Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

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    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 21.08.2006, 18:01

    Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos
    Zitat: Gepflegt & Arrogant

    1.) Servus. Du bist ja der Webmaster der Internetseite http://www.gepflegt-arrogant.org. Wie bist du an den "Posten" gekommen und wie lange bist du schon Mitglied in der Szene in der Schweiz?

    Nun, irgendwann habe ich das Internet endeckt. Es gab bereits viele Sites von verschiedenen Firms. Ich wollte damals für Basel, die damalige Bande Basel, das Selbe tun. So wurde die Site von mies bis gut ...... Heute ist G&A eine unabhängige Internetsite für die Schweizer deutschsprachige Szene mit Focus Schweiz. Ich selber bewege mich seit 20 Jahren in der Hooligan-Szene.


    2.) Welchen Stellenwert/Bedeutung bzw. Einfluß hat eurer Internetportal?

    Man sollte alles nicht zu ernst nehmen. Ein Treffpunkt sich auszutauschen im Forum, ab und zu ein paar nette Bilder .... Zu ersnt sollte man das Internet nicht nehmen... ;-)


    3.) Wie ist eigentlich die Lage in der Kategorie-C Szene in der Schweiz, schließlich machte die "Bande Basel" und die Gruppen aus Zürich in letzter Zeit eine Menge Schlagzeilen.

    Die Szene ist sehr klein. Dabei hebt sich Basel seit Jahrzehnten etwas vom Rest ab.... Es passiert viel in der Schweiz. Bedenkt man wie klein unser Land und unsere Städte sind ist dies um soerstaunlicher. Insbesondere die Ultraszene macht kräftig Rabatz. Die Polizei in der Schweiz hat überhaupt nichts begriffen .....


    4.) In vielen Länder gerade Italien, Spanien oder auch in Deutschland verfolgen einige Gruppen auch politische Motive. Inwieweit ist die Seite http://www.gepflegt-arrogant.org politisiert?

    Möglichst keine Politik. Aber es wird jede Meinung aktzepiert. Probagande wird Zensiert, ob Rechts oder Links....


    5.) Wo liegen die Vorbilder der Schweizer? Die Hooligankultur in England, die italienischen Troublemaker oder habt ihr keine Vorbilder, an denen ihr euch orientiert?

    Ganz unterschiedlich, kann man nicht pauschal sagen. Für mich persönlich war es lange Zeit Deutschland, seit da aber nur noch FWW praktiziert wird bevorzuge ich England, aber wie gesagt .. meine persönliche Meinung. Viele der Szene denken sicherlich ganz anders...


    6.) Wie denkst du über Ultra- bzw. Hooliganszenen im Ausland? Welches Land faziniert dich da besonders?

    Siehe Oben .... Italien find ich scheisse...


    7.) Merkt ihr schon was im Hinblick auf die kommende Europameisterschaft?

    Zum Beispiel durch strengere Überwachung oder Ähnliches. Ist im tun .... wird spätestens 2006 hier ganz anders zu und her gehen...


    8.) Woher rührt die große Feindschaft zu den Anhängern der beiden Züricher Vereinen? Hat das geschichtliche Hintergründe (wie z.B. in Glasgow) oder kommt die Rivalität nur aus der Fanszene?

    Die Rivalität der Städte Basel und Zürich lassen sich nicht auf den Fussball reduzieren. Beim Fussball ist halt Zürich die einzige Stadt die wenigstens einwenig gegenhalten kann. Ansonsten ist der Zürcher und der Basler grundverschieden....


    9.) Wie ist euer Kontakt zu "Inferno Basel", oder den Hools anderer Städte?

    Der Kontakt zwischen B & C in Basel ist gut. Die Kontakte zu Hools aus den anderen Städte sind die Üblichen.


    10.) Was weißt du über die deutschen Fans, speziell über die Szene im Osten?

    Der Osten ist hart. Viele gute FWW Leute. In Deutschland schlummert ein riesen Potenzial.... aber leider ist nichts mehr wie früher. Die Ostleute sind wirklich richtig gute Leute.


    11.) So nun noch ein kurzes Frage/Antwortspiel. Deine kurze Meinung zu:

    a) Rapid Wien: grün-weiss
    b) Sitzplätzen: gemütlich
    c) Europameisterschaft in Österreich/Schweiz 2008: Viel Polizeirepression


    12.) Also vielen Dank für das Interview, welches mich sehr stolz macht.



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 21.08.2006, 18:04


    Zitat: Chelsea Head Hunters

    1.) Hallo nach England. Als Erstes: Chelsea ist ja nun wieder in die internationale Spitze zurückgekehrt. Merkt ihr eine Veränderung im Zuspruch der Zuschauer oder durch "Modefans"?

    Hallo mein Freund, ich hoffe Dir geht es gut. Mir und den meisten Chelsea-Fans macht es Spaß unser Team in England, und hoffentlich auch Europa, so weit oben zu sehen. Natürlich gehen zur Zeit viele Stadionbesucher nur an die Stamford Bridge, weil das Team sehr erfolgreich ist.


    2.) Nun eine brennende Frage: Chelsea erregte letztes Jahr viel Aufmerksamkeit durch die Übernahme von Roman Abbramovic. Wie denken die Chelsea-Fans über diese Geschichte?

    Die meisten Chelsea-Fans beobachten die Geschichte mit Sorge. Im Endeffekt will er über den Fußball wichtige Baugrundstücke in London ergattern. Doch die meisten mögen ihn, da er den Club nach vorn gebracht hat und gute Spieler geholt hat.


    3.) Wie hat diese Übernahme die Komunikation zwischen Fanblock und Verein beeinflußt?

    Nicht besonders, da Chelsea eine große Fangemeinde hat und der Verein weiß, dass immer genug Tickets verkauft werden. Sie interessiert nicht, was der Fan denkt.

    4.) Auf einem deutschen Fernsehsender wurde letztens das FA-Cup Spiel Aston Villa gegen ManU übertragen. Trotz 40.000 Zuschauer herrschte im Stadion eine Stimmung wie auf einem Friedhof. Wie ist zur Zeit die Situation in der englischen Fanszene?

    Chelsea hat mit die lautesten Fans auf der Insel bzw. in London, doch wenn wir verlieren sind die Fans auch manchmal still. Die Supporter im Norden sind immer sehr langweilig und singen nur wenn sie gewinnen.


    5.) Was sagt ihr zum legendären Ruf der englischen Hooliganszene, ist dieser Ruf berechtigt? Für viele Außenstehende entsteht der Eindrück die englische Hooliganszene schläft durch die staatlichen und polizeilichen Repressalien ein.

    Ich denke die englischen Hooligans sind die Besten. Doch in letzter Zeit wurde die Szene durch Polizeiaktionen (V-Männer, Videokameras), Inhaftierungen und Schikanen durch die Regierung in die Knie gezwungen und es kommen kaum neue Leute hinzu.

    6.) Themawechsel: Wie tiefgründig ist die Freundschaft zwischen den CHH und den Irriducibili von Lazio Rom?

    Ich denke viele Chelsea-Fans mögen Lazio Rom, doch es gibt auch viele, die diese Freundschaft nicht interessiert. Ich zum Beispiel mag die Glasgow Rangers und Linfield aus Belfast, sie spielen in blau und sind loyal zu Großbritanien. Zwischen den Fans dieser Teams und uns besteht eine große Freundschaft. Wir hassen Celtic Glasgow und Manchester United.


    7.) Bei eurem Auswärtsspiel in Rom konnte man in euren Fanblock einige Polizeiaktionen erkennen. Was war damals passiert?

    Keine Ahnung. Wahrscheinlich fanden die Laziali die hohe Niederlage nicht so toll. Ich habe aber nicht gehört, daß die italienische Polizei hart durchgegriffen hat.


    8.) Erzähl bitte mal was über die Szene im Londoner Fußball. Wer ist Freund und wer Feind? Mögt ihr die Hammers aus Westham?

    Wir hassen alle anderen Londoner Teams, doch wir haben vor manchen Respekt. Westham und Millwall haben sehr gute Hooligans und es gibt zwischen ihnen und uns immer eine Menge Ärger. Aber wirklich hassen wir Tottenham und Arsenal.

    9.) Was denkst du über den deutschen Fußball und die dazugehörige Fanszene? Verfolgen die Menschen in England eigentlich den deutschen Fußball?

    Einige Chelsea-Fans schreiben mit Anhängern von 1860 München. Auch weiß ich etwas über die Szene in Chemnitz und Braunschweig. Deutschland hat eine Menge gute Hooligans und für uns ist das immer ein ganz besonderes Spiel.


    10.) OK. Danke für das Interview und viel Erfolg in der Premier League und der Champions League!

    Die alles Beste mein Freund, und Entschuldigung, daß ich in Englisch geschrieben habe. Alles Gute!



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 21.08.2006, 18:06


    Zitat: Hooligans.cz

    1.) Hooligans.cz ist ein Portal für die tschechische Szene. Was bedeutet die Seite für die Leute und was war der Grund die Seite zu machen?

    Zuerst sollte ich sagen, daß ich gerade einer von gegenwärtigen mehreren Verantwortlichen der englischen Version von Hooligans.cz bin (es gibt einige Leute, die an der Seite mitarbeiten). Die Seite wurde 1999 online gestellt da es keine guten Seiten gab, die sich mit der tschechischen Szene beschäftigten. Einige Supportergruppen hatten zwar Internetseiten, doch waren die nicht sonderlich gut und gaben kaum einen Überblick über die gesamte Szene im Land. Später haben sich ein paar fähige Leute zusammen gesetzt und diese Seite gegründet. Es sollte auch erwähnt werden, daß Hooligans.cz nicht nur für gewaltbereite Leute oder Ultras ist, sondern auch für Fußballfans und Leute, die die Atmosphäre in den Stadien mögen. Natürlich muß man sagen, daß die Seite in Tschechien doch ein recht großer Erfolg geworden ist und wir nun versuchen wir auch den englischen Teil stets zu verbessern.


    2.) Hooligans.cz ist es eine sehr wichtige Seite (über 2.5 Million Besucher). Was macht euch so erfolgreich bzw. speziell?

    Ich denke Hooligans.cz ist so populär, weil der Haupt-Webmaster gute Arbeit leistet und die Seite qualitativ immer besser geworden ist. Man muß aber auch sagen, daß so eine Seite eine Menge Arbeit mit sich bringt (regelmäßige Updates, ständige Verbesserungen des Layouts von Zeit zu Zeit und so weiter). Man findet viele gute Seiten über Hooligans oder Ultras im Netz, doch nur wenn du immer aktuell bist und ständig wächst ist man erfolgreich und die Leute besuchen deine Seite immer wieder. Die meisten Besucher unserer Seite sind natürlich aus Tschechien, doch versuchen wir gerade durch den englischsprachigen Teil auch Besucher aus dem Rest Europas anzulocken, und denen auch einen Überblick über das Geschehen außerhalb unseren Landes zu geben.


    3.) Du bist ja Anhänger von Sparta Prag, Richtig? Unser Gegenpart in Deutschland ist der Rekordmeister Bayern München. Hier sind viele Bayern-Fans Modefans, die ihr Team nur in guten Zeiten unterstützen. Wie ist das bei Sparta Prag?

    Du hast Recht - ich bin Anhänger von Sparta. Ich denke, daß die Situation ähnlich ist wie in vielen anderen Ländern, in den ein Verein dominiert. Solche Vereine haben eine Menge "Fans", weil sie gewinnen (andererseits sind sie normalerweise auch die am meisten gehaßten Vereine im Land).


    4.) Welcher Verein hat bei euch die besten bzw. gefürchtesten Fans?

    Banik Ostrava ohne irgendeinen Zweifel. Sie sind mit die Besten in der tschechischen Szene (Hooligans und Ultras). Banik ist wirklich dominierend und hat auch die meisten Hools.


    5.) Was kannst du uns über die slowakische Szene erzählen? Gibt es auch solch eine feste Ordnung wie in Tschechien? Haben tschechische Anhänger Kontakt dahin?

    Die Slowakische Szene ist kleiner als die tschechische und die gesamte Qualität ist niedriger. Die stärkste Bindung in die Slowakei gibt es zwischen Slovan Bratislava und Brno sowie Trnava mit Banik Ostrava. Ein anderes Problem ist, daß einige traditionelle slowakische Vereine bereits gar nicht mehr existieren.


    6.) Erklär mir mal bitte den Umgang mit der Polizei bei euch. Stimmt es, dass die Tschechischen Polizisten oftmals korrupt sind und sehr hart im Umgang mit Hooligans und Utras sind?

    Die Polizei ist selbstverständlich sehr verhasst und oftmals auch korrupt. Sie versuchen ständig uns das Handwerk zu legen, aber ich denke es ist bei uns nicht besser oder schlechter als in allen anderen Ländern.


    7.) Was müßte ich als Groundhopper beachten, wenn ich mal ein Spiel bei euch besuche?

    Ich denke nicht, daß es etwas gibt wo man Angst haben müßte. Möglicherweise unser preiswertes und großes Bier - wenn man davon zuviel trinkt könnte das ein Problem sein :-).


    8.) Thema Groundhopping, hast du schon viele Spiele im Ausland besucht? Wenn ja, welche Atmosphäre in welchem Land hat dich besonders fasziniert?

    Ich versuche, so viel wie möglich Spiele von Sparta in den Europacups zu besuchen (das Hauptproblem hier ist allerdings das fehlende Geld). Bis jetzt bin ich in England (Chelsea, Manchester), Italien (Milan, Lazio), Deutschland (Bayern, Hertha), Frankreich (Lyon), Belgien (Genk), Holland (Feyenoord) und Ungarn (Ferencvaros) gewesen. Von allem diesen Spielen hat mir der Besuch in Rotterdam am besten gefallen - es herrschte eine wirklich gefährlich Stimmung im Stadion als Sparta 2-0 führte und bei Feyenoord ein Spieler vom Platz mußte... Andererseits war die Stimmung an der Stamford-Bridge in London für mich eine sehr große Enttäuschung. Aber von allen Auswärtsspielen, die ich besucht habe (mit und ohne Sparta) war die Stimmung in Saint Etienne wirklich großartig.


    9.) Wie denkst du über die deutsche Szene? Ich habe dir ja ein paar Bilder von meinem Lieblingsverein Chemnitz geschickt. Wußtest du vorher etwas über Chemnitz.

    Yep. Hauptsächlich wegen der Tatsache, daß Chemnitz nah an der tschechischen Grenze liegt, ist es kein unbekannter Verein für uns. Jedoch war ich noch nicht dort. Im Allgemeinen habe ich nicht zu viel Informationen über die deutsche Szene. Sicher war es vor einigen Jahren besser, aber ich denke noch, daß die deutsche Gruppen Respekt verdienen.


    10.) Deine kurze Meinung zu:

    a) Hooligans in Polen: Verrückte Burschen, zu verrückt für mich. Letztes Jahr haben die Polen übrigens eine Vereinbarung getroffen, die besagt, daß in den Kämpfen keine Waffen mehr verwendet werden. Ich hoffe das bleibt auch so.

    b) AS Rom: Ich habe keine große Bindung zu Vereinen aus der Serie A.

    c) Pavel Nedved: Ehemaliger Spieler von Sparta, der eine große Karriere macht. Ich habe großen Respekt vor ihm.

    11.) O.K.. Vielen Dank für das Interview...und ich hoffe, daß wir im Kontakt bleiben!

    Danke für dieses Interview!



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 21.08.2006, 18:59


    die seite kenn ich, manchmal verdecken namen (hooligans) den inhalt. also sorgen für vorurteile etc.

    guter thread, gibts viele geile seiten. bei der gelegenheit können wir das hiereinpacken mit den links:


    Magazine:
    stadionwelt.de
    wsc.co.uk
    11freunde.de

    Organisationen/Clubs/Firms:
    .
    .
    .
    .
    .

    suche mal ein paar raus, kommen dann hier rein



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 21.08.2006, 19:09


    interview mit dem typ, der die choreo`s bei der natio organisiert..

    Zitat: Supporters Art

    1.) Hallo, Du bist meines Wissens Student, Mitglied der "Ultras Mannheim" und "Chef" von "Supporters Art" (www.supporters-art.de ). Erzähl mal bitte kurz von Dir.

    Ja stimmt, ich bin 28 Jahre alt, schreibe gerade meine Diplomarbeit in BWL und bin Mitbegründer der UM. Vor 3 Jahren habe ich den Shop Supporters-Art eröffnet.

    2.) Du nimmst ja eine Art "Pionierstellung" bei den Mannheimern ein. Was war der Grund, daß du dich der "Ultrabewegung" angeschlossen hast und was ist der Grund, daß du heute noch dabei bist?

    Grund war die starke Hool-Szene in Mannheim. Auf diesem Gebiet zu arbeiten machte keinen Sinn, ich wollte eher das dadurch entstehende Vakuum im Fanbereich auflösen und betätigte mich zunächst in normalen Fanbereich. Ich suchte Leute die Großschwenkfahnen schwenken wollten, war auf jedem Spiel anwesend und baute mir mein soziales Umfeld neber der Hoolszene auf.

    1997 kam es dann zur Gründung der Gruppe Inferno Mannheim, der 1. Ultra Gruppierung in Mannheim, die heute noch die Basis der Ultras Mannheim bildet. Der Grund heute noch dabei zu sein liegt darin. daß die Ultras sich immer noch weiterentwickeln und ich durch den sportlichen Misserfolg des Vereins noch nicht ausgebrannt bin. Es hat auch seinen Vorteil 4 Ligen gesehen zu haben und der großen Event & Sicherheitsflut in der Bundesliga entgangen zu sein. Ausserdem kann ich ja noch von Erfolgen des SV Waldhof träumen.


    3.) Wie ist die derzeitige Lage im Carl-Benz-Stadion? Wie hat die Waldhofer Szene den Absturz in die 4. Liga verkraftet?

    Der Verein versucht es zum 4. Mal aus der stärksten Oberliga in Deutschland raus zu kommen. Viel Geld wird und wurde investiert, in Spieler die den Erfolg bringen sollen. 3 Mal hat es nicht geklappt. Das 4. Mal muss es klappen sonst droht der Absturz ins Mittelmaß und der Umzug auf den Alsenweg. Das Carl-Benz-Stadion ist auf Dauer zu teuer. Die Zuschauerzahlen sind im Gegensatz zur 2. Liga um 40 % gesunken. Von früher 8500 im Schnitt sind es heute 2800. Wie kommt man da auf 40 %. In der Oberliga gibt es keine Gästefans, daher stimmt das mit den 40 %. Die Szene ist am Leben aber alle hungern nach Erfolg. Zu Beginn einer Saison und beim Derby gg. den VFR sieht man das Potential, wenn die 10000 Marke angekratzt wird, aber kaum geht der Erfolg flöten ist es vorbei mit der Euphorie. Die C-Szene in Mannheim ist im Vergleich zum Rest der Republik immer noch sehr stark und bei jedem Spiel anwesend, die hohen Zuwachszahlen haben allerdings die Ultras mit aktiven 100 Mitgliedern und der Supporters-Club „Pro-Waldhof“. Im Gegensatz zu früher steht nicht mehr der „Eigenspaß“ im Vordergrund. Der Verein nahm die Fans mit in die Verantwortung und so musste man Ordnungsdienst auf der „Ost“, sowie den Ticketverkauf unterstützen. Vorteile sind hierdurch die Freiheiten die wir genießen. Polizei und Security im Block sind für uns ein Fremdwort geworden. Hohe Mitsprache bei Entscheidungen im Verein machen die Arbeit im Verein also immer noch sehr interessant.


    4.) So nun kommen wir zum eigentlichen und wichtigen Teil des Interviews. Du warst zur WM vom DFB "engagiert" worden, um bei den Spielen der Deutschen Nationalmannschaft die Choreographien zu organisieren. Wie kam diese Zusammenarbeit zustande und kann man da eigentlich von einem "Job" sprechen?

    Ich bin von niemanden engagiert worden. Der DFB hat früher Choreos über die Vereine organisiert bei denen er das Länderspiel ausgetragen hat. Dieser hat seine Supporters oder Ultras damit beauftragt und die haben dann 3 Tage vor dem Spiel auf die schnelle Pappen bei mir bestellt. Heraus kam eine schwarz rot gelbe Langeweile. Als Lieferant bestimmt befriedigend, als Choreofanatiker und Fan der Nationalmannschaft unbefriedigend. Also kam es zum Gespräch mit Verantwortlichen des DFBs und zur Gründung der Choreogruppe, die sich aus Berlinern, scheiße und Mannheimern zusammen setzte. Die 1. Choreo war das Spiel in Mönchengladbach gegen Russland. Es folgten der Konfed. Cup, die Spiele bis zu WM sowie die WM.

    Von einem Job kann man nicht sprechen, den ich bekomme nur das Material bezahlt, das habe ich auch schon als Lieferant bekommen. Die Choreoerstellung, die Anfahrt und der Aufbau werden nicht vergütet. Keiner der Mitglieder bekommt Gehalt vom DFB. Somit kann man von keinem Job reden, es ist Leidenschaft. Die Choreos werden von dem Mitgliedern des Fanclubs bezahlt, die Transparenz sowie die Struktur des Fanclubs wird sich in der Zukunft noch verbessern, das haben die Verantwortlichen des Fanclubs und des DFBs mir gerade erst zugesichert. Es wird sich also etwas bewegen und der DFB ist für jeden Impuls dankbar und stellt sich auch der Kritik am Fanclub.

    5.) Wie hat dein direktes Umfeld darauf reagiert?

    Das direkte Umfeld, also meine Freunde, stehen dieser Sache positiv gegenüber. Wenn allerdings mit dem direkten Umfeld die UM gemeint ist, ist die Reaktion wie überall zwiegepalten. Die „Alten“ um das Inferno stehen diesem positiv gegenüber, da sie oft mit mir oder ich mit ihnen auf Länderspiele fahre. Die „Junge Generation“ ist dem DFB durch die allgemeine NWU Hirnwäsche negativ eingestellt und somit lehnen sie diese Arbeit auch ab. Als das Thema im NWU-Forum aufkam baten sie mich, die UM, da raus zu lassen. Das habe ich getan.


    6.) Wie hast du die WM erlebt und wie sah deine Arbeit eigentlich aus? Vom reinen Technischen waren die Choreos ja gut gelungen, aber wie zieht man solch eine Sache bei Eventpublikum eigentlich durch?

    Die Arbeit für die WM begann schon 6 Monate vor dem Event. Sitzungen, Planungen der Choreografien und die Absprache mit den Gruppenmitgliedern war der Start. Weiter ging es mit der Information der geplanten Choreos an den DFB. Dann kam die schwierige Überzeugungsarbeit mit der FIFA. Genehmigung, Brandschutz, Materialproben einreichen. Dieser Bereich wurde hervorragend von Seiten des Fanclubs übernommen.

    Weiter ging es mit der Erstellung der Choreos im März 2006. Die Probleme kamen erst zum Beginn der WM. Sicherheitsbesprechungen, Choreos die bis zum Schluss keine endgültige Genehmigung bekamen, Feuerwehrleute, Stadionbetreiber und FIFA Funktionäre die es genau wissen wollten und hinter jedem Schild eine Bevorzugung der Mannschaft oder ein politischen sowie sicherheitstechnisches Problem sahen. Das machte die Arbeit auf dem Organisationssektor aus. Auf diese Erfahrungen möchte ich auch nicht mehr verzichten. Ich habe gelernt, dass mit jedem Verantwortlichen ein Kompromiss gefunden werden kann, und es immer einen Weg gibt für eine Choreo. Hier muss man auch einmal die Verantwortlichen vom DFB loben, die immer hilfreich bereit standen und nie aufgegeben haben wenn die Situation eigentlich ausweglos schien.

    Zur Umsetzung im Stadion. Ja es waren Eventies, ja sie konnten so was von nerven, diese Irokesen, aber beim FCB hast Du die gleichen Leute und das sogar noch mit 0,0 Motivation und Enthusiasmus. Die Choreogruppe bei der WM wurde verstärkt durch eine befreundete Gruppe aus Worms und alles in allem war es die Choreo Gruppe die man herausstellen muss. Sie haben sich 2 Tage und Nächte vor dem Spieltag um die Ohren geschlagen um die Choreos zu modifizieren und dann auszulegen. Dazu verloren sie nie den Spaß. Die Motivation war sehr hoch und so konnten auch die hohen Kosten für jedes Mitglied von insgesamt 800 Euro (Reise und Übernachtungen) niemanden davon abhalten die Zusage zu geben, wenn es wieder hieß „ wir müssen einen Tag früher anfangen“. Weiterhin hat jedes Mitglied der Gruppe ihre Eintrittskarten bezahlen müssen. Also wenn man hier nicht von Leidenschaft reden kann weiss ich auch nicht.

    Die Umsetzung am Spieltag war dann geprägt von hohem Trubel um das Spiel. Anders wie bei Bundesliga Spielen und normalen Länderspielen waren die Stadion 2 Stunden vorher voll. Somit musste man oft den Fans die Ordnung erklären, dass diese auch beibehalten wird. Ein weiteres Problem waren die ausländischen Fans bis hin zu Fanblöcken die auf einmal in der deutschen Kurve lagen (BRD-Schweden in München). Wir mussten uns auf den Kompromiss von Seiten der FIFA und den Fans einlassen, dass die Choreos früher durchgeführt werden als bei einem Bundesligaspiel. Die FIFA wollte die Euphorie bei den Deutschland Länderspielen unterdrücken um die Neutralität zu wahren (Schweizer eben) und die Fans wollten Ihre Mannschaft sehen (Event eben). So kam es zum Kompromiss die Choreos beim Einlaufen der Fahnenkinder durchzuführen mit der Gewissheit, dass die Mannschaft 2 Minuten später kommt. Die Mannschaft konnte somit die volle Choreo bewundern ( ausser Lehmann vergaß mal wieder seine Handschuhe und es kam daher zu einer Verspätung von 5 Minuten). Allerdings konnte man den Zuschauern nicht verklickern, dass die Choreo bis zur Nationalhymne oben blieb. Naja das ist zwar unbefriedigend für uns, aber wir konnten sie durchführen und wenn man sich so viel Arbeit damit gemacht hat ist man nur froh wenn man es mit so einem kleinen Schöheitsfehler über die Bühne bringt.

    Insgesamt muss man sagen, dass man die schlechtesten Voraussetzungen für eine Choreografie bei der WM vorliegen hat.
    - Ordner die total spinnen
    - Sicherheitsbehörden die einen als größte Gefahr einstufen
    - Fans wie bei Robbie Williams
    - ausländische Fans
    - Fans ohne Choreoerfahrung
    - FIFA Funktionäre die Choreos 2 Stunden vor dem Anpfiff modifizieren oder absagen möchten
    - Ein Geräuchpegel der Megaphone verstummen lässt
    - Eine Mannschaft die nie pünktlich einläuft :-))
    Für diese Voraussetzungen hat es doch gut geklappt, nur in Berlin schafften es die Funktionäre die Choreo zu stoppen.

    7.) Du wurdest z.B. bei www.network-ultra.de recht hart Deswegen angegriffen (dir wurde Verrat und vieles Anderes vorgeworfen) und es wurde eine teilweise recht seltsame Diskussion über deine Person und Supporters-Art ausgelöst. Wie denkst du mit jetzt ca. 2 Monaten Abstand über diese Kontroversen?

    In Mannheim sagt man immer, "lass das nicht den Buschbacher hören" sonst haben wir gleich Vollalarm. Ich bin ein Mensch der der verbalen Konfrontation nicht aus dem Weg gehen kann. Ich bin ein Mensch der wohl stark provoziert. Entweder die Menschen mögen mich und meine Entscheidung oder sie hassen mich und die Entscheidungen. Wenn ich mir aber mal was in den Kopf setze ziehe ich es mit voller Kraft und Überzeugung durch. Daher bin ich solche Diskussionen gewöhnt. Ich höre mir diese Kritik an und beschäftige mich damit. Sie prallt nicht an mir ab, denn dieses Feedback zeigt mir, das meine Entscheidung nicht 100 % richtig war, aber auch nicht 100 % falsch. Ich versuche es also zu verbessern und einen Kompromiss zu finden. Die Kritik fließt jetzt z.B. in die Gespräche mit dem DFB ein und ich habe nicht das Gefühl auf geschlossene Türen zu stoßen. Selbst beim Thema Anhörung von Stadionverbotlern wurde nicht abgewunken.


    8.) Es fanden ja während der WM auch viele Diskussionen statt ob, wie oder warum man die Nationalmannschaft unterstützen sollte oder eben nicht. Warum Wie denkst du über diese Frage? Sollte man die Nationalmannschaft anfeuern oder lieber ein harter Ultra sein und sich diesem entsagen und warum funktioniert Das in anderen Ländern und bei uns nicht?

    Harter Ultra, das ist nicht lache. Ultras in Deutschland sind einmal gestartet die Optik und Akustik in den Stadien zu verbessern, mehr nicht. Heute muss man ja die Politik in den Vordergrund stellen, gegen alles und jeden sein und ein harter Hund sein. Soll sich jeder seinen eigenen Kopf machen was er machen will. Natürlich geht der Verein vor, aber was ich nicht verstehen kann ist, dass von „oben“ eine Art Hirnwäsche vollzogen wird, dass man nicht zu Länderspielen fährt, weil es uncool ist.

    Ich kann mich noch an ein Spiel in England erinnern, da war die Hälfte des deutschen Blocks voll mit deutschen Ultras. Der Support war mega geil. M. Stein stimmte bis eine Stunde nach dem Spiel den vollen eingesperrten Block an. Komisch das das heute alles uncool ist, wenn man die Tommies im eigenen Heiligtum an die Wand singt.


    9.) Meine Meinung steht diesbezüglich ja 50-50, da ich mir weder von der FIFA, UEFA oder DFB das Spiel Fußball (um was es ja, glaube ich zumindest, eigentlich geht) nehmen lasse, jedoch auf der anderen Seite keine Lust habe mit einer Blondine in den "Midlife-Crisis", die ca. aller 6 Jahre mal ein Stadion besucht weil die Bayern spielen, "Steh auf ...." zu singen.

    Was soll ich dazu sagen, ich hätte auch lieb und gerne wieder das Wembley Publikum im Stadion. Der DFB hat bei Ihren Länderspielen einen Sektor für Supporters eingerichtet. Angenommen wird er nur von den Fanclub Nationalmannschaft Members. Zu diesem Mitgliedern muss ich aber noch etwas sagen. Bei der WM hatten diese Members immer einen eigenen Sektor im Stadion. Die Stimmung ( und das zumeist non stop) kam immer aus diesem Sektor.


    10.) Wie denkst du über die deutsche Szene? Haben die deutschen Ultras das "Ziel" aus den Augen verloren? Ich habe oft den Eindruck, daß man vielmehr Fan von sich selbst ist als vom Verein den man unterstützt.

    Die deutschen Ultras sollten sich eher mal um Ihre Kurve kümmern als immer nach Polen oder Italien zu schauen. Arroganz und Abschottung hilft nicht. Ultras sind nichts besseres ja sogar schlechtere Fans als manche Kutte, die seit 15 Jahren jedes Spiel sieht. Ultras sollten sich als Teil der Fansszene sehen und nicht als ihr Kopf. Ausgenommen sind Szenen die es sich verdient haben der Kopf zu sein und daher auch von dieser akzeptiert werden. ULTRA heisst nicht Chef der Kurve zu sein.


    11.) Ich danke dir für das Interview und den schnellen sowie freundlichen Kontakt.



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 21.08.2006, 19:12


    @dcsp

    eröffne dafür lieber mal nen neues thema, in dem man dann der übersicht halber NUR links reinpackt!



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 21.08.2006, 19:16


    ich hab den typen beim länderspiel in dortmund gg die usa gesehen, der saß vor uns auf der stange mit einem megaphon und hat die choreo koordiniert. war erleichtert, denn ich dachte, es gibt jetzt auch noch einen hampelmann bei der NATI...



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcs_ad-ek - 23.08.2006, 18:58


    also hier mal ein wenig was aus der Türkei...Paar videos..

    http://www.youtube.com/watch?v=z7vwl8q2-A8

    http://www.youtube.com/watch?v=97PnX8ijd3Q

    http://www.youtube.com/watch?v=N7VfLAH3eqQ

    Bissel Derby Stimmung:

    http://www.youtube.com/watch?v=kg2uKoP0n5U

    http://www.youtube.com/watch?v=LPMuC2Ctisw&mode=related&search=

    http://www.youtube.com/watch?v=5VbbJa068tY

    ältere:
    http://www.youtube.com/watch?v=EPSxsLnaf5Q



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcs_fab - 23.08.2006, 19:18


    joar, aber bengalos sind halt mittlerweile fast überall in höheren europäischen ligen verboten. vom support her find ich folgendes video aber noch viel geiler und krasser
    http://www.youtube.com/watch?v=lVQCnZiy6AI



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 23.08.2006, 19:44


    Zitat: Verfasst am: 22.08.2006, 13:29 Titel:

    --------------------------------------------------------------------------------

    Oliver Kahn im Kicker-Interview:

    ..
    Kicker: Wie hat sich die Bundesliga in all den Jahren verändert?
    Kahn: Damals war alles kleiner, ursprünglicher. Der Fußball war noch nicht so gesellschaftsfähig. Aber die Stimmung in den Stadien war originaler.

    Kicker: Das hat scheiße Torwart Frank Rost kürzlich bemängelt. Er befürchtet, der Fußball verliert seine wahren Fans.
    Kahn: Die Vereine sind teilweise große Wirtschaftsunternehmen geworden. Es ist jetzt ein großes Business, von dem auch wir Spieler profitieren. Aber man muß wissen: Der Fußball lebt von den wirklichen Fans, die sich nicht für Vorprogramme, TV-Gelder, Logen und warme Buffets interessieren. Die lieben das Spiel. Für die geht es nicht um Sehen und Gesehen werden. Durch sie lebt der Fußball.



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 23.08.2006, 19:53


    Olli is der beste mann der welt... :lol:



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcs_fab - 23.08.2006, 20:19


    mir glaubt ja nie einer. der kahn is ein lustiger typ, allein wenn ich die stimme schon hör könnt ich mich schrott lachen :sign5: aber er weiß auf jeden fall wo der frosch die locken hat. der hatte auf der bank glaub ich viel zeit über gott und die welt nachzudenken. dat ganze interview von dem ist fast schon philosophisch :downtown:



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 24.08.2006, 20:17


    da hst du aber noch nicht die arte-doku gesehen!!!! da hat er sich als panther im käfig gesehen (berühmtes gedicht von brielke) man,man,man. ich finde den nur noch cool den kerl! er philosophiert nur noch durch die gegend, alles wird hinterfragt und so... :lol: daumen hoch fürn olli



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 12.09.2006, 10:36

    Fussball-Fans im Abseits I
    Straftat U-Bahn-Fahren



    "Fußball-Fans sind keine Verbrecher" - dieser Satz war bei vielen Demonstrationen vor der WM in Deutschland auf Transparenten zu lesen. Friedliche Anhänger wollten damit gegen staatliche Repressionen protestieren. Ohne Erfolg, wie eine dreiteilige RUND-Serie zeigt.



    Ob Politiker, Wirtschaftsvertreter oder Journalist: Die Namhaften unter ihnen haben nach dem Ende der WM gern den Wunsch verbreitet, sie möge doch bitte noch lange weitergehen. Zumindest, was die Stimmung in der Bevölkerung betrifft. Es gibt Fußballfans, für die ist die WM tatsächlich noch lange nicht vorbei. Ihre Stimmung hat sich seit dem Ende des Events nicht geändert. Das gilt zum Beispiel für Matthias Hübner (Name geändert; die Red.), Anhänger des TSV 1860 München. Gegen einen Bescheid der Verwaltungsbehörde München hat er Widerspruch eingelegt, und die Sache hat zu tun mit Unannehmlichkeiten, die ihm während der WM widerfahren sind.
    Hübner gehörte zu den rund 20 Münchner Fußball-Anhängern, die während der WM Meldeauflagen zu erfüllen hatten. Jeden Tag mussten sie sich zweimal auf ihrer Polizeidienststelle einfinden - 33 WM-Tage lang, ob Spiele stattfanden oder nicht. Hübner, 26 Jahre alt, ist nicht vorbestraft, aber die Polizei hat einmal im Zusammenhang mit Fußball seine Personalien aufgenommen.

    Eine der Begründungen für die Meldepflicht: Man habe ihn an einem Tag, als sich Hooligans des FC Bayern München und des 1. FC Nürnberg in der Münchener Innenstadt boxten, mit einer Überwachungskamera gefilmt - zwar etliche U-Bahnstationen vom Geschehen entfernt, aber das tat nichts zur Sache. Die Tatsache, dass Hübner Fan der Münchener Löwen ist, auch nicht.

    Hübner studiert an der Technischen Universität (TU) München. Sein Ziel: Diplomingenieur. Er steht kurz vor dem Abschluss. Das Geld ist knapp, seine Freundin ist schwanger. Mit finanzieller Unterstützung seines Vaters will Hübner die Sache durchziehen, auch wenn er dazu vor dem Verwaltungsgericht klagen müsste. "Wenn ich mich jetzt nicht wehre, komme ich da vielleicht nie wieder raus." In zwei Jahren, während der EM, "habe ich vielleicht einen guten Job". Da wolle er es "nicht riskieren, meinen Kollegen erklären zu müssen, dass ich mich während der EM zweimal täglich bei der Polizei melden muss, obwohl ich noch nie etwas verbrochen habe. Ich weiß nicht, ob das in der Firma jeder versteht."
    Der angehende Ingenieur hat noch in einer zweiten Sache Widerspruch eingelegt. Denn die Stadt München will 1000 Euro von ihm, weil er der Meldepflicht kurzzeitig nicht nachkommen konnte - er befand sich im Ausland, auf einer Uni-Exkursion in Belgien. Da er eine entsprechende Bescheinigung zu spät abgab, wird er zur Kasse gebeten. Einen Spezi von ihm, ein 19-jähriger Azubi, hat es noch schlimmer getroffen: Der ist wegen eines nicht rechtzeitig beigebrachten Attests mit 5500 Euro dabei. Der Münchner Rechtsanwalt Marco Noli, der die beiden Löwen-Anhänger und weitere Meldepflichtige vertritt, spricht von "schikanösen Methoden, die in hohem Maß die Grundrechte verletzen".


    Diesen Vorwurf weist Andreas Ruch, Sprecher des Polizeipräsidiums München, zurück: "Unsere szenekundigen Beamten haben gemeinsam mit unserer WM-Einsatzabteilung diese Leute festgelegt. Dass einer unbescholten war, das kann ich mir nicht vorstellen. Das wäre ja ein starkes Stück, wenn wir jemanden mit Gewalt in Verbindung brächten, und es wäre völlig aus der Luft gegriffen." Den Klagen betroffener Fans vor dem Verwaltungsgericht sehe man " gelassen entgegen". Ihm sei "kein Fall bekannt, in dem ein Gericht Meldeauflagen für rechtspflichtig erklärt hätte", sagte Ruch. Die Meldepflicht-Maßnahme habe sich "bewährt". Die Münchener Polizei wendet sie schon seit längerem nicht nur im Zusammenhang mit Fußball-Ereignissen an, sondern auch bei Großdemonstrationen.

    Solche Methoden gehören für engagierte Anhänger seit Jahren zum Alltag. Die Fanszene sei ein "Labor für Kontrolltechniken", sagt Eric Töpfer, der am Zentrum für Technik und Gesellschaft der TU Berlin arbeitet. "Fußballanhänger haben nun mal keine Lobby." Der Politologe Töpfer hat während der Weltmeisterschaft die internationale Fachtagung "Policing Crowds" mitorganisiert, die unter anderem die "Festivalisierung" der WM sowie die kriminalpolitische Dimension von Sportveranstaltungen zum Thema hatte.
    Zu den Referenten dort gehörte auch Justus Peltzer, ein Bremer Soziologe, der zudem als Sprecher für das Bündnis Aktiver Fußballfans (Baff) fungiert. Spieltag für Spieltag, sagt er, würden beispielsweise Fans, die mit einem Sonderzug zu einem Auswärtsspiel unterwegs seien, "direkt mit dem Einlaufen in den Zielbahnhof völlig undifferenziert in einen wandernden Polizeikessel gesteckt" - für die Beamten sei das ein "wunderbares Experimentier- und Trainingsfeld für polizeiliche Einsätze in großen Menschenmengen", zum Beispiel politischen Demonstrationen. Auf der Konferenz vertraten Bürgerrechtler dann auch die Auffassung, manche Maßnahmen gegen Fußballfans müsste man im Zusammenhang mit dem G8-Gipfel in Heiligendamm sehen, der 2007 stattfindet.
    Erzrivalen mit gemeinsamen Gegner
    In der Fanszene machten die Beteiligten ähnliche Erfahrungen: Vor der WM "wurden diverse polizeiliche Maßnahmen erprobt und die St.-Pauli-Fanszene als Testballon benutzt", sagt Heiko Schlesselmann, der Fanbeauftragte des FC St. Pauli. Obwohl die St.-Pauli-Fans nicht als Problemfans gelten, habe man "die Anzahl der zivilen Beamten und der eingesetzten Polizisten bei den Spielen nach und nach erhöht und auch die enge Begleitung von 'Problemgruppen' verstärkt".
    Die zuständige Hamburger Innenbehörde sieht das anders: "Die Anzahl der eingesetzten zivilen Beamten im Vorfeld der WM ist bei den Spielen des Hamburger SV und St. Pauli nicht erhöht worden", sagt Sprecher Reinhard Fallak. Beim HSV hat man allerdings ebenfalls "eine personelle Verstärkung der Polizeibeamten wahrgenommen, zudem habe es ein offensichtliches Beobachten von Fangruppen durch Beamte bei allen möglichen Gelegenheiten gegeben", so Joachim Ranau vom HSV-Fanprojekt.
    Neben Meldeauflagen kann Ranau auch von der im Behördendeutsch als "Gefährderansprache" bezeichneten Präventivmaßnahme berichten. Allein in Hamburg gab es 45 solcher Gespräche zwischen so genannten szenekundigen Beamten (SKB) und Fans, denen man während der WM Gewalttaten zutraute. Am Arbeitsplatz sei niemand von der Polizei besucht worden, so Polizeisprecher Fallak, sondern "grundsätzlich an den Wohnanschriften oder an den bekannten Treffpunkten in oder an den Stadien kurz vor Beginn der WM".
    Als weitere Maßnahmen, die viele HSV-Fans als gegen sich gerichtet empfunden haben, nennt Ranau den "Ausbau eines so genannten Hooliganknasts, der auch nicht gerade eine vertrauensbildende Maßnahme war, Videoüberwachung auf dem Fanfest und der näheren Umgebung".
    Lesen Sie morgen im zweiten Teil: Wie eine Gruppe argentinischer Fußballlfans bei der WM die Aufhebung eines willkürlichen Stadionverbotes erstritt und wieso sich ein minderjähriges Mädchen bei einer Personenkontrolle vor einem deutschen Stadion nackt ausziehen muss.

    www.spiegel.de



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 12.09.2006, 10:37

    Fussball-Fans im Abseits II
    Strip vor Staatsdienern

    Von René Martens und Matthias Greulich

    Die Anzahl der Stadionverbote hat stark zugenommen, demnächst werden wohl immer mehr Fans versuchen, mit richterlicher Hilfe ins Stadion zu kommen. Eine Klägerin ist Corinna F. - sie musste sich vor der Polizei komplett ausziehen.

    Viele Fans fühlen sich angesichts der vielen massiven Eingriffe zu Unrecht von den Behörden kriminalisiert. Auf Demonstrationen "gegen den Sicherheitswahn" formierte sich im gesamten Bundesgebiet zunehmend Widerstand unter dem griffigen Slogan "Fußballfans sind keine Verbrecher". In der gerade beginnenden Bundesligasaison dürften die Proteste weiter zunehmen, denn trotz der friedlich verlaufenen WM glauben in der Fanszene nur wenige daran, dass die als repressiv empfundenen Maßnahmen rückgängig gemacht werden.

    Ausgerechnet während der WM erlitten die Sicherheitsbehörden allerdings eine juristische Niederlage. Hauptakteur war die Fifa, Betroffene waren "Los Borrachos del Tablon", eine ultra-ähnliche Gruppierung aus Argentinien. Nach dem Spiel gegen die Niederlande in Frankfurt sahen sich die Südamerikaner auf der Straße von Polizisten umstellt. Ebenfalls angerückt war der örtliche Fifa-Mitarbeiter Gerhard Anhäuser, der gegen die gesamte Gruppe ein Stadionverbot aussprach. Begründung: Beim vorangegangenen Spiel hätten die Fans die Blöcke gewechselt und seien auf Sitze gestiegen.

    Die Supporter fochten das Verdikt erfolgreich per einstweiliger Verfügung an. Das Landgericht in Frankfurt fand, die Fans hätten "glaubhaft gemacht, dass tatsächliche Gründe, die die ausgesprochenen Hausverbote auf der Grundlage der Stadionordnung rechtfertigen, nicht bestehen". So waren die Argentinier zum Spiel gegen Deutschland wieder im Stadion. Eine juristische Petitesse? Keineswegs. Der Münchner Rechtsanwalt Marco Noli sagt, das sei der erste ihm bekannte Fall, in dem ein Stadionverbot vor Gericht angegriffen worden sei.

    Wahrscheinlich werden demnächst auch immer mehr einheimische Fans versuchen, sich den Zutritt zum Stadion mit richterlicher Hilfe zu erstreiten, denn die Anzahl der Stadionverbote hat stark zugenommen. In den "Richtlinien zur einheitlichen Behandlung von Stadionverboten", zu deren Einhaltung der DFB seine Vereine zwingt, heißt es, dass "unverzüglich und grundsätzlich" ein Stadionverbot verhängt wird, wenn die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens bekannt wird. Die Strafprozessordnung hat an die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens allerdings keine hohen Anforderungen geknüpft, es genügt bereits der so genannte Anfangsverdacht - und schon droht ein bundesweites Stadionverbot, das von den Betroffenen als erhebliche Strafe begriffen wird.

    Die DFB-Juristen argumentieren formal. Ein Stadionverbot sei "keine staatliche Sanktion auf ein strafrechtlich relevantes Verhalten, sondern eine Präventivmaßnahme auf zivilrechtlicher Grundlage". Rechtsanwalt Noli entgegnet: "Die DFB-Richtlinien hebeln die Unschuldsvermutung aus. Man sollte einmal darüber nachdenken, gegen wie viele Unschuldige dadurch bereits eine Sanktion verhängt wurde."

    Bislang prozessieren Fußballfans selten - was durchaus nachvollziehbar ist. "Der größte Teil derer, die einen Grund dafür hätten, sind zu jung, um sich das finanziell leisten zu können", erklärt der Dresdner Rechtsanwalt Jörg Freund. Er vertritt die Gymnasiastin Corinna F., eine Dynamo-Anhängerin, die eigentlich auch keine Prozess- und Anwaltskosten tragen kann. Ein älterer Kumpel ist allerdings solvent genug - und so kam es, dass noch kurz vor der WM ein sehr unappetitlicher Vorfall in den Fanszenen der Republik Aufmerksamkeit erlangte.

    Die Vorgeschichte der Klage: Im März 2005, an einem Freitagabend, begleitet Corinna, damals 16 Jahre alt, ihre Mannschaft zu einem Spiel nach Saarbrücken. Der Trip in die Ferne verläuft normal, bis sie vor dem Stadion von der Polizei aufgefordert wird, sich für eine Durchsuchungsmaßnahme in ein eigens dafür aufgebautes Zelt zu begeben. Dort muss sie sich schließlich in Gegenwart zweier Beamtinnen komplett entkleiden. Ihr Mentor, der für die Prozesskosten aufkommt, war damals auch vor Ort. Er weiß von "mehr als 20" Frauen, die ebenfalls den Blick unter Slip und BH hätten frei geben müssen, auch eine zirka 50-Jährige sei darunter gewesen.

    Wer unverdächtig ist, ist verdächtig

    Ende Mai 2006 weist das zuständige Verwaltungsgericht Corinnas Klage gegen die Landespolizeidirektion Saarland ab. Die Maßnahme gegen den Teenager sei "erforderlich" und "verhältnismäßig" gewesen, denn es habe "lediglich eine Nachschau nach Fremdkörpern in der Kleidung und eine Beschau des unbekleideten Körpers stattgefunden" - jedoch keine "Inaugenscheinnahme von natürlichen Körperöffnungen".

    Laut Gericht hatten Dresdner Polizisten die Kollegen in Saarbrücken darüber informiert, dass erfahrungsgemäß "unverdächtige Dynamo-Fans" Waffen, Rauchpulver und Signalmunition transportieren würden. Der Kreis dieser "Unverdächtigen" umfasse "unscheinbare, jüngere oder ältere und insbesondere weibliche Personen", die man normalerweise nicht "der gewalttätigen Fanszene" zuordne.

    Wer unverdächtig ist, ist verdächtig - George Orwell hätte diese Theorie der saarländischen Rechtshüter bestimmt inspiriert. Das Verwaltungsgericht vertritt die Position, Corinna habe "dem Profil der Transportklientel voll und ganz entsprochen": unscheinbar, jung oder alt, und insbesondere weiblich. Derzeit hofft Corinna, dass ihre Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts zugelassen wird.



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 12.09.2006, 10:38

    Fussball-Fans im Abseits III
    Freiheit für die Kurven

    Zum Abschluss der Serie über Repressionen gegen Fußball-Fans lesen Sie heute von einem HSV-Anhänger, der monatelang inhaftiert wurde, weil er eine Schlägerei angezettelt haben soll, die allerdings nie stattfand. Absurdes gibt es auch aus München zu berichten.

    Viel diskutiert wurde in der deutschen Fanszene der Fall des 26-jährigen Nils Bethge. Der HSV- Anhänger saß drei Monate in Untersuchungshaft - vorgeworfen hatte man ihm die "Organisation einer verabredeten Schlägerei", zu der es nie gekommen ist. Der Vorfall spielte sich bereits im Januar 2005 anlässlich eines HSV-Spiels in München ab. Drei Tage vor Heiligabend 2005, elf Monate nach dem Vorfall, holt ihn die Hamburger Polizei aus einer Kneipe. Bethge, der nicht vorbestraft ist und einen festen Arbeitsplatz hat, kommt in Untersuchungshaft.

    Während eines kafkaesk anmutenden siebentätigen Gefangenentransports von Hamburg nach München bekommt er einen Einblick in die Strafvollzugswelt Deutschlands: "Insgesamt war ich in dieser Zeit in 24 verschiedenen Gefängnissen." Zur Welt draußen hat er kaum Kontakt - es dauert rund sechs Wochen, bis ihn seine Eltern erstmals besuchen dürfen. Um dem Martyrium ein Ende zu machen, gibt er auf Anraten seines Anwalts schweren Landfriedensbruch zu. Das bringt ihm sechs Monate auf Bewährung ein und 900 Euro Strafe. Jetzt ist er frei, aber vorbestraft - und seinen Arbeitsplatz hat er verloren.

    Zum HSV geht er zwar weiterhin, aber: "Ich beschränke mich auf die Heimspiele." Auswärtsfahrten sind ihm zu riskant. Bethges Fall war so krass, dass sich sogar die Ultras des Nachbarn St. Pauli mit ihm solidarisierten. Auf der von St.-Paulianern organisierten Veranstaltung "Freiheit für die Kurven" las Bethge Gedichte vor, die er in der Untersuchungshaft geschrieben hatte.

    Die Gerichte werden sich demnächst mit einem weiteren, zumindest was die Anzahl der Betroffenen betrifft, spektakulärem Fall der vergangenen Jahre beschäftigen. Ende März nach dem Spiel der Bayern in Duisburg kesselte die dortige Polizei während des Abmarsches einen Pulk von Münchner Fans ein. Szenekundige Beamte hätten sogar einen geistig behinderten FCB-Anhänger getreten, der in der Fanszene des FCB seit Jahren bekannt sei, kritisierten die Angegriffenen später.

    Die Polizei Duisburg weist die Vorwürfe zurück. "Das trifft aus unserer Sicht nicht zu, denn es waren keine SKBs aus Duisburg vor Ort", sagt Pressesprecher Achim Blättermann. Ob SKBs aus München in den Vorfall verwickelt waren, könne er allerdings nicht sagen, so Blättermann.

    Fest steht, dass die Polizei von 54 eingekesselten Supportern die Personalien aufgenommen hat, insgesamt 59 bekamen kurz darauf die Nachricht, dass gegen sie ein bundesweit gültiges Stadionverbot über zwei Jahre verhängt wurde. Gegen die Betroffenen wird wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt.

    "Aus dem Pulk der Bayern-Ultras wurde unter anderem ein Stein auf einen Polizisten geworfen", sagt Polizeisprecher Blättermann. Gegen die fünf übrigen Ultras sei erst im Nachhinein ermittelt worden, da es neue Erkenntnisse von anderen Polizeieinheiten rund ums Stadion gegeben habe.

    "Führungsebene so gut wie lahmgelegt"

    Größtenteils betroffen sind Mitglieder der Ultra-Gruppierung "Schickeria München", die sich gegen das Verhalten der Polizei öffentlich wehrt. "Die Tatsache, dass so gut wie jeder Bayern-Fan, der zu diesem Zeitpunkt auf dem Parkplatz war, durch die Aufnahme seiner Personalien vom Stadionverbot betroffen ist, ist schon pure Willkür. Dass aber nachträglich selbst Personen ein Stadionverbot bekommen, von denen wohlgemerkt nicht einmal die Personalien aufgenommen wurden", sei besonders skandalös, schreibt die Schickeria in einer Erklärung. Die "kollektive Bestrafung einer Personengruppe anstelle eines unbekannten, möglicherweise sogar entflohenen Täters" sei ebenfalls mit rechtsstaatlichen Grundsätzen nicht zu vereinbaren".

    Die Stimmung bei Bayern-Spielen ist schlechter geworden, seitdem man die Schickeria-Leute aus dem Verkehr gezogen hat. "Die Führungsebene ist so gut wie lahm gelegt", sagt Simon Müller, der selbst zu dem Zirkel gehört. Mehr als die Hälfte traf noch eine weitere Sanktion: Nachdem das Stadionverbot ausgesprochen war, schloss der FC Bayern die Fans aus dem Verein aus.

    Müller geht davon aus, dass vor allem Repressionen zunehmen werden, gegen die es keinerlei Handhabe gibt. So wie während der WM: Die linksgerichteten FCB-Ultras hatten in dieser Zeit ein antirassistisches Fanturnier veranstaltet. "Trotzdem rief jemand von der Polizei vorher die Betreiber des Zeltplatzes, den wir gemietet hatten, an und teilte denen mit, wir hätten einen rechtsradikalen Hintergrund", sagt Müller. Dass zum Programm der Veranstaltung auch ein Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau gehörte, hatte den mobbenden Beamten in seiner Argumentation offensichtlich nicht sonderlich beeinflusst.

    www.spiegel.de



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 12.09.2006, 16:12


    Es gibt eine neue Folge der BBC Dokus über englische Hooligans, die sich diesmal mit der WM 2006 beschäftigt und Ausschreitungen in fast ALLEN Städten, in denen England spielte, belichtet. Von den in den Medien nicht wahrgenommenen Krawallen im Frankfurter Banhofsviertel über das Problem der "Lager-Lads" ( keine ausgwiesenen Hooligans, besoffene englische asis), die Doku hat se alle. Ziemlich gut wieder die Undercover Sequenzen und Kommentare von ex-Hooligans, Polizisten oder Innenministern. Auch die (manchmal desolate, manchmal effektive) Polizeileistung wird analysiert. Lohnt sich. Is auf englisch.

    Runterzuladen auf www.doku.dl.am oder vielleicht brenn ich euch die sogar, die Vorläufer auf Anfrage auch ;)



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 13.09.2006, 15:42


    Und da gibt es gleich interessantes hinterher:

    Ich hab mich mit Anthony (ihr wisst schon Düsseldorf Altstadt während der WM) aus London über die Reportage per email unterhalten. Er sagt, dass sie in England höchst in die Kritik geraten ist, da angenommen wird, dass ein paar der Ausschreitungen gegen Zahlungen der BBC erfolgt sind...Er hat schließlich auch keine dieser Dinge mitbekommen in seinem 3-wöchigem Aufenthalt hier.

    Differenzieren muss man trotzdem: Die Bilder, wo ein ganzer Mob englischer besoffener vorbeigehenden Frauen an die Glocken packt oder 10-jährige "I would rather be a paki than a kraut" singen, sind nicht gestellt. ich glaube nämlich kaum, dass die bbc auch noch in GANZ England CDs mit neuen Anti-Deutsch-Liedern verteilt.... 8-)



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 13.09.2006, 21:15


    die wahrheit liegt wohl irgendwo in der mitte.
    es wird wohl weder die super-friedliche wm gewesen sein, wie sie der deutschen öffentlichkeit vorgegaukelt wurde, noch, wird es solche szenen wie bei der wm `98 oder em 2000 gegeben haben. zudem wurde ja im vorfeld durch einreiseverbot, meldeauflagen und präventiv-fetsnahmen einiges durch die behörden getan..

    wenne mir die doku irgendwann mal brennen könntest, wär klasse..eilt aber nich ;)



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcs_fab - 13.09.2006, 23:02


    ja ich denke auch, dass all das was man irgendwie geheimhalten konnte, auch geheimgehalten wurde. bei kleineren auseinandersetzungen ist das ja auch ohne weiteres möglich. ferner bin ich davon überzeugt, dass auch die medien dazu angehalten wurden möglichst wenige dieser szenen zu veröffentlichen.
    dennoch glaub ich nich, dass allzu viel passiert ist (ausschreitungsmäßig) und die stimmung überwiegend positiv war. die engländer waren mal froh sich "preisgünstig" einen kippen zu können ;)



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 14.09.2006, 18:42


    jupp, aber die exzessiven alkoholorgien der engländer sind schon lustig anzusehen...packen den weibern an den möpsen, stürmen statuen in köln und fallen da runter... sowas kann noch nich mal der schnitzelkalle, wenn er 1000 schnaps gesoffen hat...



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcs_fab - 14.09.2006, 21:51


    dcsp hat folgendes geschrieben: jupp, aber die exzessiven alkoholorgien der engländer sind schon lustig anzusehen...packen den weibern an den möpsen, stürmen statuen in köln und fallen da runter... sowas kann noch nich mal der schnitzelkalle, wenn er 1000 schnaps gesoffen hat...
    nee, der rennt nur nackt am strand von mallotze rum :butthead:
    *duckundweg*



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 20.09.2006, 13:27


    http://www.youtube.com/watch?v=iuRszadcw9s&mode=related&search



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 08.10.2006, 15:11


    die hier bereits erwähnte BBC-doku:

    http://video.google.nl/videoplay?docid=26713483704811088&q=hooligans



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 08.10.2006, 16:27


    dcsm hat folgendes geschrieben: die hier bereits erwähnte BBC-doku:

    http://video.google.nl/videoplay?docid=26713483704811088&q=hooligans

    und natürlich darf nen bezug zur nazi-vergangenheit nicht fehlen..



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 08.10.2006, 16:47


    jo. hab ich dir die nicht gebrannt??? kannse noch haben, viel bessere quali! morgen werd ich dann mal mit alex und hennk ins sommermärchen gehen. über hennk und seine freundin wurden bereits 3 karten reserviert, sie kann nicht, also wird alex mitkommen. wer noch mit will, kann es ja einfach probieren. um 20:15 treffen wir uns vor dem filmforum, um 21 h gehts dann los



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 08.10.2006, 18:05


    dcsp hat folgendes geschrieben: jo. hab ich dir die nicht gebrannt??? kannse noch haben, viel bessere quali! morgen werd ich dann mal mit alex und hennk ins sommermärchen gehen. über hennk und seine freundin wurden bereits 3 karten reserviert, sie kann nicht, also wird alex mitkommen. wer noch mit will, kann es ja einfach probieren. um 20:15 treffen wir uns vor dem filmforum, um 21 h gehts dann los

    nee, brauchse nich brennen!
    da ich den wortmann-film noc nich gesehen hab, komm ich viell morgen mit. is ne überlegung wert..aber die chancen ne karte zu kriegen sind doch eher gering oder?



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 08.10.2006, 18:37


    ich weiß es nicht. :? :?: kanns ja mal anrufen oder so. wir haben auch noch keine reservierungsbestätigungs-email bekommen. machen die wohl ohne...



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 10.10.2006, 11:55


    forever duisburg: http://www.youtube.com/watch?v=7bqNQ8YHhpw&NR

    erinnerungen von duisburg: http://www.youtube.com/watch?v=7K-gTDqv_Ks&NR



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 30.10.2006, 21:10


    Zitat: Im Zweifel gegen den Fußballfan

    Das Thema ist dabei, Mode zu werden: "Gewalt kehrt in die Fußballstadien zurück", glaubt beispielsweise die "Welt am Sonntag" und schafft dafür gar Platz auf Seite eins. Keine neuen Enthüllungen aus Afghanistan, keine internationale Empörung über neue Skandal-Photos - stattdessen Krawalle in Berlin und Augsburg.

    Die ARD eröffnet ihre Sportschau mit Bildern aus Berlin, wo das Regionalligaspiel von Herthas Amateuren gegen Dresden von derart heftigen Auseinandersetzungen begleitet wurde, dass Beobachter nun von den schlimmsten Zuständen seit Jahren sprechen. Erste Phrasen aus der Politik lassen nicht lange auf sich warten: CSU-Generalsekretär Markus Söder fordert in der "Mittelbayrischen Zeitung", "sich mit Hochdruck der wachsenden Gewalt in den Stadien zu widmen."

    Willkürliche Stadionverbote

    Ein Aufschrei geht durchs Land, ähnlich hysterisch wie nach den Vorkommnissen an der Rütli-Schule in Berlin-Neukölln, als Politiker tagelang vor Betroffenheit trieften und Journalisten ein Jahresthema gefunden zu haben glaubten. Die Rütli-Problematik wollte vorher keiner gekannt haben - ähnlich verhält es sich mit der Gewalt in den Fußballstadien. Und nächsten Monat, spätestens, wenn der Nikolaus kommt, wird die Wellenbewegung des populären Themas abgeebbt sein.

    Vorher aber könnte man ja mal nachdenken, über die Willkürlichkeit von Stadionverboten etwa. Die Münchner Arena steht außerhalb jeglichen Verdachts, ein Hort organisierter Fan-Kriminalität zu sein. Und doch fallen seit einigen Monaten breite Spruchbänder auf, in denen zu Solidarität mit den "Ausgesperrten" aufgerufen wird. Münchens "Schickeria", eine Ultragruppierung alternativer Orientierung, blieb dem Pokalfinale 2006 in Berlin fern, weil zuvor 59 Mitglieder in juristisch zweifelhaften Verfahren mit Stadionverboten belegt worden waren.

    Kriminalisierung der Fans

    Landesweit beklagten Fanclubs eine "Kriminalisierung" ihrer Mitglieder. Es waren die Tage vor der Weltmeisterschaft und im Land ging die große Angst vor Hooligans um. So gab es auch in Frankfurter Fankreisen Überlegungen, dem Finale in Berlin aus Protest fernzubleiben. Doch die überwältigende Resonanz auf die Choreographie beim Halbfinale gegen Bielefeld ließ die Eintracht-Anhänger noch einmal über die vielen willkürlichen Stadionverbote hinweg sehen.

    Doch auch hier ist Ernüchterung eingetreten. Die meisten Transparente in der Frankfurter Arena hängen seit einigen Wochen aus Protest kopfüber an den Tribünen, die Fronten verhärten sich und der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen reagiert mit Nichtbeachtung, obwohl gerade er die Situation entschärfen könnte. Mir liegen Fälle vor, die keiner juristischen Prüfung standhalten würden, doch in keinem ist ein Stadionverbot zurückgenommen worden. Sturheit des Vereins gegen Verbitterung seiner Fans - Konfliktpotential!

    Die üblichen Erklärungsmuster

    Um Missverständnissen vorzubeugen: diese Beispiele aus der Fanszene sollen keine Erklärungen für zunehmende Gewalt in den Stadien liefern, zumal ohnehin noch zu beweisen wäre, ob diese tatsächlich zunimmt. Vielmehr werden jetzt alte Erklärungsmuster wieder an die Oberfläche gespült: die sozialen Verschlechterungen in Zeiten von Hartz IV, daraus resultierendes Abreagieren von Frustrationen, die Zunahme rechter Gewalttaten im Umfeld des Fußballs und das Ansteigen rassistischer Tendenzen. Argumente, die schon in der 70er Jahren herangezogen wurden, sieht man von der besonderen Problematik in den neuen Bundesländern ab.

    Was also tun? Politikern folgen, denen in ersten Stellungnahmen nichts anderes einfällt, als die Forderung nach weiteren Stadionverboten? Vielleicht sind Fachleute wie Konrad Freiberg von der Gewerkschaft der Polizei eine bessere Anlaufstelle, auch ein Dialog mit den Chefs der "Ultras" kann Informationsdefizite abbauen helfen.

    Vielleicht wäre dann auch dem ARD-Reporter, der das Länderspiel Slowakei gegen Deutschland kommentierte, folgender kleiner Zwischenfall erspart geblieben: Als die Kameras nach Bildern der Ausschreitungen in Bratislava einen anderen Block mit deutschen Zuschauern zeigte, sprach der Kollege von den "wahren Fans." Unglücklicherweise hielt einer von diesen Fußballfreunden Sekunden danach die Reichskriegsflagge in denAbendhimmel.


    http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/...994535,00.html



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 31.10.2006, 16:45


    hysterie pur. sachlich muss man an die dinge gehen!



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 25.11.2006, 18:22


    http://www.youtube.com/watch?v=o-OhrvfpXJo&NR

    celtic fans nachm spiel gegen manu



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 27.11.2006, 15:59


    http://md75.errror.org/sge/sgebvb25.jpg
    http://md75.errror.org/sge/sgebvb26.jpg

    http://img227.imageshack.us/img227/6327/sgebxbnr0.jpg

    geile aktion! :-D



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 27.11.2006, 19:40


    hintergrund?



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 27.11.2006, 19:57


    Am besten ist sowieso noch der "Fahneklau von Dortmund". Ihr habt sicher die riesen Fahne über der Südtribüne gesehen "Gelbe Wand...", die ist 60 m lang und wurde höchstwahrscheinlich von den scheiße Ultras gezockt...sie sollen sich als bvb fans verkleidet und die vom stadiondach(!!!) genommen haben!!



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 27.11.2006, 21:14


    dcsp hat folgendes geschrieben: hintergrund?

    jo, eben ne anspielung der frankfurter an den fahnenklau.

    spruchband "aus 60 metern gelbem tuch, für jeden von euch nen taschentuch" wurde nicht genehmigt, deswegen "heult doch, ihr lutscher".

    naja, die fahnenklau-aktionen zwischen scheiße und dortmundern eskalieren immer mehr. glaube aber nich, dat die beim derby präsentiert wird. gefahr von stadionverbot und strafe is zu hoch.



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 28.11.2006, 17:40


    Auszug aus der neuen 11Freunde, ein Busfahrer über seine Erfahrungen mit
    verschiedenen Fans, die sein Unternehmen für Auswärtstouren gebucht haben:

    Die Dortmunder sind in Ordnung, die Duisburger die Schweine. Die haben mir mal den Bus vollgepisst und ihre Schwengel ans Fenster gehalten.

    :lol: :lol: :lol: :lol:



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 31.01.2007, 16:29


    Das nenn ich mal Stimmung...

    http://youtube.com/watch?v=UlrEq5oDIRw

    bzw (bestimmt schon bekannt)
    http://youtube.com/watch?v=labtTHyjLVw&mode=related&search=

    http://youtube.com/watch?v=TGFDFVWEGzc&mode=related&search=



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 06.02.2007, 14:04


    fertige kölner:

    http://www.directupload.net/file/d/965/LBBhwD95_jpg.htm

    http://www.directupload.net/file/d/965/mK7N6FyV_jpg.htm

    :roll:



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 06.02.2007, 15:45


    das sagt alles über diesen dreckigen haufen (WH) aus...



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 11.02.2007, 17:01


    :shock: Polizeibericht: :angry7:
    Ausschreitungen beim Fußballspiel zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und dem FC Erzgebirge Aue II

    Am heutigen Tag fand das Viertelfinale im Sächsischen Landespokal zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und dem FC Erzgebirge Aue II im Bruno-Plache-Stadion (Leipzig-Probstheida) statt.
    Aus Aue reisten mittels Bahn und PKW ca. 350 Anhänger an. Die Mehrzahl dieser Personen wurde mit einem bereit gestellten Bustransfer vom Hbf. Leipzig zum Stadion verbracht. Dieser Transport verlief ohne Probleme. Ebenso gestaltete sich der Anmarsch der ca. 5.000 Anhänger des 1. Lok Leipzig im wesentlichen störungsfrei.
    Nach Anpfiff des Spieles wurden zunächst einige pyrotechnische Erzeugnisse durch die Anhänger beider Manschaften gezündet in deren Folge der Schiedsrichter kurzzeitig das Spiel unterbrach. Die Situation drohte bereits zu diesem Zeitpunkt zu eskalieren. Allerdings konnten die eingesetzten Security Kräfte des Veranstalters und der Stadionsprecher auf die Zuschauer einwirken. Das Spiel wurde fortgesetzt. Verbale Auseinandersetzungen zwischen beiden Fangruppen wurden aber auf hohem Niveau beibehalten.
    In der zweiten Halbzeit kam es zum weiteren Zünden von pyrotechnischen Erzeugnissen, in dessen Folge der Schiedsrichter das Spiel erneut für 8 Minuten unterbrechen musste. Die Sicht auf das Spielfeld wurde durch dichte Rauchschwaden stark behindert.
    Die pyrotechnischen Erzeugnisse brachten die Anhänger beider Mannschaften, trotz Kontrollen des durch den Veranstalter eingesetzten Sicherheitsdienstes, mit ins Stadion bzw. auf die Tribüne.
    Durch die polizeilichen Einsatzkräfte musste die Pufferzone zwischen den Leipziger- und Auer Anhängern vergrößert werden, so dass das Spiel zunächst wiederholt fortgesetzt werden konnte. Die Trennung musste erfolgen, um eine Eskalation im Bereich des Stadions zu verhindern.
    Nach Spielende um 16:10 Uhr erfolgte der reibungslose Abtransport der Anhängern des FC Erzgebirge Aue mit den bereitgestellten Bussen zum Hbf.
    Bereits beim Verlassen des Stadions kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen unter den gewaltbereiten Anhängern des 1. FC Lok Leipzig. Diese Streitigkeiten konnten durch die Polizeikräfte schnell unterbunden werden, so dass der Abfluss von der Connewitzer Str. in Richtung Prager Str. ohne größere Störungen erfolgen konnte.
    Gegen 16:18 Uhr versuchten 80 gewaltbereite Anhänger des 1. FC Lok in Richtung des Abfahrtortes der Zuschauer aus Aue zu gelangen, dies unterbanden die dort eingesetzten Kräfte im Kreuzungsbereich der Connewitzer Straße/ Prager Straße.
    Die gewaltbereiten Anhänger des 1. FC Lok Leipzig formierten sich unmittelbar daraufhin zum Angriff auf die Polizeibeamten. Hierbei zählten sie von 5 rückwärts nach unten und rannten dann in Richtung der Polizeikräfte, dabei hatte sich die Zahl innerhalb von Minuten auf mehr als 800 Personen erhöht. Diese benutzten alle möglichen Wurfgeschosse (Pflastersteine, größere Betonteile, Teile von Mauerresten und aus dem Gleisbett gesammelte Steine), welche sie gezielt gegen die Polizeibeamten und die Einsatztechnik warfen. Selbst abseits stehende Polizeifahrzeuge, die nur mit einer Kollegin besetzt waren, griffen die Störer in hoher Anzahl massiv an. Die eingesetzten Dienstpferde und –hunde waren Ziel der offenbar kurz zuvor geplanten Angriffe. Die Gewaltbereitschaft der Anhänger des 1. FC Lok wurde offensichtlich durch einige Personen weiterhin geführt und koordiniert. Ziel war es, die polizeilichen Einsatzkräfte an der Gesundheit massiv zu schädigen. Die Gewalttätigkeiten waren seitens dieser Personen nicht mehr kontrolliert. Die Polizisten wurden vorsätzlich als Opfer der Gewalttaten ausgewählt. Der Einsatz von Mitteln des unmittelbaren Zwangs (Pfefferspray und Schlagstock) wurde durch die Einsatzleitung angewiesen. Noch während des Angriffs versuchte eine große Anzahl von Störern zu den Diensthunden zu gelangen, um diese einsatzunfähig zu machen. Hierbei erlitten sie aufgrund ihres eigenen Angriffs Bissverletzungen. Gleichzeitig versuchten andere Störer die eingesetzten Dienstpferde durch Steinwürfe zu verletzen. Die Polizei geht gegenwärtig davon aus, dass die Angriffe so forsiert wurden, dass auch mit schwersten Verletzungen der eingesetzten Beamten vorsätzlich gerechnet wurde.
    Unmittelbar nach Ausbruch der Gewalttätigkeiten, griffen aus der Masse der 800 Anhänger des 1. FC Lok eine größere Anzahl von Straftätern auch zwei eingesetzte Zivilbeamte der Polizei an. Dabei wurden die zwei Kollegen voneinander getrennt, wobei jeder der Kollegen von mindestens 20 Störern verfolgt und zu Fall gebracht wurde. Am Rande des Fluchtweges der Kollegen bildete sich eine Art „Spalier", welches die Polizeibeamten durchlaufen mussten. Hierbei wiesen die Verfolger immer wieder daraufhin, dass es sich um zivile Polizeibeamte handelt. Die an dem Rand stehenden Anhänger des 1. FC Lok schlossen sich der Masse der Verfolger an und skandierten heftigste Losungen gegen die Zivilbeamten. Nachdem ein Kollege durch körperliche Attacken der Verfolger zu Fall kam, wurde er dermaßen bedrängt, dass er sich zur Androhung der Schusswaffe entschloss. Trotzdem ließen die Verfolger nicht von ihm ab und sammelten in der Nähe abgelagerte Gegenstände auf. Dem Polizisten stellte sich diese Situation so dar, dass ein Angriff dieser Gewalttäter mittels der gesammelten Gegenstände gegen ihn unmittelbar bevorstand. Es bestand akute Lebensgefahr für den Kollegen, so dass dieser aufgrund des Handelns des polizeilichen Gegenübers gezwungen war, einen Warnschuss abzugeben. Trotzdem entfernten sich die Gewalttäter nicht, erst ein nunmehr eintreffendes Einsatzkommando konnte den Kollegen aus dieser Bedrohungslage befreien.
    Bei den Auseinandersetzungen wurden weiterhin insgesamt 36 Polizeibeamte verletzt und 21 Fahrzeuge beschädigt. Die Straftäter beschädigten außerdem die Scheiben eines Wartehauses der LVB, zwei der dortigen Sparkassenniederlassung sowie die Scheiben eines LVB Einsatzfahrzeuges. Sie brannten außerdem drei Müllbehälter an. Der derzeitig bekannte Sachschaden beträgt 12 000 Euro (ohne Polizeifahrzeuge).
    Derzeit sind 6 verletzte Zivilpersonen bekannt, welche medizinisch behandelt werden mussten. Eine Trennung nach Störern bzw. Nichtstörern kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht erfolgen.
    Bisher gelang die vorläufige Festnahme von fünf Gewalttätern. Gegen diese wird wegen gemeinschaftlich begangenen Landfriedensbruch ermittelt. Auf Anweisung des Polizeipräsidenten der PD Leipzig, Herrn Rolf Müller, hat die Kriminalpolizei für die weiteren Ermittlungen sofort eine Einsatzgruppe gebildet. Neben den polizeilichen Ermittlungen werden derzeit auch angefertigte Videomaterialien gesichtet und ausgewertet, so dass die Kriminalpolizei davon ausgeht, weitere Täter bekannt zu machen.



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 27.02.2007, 19:50


    Für alle Fußballkultur interessierten hier möchte ich das Magazin ballesterer FM empfehlen. Es handelt sich um ein österreichisches Magazin, das alle 2 Monate erscheint und durch eine sehr informative Berichterstattung über die Fanszenen aus ganz Europa (und eben nich nur Schluchtenscheißer) überzeugt. Eine sehr gute Ergänzung - wenn nicht sogar noch besser - als 11Freunde und die Modenutten-Zeitung "Rund".

    Manko: sehr rar in diversen Bahnhofsläden vorhanden



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 27.02.2007, 20:54


    dcsp hat folgendes geschrieben: Für alle Fußballkultur interessierten hier möchte ich das Magazin ballesterer FM empfehlen. Es handelt sich um ein österreichisches Magazin, das alle 2 Monate erscheint und durch eine sehr informative Berichterstattung über die Fanszenen aus ganz Europa (und eben nich nur Schluchtenscheißer) überzeugt. Eine sehr gute Ergänzung - wenn nicht sogar noch besser - als 11Freunde und die Modenutten-Zeitung "Rund".

    Manko: sehr rar in diversen Bahnhofsläden vorhanden

    kann ich nur bestätigen!
    hab sogar irgendwo ne ausgabe als pdf aufm pc. werd ich demnächst mal hier hochladen..



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 16.04.2007, 19:13


    vllt hats der ein oder andere im portal schon gelesen, sehr interessant. stimme marv auch zu, dass es nach "duisburg" riecht... 8-)

    http://www.spiegel.de/sport/fussball...476762,00.html



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 07.05.2007, 16:43


    nach den vorfällen vom samstag( http://www.sueddeutsche.de/,ra13m3/bayern/artikel/145/113032/ ) ist der harte kern einer der größten deutschen ultra` szenen zerschlagen und damit die gruppe wohl vor der auflösung

    http://www.fcbayern.t-com.de/media/native/pressemitteilungen/presseerklaerung.pdf?fcb_sid=451ab39105db1c3ce7896ec374827ad3



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsp - 07.05.2007, 17:47


    Bei aller Solidarität unter Fußballfans, die haben nix anderes verdient.
    Wenn ich schon damals überall das Jammern über die Stadionverbote, die vereinzelt bestimmt auch unberechtigt, in der Breite aber berechtigt waren, gelesen habe, kann man spätestens jetzt kein Mitleid mehr haben.

    Die Aktion in Duisburg (mit Handschuhen und Mundschutz zum Gästeblock rennend) und nun der Angriff auf Nürnberger haben nun mal Strafen zu Folge...das zum Thema "Ausgesperrte immer bei uns".

    Wie es jetzt in der Münchener Fanszene weitergeht...

    ...kann uns scheißegal sein.



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 08.05.2007, 12:05


    die schickeria hat mittlerweile auch ne stellungnahme dazu veröffentlicht..



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 09.05.2007, 17:29


    Zitat: Die Treuen sind die Unbequemen

    Der FC Bayern und seine "Problem-Fans"

    Schläger-Truppe? Der Fan-Club „Schickeria” ist nach den Vorfällen auf der Würzburger Raststätte ins Zwielicht geraten. Der FC Bayern distanziert sich - dabei steht ihm die Gruppierung sehr nahe.

    München - Raimond Aumann, der Fan-Beauftragte des FC Bayern, hat die Telefon-Blockade aufgebaut. In der Angelegenheit „Schickeria” ist er nicht zu sprechen, verweist stattdessen auf die offizielle Erklärung, die der Vorstand mit Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß und Karl Hopfner zu den Ausschreitungen herausgegeben hat. Die Kernpunkte: Bundesweites Stadionverbot „über die längstmögliche Dauer” gegen alle 73 Insassen der beiden Fan-Busse, Hausverbot auf dem FC Bayern-Gelände und in der Allianz Arena.

    Die „Schickeria” darf ab sofort nicht mehr ins Stadion -­ Hausverbot.

    Auch bei der „Schickeria”: Stille. „Wir haben ausgemacht, dass wir jetzt gar nichts sagen”, erklärt der Vorsitzende Simon Müller und verweist auf die laufenden Ermittlungen und dass „Leute von uns in U-Haft sitzen”. Stellung bezogen hat die „Schickeria” jedoch schriftlich, auf ihrer Homepage. Der Tenor: Tiefes Bedauern und Missbilligung der Vorfälle, des „dummen und inakzeptablen Verhaltens”, durch das die Frau des Nürnberger Busfahrers schwer verletzt wurde.

    Aber es gibt auch Kritik an den Maßnahmen durch den FC Bayern: Man halte die „kollektive Bestrafung aller 80 Mitfahrer, also explizit auch aller Unschuldigen und Unbeteiligten für höchst fragwürdig. Die überwiegende Mehrheit der in den Bussen mitgereisten Bayern-Fans war an dem Vorfall nicht beteiligt.” Einige seien in den Bussen sitzen geblieben, hätten um 8 Uhr morgens auch noch geschlafen. Es sind heikle Zeiten in einer heiklen Beziehung zwischen dem FC Bayern und seinen Ultras.

    Die Ultra-Szene bilden im wesentlichen die „Schickeria” und der „Club Nr. 12”, der sich als Fanclub-übergreifende Vereinigung sieht. Im wesentlichen haben diese Gruppierungen den Kern der alten Südkurve im Olympiastadion gestellt.

    Ultras sind gegen kommerzielle Auswüchse im Fußball, sie engagieren sich für den Erhalt von Stehplätzen und für die Stimmung im Stadion. Blockfahnen, Choreographien, die über mehrere Blöcke gehen (wie vor den Champions League-Heimspielen gegen Real Madrid und AC Mailand) sind Markenzeichen der Ultras.

    Der FC Bayern schätzt diesen Einsatz, Uli Hoeneß hat für die bunten Aktionen sogar schon gespendet. Und auch wenn der FC Bayern in seiner Erklärung nun versichert, dass es sich bei der „Schickeria um keinen Fanclub des FC Bayern” handelt, ist die Nähe nicht zu leugnen. Ultra-Fans gehören zum kleinen Kreis der rund 500 Besitzer von Auswärts-Dauerkarten, sie begleiten ihren Verein sogar ins Trainingslager und zu Freundschaftsspielen; vor einigen Jahren hat der FC Bayern seine loyalsten Anhänger sogar mal gratis im Flugzeug nach Malta mitgenommen.

    Dennoch war das Verhältnis immer auch angespannt. Die treuen Fans waren kritisch, fordernd, unbequem und der Gewalt nicht grundsätzlich abgeneigt. Vor vier Jahren eine erste Eskalation: Der FC Bayern vergab an die Ultras keine Karten mehr - bis nach mehreren Sitzungen unter Leitung des Reporters Günther Koch als Schlichter Frieden geschlossen wurde.

    Gekämpft hat vor allem die „Schickeria” immer auch gegen Stadionverbote und schnelle Aufnahmen in die deutsche „Datei Gewalttäter Sport”. Ein Solidaritäts-Transparent hatte seinen festen Platz am Zaun der Allianz Arena: „Ausgesperrte - für immer bei uns.” Die „Schickeria” definiert sich als politisch eher links, letzten Sommer hat sie in München ein Antirassistisches Turnier ausgerichtet und an der WM „Antirazzisti Mondiali” teilgenommen. Doch der gute Ruf ist jetzt erst mal dahin.

    VON GÜNTER KLEIN

    http://www.merkur-online.de/nachrichten/sport/fcbayern/art305,792642.html?fCMS=925252ff67e3f04a0bf0c4a00bfa05cf



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 03.07.2007, 18:37

    STADIONVERBOTE
    Zitat: Stand 11. Mai 2007

    a) Bundesweite Stadionverbote insgesamt: 3.163

    b) Grund des Stadionverbots:

    „Einleitung eines
    Ermittlungsverfahrens wegen ...“

    45,1 % Gewalt gegen Leib und Leben
    29,4 % Landfriedensbruch
    11,9 % Personalienfeststellungen, Platzverweise
    und Ingewahrsamnahmen (ohne Ermittlungsverfahren)
    8,7 % Sonstige schwere Straftaten
    8,5 % Gewalt gegen Sachen
    6,8 % Einbringen/Abbrennen von Pyrotechnik
    5,8 % Hausfriedensbruch
    5,2 % Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz
    5,1 % Rechtsextremistische Handlungen
    3,3 % Verstöße gegen die Stadionordnung (ohne
    Ermittlungsverfahren)
    1,8 % Nötigung
    1,5 % Raub- und Diebstahldelikte
    1,5 % Störung öffentlicher Betriebe
    1,4 % Gefangenenbefreiung
    1,0 % Handlungen nach §27 Versammlungsgesetz
    0,8 % Verstöße gegen das Waffengesetz
    0,2 % Sicherstellung von gefährlichen Gegenständen
    (ohne Ermittlungsverfahren)
    0,0 % Mißbrauch von Notrufeinrichtungen
    0,0 % unbekannt

    Anm.: Je Stadionverbot können mehrere Gründe angegeben
    sein, so dass die Summe der Prozentzahlen über 100 %
    liegt. Das einzige Stadionverbot ohne Begründung wurde von
    Kickers Offenbach ausgesprochen.

    c) Alter der Betroffenen

    Alter Anzahl

    13 - 1
    14 - 1
    15 - 7
    16 - 39
    17 - 56
    18 - 121
    19 - 161
    20 - 216
    21 - 256
    22 - 262
    23 - 279
    24 - 229
    25 - 183
    26 - 158
    27 - 124
    28 - 110
    29 - 100
    30 - 104
    31 - 95
    32 - 63
    33 - 72
    34 - 56
    35 - 47
    36 - 55
    37 - 52
    38 - 42
    39 - 51
    40 - 49
    41 - 33
    42 - 20
    43 - 20
    44 - 16
    45 - 12
    46 - 12
    47 - 8
    48 - 6
    49 - 1
    50 - 5
    51 - 3
    52 - 0
    53 - 0
    54 - 3
    55 - 1
    56 - 1
    57 - 0
    59 - 1
    63 - 0
    65 - 1
    66 - 1

    d) Stadionverbote ausgesprochen von:

    Hausrechtsinhaber Anzahl

    1. DFB 382
    2. scheiße 04 - 140
    3. MSV Duisburg - 135
    4. Dynamo Dresden - 132
    5. Bayern München - 128
    6. Rot-Weiß Essen - 117
    Hansa Rostock - 117
    8. Borussia Dortmund - 103
    9. Hertha BSC Berlin - 91
    10. VfL Wolfsburg - 80
    VfB Stuttgart - 80
    12. Karlsruher SC - 70
    13. Dresdner SC - 65
    14. 1 FC Köln 62
    15. Vfl Bochum - 53
    16. Energie Cottbus - 52
    17. Eintracht Braunschweig - 50
    18. 1. FC Saarbrücken - 46
    19. Rot-Weiß Oberhausen - 45
    20. LR Ahlen - 44
    Hamburger SV - 44
    FSV Mainz - 44
    Borussia Mönchengladbach - 44
    24. Werder Bremen - 40
    Wuppertaler SV - 40

    Aufgeführt sind hier nur die ersten 25 Hausrechtsinhaber.

    e) Stadionverbote ausgesprochen gegen Fans von:

    1. Dynamo Dresden - 287
    2. Hansa Rostock - 200
    3. Bayern München - 173
    4. Eintracht Frankfurt - 125
    5. 1. FC Köln 120
    6. Energie Cottbus - 106
    7. unbekannt - 96
    8. Hamburger SV - 93
    9. MSV Duisburg - 92
    10. Rot-Weiß Essen - 87
    11. VfB Stuttgart - 83
    12. Borussia Dortmund - 80
    13. Rot-Weiß Erfurt - 78
    14. Alemannia Aachen - 77
    15. Eintracht Braunschweig - 75
    16. Hertha BSC Berlin - 74
    17. 1. FC Kaiserslautern - 69
    18. 1. FC Nürnberg - 63
    19. scheiße 04 - 58
    20. Hannover 96 - 50
    Chemnitzer FC - 50
    22. TSV München 1860 - 49
    Fortuna Düsseldorf - 49
    24. Werder Bremen - 43

    Aufgeführt sind hier nur die ersten 24 Vereine.

    f) Stadionverbote wurden verhängt gegen:

    36,23% Heimfans
    49,48% Auswärtsfans
    12,08% ausgesprochen vom DFB (daher unbekannt,
    ob Heim- oder Auswärts)
    2,21% unbekannt (Heimverein nicht bekannt)

    Quelle: www.stadionwelt.de



    Re: Fanszenen..Interviews, Berichte, Videos

    dcsm - 07.08.2007, 20:31


    http://www.penthouse.de/magazin/show-entertainment/gewalt-in-fu-ballstadien-4.html

    http://www.penthouse.de/magazin/show-entertainment/gewalt-in-fu-ballstadien-3.html

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