Lager der Verletzten

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  • Forenbeschreibung: Der Fluch der Karibik dauert an
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    Re: Lager der Verletzten

    seagoddess - 11.09.2006, 13:25

    Lager der Verletzten
    Unweit des Feuers liegen und schlafen die Verletzten oder diejenigen, die noch nicht wieder ganz auf der Höhe sind...



    Re: Lager der Verletzten

    Roderick McQuinn - 13.09.2006, 11:27


    Roderick lächelte, als er Cats leise Erinnerung hörte und verschwand dann in die Dunkelheit.

    Ich schlafe nur wenig nachts. Ich schlafe generell wenig. Schlafen ist eine Vergeudung der Möglichkeit etwas zu erleben. Mann, der Spruch klingt gebildet.... das war ich nicht. Nein, im Ernst. Ich schlafe wenig und es stört mich auch nicht wirklich. Mal schauen, ob ich der Nacht bis zum Morgengrauen noch ein wenig Augenpflege abringen kann oder eher nicht.

    Roderick schritt an die Wasserkante heran, legte seine Stiefel ab und ließ die Wellen über seine Füße spülen, während er weiter in Richtung Verletztenlager schritt.

    There's a place
    Where the rocks of Caithness
    Lie beside the ocean

    Der Geistliche lächelte, während er der warmen Stimme lauschte, die von sehr fernen und vollkommen anderen Ländern und Inseln als denjenigen in der Karibik sprach.
    Er hatte nicht lange in seinem Dorf gelebt, aber er erinnerte sich dennoch an das Brechen der Wellen an der felsigen Steilküste und den steifen Wind, welcher von See her kam. Niemand, der auch nur einen Funken Bewusstsein für Umgebung entwickelt hatte und in Schottland aufwuchs, dort geboren war, konnte dieses Land nicht vermissen, wenn er es einmal verlassen hatte.

    On summer days, a waiting grave
    In the layers
    With the pains of generations gone before us

    Roderick litt nicht unter dem Umstand nun wo anders zu sein. Er war nur von dem natürlichen Heimweh des durchschnittlichen Schotten befallen, welches sich hervorragend abstellen ließ, wenn man etwas zu tun hatte.

    Er schritt also zu den Verletzten und begann dort die zerteilten Blätter mit Wasser aufzugießen, mit den wenigen, die wach waren leise zu sprechen und dafür zu sorgen, dass das Aroma des Tees in die Nasen der weniger Schlafenden glitt.

    Tee. Ein Stück Normalität im ganz alltäglichen Wahnsinn... Hab ich das gedacht?! Oh je... es geht zuende mit mir...

    Und er kümmerte sich weiter um die Verletzten.

    There's salt and spray
    On the beaches of the island that I came from

    A life begun, a chain undone
    And from the hollow mouths of grey
    It's the future and it's safe
    So let the children play

    Crucify, crucify
    'cause man rules the waves
    The rock, the road, the lanes
    And all the cities of the plains

    And we'll all be long blown rushes
    When all the world's a flame

    Move a mountain
    Fill the ground
    Take death on wheels
    Re-create the land

    [Move a mountain by Runrig, geändert]



    Re: Lager der Verletzten

    Roderick McQuinn - 14.09.2006, 00:33


    Langsam kehrte Ruhe ein. Selbst diejenigen, die noch eine Weile am Feuer gesessen hatten, zollten dem Tag Tribut und wickelten sich schließlich fest in das, was sie an Kleidung und Decken hatten.
    Roderick blieb alleine zurück und blickte leicht lächelnd über die schlafenden Menschen um sie herum. Es gab nichts ehrlicheres und damit auch nichts Schöneres für ihn als entspannte Züge schlafender Menschen und er achtete darauf sie nicht zu wecken, während er zwischen ihnen einherging und seine ganz eigene Art Kraft zu sammeln praktizierte.

    Schlaf bedeutete ihm nichts, brachte ihm nur Albträume und verzerrte Bilder, aber dies hier, die unberührte Schönheit von Schlaf und Milde bedeutete ihm alles.

    Hier kann ich sehen, dass wir letztendlich, wenn alle Masken von uns genommen sind, ursprünglich nichts anderes als schöne und unschuldige Geschöpfe sind. War das Dein Plan, als du uns erschufst? Und haben wir ihn durchkreuzt, als wir begannen uns selbst bewusst zu werden und die Möglichkeiten auszuloten, die Du uns gegeben hast? Hast Du Dich deshalb dazu entschieden, zu gehen? Weil wir nun einen eigenen Verstand hatten und Deinen nicht mehr brauchen?

    Roderick glitt vom Lager der Verletzten zu dem langsam herabbrennenden Feuer und lächelte ein wenig mehr. Die Crew wusste, dass er nachts selten schlief und darüber hinaus eine akzeptable Wache abgab.

    Aber sieh uns doch an. Wenn der Schlaf uns zeigt wie wir sind, siehst Du dann nicht, dass wir hin und wieder einen Verstand brauchen könnten, der uns hilft? Du kennst doch das Sprichwort einen Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen können... Ich glaube, dass es mit uns genauso ist... also wie wäre es wohl hin und wieder mit einer göttlichen Axt?

    Roderick glitt leise, nahezu unhörbar vom Feuer weg und auf das letzte Lager zu, wo Norrington, Cat und Sparrow still schlummerten.

    Du hörst mich nicht, oder? Ich kann noch so lange in diesen schönen, unschuldigen und unerreichbaren Himmel sehen... Du hörst mich nicht. Oder vielleicht tust Du es doch, aber zu einer Antwort, die ich wirklich verstehen würde, wirst Du Dich nicht herablassen, nicht wahr? Du machst es Deinen Leuten aber auch nicht wirklich einfach. Nicht wirklich.

    Sein Blick glitt über die entspannten Züge der drei unterschiedlichen Menschen und lächelnd flüsterte er: "Der Herr behüte Euch, auch wenn Er sonst nicht dazu neigt zu antworten. Ich weiß, Er ist da."

    Langsam wandte er sich ab und trat zur Wasserkante, blieb dort stehen und ließ seine Füße vom Wasser überspülen.

    Das ganze Leben ist eine Reise und wann sie zuende ist, das weiß keiner.

    Mit einem Lächeln lauschte Roderick dem Rauschen der Wellen und ließ zu, dass es sich mit warmen, freundlichen Stimmen seiner Erinnerung vermischte.


    Sraidean Na Roinn-Eorpa

    Chuir mi mo chul ri Lunnainn
    An samhradh air m'aodann
    'S mi air sraidean mor na Roinn-Eorpa
    'S mi le mo run, le m'anam, mo bhratach
    Mo ghrian mo ghealach ur
    'S sheas mi's na aiteachan a sheas m'athair
    'S ioma cogadh a tha ann airson saorsa
    Da fhicead bliadhna's an dileab air fhagail
    Briaran do linn's do sheorsa

    Baile beag anns a' Ghearmailt
    Gruagach cho boidheach
    Le suilean lan sonas is bron
    Thuirt i "am bheil fhios agaibh fhein, an t-sochair
    'tha agaibh Tha eallach eachraidh air mo ghuaillan cho trom"
    Chrath sinn lamhan, 's dh'fhalbh I a'seinn
    An dan tha dcmhainn, 's gach anam de dhaoine
    Dh'fhag mi i le blas beag de mo dhuthaich
    Dh'fhag i mi leis a chompanas ur

    Tha na brataich a'snamh
    An cuan de dhathan
    Do chanan binn an cluas na Roinn-Eorpa
    Tha na sraidean beo le cainnt's togair
    Sraidean am Babel ur
    'S thusa mo run, tha cothrom mad choinneamh
    Tha do chliu air 'dhol tarsainn an cuan
    Thusa tha meanbh, bi ladir, bi alainn
    Taisbean do chanan, bi buan

    --oOo--

    I have put London behind me
    The summer is on my face
    And I am on the big streets of Europe
    With my love, my flag
    My sun, and my new moon
    I stood in the places where my father had stood
    Many are the wars of freedom
    Forty years and the legacy is still with me
    The words of his kind and generation
    A small town in Germany
    A beautiful young girl
    Her eyes full of sorrow and joy
    She said "Are you aware of the privilege you enjoy
    The burden of history lies heavy on my shoulders"
    We shook hands, and she went on her way singing
    The song that is deep in the soul of all people
    I left her with a small part of my country
    She left me with the fellowship of a new age

    The flags are swimming
    In a sea of colour
    My language melodious in the ear of Europe
    The streets are alive with conversation and purpose
    Possibilities for a new Babel
    And you my love have opportunity before you
    Your renown has crossed the ocean
    You that are small, be strong, be beautiful
    Reveal your great language, be everlasting

    [Sraidean Na Roinn-Eorpa by Runrig]



    Re: Lager der Verletzten

    Nicolas de Lenfent - 17.09.2006, 15:59


    Trotz seiner Schmerzen musste Nicolas irgendwie eingeschlafen sein. Er wusste nicht wie lange er geschlafen hatte, aber die anderen Crewmitglieder um ihn herum schliefen noch immer, falls sie zwischendurch überhaupt wach waren. Nicki hatte nur noch verschwommen mitbekommen, dass Roderick zu ihnen kam, doch jetzt war er wieder verschwunden. Egal...
    Langsam versuchte er auf zu stehen. Diesesmal gelnag es ihm besser. Der Schmerz hatte tatsächlich etwas nachgelassen und seine Beine hatten sich dazu entschlossen ihn tragen zu wollen.
    Mit kleinen Schritten und großer Erleichterung machte sich Nicolas auf den Weg zum nicht zu weit entfernten Lagerfeuer, da er ein wenig fror.

    tbc: Lagerfeuer



    Re: Lager der Verletzten

    Catherine Stardust - 20.09.2006, 18:10


    pp: Strand & seichtes Gewässer (& Leanann)

    Cat nickte Leanann zu, ließ sich von ihm die Hand reichen, klopfte sich den Sand aus den Klamotten, und schritt dann neben ihm her in Richtung Verletztenlager.

    Dort angekommen ließ sie ihren Blick über die Männer schweifen.
    "Henry... Ethan... Jim... Charly... Seth..." Begann sie leise ihre Namen aufzuzählen, mehr für sich selbst, als für Leanann, aber trotzdem deutlich hörbar.

    Sie nickte wieder leicht, und bedeutete dem Schotten, dass er sich die Männer ansehen konnte, wenn er es wollte, bevor sie sich aufrichtete, und zum Lagerfeuer rübersah.
    "Roderick! Nathan! Egal wer! Könntet ihr mal schnell rüberkommen und uns helfen?" Sie lächelte zwar, aber dennoch war unmissverständlich dass es sich hierbei um einen Befehl handelte, der beachtet werden wollte.



    Re: Lager der Verletzten

    Leanann McLachann - 20.09.2006, 18:37


    pp: Seichtes Gewässer


    Leanann folgte Cat und lauschte ihr, während sie die Namen aufzählte. Auch wenn sie es nicht für ihn tat, versuchte er sich sie zu merken. Vorsichtig begann er sich die Männer anzusehen, befand, dass sie recht gut versorgt worden waren und ging im Kopf durch, was er in puncto Kräutern in seinem privaten Besitz hatte und welche im Allgemeinen auf der Insel zu finden waren.
    Seine Hände glitten vorsichtig über Verbände und Wunden, seine blauen Augen glitzerten voller Mitgefühl und das sanfte, aber kaum sichtbare Lächeln blieb auf den edlen Zügen. Es schien so, als ob Leas pure Anwesenheit sofort einen Teil des Schmerzes verschwinden ließ. Er suchte die am schwersten Verletzten aus und begann vorsichtig damit den ersten in die Richtung zu tragen, wo das neue Lager entstehen sollte. Selbstverständlich war der Mann irritiert ihn zu sehen, aber als er das Nicken des Captains gewahrte, ließ er sich helfen.

    Tbc: Waldrand und neues Lager der Verletzten



    Re: Lager der Verletzten

    James Norrington - 13.01.2007, 00:19


    pp: Strand

    Norrington folgte Jack in Richtung Verletztenlager, und gewahrte das rege Treiben dort.
    Ein ihm unbekannter Mann schien sich den Seefahrern angenommen zu haben - jedenfalls schien es so, denn der Mann schritt mit einem der Verletzen an ihnen vorbei, um ihn zu verlagern.
    James musterte ihn nur mit einem kurzen Blick - es war abzusehen, dass er später mehr Zeit haben würde, ihn genauer anzusehen - zunächst einmal waren die Männer und ihre Verletzungen wichtiger.

    In einiger Entfernung entdeckte er Cat, die einige Anweisungen an unversehrte Crewmitglieder erteilte, und dann selbst zupackte, und einem ihrer Männer unter die Arme griff, der sich nur schwer humpelnd fortbewegen konnte.
    Unwillkürlich musste der ehemalige Commodore an den Matrosen denken, der am Vortag sein Bein verloren hatte, und er entschied im Stillen, dass er später noch einmal nach ihm sehen würde - nach ihm, und den anderen dreien oder vieren, die sich noch im Rumpf des Schiffes unter Deck befanden.
    Er kniff die Augen ein wenig zusammen und glaubte in einigem Abstand auch die schlanke Gestalt des Priesters zu erkennen, war sich jedoch nicht sicher.
    Sparrow dagegen hatte nicht so viel Zeit damit vergeudet, die Gegend und die Anwesenden genauer zu betrachten, und war stattdessen auf einen der leichter Verletzten zugegangen und hatte ihm auf die Beine geholfen.
    James runzelte kurz die Stirn, entsann sich an den Grund dafür, dass er Jack hier her gefolgt hatte, und nickte schließlich leicht.
    Er wandte seine Aufmerksam nun auch mehr auf die Männer, die seiner Hilfe bedurften, und nahm sich eines fiebernden, bewusstlosen Matrosen an, der in der langsam wärmer werdenden karibischen Sonne zu verglühen drohte.
    Er hievte ihn auf seine Arme so gut er es vermochte, und machte sich daran, ihn in den Schatten zu bringen, was sich als gar nicht so einfach entpuppte.
    Mit fast einem doppelten an Gewicht versanken seine Stiefel nahezu mörderisch tief im Sand, und Norrington musste all seinen Gleichgewichtsinn einsetzen, um die Balance zu halten, und nicht zu stolpern.
    Darüber, wie Sparrow schwanken mochte, wollte er lieber gar nicht erst nachdenken....
    Unbeirrt kämpfte er sich durch den schlüpfrigen Sand immer weiter in Richtung Schatten - in Richtung Wald...!

    tbc: neues Lager der Verletzten.



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    Roderick McQuinn - gepostet von Roderick McQuinn am Sonntag 10.09.2006



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