Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank

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    Re: Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank

    lubnan - 29.08.2006, 22:21

    Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank
    Das Schweigen der Rückkehrer
    Viele Kriegsheimkehrer fühlen sich allein gelassen

    Der Krieg im Libanon ist vorbei; die israelischen Soldaten kehren heim - und finden zu Hause eine Gesellschaft vor, die von ihren oft grauenvollen Erlebnissen nichts wissen will. Dort mag man lieber Siegertypen, die dieser Krieg meist nicht zu bieten hat. So fühlen sich viele der Heimkehrer allein gelassen und flüchten sich in Alkohol, Drogen und die Isolation.
    von Oliver Eberhardt - Tel Aviv, 27.08.2006 [Archiv]


    Er trinkt zuviel. Seit Stunden sitzt Jigal, 24, an der Theke, sagt kein Wort, schaut mit trüber Miene in sein Bierglass, das immer voll zu sein scheint. Aus den Boxen schallt die deutsche Band "Modern Talking", und die Menge singt lautstark mit: Tel Aviv feiert den Beginn des Wochenendes. "Meine Freundin hat mit mir Schluss gemacht," wendet er sich plötzlich seinem Nebenmann zu, als habe er das Gefühl irgendwas erklären zu müssen und fügt hinzu: "Ich war im Libanon, und als ich zurück kam, wollte sie nichts mehr mit mir zu tun haben. Sie sagt, das wäre ihr alles zu viel."

    Zu anderen Menschen geworden

    Der Krieg im Libanon hat nur 34 Tage gedauert, aber den Menschen auf beiden Seiten wird er noch sehr viel länger zu schaffen machen: Der Süden des Libanon liegt in Schutt und Asche; der Norden Israels steht vor dem wirtschaftlichen Exitus. Und die vielen Tausend Reservisten, die aus dem beruflichen und privaten Alltag herausgerissen wurden, um diesen Krieg auszufechten, müssen bei ihrer Rückkehr feststellen, dass das Leben ohne sie weiter gegangen ist. Dass sie zu anderen Menschen geworden sind, dass ihre emotionalen und physischen Wunden kaum jemanden interessieren.


    "Ich war noch nie zuvor im Kampfeinsatz; meinen Militärdienst habe ich an einem Kontrollpunkt in den besetzten Gebieten abgeleistet", berichtet Jigal, der eigentlich Grafiker ist, mit leiser Stimme, ohne seinen Gesprächspartner auch nur ein einziges Mal anzuschauen: "Dann wurde ich einberufen und gleich in der ersten Woche sind wir am Rande eines Dorfes in einen Hinterhalt der Hisbollah geraten. Wir hatten einen Fußmarsch von fast zehn Kilometern hinter uns, waren bis zum Umfallen müde. Es war, als käme das Feuer von überall. Innerhalb kürzester Zeit habe ich vier Freunde verloren, mit denen ich aufgewachsen bin. Da habe ich auf alles gefeuert, was sich bewegt. Ich weiß nicht, wie viele Menschen ich an diesem Tag getötet habe, und wie viele Zivilisten darunter waren - das macht mich fertig."

    "Zur Tagesordnung übergehen"

    "Israelis mögen Siegertypen", sagt der Militärpsychologe Efraim Barak, der versucht, Hilfesuchenden zu helfen, so gut es geht, und nach eigenen Angaben von der Resonanz überwältigt wurde: "Viele haben Menschen getötet oder mit angesehen, wie Menschen - die oft gute Freunde waren - getötet wurden. Viele haben das Gefühl, dass sie mit niemandem darüber reden können - in unserer Gesellschaft wird erwartet, dass man die Tränen runterschluckt und zur Tagesordnung übergeht."


    Das Ergebnis sei, dass viele der Rückkehrer eine Gleichgültigkeit gegenüber Leben und Tod entwickelten: Nach Auskunft der israelischen Polizei kamen in der ersten Woche nach dem Waffenstillstand 34 Libanon-Veteranen im Straßenverkehr ums Leben. "Die Leute fahren oft, als würde es kein Morgen geben und machen sich damit zu Waffen, gegen die wir nichts tun können", kommentiert ein Polizeisprecher. Andere hingegen putschten sich mit Drogen wie Kokain oder Ecstasy auf: "Egal was es ist, es wird genommen - Hauptsache man ist gut drauf."

    In Schweigen versunken

    Denn wer das nicht ist, findet sich schnell in Situationen wieder wie dieser: Jigal hat bereits ein paar Minuten von seinen Erlebnissen berichtet, als eine junge Frau an die Bar tritt: "Kannst Du vielleicht Deinen Kram für dich behalten? Den Schrott will hier keiner hören", fährt sie ihn an. "Ihr tut den ganzen Tag nichts anderes, als zu jammern. Der Krieg war für uns alle schwer. Es ist Eure Aufgabe, das Land zu verteidigen, also benehmt Euch endlich wie Männer." Für einen Moment scheint die Kneipe still zu stehen, bevor sich jeder erneut der ewigen Leichtigkeit des Tel Aviver Freitagabends zuwendet und Jigal wieder in Schweigen versinkt.


    Avi, der Bartender, zieht die Augenbrauen hoch, während er ein paar Gläser abtrocknet, hebt die Achseln und sagt wie zur Entschuldigung: "Tja, das ist Tel Aviv, die Stadt, in der immer die Sonne scheint. Das einzige, was die Leute hier während des Krieges interessiert hat war, ob nun Raketen einschlagen oder nicht. Mit dem Krieg selber wollen sie nichts zu tun haben, denn der ist zu hässlich und in Tel Aviv mag man nur schöne Dinge."

    "Man zelebriert sein Privatleben"

    Als "Sucht nach Normalität" bezeichnet Psychologe Barak dieses Verhalten: "Israel hat so viele Kriege, so viele Anschläge durchgemacht, dass sich viele Menschen eine künstliche Normalität schaffen und krampfhaft daran festhalten. Man zelebriert sein Privatleben und ignoriert die Nachrichten, solange der Krieg woanders stattfindet - und sei es nur 60 Kilometer weiter nördlich in Haifa. Jetzt allerdings kehren die Reservisten heim und bringen den Krieg mit. Darauf reagieren viele ausgesprochen aggressiv."
    So sei es besser zu schweigen, "zu lachen, selbst wenn einem nicht danach zu Mute ist", sagt Jigal zu fortgeschrittener Stunde mit einem verbitterten Gesichtsausdruck und wendet sich wieder seinem Glas zu. Avi runzelt einmal mehr die Stirn, sagt, er hoffe dass Jigal nicht mit dem Auto da sei. Drei Soldaten der Golani-Brigade, einer hochangesehenen Kampfeinheit, betreten die Kneipe und die Menge ruft "Kol haKavod LeZwa'im!", eine Begrüßung, die sich ungefähr als "Alle Hochachtung den Truppen" übersetzen lässt. Das Trio winkt und bahnt sich den Weg zur Theke.

    Noch immer tief verankert

    "Der Wehrdienst ist in der israelischen Gesellschaft immer noch tief verankert", sagt Barak, "man hat großen Respekt vor Männern, die in einer der prestigeträchtigen Einheiten dienen, aber mit Krieg hat das wenig zu tun, eher mit Abzeichen und Aussehen."


    Auch Jigal ist Golani. "Als ich damals aufgenommen wurde, war ich wirklich stolz", erinnert er sich. "Die Anerkennung war toll, und ich habe in der Einheit die besten Freunde gefunden, die man haben konnte. Wir sind zum Kämpfen ausgebildet worden und haben geglaubt, dass uns das nichts ausmachen würde. Jetzt sind die meisten meiner Freunde tot und ich habe Blut an den Händen. Da ist nichts Heldenhaftes dabei." Um ihn herum geht die Party ihrem Höhepunkt zu, und der Nachwuchs seiner Einheit ist mittendrin. Jigal sieht sich um, schüttelt den Kopf: "Ich hätte heute nicht herkommen sollen", sagt er dann. "Ich bin hier fremd geworden."


    Das hat man davon wenn man sich mit der Hisbollah anlegt.
    Der Staat "Israel" kümmert sich noch nicht mal um seine Verrückt gewordenen Soldaten, allein 34 in Verkehrsunfällen gestorben :D wenn das so wieter geht hat die Hisbollah baldkeinen Gegner mehr.



    Re: Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank

    Yazan - 29.08.2006, 23:11


    Salam

    Das beweißt doch nur, wie Menschen ohne islamischen Iman total in Verzweiflung fallen und andererseits sieht man, was die Israelis eigentlich wollen. Sie wollen alle normal leben, aber das mit dem Kampf soll einfach automatisiert werden und wer dabei drauf geht oder nicht, das ist jedem Einzelnen egal. -Egoismus-

    Die Israelis bemerken die Realität erst dann, wenn sie, wie dieser 24 jährige Jigal, selber dabei sind und selber davon betroffen sind.
    Das ist sowas wie ein Fehler im System, der sich immer mehr aufbaut und immer größer wird. Ich bin mir sicher, dass schon bald diese Verbundenheit zwischen den Israelis den Bach runter geht



    Re: Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank

    nein.nein.nein - 30.08.2006, 00:42


    Wie traurig.
    Wie gerecht.

    Für jeden Sold...Mörder.

    Erinnert an den Vietnamkrieg.
    Jigal ist kein israelisches Problem.

    drum: Kriegsdienstverweigerung :wink:



    Re: Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank

    Libanes90 - 30.08.2006, 21:10


    Also mir gefällts eigentlich ganz gut wie es diesem Jigal geht...

    hab nichts dagegen und dann soll er doch seinen juden pass abgeben und sich dafür einsetzen das dort palästina wieder hinkommt denn das ist nicht ihr platz ...

    idioten.. echt!



    Re: Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank

    Lubnai - 01.09.2006, 16:30


    Jetzt sehen die israelischen ''Soldierboys'' endlich ein, dass Israel

    sie betrogen hat. Jigal tut mir irgendwie leid, da man ihn hinter das Licht

    geführt hat. Vielleicht werden sie auch einsehen, dass Israel der wirkliche

    Terrorist im nahen Osten ist.

    :smile4ani ISRAEL

    :-L :n2:

    :smilefamasani_1 SHARON

    :tot: OLMERT

    :smilemp5_1ani PERETZ


    :wav:



    Re: Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank

    Libanes90 - 07.09.2006, 13:47


    Das ist so... hmm.. und deine smiles gefallen mir sehr gut :D


    Ich mache nächstens einen Vortrag an über den Krieg im Libanon im gymnasium... da wollte ich fragen ob ich di Geschichte von Jigal übernehmen dürfte.. da gibt es einzelne Teile die ich da sehr gut gebrauchen könnte ;)

    Ich werde meine Klasse davon überzeugen wer recht hat :D

    Obwohl.. hier ist eigentlich niemand mehr so richtig für israel oder so.. auf jeden fall jeder der köpfchen hat begreifft die situation.. die anderen.. :roll:

    :violent3:


    Aber Jigal tut mir wirklich gar nicht leid.. Ich hoff für ihn das er es begriffen hat.. ja dann tut er mir leid.. aber er kann es ja jetzt auch wieder gut machen.. wenn er aber trotzdem israeli bleibt oder noch im Militär mitmischt dan.... allah i irhamu..



    Re: Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank

    lubnan - 07.09.2006, 20:23


    Salam Libanese 90,

    Natürlich kannst du Jigal als Beispiel benutzen warum man sich lieber nicht mit der Hisbollah nalegen soll.



    Re: Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank

    nein.nein.nein - 07.09.2006, 23:02


    lubnan,
    sowas hört sich an wie eine Drohung. An wen soll die addressiert sein, wenn sie vor einer Schulklasse ausgesprochen wird ?



    Re: Israelische Soldaten werden Verrückt und Krank

    lubnan - 08.09.2006, 12:03


    Ich meine ja auch nicht die Schulklasse sonder die Zionisten, ein bisschen schlecht formuliert.



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