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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Mone - Caro Forum: Gestüt Birkenhof Forum Forenbeschreibung: Forum des Gestüt Birkenhof aus dem Unterforum: Berichte von Mone Antworten: 2 Forum gestartet am: Sonntag 30.07.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Turnier Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 6 Monaten, 15 Tagen, 8 Stunden, 43 Minuten
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Re: Turnier
Mone - 11.09.2006, 20:41Turnier
Als ich an diesem Morgen aufwachte, war ich total aufgeregt. „Heute werde ich mein erstes Turnier mit Gladur reiten“, dachte ich mir, während ich mich anzog. Zu diesem besonderen Anlass fuhren meine Eltern mich sogar auf den Hof. Damit ich Gladur richtig rausputzen konnte, fuhren wir schon früh los. Als wir auf dem Hof ankamen, lief ich sofort zu meinem Schatz Gladur. Freudig begrüßte er mich und blies mich freundlich an. Ich blies genauso freundlich zurück und strich ihm dann über seine schwarze Stirn, dann dachte ich mir nur: „Zum Glück bin ich so früh hierher gekommen, so dreckig wie Gladur war.“ Also holte ich schnell mein Putzzeug und machte mich an die Arbeit. Mit dem Striegel putzte ich den groben Dreck von seinem schwarzen Fell. Nach einiger Zeit war Gladur schon wieder fast sauber. Mit der Kardätsche strich ich die restlichen Haare und den Staub von Gladurs pechschwarzem Fell. Nun nahm ich die Wurzelbürste und säuberte auch seine Beine. Darauf nahm ich die Mähnenbürste und befreite die Langen Haare an den Beinen von Dreck und Stroh, es dauerte einige Zeit, bis an allen vier Beinen die Haare sauber und ordentlich durchgekämmt waren. Vor allem am linken Vorderbein, waren die Haare von Dreck verklebt, an diesem Bein putzte ich deshalb noch länger als an den anderen. Nun machte ich mich an die Arbeit den Schweif und die Mähne durchzukämmen. Die Mähne war ziemlich verknotet, sodass ich mindestens eine Viertelstunde an ihr herumbürsten musste. Nach einiger Zeit hing die wunderschön gelockte Mähne sauber und durchgekämmt herunter. Mit den Fingern strich ich über sein schwarzes, glänzendes Fell. Ich lobte ihn, dass er so lange brav stillgehalten hatte, bevor ich mich an seinen Schweif machte. Im Schweif hingen ein paar Strohhalme und er war etwas verwurstelt, jedoch nicht so schlimm wie die Mähne vorher. Ich nahm wieder den Mähnenkamm und nach längerer Anstrengung war der Schweif endlich genauso schön wie die Mähne. Ich ging wieder zu meinem Kasten in dem ich das Putzzeug aufbewahrte und holte den Hofkratzer heraus. Zuerst schrubbte ich den Dreck von den Hufen erst als diese komplett Dreckfrei waren stellte ich mich neben den linken Vorderhuf um ihn auszukratzen. Mit der Hand strich ich an Gladurs Bein herunter und sagte: „Gib Huf“ Brav reichte er seinen Huf. Ich brauchte etwas länger für diesen Huf, da ein Stein fest reingedrückt war, den ich herauszukratzen musste. Gladur dauerte es anscheinend zu lange und er versuchte zaghaft seinen Huf zu befreien, doch ich hielt ihn fest. Sonst hätte er gemerkt, dass er sich durchsetzten kann und er würde es wo möglich immer machen. Danach war er aber wieder ganz brav. Als der Stein endlich herausgekratzt war und die Hufe nun komplett sauber, machte ich mich daran die Anderen genauso sauber auszukratzen. Nach einiger Zeit waren nun auch alle anderen Hufen sauber. Nachdem ich den Hufkratzer wieder zu den anderen Putzsachen gelegt hatte stellte ich mich vor Gladur und strich ihm über die Stirn und dann über die samtweichen Nüstern. Zufrieden betrachtete ich meinen wunderschönen Gladur. Nun sattelte und zügelte ich ihn. Durch das Putzen war ich abgelenkt doch nun viel mir wieder ein, dass wir zusammen noch ein Turnier reiten würden. Jetzt war ich wieder aufgeregt und das merkte Gladur und er wurde auch etwas unruhig. Beruhigend strich ich ihm über seine Stirn bis runter zu seinen Nüstern und klopfte ihm den Hals. Darauf beruhigte er sich etwas und folgte mir brav. Ich führte ihn in die Halle um uns dort warm zureiten. In der Mitte gurtete ich nach und schaute noch einmal ob die Steigbügel passten, was eigentlich logisch war, denn der Sattel wurde ja nur von mir benutzt. Ich stieg auf und ritt im Schritt auf die linke Hand. Meine Nervosität übertrug sich wieder auf Gladur und ich musste ihn stark bremsen, sonst wäre er losgedüst wie eine Rakete um uns aus der „Gefahrenzone“ zu bringen. Doch eigentlich war ja nichts gefährlich, es war ja nur meine Nervosität, die Gladur spürte und deshalb möglichst schnell fliehen wollte allerdings mit mir, sonst hätte er mich einfach abgeschmissen. Da ich nun damit abgelenkt war Gladur unter Kontrolle zu halten, vergaß ich einfach aufgeregt zu sein und mit der Zeit beruhigte sich auch Gladur wieder. Nun waren wir wieder ein perfekt eingespieltes Team. Ich passte mich perfekt an seine Bewegungen an und er gehorchte ohne jeden Widerstand. Jetzt machte es mir auch wieder spaß und ich konzentrierte mich nur noch auf das Reiten um möglichst perfekt alle Figuren zu reiten. Als Gladur aufgewärmt war, zog ich schnell meine Jacke aus, die ich mir über die edlen Turnieranziehsachen gezogen hatte um sie nicht schmutzig zu machen. Dann kamen wir auch schon dran. Da ich wusste, dass Gladur meine Aufregung gleich wieder spüren würde, riss ich mich zusammen und bildete mir ein, dass die Leute die uns gespannt anstarrten einfach Kürbisse waren und die Richter normale Reitlehrer. Ich musste fast kichern bei dieser Vorstellung und Gladur merkte, diese Heiterkeit und machte auch freudig alles was ich ihm mit Zügeln, Schenkelhilfen und Gewichtsverlagerung befahl. Ich lenkte ihn in die Mitte, blieb stehen und grüßte die Richter. Ich ritt im Schritt auf die linke Hand und machte wie gefordert einfache Schlangenlinien an der langen Seite. Perfekt ritte ich die Ecke aus und bog ab um durch die ganze Bahn zu wechseln. Bis jetzt gehorchte Gladur perfekt und nicht nur das… er war sogar mit Freude dabei. Anscheinend gefiel es ihm im Mittelpunkt zu stehen und von allen bewundert zu werden. Deshalb gab ich die Trabhilfe ein oder zwei Schritte zu spät, doch wie als hätte Gladur meine Gedanken lesen können, trabte er genau im richtigen Zeitpunkt an. Ob das die Richter bemerkt hatten? Zu diesem Zeitpunkt war ich einfach nur begeistert von ihm. Diesmal passte ich auf, und bog ab um Schlangenlinien durch die ganze Bahn mit fünf Bögen zu machen. Ich war noch so in Gedanken bei den Schlangenlinien, dass ich vergaß ihn in die Ecke zu treiben, zum Glück kürzte er die Ecke jedoch nicht all zu schlimm ab. Ich ritt weiter und bog im richtigen Moment ab um durch die halbe Bahn zu wechseln. Diese Figur klappte ebenfalls perfekt. Darauf galoppierte ich an und ging bei A auf den Zirkel. Fast schon übertrieben elegant galoppierte Gladur dahin um für noch mehr Bewunderung zu sorgen. Dann parierte ich bei A wieder durch zum Schritt. Gladur schritt so elegant dahin, dass ich fast schon befürchtete er würde in den Spanischen Tritt wechseln. Bei F hielt ich ihn an und machte eine Vorhandwendung. Daraufhin trabte ich vom Stand aus an und machte eine Volte bei E auf der Mittellinie. Daraufhin hielt ich Gladur an und grüßte ab. Stolz und total glücklich darüber, dass es so gut lief, verließ ich den Platz. Ich lobte Gladur sehr ausgiebig, sprang ab und umarmte ihn. Gladur blieb brav stehen und schaute mich nach der Umarmung an. Ich strich ihm über den Kopf und lobte ihn nochmals ausgiebig. Und da kamen auch schon meine Eltern und nahmen mich in die Arme, sodass ich fast glaubte zu ersticken. Ich hörte von ihnen nur noch: „Das hast du toll gemacht!“ und „Super!“ und lauter Lob. Ich grinste einfach nur und sagte dann: „Eigentlich war Gladur der Jenige der euer ganzes Lob verdient hat. Da kamen auch andere Leute und sagten, dass Gladur ein wunderschönes Pferd ist und das wir das Turnier super geritten sind und noch lauter andere Sachen in dieser Form. Nachdem wir von Lob zugeschüttet worden waren und Gladur von einigen Kindern und Erwachsenen gestreichelt worden war. Führte ich ihn in die Halle, stieg noch mal auf und ritt mit langen Zügeln langsam durch die Bahn. Ich war so stolz auf Gladur. Zusammen waren wir einfach ein eingespieltes Team und durch diese elegante Aktion hatte ich mir schon etwas überlegt. Das nächste mal wenn ich auf den Hof kommen würde, würde ich nicht Dressurreiten, nein ich werde versuchen ihm ein paar Kunststücke beizubringen. Das würde bestimmt eine Menge spaß machen und außerdem wäre es mal eine Abwechslung. Dann dachte ich daran, welchen Platz wir wohl belegen würden. Alle sagten zwar, dass wir alles super gemacht hätten, aber schließlich hätten sie das ja auch nur aus Freundlichkeitsgründen getan. Na ja… Hauptsache ist ja das es einfach spaß gemacht hat. Im Nachhinein fand ich das Turnier nämlich richtig lustig. Wenn ich daran dachte, wie Gladur so übertrieben elegant gelaufen war, musste ich immer noch lachen. Nach einer Weile ritt ich in die Mitte und stieg ab. Ich sattelte ihn in seiner Box schnell ab und putzte ihn noch mal. Nachdem ich die Hufen ausgekratzt hatte, führte ich ihn mit seinem Halfter nach draußen durch die Menschenmenge und brachte ihn auf die Weide. Sobald ich das Halfter heruntergenommen hatte jagte Gladur über die Weide, als wollte er ein Rennen gewinnen. Dann parierte er in einen äußerst eleganten trab. Kopf und Schweif hoch erhoben trabte er über die ganze Hengstweide, als wollte er einen Schönheitswettbewerb gewinnen. Es war einfach zu komisch ihm zuzusehen. Nach einer Weile kam er zu mir und ich streichelte ihm den Kopf, lobte ihn und streifte ihm das Halfter wieder über, damit ich ihn auf den Springplatz führen konnte. Dort konnte er sich dann wälzen. Das tat er auch, nach dem ausgiebigen wälzen schüttelte er sich kräftig, sodass er fast wieder sauber war, den restlichen Dreck bürstete ich noch schnell herunter und während er dann in der Außenbox war, mistete ich noch schnell seine Box aus. Danach lief ich zu ihm nach draußen und bewunderte, während ich ihn streichelte, die grüne Landschaft. „Na hoffentlich haben wir einen guten platz belegt“, sagte ich zu ihm, „Aber das ist ja nicht so wichtig. Das Wichtigste ist, dass wir das Turnier gemeinsam geritten sind und das wir ein Team waren und sind“, sagte ich noch liebevoll, bevor ich ihm über den Kopf streichelte und ihm dann noch ein paar Leckerlis gab, zwar hatte er schon nach dem reiten Leckerlis bekommen, doch da er heute ja so besonders brav war, gab ich ihm halt noch einmal ein paar. Während ich ihn streichelte kamen meine Eltern in den Stall und sagten: „Bist du jetzt dann fertig? Wir müssen jetzt nämlich los.“ „Ist ja gut. Ich verabschiede mich nur noch von meinem süßen Champion“, mit diesen Worten wendete ich mich wieder meinem Schatz Gladur zu und streichelte ihn nochmals zum Abschied. Mit schwerem Herzen trennte ich mich dann von ihm und ging mit meinen Elter mit. Ich konnte es kaum erwarten endlich wieder zu meinem Schatz zu kommen, deshalb verging der Tag nur sehr langsam.
Re: Turnier
Caro - 12.09.2006, 10:34Geld
Hi Mone! Dein Bericht ist dir super gelungen! Und du hast sehr ausführlich erzählt! Ich bin mir sicher das du und Gladur einen guten Platz belegen werdet!Mach weiter so! Dafür bekommst du 430 HD!
Viele Grüße caro
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