbohrung
Die Ausgleichbohrung verbindet bei gelöster Bremse den Druckraum des Hauptzylinders mit dem Bremsflüssigkeits–Ausgleichbehälter über diese Bohrung erfolgt im Ruhezustand des Kolbens d.h. bei unbetätigter Bremse der Druck- und Volumenausgleich.
Bar
Bar ist die Druckeinheit für Flüssigkeitsdrücke, im Internationalen Einheitssystem SI (SI = Systeme International d'Unites) ist das Pascal die Druckeinheit.
Bodenventil
Das im Hauptzylinder eingebaute Bodenventil hat die Aufgabe, im Bremssystem, bei nicht betätigter Bremse, einen Überdruck (Vor- bzw. Restdruck) von ca. 0,5 bis 1,5 bar aufrecht zu erhalten. Dieser Druck erleichtert das sofortige Ansprechen der Trommel-bremsen, verbessert durch Anpressen der Lippen der Radzylindermanschetten an die Zylinderwand deren Dichtwirkung und ermöglicht das Pumpen mit dem Hauptzylinder, so zum Beispiel beim Entlüften der Bremsanlage ohne Entlüftergerät. Das Bodenventil sorgt zudem zusammen mit der Ausgleichbohrung im Zylinder für den Druck- und Mengenausgleich, wenn sich die Flüssigkeit infolge von Temperaturveränderungen zusammen-zieht oder ausdehnt. Aus diesem Grund ist das Ventil doppelwirkend.
Bremsbelag
Der Bremsbelag ist ein Material mit grosser Reibfähigkeit. Er besteht aus asbestfreien Ersatzstoffen, Füllstoffen und Bindemitteln. Man unterscheidet je nach Herstellungsverfahren zwischen gewobenen und massegepressten Belägen. Ob ein Bremsbelag der richtige ist, sieht man ihm äusserlich nicht an. Die Qualitäten, worauf es ankommt liegen im unsichtbaren Innern des Belages. Daher ist der Kauf von Ersatzbelägen Vertrauenssache.
Bremsdruck-Begrenzungsventil
Das Bremsdruck-Begrenzungsventil lässt den hydraulischen Druck in den Hinterradbremsen nach dem Erreichen des Umschaltdruckes (Umschaltpunktes) nicht mehr weiter ansteigen. Das Ventil liegt zwischen Hauptzylinder und Hinterradbremsen. Der Umschaltdruck ist fest eingestellt.
Bremsdruck-Reduzierventil
Das Bremsdruck-Reduzierventil lässt den hydraulischen Druck in den Hinterradbremsen nach Erreichen des Umschaltdruckes (Umschaltpunktes) nur noch vermindert zunehmen. Die Einbaustelle dieses Bremskraftverminderers liegt in der Bremsleitung zwischen Hauptzylinder und Hinterradbremsen. Der Umschaltpunkt ist fest eingestellt.
Bremsdruckventile
Bremsdruckventile begrenzen bzw. reduzieren den hydraulischen Druck an den Hinterradbremsen. Sie tragen zur Verbesserung der Bremskraftverteilung bei und helfen damit die Gefahr des vorzeitigen Blockierens der Hinterräder zu vermindern. Ihre Steuerung erfolgt druck-. last- oder verzögerungsabhängig
Bremsflüssigkeit
Die Bremsflüssigkeit ist ein synthetisches Fluid (herkömmliche Flüssigkeit), das für die Übertragung der Druckkräfte vom Hauptzylinder zu den Radbremsen bestimmt ist. Sie ist praktisch nicht zusammendrückbar (nicht verdichtbar), die Hauptbestandteile sind Schmiermittel, Lösungsmittel, Modifikatoren und Inhibitoren. Der Siedepunkt der Bremsflüssig ist stark abhängig vom Wassergehalt.
Bremsgeräusche
Bremsgeräusche sind die hörbare Erscheinungsform der Schwingungen, die beim Zusammenpressen von Bremsbelag und Bremsscheibe oder Bremstrommel, d. h beim Bremsvorgang, entstehen. Mit im Spiel bei deren Erregung sind sogenannte Reibschwin-gungen. Wenn die Reibschwingungen eine Frequenz (Schwingungszahl) haben, die der Eigenfrequenz von Bremsteilen entspricht, so werden diese zum Mitschwingen (Resonanz) angeregt. Dabei können Geräusche erzeugt werden. Im Grunde genommen spielt sich ein Vorgang ab, wie er zum Beispiel beim Rücken von Stühlen und Tischen, bei der quietschenden Kreide, die beim Schreiben auf der Wandtafel zu steil gehalten wird, oder beim Knarren und Quietschen von Scharnieren bei Türen und Fenstern anzutreffen ist. Im allgemeinen sind die Schallwellen, die aus der Bremse kommen, so schwach, dass sie unser Ohr nicht wahrnimmt. Fahrzeuge mit quietschenden Bremsen sind daher eine Ausnahme.
Bremskraftverstärker (Vakuum-Bremskratverstärker)
Der Bremskraftverstärker unterstützt beim Bremsvorgang die Fusskraft des Fahrers. Als Kraftquelle für die Verstärkung wird die Druckdifferenz zwischen dem Vakuum, erzeugt im Motor oder in einer separaten Vakuumpumpe (z.B. Dieselmotoren), und dem atmosphärischen Druck ausgenützt. Beim Ausfall des Vakuums funktioniert die Anlage wie eine Bremse ohne Verstärker; es wird dann jedoch ein erhöhter Pedaldruck benötigt. Andere Bezeichnungen für diesen Verstärker sind Servo, Bremsgerät, Bremshilfe oder Servohilfe.
Bremslichtschalter
Der Bremslichtschalter lässt bei einem bestimmten hydraulischen Druck die Stopplichter aufleuchten; beim zweipoligen Schalter geschieht dies bei 3 - 6 bar. Es gibt auch rein mechanisch wirkende Schalter, die durch das Bremspedal betätigt werden.
Bremsöl (LHM)
Druckübertragungsmittel für Bremsanlagen, bei denen ein Mineralöl und nicht, wie allgemein üblich, eine synthetische Flüssigkeit verwendet wird. Dieses Öl darf nur in Bremsen benützt werden, die mit dafür geeigneten Gummiteilen ausgerüstet sind, so z. B. bei Citroën-Fahrzeugen mit grünem Reservebehälter. Andere gebräuchliche Bezeichnungen für Bremsöl sind Hydrauliköl oder Hydraulikflüssigkeit.
Bremsplatten
Entstehen durch starken Reifenabrieb an der Aufstandsfläche beim Bremsen mit blockierten Rädern. Die Folge ist eine Unwucht am beschädigten Reifen.
Bremsschild
Der Bremsschild (Bremsträger, Bremsankerplatte) ist eine mit der Achse festverbundene Platte an der die Bremsbacken, die Radbremszylinder, die Backenabstützung (Symblex–Bremse), sowie Teile der Backenfixierung und Backennachstellung montiert sind. Gleichzeitig deckt er die Bremstrommel ab.
Bremsverzögerung
Die Bremsverzögerung ist die durch die Bremsanlage bewirkte Reduktion der Fahrgeschwindigkeit in der Zeiteinheit (Geschwindigkeitsabnahme pro Sekunde). Ihre Einheits-Kurzbezeichnung ist m/s2. In der Bremsentechnik spricht man von maximaler Bremsverzögerung, wenn ein Fahrzeug pro Sekunde um 9,81 m/s verzögert werden kann. Diese Verzögerung wird als Bezugswert für die Angabe der Bremswirkung in Prozenten verwendet 9,81 m/s2 Bremsverzögerung entsprechen 100% Bremswirkung.
Bremsweg
Als Bremsweg bezeichnet man den zurückgelegten Weg vom Ansprechen der Bremse bis zum Stillstand des Fahrzeuges.Der Bremsweg wird durch .....
• die Fahrzeuggeschwindigkeit beeinflusst.
• die Witterung beeinflusst Fahrbahnzustand (nass, eisig oder verschneit)
• die Fahrbahnbeschaffenheit beeinflusst.
• den technischem Zustand des Fahrzeuges beeinflusst.
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