Walter Richard Sickert

Rokna Blue: The Spade Age
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    Re: Walter Richard Sickert

    the_hydrA - 27.08.2006, 17:29

    Walter Richard Sickert
    Interessiert sich irgendjemand für die Ripper-Morde in London Ende des vorletzten Jahrhunderts?

    Ich stieß durch Zufall wieder einmal auf "Ennui", ein Gemälde von Mr. Sickert, einen berühmten deutschen Maler. Außerdem las ich vor drei Jahren den Cornwell-Bestseller "Portrait of a Killer. Jack The Ripper. Case Closed".

    Einmal bei wikipedia vorbeigeschneit: http://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Sickert

    Auszüge:
    Walter Sickert steht auch im Verdacht Jack the Ripper zu sein.

    Sickert und die Jack-the-Ripper-Theorien

    In den Theorien um die Identität des Serienmörders Jack the Ripper ist in den letzten Jahren mehrmals der Name Sickerts genannt worden. Die unterschiedlichen Behauptungen werden jedoch von den meisten Fachleuten und Hobbyforschern (Ripperologen) aber auch von Scotland Yard abgelehnt.

    Erstmalig 1976 in Stephen Knights: Jack the Ripper, The Final Solution (Neuauflage 1984, nur in englisch). Knight behauptet, die Morde hätten begonnen, als eine gewisse Mary Jane Kelly aus dem Elendsviertel Whitechapel Erpresserbriefe schrieb. Sie war eine Bekannte von Sickert und zuvor Kindermädchen von Alice Margaret Crook, der Tochter einer illegitimen Verbindung zwischen dem präsumptiven Thronfolger, Prinz Albert Victor, Herzog von Clarence, gen. Prinz Eddie und Annie Crook.

    Knight behauptete, Sickert habe Prinz Eddie und Annie Crook miteinander bekannt gemacht. Da Sickert von Anfang an in diese Situation involviert war, sei er gezwungen worden, an den Jack-the-Ripper-Morden teilzunehmen. Er habe Dr. William Gull und den Kutscher John Netley beim Aufspüren und Töten der Frauen unterstützt, die an dem Erpressungversuch beteiligt waren. Unstimmig sind hier die Daten: Mary Jane Kelly wurde am 9. November 1888 ermordet, der erste dem Ripper zugeschriebene Mord ereignete sich aber an Mary Ann "Polly" Nicholls am 31. August 1888.

    Auch Jean Overton Fuller postulierte in Sickert and the Ripper Crimes: 1888 Ripper Murders and the Artist Walter Richard Sickert (nur in englisch 1990), dass Sickert der Mörder gewesen sei. Die Meinungen Knights und Fullers sind allerdings bei den sogenannten Ripperologen sehr umstritten.

    Im Jahr 2002 brachte die bekannte amerikanische Krimiautorin Patricia Cornwell ein umfangreiches Buch heraus, in dem sie nachzuweisen versucht, dass Walter Sickert für die Serienmorde in Whitechapel und viele andere Morde verantwortlich war. Sie begründet ihre Behauptungen u.a. mit DNA-Vergleichen und Interpretationen von Sickerts Bildern und Skizzen.

    Sie vermutet, dass Sickert auf Grund einer Penisdeformation unfähig zu normalem Sexualverkehr war.

    Cornwell kaufte 31 Bilder Sickerts. Es wird behauptet, dass sie eines oder mehrere davon zerstört habe, um an Sickerts DNA-Material zu kommen. Dies wurde nach Protesten aus der Kunstwelt von der Schriftstellerin dementiert.

    Cornwell führte Schriftvergleiche durch und überprüfte zahlreiche Briefumschläge auf DNA-Spuren. Die meisten Umschläge wiesen allerdings keine DNA-Spuren auf, was angesichts ihre Alters und ihrer unsachgemäßen Aufbewahrung nicht verwundert. Cornwell berichtet dennoch, dass in einem Fall die mitochondrische DNA, die sie auf einem Ripper-Brief fand, der vermeintlichen Sickert-DNA gleicht. Cornwell stellt aber auch fest, dass ein Vergleich auf Basis einer mitochondrische DNA nur ein Indiz sein kann. Mitochondrische DNA ist bei 1% bis 10% der Bevölkerung identisch.

    Die sogenannten Ripper-Briefe wurden durch zahlreiche Ripperologen und dem Scotland Yard als Fälschungen von Trittbrettfahrern abgetan. Diesen Ansätzen ist insofern zu widersprechen, da diverse Untersuchungen zu dem Schluss gekommen sind, dass es sich um authentische Schriftstücke handelt, die in einer Vielzahl von Punkten mit dem Schriftbild von Sickert übereinstimmen. Aber ein Indiz ist noch kein Beweis. Auch Cornwells These über Sickerts Unfähigkeit zu normalem Sexualverkehr ist nicht bewiesen. Es ist vielmehr bekannt, dass der Künstler Frauen und Geliebte und auch Kinder hatte, so z.B. Joseph Sickert, der Knight auf die ?königliche Verschwörungstheorie? aufmerksam machte.

    Weiterhin war der Arzt, den Sickert wegen seiner Fistelprobleme besuchte, Enddarmspezialist (Proktologe), nicht Urologe, den man normalerweise bei einem Penisproblem aufsuchen würde. Am problematischsten an Cornwells Theorien ist, dass Sickert eine Anzahl Briefe aus seinem Urlaubsort in Frankreich verschickte, in der Zeit in der die Ripper-Morde begangen wurden. Cornwell behauptet, dass er per Schiff nach London und zurück gereist sei, kann das aber nicht belegen. Andererseits kann aber auch nicht belegt werden, dass die Theorien Cornwells grundsätzlich falsch sind. Insbesondere die gewälttätigen Motive seiner Gemälde rücken Sickert in ein zweifelhaftes Licht.



    Re: Walter Richard Sickert

    Yog - 27.08.2006, 17:58


    Ohne diesen langen Text jetzt gelesen zu haben: Ich habe gehört, Alan Moores From-Hell-Comic soll ganz hübsch sein, in die Richtung. (Nein, der Film interessiert nicht.) (Moores "V for Vendetta" ist ja auch ein ganz großartiger Comic, zu dem der Film zwar eine nette Popcorntänzerei ist, aber ansonsten doch nicht sehr viel.)



    Re: Walter Richard Sickert

    the_hydrA - 27.08.2006, 18:23


    Jetzt schweifst du aber vom Eingangsthema ab XD

    Nunja, ich mochte "V for Vendetta" trotz Hollywood-Allüren. Kann aber auchdaran gelegen haben, dass ich 'ne kleine Statistenrolle inne hatte und Miss Portman ziemlich nah kam. +lach+ (X



    Re: Walter Richard Sickert

    Yog - 27.08.2006, 18:24


    Oh, der Film hat mir auch gefallen. Aber trotzdem, kein Vergleich zum Comic.



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