Jonathan Swift: Gullivers Reisen

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    Re: Jonathan Swift: Gullivers Reisen

    Ciriel - 10.08.2006, 13:37

    Jonathan Swift: Gullivers Reisen
    Die geschichte von Gulliver ist inzwischen auch hierzulande sehr bekannt.

    Was man teilweise aus diesem ironisch-bissgen Buch gemacht hat, grenzt beinahe an Literaturverstümmerlung. Kaum jemand weiß z. B., daß Herr Gulliver nicht nur in Lilliput war, sondern auch in vielen anderen Ländern, u. a. z. B. bei den Riesen in Brobdinag oder den Hmmmynyms (ist bestimmt falsch geschrieben) und den Yahoos (nein, nicht der Such-Katalog...). Das ist schon mal die erste Kürzung.
    Der zweite riesige Irrtum besteht darin, zu glauben, es ist ein Buch für Kinder. Das ist es definitiv NICHT! Es geht im politische Aspekte und Sarkasmus (ich erinnere mich da an Gullivers Erklärung über Gerichte, Anwälte und Richter) und Anspielungen, die heutzutage wegen des fehlenden Hintergrundes noch nicht einmal ein Erwachsener versteht - und Kinder nun wirklich gar nicht.
    Das Buch lohnt sich sehr zu lesen. Dazu aber meine Empfehlung: Besorgt Euch ein Buch mit Anmerkungen zu den Details, sonst werdet Ihr einiges überlesen. Wer kann schon anhnen, daß das Kissen,w elches den Minister in Lilliput vor einem schlimmen Sturz bewahrt, eine böse Anspielung auf die Mätresse des Königs ist, oder die Bewohner von Lilliput deshalb quer über das Papier schreiben, weil das damals die "offizielle Geheimsprache" mit Bitte um ein Stelldichein am Hof war? Ganz zu schweigen vom dem lächerlich anmutenden Brauch, an den das höchste Amt zu vergeben, der am höchsten springen kann?
    Nicht nur Politik wird lächerlich gemacht, sondern auch gleich die Abenteuerliteratur des 17. Jahrhunderts, der Fortschrittsglaube des Menschen oder gar Newton (bzw. dessen Drucker, der aus Unwissenheit eine Null an den Erdumfang hängte...).

    Sehr empfehlenswert! Und nicht vergessen: Pferde sind die besseren Menschen (oder Yahoos?)!



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