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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Fishzwergl - naberrie - goldengel Forum: Fire of Indigo Forenbeschreibung: Das Forum von Swordfire und befreundeten Crews aus dem Unterforum: Gedichte Antworten: 3 Forum gestartet am: Samstag 02.09.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Nachdenkliches Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 5 Monaten, 18 Tagen, 6 Stunden, 45 Minuten
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Re: Nachdenkliches
Fishzwergl - 09.09.2006, 15:57Nachdenkliches
Über die Liebe
Nichts ist schöner und schlimmer zugleich als die Liebe. Wenn man jemanden liebt und diese Person das Gefühl erwiedert gibt es nichts schöneres. Man fühlt sich nirgends wohler als bei seinem Gefährten, fühlt sich nur dort vollkommen geborgen, beschützt und geliebt. Es gibt keinen Ort wo man lieber wäre. Dabei spielt es keine Rolle ob man auf einem Schloss lebt, oder auf der Straße betteln gehen muss um zu überleben. Das wichtigste ist zu wissen, dass da jemand ist, der mit einem alles teilt und sein Leben für einen geben würde. Dann interessiert die Umgebung nicht mehr. Man ist einfach glücklich, dass der andere für einen da ist, egal was geschehen mag. Aber Liebe macht einen auch verwundbar. Man ist seinem Partner schutzlos ausgeliefert, sobald er weiß, was man für ihn empfindet. Deshalb traut man sich oftmals nicht seine Gefühle zu offenbaren. Es ist die Angst verletzt zu werden und das Wissen, dass der den man liebt so ziemlich jede Macht über einen besitzt. Dieses völlige ausgeliefert sein benötigt eine Menge an Mut und eine schier unendliche Portion Vertrauen. Man muss sich sicher sein, dass der andere nicht einfach weggeht, einen grausam alleine lässt. Man könnte es nicht ertragen verlassen zu werden. Doch manchmal weiß man gar nichts davon eine Person zu lieben. Erst wenn es zu spät ist und der geliebte Mensch nicht mehr da ist, merkt man wie sehr man an ihm hing, wie viel er einem bedeutet und wie sehr man ihn liebt. Man will nicht mehr ohne ihn sein, hält die Trennung kaum aus, lässt sich von Liebeskummer treiben ohne Hoffnung auf Erlösung von seiner Qual. Doch auch wenn man seinen geliebten Menschen bei sich hat, kann es großen Kummer geben. Zum Teil reicht ein kleines, harmloses Gespräch mit einer fremden Person um die Eifersucht zu wecken. Trotz des grenzenlosen Vertrauens kommen einem Zweifel. Man möchte seinen Partner nur für sich haben, doch dies geht nun einmal nicht. Leider merkt man das nicht sofort und ist so blind vor Liebe, dass man seinen Partner in die Enge treibt, was kleine Reibereien und Streitigkeiten zur Folge hat. Was jedoch am schlimmsten ist, ist dass man jemanden liebt, dies aber nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Alleine mit seiner Liebe, die nicht erwidert wird, kann es zu Kurzschlussreaktionen kommen. Die Verzweiflung, die Einsamkeit, das Gefühl von niemandem geliebt oder auch nur beachtet zu werden, treibt einen Liebenden ohne Aussicht auf Erwiderung manchmal sogar in den Tod. Zu sehen wie der andere mit wem anderes zusammen ist, gibt einem den Rest. Doch wenn man es genau betrachtet, stellt man fest, dass diese Person es gar nicht wert ist, sich aus Liebe zu ihr umzubringen. Er einen mit Verachtung straft ist es wert sich deswegen das Leben zu nehmen. Genauso sind solche Leute die Tränen, die man um sie weint, nicht wert. Denn wenn man sich wirklich gefunden hat, will man seinen Partner nie wieder traurig sehen und wird somit zu verhindern suchen, dass er verletzt wird. Da man jedoch nicht alles Böses und Traurige von einem abhalten, ist man auf jeden Fall so schnell wie möglich zur Stelle, wenn man gebraucht wird. Doch seinen Partner zum Weinen bringen tut man nicht! Schließlich bringen einen Leute, die es wert wären wegen ihnen zu weinen gar nicht erst dazu, höchstens vor Freude. Man muss mit seiner Macht unbedingt behutsam umgehen, da man seine geliebte Person auch am tiefsten verletzen kann. Es ist nun einmal nicht so einfach wie es scheint. Denn wenn man glaubt mit seiner Liebe alle Probleme beseitigen zu können, wird man einen großen Reinfall erleben. Es wird nie eine Zeit ganz ohne Probleme geben. Das gibt es einfach nicht und damit müssen alle Menschen sich abfinden. Es ist ungerecht, aber leider die Wahrheit – Probleme wird es immer geben. Auch Liebende haben Streit. Doch dies ist normal und hält die Beziehung in Schwung. Letztendlich wäre es doch sehr schnell langweilig, wenn man immer perfekt harmonierte. Routine würde sich bald einstellen, die Unzufriedenheit wachsen und die Liebe sich vielleicht sogar zu Hass entwickeln. Da Hass und Liebe dicht beieinander liegen und beides sehr starke Gefühle sind, sollte Vorsicht geboten sein. Doch selbst falls dies passieren sollte, muss man versuchen, sich nicht gerade im Hass zu trennen. Man darf nicht vergessen, dass man diese Person einmal geliebt hat. Ganz zum Schluss sollte man sich an all die guten Zeiten erinnern, die schönen Tage und auch Nächte welche man zusammen verbracht hat. Es hat halt nicht sollen sein, also schaut man am besten nach vorn in die Zukunft und nicht zurück.
Re: Nachdenkliches
naberrie - 27.09.2006, 16:17
Da steckt sehr viel drin, was ich selbst schon erlebt und gefühlt habe :cry:
Sehr gut geschrieben mein Fishlein
Re: Nachdenkliches
goldengel - 09.10.2006, 12:02
hammer *gänsehaut hab*
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Familienbande... - gepostet von naberrie am Montag 09.10.2006
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