Oase des Friedens
Verfügbare Informationen zu "Buddha aus der Sicht des Hinduismus"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: tara - qilin - Minou
  • Forum: Oase des Friedens
  • Forenbeschreibung: Dein Dialogforum im Netz
  • aus dem Unterforum: Hinduismus
  • Antworten: 13
  • Forum gestartet am: Dienstag 23.11.2004
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Buddha aus der Sicht des Hinduismus
  • Letzte Antwort: vor 11 Jahren, 8 Monaten, 8 Tagen, 22 Stunden, 3 Minuten

Alle Beiträge und Antworten zu "Buddha aus der Sicht des Hinduismus"

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

tara - 28.09.2006, 10:26
Buddha aus der Sicht des Hinduismus
Hiernach meditierte der junge Prinz für viele Jahre, um Erleuchtung zu erlangen. Was folgte, war die weitgreifende Umkehrung der indischen Massen von Sophisterei und Hedonismus zum Buddhismus. In der Predigt des Buddha in Saranath lehrte dieser seine Schüler «die vier ehrbaren Wahrheiten»:

duhkha, es gibt Leid;
samudaya, Leid hat eine Ursache;
nirodha, Leid kann überwunden werden; und
marga, es gibt eine Methode, mittels derer man Freiheit von allem Leid erlangen kann.

«Dies, meine Schüler, ist die Wahrheit des Leids: Geburt, Alter, Krankheit und Tod. Dies ist die Ursache des Leids: Lust und Wunsch, der Durst nach Sinnengenuss und der Durst nach Macht. Dies ist die Auslöschung des Leids: Auslöschen von Lust und Wunsch, sie vorbeiziehen lassen, sie vertreiben, sich von ihnen trennen, ihnen keinen Spielraum lassen. Und dies, meine Schüler, ist der Pfad der Freiheit von allem Leid: Rechter Glaube, rechtes Streben, rechte Sprache, rechtes Leben, rechtes Bemühen und rechte Begeisterung.»

Für 80 Jahre reiste Buddha bis zu seinem Tode und predigte, was als «Das Drehen des Rades des Gesetzes» bekannt wurde. Er lehrte, dass jenseits der Welt des Elends Frieden oder Nirvana ist, der nur von den Reinen erreicht werden kann. Und nur diejenigen, die sich von gewalttätigem Leben, sowohl auf der körperlichen, als auch auf der geistigen Ebene, zurückhielten, könnten die Wahrheit kennen.

Die Philosophie Buddhas wurde seit der Zeit ihres heiligen Gründervaters weit verbreitet. Obwohl heute viele Formen des Buddhismus vorherrschen, beinhalten alle gewisse grundlegende Gemeinsamkeiten, die auf den Gründer zurückverfolgt werden können. Alle Buddhisten suchen zum Beispiel eine «negative» Lösung zum problematischen Geschehen des Lebens. Sie schweigen zum Thema der Selbstverwirklichung. Sie suchen die Auflösung unseres zeitweiligen Daseins mittels empirischer Übung. Deshalb ist der Kern des Buddhismus dem der modernen wissenschaftlichen Annäherungsweise sehr ähnlich.

Buddha wird von den Theisten und den Atheisten aus unterschiedlichen Gründen verehrt. Die Atheisten, die seine tatsächlichen »Anhänger» bilden, verehren ihn wegen seiner Verdammung von Unmoral und seiner gleichzeitigen Überzeugung, dass ein moralisches Leben aus sich selbst heraus letztlich unfähig war, irgendwelche positiven, andauernden Ergebnisse hervorzubringen. Sein Eintreten für empirische Übung, mit Blick auf das Überwinden der Hürde von Aktion und Reaktion (karma), mündete letztlich in Selbstvernichtung (prakriti nirvana). Die Theisten loben seinen Nachdruck darauf, dass Rationalismus nicht zu irgendeiner positiven transzendentalen Existenz oder Gottesbewusstsein führen kann. Buddha beschrieb den natürlichen Lauf der Ereignisse als resultierend aus erfahrungsgesteuerter Spekulation, aber machte keine direkte Anmerkung über die Existenz Gottes. Er stellte sich gegen alle hypothetischen Spekulationen über Transzendenz, aber verneinte niemals die Existenz des Transzendentalen oder die Möglichkeit, diese zu erreichen. In der Tat lehrte er, dass eine transzendentale Realität nicht durch intellektuelle Praktiken erfahren werden kann. Auf die Frage von der Existenz einer solchen Realität ging er jedoch nicht ein. Folglich schien er ein Atheist oder Agnostiker zu sein.

Buddha wird auch für atheistisch gehalten, weil er die Veden ablehnte. Doch wie ein altes Sprichwort sagt: «Manchmal ist es einfacher, ein neues Haus zu bauen, als ein altes herzurichten.» Zu der Zeit, als Buddha Geburt nahm, waren die Menschen im allgemeinen atheistisch und zogen den Genuss von Tierfleisch allem anderen vor. Unter dem Vorwand vedische Opfer durchzuführen (karma kanda), wurden sogar Tempel in Schlachthäuser verwandelt, und dem Töten von Tieren wurde ohne Einschränkung nachgegangen. Der Buddha predigte Gewaltlosigkeit, weil er Mitleid mit den Tieren hatte.

Angesichts der Greueltaten, die zu dieser Zeit die Norm waren, und des Anrufens der Halbgötter mit dem Ziel himmlische Freuden zu geniessen, urteilte der Buddha, dass, wenn die Menschen die Veden in dieser Weise verstehen, es für diese entsprechende Gruppe von Menschen besser sei, die Veden zur Seite zu legen. Tatsächlich predigte Buddha einen Teil der vedischen Prinzipien in einer für jene Zeit angemessenen Weise. Insofern sehen wir, dass er mit seinem Erscheinen als Atheist geschickt die zukünftige Entwicklung theistischen Gedankengutes vorbereitete.

"Steh auf und zögere nicht,
gehe dem reinen Leben nach!
Wer Tugend lebt, bleibt selig,
in dieser Welt,
wie auch der nächsten."

http://www.bhakti-yoga.ch/Buch/Sanskritwoerter.html


Srila A. C. Bhaktivedanta Swami übersetzt und kommentiert im Shrimad-Bhagavatam (1.3.24); Am Anfang des Kali-Yuga wird der Herr als Buddha, der Sohn Anjanas, in der Provinz Gaya erscheinen, um diejenigen irrezuführen, die die gläubigen Theisten beneiden. Erläuterung: "Buddha, eine mächtige Inkarnation der Persönlichkeit Gottes, erschien in der Provinz Gaya (Bihar) als der Sohn von Anjana. Er predigte seine eigene Auffassung der Gewaltlosigkeit und verurteilte sogar die in den Veden gebilligten Tieropfer ... Buddha predigte Gewaltlosigkeit, weil er Mitleid mit den hilflosen Tieren hatte. Er verkündete, dass er nicht an die Lehren der Veden glaube, und wies auf die psychisch schädigenden Folgen des Tiere Schlachtens hin. Menschen von geringer Intelligenz im Zeitalter des Kali, die keinen Glauben an Gott besassen, folgten seinem Grundsatz und wurden so zunächst einmal zu moralischer Disziplin und Gewaltlosigkeit erzogen – die ersten Schritte auf dem Pfad der Gotteserkenntnis ... Genau genommen muss Buddhas Philosophie als atheistisch bezeichnet werden, weil sie den Höchsten Herrn nicht anerkennt und weil dieses philosophische System die Autorität der Veden leugnet. Aber es war nur ein Täuschungsmanöver des Herrn, denn Buddha ist eine Inkarnation Gottes, und als solche ist er der ursprüngliche Sprecher vedischen Wissens ... So musste Buddha zwar die Autorität der Veden völlig verleugnen, doch wir können verstehen, das es sich dabei nur um eine Taktik handelte, denn wäre es nicht so, dann wäre er weder als Inkarnation Gottes anerkannt worden, noch wäre er in den transzendentalen Liedern des Poeten Jayadeva, der ein Vaishnava-Acharya ist, verehrt worden. Buddha verkündete die vorbereitenden Prinzipien der Veden in einer für die damalige Zeit Zeit geeigneten Weise (wie später auch Shankaracharya verfuhr), um die Autorität der Veden wieder herzustellen. Sowohl Buddha als auch Acharya Shankara ebneten somit den Weg zum Theismus, und Vaishnava-Acharyas, besonders Shri Chaitanya Mahaprabhu, führten die Menschen wieder auf den Weg der Rückkehr zu Gott.

http://www.bhakti-yoga.ch/AnsArg/Zwei_Buddhas.pdf

***********************************

grüße
tara

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

qilin - 28.09.2006, 22:41

Hm - wenn ich es richtig sehe, ist das die Lehre einer speziellen Untergruppe
der Vaishnavas - die im Westen als 'Hare Krishnas' bekannt geworden ist.
Srila A. C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada war deren Gründer.
Dass das die Sicht des Hinduismus wäre, kann ich nicht sehen.
Für die meisten Hindus ist der Buddha einfach der neunte Avatar Vishnus,
ebenso wie Krsna der achte...
Theismus, ob jetzt Mono- oder Poly-, ist kein durchgehendes Merkmal des
Hinduismus - und des Buddhismus noch viel weniger.

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

tara - 28.09.2006, 23:25

hallo qilin

ja klar , hab ich ja von einer krishnaseite .
ist natürlich schwer zu sagen "hinduistische sicht"
es gibt da derart viele richtungen , das du immer nur eine sicht von vielen darstellen kannst , aber ich glaube buddha ist für diese richtung auch ein avatar .

na sicher doch... (aus deinem link)

Die Doktrin des Avatara erschien zuerst in der Bhagavad Gita.
Es gibt zwei Arten von Avataras: den durch eine Frau geborenen und den elternlosen Anupadaka. Der indische Gott Vishnu hat zehn Avataras[2], von denen Krishna und Rama am bekanntesten sind. Über die Identität des neunten Avatars herrscht Unklarheit. Meist wird hier Buddha angegeben, dessen Lehre die Dämonen in die Irre führen sollte. Andere benennen Balarama, den Bruder Krishnas.
******************************************

da ich es von einer krishnaseite habe und hier die Bhagavad Gita angegeben wird ...passt das schon .

es ist ein kommentar von Sri Chaitanya Mahaprabhu
Mahaprabhu erschien in dieser Welt am 18. Februar 1486, in Mayapur,
http://krishna.ch/gaura.html

also meines wissens ist der krishnaismus sehr wohl ein wichtiger bestandteil des hinduismus


Klassische Zeit

Das Ende der Upanishadenzeit wird oft als ein Einschnitt angesehen: Die Zeit davor wird in der Indologie gewöhnlich Brahmanismus genannt, und Hinduismus bezeichnet dann ausschließlich die nachfolgende Zeit. Seit 500 v.Chr. erfuhr der Hinduismus wahrscheinlich seine bis heute überlieferte wesentliche Ausgestaltung. Die Sprache der Überlieferung war Sanskrit, eine indogermanische Sprache, verwandt mit den europäischen Sprachen. Als Hauptgötter galten nun Brahma, Vishnu und Shiva und es wurden Tempel gebaut, Götterstatuen aufgestellt und viele Kult- und Weihehandlungen entstanden.

Krishna und Rama, nach Hinduglauben menschliche Verkörperungen des Gottes Vishnu, erscheinen in der epischen Literatur zwischen 200 v. Chr. und 400. Das Ramayana und das Mahabharata sind umfangreiche und noch heute vielgelesene Dichtungen dieser Periode. Der wichtigste Teil des Mahabharata ist das Lehrgedicht Bhagavad Gita. In diese Zeit fällt auch die Ausformung einer Vielzahl von Glaubensrichtungen, die einzelne Götter speziell verehren (beispielsweise Shaktismus, Shivaismus und Vishnuismus) sowie eine Kodifizierung der brahmanischen Lehre im Dharma Sutra und dem Dharma Shastra.

Seit dem 4. Jh. v.Chr. verloren die hinduistischen Religionen durch den Buddhismus zwar Anhänger, sie gingen jedoch nie ganz unter und wurden erst im 4. Jh. von den damaligen Königen wieder bevorzugt. Die darauf folgende Zeit von 400 bis 1000 ist durch die Puranas und eine Vielzahl historischer, mythologischer und lehrender Schriften charakterisiert. In diese Zeit fällt auch der Beginn tantrischer Traditionen.

Im 8. Jh. gründete der Philosoph Shankara die ersten hinduistischen Orden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hinduismus#Vedische_Zeit


grüße
tara

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

Minou - 12.10.2006, 23:09

Hallo!

Habt Ihr von Sai Baba gehört? Er sagt, dass er der Avatar für unsere
Zeit ist. Was meint Ihr dazu?

Liebe Grüße,
Minou

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

qilin - 13.10.2006, 06:04

Hallo Minou,

willkommen in der Oase ;) - ich denke, je genauer man schaut :lupe: desto mehr
Anwärter auf 'Avatar', 'Prophet', 'Stimme Gottes' o.ä. wird man finden - in jeder
Zeit - und in unserer Zeit von Massenmedien und Internet wird's immer leichter
(vgl. den 14jährigen 'wiedergeborenen Buddha' vor ein paar Monaten... :roll: -
noch vor 50 Jahren hätte man von dem bei uns nie was gehört...), und Sai Baba
ist doch primär mal schon die zweite Auflage, angeblich die Reinkarnation des
ersten Sai Baba vor 100 Jahren...

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

tara - 13.10.2006, 06:51

hallo ihr lieben :)

warum eigentlich nicht ?
mir fällt immer unangenehm auf , daß die religionsgründer , heiligen , propheten und sonstige "seltsame leute" immer nur vor mindestens 1000 jahren gelebt haben und die die heute von sich behaupten , söhne gottes , avatare , heilig , propheten oder sonstwas zu sein , als scharlatane abgetan werden !
vielleicht waren die damals genau solche scharlatane , aber nur weil sie im nebel der geschichte verschwunden sind werden ihre ansichten aufgewertet und man hat das gefühl , daß sie was besonderes waren.
würde heute einer daher kommen und auf der straße predigen und sich sohn gottes (egal welchen gott ) nennen , würde jeder den kopf schütteln , ihn für verrückt halten und gar nicht beachten .
würde er dann weiterschrein käme die polizei und er in eine irrenanstalt .:roll:

grüße
tara

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

qilin - 13.10.2006, 07:18

Liebe Tara,

ich würde denken, ganz unvernünftig ist es nicht, ein historisches Urteil erst aus historischer Perspektive abzugeben
und nicht Jeden, der unter dem Jerusalem-Syndrom leidet, gleich als neuen Propheten anzuerkennen. ;)
Es sind ja auch damals viele Propheten aufgetreten, und die meisten sind im Nebel der Geschichte verschwunden...

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

tara - 13.10.2006, 10:38

hallo qilin

ist historische perspektive nicht auch oft verfälschung (?) , weil diese menschen idealisiert werden , die übersetzungen ihrer schriften oft mangelhaft sind und ideen hineininterpretiert werden/wurden die im original gar nicht vorhanden waren .
von anhängern geschichten erfunden wurden die später durch nicht mehr nachprüfen können als "wahr" angesehen werden usw.
ich würde historische personen als noch bedenklicher ansehen als die momentan lebenden !
denn bei denen kann man beweisen , daß sie spinnen , bei leuten vor 2000 jahren nicht mehr .
ich glaub nämlich , daß JEDER spinnt der mit geschichten von göttern und visionen aufwartet und die noch zur wahrheit erklärt !
es sind subjektive psychische befindlichkeiten einzelner gehirne , aber nicht global wichtige/richtige tatsachen , das sollte schon klar sein .
aber dadurch , daß viele menschen ähnlich "spinnen" nimmt man an das solche zustände richtig u. wahr sind .dabei ist es blos eine geisteskrankheit die nur menschen befällt ;)

grüße
tara

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

Minou - 14.10.2006, 00:23

Hallo Quilin!

Ja, der erste Sai Baba war Sai Baba von Shirdi. Ehe er starb, sagte
er, dass er in acht Jahren wieder inkarnieren würde. Sathya Sai Baba
nun sagt, dass er diese Reinkarnation ist.

@alle:
es würde mich interessieren, ob sich jemand von Euch schon mal genauer
mit Sai Baba beschäftigt hat und was Ihr von ihm haltet.
Lieben Dank!
:hallo:

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

qilin - 14.10.2006, 08:59

Hallo Minou,

ja, es ist möglich, dass der erste Sai Baba das sagte, es ist auch möglich,
dass Sathya Sai Baba tatsächlich 8 Jahre später geboren wurde [obwohl
die amtlichen Unterlagen Anderes sagen] - es ist aber ebenso möglich,
dass die - z.T. recht heftige - Kritik recht hat...
Genauer beschäftigt habe ich mich mit ihm nicht, ich kenne allerdings ein
paar seiner Anhänger, und habe mich immer gewundert über deren Mangel
an Kritikfähigkeit. Näher auseinandergesetzt habe ich mich mit einigen
anderen Lehren auf dieser Liste - und den Mechanismus dahinter als
meistens weitgehend gleich gesehen... Selbst wenn der Anspruch des
Einen oder Anderen wahr sein sollte - was hätte das denn für praktische
Konsequenzen?

P.S. - an die Moderatoren: wäre es nicht sinnvoll, den thread zu splitten?
Sai Baba hat mit dem thread-Thema doch eindeutig nichts zu tun...

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

Minou - 14.10.2006, 15:51

Hallo Quilin!

Warum denn splitten? Es geht bei Sai Baba doch auch um Hinduismus
und Avatarschaft.

Dir vielen Dank für den Link! Sicher habe ich auch schon über die
Negativkritik gehört. Sai Baba selbst äußert sich nicht dazu.

Was es für Konsequenzen hätte, wenn er recht hat? Nun ja, er behauptet,
Gott auf Erden zu sein! Das hätte doch wohl Konsequenzen. Er sagt, dass
er das Goldene Zeitalter einleitet indem er die menschlichen Seelen
transformiert. Sein Ziel ist also offiziell der Weltfrieden. Er sagt weiters,
dass jede Religion der Weg zu Gott ist, dass man also seine Religion
nicht wechseln sollte. Sicher: seine Lehre passt nicht zu den adamitischen
Religionen...Andererseits ist sein Leitspruch "Es gibt nur eine Religion -
die Religion der Liebe" nicht so abwegig, oder?
Das mit der mangelnden Kritikfähigkeit seiner Anhänger habe ich auch
bemerkt, obwohl darunter sehr viele Akademiker, besonders Ärzte,
sind.
Das mit den sexuellen "Praktiken" hat man mir so erklärt: er verreibt
ein Öl oberhalb der Genitalien, das zur spirituellen Weiterentwicklung
helfen soll. Das soll eine Hindu-Praxis sein. Dies wird, besonders von Westlern, oft missverstanden.
Die Materialisationen kann ich nicht beurteilen. Er macht schon un-
glaubliche Sachen, die nicht erklärbar sind. Zwei Psychologen aus den
USA haben zwei Jahre bei ihm gelebt, um das zu prüfen. Ergebnis:
einige Dinge können keine Tricks sein, sind aber wissenschaftlich nicht
zu erklären.
Liebe Grüße,
Minou

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

qilin - 14.10.2006, 17:50

Hallo Minou!

Zitat: Es geht bei Sai Baba doch auch um Hinduismus und Avatarschaft.
- aber der thread heißt 'Buddha aus der Sicht des Hinduismus'...

Zitat: Was es für Konsequenzen hätte, wenn er recht hat? Nun ja, er behauptet,
Gott auf Erden zu sein! Das hätte doch wohl Konsequenzen. Er sagt, dass
er das Goldene Zeitalter einleitet indem er die menschlichen Seelen
transformiert. Sein Ziel ist also offiziell der Weltfrieden. Er sagt weiters,
dass jede Religion der Weg zu Gott ist, dass man also seine Religion
nicht wechseln sollte.
Genau das meinte ich - wenn man seine Religion nicht wechseln sollte, und seine
Lehre weitgehend mit den anderen übereinstimmt - was ist dann ihre eigentliche
Aussage - außer dass er eben Gott ist - was allen anderen Religionen ja ebenso
widerspricht wie anderen hinduistischen Sekten :?: Hätte übrigens Sai Baba I.
dasselbe in dieser Form behauptet, würde er wohl kaum als Sufi bezeichnet :?

Zitat: Das mit den sexuellen "Praktiken" hat man mir so erklärt: er verreibt
ein Öl oberhalb der Genitalien, das zur spirituellen Weiterentwicklung
helfen soll. Das soll eine Hindu-Praxis sein. Dies wird, besonders von
Westlern, oft missverstanden.
Scheint mir eher ein ziemlich hilfloser Rationalisierungsversuch von wohlmeinenden
devotees zu sein... Wenn er Gott ist - wozu braucht er dann ein Öl oberhalb der
Genitalien zu verreiben? Er kann's ja dort materialisieren... :roll: Worum's bei den
Kritiken geht, ist eindeutig sexueller Missbrauch - und Versuche, den zu vertuschen.
Wenn er sich darüber ausschweigt, macht man sich eben so seine Gedanken...

Zitat: Die Materialisationen kann ich nicht beurteilen. Er macht schon un-
glaubliche Sachen, die nicht erklärbar sind. Zwei Psychologen aus den
USA haben zwei Jahre bei ihm gelebt, um das zu prüfen. Ergebnis:
einige Dinge können keine Tricks sein, sind aber wissenschaftlich nicht
zu erklären.
Abgesehen davon, dass Psychologen auch nicht geeigneter sind als Physiker,
Theologen, Juristen etc., um 'Wunder' aufzudecken - woher stammt diese Info :?:

Re: Buddha aus der Sicht des Hinduismus

Minou - 16.10.2006, 00:25

Hallo Qilin,



Zitat: - aber der thread heißt 'Buddha aus der Sicht des Hinduismus'...



hast ja recht... :oops:
[/quote]
Genau das meinte ich - wenn man seine Religion nicht wechseln sollte, und seine
Lehre weitgehend mit den anderen übereinstimmt - was ist dann ihre eigentliche
Aussage - außer dass er eben Gott ist - was allen anderen Religionen ja ebenso
widerspricht wie anderen hinduistischen Sekten Hätte übrigens Sai Baba I.
dasselbe in dieser Form behauptet, würde er wohl kaum als Sufi bezeichnet

Zitat:

Dass ein Mensch auch Gott sein kann, widerspricht dem Christentum
aber nicht. Mit Shirdi Sai Baba hast Du natürlich recht.

Scheint mir eher ein ziemlich hilfloser Rationalisierungsversuch von wohlmeinenden
devotees zu sein... Wenn er Gott ist - wozu braucht er dann ein Öl oberhalb der
Genitalien zu verreiben? Er kann's ja dort materialisieren... Worum's bei den
Kritiken geht, ist eindeutig sexueller Missbrauch - und Versuche, den zu vertuschen.
Wenn er sich darüber ausschweigt, macht man sich eben so seine Gedanken...

Zitat:
Das Öl wird von ihm materialisiert ;) . Aber danke, ich kenne jetzt
Deine Meinung über ihn.
Dass er zu den Vorwürfen schweigt, kann auch bedeuten, dass er über
den Dingen steht...

Abgesehen davon, dass Psychologen auch nicht geeigneter sind als Physiker,
Theologen, Juristen etc., um 'Wunder' aufzudecken - woher stammt diese Info Zitat:

Diese Info stammt von den beiden Psychologen selbst; einer heißt -
glaube ich - Haraldson. Kann man im Internet nachlesen.
Er hat da Dinge gemacht, die er nicht vorbereiten konnte, da sie sich
aus dem Gespräch ergaben.
Die Vorwürfe zum sexuellen Missbrauch machen mir natürlich auch zu
schaffen. So viele Menschen können sich das nicht einfach ausdenken.
Die Sache gehört einfach untersucht. Aber das wird wahrscheinlich nicht
geschehen.
Lieben Gruß,
Minou

PS.: das mit den Zitaten klappt irgendwie nicht :( Tut mit leid!
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus diesem Forum
"Q" - (Buchempfehlung) - gepostet von kaeru am Mittwoch 10.05.2006
Internet - gepostet von Pichou am Samstag 12.08.2006
Göttlich = Gott????? - gepostet von samu am Mittwoch 02.08.2006
der heilige Gral - gepostet von tara am Dienstag 30.05.2006
Wir leben auf einer grossen Insel - gepostet von girl am Dienstag 08.05.2007
GEZ verlangt nun auch für das Handy Gebühren - gepostet von Aysha am Samstag 07.01.2006
Frage zur Flagge - gepostet von Aysha am Mittwoch 05.07.2006
Täscht - gepostet von Aysha am Dienstag 10.04.2007
Probleme beim e-mail addy ändern - gepostet von Aedin am Mittwoch 06.06.2007
Shabbat Shalom - gepostet von kaeru am Freitag 02.02.2007
Ähnliche Beiträge
Endlich klare Sicht bei Regen - kessi (Montag 02.10.2006)
Rotkäppchen aus der Sicht eines Programmierers - Anonymous (Freitag 31.03.2006)
Vorlesung "Nanostrukturen aus biologischer Sicht" - nellen (Mittwoch 09.05.2007)
vogelgrippe aus der sicht der hühner - yuichan (Samstag 25.11.2006)
der Hinduismus - tara (Freitag 03.12.2004)
Battlegrounds instabil ... Besserung in Sicht? - Orccon (Dienstag 12.12.2006)
little buddha - Holle (Dienstag 18.09.2007)
Die Schöpfungsgeschichte aus anderer Sicht - matibo (Sonntag 04.03.2007)
Pokalspiel aus Südwest-Sicht:) - bbking (Freitag 04.05.2007)
Die Sicht eines anderen - Benny (Sonntag 17.12.2006)