Gedichte

Maulwurf-Jagd-Forum
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    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 15:29

    Gedichte
    So... auch wenn ich gesagt hab ich weigere mich noch einen einzigen beitrag reinzustezen... is mir furzegal...
    so, hier mein gedichte thread.

    Ich mach den anfang...

    Die Straße meines Lebens wird zum WEg ohne Licht.
    Suche ich nach dem Sinn, doch erkenne ich ihn nicht.
    Aus der Ferne glimmt ein Läuchten, schwach, wie eine leichtes Glühen.
    auf der Haut spüre ich dunkle wolken aufziehen.
    Ein dunkler engel, wunderschön so klar wie das Meer, reicht mir die Hand zum Tanze, doch mein Leben bleibt leer.
    Ergebe ich mich der Versuchung dieser dunklen Gestalt? Was haber ich zu verlieren?
    Mir wird kalt.

    - Mein einsamer Narr, wurdest du oft verletzt?
    Von ewigen Träumen durchs Leben gehetzt?
    Leg deine hände auf meine Brust und erkenne die Wahrheit, dass du sie vergessen musst.

    Dunkle Schwingen tragen mich hinfort, wehren kann ich mich kaum.
    Schwindet die Erinnerung an den Engel, meinen traum.
    Vergebliche Liebesmüh´, hier endet sie.
    Dunkle Verführung - schwarze Harmonie.

    In den Fängen des Todes verschwimmt der Augenblick,
    schwindet die erinenerung an den engel, Stück für Stück.
    Die Tränen der Liebe verendene in der Nacht.
    dunkle Verführung - hast du mich umgebracht?



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 15:47


    Soo... und weil das mein thread ist mach ich gleich weiter...

    Du bist oft so still, völlig in dich gekehrt.
    Nein, du lächelst nie.
    Ich weiß nicht ob du nicht willst oder nicht kannst, doch bitte sag mir wie ich in deine Seele schaue kann und erfahre was du denkst,
    wenn du mir noch nicht mal ein kleines Lächeln schenkst.
    Ich weiß es fällt dir schwer deine Gedanken preis zugeben
    Doch willst du wirklich ganz allein mit deinen Ängsten leben?
    Deine Augen schreiben Bücher über Enttäuschung und Schmerz.
    Vertrau mir...
    Wenn du mich lässt find ich den Weg zu deinem Herzen

    Gib mir ein Zeichen, dass du mich verstehst, dass du nicht sinnlos deinen Träumen aus dem Wege gehst.
    Erzähl mir was ist, was du brauchst...
    Egal, ich stütze dich
    Komm in meine Arme, ich beschütze dich



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 16:02


    nein, ich bin noch nicht fertig...

    Meine Arme halten dich nicht mehr
    Verloren hab ich dich
    Ich glaubte an den Weg zu zweit
    doch belogen hab ich mich
    es wird dunkel in meiner Welt...

    Meine augen sehen dich nicht mehr
    blind bin ich schon längst
    Muss ich doch mitansehen
    was du an andere verschenkst
    Es wird dunkel in meiner Welt...

    Trauernd ziehen Zeiten an mir vorbei,
    hoffend darauf, dass wunden heilen,
    vergesse ich uns zwei
    Es wird einsam in meiner Welt...

    Vergeblich warte ich darauf,
    dass das Bild von dir vergeht
    Doch acuh nach achso vielen Stunden
    es immer noch vor mir steht
    Es wird schwarz in meiner Welt...

    In meiner Welt

    Gedanken an ein Leben,
    dass uns nicht vergönnt sein soll
    beschließe ich das Ende,
    so sterb ich gnadenvoll
    Es wird anders in meiner Welt...

    Ein letztes Mal auf Wiedersehen,
    eigentlich ein Abschiedskuss,
    weil ich nun endlich kehre
    der Weisheit letzter Schluss
    Es wird leerer in meiner Welt...

    Vergehn, verloren und verendet
    kein Weg führt mehr zurück
    Wenden wir uns ab von uns
    Entfernung - Stück für Stück
    aus unserer Welt, aus unserer Welt...
    Es wird kälter in meiner Welt...

    Geh ich noch nach vor in meiner Welt
    so wie du es wolltest, an Kummer zerschellt
    Es wir leerer in meiner Welt...

    War´s das was du wolltest,
    war´s das was du dekst?
    Dass du meine Seele tötest,
    mein Leben lenkst?
    Es wird kälter in meiner Welt...

    Ich kann nicht vergessen,
    ich kann dir nicht verzeihen.
    Ich kann dich nur lieben,
    vielleicht soll es so sein
    Ich werde sterben in meiner Welt...

    Auch wenn ich nun gehe,
    auch wenn ich nicht will,
    werd ich dich in mir bewahren.
    Ab jetzt wird es still - in meiner Welt...



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 16:09


    Kay... das ist etz nicht wirklich ein gedicht...vielleicht kennts einer von Euch:

    noch ein leben

    Ein kalter Schauer jagt
    mir durch die Haut
    aus dem Gedächtnis nie gelöscht.

    Warum in jener Nacht
    was hast du nur gedacht
    was hat die Zweifel weggewischt?
    Die Tiefe Traurigkeit in dir
    dafür fehlte das Gespür
    hab ich ganz anders als dein Lächeln
    im Trubel übersehn.

    "Drachen sollen fliegen" war dein Lieblingslied
    und in jener Nacht hast du es wahr gemacht
    und bist losgeflogen
    ganz ohne Flügel aus dem 13. Stock.

    Du hast dein Ende selbst gewählt
    hast dich mit leben so gequält
    doch war das fair? War das nicht feige?
    Du gibst keinem mehr 'ne Chance.

    Erst wenn dein letzter Vorhang fällt
    erst dann verliert die Welt
    den Mut für dich, ich wünsch' dir trotzdem
    alles Gute, da, wo du jetzt bist.

    Du warst für jeden Pfeil
    schutzloses Ziel
    für diese Welt zu viel Gefühl.

    Was war der letzte Tritt
    zum allerletzten Schritt
    hat dich der Todesrausch verführt?

    Daß du die Antwort schuldig bleibst
    und so die Trauer nie vertreibst
    ist rücksichtslos und tut genau den Falschen,
    die dich brauchten, weh.

    Zu spät, um dir zu zeigen, was du hier versäumst
    wie man hofft und träumt, kannst du dir denn
    verzeihn, ich wollte
    keine Drachen fallen, sondern steigen sehn.

    Du hast dein Ende selbst gewählt
    hast dich mit leben so gequält
    doch war das fair? War das nicht feige?
    Du gibst keinem mehr 'ne Chance.

    Erst wenn dein letzter Vorhang fällt
    erst dann verliert die Welt
    den Mut für dich, ich wünsch' dir trotzdem
    alles Gute, da, wo du jetzt bist.

    Ich wünsch' dir
    noch ein Leben mit einer fairen Chance.

    Ich wünsch' dir
    noch ein Leben
    doch du hast nur eine Chance.



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 16:14


    und weiter gehts...

    Die, die das Meer zur Farbe von Blei,
    Wälder zu Sand, Wind zu Staub,
    den Himmel zu Asche verbrannten
    Die Dämonenbraut, die ungebändigte,
    Adams erstes Weib, Lilith, die Sünderin.
    Der, dessen Glanz wie kein anderer den Himmel erhellt,
    wunderschöner Luzifer, der Abtrünnige.
    Jene, die wieder und wieder den Teufelskreis beschreiten
    Hörst du den Klagegesang der geflügelten Wesen, die hoch am Himmel sind, vom Herrn erschaffen, das letzte Gericht zu verkünden
    - weder Götter noch Menschen-
    ihr Name ist Engel.

    - Kaori Yuki



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 16:17


    Seht uns doch an,
    zusammengepfercht in diesem kleinen Land.
    Eingesperrt in die Normen der Erwachsenen, eingeteilt in Gewinner und Versager.
    Kontrolliert, abgefertigt und verpackt wie Brathähnchen.

    Nicht alle finden ein lebenswertes Ziel,
    die meisten erreichen es nie.
    Wir sind müde von Agnst und Schmerz,
    manche von uns wählen den Tod.
    Die Erwachsenen können uns nicht helfen.
    Irgendwie müssen wir doch leben!
    Wir laufen der angst davon, indem wir uns zu Tode amüsieren,
    weil wir wissen wie kalt die wirkliche Welt ist...

    - Kaori Yuki



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 16:19


    Mögen all deine
    Träume sich erfüllen, träumer;
    mögen sie dir stets
    Glück und Erkenntnis bringen.



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 16:21


    Hebt man den Blick, so sieht man keine Grenzen.

    -japanisches Sprichwort



    Re: Gedichte

    ZIB - 07.09.2006, 16:24

    Meine Gedichte
    Im Garten steht ein Reddich
    Feddich



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 16:38


    Es beginnt wo es endet - im Nichts
    Ein albtraum aus tiefsten Ängsten geboren, der über mich kommt,
    ohne dass ich mich wehren kann...
    Flüsternde Bilder, losgelöst von Zeit und Raum.
    Eine ungebundene Seele, von anderen berührt, aber nie gehalten.
    Auf einem, von einer unsichtbaren Hand vorgezeichneten Kurs.
    Die vor mir liegende Reise trete ich nur mit der wagen Hoffnung an, dass meine Vergangeheit auf mich zurückgeworfen wird, dass ich irgendwann das Ende erreicht habe und mich einer Wahrheit gegnüber sehe, die ich nicht länger leugnen kann.
    alleine, wie immer...



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 16:47


    Der Engel weisester und schönster, du hoch droben
    O du gestürzter Gott, der Anbetung enthoben
    Erbarme, Satan, dich auch meiner tiefen Qualen!
    O du des Abgrunds Herr, dem Unrecht einst geschah!
    Du stehst obgleich besiegt viel herrlicher nun da,
    Erbarme, Satan, dich auch meiner tiefen Qualen!
    Der du allwissend bist, in Nacht hinabgeborgen,
    Der Menschen Heiland, du Vertrauter ihrer Sorgen,
    Erbarme, Satan, dich auch meiner tiefen Qualen.
    Du Vater aller der, die Gottes Heiland prahlen,
    Mit der Vertreibung aus dem Paradies bezahlen,
    Erbarme, Satan, dich auch meiner tiefen Qualen.

    - Charles Baudelair, Satanslitanaien



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 07.09.2006, 18:19


    so... ich glaub des war´s erst mal...

    frei bahn für euch... achja: zib, es heißt:
    auf´m AGGER steht a reddich...feddich....



    Re: Gedichte

    ZIB - 08.09.2006, 13:12


    äh domi, warst du beim volleyballfeld als ich des lieblingsgedicht meines lehrers vorgetragen hab? Der reddich hats nur geändert als er es grandios aufm acker rübergebracht hat...


    und außerdem seh ich da viele mehrfachposts... aber ausnahmsweise lass ich des mal so stehn...



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 08.09.2006, 14:44


    wie meinst du merhfachposts? reinsetzen tu ich sie nur einmal...

    und das mitm reddich hab ich net mitbekommen... osrry... kannte nur die version mitm agger...
    egal etz...GEDICHTE!!! ich will gedichte sehen!!!



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 09.09.2006, 12:23


    Du sagst du liebst die Tiere und doch isst du sie.

    Du sagst du liebst die Blumen und doch pflückst du sie.

    Du sagst du liebst den Wind und doch schließt du das Fenster, wenn er weht.

    Darum hab ich Angst vor dem Tag, an dem du mir sagst, dass du mich liebst!



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 09.09.2006, 12:24


    Wenn ein Mensch mehrere Tränen
    weint-
    dann sehen es einige,
    aber niemand fragt nach dem Grund,
    weil alle denken:
    Ach die paar Tränen!
    Wenn ein Mensch viele Tränen weint,
    dann sehen es alle,
    aber wieder fragt niemand danach,
    weil jeder denkt, der andere macht das schon.
    Wenn ein Mensch tot ist,
    ertrunken in einem Meer voller Tränen,
    dann stehen alle an seinem Grab,
    mit Tränen im Gesicht
    und fragen sich warum?
    Gab es etwa Anzeichen?



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 09.09.2006, 12:25


    Versuche niemals
    alles zu verstehen
    manches wird nie recht viel Sinn machen.
    Sträube dich niemals deine Gefühle zu zeigen
    Wenn du glücklich bist, zeige es!
    Wenn du es nicht bist, finde dich damit ab!
    Scheue dich niemals davor, etwas zu verbessern-
    die Ergebnisse könnten dich überraschen.
    Lade dir niemals die Last der Welt auf deine Schultern,
    Lass dich niemals von der Zukunft einschüchtern
    Lebe einen Tag nach dem anderen.
    Fühle dich niemals der Vergangenheit schuldig-
    was geschehen ist, ist nicht mehr zu ändern.
    Lerne von den Fehlern, die du gemacht hast.
    Fühle dich niemals allein.
    Es gibt immer jemanden, der für dich da ist,
    an den du dich wenden kannst!
    Vergiss niemals, dass alles, was du dir nur
    vorstellen kannst, auch erreichbar ist.
    Stell dir das vor!
    Es ist nichts so schwer, wie es aussieht.
    Höre niemals auf zu lieben.
    Höre niemals auf zu glauben.
    Höre niemals auf zu träumen.
    (Laine Parsons)



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 09.09.2006, 12:26


    Der Tod hat keine Bedeutung-
    Ich bin nur nach nebenan gegangen.
    Ich bleibe wer ich bin, und auch ihr bleibt
    Dieselben zusammen.
    Was wir einander bedeuten, bleibt bestehen.
    Nennt mich bei meinem Namen.
    Hüllt euch nicht in Mäntel aus Schweigen und Kummer.
    Lacht wie immer über die kleinen Scherze, die wir teilten.
    Wenn ihr von mir sprecht tut es ohne Reue
    Und ohne jegliche Traurigkeit.
    Leben bedeutet immer nur Leben – es bleibt so bestehen -
    Immer – ohne Unterbrechung.
    Ihr seht mich nicht, aber in Gedanken bin ich bei euch -
    Irgendwo ganz in der Nähe – nur ein paar Straßen weiter.

    Henry Scott Holland



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 09.09.2006, 12:27


    Einmal wird es soweit sein,
    einmal werde ich Ruhe finden,
    einmal wird es plötzlich ganz still sein,
    einmal muss ich alles zurücklassen,
    einmal werde ich für immer gehen,
    einmal werde ich ankommen.

    Einmal werde ich keine Wahl haben.

    Ich werde nicht reagieren können,
    ich kann mich nur gehen lassen,
    ich kann nur mitgehen,
    ich kann es nur geschehen lasse,
    ich kann mir den Zeitpunkt auch nicht aussuchen.

    Was wird geschehen?

    Was wird mich erwarten?

    Schmerzen?

    Angst?

    Oder Dunkelheit?



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 09.09.2006, 12:28


    Mädchen oder Junge

    Als Mädchen wusste ich genau,
    will nie werden eine Frau!

    Jungen durften Fußball spielen,
    ich mit Kleidern herum stolzieren.

    Jungen konnten beim Pinkeln stehen,
    ich musste in die Hocke gehen.

    Als dann die Jungen wurden reifer,
    suchten sie Bräute voller Eifer.

    Ich dagegen wurde aufgeklärt,
    bei einem Kuss, man sich vermehrt.

    Ein Junge, das steht außer Frage,
    er bekam nie seine Tage.

    Doch als die Pubertät einsetzte,
    mich dies fürchterlich entsetzte.

    Akne bei Jungs ist widerlich,
    auch die Stimme veränderte sich.

    Überall waren sie behaart,
    im Gesicht, wuchs ein hässlicher Bart.

    Schließlich kam ich zu dem Entschluss,
    ein Mann zu werden, bringt Verdruss.

    Ist mein Dasein auch mal grau,
    ich bin doch lieber ein Frau!



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 09.09.2006, 12:32


    Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht,
    Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein,
    Den Sterblichen, ewig dem Tod verfallen, neun,
    Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron
    Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.
    Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden,
    Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden
    Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.


    Des musste etz sein^^ :D



    Re: Gedichte

    ZIB - 09.09.2006, 13:30


    Ich muss hier mal dazusagen, das hier ist der einzige thread, in dem doppelposts erlaubt sind...

    DEFINITION DOPPELPOST
    Zwei Beiträge hintereinander zu einem Thema innerhalb von 24 Stunden zu schreiben



    Re: Gedichte

    GanRalf - 09.09.2006, 18:09

    Is wohl auch besser so
    Is wohl auch besser so....

    .... stellt euch mal vor, wir würden die gesamten Beiträge von der Domi hier am Anfang des Threads zusammenfassen.... des wäre dann lang.... 8)


    @Minzi: Was sollte denn die Aktion, den "Herrn der Ringe" reinzuzietieren???



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 12:52

    Ich mach auch mal mit
    Also ich mach dann auch mal mit!

    (Ich kann ja nicht der Domi und der Minzi kampflos das Feld überlassen)

    Allen, die die folgenden Zeilen kennen, sei folgendes gesagt: Ich hab sie inhaltlich nicht verändert, sondern nur teilweise ins Hochdeutsche verändert (der Berliner Dialekt ist eben schwer zu lesen).


    Danach
    (Kurt Tucholsky)

    Es wird nach einem Happy End
    im Film gewöhnlich abgeblend't.
    Man sieht bloß noch wie ihre Lippen
    den Helden seinen Schnurrbart stippen.
    Da hat sie nun den Gentlemen.
    Na,und denn ?

    Dann gehn die beiden brav ins Bett
    Naja.....das ist ja auch ganz nett.
    Aber manchmal möcht' man doch gern wissen:
    Was tun sie, wenn sie sich nicht küssen?
    Die könn' ja doch nicht immer penn' .....!
    Na, und denn ?

    Dann säuselt im Kamin der Wind.
    Dann kricht das junge Paar 'n Kind.
    Dann kocht sie Milch. Die Milch läuft über.
    Dann macht er Krach. Dann weint sie drüber.
    Dann wolln sich beide gänzlich trenn' .....
    Na, und denn ?

    Dann ist das Kind nicht auf dem Damm.
    Dann blei'm die beiden doch zusamm'.
    Dann quäl'n sie sich noch manche Jahre.
    Er will noch was mit blonde Haare:
    vorn doof und hinten minorenn' ....
    Na, und denn ?

    Dann sind sie alt.
    Der Sohn haut ab.
    Der Olle macht nun auch bald schlapp.
    Vergessen Kuß und Schnurrbartzeit -
    Ach, Menschenskind, wie liegt das weit!
    Wie der noch scharf auf Muttern war,
    das is schon beinah' nicht mehr wahr!

    Der olle Mann denkt so zurück:
    was hat er nun von seinem Glück?
    Die Ehe war zum größten Teile
    verbrühte Milch und Langeweile.
    Und darum wird beim Happy End
    im Film gewöhnlich abgeblend't.


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 13:19

    Trost
    Trost

    Tröste dich, die Stunden eilen,
    Und was all dich drücken mag,
    Auch die schlimmste kann nicht weilen,
    Und es kommt ein andrer Tag.

    In dem ew'gen Kommen, Schwinden,
    Wie der Schmerz liegt auch das Glück,
    Und auch heitre Bilder finden
    Ihren Weg zu dir zurück.

    Harre, hoffe. Nicht vergebens
    zählest du der Stunden Schlag:
    Wechsel ist das Los des Lebens,
    Und - es kommt ein andrer Tag.

    Theodor Fontane


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 13:35

    Vom Baum des Lebens
    Vom Baum des Lebens fällt
    Mir Blatt um Blatt,
    O taumelbunte Welt wie machst du satt,
    Wie machst Du satt und müd,
    Wie machst Du trunken!
    Was heut noch glüht,
    Ist bald versunken.

    Hermann Hesse


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 13:40

    Nicht alle Schmerzen sind heilbar
    Nicht alle Schmerzen sind heilbar

    Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen
    Sich tiefer und tiefer ins Herz hinein,
    Und während Tage und Jahre verstreichen,
    Werden sie Stein.

    Du sprichst und lachst, wie wenn nichts wäre,
    Sie scheinen zerronnen wie Schaum.
    Doch du spürst ihre lastende Schwere
    Bis in den Traum.

    Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Helle,
    Die Welt wird ein Blütenmeer.
    Aber in meinem Herzen ist eine Stelle,
    Da blüht nichts mehr.

    Ricarda Huch


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 13:44

    Erkenne dich selbst
    Erkenne dich selbst

    "Erkenne Dich selbst" bedeutet nicht:
    "Beobachte Dich".
    "Beobachte Dich" ist das Wort der Schlange.
    Es bedeutet:
    "Mache Dich zum Herrn Deiner Handlungen".
    Nun bist Du es aber schon,
    bist Herr Deiner Handlungen.
    Das Wort bedeutet also:
    "Verkenne Dich!"
    "Zerstöre Dich!"
    also etwas Böses und nur wenn man sich sehr tief hinabbeugt,
    hört man auch sein Gutes, welches lautet:
    "um Dich zu dem zu machen, der Du bist."

    Franz Kafka


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 13:47

    Die Entwicklung der Menschheit
    Die Entwicklung der Menschheit

    Einst haben die Kerls auf den Bäumen gehockt,
    behaart und mit böser Visage.
    Dann hat man sie aus dem Urwald gelockt
    und die Welt asphaltiert und aufgestockt,
    bis zur dreißigsten Etage.

    Da saßen sie nun, den Flöhen entflohn,
    in zentralgeheizten Räumen.
    Da sitzen sie nun am Telefon.
    Und es herrscht noch genau derselbe Ton
    wie seinerzeit auf den Bäumen.

    Sie hören weit. Sie sehen fern.
    Sie sind mit dem Weltall in Fühlung.
    Sie putzen die Zähne. Sie atmen modern.
    Die Erde ist ein gebildeter Stern
    mit sehr viel Wasserspülung.

    Sie schießen die Briefschaften durch ein Rohr.
    Sie jagen und züchten Mikroben.
    Sie versehn die Natur mit allem Komfort.
    Sie fliegen steil in den Himmel empor
    und bleiben zwei Wochen oben.

    Was ihre Verdauung übrigläßt,
    das verarbeiten sie zu Watte.
    Sie spalten Atome. Sie heilen Inzest.
    Und sie stellen durch Stiluntersuchungen fest,
    daß Cäsar Plattfüße hatte.

    So haben sie mit dem Kopf und dem Mund
    Den Fortschritt der Menschheit geschaffen.
    Doch davon mal abgesehen und
    bei Lichte betrachtet sind sie im Grund
    noch immer die alten Affen.

    Erich Kästner


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 13:49

    Spruch in der Silvesternacht
    Spruch in der Silvesternacht

    Man soll das Jahr nicht mit Programmen
    beladen wie ein krankes Pferd.
    Wenn man es allzu sehr beschwert,
    bricht es zu guter Letzt zusammen.

    Je üppiger die Pläne blühen,
    um so verzwickter wird die Tat.
    Man nimmt sich vor, sich zu bemühen,
    und schließlich hat man den Salat!

    Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
    Es nützt nichts, und es schadet bloß,
    sich tausend Dinge vorzunehmen.
    Lasst das Programm! Und bessert euch drauflos!

    Erich Kästner


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 13:54

    Vornehme Leute, 1.200 Meter hoch
    Vornehme Leute, 1.200 Meter hoch

    Sie sitzen in den Grandhotels.
    Ringsrum sind Eis und Schnee.
    Ringsrum sind Berg und Wald und Fels.
    Sie sitzen in den Grandhotels
    und trinken immer Tee.

    Sie haben ihren Smoking an.
    Im Walde klirrt der Frost.
    Ein kleines Reh hüpft durch den Tann.
    Sie haben ihren Smoking an
    und lauern auf die Post.

    Sie tanzen Blues im Blauen Saal,
    wobei es draußen schneit.
    Es blitzt und donnert manches Mal.
    Sie tanzen Blues im Blauen Saal
    und haben keine Zeit.

    Sie schwärmen sehr für die Natur
    und heben den Verkehr.
    Sie schwärmen sehr für die Natur
    und kennen die Umgebung nur
    von Ansichtskarten her.

    Sie sitzen in den Grandhotels
    und sprechen viel von Sport.
    Und einmal treten sie, im Pelz,
    sogar vors Tor der Grandhotels -
    und fahren wieder fort.

    Erich Kästner


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 14:02

    Die andere Möglichkeit
    Die andere Möglichkeit

    Wenn wir den Krieg gewonnen hätten,
    mit Wogenprall und Sturmgebraus,
    dann wäre Deutschland nicht zu retten
    und gliche einem Irrenhaus

    Man würde uns nach Noten zähmen
    wie einen wilden Völkerstamm.
    Wir sprängen, wenn Sergeanten kämen,
    vom Trottoir und stünden stramm.

    Wenn wir den Krieg gewonnen hätten,
    dann wären wir ein stolzer Staat.
    Und pressten noch in unsern Betten
    die Hände an die Hosennaht.

    Die Frauen müssten Kinder werfen,
    Ein Kind im Jahre. Oder Haft.
    Der Staat braucht Kinder als Konserven.
    Und Blut schmeckt ihm wie Himbeersaft.

    Wenn wir den Krieg gewonnen hätten,
    dann wär der Himmel national.
    Die Pfarrer trügen Epauletten.
    Und Gott wär deutscher General.

    Die Grenze wär ein Schützengraben.
    Der Mond wär ein Gefreitenknopf.
    Wir würden einen Kaiser haben
    und einen Helm statt einem Kopf.

    Wenn wir den Krieg gewonnen hätten,
    dann wäre jedermann Soldat.
    Ein Volk der Laffen und Lafetten!
    Und ringsherum wär Stacheldraht!

    Dann würde auf Befehl geboren.
    Weil Menschen ziemlich billig sind.
    Und weil man mit Kanonenrohren
    allein die Kriege nicht gewinnt.

    Dann läge die Vernunft in Ketten.
    Und stünde stündlich vor Gericht.
    Und Kriege gäb's wie Operetten.
    Wenn wir den Krieg gewonnen hätten -
    zum Glück gewannen wir ihn nicht!

    Erich Kästner


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 14:06

    Glück
    Glück

    Das Glück ist ein Traum in der Nacht
    Und eine Illusion am Tag
    Es ist eine Gedanke voll Hoffnung
    Und ein Wunsch des Herzens,
    Der nach Erfüllung verlangt.
    Doch wie oft tritt das Gegenteil der Erfüllung ein.
    Es ist ein Gesang, der an unser Ohr tönt,
    Ohne das unser Herz ihn versteht.

    Khalil el Khatib


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 14:11

    Der Werwolf
    Zur Abwechslung mal wieder was witziges:

    Der Werwolf

    Ein Werwolf eines Nachts entwich
    von Weib und Kind und sich begab
    an eines Dorfschullehrers Grab
    und bat ihn: Bitte, beuge mich!

    Der Dorfschulmeister stieg hinauf
    auf seines Blechschilds Messingknauf
    und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
    geduldig kreuzte vor dem Toten:

    "Der Werwolf" - sprach der gute Mann,
    "des Weswolfs, Genitiv sodann,
    dem Wemwolf, Dativ, wie man's nennt,
    den Wenwolf, - damit hat's ein End."

    Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
    er rollte seine Augenbälle.
    Indessen, bat er, füge doch
    zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!

    Der Dorfschulmeister aber musste
    gestehn, dass er von ihr nichts wusste,
    Zwar Wölfe gäb's in grosser Schar,
    doch "Wer" gäb's nur im Sigular.

    Der Wolf erhob sich tränenblind -
    er hatte ja doch Weib und Kind!!
    Doch da er kein Gelehrter eben,
    so schied er dankend und ergeben.

    Christian Morgenstern


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 14:18

    Der Panther
    Der Panther

    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, dass er nichts mehr hält.
    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein grosser Wille steht.

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille -
    und hört im Herzen auf zu sein.

    Rainer Maria Rilke


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 14:29

    Einen Freund musst du suchen wie nichts auf der Welt
    Einen Freund mußt du suchen wie nichts auf der Welt

    Jemand, der da ist, geht's dir einmal nicht gut,
    und der, was er kann, für dich dann auch tut,
    der Zeit für dich hat, viel Zeit jederzeit,
    und zu dir steht in Freud und in Leid,

    der gern mit dir froh ist, der gern mit dir lacht,
    der Spaß versteht und Gaudi mitmacht.
    Und selbst, wenn alles um dich herum fällt,
    dich nicht ausläßt und jetzt erst recht zu dir hält,

    jemand, der da ist, wie es auch steht,
    durch dick und durch dünn für dich geht,
    ein Mensch, auf den man todsicher baut,
    vor dem man denken darf, sogar laut.

    Wenn du so jemand kennst, paß auf immerdar,
    denn das ist ein Freund, und Freunde sind rar.
    Freunde kannst du nicht kaufen für noch so viel Geld,
    einen Freund mußt du suchen wie nichts auf der Welt.

    Helmut Zöpfl


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 14:35

    Der Löwe und die Maus
    Der Löwe und die Maus

    Bei eines Löwen grauser Mörderpfote
    Kroch eine Maus, nicht ahnend die Gefahr,
    Ans Tageslicht, bedeckt mit Schlamm und Kothe.
    Erstaunt, daß eine Maus die Erde nur gebar,
    Fragt sie der Löw': "Sollt' ich zum Mittagsmahl dich speisen?
    Nein, armes Tier! Zu mager und zu klein
    Bist du; kaum würdest du dem Magen fühlbar sein.
    Das Leben schenk ich dir. Frei magst du weiter reisen!
    Die Katze nur führt mit den Mäusen Krieg;
    Zu niedrig ist dem Löwen so ein Sieg."

    Die Maus geht weg, von Dankbarkeit durchdrungen.
    Verloren, wie ein weises Sprüchwort spricht,
    Ist oft schon hier die kleinste Wohltat nicht.
    Sie zu erwiedern war auch uns'rer Maus gelungen.
    "Was sagst du, Dichter?" fällt mir hier ein Leser ein;
    "Kann eine Maus wohl auch dem Löwen nützlich sein?
    Was unwahrscheinlich ist, sind doch nicht immer Lügen;
    Der Wahrheit Lichtglanz strahlt oft aus der Fabel Zügen;

    Beweis davon soll dieser Vorfall sein.
    Der Löw' verirrte sich in einen düstern Hain,
    Und plötzlich war er in ein Garn, mit Laub bedeckt, gefallen.
    Von seinem Klaggebrüll ließ er die Flur erschallen;
    Die Maus war in der Näh und eilt auf das Geschrei,
    Der Wohltat eingedenk, gleich zu dem Netz herbei.

    Gefangen sieht sie da der Tiere König liegen;
    Den Waldbewohnern macht sein tiefer Fall Vergnügen.
    Was tat die kleine Maus? Sie fängt mit scharfem Zahn
    Die Stricke wacker zu benagen an.
    Ein Knoten reißt entzwei; der Löw' mit Kopf und Pfote
    Dringt durch, entflieht dem Tod, der in der Näh ihm drohte.

    Verachte Niemand, er sei noch so schwach und klein;
    Im Notfall kann er einst als Freund dir nützlich sein.

    Anonym


    ...



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 10.09.2006, 14:49


    auch nicht unbedingt ein gedicht... etz müsste das doch langsam mal jemand erkennen...

    Dunkel war der Tunnel, eng, voll blanker Angst
    Nerven am zerfetzen, innerlich verkrampft
    Die Hoffnung fast verloren und doch blieb stets dieses Licht
    Ganz weit zwar nur am ende des Tunnels fest in Sicht
    Nie geahnte, neue Kräfte frei gesetzt
    Gespürt dass nichts - rein gar nichts den Willen dir ersetzt
    Hart gestrampelt, dem hellen ende nah
    Plötzlich alles richtig, plötzlich alles klar
    Ich hab geweint vor Glück, geweint vor Glück
    Alle Dämme brachen, trotzdem blieb die Katastrophe aus
    Ich hab geweint vor Glück, geweint vor Glück
    Hab mich höchstens meiner Tränen stolz geschämt
    Ich hab geweint vor Glück
    Mit dm Schicksal gehadert und alle Welt verflucht
    Im Meer aus Selbstmitleid ertränkt und so mein Heil gesucht
    Zweifelsmarterpfeile quer durch Herz und Hirn
    Verbissen gegn angekämpft, so gut es eben ging
    Lenken lernt nur wer genügend übt
    Jede Menge Fehler, bis nichts die Richtung trübt
    Bin angekommen, sei´s auch nur am ersten Ziel
    Alles ist jetzt richtig und gewonnen ist schon viel
    Ich hab geweint vor Glück, geweint vor Glück...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 14:59

    Ist ja ok, Domi
    Ist ja ok, Domi

    Ja, ich erkenne es!!!!

    (PUR - Geweint vor Glück)

    Und auch das andere, bei dem du gemeint hast, vielleicht erkennt es jemand (Seite 1 Post 4)

    (ebenfalls PUR - Noch ein Leben)

    Tja,
    ich bin eben gut (hab schließlich auch die Signatur von der Bille erkannt (Phantom der Oper) - erkennt eigentlich jemand meine (aktuelle) Signatur?)

    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 15:19

    Grabschrift
    Grabschrift

    Als Knabe verschlossen und trutzig,
    Als Jüngling anmaßlich und stutzig,
    Als Mann zu Thaten willig,
    Als Greis leichtsinnig und grillig! –
    Auf deinem Grabstein wird man lesen:
    Das ist fürwahr ein Mensch gewesen!

    J.W.v.Goethe


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 10.09.2006, 15:25

    Lauf der Welt
    Lauf der Welt

    Als ich ein junger Geselle war,
    Lustig und guter Dinge,
    Da hielten die Maler offenbar
    Mein Gesicht für viel zu geringe;
    Dafür war mir manch schönes Kind
    Dazumal von Herzen treu gesinnt.

    Nun ich hier als Altmeister sitz',
    Rufen sie mich aus auf Straßen und Gassen,
    Zu haben bin ich, wie der alte Fritz,
    Auf Pfeifenköpfen und Tassen.
    Doch die schönen Kinder, die bleiben fern;
    O Traum der Jugend! o goldner Stern!

    J.W.v.Goethe


    ...



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 10.09.2006, 15:30


    An Luna

    Schwester von dem ersten Licht
    Bild der Zärtlichkeit und Trauer
    Nebel schwimmt mit Silberschauer
    um dein reizendes Gesicht
    Deines leisen Fußes lauf
    Weckt aus tagverschlossenen Höhlen
    Traurig abgeschiedene Seelen
    Mich und nächt´ge Vögel auf

    Forschend übersieht dein Blick
    Eine großgemessene Weite
    Hebe mich an deine Seite!
    Gib der Schwärmerei dies Glück;
    Und in wollustvoller Ruh
    Säh der weitverschlagene Ritter
    Durch das gläserne Gegitter
    Seines Mädchens Nächten zu

    Des Beschauens holdes Glück
    Mildert solcher Ferne Qualen,
    Und ich sammle deine Strahlen,
    Und ich schärfe meinen Blick;
    Hell und heller wird es schon
    Um die unverhüllten Glieder,
    Und nun zieht es mich hiernieder,
    Wie dich einst Endymion.

    - goethe



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 10.09.2006, 15:32


    Halt finden heißt Lebn
    Doch der Weg zum festen Halt kann Mühevoll sein, steinig

    Wer dennoch Wurzeln schlägt setzt ein Zeichen:
    Er gibt nicht auf, resigniert nicht angesichts der harten Realität unserer Welt. Im Lebenskampf hat er Halt gefunden, mehr noch: Er wird gehalten.



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 10.09.2006, 15:36


    Träume bedeuten vielleicht ein hartes Stück Arbeit.
    WEnn wir versuchen dem auszuweichen können wir den Grund warum wir zu träumen begannen aus den Augen verlieren; und am Ende merken wir, dass der Traum gar nicht mehr uns gehört.
    Wenn wir einfachder WEisheit unseres Herzens folgen, wird die Zeit vielleicht dafür sorgen, dass wir unsere Bestimmung erfüllen;
    Denk daran: Gerade wenn du schon fast aufgeben willst, gerade wenn du glaubst, dass das Leben zu hart mit dir umspringt, denk daran wer du bist.
    Denk an deinen Traum



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 10.09.2006, 15:42


    Weißt du, Mädchen besitzen weiße Flügel.
    Damit beschützen sie ihre Liebsten.
    Mit diesen Schwingen werde ich dich schützend umhüllen.



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 10.09.2006, 16:01


    Komm süßer Tod

    I know, I know I've let you down
    I've been a fool to myself
    Neon I thought I could
    live for no one else
    But not through all the hurt and pain
    Genesis Its time for me to respect
    the ones you love
    mean more than anything
    Evangelion So with sadness in my heart
    I feel the best thing I could do
    Komm is end it all
    and leave forever
    whats done is done, it feels so bad
    er what once was happy now is sad
    I'll never love again
    Tod my world is ending

    I wish that I could turn back time
    Songtexte cos now the guilt is all mine
    cant live without the trust from the ones you love.
    Songtext I know we can't forget the past
    you cant forget love and pride
    Lyrics because of that its killing me inside

    It all returns to nothing, it all comes
    Lyric tumbling down, tumbling down,
    tumbling down,
    it all returns to nothing, I just keep
    Liedertexte letting me down, letting me down,
    letting me down,
    in my heart of hearts,
    Liedertext I know that I called never love again
    I've lost everything
    Alle everything
    that matters to me,
    matter in this world

    I wish that I could turn back time
    Neon cos now all the guilt is mine
    cant live without
    the trust from those you love
    Genesis I know we can't forget the past
    you can't forget love and pride
    Evangelion because of that, its killing me inside

    It all returns to nothing, it all comes
    Komm tumbling down, tumbling down,
    tumbling down
    it all returns to nothing, I just keep
    er letting me down, letting me down,
    letting me down
    It all returns to nothing, it all comes
    Tod tumbling down, tumbling down,
    tumbling down
    it all returns to nothing, I just keep
    Songtexte letting me down, letting me down,
    letting me down

    -aus NGE



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 10.09.2006, 16:05


    Ich kann nicht mehr sehen
    trau nicht mehr meinen Augen.
    Kann kaum noch glauben
    Gefhle haben sich gedreht.
    Ich bin viel zu trge
    um aufzugeben.
    Es wr auch zu früh
    weil immer was geht.

    Wir waren verschworen
    wren freinander gestorben
    haben den Regen gebogen
    und Vertrauen geliehen.
    Wir haben versucht
    auf der Schussfahrt zu wenden
    nichts war zu spät
    aber vieles zu früh

    Wir haben uns geschoben
    durch alle Gezeiten
    haben uns verzettelt
    und verzweifelt geliebt.
    Wir haben die Wahrheit
    so gut es ging verlogen
    es war ein Stück vom Himmel,
    dass es dich gibt

    Du hast den Raum
    mit Sonne geflutet
    hast jeden Verdruß
    ins Gegenteil verkehrt.
    nordisch nobel,
    deine sanftmtige Güte
    dein unbndiger Stolz
    das Leben ist nicht fair.

    Den Film getanzt
    in einem silbernen Raum
    am goldnen Balkon
    die Unendlichkeit bestaunt
    wahllos versunken, trunken
    und alles war erlaubt
    zusammen im Zeitraffer,
    Mittsommernachtstraum.

    Du hast den Raum
    mit Sonne geflutet
    hast jeden Verdruss
    ins Gegenteil verkehrt
    nordisch nobel,
    deine sanftmtige Gte
    dein unbndiger Stolz
    das Leben ist nicht fair

    Dein sicherer Gang
    deine wahren Gedichte.
    Deine heitere Würde
    dein unerschtterliches Geschick
    Du hast der Fgung
    deine Stirn geboten
    hast ihn nie verraten
    deinen Plan vom Glück,
    deinen Plan vom Glück.

    Ich gehe nicht weg
    hab meine Frist verlängert
    neue Zeitreise
    auf eine Welt
    habe dich sicher
    in meiner Seele
    ich trag dich bei mir
    bis der Vorhang fällt,
    ich trag dich bei mir
    bis der Vorhang fällt.



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 10.09.2006, 16:16


    Vollkommene Leere, zurück bleibt der Schmerz
    Ein tiefer Schmerz, stechend wie ein Messer in meinem Herzen
    Mein Leben ist wertlos...
    Was nützt es, wenn ich von einem Haufen Scheiße in den nächstgrößeren trete?
    Es wiederholt sich immer und immer wieder
    Ein Teufelskreis den zu durchbrechen ich nicht in der Lage bin
    Und so friste ich mein Leben hin bis zum bitteren Ende...



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 10.09.2006, 17:57


    Dich so loszulassen,
    dass du die Fehler machen kannst die du machen willst,
    dass du mich ablehnen kannst,
    dass du neue WErte finden kannst,
    dass du deine Meinung ändern kannst,
    wenn ich dich gerade verstanden habe,
    dass du dir zuviel Sorgen machen kannst;
    Dich so loszulassen,
    das muss ich lernen.

    Ich muss dich ziehen lassen in ein unbehütetes Leben,
    in ein einsames Leben,
    in Dein Leben,
    getragen von deinen Entscheidungen,
    denn ich kann nicht dein Vormund sein,
    ich kann nicht über dich bestimmen,
    auch nicht in kleinigkeiten,
    ich muss lernen dich loszulassen,
    so einfach...
    und doch so schwer!



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 10.09.2006, 18:00


    Wenn der Schmerz so sehr beißt,
    dass du glaubst dein Herz zerreißt,
    denk daran, ich bin immer für dich da
    und in Gedanken sind wir uns nah.
    Weine nicht mehr, es wird vergehen!
    Denn wir werden uns wiedersehen!
    Lache nur noch einmal und strahle wie das Sternenlicht,
    denn jeder weiß:
    Engel weinen nicht!



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 10.09.2006, 18:05


    Freundschaft bedeutet,
    einander blind vertrauen zu können.
    Freundschaft bedeutet,
    für den anderen da zu sein.
    Freundschaft heißt,
    in schwierigen Zeiten eine helfende Hand zu reichen.
    Freundschaft heißt,
    ehrlich miteinander zu sein.

    Wahre Freundschaft ist nicht oft zu finden!
    Und ich bin sehr froh, dass ich dich gefunden habe!



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 10.09.2006, 18:09


    Meine Freundschaft zu dir bedeutet für dich,
    dass du mir blind vertrauen kannst.
    Du kannst mir mit geschlossenen Augen folgen.
    Du kannst dich bei mir fallen lassen.
    So sein, wie du bist, ohne darauf zu achten,
    ob es richtig oder falsch ist, was du sagst.
    Du weißt, dass ich immer für dich da sein werde.
    Ich habe immer ein offenes Ohr für dich.
    Ich bin immer ehrlich zu dir.
    Meinem Urteil kannst du trauen.
    Ich habe großes Glück, dein Freund zu sein,
    denn ich weiß, dass du immer für mich da sein wirst!



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 10.09.2006, 18:12


    Niemand anderer zu sein,
    als man selbst,
    in einer Welt,
    die es Tag und Nacht darauf anlegt,
    dich so zu formen,
    dass du wie alle anderen wirst,
    heißt,
    den schwersten Kampf auszufechten,
    den ein Mensch kämpfen kann,
    und nie mit dem kämpfen aufzuhören!



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 10.09.2006, 18:34


    Die Liebe teilt sich ganz still und schweigend mit,
    durch einfaches Beistehen
    und durch Dableiben in der Treue.
    Langemut in der Liebe bedeutet,
    dass ein Mensch bei einem anderen lange ausharren kann,
    bis zum Tod.
    dass er diesen anderen ertägt,
    aber nicht in gleichgültiger Nachlässigkeit,
    sondern in schöpferischer Treue.

    Der Mut,
    durch eine gelebte Gegenwart zu beweisen,
    der andere könne in allen Situationen des Lebens damit rechnen,
    dass wir bei ihm bleiben...
    Was wir am Ende unseres Lebens in den Händen halten,
    das sind nicht unsere Leistungen und Begabungen...
    Was unsere wirkliche, ewig dauernde Existenz aufbaut,
    ist das Ertragen der Last der Liebe,
    sonst nichts.

    Nur wer ich sagen kann,
    kann auch Du sagen.
    Nur wer Nein sagen kann, wenn es notwendig ist,
    kann auch Ja sagen,gültig und für immer.
    Nur wer unbeirrbar ist in seiner Liebe,
    kann Treue halten und bei dem andern bleiben,
    was auch kommt.
    Unglück, Krankheit und Sorgen,
    Leiblosigkeit und täglicher Verschleiß,
    Verrat des anderen und die Unsicherheit des eigenen Herzens.
    Doch wer zu Hingabe bereit ist,
    ganz selbstlos,
    kann gültig sagen:
    Ich liebe Dich!



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 10.09.2006, 18:41


    Wir leben fort in allen Dingen,
    Und alle Dinge leben in uns.
    Wir weihen unser Wissen der Welt
    Und leben im Hier und Jetzt.



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 11.09.2006, 13:06


    Wenn ich wüsste,
    dass es das letzte Mal ist,
    dass ich dich einschlafen sehe,
    würde ich dich besser zudecken
    und zu Gott beten, er möge deine Seele beschützen.

    Wenn ich wüsste,
    dass es das letzte Mal ist,
    dass ich dich zur Tür rausgehen sehe,
    würde ich dich umarmen und küssen
    und dich für einen weiteren Kuss zurückrufen.

    Wenn ich wüsste,
    dass es das letzte Mal ist,
    dass ich deine Stimme höre,
    ich würde jede Geste und jedes Wort auf Video aufzeichnen,
    damit ich sie Tag für Tag wiedersehen könnte.

    Wenn ich wüsste,
    dass es das letzte Mal ist,
    dass ich einen Moment innehalten kann
    um zu sagen: „Ich liebe Dich!“,
    als anstatt davon auszugehen,
    dass du es weißt,
    dann würde ich es noch mal sagen.

    Wenn ich wüsste,
    dass es das letzte Mal ist,
    dass ich da sein kann um den Tag mit dir zu teilen,
    weil ich sicher bin, dass es noch so manchen Tag geben wird,
    sodass ich diesen einen verstreichen lassen kann,
    dann würde ich diesen Tag mit dir verbringen.

    Es gibt sicherlich immer ein „morgen“
    Um einen Irrtum zu begehen
    Und wir erhalten immer eine zweite Chance
    Um einfach alles in Ordnung zu bringen.

    Es wird immer einen andern Tag geben
    Um zu sagen: „Ich liebe Dich!“
    Und es gibt eine weitere Chance um zu sagen: „Kann ich etwas für dich tun?“

    Aber nur für den Fall, dass ich falsch liegen sollte,
    und es bleibt nur der heutige Tag,
    möchte ich dir sagen, wie sehr ich dich liebe.
    Und ich hoffe, dass wir nie vergessen:
    Das „Morgen“ ist niemandem versprochen,
    weder Jung noch Alt
    und heute könnte die letzte Chance sein, die du hast,
    um deine Lieben festzuhalten.

    Also wenn du auf Morgen wartest,
    wieso tust du´s nicht heute?
    Falls das „Morgen“ niemals kommt,
    wirst du bereuen,
    dass du dir keine Zeit genommen hast,
    für ein Lächeln, eine Umarmung oder einen Kuss,
    und du zu beschäftigt warst,
    um jemanden etwas zu zu gestehen,
    was sich im Nachhinein als sein letzter Wunsch herausstellte.

    Halte deine Lieben heute ganz fest
    Und flüstere ihnen ins Ohr,
    sag ihnen wie sehr du sie liebst
    und dass du sie immer lieben wirst.

    Nimm dir die Zeit zu sagen:
    „Es tut mir Leid.“
    „Bitte verzeih mir.“
    „Danke“ oder
    „ Ist in Ordnung“
    und wenn es kein „Morgen“ gibt,
    musst du den heutigen Tag nicht bereuen.


    Das ist ein Kettenbrief, der seit dem 11.September.2001 nicht mehr unterbrochen wurde^^ tjaja...



    Re: Gedichte

    Chota - 11.09.2006, 14:27


    Nun bist du geborgen
    Die Nacht ist halb verweht
    Denn ich will dich bewahren
    Vor Ängsten und Gefahren
    Folg mir in den Morgen
    Ein neuer Tag beginnt
    Und ich will für dich da sein
    Dich führen und dir nah sein

    Schaff ich´s wieder, ohne Angst zu leben
    Führe mich aus meiner Einsamkeit
    Gib mir Wärme, um mir Mut zu geben
    Und versprich, dass ich dich nie verlier
    Mehr will ich nicht von dir

    Lass das Jahr vorbei sein
    Schenk mir dein Vertrauen
    Hier wird niemand dich finden
    Die Träume werden schwinden

    Lass mich wieder frei sein
    Beschütz mich vor dem Grauen
    Nur du kannst mich bewahren
    Vor Ängsten und Gefahren

    Ich will dir helfen, ohne Angst zu leben
    Ich führ dich aus deiner Einsamkeit
    Meine Liebe wird dir Wärme geben
    Liebst du mich, dann geh den Weg mit mir
    Mehr will ich nicht von dir

    Gib mir Liebe, um mir Mut zu geben
    Bleibt es dunkel, dann bleib´ hier bei mir
    Gib mir Liebe
    Teil mit mir mein Leben
    Bleib für immer bei mir
    Ich bleib bei dir
    Liebe, mehr will ich nicht von dir

    Dann geh den Weg mit mir
    Liebe, mehr will ich nicht von dir



    Re: Gedichte

    GanRalf - 11.09.2006, 16:47

    Das war peinlich
    Oje, Chota...
    das war jetzt aber peinlich!!!!

    Für alle, die es nicht gemerkt haben:
    Das Gedicht von Chota (vorheriger Beitrag) stimmt mit der Signatur überein!!!

    Was ist das, Bille? Die Reaktion darauf, dass ich gesagt habe, ich würde diese Signatur erkennen??? Musstest du da gleich den ganzen Liedtext reinschreiben???

    Außerdem: Eine Kleinigkeit, die in deinem Beitrag nicht rauskommt (und die dem Liedtext etwas von seiner Logik nimmt) - Es handelt sich hierbei um EIN DUETT !!!

    ...



    Re: Gedichte

    ZIB - 11.09.2006, 17:20


    im haus ist ne maus
    aus



    Re: Gedichte

    GanRalf - 11.09.2006, 22:41

    Schon wieder so ein peinlicher Beitrag
    Schon wieder so ein peinlicher Beitrag

    (Wir reden hier von "Gedichten" und nicht "Reimen")



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 12.09.2006, 18:39


    Aber ehrlich Zib...schändest hier meinen schönen thread... *g*



    Re: Gedichte

    ZIB - 12.09.2006, 18:43


    ich kenn doch keine gedichte außer denen...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 13.09.2006, 07:45

    Auch wenn ich mich wiederhole
    Auch wenn ich mich wiederhole:

    Das sind KEINE Gedichte - das sind NUR Reime



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 13.09.2006, 16:54


    allerdings.... heir zum beispiel kommt wieder eins:

    Was ist mir dies Leben wert?
    Sagen kann ich: nicht viel
    Sorgen und Kummer an meiner Seele zerrt.
    Für dich ist das alles nur ein Spiel.

    Dass ich daran zerbreche
    Scheint dich nicht zu interessieren
    Messer lass ich in mein Herzen stechen
    Und langsam fang ich an zu frieren

    Der Schmerz, der tiefe Schmerz
    Tausend kleine Scherben
    Zerbrochen ist mein Herz
    Ich werde an dir sterben



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 13.09.2006, 16:58


    hast du mich vergessen?
    oder denkst du manchmal an mich?
    jetzt, in diesem moment, fühl nich mich verlassen
    Denn ich denke an dich

    Das Gefühl der Verzweiflung
    Ein gebrochenes Herz
    Wo bleibt die Rettung
    Aus diesem Schmerz?

    Meine Augen, sie brennen
    Ich weine Tränen von Blut
    All meine Träume sind zerbrochen
    Mir bleibt nicht einmal Mut

    All jene Hoffnung ist nun verloren
    Gehören wirst du mir nie
    Warum lies ich mein Lachen zerstören
    Aus meinem Leben will ich fliehen

    Die Liebe ist grausam
    Fast wie ein Schicksalsschlag
    So gottverdammt einsam
    Wann kommt Hilfe, an welchem Tag?

    Und dort stehst du, siehst in meine augen
    Ich wie ein trotziges Kind
    In meinem herrlichen Glauben
    Du seist blind



    Re: Gedichte

    DarkGirl - 17.09.2006, 18:08


    a paar, meiner meinung nach, schöne gedichte:

    Sanft halte ich Dich in meinem Arm
    das Atmen fällt Dir so schwer,
    und Deine schönen blauen Augen
    sehen den Himmel nicht mehr.
    Schlaf ruhig ein ich halte Dich
    ganz sanft meine Stimme erklingt,
    bevor sie leise Tränenerstickt
    das Lieblingslied für Dich singt.
    Ein letzter kleiner Atemzug
    und Du verlässt diese Welt,
    erloschen ist Dein Lebenslicht
    mein Arm Dich immer noch hält.
    Die Tränen rinnen mir übers Gesicht
    der Schmerz reißt das Herz entzwei,
    doch eines weiß ich ganz genau
    wir sehen uns wieder wir zwei.

    Eine kleine heiße Träne rollt langsam über mein Gesicht, fällt runter auf den kalten Boden nur Du, Du siehst sie nicht. Weißt Du wie viele Tränen ich in der Nacht geweint, wenn tief in meinem Herzen die Sehsucht uns vereint. Ich höre Deine Worte als ob es Gestern war, Du sprachst von großer Liebe doch was ist davon wahr. So wird sie weiter fließen bis alles in mir leer, und ich dann eines Tages hab keine Tränen mehr.

    ich schaue voller Sehnsucht hinauf zu den Sternen, alles würde ich geben um glücklich zu werden. Doch Du bist gegangen ich weiß nicht wohin, spürst Du denn nicht wie unglücklich ich bin. Nun sitze ich einsam hier am weißen Strand, mit Augen voller Tränenblicke ich über das Land. Wo sind unsere Träume vom Leben zu zweit, vorbei die große Liebe nur noch Vergangenheit. Die Tränen sie fließen nichts hält sie zurück, der Wind flüstert leise leb wohl Du mein Glück..

    Hass und Lüge
    Ich schaue hoch zum Himmel wo hell ein Stern erblinkt, Tränen die lautlos fließen
    Schmerz in die Seele eindringt. Gefühle muss man verdrängen Liebe gibt es nicht mehr, die Welt voller Hass und Lügen mein Herz es ist so schwer. Warum kann ich nicht fliehen in eine Welt voller Glück, ich sehne mich nach Liebe doch es gibt kein zurück. Verlassen von den Freunden kein Arm der mich umschlingt, so werde ich weiter wandern kein Licht mehr zu mir dringt. Der Glaube ist verloren die Hoffnung ist vorbei, die Zuversicht vergangen ich bleibe für immer allein. :cry:



    Re: Gedichte

    GanRalf - 18.09.2006, 12:48

    Wer soll denn das lesen???
    Wer soll denn das lesen, Moni???

    Fließtext bei Gedichten.... da blickt doch kein Mensch durch



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 18.09.2006, 20:59


    Also ich kann sowas lesen!!!



    Re: Gedichte

    DarkGirl - 21.09.2006, 14:36


    naja steht ja eigenlich nirgends, dass ich net so schreiben darf...^^ tja ja...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 21.09.2006, 15:03

    Hab ich auch nicht behauptet
    Ich hab ja nicht gesagt, dass du so nicht schreiben DARFST!!!

    Ich sag nur, dass es schwer zu lesen ist!!!



    Re: Gedichte

    DarkGirl - 21.09.2006, 18:58


    hm.... *kiss* hdl linda



    Re: Gedichte

    GanRalf - 22.09.2006, 10:26

    WOW
    WOW

    Was für ein "Gedichte"-Beitrag

    8) 8) 8)



    Re: Gedichte

    DarkGirl - 22.09.2006, 17:13


    tja ja schön wars hier, drum geh ich jetzt und hol mir a bier.... ^^ (besser?)



    Re: Gedichte

    GanRalf - 22.09.2006, 18:48

    Da kannst auch gleich....
    Da kannst du auch gleich "Gustav" auf "Gasthof" reimen!!!!

    (Sorry wegen dem Vergleich - stammt aus "ALF")



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 22.09.2006, 21:08


    ich dachte hier gehts um texte und zitate? und nicht um wirres schreibermaterial?! höhö...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 26.09.2006, 09:33

    Also HIER...
    Also HIER geht's in erster Linie mal um GEDICHTE...


    Viel Spaß damit weiterhin...



    Re: Gedichte

    DarkGirl - 27.09.2006, 19:10

    ok
    dann hal a paar gedichte, die ich schön find...:

    Ich schrei deinen Namen ganz weit raus
    ins Meer der Gefühle
    die überschattet sind mit Trauer und Wut
    Weiß nicht mehr wo ich bin
    denn Du bist nicht mehr da!
    Meine Tränen reichen nicht aus um Dich
    ein letztes mal zu sehen
    Dich von der Fahrt ab zu halten!
    Ich hab Dich für immer verloren

    Werde Dich nie vergessen!


    Es ist vorbei

    Weite Augen ohne Glanz,
    kalte Tränen ohne Salz,
    Hoffnung hat sein Gesicht verloren,
    niemand steht dir bei,
    deine Hand baumelt allein
    neben deinem Strick,
    ein Fluß der Tränen
    windet sich auf deinem Bauch,
    Wellen der Erinnerungen
    tauchen auf in deiner Brust,
    spiegeln den Verlust der Gedanken,
    verlieren das Feuer der Sinnlichkeit



    Sieh mich an was!
    Was siehst du?
    Ein hübsches, nettes, fröhliches Mädchen?
    Dann sieh genauer hin, hinter die teueren Klamotten
    und die schmicke.
    Was siehst du jetzt?
    Ein trauiges, kleines, kaputtes Mädchen.
    Und jetzt schau noch genauer hin.
    Und du wirst sehen, wer ich wirklich bin!

    In meinem Traum steh ich am Meer,
    mit dem Gefühl,
    als ob es gleich zuende wär.
    Ich seh mich an,
    ich bin allein.
    Ich nehme Abschied und dann springe ich hinein.
    Zum letzten Mal sehe ich das Meer


    Mein Lieblings -„gedicht“:

    »ES GIBT AUCH ENGEL OHNE FLÜGEL« SAGTE SIE
    BREITETE IHRE ARME AUS...
    ...UND SPRANG.



    Re: Gedichte

    ^Anja^ - 15.10.2006, 13:39


    Erinnerung

    Willst du immer weiterschweifen?
    Sieh, das Gute liegt so nah.
    Lerne nur das Glück ergreifen,
    denn das Glück ist immer da.

    Goethe



    Re: Gedichte

    GanRalf - 21.11.2006, 14:06

    Der Zauberlehrling
    Dann wollen wir uns doch mal an die großen Gedichte wagen:


    Der Zauberlehrling
    von Johann Wolfgang von Goethe

    Hat der alte Hexenmeister
    Sich doch einmal wegbegeben!
    Und nun sollen seine Geister
    Auch nach meinem Willen leben.
    Seine Wort und Werke
    Merkt ich und den Brauch,
    Und mit Geistesstärke
    Tu ich Wunder auch.
    Walle! walle
    Manche Strecke,
    Daß, zum Zwecke,
    Wasser fließe
    Und mit reichem, vollem Schwalle
    Zu dem Bade sich ergieße.

    Und nun komm, du alter Besen,
    Nimm die schlechten Lumpenhüllen!
    Bist schon lange Knecht gewesen:
    Nun erfülle meinen Willen!
    Auf zwei Beinen stehe,
    Oben sei ein Kopf,
    Eile nun und gehe
    Mit dem Wassertopf!
    Walle! walle
    Manche Strecke,
    Daß, zum Zwecke,
    Wasser fließe
    Und mit reichem, vollem Schwalle
    Zu dem Bade sich ergieße.

    Seht, er läuft zum Ufer nieder;
    Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
    Und mit Blitzesschnelle wieder
    Ist er hier mit raschem Gusse.
    Schon zum zweiten Male!
    Wie das Becken schwillt!
    Wie sich jede Schale
    Voll mit Wasser füllt!
    Stehe! stehe!
    Denn wir haben
    Deiner Gaben
    Vollgemessen! -
    Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
    Hab ich doch das Wort vergessen!

    Ach, das Wort, worauf am Ende
    Er das wird, was er gewesen.
    Ach, er läuft und bringt behende!
    Wärst du doch der alte Besen!
    Immer neue Güsse
    Bringt er schnell herein,
    Ach! und hundert Flüsse
    Stürzen auf mich ein!
    Nein, nicht länger
    Kann ich's lassen;
    Will ihn fassen.
    Das ist Tücke!
    Ach, nun wird mir immer bänger!
    Welche Miene! welche Blicke!

    O du Ausgeburt der Hölle!
    Soll das ganze Haus ersaufen?
    Seh ich über jede Schwelle
    Doch schon Wasserströme laufen.
    Ein verruchter Besen,
    Der nicht hören will!
    Stock, der du gewesen,
    Steh doch wieder still!
    Willst's am Ende
    Gar nicht lassen?
    Will dich fassen,
    Will dich halten
    Und das alte Holz behende
    Mit dem scharfen Beile spalten.

    Seht, da kommt er schleppend wieder!
    Wie ich mich nur auf dich werfe,
    Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
    Krachend trifft die glatte Schärfe.
    Wahrlich! brav getroffen!
    Seht, er ist entzwei!
    Und nun kann ich hoffen,
    Und ich atme frei!
    Wehe! wehe!
    Beide Teile
    Stehn in Eile
    Schon als Knechte
    Völlig fertig in die Höhe!
    Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

    Und sie laufen! Naß und nässer
    Wird's im Saal und auf den Stufen.
    Welch entsetzliches Gewässer!
    Herr und Meister! hör mich rufen! -
    Ach, da kommt der Meister!
    Herr, die Not ist groß!
    Die ich rief, die Geister,
    Werd ich nun nicht los.
    In die Ecke,
    Besen! Besen!
    Seid's gewesen.
    Denn als Geister
    Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
    Erst hervor der alte Meister.


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 21.11.2006, 14:07

    Und gleich das nächste
    Und gleich das nächste Gedicht

    Das Lied von der Glocke
    von Friedrich Schiller

    Vivos voco
    Mortuos plango
    Fulgura frango
    Fest gemauert in der Erden
    Steht die Form, aus Lehm gebrannt.
    Heute muß die Glocke werden.
    Frisch Gesellen, seid zur Hand.
    Von der Stirne heiß
    Rinnen muß der Schweiß,
    Soll das Werk den Meister loben,
    Doch der Segen kommt von oben.

    Zum Werke, das wir ernst bereiten,
    Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
    Wenn gute Reden sie begleiten,
    Dann fließt die Arbeit munter fort.
    So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten,
    Was durch die schwache Kraft entspringt,
    Den schlechten Mann muß man verachten,
    Der nie bedacht, was er vollbringt.
    Das ist's ja, was den Menschen zieret,
    Und dazu ward ihm der Verstand,
    Daß er im innern Herzen spüret,
    Was er erschafft mit seiner Hand.

    Nehmet Holz vom Fichtenstamme,
    Doch recht trocken laßt es sein,
    Daß die eingepreßte Flamme
    Schlage zu dem Schwalch hinein.
    Kocht des Kupfers Brei,
    Schnell das Zinn herbei,
    Daß die zähe Glockenspeise
    Fließe nach der rechten Weise.

    Was in des Dammes tiefer Grube
    Die Hand mit Feuers Hülfe baut,
    Hoch auf des Turmes Glockenstube
    Da wird es von uns zeugen laut.
    Noch dauern wird's in späten Tagen
    Und rühren vieler Menschen Ohr
    Und wird mit dem Betrübten klagen
    Und stimmen zu der Andacht Chor.
    Was unten tief dem Erdensohne
    Das wechselnde Verhängnis bringt,
    Das schlägt an die metallne Krone,
    Die es erbaulich weiterklingt.

    Weiße Blasen seh ich springen,
    Wohl! Die Massen sind im Fluß.
    Laßt's mit Aschensalz durchdringen,
    Das befördert schnell den Guß.
    Auch von Schaume rein
    Muß die Mischung sein,
    Daß vom reinlichen Metalle
    Rein und voll die Stimme schalle.

    Denn mit der Freude Feierklange
    Begrüßt sie das geliebte Kind
    Auf seines Lebens erstem Gange,
    Den es in Schlafes Arm beginnt;
    Ihm ruhen noch im Zeitenschoße
    Die schwarzen und die heitern Lose,
    Der Mutterliebe zarte Sorgen
    Bewachen seinen goldnen Morgen.-
    Die Jahre fliehen pfeilgeschwind.
    Vom Mädchen reißt sich stolz der Knabe,
    Er stürmt ins Leben wild hinaus,
    Durchmißt die Welt am Wanderstabe.
    Fremd kehrt er heim ins Vaterhaus,
    Und herrlich, in der Jugend Prangen,
    Wie ein Gebild aus Himmelshöhn,
    Mit züchtigen, verschämten Wangen
    Sieht er die Jungfrau vor sich stehn.
    Da faßt ein namenloses Sehnen
    Des Jünglings Herz, er irrt allein,
    Aus seinen Augen brechen Tränen,
    Er flieht der Brüder wilder Reihn.
    Errötend folgt er ihren Spuren
    Und ist von ihrem Gruß beglückt,
    Das Schönste sucht er auf den Fluren,
    Womit er seine Liebe schmückt.
    O! zarte Sehnsucht, süßes Hoffen,
    Der ersten Liebe goldne Zeit,
    Das Auge sieht den Himmel offen,
    Es schwelgt das Herz in Seligkeit.
    O! daß sie ewig grünen bliebe,
    Die schöne Zeit der jungen Liebe!

    Wie sich schon die Pfeifen bräunen!
    Dieses Stäbchen tauch ich ein,
    Sehn wir's überglast erscheinen,
    Wird's zum Gusse zeitig sein.
    Jetzt, Gesellen, frisch!
    Prüft mir das Gemisch,
    Ob das Spröde mit dem Weichen
    Sich vereint zum guten Zeichen.

    Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
    Wo Starkes sich und Mildes paarten,
    Da gibt es einen guten Klang.
    Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
    Ob sich das Herz zum Herzen findet!
    Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.
    Lieblich in der Bräute Locken
    Spielt der jugfräuliche Kranz,
    Wenn die hellen Kirchenglocken
    Laden zu des Festes Glanz.
    Ach! des Lebens schönste Feier
    Endigt auch den Lebensmai,
    Mit dem Gürtel, mit dem Schleier
    Reißt der schöne Wahn entzwei.
    Die Leidenschaft flieht!
    Die Liebe muß bleiben,
    Die Blume verblüht,
    Die Frucht muß treiben.
    Der Mann muß hinaus
    Ins feindliche Leben,
    Muß wirken und streben
    Und pflanzen und schaffen,
    Erlisten, erraffen,
    Muß wetten und wagen,
    Das Glück zu erjagen.
    Da strömet herbei die unendliche Gabe,
    Es füllt sich der Speicher mit köstlicher Habe,
    Die Räume wachsen, es dehnt sich das Haus.
    Und drinnen waltet
    Die züchtige Hausfrau,
    Die Mutter der Kinder,
    Und herrschet weise
    Im häuslichen Kreise,
    Und lehret die Mädchen
    Und wehret den Knaben,
    Und reget ohn Ende
    Die fleißigen Hände,
    Und mehrt den Gewinn
    Mit ordnendem Sinn.
    Und füllet mit Schätzen die duftenden Laden,
    Und dreht um die schnurrende Spindel den Faden,
    Und sammelt im reinlich geglätteten Schrein
    Die schimmernde Wolle, den schneeigten Lein,
    Und füget zum Guten den Glanz und den Schimmer,
    Und ruhet nimmer.

    Und der Vater mit frohem Blick
    Von des Hauses weitschauendem Giebel
    Überzählet sein blühendes Glück,
    Siehet der Pfosten ragende Bäume
    Und der Scheunen gefüllte Räume
    Und die Speicher, vom Segen gebogen,
    Und des Kornes bewegte Wogen,
    Rühmt sich mit stolzem Mund:
    Fest, wie der Erde Grund,
    Gegen des Unglücks Macht
    Steht mit des Hauses Pracht!
    Doch mit des Geschickes Mächten
    Ist kein ewger Bund zu flechten,
    Und das Unglück schreitet schnell.

    Wohl! nun kann der Guß beginnen,
    Schön gezacket ist der Bruch.
    Doch bevor wir's lassen rinnen,
    Betet einen frommen Spruch!
    Stoßt den Zapfen aus!
    Gott bewahr das Haus!
    Rauchend in des Henkels Bogen
    Schießt's mit feuerbraunen Wogen.

    Wohtätig ist des Feuers Macht,
    Wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht,
    Und was er bildet, was er schafft,
    Das dankt er dieser Himmelskraft,
    Doch furchtbar wird die Himmelskraft,
    Wenn sie der Fessel sich entrafft,
    Einhertritt auf der eignen Spur
    Die freie Tochter der Natur.
    Wehe, wenn sie losgelassen
    Wachsend ohne Widerstand
    Durch die volkbelebten Gassen
    Wälzt den ungeheuren Brand!
    Denn die Elemente hassen
    Das Gebild der Menschenhand.
    Aus der Wolke
    Quillt der Segen,
    Strömt der Regen,
    Aus der Wolke, ohne Wahl,
    Zuckt der Strahl!
    Hört ihr's wimmern hoch vom Turm?
    Das ist Sturm!
    Rot wie Blut
    Ist der Himmel,
    Das ist nicht des Tages Glut!
    Welch Getümmel
    Straßen auf!
    Dampf wallt auf!
    Flackernd steigt die Feuersäule,
    Durch der Straße lange Zeile
    Wächst es fort mit Windeseile,
    Kochend wie aus Ofens Rachen
    Glühn die Lüfte, Balken krachen,
    Pfosten stürzen, Fenster klirren,
    Kinder jammern, Mütter irren,
    Tiere wimmern
    Unter Trümmern,
    Alles rennet, rettet, flüchtet,
    Taghell ist die Nacht gelichtet,
    Durch der Hände lange Kette
    Um die Wette
    Fliegt der Eimer, hoch im Bogen
    Sprützen Quellen, Wasserwogen.
    Heulend kommt der Sturm geflogen,
    Der die Flamme brausend sucht.
    Prasselnd in die dürre Frucht
    Fällt sie in des Speichers Räume,
    In der Sparren dürre Bäume,
    Und als wollte sie im Wehen
    Mit sich fort der Erde Wucht
    Reißen, in gewaltger Flucht,
    Wächst sie in des Himmels Höhen
    Riesengroß!
    Hoffnungslos
    Weicht der Mensch der Götterstärke,
    Müßig sieht er seine Werke
    Und bewundernd untergehn.

    Leergebrannt
    Ist die Stätte,
    Wilder Stürme rauhes Bette,
    In den öden Fensterhöhlen
    Wohnt das Grauen,
    Und des Himmels Wolken schauen
    Hoch hinein.

    Einen Blick
    Nach den Grabe
    Seiner Habe
    Sendet noch der Mensch zurück -
    Greift fröhlich dann zum Wanderstabe.
    Was Feuers Wut ihm auch geraubt,
    Ein süßer Trost ist ihm geblieben,
    Er zählt die Haupter seiner Lieben,
    Und sieh! ihm fehlt kein teures Haupt.

    In die Erd ist's aufgenommen,
    Glücklich ist die Form gefüllt,
    Wird's auch schön zutage kommen,
    Daß es Fleiß und Kunst vergilt?
    Wenn der Guß mißlang?
    Wenn die Form zersprang?
    Ach! vielleicht indem wir hoffen,
    Hat uns Unheil schon getroffen.

    Dem dukeln schoß der heilgen Erde
    Vertrauen wir der Hände Tat,
    Vertraut der Sämann seine Saat
    Und hofft, daß sie entkeimen werde
    Zum Segen, nach des Himmels Rat.
    Noch köstlicheren Samen bergen
    Wir trauernd in der Erde Schoß
    Und hoffen, daß er aus den Särgen
    Erblühen soll zu schönerm Los.

    Von dem Dome,
    Schwer und bang,
    Tönt die Glocke
    Grabgesang.
    Ernst begleiten ihre Trauerschläge
    Einen Wandrer auf dem letzten Wege.

    Ach! die Gattin ist's, die teure,
    Ach! es ist die treue Mutter,
    Die der schwarze Fürst der Schatten
    Wegführt aus dem Arm des Gatten,
    Aus der zarten Kinder Schar,
    Die sie blühend ihm gebar,
    Die sie an der treuen Brust
    Wachsen sah mit Mutterlust -
    Ach! des Hauses zarte bande
    Sind gelöst auf immerdar,
    Denn sie wohnt im Schattenlande,
    Die des Hauses Mutter war,
    Denn es fehlt ihr treues Walten,
    Ihre Sorge wacht nicht mehr,
    An verwaister Stätte schalten
    Wird die Fremde, liebeleer.

    Bis die Glocke sich verkühlet,
    Laßt die strenge Arbeit ruhn,
    Wie im Laub der Vogel spielet,
    Mag sich jeder gütlich tun.
    Winkt der Sterne Licht,
    Ledig aller Pflicht
    Hört der Pursch die Vesper schlagen,
    Meister muß sich immer plagen.


    Munter fördert seine Schritte
    Fern im wilden Forst der Wandrer
    Nach der lieben Heimathütte.
    Blökend ziehen
    Heim die Schafe,
    Und der Rinder
    Breitgestirnte, glatte Scharen
    Kommen brüllend,
    Die gewohnten Ställe füllend.
    Schwer herein
    Schwankt der Wagen,
    Kornbeladen,
    Bunt von Farben
    Auf den Garben
    Liegt der Kranz,
    Und das junge Volk der Schnitter
    Fliegt zum Tanz.
    Markt und Straße werden stiller,
    Um des Lichts gesellge Flamme
    Sammeln sich die Hausbewohner,
    Und das Stadttor schließt sich knarrend.
    Schwarz bedecket
    Sich die Erde,
    Doch den sichern Bürger schrecket
    Nicht die Nacht,
    Die den Bösen gräßlich wecket,
    Denn das Auge des Gesetzes wacht.

    Heilge Ordnung, segenreiche
    Himmelstochter, die das Gleiche
    Frei und leicht und freudig bindet,
    Die der Städte Bau begründet,
    Die herein von den Gefilden
    Rief den ungesellgen Wilden,
    Eintrat in der Menschen Hütten,
    Sie gewöhnt zu sanften Sitten
    Und das teuerste der Bande
    Wob, den Trieb zum Vaterlande!

    Tausend fleißge Hände regen,
    helfen sich in munterm Bund,
    Und in feurigem Bewegen
    Werden alle Kräfte kund.
    Meister rührt sich und Geselle
    In der Freiheit heilgem Schutz.
    Jeder freut sich seiner Stelle,
    Bietet dem Verächter Trutz.
    Arbeit ist des Bürgers Zierde,
    Segen ist der Mühe Preis,
    Ehrt den König seine Würde,
    Ehret uns der Hände Fleiß.

    Holder Friede,
    Süße Eintracht,
    Weilet, weilet
    Freundlich über dieser Stadt!
    Möge nie der Tag erscheinen,
    Wo des rauhen Krieges Horden
    Dieses stille Tal durchtoben,
    Wo der Himmel,
    Den des Abends sanfte Röte
    Lieblich malt,
    Von der Dörfer, von der Städte
    Wildem Brande schrecklich strahlt!

    Nun zerbrecht mir das Gebäude,
    Seine Absicht hat's erfüllt,
    Daß sich Herz und Auge weide
    An dem wohlgelungnen Bild.
    Schwingt den Hammer, schwingt,
    Bis der Mantel springt,
    Wenn die Glock soll auferstehen,
    Muß die Form in Stücke gehen.

    Der Meister kann die Form zerbrechen
    Mit weiser Hand, zur rechten Zeit,
    Doch wehe, wenn in Flammenbächen
    Das glühnde Erz sich selbst befreit!
    Blindwütend mit des Donners Krachen
    Zersprengt es das geborstne Haus,
    Und wie aus offnem Höllenrachen
    Speit es Verderben zündend aus;
    Wo rohe Kräfte sinnlos walten,
    Da kann sich kein Gebild gestalten,
    Wenn sich die Völker selbst befrein,
    Da kann die Wohlfahrt nicht gedeihn.

    Weh, wenn sich in dem Schoß der Städte
    Der Feuerzunder still gehäuft,
    Das Volk, zerreißend seine Kette,
    Zur Eigenhilfe schrecklich greift!
    Da zerret an der Glocken Strängen
    Der Aufruhr, daß sie heulend schallt
    Und, nur geweiht zu Friedensklängen,
    Die Losung anstimmt zur Gewalt.

    Freiheit und Gleichheit! hört man schallen,
    Der ruhge Bürger greift zur Wehr,
    Die Straßen füllen sich, die Hallen,
    Und Würgerbanden ziehn umher,
    Das werden Weiber zu Hyänen
    Und treiben mit Entsetzen Scherz,
    Noch zuckend, mit des Panthers Zähnen,
    Zerreißen sie des Feindes Herz.
    Nichts Heiliges ist mehr, es lösen
    Sich alle Bande frommer Scheu,
    Der Gute räumt den Platz dem Bösen,
    Und alle Laster walten frei.
    Gefährlich ist's, den Leu zu wecken,
    Verderblich ist des Tigers Zahn,
    Jedoch der schrecklichste der Schrecken,
    Das ist der Mensch in seinem Wahn.
    Weh denen, die dem Ewigblinden
    Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
    Sie strahlt ihm nicht, sie kann nur zünden
    Und äschert Städt und Länder ein.

    Freude hat mir Gott gegeben!
    Sehet! Wie ein goldner Stern
    Aus der Hülse, blank und eben,
    Schält sich der metallne Kern.
    Von dem Helm zum Kranz
    Spielt's wie Sonnenglanz,
    Auch des Wappens nette Schilder
    Loben den erfahrnen Bilder.

    Herein! herein!
    Gesellen alle, schließt den Reihen,
    Daß wir die Glocke taufend weihen,
    Concordia soll ihr Name sein,
    Zur Eintracht, zu herzinnigem Vereine
    Versammle sich die liebende Gemeine.

    Und dies sei fortan ihr Beruf,
    Wozu der Meister sie erschuf!
    Hoch überm niedern Erdenleben
    Soll sie im blauen Himmelszelt
    Die Nachbarin des Donners schweben
    Und grenzen an die Sternenwelt,
    Soll eine Stimme sein von oben,
    Wie der Gestirne helle Schar,
    Die ihren Schöpfer wandelnd loben
    Und führen das bekränzte Jahr.
    Nur ewigen und ernsten Dingen
    Sei ihr metallner Mund geweiht,
    Und stündlich mit den schnellen Schwingen
    Berühr im Fluge sie die Zeit,
    Dem Schicksal leihe sie die Zunge,
    Selbst herzlos, ohne Mitgefühl,
    Begleite sie mit ihrem Schwunge
    Des Lebens wechselvolles Spiel.
    Und wie der Klang im Ohr vergehet,
    Der mächtig tönend ihr erschallt,
    So lehre sie, daß nichts bestehet,
    Daß alles Irdische verhallt.

    Jetzo mit der Kraft des Stranges
    Wiegt die Glock mir aus der Gruft,
    Daß sie in das Reich des Klanges
    Steige, in die Himmelsluft.
    Zehet, ziehet, hebt!
    Sie bewegt sich, schwebt,
    Freude dieser Stadt bedeute,
    Friede sei ihr erst Geläute.


    ...



    Re: Gedichte

    GanRalf - 21.11.2006, 14:10

    Die Bürgschaft
    Und zu guter Letzt:

    Ein Gedicht, das wohl zu den (aus meiner Sicht) schönsten zählt, die ich je gelernt hab....


    Die Bürgschaft
    von Friedrich Schiller

    Zu Dionys dem Tyrannen, schlich
    Damon den Dolch im Gewande,
    Ihn schlugen die Häscher in Bande.
    "Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!"
    Entgegnet ihm finster der Wüterich.
    Die Stadt vom Tyrannen befreien!"
    Das sollst du am Kreuze bereuen."

    "Ich bin", spricht jener, "zu sterben bereit,
    Und bitte nicht um mein Leben,
    Doch willst du Gnade mir geben,
    Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
    Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit,
    Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
    Ihn magst du, entrinn ich, erwürgen."

    Da lächelt der König mit arger List,
    Und spricht nach kurzem Bedenken:
    "Drei Tage will ich dir schenken.
    Doch wisse! Wenn sie verstrichen die Frist,
    Eh du zurück mir gegeben bist,
    So muß er statt deiner erblassen,
    Doch dir ist die Strafe erlassen."

    Und er kommt zum Freunde: "Der König gebeut,
    Daß ich am Kreuz mit dem Leben
    Bezahle das frevelnde Streben,
    Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
    Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit,
    So bleib du dem König zum Pfande,
    Bis ich komme, zu lösen die Bande."

    Und schweigend umarmt ihn der treue Freund,
    Und liefert sich aus dem Tyrannen,
    Der andere ziehet von dannen.
    Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
    Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
    Eilt heim mit sorgender Seele,
    Damit er die Frist nicht verfehle.

    Da gießt unendlicher Regen herab,
    Von den Bergen stürzen die Quellen,
    Und die Bäche, die Ströme schwellen.
    Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
    Da reißet die Brücke der Strudel hinab,
    Und donnernd sprengen die Wogen
    Des Gewölbes krachenden Bogen.

    Und trostlos irrt er an Ufers Rand,
    Wie weit er auch spähet und blicket,
    Und die Stimme, die rufende, schicket,
    Da stößet kein Nachen. vom sichern Strand,
    Der ihn setze an das gewünschte Land,
    Kein Schiffer lenket die Fähre,
    Und der wilde Strom wird zum Meere.

    Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
    Die Hände zum Zeus erhoben:
    "O hemme des Stromes Toben!
    Es eilen die Stunden, im Mittag steht
    Die Sonne und wenn sie niedergeht,
    Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
    So muß der Freund mir erbleichen."

    Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
    Und Welle auf Welle zerrinnet,
    Und Stunde an Stunde entrinnet,
    Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut
    Und wirft sich hinein in die brausende Flut,
    Und teilt mit gewaltigen Armen
    Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.

    Und gewinnt das Ufer und eilet fort,
    Und danket dem rettenden Gotte,
    Da stürzet die raubende Rotte
    Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
    Den Pfad ihm sperrend, und schnaubet Mord
    Und hemmet des Wanderers Eile
    Mit drohend geschwungener Keule.

    "Was wollt ihr?" ruft er für Schrecken bleich
    "Ich habe nichts als mein Leben,
    Das muß ich dem Könige geben!"
    Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
    "Um des Freundes willen erbarmet euch!"
    Und drei, mit gewaltigen Streichen,
    Erlegt er, die andern entweichen.

    Und die Sonne versendet glühenden Brand
    Und von der unendlichen Mühe
    Ermattet sinken die Kniee:
    "O hast du mich gnädig aus Räubershand,
    Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
    Und soll hier verschmachtend verderben,
    Und der Freund mir, der liebende, sterben!"

    Und horch! da sprudelt es silberhell
    Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
    Und stille hält er zu lauschen,
    Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
    Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
    Und freudig bückt er sich nieder,
    Und erfrischet die brennenden Glieder.

    Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün,
    Und malt auf den glänzenden Matten
    Der Bäume gigantische Schatten;
    Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
    Will eilenden Laufes vorüber fliehn,
    Da hört er die Worte sie sagen:
    "Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen."

    Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
    Ihn jagen der Sorge Qualen,
    Da schimmern in Abendrots Strahlen
    Von ferne die Zinnen von Syrakus,
    Und entgegen kommt ihm Philostratus,
    Der Hauses redlicher Hüter,
    Der erkennet entsetzt den Gebieter:

    "Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
    So rette das eigene Leben!
    Den Tod erleidet er eben.
    Von Stunde zu Stunde gewartet' er
    Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
    Ihm konnte den mutigen Glauben
    Der Hohn des Tyrannen nicht rauben."

    "Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht
    Ein Retter willkommen erscheinen,
    So soll mich der Tod ihm vereinen.
    Des rühme der blutge Tyrann sich nicht,
    Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
    Er schlachte der Opfer zweie,
    Und glaube an Liebe und Treue."

    Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor
    Und sieht das Kreuz schon er höhet,
    Das die Menge gaffend umstehet,
    An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
    Da zertrennt er gewaltig den dichten Chor:
    "Mich, Henker!" ruft er, "erwürget,
    Da bin ich, für den er gebürget!"

    Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
    In den Armen liegen sich beide,
    Und weinen für Schmerzen und Freude.
    Da sieht man kein Auge tränenleer,
    Und zum Könige bringt man die Wundermär,
    Der fühlt ein menschliches Rühren,
    Läßt schnell vor den Thron sie führen.

    Und blicket sie lange verwundert an,
    Drauf spricht er: "Es ist euch gelungen,
    Ihr habt das Herz mir bezwungen,
    Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn,
    So nehmet auch mich zum Genossen an,
    Ich sei, gewährt mir die Bitte,
    In eurem Bunde der Dritte."


    ...



    Re: Gedichte

    Chota - 21.11.2006, 15:30


    Nein! Du hast nicht allen Ernstes die ganze Bürgschaft gepostet! oh man, wer soll sich das denn durchlesen?



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 21.11.2006, 17:03


    also nix gegen die bürgschaft ja?! ich musst sie zwar nimmer auswendig lernen, aber durchgearbeitet ham wir sie auch...



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 21.11.2006, 22:29


    yeah die bürgschaft find ich toll... !!!



    Re: Gedichte

    GanRalf - 21.11.2006, 23:56

    viele Antworten
    @Bille: Was sagst du dann zum "Lied von der Glocke"???? Des is noch viel viel länger.... und des hab ich auch gepostet....

    @Minzi: Tja, ich MUSSTE die bürgschaft auch nicht lernen.... war mehr so freiwillig..... und einen teil kann ich noch immer

    @Domi: ich auch



    Re: Gedichte

    Lacrima Nigra - 22.11.2006, 18:56


    dann sind wir uns zumindest in dem punkt einig...



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 25.11.2006, 14:21


    Versuche niemals
    alles zu verstehen
    manches wird nie recht viel Sinn machen.
    Sträube dich niemals deine Gefühle zu zeigen
    Wenn du glücklich bist, zeige es!
    Wenn du es nicht bist, finde dich damit ab!
    Scheue dich niemals davor, etwas zu verbessern-
    die Ergebnisse könnten dich überraschen.
    Lade dir niemals die Last der Welt auf deine Schultern,
    Lass dich niemals von der Zukunft einschüchtern
    Lebe einen Tag nach dem anderen.
    Fühle dich niemals der Vergangenheit schuldig-
    was geschehen ist, ist nicht mehr zu ändern.
    Lerne von den Fehlern, die du gemacht hast.
    Fühle dich niemals allein.
    Es gibt immer jemanden, der für dich da ist,
    an den du dich wenden kannst!
    Vergiss niemals, dass alles, was du dir nur
    vorstellen kannst, auch erreichbar ist.
    Stell dir das vor!
    Es ist nichts so schwer, wie es aussieht.
    Höre niemals auf zu lieben.
    Höre niemals auf zu glauben.
    Höre niemals auf zu träumen.
    (Laine Parsons)



    Re: Gedichte

    Chota - 25.11.2006, 19:16


    ähm minzi, das hast du schonmal gepostet (siehe seite 1)



    Re: Gedichte

    GanRalf - 27.11.2006, 07:55

    Stimmt
    Stimmt!!!

    Der Waschbär hat Recht!!! (hab ich des grad wirklich geschrieben?)



    Re: Gedichte

    Chota - 27.11.2006, 17:19


    KRANKENWAGEN! Wir brauchen einen Krankenwagen! :shock:



    Re: Gedichte

    ZIB - 27.11.2006, 19:36


    Nein, wir brauchen keinen Krankenwagen. Wir brauchen einen Exekuteur (oder so) :P



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 28.11.2006, 21:13


    hab ich des? hmmm die katze wird vergesslich.... naja sry^^ :oops:



    Re: Gedichte

    GanRalf - 29.11.2006, 07:43

    Ja
    Ja, hast du.....



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 29.11.2006, 21:11


    jaa is in ordnung, ich weiß es und es tut mir leid...
    widder alles gut?



    Re: Gedichte

    GanRalf - 30.11.2006, 13:57


    Nö....

    wieso denn?



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 30.11.2006, 18:58


    gut dann halt net... dann setz ich halt mal widder a paar neue gedichte rein:

    Der Fremde, der ich mir bin
    I.
    Da ist er, der,
    dieser Fremde,
    der Fremde, der ich mir bin.
    Und da ist wohl auch manchmal der Fremde,
    der ich dir bin?
    Und da ist der Fremde,
    der allen Fremden so bekannt vorkommt,
    so als ob sie ihn schon jahrelang
    sehr gut kennen würden.
    (Und Du, kennst Du das Gefühl?)

    II.
    Aber am fremdesten
    sind mir jene Fremde,
    die mir ganz nahe sein sollten,
    vielleicht auch nahe sein wollten.
    Je länger ich meine Eltern kannte,
    desto fremder wurden sie mir.
    Und die gewohnheitsmäßige Prostitution in solchen Sätzen wie:
    "Meine lieben Eltern...
    Meine geliebte Mutter...
    Meine liebe Tante...
    Lieber Leser..."
    und immer so weiter in der Verfremdung.

    Werner Sprenger



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 30.11.2006, 19:21


    und weiter gehts mit Werner Sprenger... der Typ is echt gut... (sein Vorbild is Nietzsche)

    Von mir selbst unerkannt

    Von mir selbst unerkannt,
    bin ich zufrieden über Bekannte,
    die mich wiedererkennen,
    immer wieder wiedererkennen, jedes mal,
    wenn wir uns wiedersehen.
    Das tröstet mich etwas,
    das macht mir Mut.
    Dann fühle ich mich mir näher
    In ihren kleinen begrenzten Sätzen,
    prall von zufriedenem Wiedererkennen.
    Und einmal, weinte einer sogar,
    fiel mir um den Hals,
    vor Wiedersehens-, Wiedererkennungsfreude,,
    nach sieben Jahren.
    Doch ich erschrak,
    erkannte mich nicht wieder
    in seinen Erinnerungen:
    seine Erinnerungen gaben mir jemanden zurück,
    dem ich heute aus dem Weg gehen würde.


    Dein Bild von mir

    Ein Bild haben von mir,
    das heißt nicht,
    Kontakt haben mit mir:
    Im Gegenteil.
    Denn dieses Bild von mir,
    das Du herumträgst mit Dir,
    dieses Bild ist es ja gerade,
    das zwischen uns stehend
    jeden wirklichen Kontakt verhindert

    Meinst du es ehrlich mit Deinem Tod?

    Besiegen kannst Du den Tod nicht.
    Belügen kannst Du den Tod nicht.
    Betrügen kannst Du den Tod nicht.
    Wegzaubern kannst Du den Tod nicht.
    Wegphilosophieren kannst Du den Tod nicht.
    Wegoperieren kannst Du den Tod nicht.
    Aber Du kannst lernen, zu leben mit Deinem Tod
    Wie mit einem Freund,
    der es ehrlich meint mit Dir,
    wenn du es ehrlich meinst mit ihm.

    Entwürfe für Grabsteintexte

    I.
    Wenn ich einmal Tod bin, dann bin ich zweimal tot.
    Hab nie gelebt,
    wie ich eigentlich leben wollte.
    Hab immer nur gelebt,
    hab immer nur getan, gestrebt,
    was ich habe tun sollen
    und ganz selten
    was ich eigentlich tun wollte.
    Jetzt bin ich tot.
    Und nun?

    II
    Wenn Du einmal so tot bist wie ich,
    dann wirst Du dort sein, wo ich jetzt bin.
    Aber der leise Geruch von Schwefel
    Kommt aus einer Heilquelle.
    Bist Du sicher,
    dass Du nicht auch tot bist?
    Willst Du von Dir lügen,
    dass Du so lebendig bist,
    wie Du doch sein könntest?

    III
    Kein Paradies,
    keine Hölle,
    kein Himmelstor
    mit den wartenden Toten
    von gestern davor,
    geöffnet von neun bis zwölf
    und von fünfzehn bis achtzehn Uhr.
    Der günstigste Ankunftstag ist Montag.

    IV.
    Ich wollte keinen Grabstein.
    Grabsteine lügen.
    Verlogen wie ein Grabstein!
    Darum: mein Grabstein
    Soll Dein Herz sein,
    Dein Denken soll sein
    Mein Grabstein.

    V
    Diese Welt zu verlassen,
    das ist große Not
    und das Bitterste am Tod.
    Und wie oft waren wir tot
    Im Leben, ohne Not,
    in geregelter Arbeitszeit,
    geregelt, maßgeregelt tot.

    VI
    Und - kein Mensch lebt zweimal,
    auch Du nicht.
    Und - viele leben nicht mal einmal,
    auch Du solltest daran denken.

    VII
    Dich nicht mehr zu sehen,
    das war mein gefürchteter Tod.
    Für immer von Dir zu gehen,
    das ist der Tod.
    Und dieses Wissen darum,
    das war meine Not.



    Re: Gedichte

    DarkGirl - 08.01.2007, 16:34


    wollt auch mal wida was reinschreiben...


    Ich bin es nicht wert,
    Geliebt zu werden.
    Ich brauche keinen,
    doch nur mich.
    Ich vermisse niemanden,
    auch nicht dich.
    Ich trauere um nichts,
    nur um mein sterben.

    Du wirst geliebt,
    aber nicht von mir.
    Dich braucht jemand,
    doch ich dich nicht.
    Dein da sein ist wunderbar,
    Aber nicht für mich.
    Du willst mir alles geben,
    doch ich gebe nichts dir.

    Willst du so was haben,
    so was wie mich.
    Verlass mich bitte jetzt,
    sonst tue ich dir weh.
    Ich brauche nur mich,
    nicht dich.
    Verlass mich,
    ich fleh.



    Re: Gedichte

    Chota - 19.01.2007, 17:26


    Todesschrei

    Sie hatte Tränen im Gesicht,
    als sie sagte: "Ich liebe dich!"
    Doch er glaubte ihr nicht.
    Sie ging durch die Straßen,
    ihr Herz war leer
    und ihr Leben wollte sie nicht mehr.
    Sie stand auf den Schienen
    und hörte den Zug kommen.
    "Ihr Todesschrei"
    Zu spät stand er an ihrem Grab,
    mit Tränen im Gesicht,
    als er sagte: "Ich liebe dich!"



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 01.02.2007, 21:38


    Is a Gedicht, des ich von der Juli hab... heißt irgendwie die Ballade vom SChwarzen SChmetterling oder so...

    Dort irgendwo ganz tief in mir,
    Verbirgt sich dieses alte Tier.
    Es ist das Tier, das Sehnsucht heißt,
    Das sich durch meinen Körper beißt.
    Es wütet, kratzt und beißt und kreischt
    Und wühlt sich durch mein weiches Fleisch.
    Das Vieh, es läßt mir keine Ruh'.
    Ich lock' es an und greife zu.
    "Jetzt hab' ich dich! Jetzt bist du mein!
    Ich schlage dir den Schädel ein!"
    "Nein tu mir nichts! Kann nichts dafür,
    Ich bin doch nur ein wildes Tier."

    Das Tier, es flüstert in mein Ohr:
    "Ich schlag' dir einen Handel vor.
    Ich stecke leider in dir fest,
    Jedoch, wenn du mich leben läßt,
    Kein Beißen und kein Wüten mehr.
    Dafür fühlst du dich nie mehr leer,
    Dafür bist du nie mehr allein,
    Ich werde immer in dir sein."
    Ich sinne nach und denk' bei mir:
    "Vielleicht find' ich nie mehr ein Tier."
    Ich schlage ein, erhör' sein Flehen.
    So soll es sein, so soll's geschehen.

    Es legt sich hin, macht sich ganz klein,
    Rollt sich zu einer Kugel ein.
    So schläft das Tier dann Jahr um Jahr
    Und oft vergess' ich's ganz und gar.
    Im siebten Jahr an einem Tag
    Da ist es fort ! Doch wo es lag,
    Die Liegt ein Gespinst ganz weiß und fein.
    Wo mag das Tier geblieben sein?
    Doch höre ich nicht, wenn ich lausch',
    Ein Pochen aus dem Wattebausch?
    Ich denk nicht weiter drüber nach,
    Nur ab und zu lieg' ich nachts wach.
    Und es wird stärker jeden Tag.
    Schon klingt es wie ein Paukenschlag.
    Mein Kopf platzt gleich, er birst vor Schmerz
    Schweig still verfluchtes Donnerherz!

    Doch Wehe! der Kokon ist leer,
    Das alte Vieh, es ist nicht mehr.
    Stattdessen steht, ich weiß nicht, was.
    Eine Gestalt, so leichenblaß,
    Mit schwarzen Schwingen riesengroß.
    Ich frage mich: "Was ist das bloß?
    Was ist das für ein böses Ding?
    Bei meiner Seel ! Ein Schmetterling!"
    Die Augen seh'n mich voller Wut,
    Und Durst, ich weiß er will mein Blut.
    Er öffnet seinen Mund zum Kuß,
    Ich weiß, daß ich jetzt sterben muß.
    Er lächelt sanft und beugt sich vor
    Und flüstert leise in mein Ohr:
    "Nicht meine Schuld! Kann nichts dafür,
    Ich bin doch nur ein wildes Tier."

    Hast Du mich vermisst?
    Hast Du mich vermisst?



    Re: Gedichte

    Chota - 09.04.2007, 21:21


    Tödliche Einsamkeit

    Magst du mich oder duldest du mich nur?
    Hoffst du mit mir oder verzweifelst du schon?
    Ich will das Leben und ich will es pur,
    brauche kein Mitleid und brauch keinen Hohn.

    Trag mich auf Händen, behutsam und treu,
    tritt mich nicht und schlage mich nie.
    Siehst du, wie ich mich über Zuneigung freu?
    Bleibe bei mir, denn ich brauche sie.

    Einsamkeit kann tödlich sein,
    bleibe bei mir bis ich sterbe.
    All die Tränen, die ich wein -
    schwarz, wie ich mein Leben färbe.

    Hoffnung auf Besserung – wo finde ich die?
    Ich denke, bist du in meiner Nähe,
    dann eines Tages treff ich auf sie
    und merke, wie auch ich Freude sähe.



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 10.04.2007, 19:47


    uuuups^^ die katze hat shcon wieder nen fehler gemacht.. die "ballade vom schwarzen Schmetterling" von seite 5 is ka Gedicht sondern a liedtext... düpdürüp... :oops: :oops: :oops: ich vergrab mich [][]



    Re: Gedichte

    Chota - 10.04.2007, 22:18


    Wow, Minzi, das merkst du ja schnell...nach geschlagenen zwei Monaten :lol:



    Re: Gedichte

    Minzi_negra - 11.04.2007, 18:47


    tja... hab halt letztens mal des lied gehört... wusste des vorher net^^



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