Korahls Geschichte....

~*Elfenlied*~
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    Re: Korahls Geschichte....

    ElfenAdmin - 06.09.2006, 14:55

    Korahls Geschichte....
    Ja ich habs schon im euro Forum gemacht.

    Ich schreibe leidenschaftlich gerne Gedichte und Geschichten, weiß net woher ich das hab^^''''

    Jedenfalls wollte ich mal die Geschichte hier posten, hab schon einige Abschnitte, wird also am Anfang etwas schneller gehen, später werd ich dann so oft wie möglich einen weiteren Abschnitt rausbringen.

    Hoffe es gefällt euch. >.<

    Anmerkung: Nur die Städte und einige wenige Objekte sind aus dem RO Universum, Namen, Handlung und alles damit Verbundene sind von mir persönlich frei erfunden.

    Bei Rechtschreibfehlern bitte Bescheid geben.



    1.Prolog

    Die Geschichte spielt lange nach dem Götterkrieg, die Welt Udgardt ist zerstört und nur noch Midgard und Asgard existieren.
    Das Land Midgard hat sich in 4 Regionen aufgespalten, die Länder der Menschen mit ihren grünen saftigen Wiesen und ihren prunkvollen Palästen und würdevollen goldgelben Feldern.
    Die Ländern der Barbaren hoch im Norden, wo durch schroffe, scharfkantige Felsen der eisige Wind haucht.
    Die Welt der Menschen besteht nur noch aus 5 Städten, Prontera,Alde-ba-ran,Payon,Izlude und Alberta.
    Regiert wird es durch eine neu gegründete Inquisition, die es sich zum Ziel gemacht sämtliche Magie aus Midgard zu vertreiben und dies mit den härtesten Strafen auch durchsetzt.
    Die Barbaren sind ein einfaches Volk und leben im Einklang mit der Natur ihre Göttin ist Irilos, eine Göttin des Eises, die sich nichts sehnlicher wünscht als jedes Feuer der Welt erlöschen zu lassen und sämtliche Wärme in den Herzen der Menschen zu ersticken.
    Die Lande der Orcs...ein kahles Ödland, tief in der alten Stadt Morroc sind diese Wesen und herreschen über die kahle Einöde, zusammen mit Trollen,Goblins und Kobolden bilden sie einen immer währenden Konflikt zu der nicht weit im Norden liegenden Hauptstadt der Menschen Prontera.
    Ihr Gott ist der Gott des Feuers, der Gott der Zerstörung und der Wut, die Wildheit und Blutrünstigkeit der Orcs ist eine Wohne für diesen Gott an der er sich täglich zu labben vermag.
    Schließlich existieren noch die Dunkellande...jene Lande zu denen einst das prunkvolle Glastheim und das von Magie erfüllte Geffen gehörten...doch diese Lande haben längst allen Glanz verloren, die Länden sind ausgedörrt, Tiere als auch Pflanzen sind nur noch Schatten ihrer selbst, eine immer währende Finsternis dir selbst das hellste Sonnenlicht verschluckt, liegt tief über das Land.
    Herrscher dieser Lande ist der ein Wesen, dass allgemein nur als "der dunkle Herrscher" bekannt ist.

    So ich hoffe man kann sich bis hierhin die Länder etwas vorstellen^^
    Bin natürlich gern für Kritik und weitere Anregungen zu haben.


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    1. Kapitel

    1. Einsam in der Finsternis

    Dunkle Wolken lagen über dem vom Tod eingehüllten Land, ein langer dunkler Schatten überzog die weite Öde und nicht das kleinste Licht drang zum Boden.
    Die Rede ist von den Dunkellanden, die Schwarze Zitadelle des "Dunklen Herrschers" ragt steil in den Himmel empor, und würde sie die Sonne erreichen, so würde sie mit all ihrer Helligkeit in dieser pechschwarzen Finsternis versinken und wäre nicht mal mehr ein Kerzenlicht.
    Der Gestank des Todes durchzog die Luft und ein eisiger Hauch umflog eine Gestalt auf einem Balkon, am Rande der Zitadelle.
    Diese Gestalt stand da und blickte stumm ins Weite, das lange schwarze Gewand und die rot leuchtenden Runen auf ihm machten dieses Wesen zu einen grotesk hellen Ding an diesem Ort und doch war auch diese Person von Dunkelheit umgeben.
    DIe Person hieß Duncan, Duncan Reshtire...ein stiller, nachdenklicher Mann der hier stand und ein Buch durchblätterte...Duncan war schwächlich gebaut, aber von großer Statur, er trug ständig langes glattes Haar und verbarg mit einem Teil seiner Haare seine linke Gesichtshälfte, welche einst durch die Inquisiton verbrannt wurde.
    Duncan sollte auf dem Scheiterhaufen sterben, wie seine Familie, anders als die meisten Menschen erlernte er die Magie und machte kaum ein Geheimnis daraus...doch eines Tages verpfiffen ihn Nachbarn und Duncans Familie starb in den "reinigenden Flammen der Inquisiton".
    Er selbst wurde vom "dunklen Herrscher" gerettet, wohl weniger von ihm als von einer dämonischen Frau namens Deidrain.
    Warum weiß er bis heute nicht, doch Duncan war dies egal, er hatte seine Vergangenheit längst vergessen und blätterte geistesverloren in dem aus Menschenhaut gemachten und mit Blut geschrieben Formelbuch.
    Er blickte in die Weite Ferne und sah...noch hinter dem Horizont ein Licht, zuerst erinnerte ihn dies an Hoffnung, doch verflog der Gedanke als er den Druck der Finsternis um sich spürte und in ihm kamen Gedanken des Hasses, der Wut und unsagbarer Qualen auf.
    Duncan schaute noch einmal auf und murmelte die Worte "Ishnu a la Gar", Dämonesprache die soviel bedeutete wie "Das Ende ist nah" und mit diesen Worten drehte er sich um und lief stolzen und kräftigen Schrittes in sein Gemach, durch die schwarzen lichtlosen Säulengänge und die endlosen Gänge und Verließe der schwarzen Zitadelle, vorbei an den tausenden von Dämonen,Untoten und Höllenbestien welche die Armee des "Dunklen Herrschers" darstellten, er wandelte als menschliches Wesen unter all diesen Kreaturen und erreichte schließlich sein Gemach.
    In ihm wartete seine Konkubine Deliah, ein junges Mädchen welche Duncans einzige Vertraute war, Ihr trauriges sorgenvolles Gesicht blieb ihm nicht verborgen...er trat an Sie heran und musterte Sie von oben bis unten. Deliah war durchaus ein attraktives Mädchen, doch die jahrelange Finsternis hatte auch ihr Gesicht geprägt.
    Duncan umarmte sie und küsste sie auf die Stirn, er bat Sie Sie möge ihm noch ein Buch bringen und er legte sich schlafen, noch ehe sie zurückkam, sollte er eingeschlafen sein.


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    3.Ein Mann und die Dunkelheit

    Duncan erwachte schweißgebadet, er hatte einen Alptraum gehabt indem man ihm Deliah wegnahm...Duncan hätte es nie zugegeben und er zeigte es Deliah gegenüber auch nie, aber er mochte sie, er wehrte sich gegen den Gedanken der Liebe, schlimmer noch...Duncan hasste die Liebe, er selbst wurde in jungen Jahren (Duncan war 27) immer ignoriert, er schien wenig beliebt bei den Mädchen und dafür hasste er die Liebe, Mitgefühl war in ihm längst gestorben und doch empfand er ein Gefühl für Deliah, dass er eher als väterlich beschrieben hätte, er wollte sie schützen und das um jeden Preis.
    Er blickte sich um und nach einem kurzen Moment der Verwirrung, besann er sich und sein vom Schrecken gezeichnetes Gesicht, glitt in sein altes liebloses und finsteres Gesicht zurück.
    Er erblickte Deliah, die neben ihm lag und ihren Arm auf seine Brust gelegt hatte.
    Er stand auf ohne sich weiter mit dem Gedanken an den Traum zu befassen und zog seinen Mantel an.
    Es war kalt, nicht vom Wetter eher vom Tod und der eisige Griff umschlung das Land und Duncan spürte die Veränderung.
    Er bewegte sich langsam durch die Gemäuer von Glastheim und lief zu dem Balkon vom Vortag auf dem noch immer das Buch lag.
    Duncan nahm es an sich und murmelte erneut einige Formeln während sich um ihn die Finsternis sammelte, blickte er an der Zitadelle hinab und erblickte dir riesigen Armeen des "Dunklen Herrschers".
    Dämönen,Horden von Zombies und Skelleten, stinkenden Tierkadavern,Höllenbestien und Wesen die aus purem Hass geschaffen wurden, finstere Schatten, die nur danach trachteten alles Leben zu vernichten und die Welt in das ewige Dunkel zu stürzen.
    Duncan kannte seine Rolle innerhalb der Armeen und überdachte seinen Plan, als er den General der Armee durch die stinkenden, geifernden und widerwärtigen Kreaturen stapfen sah.
    Der General der Armee, war ein grotesker ANblick aus Stahl und Dunkelheit, in ihm war nichts, das unendliche Leere, die alles zu verschlucken schien und außen herum umarmte dieses Nichts eine Stahlhülle, er war knapp 5 Meter groß und bevorzugte neben einem 3 Meter langen Morgenstern, den er mit einer Hand zu schwingen vermochte noch ein altes Schwert...eines der verbotenen und verfluchten Schwerter der vergangenheit...das Mystaltainn.
    Nicht zuletzte stiefelte diese Gestalt aus Bosheit und Wut auf ein Wesen zu das einem Drachen ähnlich sah, ein Wesen, dass ein einziger Schatten zu sein schien und genau das war es auch, ein dunkler Schattendrachen, der sich selbst in ein schwaches Abbild verwandeln und überall auftauchen konnte...und das war das Reittier dieses Stahlungeheuers.
    Duncan blickte nur mit einem finsteren und matten Blick auf das Geschehen ehe er sich umdrehte und mit samt des Buches in sein Gemach zurückwanderte.
    Deliah war inzwischen wach und hatte sogar das Essen für sich und Duncan gemacht, er ging zu ihr und drückte sie erneut und sprach ihr die Worte ins Ohr:
    "Deliah, du wirst dich um all das hier kümmern, ich werde ein paar Tage verreisen, mach dir keine Sorgen um mich sondern bleib hier und tu was ich dir gesagt habe."
    Mit diesen Worten nahm er sich einen alten zerlumpten Mantel, dreckicke Stiefel und legte sein Gesicht in Falten.
    Er wirkte fast als sei er 40 oder 50 Jahre alt, die Lumpen an seinem Körper, machten seine ohnehin schwächliche Gestalt noch mitleidserregender.
    Er ging ohne das Deliah ihm noch etwas sagen konnte, hätte sie es gekonnt, so hätte sie ihm gesagt wie gern sie ihn doch hat, trotz all der Schrecken um sie herum.
    Duncan lief die Stufen der Zitadelle hinab und wandelte durch den großen Torbogen hindruch auf die schwarzen Straßen, er ging abseits von der Armee einen Pfad und ließ die Finsternis hinter sich.
    Während all dies geschah, hatte sich die Armee aus Tod,Hass und Verwüstung bereits in Richtung der Stadt der Lebenden aufgemacht, bereit alles auf ihrem Weg in unsagbares Leid zu stürzen.



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    4. Die Freunde

    Die warme wohltuende Sonne schien auf das weite Grüne Land, die prallen grünen Wiesen und goldgelben Felder waren ein Anblick wie es keinen schöneren hätte geben können.
    In einiger Entfernung auf einem freien Platz vor dem kleinen Städtchen Izlude sah man 2 junge Burschen miteinandern kämpfen, es schien weniger ein ernster Kampf als eine Art Training zu sein, dennoch kämpften die Beiden mit ihrer ganzen Kraft und ihrem ganzen Herzen.
    Sie schienen in etwa gleich alt dennoch unterschied sie ihre Kleidung als auch ihr Kampfstil von den anderen Trainierenden in der Umgebung.
    Der eine trug ein langen roten Mantel und eine Adelsschärpe, er war wohlhabend gekleidet und trug nur eine dünne Weste welche ihn wohl kaum vor einem ernsthaften Treffer geschützt hätte, umso präziser war sein Kampfstil, er führte eine lange verzierte Klinge schnell und elegant während er seine andere Hand lässig in die Seite stützte, dass Schild im Grass war sicher von ihm und trug des Symbol des Adelshauses der Seblich.
    Der junge Mann hieß Kreto, der eleganteste und zukunftsträchtigste Krieger auf diesem Platz, er stand kurz davor die Prüfung zum Kreuzritter abtzulegen, die nur dem Adel der Stadt vorbehalten war.
    Er war keinesfalls arrogant wie man es hätte vermuten können, er war ein gutmütiger Kerl und stets hilfsbereit, hatte einen ausgerägten Sinn für Humor und Wortgewandheit, was ihn sowohl bei Männern als auch Frauen äußerst beliebt machte.
    Er neigte dazu ab und an etwas hitzig zu reagieren war aber ansonsten der perfekte Mann...zumindest dachte dies das Mädchen, das in einiger Entfernung des Trainingsplatzes die beiden Kämpfer beobachtete.
    Das Mädchen war für ihre Abschlussprüfung zur Priesterin gekleidet, ihr langes Gewand umschlung ihren grazilen Körper.
    Sie hatte langes dunkelblondes Haar, eine sehr liebevolle Art und hätte ein Sinnbild für gutmütig sein können.
    Kreto und dieses Mädchen (die im übrigen Shailah hies) waren ein junges Pärchen, man merkte den beiden an, dass sie sich liebten und einandern prächtig verstanden, obgleich ihre Liebe jung war, schienen sie doch wie füreinander geschaffen.
    Doch im Moment war Kreto bei etwas anderem, nämich beim Kampf gegen den 2. Besten Kämpfer dieser Kampfschule (er selbst war der Beste und dies wurde im mehrfach bestätigt), Kero Argas.
    Kero war einfach bekleidet, er entstammte dem Bürgertum und trainierte mit den Anwärten für die Tempelritter obgleich er nie einer werden konnte (nur dem Adel war es vorbehalten sich der Tempelritterprüfung zu stellen), dennoch hätte sein Geschick durchaus dafür gerreicht, aber es sollte nicht so sein...er wollte der beste Ritter werden den Prontera je gesehn hatte und dafür trainierte er auch mit den Besten und das tagtäglich.
    Kero war eher ein stiller und besonnener Typ, er schien mehr ein Außenseiter zu sein und wurde nie richtig von den anderen aktzeptiert, dennoch hatte er in Kreto und Shailah Freunde gefunden auch einige andere waren ihm als Freunde lieb geworden, aber das waren Wenige und beliebt war er deswegen noch lange nicht.
    Er hielt nie viel von den Anweißungen des Lehrers und entwarf seinen eigenen Kampfstil, Kero kämpfe eines Ritters untypisch immer mit Schwert und Schild, die meisten seiner Trainigskameraden nahmen bereits früh die Zweihänder, aber ihm waren diese großen monströsen Eisenklumpen (wie er sie selbst nannte) einfach zuwider.
    Die beiden schlugen hart und kraftvoll aufeinandern ein, wobei Kreto ständig Keros Schläge parierte und nur selten einen harten Schlag auf Keros Schild machte.
    Es dauerte einen Moment, doch Kreto wurde die Sache zu eintönig und begann Kero zu necken...anscheind etwas zu sehr, denn Kero wurde wütend und schlug jetzt energisch und voller Wucht auf Kreots Schwert ein, der jetzt doch etwas Mühe hatte die Schläge zu parieren...dennoch kurze Zeit nachdem Kero erneut einen Angriff starte, trat Kreto ein paar Schritte zur Seite und entwaffnete anschließend Kero mit einem geschickten Schwertstreich.
    Kero, geschockt durch den Verlust seiner Waffe, fiel auf den harten Boden und lag ein paar Minuten erzürnt dort.
    Shailah kam, da sie dachte er sei verletzt und wollte ihn sich ansehen, Kero warf ihre Hand zurück, stand auf, nahm sein Schwert und sein Schild und lief vom Trainingsplatz ohne ein weiteres Wort zu sagen.
    Kreto und Shailah sahen Ihm noch einen Moment nach, doch dann küssten sie sich und meinten, dass es genug für heute sei, sie liefen nach Norden.
    Dort tat sich ein prunkvolles Gebilde auf, verzierte Dächer und Torbögen, Malereien an den Außenwänden, Vögel zwitscherten in den begrünnten Parkanlagen, dies war der Stolz der menschlichen Rasse, dies war die Hauptstadt..Prontera.


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    5. Der Fremde

    Kreto und Shailah liefen durch die voll Menschen beladene Straße, überall waren Händler, die ihre Ware anpriesen und mit lauten Schreien um neue Kunden warben.
    Kreto lief ein Stück zur Seite und betrachte einen Künstler mit seiner Tochter, der Mann malte und das kleine Mädchen flochtet Blumenringe, ihm entging nicht, dass Shailah (als zukünftige Pristerin selbstverständlich) Mitleid für das kleine Mädchen empfand, dass sie hier unter all den Menschen arbeiten musste und ihre Kindheit nicht geniesen konnte.
    Kreto fragte den Mann was den ein solcher Blumenring und der Kopfschmuck aus Blumen kosten würden, sie waren erstaunlich preiswert, den Ring gab er seiner Geliebten und küsste sie, den Kopfreif setzte er dem Mädchen auf und mit Shailah zusammen überzeugten sie den alten Mann, dass er seine Tochter doch spielen lasse.
    Er willigte schließlich ein und das kleine Mädchen lief mit einem süßen Stoffpüppchen vor die Tore in Richtung der hoch am Himmel stehenden Sonne.
    Sie liefen weiter, doch plötzlich spürte Kreto einen kurzen Ruck an seinem Gürtel, er drehte sich im selben Moment um und packte den Jüngling, der eben versuchte seinen Geldbeutel abzuschneiden.
    "Hey was soll, du..." Kreto stockte, plötzlich erkannte er das Gesicht, es war Valentino (wie er sich selbst nannte, niemand kannte seinen richtigen Namen und die meisten nannten ihn nur Val).
    Er grinste ihn etwas höhnich an und gab Kreto den Beutel wieder, er lachte plötzlich und meinte die Beiden seien zu Gedanken verloren.
    Es war Spass Val war ein kleiner, geschickter Dieb (er hatte es eben geschafft sich als Räuber bezeichnen zu dürfen), er bevorzugte dennoch einen Assasinnenkampfstil und kämpfte stets mit 2 kurzen scharfen Messern, die er in seinen langen Mantel verbarg.
    Dennoch war er ein guter Kerl, er klaute nur was er zum Leben brauchte und selbst dann nur von den "reichen Bonzen", wie er den Adel der Stadt nannte.
    Die 3 lachten, wussten sie doch, dass er bislang nie etwas bösartiges getan hatte und liefen die Straße zusammen weiter hinunter in Richtung des Marktplatzes, der sich in der Mitte der Stadt befand.
    Ein kleiner Brunnen zierte das Bild und einige Jungfern saßen am Brunnenrand und scherzten und schwatzten über dies und das.
    Das Treiben war hier noch unkoordinierter als kurz hinter dem Tor.
    Während Shailah und Val die weitere Umgebung begutachten und miteinander sprachen, schaute Kreto auf eine Person, die ihm aus irgendeinem Grund aufgefallen war.
    Die Person saß neben dem Waffenladen und erbat Geld...Kreto ging langsam aber zielstrebig auf Sie zu, ohne das Shailah und Val etwas bemerkten.
    Er betrachtete den alten Mann, er schien etwa 40 zu sein, villeicht auch älter, er hatte einen alten, mit Lehm bedeckten Mantel am Leib, der eher einem Fetzen als einem Mantel gleich kam, seine Stiefel waren ausgetreten und man sah die Füße.
    Sein Gesicht lag zur Hälfte unter einer Kutte verborgen, die Haare waren lang und fettig.
    Kreto wusste nicht wieso ihn dieser Mann interessierte, er hatte ein merkwürdiges Gefühl, aber konnte es nicht zuordnen.
    Der Mann sah zu Kreto auf und bat ihn um eine milde Gabe, Kreto willigete ein und gab dem Mann einige Zeny.
    Plötzlich schien Leben in diese klägliche Gestalt zu fahren, er erhob sich und machte einen weiten Schritt auf Kreto zu.
    Er blickte ihn einen Moment an und für den Bruchteil eines Momentes, sah man die andere Gesichtshälfte...doch noch bevor Kreto sich klar machen konnte was er sah, war sie schon wieder verborgen.
    Der Mann lächelte...er dankte Kreto und musterte ihn von oben bis unten.
    "Ihr seid einer der Erwählten zum Tempelritter, habe ich Recht?" fragte er, die Stimme schien schwach und krazte.
    "In der Tat mein Herr, sagt woher stammt ihr, ihr macht nicht den Eindruck als seiet ihr aus dieser Umgebung?"
    "Ich...", und das Lächeln verzog sich zu einem beinahe bösen Grinsen und er wandte sich ab ohne ein weiteres Wort zu sagen.
    "Halt, ihr könnt doch nicht..." plötzlich ergriff jemand Kretos Schulter und er erschrak, als er sich umdrehte standen Shailah und Val da und starrten ihn etwas verwundert an.
    "Kreto mit wem redest du bitte?"
    Er blickte sich um, aber da war niemand mehr, wo war der alte Mann hin?
    "Kreto...Liebling, alles in Ordnung mit dir, du bist ja ganz blass?"
    "Ich weiß nicht...ich dachte da war eben ein Mann, aber ich..."
    Shailah drückte ihm die Lippen zu und umarmte ihn.
    "Kreto und sowas will Tempelritter sein, jetzt siehst du schon Gespenster" lachte Val und spielte damit auf Kreots Meinung zur Magie an (als Tempelritter war man verpflichtet gegen jede Art der Magie vorzugehen, mit Ausnahme göttlicher Magie).
    Sie besannen sich und Kreto versuchte den Mann zu vergessen, sie liefen weiter durch die hell durchfluteten Straßen und lauschten der Masse...dabei beobachtet das kleine Grüppchen eben jener alte Mann, der noch immer vor dem Laden stand und scheinbar von allen übersehn wurde...er grinste in sich hinein und spuckte dann aus, angewidert von soviel Freundlichkeit, er warf das Geld auf den Boden und wandelte in Richtung Schloss.



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    6. Vorboten des Schreckens

    Shailah,Kreto und Val liefen in Richtung eines kleinen Parks, er lag in einer Ecke der Statdt und nur selten gingen Menschen hier her, er war zu abgeschieden, sodass die meisten eher den Park in der alten Stadtmitte nahmen (Prontera war jetzt um das 5 Fache seiner Ursprungsgröße vor dem Krieg gewachsen).
    Sie schlenderten ein wenig durch den Park, Kreot wäre wohl gern mit Shailah alleine gewesen, aber er lächelte und nahm sich zusammen, man könne ja nicht immer nur zuzweit aufeinandern hocken, dachte er sich.
    Sie scherzten,lachten und erzählten von Jenem und Diesem, als sie plötzlich in der Nähe der Mauer einen Schrei vernahmen.
    Aufgeschreckt durch das Geräusch rannten dir 3 in Richtung der immer lauter werdenen Hilfeschreie, die plötzlich verstummten.
    Als sie dort ankamen erkannten sie die Person, es war das kleine Mädchen...blutüberströmt lag es am Boden, der Blumenkranz lag zertreten neben ihr und in einiger Entfernung stand der Übeltäter des ganzen, ein kleines Deviruchi.
    Kichernd und geifernd beugte es sich über das Mädchen, bereit ihr den Gnadenstoss zu geben, wären da nicht die 3.
    Kreot zückte sein Schwert und tratt des Deviruchi beiseite, Val stellte sich zwischen dieses Biest und das Mädchen und zückte ebenfalls seine beiden Klingen, während Shailah zu dem Mädchen rannte.
    Kreto wusste zwar, dass dieses kleine Wesen nur ein schwacher Abkömmling ist, aber dennoch sollte man es nicht unterschätzen, er machte sich kampfbereit.
    Das Deviruchi attackierte ihn, er wehre mit dem Schild ab und konterte mit einem gezielten Schwertstreich, hier erkannte man das exelente Training von ihm, jeder Schlag saß und jeder gegnerische Angriff wurde durch Schild,Schwert oder einen passenden Schritt entgangen.
    Val rannte hinter das Wesen und verbarg sich im Schatten der Mauer, er wartete den richtigen Moment ab, der auch nicht lange auf sich warten ließ.
    Er sprang hervor, überraschte das Deviruchi, wehrte mit einer Klinge den Spieß ab und schnitt dem Dämon die Kehle durch ohne mit der Wimper zu zucken.
    Während die beiden sich von dem "Kampf" erholten, hatte Shailah das Mädchen versorgt, es war ohnmächtig und hatte eine Wunde am Oberkörper aus der langsam aber dennoch stetig Blut quoll.
    Ihre Kräfte als Acolyte waren zu schwach um eine derartige Wunde zu heilen, sie verbanden das Mädchen und Kreto nahm es vorsichtig hoch und sie rannten zur Kirche, nur ein Priester konnte ihnen jetzt noch helfen.
    Während sie durch die Straßen rannten, floss unermüdlich Blut an Kretos Körper herab und bildete einen Rinnsaal auf dem Pfad, auf dem die 3 rannten.
    Zielstrebig liefen sie zur Kirche und die Zeit drängte, den Shailah spürte, dass das Mädchen von Minute zu Minute dem Tod näher kam.
    Val war der erste an der Kirche, schließlich war er auch der Schnellste und musste nicht wie Kreto noch das Mädchen mittragen, er donnerte an das schwere Tor, der Prunk der Kirche war kaum vergleichbar.
    Hohe steile mit Gold verzierte im Romantik Stil gehaltene Bögen, lange ausschweifende Fenster- und Mauersimse, ein schier überwäligender Glanz und das anklagende Kreuz über dem Tor, welches den Menschen den Einlass zu verwehren schien.
    Kein Gebäude der Statd war prunkvoller und reicher verziert als Dieses, es symbolisierte die neue und endgültige Macht der Kirche, welche nie enden sollte und welcher alles und jeder untersteht.
    Doch das war jetzt alles nebensächlich, Kreto und Shailah erreichten endlich das schwere Tor und ein Mann in einem langen rötlichen Gewand öffnete.
    Er sah die 3 kurz an ohne ein Wort zu sprechen, nahm er Kreto das Mädchen ab und schloss die Tür wieder.
    Die 3 stannten wie angewurzelt und schienen etwas enttäuscht, die Tür schwieg und minutenlang schien nicht der kleinste Ton durch die beklemmende Stille zu dringen.
    Dennoch öffnete sich die Tür erneut, nur diesmal trat ein in einer langen dunklen Robe gekleidete Priester heraus.
    In einer ruhigen und freundlichen Stimme bedankte er sich bei den 3en, sie hätten das Leben des Mädchens gerettet, aber sie wollen sie noch ein paar Tage hier behalten zur Beobachtung.
    Er fragte sie dann allerdings in einem schärferen Ton, wer ein solch abscheuliches Verbrechen begangen habe.
    Kreto und Shailah berichteten dem Priester alles, nur Val schwieg die ganze Zeit und stand ein paar Meter abseits...
    Der Priester drehte sich in das Innere der Kirche um und es traten 2 Tempelritter heraus, die dem Weg folgten (immernoch durch die frische Blutspur zu sehen), den die Beiden beschrieben hatten.
    Kreto verneigte sich (es gehörte sich so), SHailah machte einen Knix, nur Val stand sturr zu Boden starrend am Rand des Szenarios und wartete ab.
    Der Priester schloss die Tore und drinnen hörte man den schweren Riegel, wie er sich vor das Tor schob.
    Sie gingen noch ein paar Meter zusammen und trennten sich dann um ihre Prüfungen zu machen, Val meinte er habe noch etwas zu erledigen und verschwand in der nächstbesten Gasse.
    Kreto meinte er gehe sich besser noch waschen, Shailah umarmte ihn trotzdem wünschte ihm viel Glück und ging zurück zur Kirche um ihre Priester Prüfung abzulegen.
    Nachdem Kreto aus dem Waschhaus der Stadt kam, wandte er sich dem Schloss zu, entschlossen endlich ein Tempelritter zu werden, er machte ein paar Schritte und spürte plötzlich einen entsetzlichen Schmerz in der Lendengegend, anscheind war er doch verletzt worden, es war keine schwere Wunde, aber man erkannte deutlich die 3 Einstiche des Spießes des Deviruchis.
    Er rieß sich zusammen und ging voller Stolz auf das Schloss zu.



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    7. Die heilige Inquisition

    Endlich war es soweit, Kreto und Shailah konnten ihre Prüfungen ablegen um endlich ihr ersehntes Ziel zu erreichen.
    Während Shailah in den Katakomben den Versuchungen der Dämonen zu trotzden versuchte, kämpfte Kreto sich durch das Verließ des Schlosses, wie es ihm befohlen ward.
    Die Gedanken der beiden, lagen jeweils beim anderen und allein diese Verbundenheit gab den beiden eine Kraft, wie sie nicht hätte stärker sein können.
    Endlich geschafft jetzt mussten sie nur noch vor einen Mann treten, der sie in den Dienst Gottes erheben sollte, vor den Großinquisitor.
    Die beiden standen erneut vor den trotz allen Prunks strahlenden aber kalt wirkenden Kirche.
    Shailah hatte Dinge in den Katakomben gesehn, die sie zu vergessen suchte und auch das Verließ durch das Kreto sich kämpfen musste war kein Ort für Menschen, jedenfalls nicht für Normalsterbliche.
    Sie traten in die Kirche ein, ein riesiges Gebäude, der Innenraum schien noch prunkvoller als die äußere Fassade, überall Gold und verzierte Kreuze.
    Am ende des in Alkovenform gehaltenen Treppenabsatzes knieten die Beiden nieder und erwarteten den Segen des Inquisitors.
    Kreto war Stolz darauf, endlich konnte er im Namen Gottes gegen all die Hexer und Sünder dieser Welt vorgehen, er hoffte die Welt endgültig von Magie zu befreien, immerhin hatte sie all das Leid über Midgard gebracht, so stand es jedenfalls in den vielen Büchern.
    Shailah wurde angewiesen auftzustehen, sie blickte in die kalten und starren Augen des Großinquisitors, sein langer, grauer und gepflegter Bart hing ihm bis weit über die Brust hinab, seine weiße Robe, mit den verschiedenen Scherpen, sollte die Macht der Kirche in seiner Person wiederspiegeln und bei Gott, dass tat sie.
    Der Mann war eher gefürchtet als geliebt, seine Garde tat ihr übriges, 14 schlagkräftige Paladine, versehen mit den stärksten und widerstandsfähigsten Rüstungen, magischen Schilden, die jede Form der Magie abwehren konnten, schier übermenschlicher Stärke und einen Blick, dass selbst Eis noch weiter hätte erstarren lassen können.
    Diese 14 "Stahlmonster" und die eisige Hand des Großinquisitors, welche auf Shailahs Schulter ruhte, schien ein nie endender Moment zu sein.
    Er segnete sie und ließ ihr die Robe einer Priesterin übergeben, er sprach einige unverständliche Worte und wies Sie an sich zu entfernen.
    Kreto erhob sich ebenfalls, er platzte fast vor Spannung und konnte die Segnung kaum erwarten.
    "In euren Augen erkenne ich ein Feuer-ihr erinnert mich an mich-damals-ihr werdet ein sehr treuer Tempelritter werden...ein SEHR Treuer, er keuchte und segnete Kreto, der einen Moment lang wie angewurzelt stand.
    Jetzt näherten sich 2 der "Stahlmonster" und legten Kreto seine Rüstung an und übergaben ihn ein neues verziertes und geweihtes Schwert sowie ein mit dem Emblem der Kirche versehenes Schild.
    Er verbeugte sich und legte den Schwur der Tempelritter ab:
    "Meine Seele gehört Gott, meinen Gedanken dem Recht und mein Körper der Kirche, ich werde gegen alles Unrecht dieser Welt ziehen und den Willen der Kirche bis in die entlegendsten Winkel dieses Landes tragen, diejenigen welche sich gegen mich und Gott stellen, sollen durch meine Klinge fallen und durch Gott im Tod den ewigen Qualen der Hölle ausgeliefert sein."
    Er erhob sich, warf seinen Kopf zurück und lächelte Shailah an.
    "Geht jetzt-Gott sei mit euch meine Kinder", diese Worte klangen ihnen noch nach während sie dir Kirche verließen und in Richtung des Schlosses gingen.
    Plötzlich lief ihnen Kero über den Weg, er trug eine Schwere Rüstung und sein Gesicht wurde durch einen schweren Stahlhelm verborgen.
    Er warf Kreto nur einen kurzen Blick zu, er schien mehr von Verachtung geprägt als von erhabener Wertschätzung, Kreto wollte etwas sagen aber Shailah stoppte ihn.
    "Lass ihn Schatzü, wer weiß was mit ihm los ist, er wird wieder", und mit diesen Worten gingen sie durch die nächtlichen Straßen der Stadt.
    Der Mond schien weit über die Felder Pronteras und sollte seine beruhigende Wirkung über die Stadt bringen, nur diesmal war der Mond nicht allein am Himmel...ein langsamer glühender Feuerball zog in Richtung des Mondes und drohte ihn zu verschlingen, doch das bemerkten die beiden nicht in ihrer Euphorie wollten sie feiern und gingen schließlich in eine Raststätte.
    Nur der Grßinquisitor stand am Fenster im Obergeschoss der Kirche und beobachtete den langsam herannahenden Feuerball ohne eine Miene zu verziehen, machte er eine Handbewegung zu seinen Vertrauten.
    "Ihr habt mich rufen lassen, mein Herr?" sprach es aus dem Dunkel.
    "So ist dem-die Zeit naht-ich spüre es-bereitet meine Männer vor-"
    "Herr wünscht ihr die Stadt zu warnen?"
    "Die-Statd", der Inquisitor verzog sein fahles zusammengefallenes Gesicht zu einem verächtlichen Grinsen, "diese Statd-interessiert mich nicht-wenn diese Narren-die Bedrohung nicht selbst sehen-so sollen sie in ihrer Ignoranz-das Schicksal dieser Stadt teilen".
    Er atmete schwer und die Gestalt im Schatten wandte sich ab.
    In der Kirche wurde es wieder still, nur die Schreie der Gefolterten in den tiefen Kirchverließen konnte man jetzt wieder hören und der Großinquisitor genoss es und gos sich langsam blutroten Wein ein.


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    8. Der Anfang vom Ende

    Kreto und Shailah erwachten, sie lagen beieinander und schauten sich einen Moment lang in die Augen, Shailah streichelte Kretos Kopf und er küsste sie auf die Stirn.
    Sie wären wohl noch länger verschlugen liegen geblieben, aber plötzlich hörten sie entsetzte Schreie von der Straße in ihr Zimmer hochhallen.
    Sie zogen sich an und liefen die Treppen des Hauses auf die Straße hinab, ihnen bot sich ein schauerlicher Anblick, von einer gaffenden Menschenmasse umrundet, lag ein Mann am Boden, es war ein Ritter des Königs, blutüberströmt und schwer verletzt, er spuckte immer wieder Blut aus und hielt sich eine seiner zahlreichen Wunden mit einer Hand zu, er zog eine lange Blutspur hinter sich her.
    Seine Beine waren zerschunden und ein Bein schien sogar gebrochen, wie er hierher gelangt ist schien total unklar, als man das Wappen auf der Brust erkannte (es war das des westlichen Ausenpostens, jeweils eine Himmelsrichtung musste durch eines der 4 großen Adelshäuser beschützt werden) schien es noch unwirklicher.
    Er brach zusammen, richtete sich auf und brach erneut zusammen, er stöhnte und hielt in einer Hand fest ein zerissenes Stück Papier in den Händen, welches schon mit Blut vollgesogen war.
    Die gaffende Menge hielt es nicht für nötig den armen Mann zu helfen, angewidert durch solches Verhalten rannte Kreto auf ihn zu und stütze ihn ab, sodass er auf seine Schultern lag.
    Sie schleppten ihn schnell ein Stück von der Straße weg und hinein in die zu dieser Zeit leere Schenke, der Wirt sah das Szenario und holte einen Eimer mit warmen Wasser sowie einen sauberen Lappen, man legte den Mann auf einen der Tische und Shailah versuchte seine Wunden zu heilen.
    Einen Moment lang war es Routine, Kreto hielt den Mann fest (er hatte qualvolle Schmerzen),Shailah bemühte sich das Leiden zu lindern und der Wirt wischte zuerst dem Mann das Blut ab und half Kreto danach die völlig zermalmte Rüstung abzulegen.
    Plötzlich ergriff der Mann Shailahs Hand und starrte ihr mit einem furchtbaren Blick in die Augen, er schrie vor Wahn auf: "Sie kommen-meine Männer-Tod,Tod...SIE SIND ALLE Tod-Dämonen,Schmerzen...das Blut überall dieses viele Blut und die Schreie und das Feuer-das viele tote Fleisch-Gestalt unaufhaltbar-sie haben nur-gelacht", er lachte wahnsinnig auf und schrie erneut auf.
    Aus seinem Mund quoll ein Schwall von Blut, Kreto hatte Mühe den in Wahnsinn zu verfallenden Mann festzuhalten.
    "Kreto ich schaff das nicht, irgendwas verhindert die Heilung", sagte Shailah und schaute Kreto ratlos an.
    Er schluckte und wollte den Mann in Richtung Kirche tragen, doch der stieß Kretos Hand weg und legte ihm den Brief in die Hand.
    "Das-zum König-schnell-flieht ihr Narren-lauft um euer Leben-ich..." er stammelte ein Gebet und schloss die Augen, er starb in Shailahs Armen, die ihm noch von allen Sünden freisprach.
    Der Wirt holte sich 2 Leute und sie trugen den zerschunden Körper davon, Kreto und Shailah rannten in Richtung des Schlosses um den Wunsch des Soldaten nachzukommen.
    Am Schloss angekommen stand bereits der Fürst des Hauses, er schien sie zu erwarten und in der Tat war es auch so, er begrüsste die beiden freundlich aber mit eiligen Worten und wies sie an ihm zum König zu folgen.
    Sie betraten den großen Thronsaal, ein weiser ältlicher aber gütiger Mann saß am Ende des langen Saales auf den Thron, er hatte den Kopf in die Hände gestützt und um ihn herum standen die 3 anderen Fürsten der großen Häuser und seine Berater, sowie der Großinquisitor.
    Kreto trat vor, verneigte sich und übergab dem Großinquisitor das Schriftstück, er betrachtete es einen kurzen Augenblick und gab es danach dem König, dieser dankte Kreto und Shailah herzlichst für die Überbringung und sprach sein Mitleid für den Tod des Mannes aus, er bat sie aber dennoch freundlichst jetzt zu gehen, da bei der Sitzung keine Personen ihres Standes anwesend sein dürfen.
    Der Großinquisitor warf den beiden einen eisigen Blick zu und daraufhin verliesen sie die Halle und liefen nach draußen.
    Drinnen konnte man noch die Anfänge des schienbar recht hitzig werdenen Gespräches vernehmen.
    "Hast du gelesen was in dem Brief stand Kreto?"
    "Nein, ich war nicht befuht dazu..."
    "Ich habe ein ungutes Gefühl, irgendwie Angst..."
    Er nahm sie in den Arm: "Mir gehts ähnlich, aber wir schaffen das schon, lass uns jetzt erstmal abschalten"
    "Hast Recht, gehen wir durch den Park zurück?"
    "Sicher"
    Sie schlugen den Weg durch die "grüne Straße" Pronteras ein.


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    10. Das Licht rüstet sich

    Auf dem Marktplatz, vor der Kirche und vor den gewaltigen Schlosstoren hatten sich die Menschen eingefunden, überall in der Stadt wurde die Mobilmachung befolhen.
    "Auf Anordnung des Großinquisitors und ihrer königlichen Majestät, haben sich jeder tapfere und kampfähige Mann und jede mutige und gottesfürchtige Frau unverzüglich bei der Garnison zu melden um sich den königlichen Truppen als Soldaten zur Verfügung zu stellen.
    Drückeberger, Feiglinge und Pflichtversäumer werden hart bestraft, Kinder werden durch eine Sonderabteilung unter Aufsicht der Kirche geschützt.
    Waffen, Verpflegung und sonstige Ausrüstung wird von der königlichen Armee großzügig zur Verfügung gestellt.
    Alle Männer und Frauen, die sich noch heute melden, werden reich belohnt für ihren Mut unr ihre Treue..."
    Kreto lief durch die Straßen, sein alter Lehrmeister Iven Telenor lief an seiner Seite und sie liefen langsam die einzelnen Truppenverbände ab.
    Kreto betrachtet seinen alten Lehrmeister genau, er schien sich kein Stück verändert zu haben und doch hatte er viele Jahre mit ihm trainiert, es war ein großer starker Mann, von seinen Truppen geehert und geliebt, seiner Treue zur Krone stand seiner Liebe zu seinen Leuten in Nichts nach.
    Er war ein wohl überlegter Mann und plante Angriffe sorgfältig, für ihn waren seine Soldaten wie Kinder, die es zu beschützen galt.
    Seine Rüstung blitze im Sonnenlicht und in der Schwertscheide brachen sich einzelne Sonnenstrahlen.
    "Schaut sie euch an Kreto...", er schüttelte den Kopf: "Mit diesen Gestalten wollen wir in den Krieg ziehen, der Inquisitor muss verrückt sein..."
    Kreto schaute sich die Truppen an, viele alte Männer, junge Frauen, fast noch Kinder, Vagabunten, angelockt von der Gier nach Gold, ebenso Söldner und zwielichtige Gestalten und zerlumpten Lederpanzern und bestenfalls mit einer schweren Keule oder einem Kurzschwert ausgerüstet.
    "Das sind keine Soldaten Kreto, es sind Bauern, Handwerker und Landstreicher, die haben noch keinen echten Krieg gesehn...es ist Wahnsinn."
    "In der Tat, es scheint äußerst schwer, angesichts dieser "Truppen" an den Sieg zu glauben"
    "Ich verstehe ihn nicht...er weiß doch, nein ich..." er verstummte.
    "Alles in Ordnung Lehrmeister?", Kreto sprach ihn immernoch ehrfürchtig an und wartete einen Moment lang auf den sich krümmenden Mann, man sah ihm das Alter nicht an, aber man spürte doch die Jahre in den Knochen.
    "Nichts, nur meine alten müden Knochen, die nicht mehr mitspielen wollen bei meinen Gedanken", er lächelte und die beiden liefen einen Moment lang schweigend die Reihen ab.
    An manchen Stellen sah man Teile der königlichen Truppen, die auf die Leute einsprachen und ihnen Mut machen sollten oder aber Priester welche die Bittenden segneten.
    Der Lehrmeister stoppte:"Kreto seht, ich muss euch etwas gestehen, ihr müsst mir schwören, dass ihr niemanden erzählt, dass ich euch das gesagt habe, es könnte mich den Kopf kosten."
    "Was könnte so schlimm sein, Lehrmeister?"
    "Schwört es Kreto!" er beschrie ihn.
    "Ich schwöre es bei meiner Ehre als Tempelritter", er ergriff den Schwertgriff und verneigte sich.
    "Ihr seid ein lobenswerter Mann Kreto, es war mir eine Ehre euch ausgebildet zu haben."
    "Und mir eine Ehre von euch ausgebildet zu werden"
    "Kreto...wie ihr sicherlich bemerkt habt, erzählt niemand etwas von dem Feind gegen den wir antreten..."
    Kreto stockte:"Ja ich wunderte mich bereits, hatte aber gehofft es in Bälde zu erfahren."
    "Kreto ich werde euch jetzt erzählen gegen wenn wir kämpfen, behaltet das für euch oder eine Panik wird ausgelöst."
    "Ich schwor es und werde gehorchen"
    "Sehr schön...Kreto, die Nachricht, die ihr uns brachtet...in ihr standen schreckliche Dinge, ich möchte nicht im Detail darauf eingehen, es war widerlich...", er hielt inne und schaute 2 spielenden Kindern zu: "Kreto...es war eine Drohung des "dunklen Herrsches", er wird kommen und diese Welt in den Abgrund stürzen, so wie es die Prophezeihung erzählt."
    Kreto schaute auf:" Die Prophezeihung...="
    "Ihr werdet sie nicht mehr kennen, nur wenige wissen davon und sie euch jetzt zu erzählen, liegt nicht bei mir."
    "Ich verstehe"
    "Kreto wenn ihr diese Statd verteidigt, sucht euch eure Freunde und eure Liebsten und ich sage euch..."
    Er hielt erneut inne, ihm schien es schwer zu fallen, etwas zu sagen.
    "Kreto, ihr werdet den Moment erkennen in dem es Zeit wird zu fliehen...ich kann euch nicht mehr sagen."
    "Fliehen, Prontera im Stich lassen?" Kreto starrte den Lehrmeister an, so kannte er ihn gar nicht.
    "Ihr werdet es verstehen"
    Kreto sagte nichts weiter, er vertraute seinem Lehrer zu sehr und er hatte ihn bislang immer gut und weise beraten.
    Sie trennten sich nach einer Weile und verabschiedeten sich.
    Kreto lief über die Mauern der Stadt, sie schienen starr und steif und sehr stabil, nichts hatte diese Mauern seit dem Götterkrieg durchdrungen und er war zuversichtlich, dass sie auch diesmal halten würden.
    Er starrte in den sich verfinsternden Horizont, eine dunkle Wolke schien den sonnigen Himmel zu verdecken und er spürte, dass eine starke Macht im Anmarsch war.
    Er lief zu Shailah um den Abend bei ihr zu verbringen.


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