Das Herz des SGC

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    Re: Das Herz des SGC

    Nox - 04.09.2006, 13:40

    Das Herz des SGC
    Janet ist für mich das Herz des SGC.
    Für sie ist die Wissenschaft weder Selbstzweck noch Mittel zu einer Karriere sondern Basis, um ihre Arbeit so gut wie möglich zu machen. Sie arbeitet gern mit Menschen. Jeder ist ihr gleich wichtig.
    Ja, es stimmt, sie verrichtet auch Tätigkeiten, die sie als Ärztin nicht mehr tun müsste.
    Ihre ganze Art und Weise demonstriert, wie sehr sie die Menschen mag (und später dann auch die Außerirdischen, die „gut“ sind).
    Sie hilft jedem, der ihre medizinische Hilfe braucht (siehe Apophis) und lebt den Eid des Hippokrates wirklich!
    Als Mensch ist sie herzlich, kann aber auch streng ihre medizinischen Anweisungen durchsetzen. Sie ist nicht arrogant und überheblich Janet ist einfach nur nett.
    Ich kann mir vorstellen, wenn die SG-Teams von den Missionen zurückkommen, dass sie sich erst zu Hause fühlen, wenn Janet sie versorgt hat. Sie gibt Wärme, Geborgenheit und Ruhe.

    Auch hat sie eine endlose Geduld mit ihren Patienten (Beispiel: O’Neill)

    Die beste Charakterisierung gab wohl Teal’c mit seinem Nachruf, den Sam verlas. Teal’c sagt nie viel. Aber er hat sie genau erkannt!



    Re: Das Herz des SGC

    franzi - 04.09.2006, 14:43


    *zustimenendes Nicken*

    Teal'cs Rede war wirklich klasse, da haben die Autoren ganze Arbeit geleistet. Besser kann man nicht auf den Punkt bringen, wer Janet ist und wofür sie steht und lebt(e).

    Der Gedanke mit dem Team, dass erst durch Janet nach Hause kommt, ist mir auch schon durch den Kopf gegangen, und zwar als ich überlegt habe, warum SG mich nicht mehr so in seinen Bann zieht.
    Ich glaube nämlich, dass hat auch viel damit zutun, dass, weil Janet nicht mehr da ist, SG-1 nicht mehr wirklich Zuhause ankommt. Man sieht sie durch das Gate kommen und gehen, die Galaxis retten, aber irgendwie trifft es einen weniger. Sie sind so von der Erde losgelöst und distanziert.
    Früher haben sie für die Sicherheit von Janet und Cass und Siler [--> klasse Kerl!!] gekämpft, aber heute? Heute kämpfen sie zwar (immernoch) für die ganze Menschheit, aber das ist so ein weiter Begriff, den man nicht fassen kann. Es fehlt der direkte Bezug irgendwie. Macht das irgendwie Sinn?

    Sehr groß fand ich neben Auftritten wie in Serpent's Song (also das mit Apophis) auch die Folge "Threshold". Wie sie nicht zusehen kann, wie Teal'C mitten in ihrer Krankenstation sterben gelassen werden soll.
    Da wollte ich ja eigentlich immer mal eine FF zu schreiben.. u.a. auch mit dem Aspekt, wie weh es tun muss, wenn eine Freundin (die Beste?) einen selbst nach 5 Jahren scheinbar nicht kennt und ihr beharren auf ihrer Ethik (/Moral? Ich kann das so schlecht auseinanderhalten..) und das Ziehen der daraus resultierenden Konsequenzen (also die Kündigung) als kindisches Gehabe abtut.

    Soviel für jetzt...

    Danke für den Anstoß, Nox :D



    Re: Das Herz des SGC

    Nox - 04.09.2006, 18:12


    Diese Szene aus „Treshold“ beschäftigt mich auch schon lange. Da versuchte ich ja mal in einem Drabble Stellung dazu zunehmen. Das Thema ist allerdings sehr schwierig.
    Ich sehe das aus 2 Perspektiven:
    Einmal genau wie, du es beschrieben hast.
    Und die andere Sicht ist für mich die, dass Janet eigentlich so ähnlich denkt wie O’Neill. Er lässt niemals Jemanden zurück oder im Stich. Das tut er nicht nur, weil es einer der Grundsätze seines Jobs ist, sondern weil er so ist! Auch wenn er Gefühle nicht oft zeigt, setzt er sich aber für seine Leute bis zum Letzten ein. Und Janet ist genauso. Sie würde nie aufgeben. Und wenn man ihr die Hoffnung in diesem Punkt nimmt und sie zur Untätigkeit verdammt, würde sie lieber gehen. Nicht weil es kindisch wäre, nein, weil man ihr ein Stück ihrer Menschlichkeit in diesem Moment
    wegnimmt.

    Mal abgesehen davon, dass Teal'c ein sehr guter Freund für sie ist. (Sie hat ihn schon oft gehegt und gepflegt und wieder zusammengeflickt!)

    Seit Janet nicht mehr da ist, ist das SGC für mich wirklich ziemlich kalt und unpersönlich geworden. Nichts gegen eine andere Ärztin. Aber Janet war viel mehr als das. Sie fehlt.

    Ich bin auch etwas traurig, dass man so schnell zur Tagesordnung übergegangen ist. Keine Bemerkungen, keine Gespräche über Janet.. Privat ist Sam nur mit ihrem Beziehungstheater beschäftigt.

    Da schuf man zwar eine gewaltige „Trauer – Umarmungsszene“ am Ende von „Helden2“ und Janets zu Herzen gehende Trauerveranstaltung, aber das war’s dann auch.

    Aber es passt zum echten Leben: so lange du dein Ding machst, nimmt kaum einer Notiz. Alles ist selbstverständlich. Bist du dann nicht mehr da, kommt halt wer anders, na und! Die Zeit ist schnelllebig, was soll’s?



    Re: Das Herz des SGC

    franzi - 04.09.2006, 18:30


    Nox hat folgendes geschrieben: Diese Szene aus „Treshold“ beschäftigt mich auch schon lange. Da versuchte ich ja mal in einem Drabble Stellung dazu zunehmen. Das Thema ist allerdings sehr schwierig.
    Stimmt, Janet kann einfach nicht tatenlos zusehen, wenn Jemand, dem sie helfen kann, ihre Hilfe nicht erhält. Ich glaube, wenn sie nicht gewusst hätte, dass O'Neill und Bra'tac sie zur Not "mit Gewalt" aus dem Raum geschmissen hätten, hätte sie womöglich den klaren Befehl von Hammond einfach verweigert.

    Und natürlich wäre ihre Kündigung nicht kindisch. Aber irgendwie hat Sam es so hingestellt, und das muss gesessen haben, dass von ihr zu hören...

    Das hat mich wirklich gewaltigst angeko***, dass da diese bewegenden Szenen am Ende von Heroes kamen - nur um Janet direkt danahc völlig zu vergessen. Auch was aus Cassie wird, wird nie gesagt ("She's a tough kid" --> super, Sam!). Ich mein, bei Daniel wurde wenigstens ab und an noch auf ihn hingewiesen. Ich mein, hallo?? Die war nicht "nur" 7 Jahre Chefärztin, die war mit denen befreundet man!

    Ich hab die ganze Zeit auf einen Moment gewartet, an dem Janet nochmal irgendwie erwähnt wird. Ich warte immernoch.

    Und so pessimistisch das auch klingt: es passt wohl wirklich zum echten Leben (hab ich persönlich schon öfters mit Erschrecken festgestellt, wie wenig ich selbst gute Freunde vermisse, wenn ich sie aus den Augen verliere oder sonstwie von ihnen getrennt bin).

    Dann bin ich aber auch wieder froh, dass es die "virtuelle Ebene der virtuellen Serie" gibt (aka FFs), wo man das alles ändern kann...

    Lg, Cat
    sich FF Ideen notierend



    Re: Das Herz des SGC

    Nox - 04.09.2006, 22:08


    @franzi (Vorsicht, es wird viel!)
    Die Szene berührt dich ja noch mehr als mich.

    Ich muss sagen, dass ich mich an diesem Punkt bereits mit Sams zeitweiser Kälte und Taktlosigkeit abgefunden hatte. Ich erklärte es mir so, dass sie Wissenschaftlerin ist und immer erst alles ergründen will, Gefühle werden hinten rangestellt. Das beste Beispiel ist das „Schwarze Loch“, wo sie tatsächlich zusehen will, wie SG10 langsam stirbt. Da war sogar O’Neill geschockt.
    Ein anderes Beispiel ist bei „Feuer und Wasser“, als sie nicht nur einfach in Daniels Tagebuch liest, nein, sie liest auch noch laut daraus vor! Und wieder ist es Jack, der einschreitet. Letzter versteckt seine Gefühle auch, aber aus einer persönlichen Tragik heraus. Sam dagegen ist immer am Erforschen und dem ständigen Warum. Sie kann diese Barriere nicht durchdringen, das bleibt bis Ende Staffel 8. In der Neunten soll ja durch AT’s Mutterstrahlen Wärme in sie kommen. Aber leider ist das zu spät: Janet ist nicht mehr da!
    Während der ganzen Jahre ging mir eben Daniels Bemerkung, dass Sam noch keine wahre Liebe erfahren habe, nicht aus dem Kopf. Vielleicht muss man hier sogar noch weiter gehen, vielleicht hat sie noch nie wahre Freundschaft erfahren.. Janet (oder auch Daniel?) könnte sogar eine Seelenverwandte für sie sein. Aber sie lässt sich nicht darauf ein. Sie bleibt immer an der Oberfläche und kommt gar nicht auf den Gedanken, dass Janet aus tiefstem Herzen so handeln muss, weil sie nie auf so eine Idee kommen würde. Sam kann nicht fühlen! Sie handelt stets nach Regeln und Gesetzen, immer bemüht alles richtig zu machen, was erforderlich ist. Sie steht durchaus zu sachlich gemachten Fehlern, aber durch Gefühle dürfen keine Fehler entstehen! Erst gestern las ich wieder das Interwiev mit Breckman. Da kommt das sehr deutlich zum Ausdruck. (oder auch „Die Bewährungsprobe“, als sie der Kadettin gegenüber feststellte, dass diese aus persönlichen Gründen das Richtige nicht tat.)
    Das alles ist nicht böse gemeint. Sie ist eben so. Und sich selbst zu ändern, ist immer am schwersten. Da müsste sie erstmal merken, dass sie falsch liegt, aber wie? Wer hat den Mut, sie darauf hinzuweisen? Wer schafft es, sie aufzutauen?
    Für mich ist sie eigentlich immer noch die typische Klassenbeste (Streberin, Lehrer anhimmeln usw.).Auf der anderen Seite ist sie aber magisch vom Klassenkasper angezogen und würde gern auch solche Sachen machen. Diesen verkörpert hier Jack. Ich denke, das hat er auch schnell begriffen. Deswegen oft die dümmlichen Scherze, er spielt mit. Irgendwann verlieben sich die Beiden, eben wie in der Schule, und irgendwann ist es wieder aus, wie gehabt. Aber sie wird sich nicht geändert haben und Janet immer noch nicht verstehen..
    Sie wird sich erst dann ändern, wenn jemand in ihr Leben tritt, der ihr Herz wirklich öffnen kann. Aber wer ist das? Hoffentlich kann sie es erkennen und zulassen!
    Ein Mann bietet ihr auf ihrem hohen Level Paroli und macht ihr Platz eins streitig. Und dass kann sie nicht ertragen. Mit diesem Mann möchte sie nicht arbeiten, dass fällt sogar Hammond auf. Und das ist Dr. Rodney McKey! (ich habe mich schon oft gefragt: Was wäre, wenn O’Neill Rodneys Wissen und Art hätte)


    All meine Ausführungen ändern nichts daran, dass sie Janet damals sicher sehr wehgetan hat, auch wenn sie sicher über Sams Wesen Einiges weiß und nachsehen kann..


    Was Cassie anbetrifft, am Ende von "Helden2", war ich auch etwas geschockt. Es ist sicher richtig gewesen, dass Hammond nach ihr sieht. Aber alle Frauen, die ich so kenne, hätten auf die Frage, wie Cassie damit klarkommt, gesagt:"Ich geh gleich mal hin." oder so ähnlich. Jede hätte etwas unternommen, Mitgefühl gezeigt usw. Aber bereits in "Cassandra" auf der Parkbank weist Sam Teal'c gegenüber Muttergefühle von sich und verweist auf Janet.Wieder ein Beispiel dafür, dass, sobald Gefühle und Verantwortung ins Spiel kommen, sie sich ganz schnelll zurückzieht. Das geht bei Cassie los und hört bei Pete auf.
    Ich weiß nicht, ist es nun Gefühlskälte oder Angst :?:



    Re: Das Herz des SGC

    franzi - 05.09.2006, 01:09


    Nox hat folgendes geschrieben: Ich weiß nicht, ist es nun Gefühlskälte oder Angst :?:
    Mit diesem Gedanken gehe ich jetzt ins Bett und melde mich morgen wieder...



    Re: Das Herz des SGC

    franzi - 05.09.2006, 11:27


    Also, mal zu dem Part, der mich gestern (mal wieder) nicht losgelassen hat:

    Handelt Sam aus Gefühlskälte oder Angst so?

    Gute Frage.
    Ein anderer Janet und Sam Fan hat mir, als ich meinte, dass ich Sam immermoch nicht ganz verstehe, gesagt, dass man sich bei Sam entscheiden muss: entweder man nimmt sie, wie sie am Anfang der Serie dargestellt wird - oder wie später.
    Ich habe allerdings noch nicht aufgegeben, da eine "logische" Entwicklung zu finden. Und schaut man sich Sam in der ersten Staffel an, dann kommen da noch Sprüche von ihr wie "Ich glaube nicht, dass das Herz jemals alt wird." Da hat, soweit ich mich erinnere, ja jetzt keiner deswegen über sie gelacht.
    Oder die Szene aus First Commandement, wo sie ihre Waffe auf Jonas - immerhin ihr Ex-Verlobter - richtet, aber einfach nicht abdrücken kann. Da ist ihr Handeln doch wohl Gefühlsbedingt, oder? Und Jack lobt sie dafür!! Sam hat zuerst Angst, dass er sie verurteilen könnte, aber in Wirklichkeit beruhigt er sie, sagt ihr, dass gerade ihre Gefühle / ihre Wertvorstellungen (Man tötet keinen Menschen) den Unterschied zwischen ihr und Personen wie Hanson machen.
    Wenn Sam also nur die Wissenschaftlerin in den Vordergrund stellt, dann liegt das sicher nicht daran, dass ihr CO das verlangt.

    Möglichkeit: Ihr Vater. Und zwar nicht der, den wir die Serie über kennenlernen, sonder der, der in Sha'res Rückkehr vorkommt. Der Mann, der selbst (oder gerade?!) vor seinen engsten Familienmitgliedern, seiner Tochter, keine Schwäche zeigen kann. Der ihr gar nicht von seiner Krankheit erzählt hätte, wenn er sie nicht super als psychisches Druckmittel hätte einsetzten können.
    Hat sich Sam so stark an ihm orientiert / orientieren müssen, dass sie deswegen "kalt" wurde?
    Warum ist sie dann am Anfang der Serie wärmer als später? Warum taut sie nicht im Laufe der Jahre auf, wenn sie merkt, dass ihr CO Gefühle nicht zwangsläufig für die 8. Todsünde hält und ihr Vater dank Selmak auch offener wird?

    [mal so zwischendurch: Die Szene aus Fire&Water, wo sie einfach laut aus Daniels Tagebuch vorliest, hat mich wirklich geschockt! Und das war ja auch noch erste Staffel...]


    Möglichkeit 2: Haben Folgen wie Fire&Water und Singularity Sam so "traumatisiert", dass sie sich danach der Außenwelt verschlossen hat? Ich meine, wenn sie innerhalb von ca. 3 Monaten erst einen schon relativ engen Freund verliert (oder es zumindest glaubt --> das emotionale Tief schon halbwegs durchmacht, wenn auch vllt eher Zuhause als im SGC) und dann auch noch merkt, wie fertig es sie macht, wenn sie durch klare Befehle Menschen, die ihr etwas bedeuten, zurücklassen muss. War ihr das zuviel? Hat sie danach "beschlossen", emotionalen Bindungen so gut es geht aus dem Weg zu gehen? Aus Selbstschutz? (Oder meinetwegen auch aus Angst, sonst keine gute Soldatin zu sein)


    Ich habe grade auch wieder überlegt, ob vllt der Tod ihrer Mutter sie so in ihre eigene kleine Welt getrieben hat, dass sie vllt wirklich nur in und für die Wissenschaft lebt. Dass das früher mal ein Schutzmechanismus war, um mit ihrem Schmerz nicht umgehen, ihn nicht verarbeiten zu müssen. Und dass dieser Mechanismus nie gelöst wurde. Dann wäre es vllt nicht so verwunderlich, dass sie das Phänomen "SChwarzes Loch" vor den Tod von Menschen stellt. Es wäre vllt die einfachste und stimmigste Erklärung.
    Dann allerdings fällt mir wieder das Zitat von Jonas Hanson ein (ich such mal eben die deutsche Entsprechung...):

    Carter: Du wusstest, dass ich kommen würde.
    Hanson: Na, das war doch klar. Du als die Heilerin der seelisch Verwundeten. Ich war der einzige, bei dem du versagt hast. Der flügellahme Vogel, der nicht gesund werden wollte.

    Offenbar hat sich Carter nach dem Tod ihrer Mutter nicht verschlossen, sondern hat eher versucht, ihrer Mutter nachzueifern(?) und sich für andere einzusetzen.
    Oder ist das genau der Knackpunkt, den besagter Fan oben meinte? Muss ich dieses Zitat vergessen, wenn ich die spätere Sam "erklären" und verstehen will??


    Soviel dazu.

    2 Sachen noch:

    Erstmal muss ich dir bei McKay glaub ich widersprechen. Anfangs kommt sie mit ihm nicht klar, dass stimmt. Aber später (und ich meine jetzt nicht Atlantis, das habe ich selbst noch nicht gesehen) necken sich die beiden doch eher gegenseitig. Da hatte ich das Gefühl, dass Sam, nachdem sie etwas Zeit zum auftauen brauchte, diese Herausforderung genießt, sich endlich mal mit jemandem auf ihrem Niveau zu messen.


    Und dann:
    "Wer kümmert sich eigentlich um Janet?"

    Gute Frage. Ich kann mir Sam ja immernoch so zurechtschreiben, dass sie da ist. Zumindest dann wenn's richtig schlimm wird. Aber so im "alltäglichen" Leben? Ich mein, selbst in der wunderbaren Szene aus "die Hak'tyl" (die wirklich nicht hätte rausgenommen werden dürfen!!!!!), fragt Sam zwar nach - geht aber gar nicht auf Janet ein. Sie wechselt direkt das Thema. Grrr.
    Ich hoffe nur, dass Janet noch andere gute Freunde auf der Basis hat, denen sie nicht alles verschweigen muss (wie zB ihren Eltern) wegen der Geheimhaltungsstufe. Dann frage ich mich aber - wer sollte das sein? Kaum einer aus ihrem Stab, oder? Kann eine Chefin sich das leisten (me hat da keine Erfahrung ;-)) ?
    Und mit anderen Leuten hat Janet ja eigentlich keinen regelmäßigen Kontakt, der über Untersuchungen hinausgeht.
    Daniel vielleicht. Aber so richtig kam das in der Serie auch nicht rüber. RoP, also Rite of Passage, war da ja doch eher ne Ausnahme. Dann wiederum: Wann haben wir Janet in der Serie schon groß in "Not" gesehen? Vllt war Daniel ja öfter für sie da. Off screen. Man weiß es nicht...


    Schluß jetzt, jetzt geh ich erstmal Teryl in der Dusche gucken (Mensch, zum Glück hab ich diesen kleinen Spoiler vorher gelesen, sonst wäre ich wahrscheinlich vor Schock gestorben :D )

    Lg, Cat



    Re: Das Herz des SGC

    Nox - 05.09.2006, 18:36


    Also: ich finde aber auch, dass Sam’s Taktlosigkeiten der ersten Staffeln mehr unbewusst von ihr kamen, also mehr aus ihrem Wissensdrang heraus. (Die strenge Erziehung durch den Vater und der frühe Verlust der Mutter spielen sicher eine große Rolle). Das kann ich ihr, bzw. den „SG1lern“ gerade noch verzeihen (Fehler hat Jeder und sie war noch in der "Entwicklungsphase"), aber, dass man ab einem bestimmtem Punkt begann, es nach vielen Seiten Recht machen zu wollen und trotzdem den höchsten Profit einzukassieren, das ärgert mich. So wurde aus meiner Sicht, aus einer starken junge Frau, die im wahrsten Sinne des Wortes ihren Mann stand, eine regelrechte amerikanisierte Soap – Lady( innerlich und äußerlich), die zu dem noch den Army-Regeln genügen musste. Innerhalb dieses Dilemmas musste auch noch die Shippergilde bedient werden, denn die stellt ja eine große Zuschauerschaft dar.
    So ging das ursprünglich geplante Konzept in einigen Richtungen flöten.
    Wenn man die Freundschaftsschiene Sam /Janet mehr bedient hätte, hätte es beiden Charas gut getan und Sam hätte sich auf jeden Fall positiver entwickelt

    Deinen anderen Ausführungen, Franzi, kann ich auf jeden Fall zustimmen. Vielleicht zu Sam/Hanson: in dieser Beziehung wäre sie vielleicht bereit gewesen, sich zu öffnen. Sein Ausspruch gibt viel zu denken. Es muss eine Zeit gegeben haben, wo sie auf Menschen einging und selbst auch Gefühle zeigte. Aber irgendwas ist schief gelaufen. Wir werden es wohl nie erfahren!

    Mit Rodney versteht sie sich im Laufe der Zeit auch besser. Aber ich sah neulich erst wieder „48 Stunden“, oh, da war sie ja noch sehr erbost!

    Was wäre, wenn Janet noch bis heute da wäre? Hätte sie Sam privat helfen können?


    Jedenfalls ist es irgendwie schade, dass man Janet so am Rande hat stehen und sterben lassen. Auch wenn man genau spürte, wie gut sie verstanden wurde. Zum Abschluss als Beispiel vll. noch mal die Szene im „Übergangsritual“ als Janet auf Niirti zielte: Hammonds Aussage, dass sich Niirti bewusst sein sollte, dass die Mutter des Kindes auf sie zielt, kam für mich überzeugend rüber, man spürte den Vater und Großvater in Hammond. Jack stand da und sagte nichts. Er war auch auf ihrer Seite. Beide Männer fühlten, wie Janet empfand und dass kam bei den Zuschauern, jedenfalls bei mir, an.

    Zum Glück gibt es ja heutzutage die FF’s und da kann jeder sich ausdenken, wie es mit Janet und ihren SGC - Kollegen weitergeht und was alles noch so passiert sein könnte in den letzten Jahren.

    (In meinem persönlichen SG1-Univerium lebt sie noch und Jack und Sara sind wieder zusammen, so Amen!)



    Re: Das Herz des SGC

    franzi - 05.09.2006, 19:39


    Hm, also Sam in Staffel 7/8 muss ich mir wirklich nochmal genauer ansehen. Hab die meisten Folgen da ja erst einmal gesehen, und da achtet man ja eher auf das "Ganze", was überhaupt geschieht. Erst dann werd ich mich da zu Statements hinreißen lassen ;-)

    Es gibt allerdings zu der "Sam-Verhunzung in Staffel 7" einen schönen Artikel, wohl auf english (bei Interesse: Artikel hier). Ich würde manche Äußerungen nicht so drastisch bewerten, aber stimmen tut der Großteil.

    Besagte Szene aus "Das Übergangsritual" hat wirklich jedem eine Gänsehaut über den Rücken gejagt, oder? Plötzlich ist unsere kleine Ärztin mit den hohen ethischen Werten zu allem Bereit. Denn sie ist nicht mehr Ärztin, auch wenn sie noch den Kittel trägt. Sie ist Mutter.
    Selbst Niirti weiß, was das bedeutet..


    PS: Me muss offensichtlich doch mal ihr Heroes-Fix-it schreiben, dammit!



    Re: Das Herz des SGC

    Nox - 06.09.2006, 10:20


    Janet hat aber auch einen guten Vorgesetzten und Partner in Hammond. Beide zusammen, waren bei mir die entscheidenden Personen im SGC. George wusste genau, was er an Janet hatte, hat sie respektiert und auch sehr gemocht. Ein gutes Beispiel ist für mich „die Höhle des Löwen“, als er Teal’c erzählt, wie aufopferungsvoll Janet ihn gepflegt hat.

    Der Vergleich hinkt zwar, aber die Beiden sind irgendwie, wie ….Eltern(?) für die andern, militärisch streng muss sein, aber auch menschlich.

    Seit dem die zwei weg sind, ist alles unpersönlicher. (nicht mal O’Neill als General kann das für mich retten)



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