Opfer sexuellen Missbrauchs von Kirchenleuten klagt an

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    Re: Opfer sexuellen Missbrauchs von Kirchenleuten klagt an

    Anonymous - 11.08.2006, 17:01

    Opfer sexuellen Missbrauchs von Kirchenleuten klagt an
    Ich, Michael Tfirst , Opfer sexuellen Missbrauchs von Kirchenleuten, klage an:

    Vor vier Jahren, am 2.08.02, schrieb Herr Thomas Rottenberg in der Tageszeitung „Der Standard“ folgendes über mich: „Missbrauch und Kirche: Opfer droht, etliche Namen zu nennen“

    “Denen wird hören und sehen vergehen.” Sollte Michael Tfirst tatsächlich “alles erzählen, was passiert ist”, könnte der Skandal um den einstigen Erzbischof Hans Hermann Groer ein Mailüfterl gewesen sein. “Ich lasse hundert Paffen auffliegen”, droht der 46-jährige Tfirst im Gespräch mit dem STANDARD. Er könne, meint Tfirst, seinem ohnehin brisanten - dem STANDARD vorliegenden Brief - an Kardinal Christoph Schönborn noch Details und Namen folgen lassen. Minutiös schildert Tfirst in diesem siebenseitigen Schreiben, wie er als Bub in seiner Heimatpfarre in Wien von einem Mesner sexuell belästigt wurde. Auch, wie er später - mit 17 Jahren - von einem wegen seiner Arbeit in Zirkussen berühmten Priester zu intimen Massagetätigkeiten gezwungen worden sei. Und auch, wie ihm der spätere Kardinal Groer “sehr nahe” gekommen sei. Weitere Enthüllungen, so Tfirst, könne er jederzeit nachliefern: Geschichten über (durch Missbrauch bedingte) Selbstmorde von Priesterseminaristen. Seine beiden Selbstmordversuche im Stift Göttweig “weil mir die so nachgestiegen sind.” Geschichten, in denen auch Namen heute aktiver Kirchenoberer auftauchen würden. Michael Tfirst leidet seit seiner Jugend an Bulimie. “Jahrzehntelang hat mir niemand geglaubt,” sagt er - und gibt zu, dass es ihm nicht nur darum geht, späte Gerechtigkeit zu erhalten (gekürzte Form des Artikels).

    Für mich ist immer noch eine Aussage von Kardinal Christoph Schönborn völlig unverständlich. Wie wieder einmal ein Fall öffentlich wurde (denn im Normalfall wird ja im Vorfeld immer versucht, alles zu vertuschen) dass ein Geistlicher 1997 einen geistig Behinderten “unsittlich berührt” habe, entgegnete Kardinal Christoph Schönborn nur dazu: “Mein Gott, so etwas kann schon einmal passieren.” (Ö1 Mittagsjournal, 20.3.1999)

    Ich persönlich verlangte daraufhin damals schon bei vielen Medienmitarbeitern öffentlich eine Abdankung von Kardinal Christoph Schönborn.

    Der Rechtsanwalt von Kardinal Christoph Schönborn, Dr. Erich Ehn, stimmte mit der Zeit in den Chor der Verleumdungen gegen mich mit ein, dass alle meine Missbrauchswürfe von meiner Kinder- und Jugendzeit, die Kirchenleute an mir begingen, unglaubwürdig seien. Dr. Ehn hat seine Kompetenz missbraucht, denn er dürfte sich als Rechtsanwalt nie über medizinische und psychiatrische (psychotherapeutische) Gutachten hinwegsetzen, und in einem Brief bestärkt sogar Herr Dr. Ehn seine Zweifel schriftlich. Den schrieb er zwei Jahre danach, nachdem ich bei ihm folgenden Wortlaut als Generalvergleich unterschrieben habe:

    „Herr Tfirst erhält ohne Anerkennung einer diesbezüglichen Rechtspflicht durch die Erzdiözese Wien einen Betrag von € 3.700,- ausbezahlt. Dieser Betrag wird zur Abgeltung aller Ansprüche aus allen möglichen Rechtstiteln im Zusammenhang mit den von Herrn Tfirst beschriebenen Tatbeständen des sexuellen Missbrauchs und der sexuellen Belästigung durch Priester oder haupt- oder ehrenamtliche Mitarbeiter der römisch- katholischen Kirche geleistet und angenommen. Herr Tfirst erklärt, in Hinkunft keinerlei Forderungen aus dem Sachverhalt gegen Einrichtungen der römisch-katholischen Kirche, deren Mitarbeiter oder Repräsentanten zu erheben und verpflichtet sich, diese von ihm geschilderten Vorkommnisse auch nicht Dritten gegenüber oder in einer für Dritten wahrnehmbarer Weise zu erwähnen, insbesondere zu veröffentlichen.“

    Das Muster der Vertuschung:

    Eine 2006 veröffentliche Untersuchung einer einzigen und sehr kleinen Diözese in Irland legte offen, dass mindestens 21 Priester in der Diözese Ferns an der Südostküste Irlands über einen Zeitraum von 40 Jahren Jungen und Mädchen sexuell missbraucht hatten. Ganze Kapitel des Berichts schilderten schockierend detailliert das Martyrium der Kinder in der Gewalt ihrer Peiniger. Doch es sollte noch schlimmer kommen, es war erst der Anfang zur Aufarbeitung eines der schmutzigsten Kapitel irischer Kirchengeschichte. Regierungschef Bertie Ahern drohte allen 26 Diözesen des Landes rückhaltlose Untersuchungen an und legte ein Programm zum Schutz von Kindern in kirchlichen Institutionen auf. Diarmuid Martin, Erzbischof von Dublin, sagte seine volle Unterstützung zu, ohne wahrscheinlich zu ahnen, welche Abgründe sich in seinem eigenen Bistum auftun würden. Jetzt weiß er es: 102 Priester, die ihren Dienst von 1940 bis heute in der Erzdiözese verrichtet haben, werden beschuldigt, in dieser Zeit mindestens 350 Kinder sexuell missbraucht zu haben. Von 105 Klagen gegen 32 Priester sind noch 40 anhängig. Der 60jährige Erzbischof trat mit diesen heiklen Informationen jetzt an die Öffentlichkeit, bevor die Regierungskommission ihren Bericht vorlegt, für den sie die Akten von 2800 Priestern durchforstet hat. Die Regierung und die Kirche von Irland gehen von etwa 11.000 Opfern sexuellen Missbrauchs durch Kirchenmitarbeiter aus. In Österreich wird mit allen Mitteln alles versucht unter den Tisch zu kehren. In Österreich sind die Zahlen sicher höher. Die Einwohnerzahl von Irland beträgt ungefähr 4 Millionen. Österreich hat doppelt so viele Einwohner! Von 11.000 Opfern in Irland der letzten 40 Jahren ist da die Rede! Ich getraue mich davon und von meinem persönlich erlittenen Leid durch viele sexuelle Missbräuche an mir in meiner Kinder- und Jugendzeit von mehreren Kirchenleuten auszugehen, dass es durchaus 20.000 Opfer sexuellen Missbrauchs seit Bestehen der 2. Republik in Österreich gibt. Es gibt seit Jahren in jeder österreichischen Diözese eine Ombudsstelle für sexuellen Missbrauch. Aktenkundig sind da bis dato einige hundert Fälle (Spitze des Eisberges).

    Ich informierte unseren Herrn BK Dr. Schüssel in dieser Causa zu Tode, das einzige was er in dieser Sache zustande bringt, ist, zu schweigen wie ein Grab!

    In einem Brief an einen Rechtsanwalt schreibt Herr Dr. Ehn, dass ich meine Anschuldigungen – sowohl, was die angeblichen Täter als auch den Empfängerkreis betrifft – weit gestreut habe und immer wieder abgewandelt habe. Also dazu möchte ich schon festhalten, dass sich in den Sachen selber sicher keine Divergenzen ableiten lassen. Dieser Satz von Herrn Dr. Ehn kann nur eine Schutzbehauptung für ihn selber sein, damit er eine Begründung hat, alle meine Anschuldigungen als unglaubwürdig abzutun. Und wenn ich über die sexuellen Missbräuche der Kirchenleute erzähle oder schreibe, wird es sich sicher nicht immer wortgleich, so wie ein auswendig gelernter Text, anhören oder geschrieben sein. Ich habe alle Begebenheiten noch immer vor Augen. ich kann extrem ausführliche Situationsbeschreibungen machen, die würden den Text um zig Seiten erweitern.
    Weiters schreibt Herr Dr. Erich Ehn in seinem Begleitschreiben, dass es ihm nicht bekannt ist, dass ich jemals eine Kopie des Generalvergleichs verlangt hätte. Unabhängig davon, dass das nicht stimmt, hätte er mir nicht auch von sich aus eine Kopie dieser Gemeinschaftsurkunde zukommen lassen müssen? Weiters schreibt Herr Dr. Ehn in diesem Brief an meinen Rechtsanwalt, nie hätte ich das angefordert. Doch ich forderte dies auch mehrmals schriftlich via E- Mail bei Herrn Prof Leitenberger an, nachdem ich vergeblich schon mehrmals versuchte, Herrn Dr. Ehn tel. zu erreichen um mir den Generalvergleich zu schicken. Immer hob seine Mitarbeiterin ab und sie versprach mir mehrmals, wenn Herr Dr. Ehn von dieser und jenen Erbschaftssache für die Kirche wieder da ist, ihn sofort darauf anzusprechen. Denn Herr Dr. Ehn ist ja immer so schwer anzutreffen. Da er auch als Beamter der Kirche, als Leiter des Amtes für Liegenschaften der Erzdiözese Wien, zugleich eine eigene Rechtanwaltskanzlei betreibt und zusätzlich auch noch eine private Hausverwaltung, für die er öfters mit persönlichen Wohnungsvisiten unterwegs ist, wundert es mich nicht mehr, dass Herr Dr. Ehn nur sehr schwer persönlich telefonisch zu erreichen ist. Und Herr Dr. Ehn sagte auch in einem Telefonat, dass er mich bei der Rechtsanwaltskammer so schlecht machen wolle, dass ich nie mehr eine Verfahrenshilfe bekomme. Und dass sich deswegen auch nie mehr ein Anwalt finden wird, der mich je in Zukunft vertreten wird. Über dieses Gespräch wie über all die anderen mit Herrn Dr. Ehn führte ich immer Gesprächsprotokolle.

    Der Redakteur des Profil Herr Emil Bobi, der seinerzeit im Profil die Geschichten über Herrn Kardinal Groer publizierte und vor zwei Jahren über das Priesterseminar in St. Pölten berichtete, verleumdet mich ebenfalls als Irrer und als völlig Unglaubwürdiger bei all meinen Erlebnissen (so wie es der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Herr Prof. Erich Leitenberger, und der Rechtsanwalt der Erzdiözese Wien betreiben) Zufällig bekam ich einen Schriftsatz in die Hand, wo mich Herr Bobi als Irrer bezeichnet. Noch dazu erzählte mir Herr Bobi persönlich im Zuge eines längeren Telefonates, bevor er sich dem Chor, ich bin ein Irrer, anschloss, dass er sich sogar von der Kirche ein Haus gekauft hat, das komischerweise nicht teuer war. Was läuft da eigentlich noch alles im Hause Österreich? Ich denke, in der ganzen schmutzigen Causa rund um das Priesterseminar in St. Pölten sind im Hintergrund ganz andere politische und kirchenpolitische Interessen und Machtspiele vertreten worden.

    So kann es aber auch nicht mehr in Zukunft mit der österreichischen Kirche in Verbindung mit den Medien weiter gehen:

    Der ORF NÖ gab im Spätherbst 2005 ein Geburtstagsfest für P. August Paterno. Das ganze fand also über ein Jahr später nach den vielen Vorwürfen über P. Paterno statt. Er ist schuldig und alle wissen es. Der ORF NÖ lud VIPs zu dem Fest ein. Leider ist die Bulimie bei mir aus diesem folgendem Anlass wieder ausgebrochen! Nach 33 Jahren Bulimie hatte ich endlich über ein Jahr Abstand davon gehabt. Aber ich habe mich so geärgert, dass alle Verantwortlichen dieses Landes mit den sexuellen Missbrauchsopfern so mies umgehen, und vor allem in Österreich werden die sex. Missbrauchsopfer Opfer der Kirche immer nur als Trottel und Lügner und geistig Minderbemittelte dargestellt.

    In Innsbruck wurde bei Prälat Holenstein alles seitens der Kirche unternommen, dass sein Name als Kinderschänder nicht öffentlich bekannt wird.

    Mein angekündigtes Volksbegehren gegen das Konkordat

    Leider bin ich derzeit gesundheitlich zu geschwächt, um ein von mir seit Jahren angekündigtes Volksbegehren gegen das Konkordat zu initiieren, wo aber nicht die Verbrechen der Kirche Inhalt sein soll, sondern viele ganz andere Ungerechtigkeiten.
    Und zum extrem vorherrschenden, starken Rechtsruck in der Kirche möchte ich auch noch etwas sagen. Herr Ing. Worm von NEWS schreibt in der NEWS Ausgabe Nr. 19 vom 11. Mai 2006 folgendes:. Erschütterung auch über den Wiener Dompfarrer von St. Stephan, Anton Faber. Der hatte seinen großen Auftritt in der Vorwoche, als am Stephansplatz – am Rande des Domes – Zehntausende SchülerInnen aus ganz Österreich in einer berührenden Veranstaltung von „A Letter To The Stars“ mit weißen Rosen der 80.000 Ermordeten des NS-Regimes gedachten. Dompfarrer Faber, der mit der Trauung des Starlets Verona Feldbusch bei seinesgleichen bleibende Eindrücke hinterlassen hat, kritisierte das Gedenken an die NS-Opfer mit den Worten: „Und des muaß unbedingt bei unserm Dom passieren?“

    Unser Staat – Kirche – andere Religionen

    Bundeskanzler Wolfgang Schüssel hatte in einem Interview mit der „oberösterreichischen Sonntags-Rundschau“ anlässlich der Terroranschläge in London folgendes gemeint: Wir Österreicher haben das ganz gut gemacht, es gibt ja das Modell der Anerkennung von Religionsgemeinschaften. Wir zahlen den Religionsunterricht der Christen und genauso der Juden und der Muslime. Aber wir kontrollieren auch die Werte und Inhalte, die vermittelt werden und überprüfen sie in Richtung Toleranz.“

    Opus Dei in Österreich, von Kardinal König importiert

    Ungeniert breiten sich in der röm. kath. Kirche extrem rechte Lager immer stärker mit ihrem Lobbyismus aus und dabei waren leider sehr viele Politiker eingebunden. So stehen nun mindestens 50 Kardinäle dem Opus Dei nahe oder zeigen offen Sympathien; unter ihnen neun Kirchenfürsten, die als “papabile”, als wählbar für das Papstamt, gelten: der Oberhirte von Mailand, Dionigi Tettamanzi, Ehrendoktor der Opus-Dei-Universität vom Heiligen Kreuz in Rom, sowie die Kardinäle Sodano, Danneels, Ruini, López Trujillo, Kardinal Christoph Schönborn, Castrillón Hoyos und Rivera Carrera. Opus Dei ist bereits durch folgende Kardinäle Julián Herranz und Juan Luis Cipriani Thorne (Peru) im Vatikan vertreten. Der jetzige Papst, Joseph Ratzinger, ist Ehrendoktor der Opus-Dei-Universität im spanischen Pamplona. Und Kardinal König hatte das Opus Dei nach Österreich geholt. Nun ist Opus Dei auch besorgt, dass der Film „Sakrileg“ ein verzerrtes Bild von Opus Dei verbreiten könnte. Der Sekretär der Glaubenskongregation, Erzbischof Angelo Amato, appellierte an alle Katholiken, die im Film enthaltenen “Lügen und unnötigen Diffamierungen” zurückzuweisen und zu klagen. Verstärkte Aktivitäten im Bereich des Exorzismus sind unter Papst Benedikt XVI zu verzeichnen und eine seine ersten Handlungen war die Rehabilitierung des Ordens der Tempelritter nach 700 Jahren.

    Nun zur Chronologie der sexuellen Missbräuche von Kirchenleuten an mir:
    Pfarre Alservorstadt

    Von September 1973 – August 1974 lebte ich als Kandidat des Ordens der Minoriten (OFM Con) in deren Kloster, das zugleich die Wiener Pfarre Alservorstadt, in 1080 Wien gelegen, ist. Ich war im 18. Lebensjahr, also noch minderjährig und meine (in diesem Schreiben noch genau erläuterte) Lebensgeschichte war dort bis ins Detail allen bekannt.

    P. Christian Fichtinger war damals gerade zum Priester geweiht worden und er wurde vom Orden aus mit ersten kleineren seelsorglichen Aufgaben betraut, wie Gefangenenhausseelsorge usw. P. Christian hatte damals auch intensiven Kontakt zu Mitgliedern einer Sekte, die sich Kinder Gottes (Children of God) nannten. Einige Jahre später wurde der Sektenname aber umgeändert. Also, die Niederlassung der Kinder Gottes befand sich damals in einer Eigentumswohnung in der Wiener Innenstadt. Der Hauseingang war am Anfang des ersten Hauses der Dorotheergasse und eine Fensterfront des Hauses befindet sich in der Augustinerstraße.

    P. Christian meinte auch einmal, dass er sich offen nie dazu bekennen darf, dass er Kontakt und Freundschaft zu Mitgliedern der Kinder Gottes pflegt. Und als Religionslehrer und als kath. Priester und als Ordensmann muss er ja von der Kirche aus immer gegen Sekten auftreten. Doch alle Mitglieder des Ordens wussten von P. Christians Nähe zu den Kindern Gottes. P. Christian Fichtinger gründete damals auch eine neue geheime Ordenskongregation, die sich die Cordillieren nannte und ich war eines der ersten eingetragenen Mitglieder. Das ganze war so eine Mischung aus mystisch und urchristlich geprägtem Gemeinschaftscharakter und es sollte so eine Art dritter Orden sein. Aber da es den dritten Orden der Franziskaner und Minoriten schon lange gab, solle es eben eine ganz neue Sache unter P. Christian Fichtinger werden, wo er der oberste Ordenskanzler und Provinzial war. Weiters experimentierte P. Christian auch immer mit Hypnose herum und einmal hypnotisierte er mich auch. Dieses Ritual fand in seinem damaligen Zimmer, das er als Minoritenpater und Bruder in der Pfarre Alservorstadt bewohnte, statt. Und da P. Christian über meinen Lebens- und Leidensweg genau Bescheid wusste, legte er mir nahe, ich solle so einfach leben und meinen Sinn so suchen, wie ihn die Kinder Gottes eben suchen. Frei aller Zwänge, und von der Hand in den Mund lebend und Sex mit jedem zu pflegen. Das solle laut P. Christian so schön und so erfüllend sein. Und außerdem habe ich ja niemanden und ich könne quasi als Obdachloser sowieso machen, was ich wolle. Damals merkte ich erstmalig durch die Aussagen von P. Christian, dass mich die Minoriten doch nicht in ihrer Ordensgemeinschaft haben wollen. Ich dachte mir: P. Christian Fichtinger hat leicht reden, sein Dach über dem Kopf hat er ja und auch seine Verpflegung usw. Und ich hatte erst einige Monate davor, in meinem 17. Lebensjahr, das Erlebnis mit dem deutschen Zirkuspater Schönig vom Orden der Pallottiner (diese Begebenheit erläutere ich in diesem Schreiben auch noch genauer), der mich zu sexuellen Spielchen missbrauchte. Den einzigen Befürworter bei den Minoriten fand ich im damaligen Provinzial des Ordens, P. Clemens Breineder. Mein größter Gegner aber war P. Albert Herzog. Er war damals zugleich der Pfarrer der Pfarre Alservorstadt. Er war sehr oft schwer betrunken. Er rauchte auch immer 120 Zigaretten täglich. Mehrere Male musste ich welche der Marke LORD für ihn holen. Nur da war er freundlich zu mir. Als ich einige Monate im Minoritenkonvent wohnte, verstarb P. Albert, der erst ein knappes Jahr als Pfarrer agierte, an Gehirnthrombose. Er, der mich immer spüren ließ, dass er so intelligent und der Beste sei. Damals hatte ich einfach die Meinung, dass er ein todunglücklicher Mensch war, der mit übermäßigem Alkoholkonsum, übermäßigem Zigarettenkonsum und mit permanentem Überfressen ein Selbstmörder war und dadurch auch keine 34 Jahre alt wurde.

    Als ich einmal unangemeldet für eine Art Beichtgespräch P. Christians Raum betrat, und die Türe zufällig auch nicht abgesperrt war, sah ich P. Christian gemeinsam im Bett mit dem damaligen Leiter der Kinder Gottes. Ich weiß seinen Namen nicht mehr, aber später erzählte er mir etwas über heilige Löcher. Und dass alle Löcher heilig seien, also auch die zum Kinderkriegen und -machen. Aber auch das A-Loch ist heilig, meinte er. Obwohl ich mit diesem Schmarren überhaupt nichts anfangen konnte, ließ ich mich von P. Christian überzeugen, mit ihm einmal in die damalige Kommune der Kinder Gottes zu kommen, zumal ich unter einer speziellen Begebenheit ja schon den Leiter der Kinder Gottes kennen gelernt hatte. Als Gefolgsmann von P. Christian und nach zwei oder drei Kurzbesuchen in der Dorotheergasse kam es dann irgendwie dazu, dass ich einmal dort übernachten solle. Es waren immer junge Frauen da, und eine wollte mit mir schlafen. So kam es am selben Tag des Kennenlernens auch dazu, dass ich mit ihr in einem Schlafsack zusammen schlief und dass wir Geschlechtsverkehr hatten. Es war mein allererster. Doch ich wollte das Ganze irgendwie nicht. Zumal diese jungen Frauen alle, so schien es mir, schon mehrere Kinder haben dürften, die leiblichen Väter dürften aber nicht im Umfeld ihrer Kinder wohnen. Diese Frauen hatten auch unterschiedliche Nationalitäten. Es sprach zumindest keine Frau Deutsch. Die meisten waren aber Amerikanerinnen. Ich weiß auch nicht, ob alle Anwesenden volle Member (also Mitglieder der Sekte waren). Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass der Leiter der Gruppe, den ich ja durch P. Christian Fichtinger auf ominöse Weise kennen lernte, der Vater all dieser Kinder war und diese Frauen alle seine Frauen. Es waren aber dennoch andere Männer an dem Abend anwesend, an dem ich mich leider auch spontan für eine Übernachtung zu bleiben überreden ließ. Diese ebenfalls sehr jungen Männer und Burschen spielten so komische Sexspielchen mit den Kindern, indem sie ihnen öfter auf die Genitalien griffen. Während ich mit einer jungen Frau im Schlafsack beschäftigt war, drangen aus den Nebenräumen lange anhaltendes, erbärmliches Kindergeschrei mehrer Kinder. Ich wurde das Gefühl nicht los, dass da irgend was nicht stimmt.

    Und ich habe keine weiteren Interessen an deren Bekanntschaft nach dieser einen Nacht gezeigt. Ich fühlte mich leer und ausgenützter denn je und seit damals plagen mich auch noch immer die Gedanken bis heute. Bin ich dadurch womöglich Vater eines Kindes geworden? Oder sind die kleinen Kinder damals sexuell missbraucht worden? Mit meiner Gattin habe ich über diese Möglichkeit in unserer 25-jährigen Ehe sehr oft gesprochen. Auch schon nach unserem Kennenlernen.

    Ich habe auch diese Geschichte schon vor fast drei Jahren Herrn Kardinal Dr. Christoph Schönborn und seinem Rechtsanwalt, Herrn Dr. Erich Ehn und dem Sprecher des Kardinals, Herrn Prof. Erich Leitenberger mehrmals schriftlich erläutert. Herr Mag. Schüller meinte ja, dass er mir bei keiner meiner Geschichten helfen kann, da über Schmerzensgeldzahlungen, sofern überhaupt etwas an meinen Geschichten daran sein soll, nur der Kardinal selbst befindet. Kardinal Schönborn zeigte sich leider bei der Aufklärung aller meiner Fälle als nicht kooperativ. Ich wurde nicht ernst genommen, obwohl das Herr Erich Leitenberger öffentlich anders darstellte. Nachdem ich in die Öffentlichkeit ging, ließ er verkünden, das Wohl aller Opfer liegt ihm immer nahe, so auch meines. In unserem ersten Telefonat meinte er aber nur, dass ich sowieso geistig krank bin. Und in einem Schreiben an das Team von Vera, da ich dort einmal auftrat, um weitere sexuelle Missbrauchsopfer von Kirchenleuten zu ermuntern, mit mir in einer Sammelklage gegen die Kirche aufzutreten, schrieb Herr Prof. Erich Leitenberger nur, alle meine Vorwürfe seien schwer zu verifizieren. Also Null ist da gemacht worden. In Innsbruck wurde bei Prälat Holenstein alles seitens der Kirche unternommen, dass sein Name als Kinderschänder nicht öffentlich bekannt wird. Nach einem Aufruf von mir in der österreichischen TV Sendung Vera erhielt ich einige Anrufe. Nur einen möchte ich hier kundtun. Eine Anruferin erzählte mir, ihr Sohn sei vor 34 Jahren in einem Schwimmbad von einem Mann bei der Dusche eingeseift worden. Auch bei anderen Buben habe er das gemacht. Nachdem Frau XXXXXX von der unsittlichen Sache etwas mitbekam, hat sie den Mann verdroschen. Dabei ging seine Brille in Brüche. Als sie noch dazu dahinter kam, dass er ein Theologiestudent aus Holland ist und im Wiener Priesterseminar wohnt, hat sie Anzeige erstattet. Bei dem Prozess soll die Richterin den Ausführungen des Theologiestudenten geglaubt haben, dass er aus rein väterlichen Gefühlen die Buben eingeseift habe. Er wurde freigesprochen. Frau XXXXXX hat dann eruiert, dass Kardinal König selber bei der Richterin interveniert hat. Frau XXXXXX hat keine schriftlichen Unterlagen mehr, aber bei Gericht werden 50 Jahre lang die Akten aufbewahrt. Sie sagt, wenn der Anwalt bei der Einlaufstelle das Geburtsdatum und den Namen bekannt gibt, erhält er den Akt. Sie will für ihren Sohn kein Schmerzensgeld geltend machen, aber diese ganze Farce soll aufzeigen, wie die Gerichte mit der Kirche wegen dem Konkordat packeln. Deswegen will sie, dass die Daten mit in den Prozess aufgenommen werden und sie will mit unserem Anwalt kurz darüber sprechen.

    Oder in was ich da durch P. Christian Fichtinger hineingeraten bin, hat Herrn Kardinal Schönborn auch nicht interessiert. Dass P. Christian mein Vertrauen in anderer Form schwer missbrauchte, knapp nachdem mich P. Schönig sexuell missbrauchte, war der Kirchenobrigkeit auch früher schon völlig egal. Und für eine ordentliche Aufklärungsarbeit stand mir seitens der Kirche rund um den Kardinal wieder niemand zu Verfügung. Denn alles wurde sofort in einen Graubereich gedrängt.

    Mein erster Kontakt zu Göttweig

    Aber der Minoritenprovinzial, Herr P. Clemens Breineder, half mir damals, dass ich mich bei dem Psychiater für Piloten, Herrn Dr. Rotter, der mit seiner Familie in einer Wohnung der Minoriten (Alserstaße) wohnte (die Minoriten besitzen mehrere Häuser rund um den Konvent der Pfarre Alservorstadt) aussprechen durfte. P. Clemens Breineder wollte nicht, dass ich auf der Straße stehe und er sagte, er spricht mit dem Abt vom Benediktinerstift Göttweig, ob die mich aufnehmen würden. Außerdem verhalf er mir nach Horn ins Aufbaugymnasium. Anfangs war ich für diese Weiterreichung auch sehr dankbar. Doch vom Stift Göttweig aus sollte ich in die Obhut von P. Hermann Groer (dem späteren Kardinal Groer) und in sein neu gegründetes Aufbaugymnasium in Hollabrunn geschickt werden. Damals schon war mir der Kontakt zu P. Hermann Groer nicht recht. Speziell dieser Kontakt stieß mich wieder tiefer hinunter und ich machte dann im Stift Göttweig zwei Selbstmordversuche.

    Pfarre Breitenfeld

    Ab dem 6. Lebensjahr war ich als Ministrant in der Breitenfelderkirche im 8. Wiener Gemeindebezirk. Der damalige Mesner der Breitenfelderkirche war Herrn Hans, der beim zuvorkommenden Anziehen helfen des Ministrantenrockes (das Zubinden der Bänder des Ministrantenkittels ging oft sehr schwer) auf meine Genitalien griff. Oder wenn er sitzend in der Messeagenda las, nahm er mich auch öfters auf seinen Schoß. Herr Diakon Pino Mali Motta (er war im Wiener Stephansdom und im erzbischöfl. Ordinariat tätig) kam öfters in die Sakristei der Breitenfelderkirche, dem Herrn Hans einfach mithelfen. Und Herr Pino Mali Motta schlug und prügelte mich in die Genitalien. Auch das wurde damals schon bekannt.

    Zirkuspater Schönig

    Ein oftmaliger Zeuge von dem mir mindestens 20 mal über die Genitalien greifenden Herrn Hans war ein gewisser Kurtl oder Karl, der damals, als Jugendlicher, schon als Hilfsmesner agierte. Er war auch immer der persönliche Sekretär vom Pallottinerpater P. Heinz-Peter Schönig, wenn dieser für einige Zeit von Deutschland als Zirkuspater nach Wien kam. Von der Breitenfelderkirche borgte sich P. Schönig immer die Ministranten für seine Zirkusmessen aus. P. Schönig lernte ich ab dem 6. Lebensjahr kennen. Er trat oft auf mich zu, war sehr zuvorkommend nett, streichelte mir über den Kopf und zwickte mich immer in den Rücken und lange auf meinen Schultern herum, als ich oft von ihm festgehalten wurde und mit dem Rücken an ihm lehnend (oder von ihm dorthin gedrückt worden) vor ihm stand. In meinem 17ten Lebensjahr kam es im Hotelzimmer zu seinem ersten offenen Verführungsversuch mir gegenüber, getarnt als Massagespielchen (danach begann ich unter Bulimie zu leiden). Bei diesem Geschehen im Hotel war auch sein Wiener Sekretär, dieser Kurtl (oder Karl) mit dabei.

    Dem jetzigen Leiter der Sicherheitswache in Wien, Oberst Prechtl, Oberst Peter Prechtl, half ich nach Horn ins Canisiusheim (kleines Priesterseminar) zu kommen, nachdem dessen Mutter verstarb. Er suchte Halt. Da tauchte auch immer in der Breitenfelderkirche ein Pfarrer auf, der als Pfarrprovisor in Tullnerbach war. Er kam Prechtl immer besuchen. Einmal ersuchte mich Prechtl plötzlich, ich solle sagen, Peter ist heute nicht da. Ab da hatte ich den Pfarrer für längere Zeit am Hals, der körperlich extrem aufdringlich war. Laut Ombudsstelle (Frau Wolfbauer) der Erzdiözese Wien sei es aber nicht mehr eruierbar, wer in der Zeit ungefähr von 1974 - 1976 in der Pfarre Tullnerbach tätig war.

    Die Schulbrüder (De La Salle) in der Schopenhauerstraße

    Ich war von 1962 - 1966 im Halbinternat als Volksschüler bei den Schulbrüdern, De La Salle, in der Schopenhauerstraße im 18. Wiener Gemeindebezirk. Am Vormittag war Bruder Franz Josef mein Klassenlehrer. Als Nachmittagsbetreuung hatte ich Bruder Martin. Er griff mir ebenfalls auf die Genitalien, das habe ich mir gemerkt, aber leider nicht mehr die Zusammenhänge. In der ersten Klasse, ich habe diese vagen Bilder noch vor mir, wurde ich von der Kriminalpolizei einvernommen, weil ich jemandem Geld gestohlen haben solle. Es stellte sich aber später heraus, dass es jemand anderer war und mir derjenige in der Garderobe das Geld in den Mantelsack gesteckt hat. Warum kam ich überhaupt in Frage, in einen solchen Verdacht zu geraten? Weil ich schon den Stempel als Kind ohne Eltern gehabt habe. Einmal rutsche es Bruder Franz Josef heraus, indem er sagte: “Dein Großvater war wieder bei mir und hat mir etwas über deine Mutter erzählt.“ Mit dieser Aussage konnte ich als 6jähriger aber gar nichts anfangen. Nach der Klärung des Diebstahls, mit dem ich nichts zu tun hatte, aber hatte ich es bei den Schulbrüdern trotzdem sehr schwer. Bruder Martin, der mir auf die Genitalien griff, überrede meinen vermeintlichen Vater, mich ihm anzuvertrauen, und ich solle mit Bruder Martin von den Schulbrüdern (irgendwo bei Neuwaldegg?) es war auf jeden Fall nahe bei Wien) für drei Wochen in sein Sommerlager kommen. Da wurde ich ihm dafür mitgegeben. Bei Rechenaufgaben setzte mich schon Bruder Franz Josef von den Schulbrüdern zurück und diese Tradition setzte mein neuer Klassenlehrer, Herr Corazza, fort. Der übernahm die Klasse von Bruder Franz Josef, nachdem dieser mitten in der dritten Klasse nach Strebersdorf, als Schuldirektor, versetzt wurde. Der Herr Zivillehrer Corazza übernahm die Tradition, mich bei Rechenschularbeiten in die letzte Bankreihe zu setzen und Zeichnen zu lassen, da ich laut seinen Argumenten das sowieso lieber täte als rechnen. Am Ende der vierten Klasse Volksschule bei den Schulbrüdern in der Schopenhauerstraße bekam ich dann ein derart schlechtes Zeugnis, dass ich in den zweiten Klassenzug einer Hauptschule kam. Diesen Grundstein für keine gute berufliche Karriere gaben mir also die Schulbrüder mit auf den Weg. Vier Jahre lang war ich dann Hauptschüler des zweiten Klassenzuges.

    Als ich im 16. Lebensjahr war und einmal zu Hause darüber sprach, dass ich eventuell Priester werden will, sagte mir mein vermeintlicher tief katholischer Vater, Ing. Anton Gugler, kurz und schroff, dass er nicht mein leiblicher Vater ist. Er ist mein Großvater. Er hat mich adoptiert. Seine zweite Gattin (meine vermeintliche Mutter), die bei ihm lebt, war unfruchtbar und sie wollte unbedingt ein Kind. Für eine Fremdadoption wären aber beide schon viel zu alt gewesen. Ich solle mir den Gedanken, Priester zu werden, aus dem Kopf schlagen und lieber Mesner werden, denn das sind immer die Jobs, welche die Geisteskranken in der Kirche ausüben dürfen. Ich fragte, was das soll. Dann ging es Schlag auf Schlag. Mein Großvater (geb. 1903) berichtete folgendes. Seine Tochter habe er mit einer Frau Slaby Friedreich, seiner ersten Frau, gezeugt. Diese Frau war adelig und verfügte über gute Kontakte. Sie verhalf ihm zu seinem ersten Job im Bundeskanzleramt (Dollfußsekretär). Aber mit der Zeit meinte mein Großvater, sie habe das zweite Gesicht, könne Hellsehen und sie sei dadurch auch vom Teufel besessen. Also müsse er sich als Katholik scheiden lassen. So begann ein Rosenkrieg, der 15 Jahre lang dauerte und Entführungen meiner leiblichen Mutter von beiden Elternteilen fanden auch statt. Aber meinem Großvater gelang es sogar, sie über 10 Jahre von der Mutter fernzuhalten und bei Verwandten zu verstecken, das berichtete er voll Stolz. Als er einmal merkte, Maridi, seine Tochter (meine leibliche Mutter), lache während der Wandlung bei einem Messbesuch als 15 jährige in der Alserkirche, war für ihn klar, auch sie ist wie ihre Mutter vom Teufel besessen und sie gehöre sofort psychiatriert. Sie wollte darauf von zu Hause ausziehen und dürfte es auch irgendwie geschafft haben. Bis ich 1956 zur Welt kam. Ihr Vater hatte mitbekommen, dass sie unehelich schwanger war und er wollte sie zwingen, wegen nicht noch größerer Schande, den Kindsvater sofort zu heiraten. Doch der wurde nicht genannt. Darauf wurde von meinem Großvater ein Entmündigungsverfahren gegenüber seiner Tochter (meiner leiblichen Mutter) angestrengt. Sie wohnte kurzfristig daheim, lief aber aus diesen Gründen davon. Eine Schwangerschaftspsychose dürfte den ganzen Stress meiner Mutter noch verstärkt haben. Auf jeden Fall meinte mein Großvater im selben Atemzug, ich werde sicher auch bald so verrückt werden und in der Kirche Schlechtes tun, wie z. B. auch Lachen bei der Wandlung. Deswegen habe er mich von der 1. Volksschulklasse an, aber ohne mein Wissen, was da eigentlich immer passiert, von Psychiatern und Schulpsychologen permanent untersuchen lassen, ob nicht endlich Auffälligkeiten festzustellen wären. Vage kann ich mich erinnern, dass mir immer eine künstlerische Fähigkeit attestiert wurde. Mein Großvater (bis zu meinem 15. Lebensjahr mein vermeintlicher Vater) hat es zustande gebracht, dass seine 1. Frau in die Psychiatrie eingewiesen wurde. Es gelang ihm auch weiters, seine Tochter (also meine leibliche Mutter) nach meiner Geburt in die Psychiatrie einweisen zu lassen. Er sagte weiters, dass ich sicher auch ein Kandidat für die Psychiatrie und vom Teufel besessen sei (und es gelang ihm leider auch etwas später, dass ich sogar einmal kurz in die Psychiatrie eingewiesen werden sollte). Ich nahm das alles schweigend zur Kenntnis. Er sagte weiters, ein Gutes hatte die Sache schon, seine 2. Frau, die er, bevor ich geboren wurde, heiratete, hatte durch mich endlich ihr ersehntes Kind. Ich kam am Bahnhof von Waidhofen an der Ybbs in N.Ö. zur Welt. Und in einer Nottaufe wurde ich Franz Alois benannt, meine vermeintliche Mutter aber (bei der ich mit meinem Großvater, Herrn Ing. Anton Gugler) aufwuchs, nannte mich immer Michael. Abschließend sagte mein Großvater, er habe mich erst mit meinem 12.Lebensjahr vom Gericht als Adoptivsohn für sich und seine Frau bekommen. 12 Jahre lang, ich wohnte seit meiner Geburt bei ihnen, dürften es doch berechtigte Einwände gegen diesen Menschen für meine Adoption seitens der Behörden, vermutlich auch von meiner Mutter, gegeben haben. Aber sie wurde mundtot gemacht. Auf dem Adoptionsvertrag steht, er könne und will mich sehr katholisch erziehen, was er auch tat, deswegen ging ich so oft in die Kirche.
    Leider weiß ich bis heute nicht, wer mein leiblicher Vater ist. Eine Spur, die ich einmal verfolgte, stimmte leider nicht. Und meine leibliche Mutter will ich nicht sehen, sie lebt noch. Ich habe sie noch nie gesehen.

    Nun: Ich wollte studieren. So begann ich ab dem 16. Lebensjahr mit Priestern zu reden, wie ich mit Hilfe der Kirche zu einem Studium kommen könne und erzählte dabei überall die Worte meines Großvaters. Das sollte auch der Inhalt des Gesprächs mit P. Schönig sein. Auf dem Fußweg von der Breitenfelderkirche zu seinem Hotel sprach ich diese Thematik schon auf der Straße an. P. Schönig, den ich seit meinem 6. Lebensjahr kannte, und zu dem ich Vertrauen hatte, zeigte dann, nachdem er am Weg zu seinem Hotel alles von mir erfahren hatte, was sich da bei mir getan hat, sein wahres Gesicht. Wenn das Familienleben so aussieht und die Mutter eine Verrückte ist, dann glaubt dem Michael doch niemand, wo doch sein Adoptivvater nur darauf wartet, dass etwas passiert, damit der Sohn, wie die Mutter, weggesperrt gehöre. Da zwang er mich, ihn zu massieren. Nachdem ich sein versteiftes Glied dabei sah, und ich über diesen Schritt, dass er mein Vertrauen missbrauchte, entsetzt war, lief ich aus dem Zimmer. Ich fuhr mir zum Kotzen mit dem Finger in den Mund und übergab mich, das war mein Protest, und von da an leide ich an Bulimie.

    Über diese Begebenheit redete ich mit Pfarrer Gruber von der Breitenfelderkirche, da er aber auch über meine Lebensgeschichte genauestens hinter meinem Rücken vom sechsten Lebensjahr an, als ich in der Pfarre Breitenfeld zu ministrieren begann, von meinem Großvater informiert wurde, glaubte er mir nicht.

    Über die Peterskirche in Wien, Opus Dei Zentrum

    Ich sprach auch über die kirchlichen, sexuellen Missbrauchsgeschichten und über meine Familie mit dem Psychotherapeuten und Priester und Pfarrer in der Wiener Peterskirche, dem Opus Dei Mann P. DDr. Torello. Er wohnt heute noch dort. Die Peterskirche in der Wiener Innenstadt ist das österreichische Opus Dei Zentrum. Ich sprach mit DDr. Torello und dabei lernte ich den Mesner von der Peterskirche kennen, der mich manchmal zum Ministrieren in die Peterskirche einlud. Auf jeden Fall merkte ich bald die Absichten, die dieser Mann verfolgte. Ich eruierte später, dass dieser Mann als „Die Mesnerin“ auch im Ordinariat des Stephansdomes bekannt war. Alle grinsten dabei, wenn es zu einer Erwähnung über diesen Menschen kam. Ich fuhr einmal der Mesnerin unerkannt nach, als dieser auf den sogenannten Bubenstrich im Wiener Prater fuhr. Ich dachte mir damals nur, wieso kann DDr. Torello als Psychiater so die Augen verschließen und einen Homopädophilen an seiner Seite halten? Ich suchte manchmal die Peterskirche zu einem Kurzbesuch auf, auch nach 15 Jahren meiner sofortigen Meldung an das Erzbischöfliche Ordinariat gab es diesen Mesner dort immer noch und DDr. Torello lebt als Pensionist heute noch im Pfarrhof der Peterskirche.

    Jegliche Hypothek, mit der ich von Geburt an ausgestattet bin, wurde da gekonnt von den Kirchenleuten erschwert. Und um das zu verarbeiten braucht es sehr viel Kraft. Ich bin eine sehr starke Persönlichkeit, und deswegen werde ich weiter Zeugnis darüber ablegen, bis mir einmal irgendeine Person (außer meiner Gattin und den anderen betroffenen Opfern) glaubt, was da die Kirche an mir verbrochen hat.
    Doch beim Zirkuspater Schönig habe ich für dessen Herzinfarkte sicher in den letzten 15 Jahren mit beigetragen und so ist er letztendlich 2003 verstorben. Ich habe auch Zeitungen in Deutschland kontaktiert, damit sie in deren Archiven nachsehen, ob Einschlägiges über P. Schönig geschrieben steht. Aber als herumreisender Zirkuspater verwischte er gekonnt die Spuren. Dennoch musste es P. Schönig immer wieder zugetragen worden sein, dass ich recherchiere. Ich habe auch den Chefredakteur, Herrn Dr. Sperl, von der österreichischen Zeitung Der Standard, Anfangs 1996 ersucht, nachzusehen, ob er etwas Einschlägiges über P. Schönig im Archiv hat, doch es war nichts vorhanden.

    Über Pater Hermann im Stift Göttweig, dem späteren Kardinal Groer

    Das immer alle Buben lustvolle Abtätscheln von P. Hermann, dem späteren Kardinal Groer, habe ich einmal im Stift Göttweig, also vor über 30 Jahren zum Thema gemacht. Dr. Groer tat mir zwar nichts, aber nach einigen Gläsern Prälatenweins beschimpfte ich ihn einmal und diverse andere Göttweiger als schwule Hunde. Eine durch mich daraufhin kurz aufflammende Diskussion wurde aber im Keim durch folgende Aktion erstickt, nachdem ein Göttweiger Mitbruder, ein sw Foto vom damals noch sehr jungen Abt Clemens Lashofer (er wurde bereits mit 29 oder 31 Jahren Abt) herumzeigte, da er es komischerweise immer bei sich trug, das den Abt bei einem Faschingsfest im Alter von 15 Jahren als Mädchen verkleidet und mit langen Zöpfen zeigte. Abt Clemens Lashofer zog eine hochrote Gesichtsfarbe auf und es war das erste Mal, dass ich ihn richtig wütend erlebte. Ich war mir immer sicher, dass auch Kardinal König damals schon über das Treiben von Dr. Groer (P. Hermann) im Wiener Erzbischöflichen Knabenseminar Hollabrunn voll informiert war. Auch das warf ich dem Weihbischof Krätzl und Kardinal Franz König vor. Aber vertuscht wurde alles. Da mir das alles zu viel wurde, machte ich in Göttweig zwei Selbstmordversuche. In den Fällen von Kardinal Groer war ich auch immer der Meinung und ich bin es nach wie vor, sie gehören auch nach dessen Ableben ganz ordentlich und sauber aufgearbeitet und medial offengelegt. Der gläubigen Bevölkerung in Österreich gehören die Lügen der Kirchenleitung richtig aufgezeigt, damit alle sehen, wie sie getäuscht wurden. Ich war im Hintergrund auch ein Betreiber, dass die Groergeschichte medial nicht abebbte, da ich in ja Göttweig zur Zeit Groers Noviziatskandidat war.

    Abt Clemens Lashofers Eltern, die angeblich einen Fleischereibetrieb hatten, kamen bei einem Unfall ums Leben. So kam angeblich Abt Lashofer noch als Kind in die volle Obhut von Göttweig. Dort wurde er von seinem Vorgänger zum Nachfolger herangezogen. Abt Clemens besticht oft mit seiner freundlichen Art. Dennoch habe ich mich immer während meiner Besuche als Kandidat im Stift Göttweig gefragt, warum ist er dem Dr. Groer so hörig. Ich besuchte damals das Aufbaugymnasium in Horn. Teile der Ferien und die Hochfeste verbrachte ich meist in Göttweig. Also nicht allzu viel an Zeit, aber mehr als genug, um über die Jahre Eindruck als Kandidat in das Stiftsleben zu gewinnen.

    Der Abt ermöglichte auch dem damaligen Prior P. Hartmann, dass er mit seinem persönlichen Freund P. Gabriel gemeinsam im Pfarrhaus, ich glaube es ist in Rossatz, zusammenleben konnte. Aber er ermöglichte auch dem damaligen Pfarrer der Stiftskirche Göttweig, P. Andreas, der unehelich einige Kinder in Krems hatte, einen Hauskauf, dass er sich eine neue Existenz gründen konnte. Aber leider war der Abt von irgendeinem Ehrgeiz besessen, das Benediktinerkloster zu leiten, das den aller- allermeisten Zuwachs in kürzester Zeit hatte. Kurz war sogar der Konvent gespalten, als es darum ging, so an die 20 Leute, die immer im Anhang von Dr. Groer waren, aufzunehmen, damit sie später im Kloster Roggendorf, das erst erbaut werden mußte, als Benediktiner mit P. Hermann Groer leben sollten. Auch ich hätte
    damals laut Abt Lashofer in das von P. Hermann neu gegründete Aufbaugymnasium von Horn nach Hollabrunn wechseln sollen. Mich schreckte aber die Gefolgschaft rund um Dr. Groer immer ab und ich will da nicht ins Detail gehen. Der damalige Sekretär des Abtes war P. Martin. Er zog auch das Foto hervor, das den Abt als Jugendlicher in Frauenkleidern bei einem Faschingsfest zeigte. Darauf wurde der Abt wütend, als P. Martin dieses Foto herumreichte.

    Pfarrer Rudolf Schermann, Herausgeber von Kirche In, berichtete mir von der 40 Seiten Korrespondenz, die er besitzt. Inhalt: Briefe einer Mutter eines schwer Behinderten, den Grorer (schon als eingekleideter Göttweiger Benediktiner) sexuell missbrauchte, die sich an Pfarrer Schermann um Hilfe wandte. Doch der Abt lehnte schriftlich jegliche Unterstützung für spezielle med. Geräte, die der Junge brauchte, ab. Und die Information über die Pädophilie von P. Hermann hatte Abt Lashofer also damit endgültig auch. Die Aufnahme von P. Hermann dürfte so vor 30 Jahren gewesen sein. Da war ich noch quasi Kandidat, aber schon nicht mehr so richtig, denn für Göttweig nach Hollabrunn zu gehen, schreckte mich sehr ab. Ich denke, schon bald danach, hat Pfarrer Schermann, der ja schon damals seine Gazette verlegte, im Namen der Mutter Abt Clemens Lashofer kontaktiert und informiert. Dann hat aber Abt Lashofer bei P. Hermann mitgeholfen, dass er Kardinal wird. Pfarrer Schermann zeigte mir die Schachteln, (er verwahrt alles in Schachteln), wo die Korrespondenz liegt. Ich sagte, er brauche sie nicht zu öffnen, ich will das nicht sehen. Vielleicht hat er sie in der Zwischenzeit, wo ich das überall öffentlich machte, auch verschwinden lassen. Dennoch traue ich aber irgendwie Pfarrer Schermann zu, dass er genug Schneid hat, die Sache öffentlich zu bestätigen. Und Abt Lashofer spielt auch wirklich in den Anschuldigungen um Dr. Groer eine Rolle. Es gab und gibt tatsächlich Hinweise, dass er selbst darin verstrickt war.

    Nach meinen zwei Selbstmordversuchen in Göttweig (ich hatte kein zu Hause, aber in Göttweig wollte ich eigentlich auch nicht mehr bleiben und zu Dr. Groer nach Hollabrunn wollte ich schon gar nicht), wofür ich mich total angetrunken hatte, mußte ich, wie gesagt, nachdem man mich in meinem Bett blutüberströmt fand, laut Abt Clemes Lashofer binnen einer Stunde das Kloster verlassen. Er war auch bei mir im Zimmer, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Ich sprang um drei Uhr morgens volltrunken aus dem Turmfenster des Rekreationsraumes. Gebüsche retteten mir das Leben. Ich konnte kaum kriechen, aber irgendwie schleppte ich mich in mein Zimmer und versuchte mir mit Rasierklingen die Pulsadern aufzuschneiden. Dann schlief ich ein. Irgenwann hörte ich Stimmen in meinem Zimmer. Da stand der Abt mit P. Gabriel, sie unterhielten sich, ob die blutüberströmte Bettwäsche noch zu gebrauchen und zu reinigen sei. Ich konnte mich wieder normal bewegen und wusch mich. Auf die Frage, wie es mir gehe, sagte ich, dass ich glaube, dass mit mir wieder alles in Ordnung sei. Darauf sagte der Abt, ich muß das Kloster binnen einer Stunde verlassen. Kein Arztbesuch wurde mir angeboten.

    Im März 2006 wurde ich 50 Jahre alt und nach 34 Jahren schwerster Bulimie bin ich körperlich völlig kaputt. Ich war sogar so stolz, endlich im Alter von 35 Jahren noch einen (meinen ersten) Berufsabschluss geschafft zu haben (Arbeitsmarkt Service Berater, das vorangegangene Berufsbild war der Berufsberater). Durch das Unrecht des AMS (ich deckte als einziger AMS Berater bereits schon 1998 falsche Exekutionsberechnungen und Manipulationen an der Arbeitslosenstatistik öffentlich und mit Medienberichten in Österreich auf) und weil ich durch die sexuellen Missbrauchsgeschichten durch Kirchenleute schon so geprägt bin, dass ich mich den Barrieren der Unglaubwürdigkeit mit einer solchen Aufwendung an Zeit und mit immenser Akribie widme, ließ mich leider auch das Dienstverhältnis beim AMS verlieren. Aber immerhin bekam ich von vielen Stellen auch Recht für diese Aufdeckungen. Aber ich führe schon mittlerweile meine berufliche Abwärtskarriere auch nur auf diese Missbräuche der Kirchenleute zurück. Ich war aber immer ein Kämpfer und so versuchte ich es beruflich immer wieder (ohne Hilfe von Familie oder sonst einem Mentor) und ich bildete mich trotzdem immer weiter. Für mich bedeutete ein Berufsabschluss in einem quasi Sozialberuf sehr viel, auch wenn ich diesen erst mit 35 schaffte. Immerhin habe ich es mir bewiesen, dass man auch nach vier Jahren Hauptschule, die ich nur im 2. Klassenzug verbrachte, nicht als Hilfsarbeiter enden muss. Für meine kleineren Aufstiege hatte ich von niemandem Unterstützung. Mit der Kirche setzte ich aufs falsche Pferd, um so zu einem Studium zu kommen. 10 Jahre lang war ich in verschiedensten Bereichen als Arbeiter tätig. Nebenbei schaffte ich es zum Journalismus und dann zum Berufsberater und ich habe drei tüchtige Söhne und ich führe seit 25 Jahren eine glückliche Ehe. Ich würde die Lügen der Kirche und all die Verleumdungen, denen ich mich aussetzen musste, auch nicht durchstehen, hätte ich nicht meine mich liebende Familie an meiner Seite.

    Mein ältester Sohn besucht im fünf Jahre dauernden TGM die vierte Klasse. Er war der Erste und bis dato ist er auch der Einzige, der seit dem 125jährigem Bestehen des TGM eine Klasse überspringen durfte, von der ersten Klasse in die dritte Klasse. Er war im Vorjahr in seinem Zweig Elektronik und Biomedizintechnik, also auch in der dritten Klasse, wieder der Beste mit Auszeichnung. Er besucht seit einem Jahr auf Vorschlag des TGMs parallel als TGM Schüler an zwei Universitäten unverbindlich Vorlesungen (Hauptuni und TU). Er ist auch kein Streber, sondern er hat einfach Talent, wie es vielleicht alle 50 Jahre einmal vorkommt, dass jemand so ein Talent in allen Richtungen hat. Auch die Freude am Forschen und Lernen ist bei ihm sehr ausgeprägt. Ich habe drei schulpflichtige Söhne.

    Es muss endlich eine finanziell ordentliche und ehrliche Wiedergutmachung seitens der Kirche an mir geschehen. Es steht mir auch zu. Das Geld will ich u. A. für meine Söhne, damit das Studium finanziert werden kann. Ich hatte mich auch vor drei Jahren der Sammelklage von Dr. Fahrid Rifaat angeschlossen, doch er ließ das ganze einschlafen und er schickte nie, entgegen seiner Ankündigungen, einen Brief an den Kardinal im Namen seiner Mandanten ab. Ich sagte ihm, er brauche mich nicht mehr vertreten. Ich brachte auch in Erfahrung, dass Herr Dr. Fahrid Rifaat während seinem öffentlichen Aufruf, er will die Kirche klagen, für die Kirche und gegen ein Missbrauchsopfer Verfahren führte. Er vertrat damals erfolgreich die Kirche und die Schulbrüder, gegen die Missbrauchsvorwürfe anstanden.
    Ich wollte mich immer schon selbständig machen und mit 1. August 2003 löste ich auch endlich einen Gewerbeschein. Die Selbständigkeit mit einem Gewerbeschein für Öffentlichkeitsarbeit hatte ich schon seit längerem ins Auge gefasst. Ich wartete noch endgültig sämtliche Löschungen des KSV auf den Negativlisten ab, um wieder Bonität zu erlangen, die man als Selbständiger braucht. Ich hatte nämlich Ende der 80er Jahre eine Eigentumswohnung von der Salzburger Bautreuhand gekauft, knapp bevor diese in Konkurs ging (WEB Skandal). Das brachte meiner Gattin und mir viele Probleme, da auch ein Teil für die Finanzierung von Banken geborgt war. Als ich erfolgreich und nach vielen Jahren meinen Privatkonkurs beendete, wollte ich wieder, wie schon erwähnt, im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, aber diesmal als Selbständiger, tätig sein. Außerdem bräuchte ich für die Unternehmensgründung etwas Kapital. Das bekam ich von Herrn Dr. Erich Ehn in einem persönlichen Gespräch am 1.7.03 auch zugesagt, sonst hätte ich den Gewerbeschein noch lange nicht gelöst. Also mein Gründerkapital wären die € 3.700,- von Herrn Dr. Ehn im August 2003 gewesen. Als ich merkte, da explodieren die Kosten, (die Honorarnoten für meine Tätigkeiten kämen auch erst viel später, aber das war auch so von mir eingeplant) doch Herr Dr. Ehn stellt sich plötzlich taub, wollte nichts überweisen und er stellte plötzlich alle sexuellen Übergriffe an mir in Frage. Da gab ich den Gewerbeschein schnell wieder ab. Und in meiner Branche war ich endgültig ruiniert und mit meinem gesamten Gesundheitszustand ging es dadurch plötzlich rapid bergab. Die kurze Selbständigkeit brachte plötzlich wieder neue Schulden. Es folgten Schreiduelle mit Dr. Erich Ehn am Telefon. Die neuen finanziellen Probleme, in die ich mich durch die Selbständigkeit hineinmanövrierte, wurden nur durch die Nichteinhaltung von Dr. Erich Ehn, mir die € 3.700,- für die Gründung zu geben, ausgelöst. Viel Korrespondenz über diese schäbige und für mich extrem berufsschädigende und existenzgefährdende Verhaltensweise, die meine Familie fast noch einmal an den Ruin brachte, schickte ich auch an viele Stellen. Zum Abschluss versuchte ich es noch mit schmuseweichem Kuschelkurs und dass ich ja alles unterschreiben werde, was immer auch Dr. Ehn aufsetzt. Ich musste Banküberziehungen und rückständige Mieten, in die ich wegen meiner versuchten Selbständigkeit hineinschlitterte, endlich irgendwie bezahlen, zumal ich auch für eine fünfköpfige Familie sorge, und so bekam ich Monate später doch € 3.700,–. Dafür unterschrieb ich einen Generalvergleich, den ich hiermit anfechte. Der Druck, unter dem ich in diesen 6 Monaten mit den Verhandlungen mit Herrn Dr. Ehn stand, war einfach enorm. Ich dachte mir, warum lässt mich Kardinal Schönborn immer nur mit seinem Anwalt verhandeln. Da all mein erlittenes Leid also nicht abgegolten ist, sondern nur durch den Zickzackkurs der Kirche bis zur Auszahlung in einem Nullsummenspiel ein Ende fand, und ich neuerliche Wunden davontrug, ist es doch nur logisch, dass ich, solange ich lebe, um eine ordentliche Wiedergutmachung von der Kirche kämpfen werde. Im Endeffekt ist das Ganze nur zum Kotzen. Beim Finanzamt wollte ich für den Jahresausgleich die € 3.700,- angeben. Ich hatte nichts Schriftliches und eine Kopie mit den 10 Zeilen vom Generalvergleich zwischen mir und der Kirche wollte mir Dr. Ehn nicht geben und auch als ich später über Intervention Dritter versuchte, doch zu dem Beleg zu kommen, blieb das auch unerwidert.

    Viele Expriester werden Psychotherapeuten und dann kann das passieren:

    Ich möchte auch noch erwähnen, dass ich beim Psychotherapeuten Herrn Dr. Richard Picker Hilfe suchte. In der ersten Stunde sagte mir Dr. Richard Picker so seine Bedenken für mein Tun gegen die Kirche, und dass er es auf keinen Fall will, dass hier womöglich auch die Diözesen durch ev. Sammelklagen bankrott werden wie die in den USA. Er hob in dieser Stunde (es war länger als eine Stunde) immer hervor, dass er doch auch Theologe und Expriester sei. Gut, das wusste ich und das störte mich nicht, es ist auch sein gutes Recht, sich mit all seinen Ausbildungen zu identifizieren. Aber während meiner Schilderungen über die Missbräuche von den Kirchenleuten an mir sagte er, ich sei eindeutig von meinem Großvater verflucht worden. Darüber will er mit mir reden und nicht über die Missbräuche. Der Fluch gehöre aufgehoben. Ich habe so meine Bedenken bekommen, dass diese ominöse Fluchaufhebung in so einer Art Exorzismus enden könnte. Also das hätte ich auch noch gebraucht. Sein Agieren als Flucherkenner und Fluchaufheber stimmt mich doch eher misstrauisch, je mehr ich mich gedanklich mit den Aussagen von Herrn Dr. Picker beschäftige, denn ich werde sicher nicht zulassen, dass solche Handlungen und doch eher fragwürdige Praktiken meine Psyche womöglich nachhaltig verändern könnten. Und überhaupt kann doch nicht ein Fluch die Ursache der Verfehlungen aller Kirchenleute an mir sein. Aber Herr Dr. Picker wollte mit mir eigentlich nur dieses Kapitel intensiv bearbeiten. So kam keine Therapie mit dem Psychotherapeuten zustande.

    Mein Auftritt in der TV Sendung Vera

    Ich möchte noch einmal auf meinen Beitrag in der österreichischen TV Sendung Vera, am Donnertag 9.9.2004, zu sprechen kommen. Da gestaltete ich öffentlich einen Aufruf an Missbrauchsopfer, sich mit mir zu einer Sammelklage gegen die röm. kath. Kirche zusammenzutun. Vor allem aber sollen sich die P. August Paterno Opfer für die Sache auch outen, egal, was passiert, so wie ich es durchstehe. Egal, wie lange dieser innerliche Prozess auch dauern mag. Tun sollen sie es und es soll einfach egal sein, was uns noch alles an Unglaubwürdigkeit weiter unterstellt wird.
    In dieser Sendung musste von Frau Dr. Russwurm während meines Interviews folgender Brief vorgelesen werden. Herr Erich Leitenberger, Leiter für Öffentlichkeitsarbeit der Erzdiözese Wien, schrieb in dieser Stellungnahme: „Die Zahlung an Michael Tfirst erfolgte aus Barmherzigkeit. Die von ihm vorgebrachten Missbrauchsvorwürfe haben sich als schwer verifizierbar erwiesen. Die Angaben Tfirsts sind oft zu hinterfragen. Die Haltung der Erzdiözese Wien zu Missbrauchsfällen ist klar: konsequente Aufklärung der Vorfälle, Zusammenarbeit mit Sicherheits- und Justizbehörden, primäre Sorge um die Opfer, Therapie für die Täter, insbesondere aber Prävention. Wofür die Kirche nicht zu haben ist, sind Versuche, Missbrauchsvorwürfe für Zweitzwecke zu instrumentalisieren.“ Was ist da seitens der Kirche bei mir hinterfragt worden? Nichts! Herr Prof. Leitenberger versuchte auch hinter meinem Rücken alle meine Vorwürfe in Frage zu stellen mit fadenscheinigen Begründungen, weil ich einmal in einem meiner Briefe auch Herrn Mag. Helmut Schüller als Zugehöriger des Opus Dei betitelte. Aber Herr Mag. Helmut Schüller hat mich nicht sexuell missbraucht, wie all die anderen Kirchenleute. Weiters schrieb Herr Prof. Leitenberger an den damaligen Chefredakteur von der Sendung Vera, dass ich meine Hauptvorwürfe gegen den Zirkuspater Schönig richte, der leider schon verstorben ist. Wann starb er? Erst nachdem ich öffentlich ein Gerichtsverfahren gegen ihn anstrengte und er in meiner Sache öffentlich befragt werden solle, legte er sich einen Herzinfarkt zu, um weiter nicht befragt werde zu können. Davor bekam er schon über 10 Jahre lang mit, dass ich auch gegen ihn vorgehe und Recherchen bei Medien durchführe.

    So wie ich da seitens der Kirche neuerlich sehr schändlich behandelt wurde, erlebten es auf ähnliche Art und Weise auch die anderen Opfer.

    Über Pater Paterno und dem ORF NÖ

    Am Freitag, den 19.05.2006 brachte der ORF NÖ einen Beitrag über Gars am Kamp, wo ein neues Dungl Zentrum errichtet werden soll. Nachdem Auszüge einer Rede von Herrn LH Dr. Pröll gezeigt wurden, bat der ORF NÖ wieder den dort anwesenden P. Paterno um eine ausführliche Wortspende, die er auch mediengeschult gab. Noch einmal: Pater August Paterno ist schuldig und alle wissen es. Er hat bei den öffentlichen Meinungsbildnern und VIP’s nichts mehr verloren. Immerhin haben sich mindestens 10 Missbrauchsopfer Paterno’s bei der Kriminalpolizei gemeldet (Spitze des Eisberges). Wie gesagt, nur das Konkordat in Verbindung mit den verjährten Gesetzesfristen ermöglichte eine Art Niederschlagung des Ganzen. Nach bekannt werden der Vorwürfe ging P. Paterno in den Krankenstand und gab an, wegen Lungenkrebs in Behandlung zu sein und somit für immer Verhandlungsunfähig zu sein, um so einem Kirchengericht zu entgehen. Vom staatlichen Sektor her gibt’s sowieso keine Strafe mehr, da alles schon verjährt ist. Also ist P. Paterno für den ORF NÖ völlig unschuldig, für die Kirche ist er sowieso unschuldig, und den Politikern dieses Landes liegt am Schutz unserer Kinder gar nichts.

    Ich schrieb am 16.1.2006 einen offenen Brief an Herrn LH Dr. Pröll über sexuelle Mißbrauchsgeschichten von Kirchenleuten und die Haltung des ORF NÖ bei diesen Dingen, P. Paterno betreffend! Ein offener Brief ist das deswegen, weil Politiker schon seit Jahren nicht mehr auf meine Vorwürfe reagieren.

    Sehr geehrter Herr LH Dr. Pröll!
    Der ORF NÖ gab im Spätherbst 2005 ein Geburtstagsfest für P. August Paterno. Das ganze fand also über ein Jahr später nach den vielen Vorwürfen statt. Er ist schuldig und alle wissen es. Nur das Konkordat in Verbindung mit den verjährten Gesetzesfristen ermöglichte eine Art Niederschlagung des Ganzen. Der ORF NÖ lud VIPs zu dem Fest ein, wovon Auszüge in NÖ heute ausgestrahlt wurden. Viele Personen, die ich in diesem Beitrag erkannte, weil sie an dem Fest teilnahmen, und auch den zuständigen Verantwortlichen des ORF NÖ habe ich meine Verwunderung diesbezüglich mitgeteilt. Da verhalten sich wirklich alle so, als ob nichts gewesen wäre, und die vielen Vorwürfe und die vielen Anzeigen der Betroffenen nur erstunken und erlogen sind! Ich weiß nicht, ob Sie auch an der Ehrung und an dem Fest teilnahmen, ich erkannte nicht alle Personen, da ich die Sendung als Wiener wirklich nur rein zufällig sah. Also mache ich Ihnen hiermit auch keine Vorwürfe. Dennoch ersuche ich Sie, bitte schreiben Sie den ORF Verantwortlichen des Landes NÖ, dass sie in Zukunft sorgfältiger mit so sensiblen Dingen umgehen sollten. Auf mein Schreiben vor Wochen an den ORF NÖ haben weder Intendant Gollinger noch seine Mitarbeiter, die ich anschrieb, reagiert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Tfirst

    Sehr geehrter Herr Tfirst,
    Im Namen von Herrn Landeshauptmann Dr. Pröll dürfen wir den Erhalt Ihrer E-Mail vom 16. Jänner dieses Jahres dankend bestätigen.
    In der von Ihnen aufgezeigten Angelegenheit möchten wir Ihnen im Auftrag von Herrn Landeshauptmann Dr. Pröll mitteilen, dass diesbezüglich keine Möglichkeit einer Einflusnahme besteht.
    Wir hoffen auf Ihr Verständnis und verbleiben
    mit freundlichen Grüßen
    Mag. Josef Kirbes
    Büro Landeshauptmann Dr. Pröll
    Tel.: 02742/9005 DW 12001

    Und so hat das alles das gleiche traurige Muster! Dazu eine andere Geschichte mit besserem Ausgang:

    Die Macht der Ereignisse liess dem St. Galler Bischof Ivo Fürer keine andere Wahl. Er musste die Kirchgemeinde von Walenstadt über die Gründe informieren, wieso ihr Pfarrer, Alois Fritschi, verschwunden war. Opfer hatten den Priester bei den Justizbehörden pädosexueller Aktivitäten bezichtigt. Dieser legte daraufhin ein Geständnis ab und wurde in Untersuchungshaft genommen. Im Normalfall folgen die Kirchenoberen in solchen Fällen einer jahrhundertealten Tradition: Sie regeln die Angelegenheit unter sich - hinter verschlossenen Türen. Im Fall des Priesters von Walenstadt gab es nichts zu vertuschen.

    Die Schweizer Bischofskonferenz schien mit einer solchen Ausnahmesituation gerechnet zu haben. Kaum war die Nachricht von Fritschis Verhaftung an die Öffentlichkeit gedrungen, zog sie einen Joker aus der Tasche: Pläne für eine vor Monaten beschlossene Taskforce aus Juristen, Psychologen und Kirchenleuten, die die Bischöfe in Sachen Prävention, Opferhilfe und Zusammenarbeit mit der Justiz beraten soll. Wer darin Einsitz haben wird, bleibt allerdings ungewiss. Auch der Papst hat offenbar geahnt, dass das «mysterium iniquatis», die Macht des Bösen, überhand nimmt. Kurz bevor in den USA und verschiedenen europäischen Staaten Fälle priesterlichen Kindsmissbrauchs Aufsehen erregten, hatte er seine Bischöfe angewiesen, künftig alle Verdachtsfälle direkt der Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger zu melden, die er zur zentralen Ermittlungsinstanz bestimmt hatte. In seinem Brief an die Priester zum Gründonnerstag nannte Johannes Paul II. dann erstmals beim Namen, was er zuvor konsequent verschwiegen hatte: die Sexualität des Heiligen Standes. «Wir sind tief erschüttert», heisst es da, «über die Sünden einiger unserer Mitbrüder, welche die Gnade des im Juni 2001 verurteilte ein Zivilgericht den Bischof von Bayeux-Lisieux, Pierre Pican, zu drei Monaten Haft - nicht weil er sich an Knaben versündigt, sondern weil er einen pädosexuellen Priester gedeckt hatte. Zum Handeln gezwungen haben den Vatikan aber besonders die sich in den USA anbahnenden Prozesse gegen pädosexuelle Priester. Die Vorwürfe richten sich vor allem gegen den 66-jährigen John Geoghan aus Boston, der im Februar wegen Misshandlung eines Knaben zu mehreren Jahren Haft verurteilt wurde. Er soll sich an 130 Chorknaben und Ministranten vergriffen haben. Kardinal Bernard Law wusste seit Jahrzehnten von den pädosexuellen Neigungen des Priesters, begnügte sich aber damit, ihn viermal in eine andere Pfarrei zu versetzen. Von der Öffentlichkeit zum Rücktritt aufgefordert, lässt es Law bei wortreichen Entschuldigungen bewenden. Der Fall Geoghan hat eine ganze Lawine losgetreten. Seit der Verurteilung des Bostoner Geistlichen sind in den USA rund 1600 Priester der sexuellen Belästigung beschuldigt worden. In den meisten Fällen griffen die Kirchenbehörden zum bewährten Mittel: aussergerichtliche Vergleiche und Schweigegelder. Das hat einige Diözesen an den Rand des Ruins gebracht. Richten sich Vorwürfe sexuellen Miss-brauchs gegen hochrangige Würdenträger, tut sich die Kirche besonders schwer, Licht ins Dunkel zu bringen. Das berühmteste Beispiel ist das des vormaligen Kardinals von Wien, Hans Hermann Groer, dessen Übergriffe auf Schüler, Seminaristen und Mönche vom Nachrichtenmagazin «Profil» 1995 publik gemacht wurden. Groers Weihbischöfe Christoph Schönborn und Helmut Krätzl stellten sich vor ihren Chef und verglichen die Anwürfe mit Priesterprozessen der Nazizeit. Drei Jahre später schlug Schönborn, nunmehr selber Kardinal von Wien geworden, ganz andere Töne an: «Als Bischof dieser Diözese entschuldige ich mich für alles, wodurch mein Vorgänger und andere kirchliche Amtsträger sich an ihnen anvertrauten Menschen verfehlt haben.» Gleichwohl sprach «Profil» von einer «Chronik der Vertuschung», weil der Beschuldigte, ohne ein Wort der Reue geäussert zu haben, in der Versenkung verschwunden war.

    Auf verlorenem Posten standen bisher auch die neun Expriester, die seit Jahrzehnten versuchen, den 81-jährigen Marcial Maciel wegen sexuellen Missbrauchs zur Rechenschaft zu ziehen

    Maciel ist der Gründer der «Legionäre Christi», einer dem Opus Dei vergleichbaren geistlichen Kampftruppe, und geniesst im Vatikan höchstes Ansehen. Die Priester behaupten, er habe sie in den Fünfzigerjahren als minderjährige Seminaristen sexuell ausgebeutet. Maciel streitet alle Vorwürfe ab. 1998 gelangten die Priester an Ratzingers Glaubenskongregation. Doch die liess den Fall versanden. Ausgerechnet diese Kongregation ist nun vom Papst damit betraut worden, weltweit bei priesterlichem Missbrauch zu ermitteln. Der Verdacht ist berechtigt, dass die Anordnung des Papstes nur ein Ziel hat: sicherzustellen, dass Pädophiliefälle weiterhin innerkirchlich geregelt und der zivilen Justiz vorenthalten Expriester, die seit Jahrzehnten versuchen, den 81-jährigen Marcial Maciel wegen sexuellen Missbrauchs zur Rechenschaft zu ziehen. Maciel ist der Gründer der «Legionäre Christi», einer dem Opus Dei vergleichbaren geistlichen Kampftruppe, und geniesst im Vatikan höchstes Ansehen. Die Priester behaupten, er habe sie in den Fünfzigerjahren als minderjährige Seminaristen sexuell ausgebeutet. Maciel streitet alle Vorwürfe ab. 1998 gelangten die Priester an Ratzingers Glaubenskongregation. Doch die liess den Fall versanden. Ausgerechnet diese Kongregation ist nun vom Papst damit betraut worden, weltweit bei priesterlichem Missbrauch zu ermitteln. Der Verdacht ist berechtigt, dass die Anordnung des Papstes nur ein Ziel hat: sicherzustellen, dass Pädophiliefälle weiterhin innerkirchlich geregelt und der zivilen Justiz vorenthalten werden. Von einer Meldepflicht an Zivilbehörden ist in den päpstlichen Direktiven nicht die Rede, wohl aber vom Ziel, «durch notwendige Sanktionen die Heiligkeit des Priesteramts zu schützen». Das ist der Kirche wichtiger als der Schutz der geschädigten Kinder. Auch bei Fehltritten anderer Art stellt die Kirche die Heiligkeit des Priesteramts über alles. Vor zwei Jahren informierte die Beratungsstelle für vergewaltigte Frauen und Mädchen in Bern über den Fall eines Geistlichen, der eine Frau in der Seelsorge sexuell ausgebeutet hatte. Nach jahrelangem Streit mit der Kirche hatte die Frau den Priester vor den Richter gebracht und Recht bekommen. Im Fall Fritschi liegen die Dinge günstiger. Ein Mitarbeiter versichert, die Kirchenleute in Fritschis nächster Umgebung seien durch die Enthüllungen völlig überrascht worden.

    Zu dem Thema erschien am Sa, 20. Mai 2006 von Herrn Paul Badde in der Zeitung „Die Welt“ folgender Artikel:

    Ordensgründer wegen Pädophilie-Verdacht entlassen

    Vatikan fordert Pater der Legionäre Christi auf, ein zurückhaltendes Leben in “Gebet und Buße” zu führen

    Vatikanstadt - Pater Marcial Maciel Degollado, der 86jährige Gründer der Kongregation der Legionäre Christi, ist ab sofort von all seinen Ämtern entbunden und gebeten worden, seinen priesterlichen Dienst nicht mehr öffentlich auszuüben, hat der Vatikan wissen lassen. Verantwortlich für die Entscheidung zeichnete Kardinal



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