Achatina craveni

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    Re: Achatina craveni

    happyend - 05.08.2006, 11:25

    Achatina craveni
    so ich habe dies von einen guten freund bekommen

    Informationen zu Achatina craveni



    Herkunft: Südafrika (RSA), Northern Province, Gebirgsmassiv Western Southpansberg, Farm Lajuma nördlich Venda, ca. 50km WNW Louis Trichardt.

    Naturhabitat: Vor allem lichte Trockengebüsche, vornehmlich an Steinreichen Abbruchkanten, da sich die Tiere vor allem unter Steinen verstecken. Wahrscheinlich finden sie sich auch nur auf der Luvseite der Berge, da im Gebiet des Southpansberg vor allem Wolken und Nebel die Feuchtigkeit bringen. Diese wird an der Vegetation abgeladen und bringt so deutlich höhere Feuchtewerte im Jahresverlauf, als in der umliegenden Savanne (dort aber A. immaculata!). Auf der Leeseite fand ich keine Gehäuse. Alle adulten Schnecken wurden unter Steinen gefunden, dort auch leere Gehäuse. Tiere immer einzeln, aber drei Jungtiere zusammen. Wahrscheinlich aus einem Gelege. Im natürlichen Umfeld fliehen diese Tiere vor der Austrocknung und Hitze des Tages, und müssen auch mit Dürren von bis zu 10 Jahre klarkommen, in denen nur wenig Niederschlag fällt. Sommerhitze über 30 Grad und Frost sind wahrscheinlich tödlich. Niedrigen Temperaturen von bis zu 5 Grad und leichtem Frost sind die Tiere dauerhaft auch in der Natur ausgesetzt. Sie leben sehr versteckt, man findet sie nie außerhalb ihrer Verstecke, auch nicht Nachts und bei Regen. Es scheint auch, das A. craveni A immaculata in der Höhe ablöst, die Arten kommen nicht zusammen vor. Jedenfalls endet die Höhenverbreitung von A. immaculata im Southpansberg um 1200 m. Darüber habe ich keine Gehäuse gefunden.

    Vermessungen: 4 Adulttiere habe ich vermessen und hier die Werte: Höhe des Gesamtgehäuses: 4,21 - 4,72 cm (Mittelwert 4,46 cm), Breite des letzten Umgangs: 2,46 - 2,57 cm (Mittelwert 2,515 cm) Gelge habe ich drei gezählt (38, 35 und 50 Eier), sowie Eier eines frischen Geleges (von diesem Tag) , und ein ca. 2 Wochen altes vermessen (davon nur 20 Eier)vermessen. frisches Gelege mit 36 Eiern: Breite 4,405 mm, Höhe: 5,017 mmm, Relation 1:1,4
    altes Gelege (20 Eier): Breite: 3,945 mm, Höhe: 4,59 mm, Relation 1.1,6. Du siehst, das die alten Eier deutlich kleiner geworden sind. Auch die Färbung ändert sich deutlich (Photo vorhanden).

    Haltung: Die Tiere sind ganzjährig in einem vollständig geschlossenen Plastikcontainer mit Gartenboden (5,8 L Haushaltsdose, sandiger Lehmboden, locker und klebrig) von mind. 10cm Höhe, jetzt in großem Terrarium mit humosem Boden und viel Laub). Luftfeuchte daher sehr hoch. Vermeiden sollte man aber eine Vernässung des Bodens! In der Natur denke ich das sie nur da vorkommen, wo ein Minimum an Feuchtigkeit während der trockenen Jahreszeit gewährleistet ist. Den Grossteil des Jahres verbringen sie sicher eingedeckelt, was sie in der Gefangenschaft auch ohne ersichtlichen Grund machen. Dieser Zustand dauert oft mehrere Monate, also nicht nervös werden. Die Gelege werden tief im Boden abgelegt, meistens am Boden des Containers. Die Tiere fressen sehr gerne Kartoffeln, verschmähen aber Kohlrabi und Obst (mögen keine Birnen). Alle Achatschnecken fressen auch gekochtes Ei, (habe ich mal als Proteinzufutter versucht, da ich glaubte die großen fressen die Jungtiere auf). Zugegeben werden auch Eierschalen so viele ich habe. Haltungstemperaturen sind Zimmertemperatur.
    Durch stabile Haltungsbedingungen sind meine Tiere sehr schnell gewachsen, wobei nach einem Jahr (kleineren Tiere nur 1/3 so groß wie die größte) alle gleich groß sind, und nicht mehr wachsen (wie ich auch bei meiner anderen Art bemerkt habe). Die Jungtiere wachsen sehr schnell. zwischen Schlupf und Auftauchen an der Oberfläche, (dauert 2-3 Wochen sich durch die Erde zu wühlen, fressen anscheinend Erde wie Weinbergschnecken) legen sie schon auf dreifache Größe zu. Gelegegröße liegt bei ca. 30-40 Eiern. Es werden wohl 2 Gelege pro Tier abgelegt. Ich schätzte, die Tiere sind nach einem Jahr voll ausgewachsen. Die Sterblichkeit bei mir ist recht hoch. Wachstumsraten und Gelegegrößen sind in der Natur wahrscheinlich sehr viel niedriger, da in Südafrika ausgeprägte Wintertrockenheit mit sehr niedrigen Temperaturen herrschen, und die Tiere sicher nicht jede Nacht auf Futtersuche gehen können.



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