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Re: Heroin
passoa - 24.08.2006, 00:55Heroin
HEROIN
Substanz
- gehört zur Gruppe der OPIATE und wird aus Rohopium hergestellt.
- Opium ist der eingetrocknete Milchsaft des Schlafmohns (papaver somniferum).
- Im Körper wird es zu Morphin umgewandelt.
- Der Name Heroin kommt von "heroisch" im Sinne von heroischer Wirkung. Die Substanz wurde ab 1898 in größeren Mengen synthetisch hergestellt und u.a. als neues Beruhigungsmittel bei Husten auf den Markt gebracht.
- Außerdem versuchte man erfolglos, mit Hilfe von Heroin Morphiumabhängige zu therapieren.
Heute kommt Heroin in sehr unterschiedlicher Reinheit auf den Schwarzmarkt, da es zu den nicht verkehrsfähigen Betäubungsmitteln gehört. Die Qualität des Straßenheroins kann zwischen einem Reinheitsgrad von 3-90% schwanken.
Es wird als weißes, cremefarbenes, graues oder bräunliches Pulver angeboten; es enthält meist Verschnittstoffe/Streckmittel und Verunreinigungen aus der Herstellung.
Heroin (chemische Bezeichnung: DIACETYLMORPHIN) kann geschnupft, geraucht (inhaliert), intravenös injiziert (in die Venen gespritzt), aber auch unter die Haut, in die Muskeln und rektal (anale Injektion ohne Kanüle) gespritzt werden.
Es gibt viele verschiedene Bezeichnungen für HEROIN: H (Eitsch), Schore, Material, Mat, Stoff, Gift, Age, Braunes, Cachla (arabisch: schwarz, dunkel) etc.
Wirkung
- mehr oder weniger stark schmerzlindernd, ausgleichend-beruhigend,
- euphorisierend und angstlösend
- Der Konsum bewirkt ein Gefühl der Gelassenheit, Unbeschwertheit und Selbstzufriedenheit.
In der Medizin spielten/spielen vor allem die schmerzstillende, hustendämpfende und atemdepressive Wirkung des Heroins eine Rolle.
Die Wirkdauer ist von der Dosis und der Qualität des Stoffes abhängig und schwankt zwischen 2 bis 5 Stunden
Kurzzeit- nebenwirkungen
- Verlangsamung der Atem- und Herzfrequenz, herabgesetzter Stoffwechsel sowie verminderte Darmtätigkeit.
- Blutdruckabfall, Pulsverlangsamung, Pupillenverengung, Harnverhaltung und Atemnot.
Mengenunterschied zwischen verträglicher und tödlicher Dosis sehr gering - bei unbekannter Qualität ist deshalb schnell Atemstillstand durch Überdosierung möglich. Verunreinigungen im Heroin verursachen verschiedene Abwehrmechanismen des Körpers - einen sogenannten "shake": Übelkeit, Erbrechen, Schüttelfrost, Fieber sowie Juckreiz der Haut, Krampfanfälle, Bewusstlosigkeit oder Schockzustände, die sofort auftreten und mehrere Stunden anhalten können.
Langzeit- nebenwirkungen
Spezifische Risiken je nach Konsumform:
Beim Sniefen: Schädigung der Nasenscheidewände und Schleimhäute.
Beim Rauchen: Schädigung von Bronchien und Lunge (sehr bedenklich sind die Ablagerungen durch den Rauch, die nicht am Röhrchen hängenbleiben! Lunge verklebt bei täglichem Konsum).
Beim Spritzen: Venenentzündungen und bei unsauberem Spritzbesteck – Infektionskrankheiten (Hepatitis C, HIV/AIDS, Pilze, Bakterien).
Bei rektaler Injektion: unsauberes Besteck fördert Infektionskrankheiten
Generelle Risiken:
- Organschädigungen durch die Verunreinigungen im Heroin, Verstopfung und Abnahme der Libido auftreten.
- Wirkungsintensität kontinuierlich ab – die Dosis muss erhöht werden, um die gleiche Wirkung erneut zu erzielen (Toleranzentwicklung).
- Durch regelmäßiges Spritzen, Sniefen oder Rauchen von Heroin kann der Konsum zwanghaft und unwiderstehlich werden (psychische Abhängigkeit).
Darüber hinaus entwickelt sich bei täglichem Konsum eine körperliche Abhängigkeit. Infolge dessen treten beim Absetzen des Heroins folgende Entzugserscheinungen auf:
- starke innere Unruhe, Ohnmacht, Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Delirium, Erbrechen, Durchfall, starke psychische Labilität, Depressionen etc...
Der körperliche Entzug ist - abhängig von der gewohnten/vorher konsumierten Dosis - unterschiedlich stark und dauert ca. vier Tage. Der Drang zum Heroinkonsum kann (wahrscheinlich psychosomatisch bedingt) bis zu zwei Jahre anhalten.
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