Roderick McQuinn

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    Re: Roderick McQuinn

    Roderick McQuinn - 10.09.2006, 19:12

    Roderick McQuinn
    Seid gegrüßt,
    mein Name ist Roderick Michael Hieronymus McQuinn und ich bin Schotte.
    Geboren wurde ich in einem kleinen Dorf an der Küste. Dank einer hervorragenden Stimme jedoch wurde ich alsbald aus meiner gewohnten Umgebung gerissen und gelangte in einen katholischen Knabenchor, der meine Bestimmung weckte und bestärkte. Ich ging in eine Klosterschule, lernte und studierte Latein und Griechisch, sowie die Heilige Schrift und machte mich daran, ein Priester zu werden, so wie ich es beim ersten Hören der gregorianischen Gesänge des Chores mir gewünscht hatte.
    Was ich nicht wusste oder ahnen konnte, war, dass ganz andere Leidenschaften und scheinbar auch Affinitäten in mir ruhten, als ich annahm. Meine Fähigkeit zu lernen war geradezu unheimlich und so verschlang ich nicht nur religiöses Wissen, sondern auch allerlei anderes. Natürlich gibt es keine Magie, aber die Möglichkeit sich vorzustellen, dass man ebenso wie die Kräfte des Himmels die der Hölle anrufen konnte, schien mir zumindest nicht abwegig. Um mich dagegen zu rüsten und meinen mir selbst erwählten Weg als Kirchengelehrter zu folgen.

    Ich empfing die Weihen, das Gewand, das Wissen und den Status eines Priesters und war zufrieden damit. Zwar beschäftigte ich mich aus unerfindlichen Gründen immer noch weiter mit sehr dunklen Themen, doch gehörte das meiner Meinung nach zum Priestersein dazu. Als mir angeboten wurde in die Karibik zu reisen und dort so genannte Primitive zum wahren Glauben zu bekehren, kam mir nicht einmal ansatzweise in den Sinn, dass mein Kirchenvater meine abstrusen Ideen ein Dorn im Auge waren. Obwohl ich immer dem Herrn treu ergeben war, so konnte ich doch nicht verheimlichen, dass etwas anderes einen ebenso großen Anspruch auf mich geltend machen wollte, der sich in seltsamen Visionen und Albträumen niederschlug, aber dazu komme ich später noch einmal.
    Ich reiste also in die Karibik, um irgendwo in den dampfenden Dschungeln Menschen mit dunkler Hautfarbe davon zu überzeugen, dass mein Gott der einzig wahre sei.
    Würdet ihr mich kennen, würdet ihr wahrscheinlich vor mir wissen, dass das nicht hat funktionieren können. Ich diene zwar meinem Herrn, aber ich halte es für grundsätzlich falsch diesen Dienst in irgendeiner Weise erzwingen zu wollen. Von daher konnte mein Vorhaben also nur scheitern.
    Die Menschen der kleinen „zivilisierten“ Siedlung, von der aus ich meine Bekehrungsversuche startete, beobachteten mich mit zunehmenden Misstrauen, während ich statt Predigen versuchte Kontakt aufzunehmen. Es gelang mir, doch je mehr Vertrauen ich von den Eingeborenen erhielt, desto weniger bekam ich es von den Siedlungsbewohnern. Als mich eines Nachmittags eine meiner viel geliebten Visionen heimsuchte und ich mitten auf dem Markplatz schreiend zu Boden ging, war das Maß voll.

    Ohne Verfahren wurde ich zum Ketzer abgestempelt. Aber glaubt mir, ich kenne „meine“ Inquisition. Wäre sie hier gewesen, es wäre nicht anders ausgegangen. Ich sollte also auf dem Scheiterhaufen brennen. Ist es nicht faszinierend wie sich einige Traditionen hartnäckig halten können? Ich finde es faszinierend.
    Bevor ich jedoch mit Haut und Haaren verbrannte, kamen mir meine eingeborenen Freunde zur Hilfe und bewahrten mich vor einem allzu frühzeitigen Tod. Von ihnen lernte ich auch die Akzeptanz meiner seltsamen Heimsuchungen, die in ihren Augen keine waren, sondern lediglich einen Versuch darstellten mir etwas zu vermitteln, was anderen Menschen verborgen blieb.

    Nach einiger Zeit verließ ich den Stamm und machte mich zu neuen Gestaden auf. In einer kleinen Hafensiedlung schließlich schaffte ich es mich durch mein Wissen als eine Art Heiler und Schriftkundiger zu etablieren, doch wieder war es meine besondere Fähigkeit, die mich vorankommen ließ.
    Catherine Stardust gab dem kleinen Dorf die Ehre und als ich ihr riet noch eine Weile mit Auslaufen zu warten, weil ein Sturm aufziehen würde, lachte sie mich zuerst aus. Da sie aber nichts zu verlieren hatte, tat sie mir meinen spleenigen Gefallen und siehe da. Ich sollte Recht behalten.

    Seeleute sind solchen Dingen gegenüber meistens recht wenig aufgeschlossen, doch irgendetwas musst Catherine fasziniert haben und als ich sie fragte, ob sie mich zum nächsten Hafen mitnehmen würde, tat sie es.
    Das ist jetzt schon drei Jahre her und ich bin immer noch bei ihr. Die Dawn ist ein gutes Schiff mit vielen großartigen Menschen und man akzeptiert mich für die Persönlichkeit, die ich bin. Warum soll ich also wo anders hinwollen?

    Zu meiner Person gibt es ansonsten nicht viel zu sagen. Ich bin ungefähr 1, 80 m groß, schlank gebaut und weiß mich zu bewegen. Waffen rühre ich nur an, wenn ich andere verteidigen muss. Ansonsten bediene ich mich eines waffenlosen Kampfstils, der recht merkwürdig aussieht, aber von den Waldmenschen als effektiv angesehen wird. Ich habe schwarze Haare (na ja, bis auf diese blöde Strähne eben…) und dunkel erscheinende Augen, die bisweilen in der Sonne ihr wahres, nämlich sehr rötlich braunes Wesen offenbaren, beherrsche dank meiner Ausbildung alte Sprachen fließend, kann also lesen, schreiben, rechnen und allerlei andere Dinge und habe darüber hinaus Visionen. Ich sehe Dinge, die geschehen könnten, aber nicht müssen. Manchmal, wenn die Orte günstig oder in meinem Fall eher ungünstig sind, schaffen es fremde Stimmen sich Gehör bei mir zu verschaffen und ich lauschte schon der einen oder anderen schicksalhaften Geschichte, während alles schlief.
    Vielleicht bin ich einfach nur verrückt oder beginne es zu werden. Vielleicht haben aber auch die Eingeborenen Recht. Das vermag ich nicht zu entscheiden. Aber was ich weiß, ist, dass ich all das, was ich kann und bin, in den Dienst der Menschlichkeit stelle, denn nichts anderes war einst der Herr für mich und ist heute das, was ich noch habe.
    Ich habe zwar meinen Glauben an Gott irgendwann einmal verloren. Aber nicht den an die Menschen.



    Re: Roderick McQuinn

    James Norrington - 10.09.2006, 19:24


    Ah, endlich ein wenig Zivilisation in dieser Wüste von Piraterie....
    Und dann auch noch ein Mann Gottes... mir deucht, wir müssten uns nun weniger um unsere unsterblichen Seelen sorgen....!

    Wenngleich ich mir nicht sicher bin, ob es sich lohnt, an Gott zu glauben oder nicht... heiße ich Euch herzlich in der karibischen See willkommen.

    Es tut gut, Euch hier zu haben...

    In diesem Sinne seid Ihr von mir angenommen!



    Re: Roderick McQuinn

    seagoddess - 10.09.2006, 20:19


    Du glaubst nicht mehr an Gott, Menschenkind? Mhhhhhhh, nun, da ich eine Göttin bin, will ich das nicht persönlich nehmen und dich stattdessen herzlich in der Karibik willkommen heißen.

    Du bist angenommen.



    Re: Roderick McQuinn

    Anamaria - 11.09.2006, 14:07


    mir ist es gleich ob Ihr nun an Gott glaubt oder nicht.
    Jedoch ist es schön zu sehen, dass Ihr Euer Glauben in die Menschen noch nicht verloren habt! Das bringt Hoffnung und macht mutig. Und mutig muss man für dieses Abenteuer sein...

    Ihr seid angenommen!
    Willkommen in der Karibik, Mr. McQuinn.

    :krebs2:



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