Verfügbare Informationen zu "auf Deck"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Catherine Stardust - Jack Sparrow - James Norrington - Nicolas de Lenfent - Dylan Thomas - Crewman - Roderick McQuinn Forum: sevenseas.de Forenbeschreibung: Der Fluch der Karibik dauert an aus dem Unterforum: Morning Dawn Antworten: 105 Forum gestartet am: Freitag 28.07.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: auf Deck Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 6 Monaten, 1 Tag, 19 Stunden, 26 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu "auf Deck"
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 06.08.2006, 14:47auf Deck
....
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 10.08.2006, 23:15
pp: Captain´s Room
Cat erschien auf Deck, und sofort wurden die Männer aufmerksamer.
Sie beachtete sie allerdings gar nicht, und ging schnurstracks auf das Steuerrad zu, wo im Augenblick einer ihrer Männer stand und den angegebenen Kurs hielt.
Sie trat neben ihn, und blickte nach vorne.
"Ah." Machte sie erfreut, als sie in einiger Entfernung "ihren" Felsen erkennen konnte.
Sie winkte dem Mann an ihrer Seite, und legte selbst die Hand an das Steuer.
"Ich übernehme." Kündigte sie an.
Er trat zurück und sie verscheuchte ihn von ihrer "Brücke".
Dieser Höhleneingang war schwer zu besegeln, und Catherine brauchte jedes Mal ihr ganzes Fingerspitzengefühl dafür.
Das war der Grund, weswegen man ihr den Felsen noch nicht streitig gemacht hatte.
Es war bislang niemandem außer ihr gelungen, dort hinein zu segeln.
Sie grinste breit.
Und das sollte ruhig so bleiben!
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 11.08.2006, 15:13
pp: Offene See / Felsenformation
Cat geleitete Jack an Bord ihres Schiffes, blieb dann stehen, und sah Jack amüsiert an.
"Kajüte? Deck? Steuer?" Fragte sie, tendierte selbst allerdings bereits in Richtung Heck des Schiffes.
"Soooo und jetzt...." Sie sah Jack an, und ihre Augen funkelten.
"... erzähl mir... alles." Sie warf die Haare zurück.
"Ich habe da so einige Gerüchte gehört... nach denen du eigentlich tot sein müsstest..." Sie grinste, aber das täuschte nicht über die Ernsthaftigkeit ihrer Worte weg.
"Für mich siehst du allerdings noch recht lebendig aus..."
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 11.08.2006, 15:26
pp: Felsformation
Jack grinste, setzte an und ließ es. Er strahlte noch einmal, hob seine Hand und verstummte erneut bevor er angesetzt hatte.
Bedröppelt sah er sie an: "Ich nehm die Kurzfassung, ja?"
Jack straffte sich.
"Also... na ja... du weißt ja, dass... ähm... na ja, also der alte Davy ist unterwegs Schulden einzutreiben und äh... ich... hatte gerade nichts da sie zu begleichen... oder zumindest nichts da, was ich hätte geben oder er haben wollen und dann... tja, habe ich begonnen das mysteriöse Herz zu suchen und infolge dessen habe ich einen Freund verraten, was mir persönlich sehr leid tut, einen neuen Handel geschlossen, Norrington hier wiedergetroffen, den Handel verpatzt, ein Herz gefunden und es an Beckett verloren, wurde von einer jungen Dame in die Pfanne gehauen, an die Black Pearl gekettet und daher von einem Riesenkraken verschlungen, bin wieder hinausgeklettert, von Freund Singer hier mit seinem Schiffchen aufgelesen worden, in Becketts Kerkern gelandet, von dort aus wieder geflohen, zu Fuß zu Pferd und zu Boot und bin schließlich hier angekommen."
Jack grinste.
"Logisch oder?"
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 11.08.2006, 15:39
"Logisch aber nicht beruhigend." Entgegnete Catherine, die ohne Probleme all das mitgekommen hatte, was Jack zu sagen versucht hatte.
"Beckett, wie?" Fragte sie leise und ohne es bewusst zu bemerken hatte sie ihre Hand auf seinen Arm gelegt.
"Und Jones..." Sie lehnte sich über die Reling und sah in Richtung Höhlenausgang und Meer.
"Du lässt wieder mal nichts aus..." Sagte sie aber es klang nicht halb so unbeschwert, wie es sollte.
"Du wusstest, dass dieser Tag kommen würde Jack. Du wusstest, dass Jones seinen Preis fordern würde." Sie schüttelte leicht den Kopf.
Ich habe damals mit dir darüber gesprochen. Und im entscheidenden Moment geschwiegen.
"Der Kraken ist hinter dir her?" Fragte sie weiter, während sie aufs Wasser sah.
Sie seufzte leise.
"Du bist verrückt, auf See zu wollen." Ein Lächeln stahl sich auf das Gesicht der wunderhübschen Frau.
"Aber verrückt warst du ja schon immer." Wieder strahlte sie Jack an.
"Und wer sind deine Begleiter?"
Cat war immer gerne über alles und jeden informiert, bevor sie sich mit ihm einließ.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 11.08.2006, 15:52
Jack spürte ihre Hand auf seinen Arm und erinnerte sich daran, dass sie die erste gewesen war, die ihn nach dieser ganzen furchtbaren Sache vor Jahren wieder hatte berühren dürfen.
"Ja, ich weiß, dass Jones eigentlich Recht hat... eigentlich." Er grinste. "Jetzt, Schönheit, liegen die Dinge meiner Ansicht nach ein wenig anders. Der Mann hatte seine Chance und er hat sie vergeigt. Sein Kraken hat getan, was Joney wollte, aber mich nicht halten können. Technisch gesehen finde ich das durchaus gerecht, denn eigentlich sollte ich ziemlich hin sein. Dass Kraki das nicht schafft, ist ja nicht meine Schuld oder? Und die Pearl hat er auch wieder, der Gute... und außerdem... na ja, wir werden sehen."
Jack schwieg.
"Ich will auf das Meer hinaus, ja. Aber nicht mit dir." sagte er leise. "James und Singer... sie sind beide ehemalige Offiziere. Der eine Commodore, der andere Kadett. Sie haben ihren Dienst quasi quitiert aus unterschiedlichen Gründen. Es sind gute Männer. Nur Singer solltest du ein wenig praktische Erfahrung zukommen lassen. Er hat Norrington gestern mit einem Paddel k.o. geschlagen bei dem Versuch zu rudern. Norrington ordnet sich nur ungern unter, aber wenn die Befehle irgendwie Sinn machen, wird er so fair sein das einzusehen."
Jack sah sie an.
"Wenn du auf sie... wenn du sie mitnehmen könntest, um ihnen eine wenig Zeit zu verschaffen.... Sie werden erkennen, dass ihre Zukunft nicht mit Beckett zu vereinbahren ist... wenn in Port Royal erst einmal wieder englischer Wind weht, gibt es bestimmt eine Möglichkeit sie irgendwo unterzubringen. Aber nicht solange dieser Mann hier ist... der mir übrigens den Fehdehandschuh hingeworfen hat... und ich neige dazu meine Fehden zu beenden..."
Wieder schwieg er.
"Was mich angeht allerdings... ich habe dieses Vieh Schiffe fressen sehen. Solange ich das hier," Er zog kurz den Verband beiseite und gab einen Blick auf das Schwarze Mal frei. "Trage, werde ich nicht mit dir segeln..."
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 11.08.2006, 16:05
Cathy hörte Jack aufmerksam zu, sie wollte mehrmals etwas sagen, aber Jack ließ sie nicht zu Wort kommen.
So nickte sie nur auf Jacks Erklärungen hin, auch wenn sie mehr und mehr das Gefühl hatte, dass es ihr seine beiden Begleiter überlassen, und sich selbst aus dem Staub machen wollte.
Sie erhaschte einen Blick auf seine Hand und das ekelhafte schwarze Mal.
Sie verzog das Gesicht.
"Nicht sehr hübsch." Meinte sie.
"Du solltest zusehen, dass du das loswerden kannst." Meinte sie, und zwar durchaus ernsthaft.
"Mich allerdings, wirst du nicht so schnell loswerden, Jack." Fügte sie hinzu, drehte sich mit dem Rücken zur Reling und sah den Piratencaptain an.
"Nicht dieses Mal, mein Bester." Fügte sie hinzu.
Sie schenkte ihm ein strahlendes Lächeln.
"Du hast die Pearl verloren... und das tut mir leid. Aber ich werde nicht dich verlieren." Ihre Augen funkelten entschlossen, während sich ihre Hand auf seine legte und sie sie vorsichtig drückte.
"Versuch´s erst gar nicht." Warnte sie ihn, wohlwissend, dass er versuchen würde, ihren Entschluss zu ändern.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 12.08.2006, 13:46
"Aberaberaber..." sagte Jack und gestikulierte wild mit den Händen. "Groooooooßer Kraken und dann rums und dann Schiff kaputt. Ich habs gesehen. Jaha, ich war dabei. Ganz nah. Zu nah. Das wäre deinem Schiffchen wirklich sehr abträglich..." Jack ließ die Arme sinken.
"Nein?" fragte er. "Nicht ein bisschen? Vielleicht? Umstimmen? Nein...?"
Er ließ die Schultern hängen. "Ich muss an meiner Autorität arbeiten... Gestern zitierte Norrington mich durch die Gegend und heute kann ich dich nicht davon überzeugen, dass mich mitzunehmen Geistesumnebelung ist... Ja, ja... ich lasse nach."
Jack wandte sich zur Reling um, stützte die Arme darauf und sah in Richtung Ausgang. Natürlich sehnte er sich nach der See, dem Wind und ordentlichen Planken unter den Füßen, doch er würde nicht ruhen können, solange er wusste, wem diese Planken gehörten und was mit ihnen geschehen konnte. Es gab Menschen, bei denen ihm das völlig egal gewesen wäre, aber Cat begleitete ihn, wenn auch nicht immer Seite an Seite, schon seit Jahren durch sein chaotisches Leben und sie einer solchen Gefahr auszusetzen... ein Schiff verlieren zu lassen, das stimmte ihn traurig und besorgt.
Jack verlagerte vorsichtig sein Gewicht von links nach rechts und bewegte zaghaft die Schultern. Es würde reichen, um an Deck zu arbeiten und zumindest das wollte er früher oder später tun. Was sonst tat man schließlich auf einem Schiff, dessen Kapitän man nicht war?
Er schloss kurz die Augen.
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 12.08.2006, 14:01
"Jack." Versuchte Catherine den Captain zu unterbrechen, doch er hörte sie gar nicht erst in seinem Redeschwall.
"Jack." Wiederholte sie dann erneut.
Sie wollte eigentlich etwas ernsthaftes sagen, musste dann allerdings neuerlich grinsen.
Sie fasste sich schnell wieder und sah ihn eindringlich an.
"Geistesumnebelung?" Fragte sie amüsiert.
"Ich kenne dich seit Jahren, Jack. Geistesumnebelt oder nicht..." Fügte sie hinzu.
"Du hast mir einmal nicht nur Freiheit geschenkt sondern auch gezeigt, was sie bedeutet. Du ist der Grund, warum ich hier bin." Sie lächelte ihn an.
"Der Grund, warum ich die Morning Dawn habe. Und wenn du auch der Grund sein solltest, sie wieder zu verlieren...." Catherine zuckte mit der Schulter.
"Dann ist es eben so. Aber ich lass dich im Stich. Nicht nochmal." Ein Schatten legte sich über ihr Gesicht, aber ebenso schnell wie er gekommen war, war er auch wieder verflogen.
Sie beobachtete, wie Jack sich zaghaft bewegte, so als wollte er austesten, was seine Knochen noch so alles aushalten konnte, und ihr Blick fiel abermals auf seine Hände.
"Hast du dich selbst verbunden?" Fragte sie ein wenig skeptisch, denn sie wusste, wie Jacks Selbstverarztungsversuche normalerweise aussahen.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 12.08.2006, 14:14
Im Stich lassen? Man konnte ihn doch gar nicht im Stich lassen? Das funktionierte per Definition nicht. Zumindest von seiner Seite aus.
"Du hast mich nicht im Stich gelassen." sagte er nur ruhig. Für ihn gab es im Leben nur Entscheidungen und Situationen, die von Entscheidungen hervorgerufen wurden und beidem hatte man sich alleine zu stellen. Das, so glaubte zumindest Jack, hatte ihm die See beigebracht.
"Ich?" fragte er konsterniert und zog eine Augenbraue hoch. "Nä. Das war Mr. Norrington und Grund für das besagte Zitiertwerden. Alles halb so wild... glaube ich. Es sieht ein wenig schleimig aus, aber das liegt wohl an Krakis Körperflüssigkeiten und weniger an mir."
Beziehungsweise an Beckett, auch wenn der seinen Schleim für sich behalten hat.
Wieder glitt kurz Zorn über seine Züge. Ihm wurde erst jetzt langsam bewusst, dass er dieser Qualle tatsächlich zum zweiten Mal ins Netz gegangen war. Es würde nicht ihr letztes Treffen gewesen sein, aber wohl das letzte in Gefangenschaft seinerseits. GR!
Jack kniff die Augen zusammen.
"Der Wind dreht." flüsterte er leise, weniger zu Cat als mehr zu sich selbst. Eine ver(w)irrte Windböe hatte diese Information zu ihm getragen und er nickte kurz.
Als er sich aufrichtete, glitt erneut kurz ein Ausdruck von Emotionen über seine Züge, doch dieses Mal bestand er aus einer Mischung von Schmerz hervorgerufen durch seine Verletzungen und dem intensiven Wunsch der See nahe zu sein, welcher letztendlich obsiegte und ein Lächeln auf das Gesicht des Piraten zauberte.
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 12.08.2006, 14:28
Cat sah Jack prüfend an.
Obwohl er lächelte wirkte er nicht glücklich.
"Beckett..." Murmelte sie.
"Er war wieder ziemlich gemein, oder?" Fragte sie nachdenklich und musterte ihn erneut.
"Ich habe... Kräuter an Bord." Sagte sie schließlich.
"Die die Heilung deiner Wunden beschleunigen werden." Sie grinste ganz kurz.
"Und etwas gegen die Schmerzen, auch wenn du das wahrscheinlich nicht willst."
Denn Schmerz bedeutet Leben.
Sie griff nach seinem Arm, und zog ihn wieder hinter sich her, quer über das Schiff, und die Stufen hinunter bis zu ihrer Kajüte, achtete dabei nicht auf den... erstaunten Blick, den Mr. Norrington ihnen zu warf, und dirigierte Jack zielsicher in ihre privaten Räumlichkeiten hinein.
tbc: Captain´s Room
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 12.08.2006, 14:38
Jack sah Cat erstaunt an, schlidderte dann bereits quietschend über das Deck und fand sich in ihrem Griff gefangen wieder.
"He... aber... wo gehen wir denn hin? Und und und wieso werde ich seit neuestem nicht mehr nach meinem eigenen Willen gefragt? Hallo? Hallo?! Äh... Entschuldigung? Hallo?"
Jack sträubte sich mit wenig Erfolg gegen Cats Abschleppmanöver und verfluchte sein kaputtes Knie in die tiefsten Tiefen des Ozeans.
"Parle? Ah ne, du bist ja Captain... aber reden? Na? Hallo? Loslassen? Bitte? Darf ich...? Ich muss ganz dringend äh... da längs!" sagte Sparrow und deutete in Richtung Höhle ohne es selbst zu sehen.
Er sah Norringtons überraschten Blick und zog die Augenbrauen hoch.
"Hilfe?"
Grinsend schüttelte der Commodore den Kopf.
Jack ließ den Kopf hängen, sträubte sich aber weiterhin zaghaft gegen Cats Entführung, bis sie schließlich vom Deck verschwunden waren.
tbc: Captain's Room
Re: auf Deck
James Norrington - 13.08.2006, 16:19
James hatte das Schiff nach Sparrow und seiner Freundin betreten, und dabei Singer nicht aus den Augen gelassen.
Er hatte die beiden Piraten beobachtet, wie sie miteinander gesprochen hatten - und war überrascht darüber, wie vertraut sie wirkten.
Es war sicherlich eine interessante Geschichte, die hinter beiden steckte.
Überhaupt wirkte der Captain dieses Schiffes nicht wie ein herkömmlicher Pirat.
Irgendetwas sagte ihm, dass die Frau, so wild un unbezähmbar sie auch wirkte, weit mehr war, als ein Mädchen, welches gelernt hatte, ein Schiff zu segeln.
Er konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen, als sie Sparrow quer über das Deck schleifte, und mit ihm in ihrer Kabine verschwand.
Er schüttelte nur amüsiert den Kopf, als Sparrow halbherzig um Hilfe bat, während er verzweifelt gewahrte, dass er der jungen Missy ausgeliefert war.
Als die blonde Schönheit mit dem Captain vom Deck verschwunden war, trat Norrington langsam an die Reling.
Er sah zu der kleinen Felsenplattform, auf welcher der Rest der Crew fleißig damit beschäftigt war, Kisten umzuräumen, zu verstauen und zu verladen.
Wie lange mochte die Morning Dawn hier wohl schon ein und aus fahren, ohne dass man sie entdeckt hatte?
Direkt vor der Nase der Royal Navy, und niemand bemerkte es!
Sie tanzte ihnen im wahrsten Sinne des Wortes auf der Nase herum, und die hohen Herren waren zu arrogant, um davon etwas mitzubekommen!
Ein gurgelndes Geräusch zog seine Aufmerksamkeit auf sich, und in einiger Entfernung sah er Singer, der über der Reling legte, und würgte.
Norrington seufzte, fasste sich ein Herz, und ging auf den jungen Kadetten zu.
Er klopfte ihm aufmunternd auf die Schulter.
"Ich habe Euch vor dem Rum gewarnt, Junge." Sagte er zu ihm während er ihn von der Seite anblickte.
Singer war kalkweis, und in den dunklen Augen standen Tränen, die von der Übelkeit herrühren mussten.
"Müsste ich nicht befürchten, dass Ihr ertrinken würdet, würde ich Euch raten, ein Bad in kaltem Wasser zu nehmen... das wirkt Wunder gegen die Übelkeit... der Kater allerdings würde Euch so oder so erhalten bleiben...."
Ganz als wollte er antworten sah Singer auf, blickte Norrington an, öffnete den Mund.... nur um sich dann erneut zu krümmen, und dem ehemaligen Commodore vor die Füße zu kotzen.
James konnte durch einen geschickten Sprung zur Seite gerade noch verhindern, dass sich das Erbrochene auf seine Stiefel ergoss.
"Das ist wirklich widerwärtig, wisst Ihr das?" Fragte James wenig begeistert, aber Singer ging nur entkräftet in die Knie.
"Entschuldigung..." Murmelte er leise und kraftlos und sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
Norrington seufzte, und wollte etwas erwidern, als er plötzlich ein lautes "Meeeeeeeeeeeeeeeeeer!" Vernahm.
Sein Blick wanderte zur Kajüte des Captains und er sah Jack, wie er die frische Seeluft einatmete und den Wind in seinem Gesicht genoß.
"Kommt." Murmelte Norrington dann, griff Singer unter die Arme, und richtete ihn wieder auf.
"Vielleicht finden wir ein nettes Plätzchen für Euch, wo Ihr Euch erholen könnt... aber ich würde Euch raten, der hübschen Lady nicht vor die Füße zu...." Ein erneutes Würgen ließ den Körper des Kadetten erzittern, und ehe Norrington zu Ende gesprochen hatte, ergoß sich weiteres Erbrochenes auf die hölzernen Schiffsplanken.
"Gott!" Stieß Norrington angewidert hervor.
"So viel könnt Ihr doch gar nicht gegessen haben!"
Er schüttelte die Hand, die einige Spritzer abbekommen hatte, ließ Singer wieder los und blickte ein wenig Hilflos zur Kapitänskajüte.
Womit hatte er das verdient?
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 13.08.2006, 17:34
pp: Captains Room
Catherine verließ ihre Kajüte, bewegte sich auf Deck, und war eigentlich auf dem Weg zu Singer und Norrington, als sie eher zufällig bemerkte, wie einige ihrer Männer sich auf dem Felsen im Kreis niedergelassen hatten.
"Hey!" Rief sie zu ihnen rüber.
"Ihr seid nicht hier, um Kaffeekränzchen zu machen!" Ihre Stimme klang ärgerlich und sie stemmte die Hände in die Hüften.
"Wenn ihr nichts zu tun habt, dann kommt gefälligst an Deck und macht das Schiff segelklar!"
Ihre Augen funkelten, und mehr brauchte es nicht, um die Männer zu veranlassen, sich zu bewegen.
Einer nach dem anderen kamen sie auf das Schiff zurück.
"Holt den Anker ein!" Befahl Catherine.
Sie selbst begab sich die wenigen Stufen zum Steuerrad des Schiffes hinauf.
"Befestigt die Takelage!" Sie ließ ihren Blick über das Deck schweifen.
"Du da! Wisch den Dreck da drüben auf!" Befahl sie einem der anderen Männer.
Sie grinste breit.
Sie war ganz in ihrem Element.
"Jack?" Fragte sie und ohne Sparrow anzusehen, deutete sie auf das Krähennest.
"In den Ausguck!" Ordnete sie an.
"Ich brauche jemanden, der mich durch die Öffnung navigiert."
Sie grinste noch immer breit.
Sie ließ ihren Blick erneut über das Deck schweifen, und blieb auf Norrington und Singer ruhen.
Nun, was konnten die Offiziere der Royal Navy wohl wirklich?
"Mr. Norrington!" Rief sie über den aufkommenden Lärm hinweg, und als sie sich seiner Aufmerksamkeit sicher war, deutete sie nach oben, auf einen der Masten.
"Holt das Segel ein." Wies sie ihn an, bevor sie weitere Befehle gab.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 13.08.2006, 17:47
pp: Captain's Room
Jack sah von links nach rechts, beobachtete hüpfende und rennende Seeleute und grinste leicht.
Ausguck?
Uiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii, toll!
Der Pirat torkelte über Deck, wich Jungspunden und erfahrenen Seemännern gekonnt aus, stand erstaunlicherweise gleichzeitig niemandem im Weg herum und begann dann mit einer Geschwindigkeit, die ihm nur einer an Deck zutraute, die Takelage zu erklimmen. Fröhlich sang er dabei vor sich hin, ohne in seinen Bemühungen nachzulassen.
"When I wake up yeah I know I'm gonna be
I'm gonna be the man who wakes up next to you
When I go out yeah I know I'm gonna be
I'm gonna be the man who goes along with you
If I get drunk yes I know I'm gonna be
I'm gonna be the man who gets drunk next to you
And if I haver whatever that means
I'm gonna be the man who's havering to you..."
Er war schneller im Ausguck, als viele der Matrosen eine Flasche voll Rum hätten sagen können, purzelte kopfüber hinein und richtete sich dann auf.
"Sieht gut aus!" rief er. "Wenn du auf Kurs bleibst, kommst du ohne Probleme hier raus! Du liegst sozusagen in der Goldenen Mitte. Aye!"
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 13.08.2006, 18:15
"Schön!" Rief Catherine zufrieden und steuerte unbeirrt auf den Höhlenausgang zu.
Sie begann leise zu summen und drehte das Steuer in ihrer Hand mit einer Leichtigkeit, die ihresgleichen suchte.
Norrington indess hatte ihren Befehl tatsächlich vernommen.
Er ließ Singer stehen, wo er war, und schwang sich selbst in die vielen Seile, kletterte die Takelage hoch - etwas dass er seit seiner Zeit als Unteroffizier nicht mehr getan hatte, brauchte ein wenig länger als Sparrow, bis er sein Ziel erreichte und kam schließlich auf einem Holzbalken zu stehen.
Er bewegte sich bis hin zu dem Segel, auf welches der Captain gedeutet hatte, und begann dann mit geschickten Fingern die Knoten zu lösen, die das Segel an Ort und Stelle hielten.
Binnen Sekunden entknotete er das Seil und vorsichtig ließ er das Segel zusammenfallen, und nach unten gleiten.
Er sah nun selbst nach unten, wo die Männer wie Ameisen hurtig hin und her wirbelten, und doch jeder seinen Job zu machen schien, so dass sie alle gemeinsam zusammen wirkten.
Dort unten würde er wahrscheinlich im Weg sein...
Also entschied er sich vorläufig in den luftigen Höhen zu bleiben.
Schließlich würde das Segel auf wieder gesetzt werden müssen, wenn sie den Höhlenausgang erstmal passiert hatten.
"Jack!" Rief er laut zu dem Piraten im Ausguck hinüber.
"Da!" Er deutete auf einen spitzen, gefährlich tiefhängenden Felsen, der von der Decke herabhing, und auf welchen der Hauptmast gerade zusteuerte.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 13.08.2006, 18:29
Jack tippte sich zum Dank an den nicht vorhandenen Hut in Richtung Norrington und wandte sich an Catherine.
"Cat, zehn Grad Steuerbord, wenn es Recht ist. Tiefhängender Stalagtit voraus!"
Jack wusste, dass sie nickte und ziemlich genau zehn Grad vom Kurs abweichen würde, was sie haarscharf aber erfolgreich an dem Felsen vorbei brachte.
Nahezu lautlos glitt die Morning Dawn durch die schwierigen Gewässer, hörte man einen winzigen Moment lang das Scharben von unterirdischen Stalagmiten am Rumpf, welches aber nicht bedrohlich klang und erreichte schließlich den Ausgang der Höhle.
Die Sonne überflutete das schöne Schiff und tauchte es in salzige Meeresluft und Wäme. Der Horinzont flimmerte im Licht und Jack wandte sich um.
Er kniff die mit Kohle umrandeten Augen zusammen und schüttelte langsam den Kopf.
Lag in die Richtung nicht Port Royal?
Er schnappte sich ein Nahglas, welches im Krähennest zu finden war und hielt es vor das ohnehin geübte Auge.
"Oh-oh." murmelte er.
"Ich bin mir nicht sicher, muss allerdings annehmen, dass wir mehr oder minder ungewollt direkt zur selben Zeit ausgelaufen sind wie ein Schiff aus Port Royal. EITC. Entweder Zufall oder geplant. Scheint bewaffnet zu sein, das trifft allerdings inzwischen auf jedes Handelsschiff zu."
War es wirklich einfach nur Pech, das sie offensichtlich genau zu dem Zeitpunkt ausgelaufen waren, in welchem ein Schiff der Trading Company selbiges geplant hatte? Oder handelte es sich dabei um wackere Männer, die gewisse Piraten und Offiziere wieder einfangen wollten?
Wie dem auch sei, sie würden ihr blaues Wunder erleben: ein Schiff, welches direkt aus dem Nichts zu erscheinen schien...
"Jamail!" donnerte Cats Stimme vom Steuerrad übers Deck. "Wo zum Teufel hast du gescoutet, als ich dir befohlen habe vor unserer Abfahrt nachzusehen, ob jemand anders gerade ausläuft? Na?"
Jack schwieg. Er kannte die MD nicht, aber dafür ihren Captain. Sie würde ein gutes Schiff sein und gute Schiffe waren immer schnell... betete er.
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 13.08.2006, 18:41
"Setzt alle Segel!" Rief Catherine, und als einige Männer komisch schauten, wiederholte sie sich.
"ALLE." Sie klatschte in die Hände.
"Auch die zusätzlichen!"
Wieder begannen die Männer sofort loszuwuseln.
"Ihr beide da, macht die Kanonen klar, für alle Fälle!" Wandte sie sich an zwei andere Männer, die gerade an ihr vorbeiliefen.
Sie ließ das Steuerrad durch ihre Finger gleiten, und wendete das Schiff so, dass es eine harte Drehung vollführte, sich damit aber einen zusätzlichen kleinen Vorsprung verschaffte.
"Jack, ich brauch dich hier unten!" Rief sie ins Krähennest, während sie ihren Männern dampf machte.
Die Morning Dawn war nicht die Pearl, aber schnell war sie dennoch zweifellos.
Ob sie allerdings schnell genug war, der EITC zu entkommen, würden sie jetzt herausfinden müssen, denn das fremde Schiff war verteufelt nahe.
"Ich will hier niemanden rumstehen sehen! An die Arbeit!" Hallte ihre Stumme über das Deck.
"Mr. Singer, verschwindet in meine Kajüte, Ihr steht hier im Weg herum!" Wies sie den Jungen an, der sich mit Mühe über das Deck schleppte.
"Männer, macht die Waffen klar!" Sie sah erneut über das Deck.
"Mr. Norrington, kommt von dort runter, Ihr bietet ein zu leichtes Ziel!" Rief sie erneut in die Takelage nach oben, und der Commodore ließ sich das nicht zweimal sagen.
Er ließ sich an einem Seil herab, und kam elegant wieder auf den hölzernen Planken auf.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 13.08.2006, 19:05
Was sollte er denn da unten?! Na gut... Order war Order... Und gefechtserfahren war er ja auch...
Jack schwang sich also aus dem Krähennest und sah neben sich weitere Matrosen an Seilen die Masten verlassen. Er hörte das ungute Pfeifen von Kanonenfeuer und wunderte sich nicht schlecht darüber wie verdammt schnell die anderen waren.
"He, wo wollt ihr hin?!" rief er Cats Matrosen zu, die es Norrington gleichtun wollten und dabei vergaßen die Segel zu hissen.
"Mann! Mann! Mann! Süßwassermatrosen oder wie?!"
Er griff nach einem Seil, verfehlte es, ruderte mit den Armen und schaffte es beim zweiten Anlauf es zu ergreifen. Es schwankte bedrohlich hin und her, als das Schiff eine scharfe Wendung vornahm und Jack gab ein altbekanntes Wah! von sich, während er Richtung Deck glitt.
Im Laufen befreite er einen jüngeren Matrosen von einem dicken Tau, in welchem er sich verfangen hatte, beförderte es mit einem Tritt in Richtung Rand, hielt Ausschau nach Norrington und sah ihn wild gestikulierend bei dem Versuch einigen Matrosen klar zu machen, dass sie sich um die Geschütze kümmern sollten.
Als er auf den englischen Offizier zulaufen wollte, blieb er in dem Tau hängen, welches sich heimtückisch um seinen Fuß gewickelt hatte und taumelte ein paar Schritte nach vorne, versuchte sich zu fangen und verschwand in der offenen Verladeluke unter Deck.
Rums.
Sekunden später erschienen zwei bandagierte Hände an deren Rand und mit einer akrobatischen Meisterleistung schwang sich der Pirat wieder an Deck. So konnte man große Lukendistanzen auf überwinden...
Er schloss zu Norrington auf, packte zwei der jungen Matrosen an ihren Krägen und sagte: "Abmarsch, Herrschaften. Da unten wird Hilfe benötigt!" Die anderen folgten Norringtons scharf artikulierten Befehlen.
"Helft mir das Ding zuzumachen. Sonst bricht sich nocht irgendwer den Hals!" rief Sparrow und meinte damit das Abdeckgitter der Verladeluke.
Re: auf Deck
James Norrington - 13.08.2006, 19:24
Norrington nickte stumm.
"Was glotzt ihr so?" Wandte er sich ärgerlich an einige Matrosen die sie anstarrten, als seien sie das achte Weltwunder.
"Tut gefälligst irgendetwas sinnvolles!" Herrschte er sie an, und beugte sich dann herunter, um Jack dabei zu helfen, das Gitter über den Verladeraum zu legen, so dass zumindest nimand mehr dort hineinfallen konnte.
Als sie das Gitter an dessen Platz verfrachtet hatten, richtete sich Norrington langsam wieder auf.
Sein Blick schweifte über die Reling, und er sah, dass das fremde Schiff immer näher kam.
Sein Gesicht verfinsterte sich und er sah zu den Segelmasten hinauf.
"Wir sind zu langsam..." Murmelte er.
"Es muss doch etwas geben das...." Er sah Jack an.
"Was hat dieses Schiff alles geladen?" Fragte er ahnungsvoll.
"Wir müssen Ballast loswerden. Irgendwie."
"Feuer erwidern!" Rief Catherine laut, und ihre Stimme übertönte sowohl die Kanonenschüsse des anderen Schiffes, als auch die lauten Schreie ihrer Crewmitlgieder.
Norrington fixierte das andere Schiff und kniff die Augen zusammen.
"Feuert auf den mittleren Mast!" Rief er Dusty zu.
"Wenn er einbricht, wird er die anderen Masten mitreißen, und die Segel werden einstürzen." Erklärte er recht kurz angebunden.
Er kannte diese Art von Schiffen.
Er hatte sie selbst gesegelt.Und er wusste, wie man sie versenkte.
Leider.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 13.08.2006, 19:47
Jack sah ihn erstaunt an und wandte sich dann an Dusty.
"Hör mal, ich dachte, ihr würdet in der Höhle horten? Was zur heiligen See ist aufgenommen worden?!"
Das konnten doch nicht alles Rumfässer sein?!
Und wenn doch...
"James, habt Ihr schon einmal etwas von... Rumkugeln gehört?" Jack grinste.
Er schnappte sich den englischen Offizier, schleifte ihn unter Deck und dort zu den Ersatzlunten. Er achtete darauf genügend für die Kanonen übrig zu lassen, schnappte sich den Rest und eine Öllampe dazu.
Norrington zog die Augenbrauen hoch, als Jack ihn weiter in Richtung Lagerraum dirigierte und dort doch tatsächlich damit begann, winzige Löcher in die handlichen Rumfässer hineinzupräparieren.
"Öl brennt auch bei Kontakt mit Wasser wie Ihr wisst, Sir. Stellt Euch also diese Lunten als Zeitverzögerung vor und den Rum als... sagen wir Brandbeschleuniger... und das Gesamtkunstwerk im Fahrtkanal des Schiffes..."
Norrington nickte und lächelte kurz säuerlich.
Jacks Lieblingsbeschäftigung- und Wort.
Rums.
Er half dem Kapitän damit rund sieben Fässer zu präparieren und begann dann sie ans Deck zu schleppen.
Jack schüttelte den Kopf, bedeutete ihm, dass er laufen würde und Norrington anzünden sollte.
Der Offizier nickte und begann damit die Fässer vorbereitet abzuwerfen. Die ersten explodierten zu früh, aber nicht früh genug um dem anderen Schiff Warnung zu sein. Die nächsten Explosionen kamen dem Rumpf bedenklich nah.
Jack und Norrington grinsten sich kurz an, als sie ihr Werk betrachteten und der Pirat zog den nicht vorhandenen Hut.
"Dann ein Feuer in der Nacht,
das Schiff in Flammen - lichterloh!
"Seht, es ist erneut erwacht, ein Mahnmal,
eine Warnung wohl!" Es leuchtet hell, es
leuchtet weit, es ist nicht zu übersehen
und kein anderer Kapitän sah
seither sein Boot zugrunde gehen."
Eigentlich war der Vers einem anderen Schiff zugedacht gewesen, doch der Kapitän sang ihn trotzdem.
Plötzlich hörten sie ein Splittern und Schreie und die Männer wirbelten herum. Ein Teil der Reling war erwischt worden.
"Mögt Ihr auf dem Grund des Meeres verrotten!" murmelte Sparrow in Gedanken an die Angreifer, bevor Norrington rief: "Jack! Runter!"
Und gemeinsam stürzten sich die beiden Männer auf die Planken, um sich von Holzteilen der splitternden Bordwand begraben lassen zu müssen.
Re: auf Deck
James Norrington - 13.08.2006, 20:10
"Ihr verfluchten räudigen... das ist MEIN SCHIFF!" Schrie Catherine und ihre Augen funkelten wütend, während sie zu ihren Verfolgern sah.
Sie vollführte erneut ein scharfes Wendemanöver.
"Ich versenk Euch!" Sagte sie entschlossen.
"Männer, ladet die Kanonen mit allem was ihr finden könnt!" Befahl sie, und die Männer gehorchten.
Norrington zog derweil Jack wieder auf die Beine.
"Den Mast!" Rief er erneut und gestikulierte wild mit den Händen, als Catherine ihn nur verstört ansah.
"SCHIEßT - AUF - DEN - MAST!" Wiederholte er, sah dann hilflos Jack an und raunte ihm ein "Sprech ich chinesisch?" zu.
Catherine schaute immer noch verwirrt, nahm den Befehl dann allerdings auf.
"Zielt auf den Mast, Leute!" Befahl sie laut und konzentrierte sich dann wieder auf das Steuer des Schiffes.
Eine Brise frischer Wind kam auf, und blies hart in die Segel.
"Bilde ich mir das ein, oder werden wir schneller?" Fragte James misstrauisch, während er versuchte über die zerborstene Reling zu sehen.
"Nicht schnell genug!" Rief Catherine die - wie auch immer sie das angestellt haben mochte - seine Worte gehört hatte.
Norrington verzog das Gesicht, sah zu Jack, dann zu Catherine und runzelte nachdenklich die Stirn.
Sie mussten sich irgendwie so in Position bringen, dass sie den Mast erwischen konnten ohne dabei selbst Angriffsfläche zu bieten.
"Frontal." Stieß er hervor, und Cat sah aus, als hätte sie eben denselben Gedanken gehabt.
Sie nickte.
"Wenn wir frontal auf sie zuhalten, können sie nicht auf uns schießen. Nicht mit den Kanonen. Und bevor wir sie erreichen, müssen wir hart wenden. So kommen sie in unsere Schußlinie, ohne dass sie auf uns zielen können!" Das Grinsen kehrte auf ihr Gesicht zurück.
"Das ist so verrückt, das könnte klappen!" Der Wind blies das Haar aus ihrem Gesicht und Cat sah zu Jack.
"Jack, ich brauch dich am Steuer." Wies sie ihn an.
"Mr. Norrington, Ihr navigiert." Wandte sie sich an den Commodore, während sie selbst Anstalten machte, das Steuer zu verlassen.
"Ich kümmere mich um die Kanonen." Fügte sie hinzu, denn sie wusste wohl, was sie ihren Männern zutrauen konnte, und was nicht.
Und wie wichtig der Zeitpunkt sein würde, an welchem sie das Feuer eröffneten.
Es war zu wichtig, um es nicht selbst zu machen!
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 13.08.2006, 20:18
Jack grinste.
"Au ja! Totgehmanöver! Toll!" Er setzte über die Holzplanken hinweg, verfing sich selbstredend dabei und knallte mehr auf die Treppe, als dass er sie hochlief.
Jack grinste so glücklich als ob ihm nichts besseres hätte passieren können, rappelte sich wieder auf und folgte Norrington, der ohne solche Manöver auskam zum Steuer hinauf.
Seine Hände legten sich vorsichtig, aber fest um das Steuerutensil und er nickte Norrington zu.
"Es kann losgehen."
Re: auf Deck
James Norrington - 13.08.2006, 20:34
"Gut." Sagte Norrington, ohne sich daran zu stören, wie Jack das Oberdeck erreichte.
Manchmal, so wie jetzt, fragte er sich allerdings wirklich, ob man dem Piraten tatsächlich das Steuer eines Schiffes anvertrauen durfte.
Es war nicht so, dass er Jack Sparrow nicht zutraute, ein Schiff zu steuern, aber manchmal... manchmal fragte er sich wirklich, wie jemand ein Schiff vernünftig steuern konnte, der sogar durch das eigene Leben stolperte.
"Dort lang!" Sagte Norrington und streckte die Hand in eine bestimmte Richtung aus.
Sie hatten weder einen Kompass, noch andere Möglichkeiten, zu navigieren, also verließ er sich auf seine Augen, sein Gefühl und seine Gesten.
Er sah, wie Jack sich nach dem Winkel seines Armes richtete, und beobachtete erstaunt, was für ein geschicktes Händchen Sparrow für das Steuerrad hatte.
"Wenn ich es Euch sage, dann wendet Ihr hart nach steuerbord, klar soweit?" Norrington grinste, denn er wusste wohl, dass er Jacks Worte benutzte.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 13.08.2006, 20:43
"Glasklar, mein Bester." entgegnete Sparrow, sah ihn aber nicht an, grinste auch nicht, sondern konzentrierte sich vollkommen auf das Schiff unter seinen Füßen. Das eigene Schiff oder zumindest gekaperte Schiffe zu versenken war die eine Sache. Ein waghalsiges Manöver zu verhauen eine vollkommen andere. Seine Stimme klang tief und rau und war nicht weit über Norringtons Standpunkt hinaus zu hören.
Man konnte ihn für den dusseligsten Menschen auf Gottes weiter Erde halten, aber Sparrow wusste, über welche Qualitäten er verfügte. Und Fokussierung war eine davon.
Er blendete alles, bis auf Norringtons Stimme und dem Gefühl für das Schiff unter sich aus. Keine Schreie. Kein Lärm. Keine Gefahr. Keine Ahnung, was sie eigentlich zu tun beabsichtigten. Nur ein Befehl. Und das Warten darauf. Sein Sein konzentrierte sich nur darauf und schrumpfte zusammen, ließ nichts anderes mehr zu sich vordringen, so dass er eins mit dem Schiff wurde und nur unvollkommen durch das fehlende Hören des Befehls war.
Jack ignorierte die Tatsache, dass Kanonenkugeln pfiffen und die Soldaten mit Brandpfeilen zu schießen versuchten, diese aber noch lange nicht an die MD heranreichten, er kümmerte sich nicht um krachendes Holz, Rufe und Flüche.
Er wartete.
Und wenn er eines war, dann verdammt geduldig.
Die Hände zitterten nicht, der gesamte Mann bewegte sich nicht einen Milimeter und brauchte erstaunlicherweise nichts zu tun, um die Balance zu halten.
Er war eins mit dem Schiff.
Und er wartete.
Re: auf Deck
James Norrington - 13.08.2006, 21:19
Norrington nickte unmerklich und richtete sein Hauptaugenmerk wieder auf das andere Schiff.
Er korrigierte die Ausrichtung seines Armes regelmäßig, so dass sie auf Kollisionskurs blieben, und wartete ab.
Er wusste, wann der richtige Moment gekommen sein würde.
"Sind die Kanonen bereit?" Rief Norrington laut und kurz darauf erklang Catherines klare Stimme: "Alles feuerbereit."
Wieder nickte Norrington, während sie dem anderen Schiff gefährlich nahe kamen.
Gewehrkugeln pfiffen ihnen um die Ohren, aber weder Norrington, noch Jack suchten Schutz vor ihnen.
James bemerkte, wie er ruhiger wurde.
Er konzentrierte sich, und kniff die Augen zusammen.
Das war ihre Chance.
Sie würden sie nutzen.
Alles würde gut gehen.
Sie mussten nur den richtigen Zeitpunkt abpassen.
Sparrow hinter ihm wartete nur auf seinen Befehl.
Die Anspannung pumpte Adrenalin in seine Adern, doch die jahrelange Routine ließ ihn dennoch Ruhe bewahren.
Die "Hangman´s Bride" war ihnen nun so nahe, dass die Kugeln, die neben ihnen ins Holz schlugen, sie nur noch um wenige Milimeter verfehlten.
Langsam wurde es eng.
Wartet... nur noch einen Moment... gleich ist es soweit....
Peng!
Norrington sah irritiert auf die Kugel, die seinen Arm gestreift hatte, runzelte verwirrt die Stirn, und sah dann wieder nach vorne.
Einen Moment... einen Moment noch...!
Eine weitere Kugel pfiff scharf an seinem Kopf vorbei.
"JETZT!" Rief er Sparrow zu und griff im selben Augenblick nach der Reling, um durch das harte Manöver nicht das Gleichgewicht zu verlieren
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 13.08.2006, 21:52
Sparrow riss in dem Kugelhagel das Steuerrad herum, hörte das Schiff ächzen und verlor den Halt unter den Füßen. Er klammerte sich an das Steuerrad, zwang der Morning Dawn seinen Willen auf und ignorierte das Chaos um sich herum.
Er hörte Schreie, Verwünschungen und das Splittern von Holz. Sein Blick saugte sich an dem anderen Schiff fest und fast wie in Zeitlupe knickte der mittlere Mast ein und riss das Gefährt ins feuchte Verderben.
Catherine kam atemlos zu ihnen auf das Deck gesprintet und betrachtete kurz grinsend ihr Werk, bevor ein "Mann über Bord!" über Deck hallte, Jack sich hektisch umsah, den Mantel von sich warf, ein Seil ergriff und Norrington ansah: "Könnt Ihr es festzurren?" Und bezog sich damit auf den Streifschuss. "Lasst es dann herunter, bitte."
Er hüpfte auf die Reling, setzte zu einem eleganten Sprung an, rutschte aus und fiel wenig gekonnt ins Wasser.
"Mann über Bord zum zweiten!" rief einer der umstehenden Matrosen, der nicht ganz begriffen hatte, worum es ging, doch Jack hörte ihn zum Glück nicht mehr.
Der Kapitän durchschlug die Wasseroberfläche, kniff die Augen zusammen und sah den langsam sinkenden Körper des jungen Mannes schräg unter sich. Mit kräftigen Zügen schwamm er auf ihn zu und packte ihn, zerrte ihn mit sich und erreichte erneut die Oberfläche. Das Seil baumelte in einiger Entfernung- er hatte sich von der Morining Dawn entfernt. Es regnete Holz und brennende Scheite. Das gegnerische Schiff war nahezu komplett zusammengebrochen und legte sich bedrohlich auf die Seite.
Jack schnappte nach Luft.
"Musst du jetzt untergehen, du blödes Badezuberutensil?!" knurrte er und spürte bereits wie der Sog des riesigen Schiffes, welches zu versinken drohte an ihm zerrte.
Oh holy sea...!
Der Pirat schluckte Wasser, sah auf den Matrosen in seinem Arm und wusste, dass er es ohne ihn problemlos schaffen würde das Schiff zu erreichen.
Ach verflucht seist du, Jack Sparrow!
Er nahm seine Kraft zusammen und schwamm gegen den Strom an, schaffte es zur Morning Dawn und band den Mann fest, damit er hochgezogen werden konnte.
"Seht zu, Jungs!" rief er und spürte plötzlich ein Gewicht am linken Fuß.
Argh!
Jack verschwand erneut unter der schäumenden Oberfläche und sichtete ein dickes Tau, welches sich unbarmherzig um sein Bein geschlungen hatte. Während er noch versuchte es fortzutreten, verhedderte er sich mehr und mehr darin, starrte zurück zur Oberfläche, die ihn mit wärmenden Licht zu empfangen schien.
Lausche dem Wind
Er verspricht dir dich sanft zu wecken
Fühle die See
Sie verspricht dir dich sanft in den Schlaf zu wiegen
Er kämpfte mit sich, schaffte es erneut zur Oberfläche, konnte aber die Füße nicht mehr richtig bewegen, schnappte schnell nach Luft und verschwand wieder unter Wasser.
Kein Messer. Nichts. Nur der Wille nicht aufzugeben. Und der würde reichen.
Jack spürte das Brennen in seinen Lungen und zupfte dennoch unaufhörlich an dem Tau.
Er tauchte erneut auf und griff nach dem Seil, welches neben ihm ins Wasser fiel. Jack schloss die Augen und als klar wurde, dass er nicht klettern würde, zog man ihn an Bord.
Re: auf Deck
James Norrington - 13.08.2006, 22:33
Norrington sah, wie der Mast des Schiffes brach und die beiden anderen Masten mit sich riss.
Die dicken Holzbalken krachten auf das Schiff herunter, und zerteilten es in der Mitte, so dass es in zwei Hälften zerbrach.
Schreie Ertrinkender durchschnitten den sonnigen Tag, und Norrington sah Männer um ihr Leben kämpfen.
Ihr oder wir.
So heißt es.
Ihr habt uns herausgefordert.
Wir haben diese Herausforderung angenommen.
Wir überleben.
Wir sind die Sieger.
Ihr tragt den Preis.
Möge der Tod Gnade für Euch bereithalten.
"Könnt Ihr es festzurren?" Norrington sah Jack an, dann das Seil, und schließlich begriff er, was der Captain meinte.
"Ja." Antwortete er kurz angebunden.
"Verlasst Euch auf mich." Fügte er hinzu, und Sparrow nickte kurz, und sprang gleich darauf ins Wasser.
James derweil nahm das Seil, befestigte es an der Reling, und sorgte dafür, dass der Knoten halten würde.
Dann warf er das Seil hinunter.
Es dauerte nicht lange, bis sie den Mann, der über Bord gegangen war, hochgezogen hatten, und James leitete ihn an Cat weiter, die ihn beatmete und Wasser spucken ließ, während Norrington weiter nach Jack ausschau hielt.
Wo blieb er?
An der Oberfläche war keine Spur von ihm.
Er würde doch nicht in den Sog geraten sein?
"Jack, kommt schon... wo bleibt Ihr nur?" Murmelte er leise, und dann endlich sah er eine Hand, die durch die Oberfläche stieß und nach dem Seil griff.
James atmete erleichtert auf, griff nun seinerseits nach dem Seil und begann es hochzuziehen.
Und als Jack unmittelbar unter der Reling hielt, reichte er ihm die Hand, um ihm an Bord zu helfen.
"Willkommen zurück, Jack." Sagte er, und tatsächlich trat ein Lächeln auf sein Gesicht.
"Gute Arbeit im Übrigen." Fügte er hinzu, nachdem der Pirat wieder an Bord gewankt war.
Erst jetzt registrierte er das ausgelassene Jubeln der Männer an Deck, und ihm wurde bewusst, was sie geleistet hatten.
"Gut gemacht, Jungs!" Rief Cathy über Deck.
"Und jetzt geht an die Arbeit, damit wir hier weg kommen. Nicht dass die uns nochmal ein Schiffchen auf den Hals hetzen. Los geht´s!"
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 13.08.2006, 22:59
Jack sah Norrington an und lächelte. "Äh danke..."
Er wuselte in seinen Mantel hinein und sah sich dann tropfend auf Deck um. Die Matrosen begannen bereits wieder damit sich um die Segel zu kümmern und ließen das Schiff Fahrt aufnehmen.
Jack stemmte die Hände in die Hüften und sah zu der beschädigten Reling. Sein Gesicht hellte sich auf und mit klarer und dieses Mal lauter Stimme begann er zu singen.
"Hasn't all been easy
but shure that's the way it is
and we've beaten oftimes
our hope was sinking low
It takes time to make it
it's hard to take a look-at-this
But at least we took the challenge
together we will go
Here we go / we are the best
Together we stand / in east or in west
Here we go / we are the first
We are the number one in the world
They said that we are dreamers
we're different from other folk
If we're up on top tomorrow
you won't hear it anymore
And the promises of those
who'll tell you that it was a joke
Promises lie stranded
like shipwrecks on the shore
Here we go / we are the best
Together we stand / in east or in west
Here we go / we are the first
We are the number one in the world
In my memory
I always will see
how the years
and dreams have gone by
You've always been such
a good friend to me
And nothing will tear us appart
Here we go / we are the best
Together we stand / in east or in west
Here we go / we are the first
We are the number one in the world
Here we go / we are the best
Together we stand / in east or in west
Here we go / we are the first
We are the number one in the world
We stand together
we'll finnish what we have begun
Dreams of better fortune
without no buck no dime
Narrow streets of destiny
where everyone is on the run
We'll hit this road together
until the end of time
Here we go / we are the best
Together we stand / in east or in west
Here we go / we are the first
We are the number one in the world
Here we go / we are the best
Together we stand / in east or in west
Here we go / we are the first
We are the number one in the world
Here we go / we are the best
Together we stand / in east or in west
Here we go / we are the first
We are the number one in the world
Here we go / we are the best
Together we stand / in east or in west
Here we go / we are the first
We are the number one in the world
Here we go / we are the best
Together we stand / in east or in west
Here we go / we are the first
We are the number one in the world."
Zuerst sahen die Matrosen ihn verdutzt an, doch dann fielen sie nach und nach in seinen Gesang ein, bis das ganze Schiff von der fröhlichen Melodie widerhallte und die Moral um hundert Prozent stieg.
Der Piratencaptain half dabei die Segel zu richten, fleißig am Singen und begann dann auf der Suche nach einem Hammer über das Deck zu torkeln, um die Reling auszubessern. Das Werkzeug fand er und außerdem die Tatsache vor, dass die Matrosen sein Lied offensichtlich toll fanden, denn sie sangen es gleich noch einmal, was ihn schmunzeln ließ auf der Suche nach Nägeln.
Er torkelte an Matrosen vorbei, die begannen das Deck zu reinigen und über Taue zu stolpern, bis er schließlich fand, was er suchte, es mit einem faszinierten Ausdruck auf den Zügen hochhob und selig betrachtete.
Re: auf Deck
Nicolas de Lenfent - 13.08.2006, 23:07
Nicolas musterte Jack irritiert, als dieser anfing sein Liedchen zu singen. Als die anderen mit einstimmten wurde es Nicolas zu viel. Einfach nur fröhlich zuhören würde wohl reichen. Er nahm sich eine Bürste und machte sich daran das Deck wieder einigemaßen sauber zu bekommen.
Sein Blick fiel erneut auf Jack, der wie betäubt einfach nur auf die Nägel starrte. Nach einer kurzen Denkpause ging Nicolas zu ihm.
"Verzei'ung... Kann isch 'elfen?"
Re: auf Deck
James Norrington - 13.08.2006, 23:07
Catherine grinste breit.
Jack war ein ganz außergewöhnlicher Mann!
Zweifellos.
"Jack?" Rief sie zu ihm herüber.
"In meine Kajüte." Sie lächelte ihn an.
"Bitte." Sie bedeutete ihm, den Hammer beiseite zu legen.
"Du hast vorerst genug getan." Sagte sie freundlich.
"Und es gibt da wohl das ein oder andere, was ich noch gerne... mit dir besprechen würde."
Sie sah sich an Deck um, und ihr Blick fiel auf Norrington, der sich ebenfalls anschickte, sich nützlich zu machen wobei er tonlos die Lippen bewegte, was vermuten ließ, dass er das Lied kannte, es aber nicht wagte, die Zeilen laut zu singen.
"Mr. Norrington, Ihr ebenfalls!" Wandte sich Catherine an den Commodore.
Sie lächelte ihm zu und bedeutete auch ihm das Deck zu verlassen.
Einmal mehr sah Cat über das Schiff, wies einen anderen Matrosen an, das Steuer zu übernehmen, gab letzte Anweisungen den Kurs betreffend, und hielt dann einen gutaussehenden, aber inzwischen heruntergekommenen Mann an, der ganz in Jacks Nähe gestanden hatte.
"He, Francois, bring mir und meinen Gästen etwas zu Essen, und drei Flaschen Rum in die Kajüte!" Bat sie den Mann, von dem sie wusste, dass er nicht Francois hieß, aber dennoch Franzose war.
Mit diesen Worten folgte sie Jack und Norrington die Stufen hinunter, und schließlich in ihre Kajüte hinein.
tbc: Captains Room
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 13.08.2006, 23:18
Jack wandte sich an den jungen Mann neben sich und zog die Augenbrauen hoch.
"Bitte wie war das?" fragte er in seinem ebenfalls nicht besonders großartigen Englisch, erriet dann aber, was der Fremde wollte, als er einen Blick auf die Nägel warf.
"Was? Oh nein... Ihr müsst nur wissen... Nägel sind so nützliche kleine Dinge... Man haut sie irgendwo rein und dann halten sie alles mögliche zusammen. Würde man nicht reinhauen, was man reinhaut, sondern etwas anderes reinhauen, dann würde das wohl so reinhauen, wie es gerade reingehauen hat und nichts mehr zusammenhalten, sondern stattdessen alles auseinanderbrechen lassen..."
Dann wurde Jack von Cat eingesammelt und einmal mehr über Deck geschleift. Den Hammer und die Nägel noch immer in den Händen und einen erstaunten Ausdruck auf den sonnengebräunten Zügen.
"W-was...? Aber Hammer und so... und Nägel... und zusammenhalten und..."
Dann war der Kapitän auch schon unter Beihilfe von Mr. Norrington und Cat verschwunden.
tbc: Captains Room
Re: auf Deck
Nicolas de Lenfent - 13.08.2006, 23:24
Nicolas nickte einfach stur, als Jack mit ihm redete. Befolgte dann aber Cats befehl und machte sich auf zur Küche. Unterweg warf er jedoch kurz noch einen Blick auf Norrington, der auch Cat folgte.
Langsam quetschte er sich durch die Crew bis er zum Speiesaal kam.
tbc: Speisesaal
Re: auf Deck
Nicolas de Lenfent - 19.08.2006, 22:48
pp: Captains Room
Nicolas trat wieder in die Luft. Die restliche Crew reparierte das Schiff oder war am "putzen". Mit einem Gesichtsausdruck als hätte er einen Tag lang auf einer Zitrone gekaut ging Nicki zu "Singers Überresten".
Warum bin isch immer der Fussabtreter?
Er nahm sich einen Eimer mit Wasser und starrte erstmals einige Minuten auf die Stelle, bevor er sich dazu ermutigen konnte mit der Arbeit anzufangen.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 30.08.2006, 15:57
pp: Spieleinstieg
Dylan Thomas, der erste Maat der Morning Dawn, kehrte an Deck zurück, um sich selbst davon zu überzeugen, wie es um das Schiff und seine Besatzung stand.
Die Auseinandersetzung mit dem Schiff der Royal Navy hatte sie zwar geschwächt, aber zum Glück war nichts Schlimmeres vorgefallen, wenn man von ein paar der Schäden absah.
Für einen Piraten konnte es immer schlimmer kommen. Sie waren nicht gekentert und das allein zählte.
Dylan ging an den Männern vorbei, die gerade das Deck säuberten. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen, aber das war dem ersten Maat auch klar. Keiner in der Crew mochte es das Deck zu schrubben, aber so waren nun mal die Spielregeln.
Einen kurzen Moment blieb er stehen und betrachtete den Ozean, der friedlich vor ihnen lag. Dylans Blick wurde weicher. Er seufzte kurz und machte sich dann wieder auf den Weg unter Deck. Schließlich wollte er noch kurz dem Captain über den Stand der Dinge Bescheid geben.
tbc: Captains Room
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 31.08.2006, 11:55
pp: Captains Room
Als Dylan wieder nach oben an Deck trat, waren die Reparaturteams noch immer voll bei der Sache.
An dieses Bild würden sie sich in den nächsten Tagen gewöhnen müssen.
Er setzte Henry über dessen neue Pflichten in Kenntnis, sich um die Verwundeten zu kümmern und erntete daraufhin das vertraute Fluchen des Mannes.
Danach trat Dylan auf das Achterdeck und gab dem Steuermann die Anweisungen einen neuen Kurs zu setzen. Dann hielt er Ausschau nach anderen Schiffen, doch es war nichts zu sehen.
Etwas gelöster, aber noch immer mit einem unguten Gefühl in der Magengegend, behielt er die Umgebung im Auge.
Re: auf Deck
Crewman - 31.08.2006, 12:04
pp: Spieleinstieg
Nathan, der selbst schon seit langer Zeit Crewmember der Morning Dawn war, näherte sich Dylan langsam von der Seite. Er lehnte sich an die Reling, sah den ersten Maat eine Weile nachdenklich an, und beschloss dann mit ihm zu sprechen.
"Jack Sparrow bedeutet meistens nichts Gutes für dieses Schiff oder für Catherine." Sagte er leise und klang ein wenig traurig dabei.
Er wusste dass niemand, vorallem Catherine nicht, das gerne hörte, aber es war die Wahrheit.
Nathan mochte Sparrow, er mochte ihn wirklich, aber die Erfahrung hatte ihm gezeigt, dass die Nähe dieses Mannes meist mehr Gefahr barg, als einem lieb war.
Und er konnte sich noch gut an die eigene vorletze Begegnung mit ihm erinnern, bei der sie allesamt in der Todeszelle in Port Royal gelandet waren.
Er blickte nachdenklich über die ruhige See.
"Aber es ist das erste Mal, dass ich ihn in Begleitung sehe." Sinierte er weiter.
"Weißt du etwas über die anderen? Oder schweigt sich der Captain auch darüber aus?"
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 31.08.2006, 12:28
Dylan erwiderte zunächst nichts. Er blickte noch immer wortlos auf die See hinaus und hörte sich dabei jedoch Nathans Worte ganz genau an.
"Weißt du etwas über die anderen? Oder schweigt sich der Captain auch darüber aus?"
Er wandte den Blick vom Meer ab zu dem Mann, der neben ihm an der Reling stand, und ihn erwartungsvoll ansah.
„Der Captain hat mich nur kurz vorgestellt, ich weiß daher auch nicht wirklich mehr über Sparrows Begleiter als du.“
Dylan versuchte sein Misstrauen gegenüber den Neuankömmlingen nicht durchscheinen zu lassen. In gewisser Weise gab er Nathan jedoch Recht. Ihre neuen Gäste würden noch für mehr Ärger sorgen, davon war er überzeugt.
„Wir werden daher warten müssen, bis der Captain selbst uns mehr über sie erzählt.“
Re: auf Deck
Crewman - 31.08.2006, 12:34
Nathan nickte zustimmend und schwieg, während er Dylan von der Seite ansah, und dann wieder auf das offene Meer hinausblickte.
Er konnte spüren, dass Dylan die ganze Sache selbst nicht ganz geheuer war, obwohl dieser es nicht aussprach.
Und jeder andere Mann in der Crew dachte ebenso.
Obwohl natürlich kein einziger von ihnen eine Entscheidung des Captains in Frage stellen würde.
"Es ist schon seltsam, dass ein Schiff der Royal Navy feuerbereit ausläuft." Meinte Nathan nachdenklich.
"Und wenn mich nicht alles täuscht... trug nicht der... trägt nicht einer von Sparrows Begleitern eine... rote Uniform?" Er hob beide Augenbrauen.
"Ich möchte nicht den Teufel an die Wand malen... aber was, wenn wir uns einen Spion an Bord geholt haben?" Er sah Dylan aufmerksam an, wusste er doch, dass der erste Maat wahrscheinlich bereits ähnliche Gedanken gehegt hat.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 31.08.2006, 12:51
Nathan sprach das aus, was Dylan sich dachte, was sich wohl die meisten Männer an Bord gedacht hatten, als sie die Neuankömmlinge gesehen hatten. Dass der Angriff reiner Zufall war, daran wollte niemand so recht glauben.
„Nathan, ich möchte dich darum bitten, deine Vermutungen nicht an Bord herumzuerzählen.“ sagte Dylan streng.
Solche Geschichten reichten aus, um die Fantasie jedes einzelnen Crewmitglieds anzustacheln und das war das Letzte was sie in diesem Moment brauchen konnten.
Piraten hatten eine Begabung dafür, Erzählungen mit ihren eigenen Worten weiterzugeben und sie dadurch auch noch mit weiteren Details auszuschmücken.
„Ich werde dem Captain zu gegebener Zeit die Meinung der Crew zu dieser ganzen Sache darlegen.“ sagte Dylan. „Es ist jedoch die Entscheidung des Captains, diese Leute hier zu behalten und keiner von uns kann daran etwas ändern.“
Re: auf Deck
Crewman - 31.08.2006, 13:19
Nathan nickte leicht.
"Du weißt, dass ich Dusty nichts Böses will." Antwortete er ehrlich.
Er sah Dylan fest in die Augen.
"Daher kannst du dir sicher sein, dass kein einzelnes Wort meine Lippen verlassen wird."
Wieder wanderte sein Blick auf das Meer hinaus.
"Ich mache mir nur Sorgen... und hoffe, dass Cat keinen Fehler begangen hat." Fügte er hinzu, und versuchte sich selbst damit zu beruhigen, dass die Männer Jacks Begleiter waren.
Andererseits allerdings war Captain Sparrow nicht gerade für seine Menschenkenntnis bekannt.
Nathan seufzte.
Da hatten sie nun also Captain Sparrow an Bord... bis auf dessen andauernde Pechsträhne eigentlich nichts Schlechtes...
Und seine beiden Begleiter, von denen einer die rote Uniform der königlichen Marine trug.
Nathan runzelte erneut die Stirn.
Von dem anderen wussten sie noch viel weniger.
Er hatte offensichtlich mehr Ahnung vom Seefahren als der Rotuniformierte, war aber auch weniger redseelig, und daher nicht nur Nathan ziemlich suspekt.
Der Pirat lehnte sich über die Reling.
"Lass dir nicht zu viel Zeit, Dylan." Sagte er leise.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 31.08.2006, 13:31
Catherine einen Fehler begangen? Es lag Dylan fern dem Captain der Morning Dawn irgendeine Schuldzuweisung zu machen. Aber vielleicht ließ sie sich in dieser Situation viel zu stark von ihren persönlichen Gefühlen für Jack Sparrow leiten und vergaß dabei jegliche Vorsicht.
Wie auch immer, Nathan hatte recht, er musste mit Catherine sprechen und zwar so schnell wie möglich. Die Gefahr eines weiteren Angriffs war noch immer groß.
„Keine Sorge, Nathan, ich werde mit ihr sprechen.“ antwortete Dylan schließlich. „Und zwar so schnell wie möglich.“
Er wandte den Blick vom Meer ab. „Und mit dir ist alles in Ordnung? Keine Verletzungen? Da hattest du aber Glück. Hast wohl den Angriff verschlafen, was?“ meinte Dylan mit den Anflug eines Lächelns.
Re: auf Deck
Crewman - 31.08.2006, 13:49
"Gut." Entgegnete Nathan ernsthaft.
Kurz darauf gewahrte er den Anflug eines Grinsens auf Dylans GEsicht, und Sekunden später, nämlich als dieser den Mund öffnete und sprach, wusste er auch warum.
Er grinste ebenfalls breit.
"Du kennst doch meine Devise, Dylan.... vermeide Ärger wo du kannst, und Angriffe selbst dann, wenn du es eigentlich nicht kannst." Gab er zur Antwort, schüttelte kurz darauf aber den Kopf.
"Ich war oben in der Takelage..." Erklärte er amüsiert lächelnd.
"Und glücklicherweise waren meine Vorfahren Affen.... oder so... irgendeinen Grund muss es ja haben, dass ich nicht einfach gefallen bin..." Er lächelte heiter, und begann das kurze Geplänkel zu genießen.
"Du warst bei den Kanonen?" Fragte er interessiert.
"Dann hast du Sparrows brillantes Manöver nicht gesehen, oder?" Fragte er weiter und schaute den ersten Maat dabei interessiert an.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 31.08.2006, 14:01
Dylans Grinsen wurde breiter.
Er konnte sich Nathan nur zu gut dort oben in schwindelerregenden Höhen vorstellen, während sie versuchten dem Angriff der Royal Navy zu entgehen.
Nathan fühlte sich in luftigen Höhen anscheinend sehr wohl, im Gegensatz zu vielen anderen an Bord.
„Das stimmt, ich habe überhaupt nichts davon mitbekommen, was an Deck vor sich ging.“ gestand der erste Maat.
„Ich durfte mir nur die Schreierei von Tabby anhören, du weißt ja wie er sich aufführt, wenn er die Kanonen zünden darf.“
Jeder an Bord wusste das, Tabby führte sich dann auf wie ein kleines Kind, das ein neues Spielzeug bekommen hat. Das einzig Gute daran war nur, dass er es auch immer wieder schaffte sein Ziel zu treffen.
Re: auf Deck
Crewman - 31.08.2006, 16:37
"Oh ja allerdings." Entgegnete Nathan, noch ein wenig breiter grinsend.
Auf jedem anderen Schiff hätte Tabby wohl längst seinen Gang über die Planke hinter sich gebracht, aber nicht auf der Morning Dawn.
Tabby mochte schwierig zu händeln sein, doch er verfehlte nahezu niemals sein Ziel.
Eine Eigenschaft, die für Piraten im allgemeinen überlebennotwendig war.
Und sofern sie sich nicht gerade im Gefecht befanden, war Tabby durchaus ein angenehmer Zeitgenosse.
Er zuckte kurz mit der Schulter.
"Sparrow kam auf die Idee das britische Schiff mit brennenden Fässern zu bombardieren... oder... naja, genau genommen hat er es irgendwie geschafft, die Fässer über Bord zu werfen, so dass sie die Fahrtrichtung des britischen Schiffes kreuzen mussten. Und dann haben er und sein komischer Freund dafür gesorgt, dass die Fässer just in dem Moment explodierten, in denen das Schiff ihnen nahe kam. Ich hab zwar keine Ahnung, wie genau sie das geschafft haben, oder warum das funktioniert hat, aber die Idee sowie auch die Ausführung waren nicht von schlechten Eltern." Nathans Grinsen wurde noch eine Spur amüsierter, bevor er wieder ernst wurde.
"Ich weiß trotzdem nicht, was ich von all dem halten soll." Er zuckte mit der Schulter und sah Dylan an.
"Weißt du, von wem der Feuerbefehl kam? Du weißt schon, dass ihr nicht auf den Rumpf sondern auf den ersten Mast zielen solltet, damit das ganze Schiff in sich zusammenbricht?"
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 31.08.2006, 18:10
Dylan hatte sich die ganze Geschichte angehört und starrte Nathan nun doch ein wenig ungläubig an.
Wie Cat schon früher immer erzählt hatte, kam Sparrow zwar auf die verrücktesten Idee, doch fast immer waren diese Ideen ausschlaggebend für den Erfolg.
Auf Nathans letzte Frage hingegen hatte Dylan keine Antwort. Der Lärm der Kanonen war doch recht laut gewesen und so wurde der Befehl ihnen nur zugetragen, damit die Leute am Waffendeck ihn ausführen konnten.
Er schüttelte den Kopf und sein Gesicht wurde wieder ernster.
„Nein, weiß ich nicht, aber ich nehme mal an, dass es einer unserer Gäste war. Die müssen sich mit britischen Schiffen sehr gut auskennen.“
Re: auf Deck
Crewman - 31.08.2006, 18:23
Nathan nickte. "Und genau das ist es, was mir Sorgen bereitet." Erwiderte er.
"Wer immer diese beiden sind... ganz offensichtlich kennen sie sich mit den britischen Schiffen aus. So gut, wie man sich damit nur auskennen kann, wenn man selbst damit zur See gefahren ist. Jemand, der mit einem britischen Schiff zur See gefahren ist, muss in der britischen Armee gedient haben. Jemand, der in der britischen Armee gedient hat, würde diese unter normalen Umständen nicht verraten." Nathan holte tief Luft.
"Jemand, der sie allerdings bereits einmal verraten hat, würde doch auch jederzeit alles andere verraten, oder liege ich da falsch?" Er hob interessiert seine Augenbrauen.
"Ich will damit nicht andeuten, ich würde denen misstrauen, denn das ist ein Faktum. Ich will damit nur sagen, dass wir uns vielleicht in größerer Gefahr befinden, als es uns vielleicht bewusst ist." Nathan runzelte seine Stirn und sah Dylan fragend an.
"Sparrow hin und her, ich habe kein Problem mit dem Captain. Wirklich nicht." Er zuckte leicht mit der Schulter.
"Aber ist dir zufällig aufgefallen, dass dieses einstmals ansehnliche blaue Jackett ebenfalls erhebliche Ähnlichkeit mit einer Uniform hat? Meiner bescheidenen Meinung nach? Nicht dass ich je gelernt hätte, die Uniformen der Briten zu unterscheiden... oder gar zuzuordnen... aber vielleicht achtest du beim nächsten Mal darauf, wenn du dich in ihre Nähe begibst... und vielleicht machst du auch Cat besser darauf aufmerksam...!"
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 31.08.2006, 18:50
„Nur mit der Ruhe, Nathan.“
Dylan versuchte gut gelaunt zu klingen, wobei ihm das nicht ganz gelang.
„Mir ist es auch aufgefallen, wie wohl den meisten Leuten hier an Bord, auch dem Captain. Cat ist nicht dumm, das weißt du und es bedarf weitaus mehr als zwei dahergelaufene britische Offiziere, um uns alle hinters Licht zu führen. Wir wissen nicht, was mit den beiden los ist oder weshalb sie auf unserem Schiff sind. Lassen wir ihnen doch erst einmal die Gelegenheit selbst zu erzählen.“
Du meine Güte, er redete schon wie seine Mutter. Dylan verdrehte die Augen und rügte sich selbst dafür. Das hier war ein Piratenschiff, keine Kirche.
„Danach können wir sie immer noch über die Planke gehen lassen.“
Re: auf Deck
Crewman - 31.08.2006, 19:26
Dylan entlockte Nathan ein weiteres Grinsen.
"Über die Planke gehen lassen klingt gut." Antwortete er.
"Meinem beschränkten Wissen nach können die britischen Marineoffiziere nämlich nicht schwimmen." Er winkte ab.
"Alle verrückt, diese Briten, wenn du mich fragst."
Nathan schwieg geraume Zeit, und sah dann wieder zu Dylan.
"Ich werde dann mal zusehen, dass ich mich nützlich mache..." Sein Blick schweifte unruhig über das Deck.
"Und nachsehen, wo das Essen bleibt. Ist ja nicht so, dass wir ne feste Essenszeit hätten, aber der gute Juvenius ist jetzt doch schon ne ganze Weile überfällig. Vielleicht hat er bei dem Gefecht einen seiner Kochtöpfe abgekriegt." Der Pirat zwinkerte schadenfroh, und sein Blick glitt in Richtung der Kombüse.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 31.08.2006, 19:50
"Alle verrückt, diese Briten, wenn du mich fragst."
„So verrückt ist das gar nicht, die wissen eben, dass ihre eigenen Leute Feiglinge sind. Nichtschwimmer hüpfen nicht gleich beim ersten Anzeichen von Gefahr über Bord.“ erwiderte Dylan schon viel besser gelaunt.
Er wirkte auf einmal viel gelöster als zuvor. Das Gespräch mit Nathan hatte ihm gut getan. Zumindest erkannte er, dass er mit seinen Vermutungen und Spekulationen nicht allein war. Trotzdem musste er so schnell wie möglich mit Cat darüber reden, bevor sich diese Gerüchte auf dem Schiff verbreiteten.
"Ich werde dann mal zusehen, dass ich mich nützlich mache...und nachsehen, wo das Essen bleibt. Ist ja nicht so, dass wir ne feste Essenszeit hätten, aber der gute Juvenius ist jetzt doch schon ne ganze Weile überfällig. Vielleicht hat er bei dem Gefecht einen seiner Kochtöpfe abgekriegt."
Dylan nickte. „Aye, tu das. Aber ich glaube von einem normalen Kochtopf ist Juvenius Dickkopf nicht klein zu kriegen.“
Re: auf Deck
Crewman - 01.09.2006, 10:17
Nathan nickte.
"Nein, sicher nicht." Entgegnete er.
"Den alten Juvenius wirft so leicht nichts aus der Bahn..." Er zwinkerte verschmitzt.
"Viel Erfolg bei Dusty..." Fügte er hinzu, wandte sich dann gänzlich um, und verschwand unter Deck in Richtung Kombüse.
tbc: Unter Deck / Kombüse
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 01.09.2006, 18:11
Dylan dachte noch lange über Nathans Worte nach.
Sobald sich der richtige Augenblick ergab, würde er das Gespräch mit Cat suchen.
Er wollte diese ganzen Vermutungen und Spekulationen aufklären, bevor es zu größeren Tumulten an Bord kam.
Er wandte sich schließlich ab und ging zum Steuermann.
„Ich löse dich ab, Seamus.“ sagte er und stellte sich hinter das Steuerrad.
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 09.09.2006, 11:51
pp: Captain´s Room
Catherine trat an Deck, und sah sich um.
Der Wind hatte unerwartet schnell an Intensität gewonnen, und pflügte die junge Frau fast von Deck.
Sie griff nach einem Mast, und konnte der schneidenden Windböe gerade noch so entgehen.
"Holt die Segel ein!" Schrie sie aus vollen Halse.
"Na macht schon!" Fügte sie hinzu.
"Ich will Bewegung! Wird´s bald?"
Die Matrosen begannen darauf hin wie wild durcheinander, tatsächlich aber wohlkoordiniert auf dem Schiff umherzurennen, und Cat nickte leicht.
Schon besser!
"Dylan!" Rief sie nach ihrem ersten Maat, der am Steuerrad stand.
"Lass alle losen Gegenstände festzurren." Wies sie ihn an. "Wir steuern direkt in einen Sturm."
Ihre letzten Worte klangen dunkel und besorgt, denn als Catherine sich umsah, umgab sie nur Dunkelheit, obwohl es hellichter Tag war.
Wolkenwände bauschten sich überall auf, Regen prasste plötzlich auf sie herunter, und die Wellen im Meer wurden von dem Wind aufgepeitscht.
Dieser Sturm war gefährlicher, als alle Stürme, die sie je durchsegelt hatte.
"Kein Mann geht unter Deck!" Befahl sie weiter.
Unter Deck würden sie nur jämmerlich ertrinken.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 09.09.2006, 12:05
pp James und Jack: Captain's Room
Jack trat ebenfalls aus der Kajüte hervor und seine dunklen Augen richteten sich sofort auf das Grau, welches sie umgab. Still stand der Mann zuerst scheinbar unberührt vom Sturm da und sah sehnsüchtig auf die See hinaus.
"Ich weiß, du kannst mich hören, Holländer." wisperte er in seiner Kugel aus Nichts. "Ich schwöre dir, ich persönlich werde dafür sorgen, dass du so wenige Menschen wie möglich mit in den Tod reißen wirst."
Jacks Augen glänzten und seine Züge wirkten traurig aber dabei entschlossen.
Dass du mit deiner tragischen und so bitteren Existenz nur noch verstehst, anderen das selbe Leid aufzubürden. Ich spreche dabei nicht von mir, Davy, denn ich habe im Vollbesitz meines gesunden Menschenverstandes etwas weggegeben, das du schon lange nicht mehr besitzt. Aber was ist mit all den Seelen, die das Meer zu sich nehmen will und welche von dir abgefangen werden? Hundert Jahre sagst du? Tatsächlich ist es doch ein verdammtes, untotes Leben lang, denn nie... nie wirst du sie wieder freigeben.
Wie lange kreuzt du schon auf der See, Davy? Wie lange schon hast du keine Ruhe mehr empfunden? Und wie wenig interessiert dich noch, was aus den Sterblichen wird, die die See zu sich nehmen will?
Seemann... auch wenn du mich zu vernichten wünschst, ich kann für dich nicht viel mehr als Mitleid empfinden.
Manchmal.
"Ich höre lausche spüre dich, Jack Sparrow und ich warne dich drohe sage dir. Du wirst genügend Probleme haben selbst am Leben zu bleiben zu atmen dich zu bewegen zu denken. Also verspreche nicht, was du nicht halten glauben geben kannst." klang Jones' Stimme in seinem Kopf und die vielen Facetten, welche seine Worte hervorriefen, vermochte Jack kaum zu begreifen. Bei allem, was Jones nicht sein mochte, so war er doch eines: mächtig und sehr gefährlich.
In diesem Moment fegte eine Windböe auf ihn zu, riss ihn von den Beinen und ließ ihn neben die Kajütentür gegen das stabile Holz der Morning Dawn prallen.
"Hüte dich vor der Gewalt des Meeres!"
Jack rappelte sich auf und sah Cat an.
"Befehle, Captain?"
Dabei ließ nur noch das Glitzern seiner Augen, welches wohl unmöglich auszumachen war in dem Sturm Schluss auf das zu, was vorgefallen sein mochte.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 09.09.2006, 16:30
Für Dylan war es, als wäre diese Wand aus dunklen Wolken ganz plötzlich erschienen. Er hätte schwören können, dass einige Sekunden zuvor noch strahlender Sonnenschein herrschte. Wie war das bloß möglich?
Der Befehl von Cat riss ihn aus seinen Überlegungen.
"Dylan!" Rief sie nach ihrem ersten Maat, der am Steuerrad stand.
"Lass alle losen Gegenstände festzurren. Wir steuern direkt in einen Sturm."
„Aye“ brüllte er ihr zu und wies dann die Männer an, dem Befehl des Captains zu folgen.
Er selbst bemühte sich das Steuer so ruhig wie möglich zu halten, es hatte nicht viel Sinn, gegen den Sturm anzukämpfen, sie konnten jetzt nur noch versuchen, das beste aus dieser Situation zu machen.
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 09.09.2006, 16:48
Catherine überschaute kurz das Deck, um sicherzugehen dass alle ihre Befehle befolgt wurden, und hörte dann Jack an ihrer Seite.
"Befehle Captain?" Fragte er, und Cat dachte einen kurzen Augenblick an.
Ihr Blick wanderte an den Masten hinauf. Die Segel flatterten noch immer im Wind und immer wieder wurden Männer von heftigen Böen herunter geholt.
'Haltet durch!' Dachte Cat und winkte dann Jack.
"Nach oben, Jack." Antwortete sie ihm.
"Versuch, die Segel einzuholen." Ordnete sie an, wirbelte dann herum und hetzte über die Treppe in Richtung Steuer.
"Dylan, ich übernehme." Cat vertrieb ihren ersten Maat vom Steuerrad, und legte selbst Hand daran.
"Sorg du dafür, dass an Deck alles läuft wie es soll." Übergab sie ihm das Kommando über die Männer, während sie versuchte das Boot so zu halten, dass es nicht kenterte.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 09.09.2006, 17:09
Dylan trat vom Steuerrad zurück, um Cat Platz zu machen. Er sah hinunter auf das Hauptdeck und wunderte sich selbst, wie geordnet alles ablief.
Ihm blieb jedoch nicht viel Zeit um diesen Anblick zu genießen, schließlich benötigten die Männer jede helfende Hand die sie bekommen konnten.
"Sorg du dafür, dass an Deck alles läuft wie es soll."
„Aye, Captain“ erwiderte Dylan mit einem Nicken. Es erstaunte ihn jedes Mal wieder, wie diese zierliche Frau es schaffte, in den ausweglosesten Situationen die Oberhand zu behalten.
Dylan gesellte sich zu den anderen, was ganz schön schwierig war. Der Sturm und die peitschende See ließ die Männer wie kleine Spielfiguren agieren, die hin- und hergewirbelt wurden.
Am Mittelmast half Dylan den anderen dabei die Rahsegel einzuholen, was sich schwieriger darstellte, als zunächst angenommen. Das unterste Segel hatte sich irgendwo verfangen, lange würde es nicht mehr halten. Dylan sah nach oben.
"Jimmy, Butch! Wir brauchen eure Hilfe!" brüllte er zu den Männern, die an den Seilen hoch über ihnen versuchten die Segel der anderen Masten einzuholen, doch keiner von den beiden hörte ihn durch den Sturm.
Re: auf Deck
James Norrington - 09.09.2006, 17:17
James trat gemeinsam mit Jack an Deck.
Der Wind begann sofort an Kleidung und Haar zu zerren, und die kalte Luft ließ ihn frösteln.
Die Luft roch feucht, beinahe lebendig, und er gewahrte die dichten, dunklen Wolken vor ihnen.
Es schien beinahe so, als würden sie sich im Auge eines Sturmes befinden, doch bei ihnen war es nicht ruhig, sondern so chaotisch, wie es im Inneren eines Sturmes nicht sein sollte.
Er richtete seinen Blick zum Himmel, doch statt des erwarteten blauen Himmels blickte er in ein endloses Grau.
Dieser Sturm war gigantisch!
Er hörte über den Wind hinweg Stimmen die Befehle riefen, und doch hörte er sie auch wieder nicht.
Es war seltsam.
Gischt spritzte über sein Gesicht, und langsam wanderte seine Hand zu seinem Gesicht.
Die Zeit schien stehenzubleiben, schien sich zu wiederholen und doch wieder nicht!
"Commodore, wir müssen umkehren! Wir können nicht durch den Sturm hindurchsegeln"
James ballte seine Hände zu Fäusten.
Er trat einen Schritt nach vorne, und eine Windböe erfasste ihn hart, und schleuderte ihn gegen die Reling.
"Zurück! Wir müssen... umkehren!" Rief James, zuerst heiser, dann lauter, doch niemand achtete auf ihn.
Er wurde erneut herumgerissen, und irgendeiner der Crewmanner sah ihn mit funkelnden Augen an.
"Wohin denn?" Zischte der Mann, und deutete hinter das Schiff, so dass James sehen konnte, dass sich der Sturm wie ein Kreis um das Schiff zog.
Es gab keinen Weg zurück.
Der Crewman hastete weiter, und ließ Norrington zurück.
Die Augen des Engländers weiteten sich, als er begriff, was das alles bedeutete.
Dann kehrte Ruhe in ihn ein.
Vielleicht war dies die Antwort auf seine Fragen.
Vielleicht war dies Gottes Antwort auf seine Sünden.
Vielleicht bedeutete es auch einfach nur gar nichts.
So viele Gedanken strömten durch seinen Kopf, als er sich über Deck kämpfte, um sich letztendlich am Bug des Schiffes aufzubauen.
Er legte die Hände auf die Reling und starrte nach vorne, ganz so, wie er es bei der Interceptor getan hatte, bevor sie gesunken war.
Willst du mich holen, Nordwind?
Willst du einfordern, was dir eigentlich schon lange gehört?
Hast du mich verschont, um mich vorzuführen?
Stürmische, unbarmherzige See, die du keine Gnade kennst.
Willst du deinen Sohn nun zu dir nehmen?
Soll ich eins werden mit dir?
Hier bin ich.
James Norrington breitete langsam die Arme zur Seite aus, so als könnte er Fliegen, und selbst der heftige Wind, der ihm ins Gesicht schlug, konnte ihn nicht aus der Balance bringen.
Set me free.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 09.09.2006, 17:42
Jack nickte und begann dann über das Deck in Richtung Takelage zu taumeln. Das Schiff wurde hin und hergeworfen und so fiel es dem wackeren Kapitän gar nicht so einfach auf seinen beiden Beinen zu bleiben. Dennoch tat er es mit einer Geschicklichkeit, die kaum zu erklären war und starrte dem Wind trotzig entgegen.
Wasser spritzte über die Reling und durchnässte ihn bis auf die Knochen. Jacks Knie ächzte unter der neuerlichen Belastung, die sein Besitzer ihm aufbürdete. Der Kapitän biss die Zähne zusammen und streckte die schlanken, aber kräftigen, von der Sonne gebräunten Hände in Richtung Taue aus, um damit zu beginnen in die Takelage zu klettern.
Er hielt inne.
Phantomhaft und zugleich auf grauenhafte Weise heroisch erhob sich eine schlanke Gestalt im Bug des Schiffes und verstärkte den geisterhaften, unnatürlichen Eindruck, den der Sturm um sie herum hervorrief.
Jack schüttelte den Kopf, während er betrachtete, wie der Wind an Jacke und Haaren des Fremden riss und ihn damit nur noch verwegener zu machen schien, als er sich ohnehin in den letzten Monaten gesehen hatte.
"Ach, Junge." murmelte der Pirat, löste die Hände wieder von den Tauen und kämpfte sich nach vorne in Richtung Bug.
"Norrington!" schrie er gegen den Sturm an. "Was tut Ihr? Stürmen präsentiert man sich nicht! Stürmen bietet man einen vernünftigen Kampf! Es sei denn, sie sind von einem krakengesichtigen Ungeheuer geschickt! Dann tritt man ihnen nur in den Hintern!"
Der Mann regte sich nicht, sondern verharrte, wo er war und Jack schüttelte erneut den Kopf. Vielleicht sah Norrington sich durch diesen Sturm bestraft an, doch das konnte der Pirat dieses Mal mit Sicherheit ausschließen. Das war keine göttliche Fügung oder Laune der Natur. Das war Davy Jones' Zorn.
Jacks Kopf fuhr zur Seite und er gewahrte eine riesige Welle auf das Schiff zurollen. Panisch sprang er nach vorne, rutschte aus und knallte auf die Planken. Der Kapitän rappelte sich wieder hoch und gerade als die Welle über dem Schiff zusammenbrach, schaffte er es Norringtons Hand zu ergeifen, bevor die Wucht des Aufpralls den Mann von den Beinen riss und über Deck zu spülen drohte. Jack schlidderte von Norrington mitgerissen über die Planken, bis er gegen die Reling knallte, während der Offizier über Bord ging.
Sparrow schrie, als ein heftiger Ruck durch seinen Arm ging, dachte aber nicht im Geringsten daran den Mann loszulassen.
"Norrington!" rief er stattdessen in der Hoffnung den Mann endlich aus seiner Trance zu reißen. "Verflucht, reißt Euch zusammen!"
Jack erinnerte sich an Jones' Stimme in seinen Gedanken und er schauderte. So viele Matrosen würden ertrinken und so wenig konnte er selbst tun. Jetzt aber hatte er die Gelegenheit und die Motivation dazu.
Seine dunklen Augen öffneten sich und sahen nach unten zu dem Mann, dessen einzige Lebensversicherung er selbst war.
"Norrington..." rief er herunter. "James!"
Der Wind schien ein klein wenig zu verstummen, auch wenn das unmöglich schien. "James, kommt zu Euch! Ihr habt einen Kampf auszufechten. Jetzt! Ihr haltet Euch für einen schwachen Menschen... ich tue das nicht. Aber wenn Ihr Euch jetzt nicht besinnt und aufgebt, dann werde ich meine Meinung wohl ändern müssen! Gebt Euch nicht verloren... ich werde es auch nicht tun! Und Euch schon gar nicht loslassen, klar soweit?!"
Ein Krachen ließ Jack zusammenfahren. Er spürte wie seine Kräfte nachließen.
"Bei Gott, so helft mir doch." dachte der Pirat und sah hinunter zu dem Offizier, der noch immer an seiner Hand hing und den loszulassen er nicht gewillt war, während alte Wunden wieder aufrissen, Blut sein Hemd durchtränkte und damit begann über Norringtons Hand zu laufen.
Re: auf Deck
James Norrington - 09.09.2006, 19:29
Der Wind trug eine Stimme aus weiter Ferne an Norringtons Ohr, doch er lauschte ihr nicht.
Das Lied, welches das Meer für ihn sang klang weit verlockender als der Schrei, welcher von dem Getöse um ihn herum beinahe verschluckt wurde.
„Hier bin ich.“ Murmelte er leise, und schloss dabei die eindrucksvollen blauen Augen.
„Komm zu mir…“ Flüsterte eine raue, dunkle und doch verlockend klingende Stimme.
Save in my arms
„Lass los. Lass die Vergangenheit hinter dir. Sei frei. Hab keine Angst.“
James spürte, wie er langsam nach vorne kippte.
You´ll be only sleeping.
Don´t fear.
Don´t hope.
Let the sea hold you tight.
Don´t be scared of the night.
“Hier bin ich.” Murmelte er erneut, bereit, dem Wind zu folgen, der an ihm zerrte.
Er ließ zu, dass der Wind ihn ergriff, um ihn mit sich zu nehmen, doch im selben Augenblick, als eine der riesigen Wellen über ihm zusammenschlug, um ihn fort zu tragen, spürte er, wie jemand nach seinem Handgelenk griff.
Er hatte keine Zeit mehr zu reagieren. Das Wasser brach mit einer Wucht über ihm zusammen, die es ihm unmöglich machte, überhaupt etwas zu tun.
Er schlitterte über die Schiffsplanken, knallte hart gegen die Reling, und wurde vom Wind über die hölzerne Planke befördert.
Let go, my child,
Let go my son.
Don´t fear the end
It has not begun.
James spürte, wie er den Halt verlor, und erwartete halb, sic him tosenden Meer wieder zu finden.
Stattdessen hörte er einen Schrei und spürte dann einen Ruck.
Der feste Griff um sein Handgelenk hatte sich nicht gelockert.
Wellen peitschten unter seinen Füßen und Wasser spritzte ihm wieder und wieder ins Gesicht.
Er konnte das Salz auf seinen Lippen schmecken und einen moment lang sehnte er sich wirklich danach, einfach zu fallen.
Aber die Hand ließ nicht los.
James hörte, wie jemand seinen Namen rief, ordnete die Stimme Sparrow zu und sah wieder auf die dunkle See herab.
„Lasst mich los…“ Flüsterte er leise, ohne sich dessen bewusst zu sein, dass der Captain ihn nicht würde hören können.
Return to me…
Surrender, my son
To the ocean.
Sparrow kämpfte gegen den Sturm an, und es gelang ihm, seine Stimme über das Brausen des Windes zu erheben.
Ein Kampf, Jack? Welcher Kampf will denn noch ausgefochten werden?
Warum nicht der süßen Verlockung folgen, wenn das Leben nichts hat, wofür es sich zu kämpfen lohnt?
Wofür lebt Ihr?
„Aber wenn Ihr Euch jetzt nicht besinnt und aufgebt, dann werde ich meine Meinung wohl ändern müssen!“
Ein kehliges Lachen entrann sich Norringtons Kehle, doch der Wind wehte es fort, bevor es gehört werden konnte.
Wann hat mich Eure Meinung je gekümmert? Warum glaubt Ihr, könnte sie wichtig für mich sein?
Ich weiß, wer ich bin.
Ich weiß, was ich getan habe.
Und ich weiß, was ich tue.
Oder nicht?
Die Wellen schlugen gegen den Bug des Schiffes, und krachten mit lauten Getöse auf das Holz. Eine Träne suchte sich ihren Weg über die Wange des Mannes, und ungesehen wurde sie eins mit dem Meer.
„Gebt Euch nicht verloren... ich werde es auch nicht tun! Und Euch schon gar nicht loslassen, klar soweit?!"
Norrington hörte die letzten Worte des Piraten verklingen, trotz des heftigen Windes, der um seine Ohren pfiff.
Wasser rann seine Hand entlang, doch als es auf seine Kleidung tropfte bemerkte er, dass es rot war.
Blut?
Blut, Jack?
Wofür?
Blutet Ihr für mich?
Wir sind quitt, Captain.
Ihr schuldet mir nichts.
Und doch lasst Ihr nicht los.
Jack!
Er fühlte, wie die Hand, die ihn festhielt, langsam an Kraft verließ.
Gleich würde er frei sein.
Und fallen.
Und das Wasser würde ihn umspülen und ihn in sich aufnehmen.
Eine weitere Welle erfasste den Offizier und drohte ihn mit sich zu reißen.
Und James fasste einen Entschluss.
Er griff mit der anderen Hand nach oben, und fasste den Arm, der ihn festhielt, mit aller Kraft, die ihm verblieb.
Langsam, gegen die Wellen und den Wind, versuchte er sich hochzuziehen.
Seine Hand griff nach einer hölzernen Planken, und er bemerkte, dass ihm eine weitere Hand unter die Arme griff, um ihn zurück an Bord zu ziehen.
„Entschuldigt…“ Murmelte er leise, und das Wasser, welches Gesicht und Kleidung durchnässt hatte machten die Tränen unsichtbar, die über sein Gesicht geronnen waren
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 09.09.2006, 19:42
Es war aussichtslos. Dylan hätte hier stehen bleiben können um sich die Seele aus dem Leibe zu brüllen, die Männer hoch oben in den Takelagen hörten ihn nicht.
Der Sturm war einfach zu heftig.
Dylan griff sich eins der Taue, doch in diesem Moment war ein lautes Geräusch zu hören und der Stag mit dem Großsegel brach herab.
„Weg da Jungs!“ brüllte Dylan den anderen zu. Er selbst versuchte die Flucht Richtung Achterdeck, wurde jedoch dabei gegen den hinteren Mast geschleudert.
Als er wieder auf die Beine kam, versperrte ein Großteil des Segels die Sicht Richtung Bug.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 09.09.2006, 19:55
Die Lider der dunklen Augen senkten sich ein wenig, so dass sie den Blick Jacks vor Norrington verborgen. Langsam ließ der Kapitän den Seemann wieder los. In dem Sturm, der um sie herum tobte, verloren die beiden Gestalten an Wichtigkeit.
Jack öffnete die Augen schließlich wieder vollständig und sah Norrington an. In ihnen spiegelten sich die Erfahrungen von Leid und Verlust, Kummer, Zorn und Freude.
"Entschuldigt Euch nicht für Ehrlichkeit, James." entgegnete er. "Ich sehe etwas in Euch, das Ihr vielleicht im Moment nicht sehen könnt. Ihr treibt auf dem Meer und dass Ihr meine Hand nicht wollt, kann ich verstehen. Ich bin sicherlich nicht der beste Mensch anderen zu helfen. Dennoch gibt es etwas, für das Ihr kämpfen solltet, James. Und wenn Ihr es nicht tut, werde ich es für eine Weile für Euch übernehmen."
Jacks Augen wirkten ernst, auch wenn wohl ungeklärt bleiben würde, woher sie diese Empfindung und die Fähigkeit nahmen sie so tiefgründig und eindrucksvoll schimmern zu lassen.
"Kämpft für Euch selbst."
Eine Welle schlug auf das Deck und hüllte den Kapitän ein, der jedoch vollkommen unbewegt blieb und nicht einmal ins Straucheln gelangte. Er stauchelte nicht mehr, auch wenn er daran arbeitete der Welt permanent etwas anderes zu präasentieren. Er stolperte mit nichts durch das Leben und besaß dabei doch so viel mehr als andere es taten, war dabei in seinem Gang so viel sicherer als viele andere Menschen.
"Ihr seid es wert, Schmerz auf Euch zu nehmen. Keine Persönlichkeit hat verdient, dass man sie aufgibt, weil sie etwas getan hat, was nur menschlich ist. Sich einmal im Leben selbst zu enttäuschen. Nehmt Euch nicht die Möglichkeit Euch zu beweisen, dass Ihr noch etwas anderes seid. Ein aufrechter, ehrlicher Mensch."
Der Kopf des Piraten fuhr herum, als er einen Schrei hörte und die Miene des Mannes wurde ernst und besorgt.
Die Matrosen in der Takelage waren noch halbe Kinder. Sie brauchten dringend Hilfe!
"Haltet durch." wisperte Jack, legte Norrington ein letztes Mal die Hand auf die Schulter und stemmte sich dann gegen den Wind, um in die Takelage zu gelangen.
Zu spät erkannte der Kapitän die Gefahr, welche vom Großsegel ausging, schrie auf, als plötzlich das Konstrukt haltlos in der Luft zu hängen und dann auf ihn hernieder zu regnen schien.
Jack warf sich herum, hechtete auf den Ex-Offizier zu und riss ihn mit sich in Richtung Bordwand, wo sie zumindest einigermaßen vor den herabregnenden Holzteilen Schutz suchen konnten, da sie flache Nischen bot, in welche sie sich heineinmanövrieren konnten.
Re: auf Deck
James Norrington - 09.09.2006, 21:06
James hielt den Blick gesenkt, sah auf die hölzernen Bretter unter ihnen, und nicht auf den Captain, der erschöpft atmend neben ihm auf dem Boden saß.
Er spürte die Augen des Mannes auf ihm ruhen, wagte es jedoch zunächst nicht aufzusehen.
Was würde er in Jacks Augen finden?
Was konnte Jack ihm geben?
Was hoffte er dort zu finden?
Ich werde es erst wissen, wenn ich den Mut aufbringen kann, nicht wahr?
Langsam hob James seinen Blick an, langsam sah er in die braunen Augen, und was er dort sah, wunderte ihn doch sehr.
Jack schien zu verstehen.
Schmerz... Kummer... Leid... schienen ihm nicht unbekannt.
Wer traute Jack Sparrow das zu?
Wer glaubte, dass Jack so gut nachempfinden, so gut verstehen konnte...?
Die braunen Augen sagten so vieles mehr, als Worte es konnten, und doch waren es die Worte, die Milde in der Stimme des Kapitäns, die sich wie Balsam über die Wunden legte, von denen James bislang nicht einmal gewusst hatte, dass sie dagewesen waren.
"Kämpft für Euch selbst." Jacks Augen funkelten tiefgründig, und Norrington konnte nicht anders, als leicht zu nicken.
Es war eine Aufgabe.
Eine Herausforderung.
Etwas, das er Jack schuldig war.
Etwas, das ich mir selbst schuldig bin.
Und so befremdend es auch klingen mag, Ihr seid es, die mir den Glauben an etwas zurückgegeben habt, das ich bereits verloren glaubte.
Ihr seid an meiner Seite, wenn die See mich zu verschlingen droht.
Ihr alleine. Und das, obwohl Ihr der Letzte seid, denn ich dort erwarten würde.
Sparrow legte ihm die Hand auf die Schulter und löste sich dann von ihm, um auf dem Schiff zu helfen, wo er helfen konnte.
James derweil versuchte wieder Herr seiner Selbst zu werden.
Er schob die Gedanken, die ihn lähmte.... die leise Stimme, die ihm zuflüsterte, beiseite und versuchte sich auf das zu konzentrieren, was noch vor ihm lag.
Ein lautes Krachen verkündete nichts Gutes, und beinahe im selben Augenblick noch wurde Norrington erneut von den Füßen gerissen, nur um sich mit Jack zusammen unter der Bordwand wiederzufinden.
Er stieß einen unartikulierten Laut aus, und schüttelte den Kopf, als wolle er ihn wieder freibekommen.
Um sie herum fielen Holzsplitter zu Boden, die sie nur knapp verfehlten.
Norrington sah auf, versuchte zu überblicken was geschehen war, und sprang dann erstaunlich schnell wieder auf die Beine.
Er zog Jack neben sich hoch und wartete, bis dieser wieder sicher - so sicher es bei dem Wind eben ging - stand.
"Der Hauptmast." Rief er atmlos. "Es hat den Hauptmast erwischt."
Das war schlecht. Das Schiff würde nicht weiter segeln können, selbst wenn es den Sturm überstand.
Reparaturen würden unausweichlich sein.
Er sah, wie Sparrow sich durch den Holzregen hindurch manövrierte, dabei dem Holzhagel auszuweichen versuchte, und auf die Männer zuhielt, die weniger Glück hatten.
Ohne weiter zu zögern folgte Norrington ihm, um ihm und vorallem den Männern zu helfen.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 10.09.2006, 00:31
Jack taumelte durch den Holzregen hindurch auf die gefallenen Matrosen zu. "Nein, Davy. Nein!" wisperte der Kapitän, welcher eine ganz eigene Rechnung in diesem Sturm zu begleichen hatte.
Ein grausiges Lachen durchdrang Jacks Gedanken, als er bei dem ersten Matrosen niederkniete. Von den Hüften abwärts hatte ihn ein schweres Trümmerstück quasi vollkommen zerquetscht und dass er noch lebte, war nur einer sehr üblen Laune des Schicksals zu verdanken.
Wässrige Augen sahen Jack verzweifelt an. Der Mann hatte noch nicht begriffen, dass er tot war. Sparrow ergriff vorsichtig die linke, unversehrte Hand und strich dem Mann eine Haarsträhne aus dem Gesicht, welches sich zunehmend mit Panik füllte.
"Wie ist dein Name, Junge?" fragte Jack leise.
"S... Sam."
"Sam... mhhhh... ein einfacher, guter Name." Jack sah ihn an und lächelte kurz. "Ich werde ihn nicht vergessen."
"Helft mir!" wisperte der Mann und der Pirat nickte.
"Das werde ich, Sohn." Eine Träne rann dem Kapitän aus dem Auge. "Leb wohl, Sam."
Mit diesen Worten glitt die kurze, scharfe Dolchklinge direkt in das Herz des sterbenden Matrosen, dessen Nerven kurz davor standen, ihm zu signalisiseren, dass sein Unterkörper fehlte. Bevor es soweit sein konnte jedoch, hielt Sparrow das Herz des Mannes an.
Jack stieß einen unartikulierten Laut der Qual aus, bevor er den Körper freigab, der mit der nächsten Welle von Bord getragen wurde und der See anheim fiel.
"Du kannst nicht alle retten bewahren schonen! Gib es auf, Jack Sparrow Schuldner Lügner Verräter!" hallte eine verzerrte Stimme durch das Tosen des Sturms und ein Blitz zerriss die Dunkelheit.
Der Pirat gab keine Antwort, sondern hechtete zu dem nächsten gefallenen Matrosen und begann verletzte Körper von Holz, Tuch und Seilen zu befreien.
Tränen liefen über das asketische Gesicht, dessen einziger Beobachter jedoch nichts anderes als Hohn für sie übrig hatte.
"Schmerz Leid Qual Strafe ist das einzige, was ich noch zu empfinden vermag, aber es erfreut meine schwarze Seele zu sehen betrachten beobachten, dass es dir beizeiten nicht anders geht, Sterblicher Mensch Lebewesen."
Auch darauf gab Jack keine Antwort, sondern fuhr damit fort, die verletzten Matrosen zu bergen. Seine Hände arbeiteten geschickt und schnell, das Auge war scharf und geübt.
Die See um sie herum schien zu kochen, so sehr brodelte die weiße Gischt. Der Sturm schien von fremden Dämonen zu erzählen und ihre Stimmen kreischten unheilverkündend über der Morning Dawn.
Jack wusste, dass das, was er als dämonische Schreie ansah, nur das Jammern der Verletzten war. Was machte das jedoch für einen Unterschied? In seinem Fall wünschte er sich beides nicht hören zu müssen.
Jacks dunkle Augen weiteten sich kurz, als er steuerbord einen Streifen Licht- Feuerschein? (Insider Tschuldigung)- zu erkennen glaubte. Sekunden zogen dahin, bevor sich der Mann herumwarf und durch hektische Gesten Cat davon in Kenntnis zu setzen versuchte, welchen Kurs sie zumindest versuchen sollte, einzuschlagen.
Strauchelnd und stolpernd versuchte er sich über das versehrte Deck zu kämpfen, als ihm klar wurde, dass sie ihn nicht bemerkte. Jack schlidderte und schlingerte, musste aufpassen nicht über Bord gesogen zu werden und schaffte es schließlich sich soweit zu nähern, dass er in Cats Blickfeld kam.
Er machte drei eindeutige Zeichen, die nichts anderes als Kurs Steuerbord Sturmende bedeuteten und wandte sich dann erneut ab, um dem Schiff Hilfe sein zu können, wo es möglich war.
Ein Matrose schlingerte an ihm vorbei und geistesgegenwärtig griff Jack zu. Als er den Mann auf die Beine zog, glaubte er das Gesicht von ihm als eines derjenigen zu erkennen, die ihm einst zu einer dramatischen Flucht verholfen hatten, doch es blieb ihm kaum Zeit darüber nachzudenken, denn schon eine weitere Welle schüttelte die Morning Dawn durch.
"Die See Meer Macht Gewalt bin ich!" hallte es durch Jacks Kopf, als er von den Beinen gerissen und über Deck gespült wurde. Verzweifelt versuchte der Kapitän nach etwas zu greifen, riss sich dabei seine Verbände ab und die Hände auf, wurde gegen die Reling geschleudert und rang nach Atem.
Etwas schweres landete auf ihm und ein heißer Schmerz schoss durch das verletzte Knie. Jack ballte die Hand zur Faust und unterdrückte einen Schrei. Er versuchte sich zu drehen und zu identifizieren, was auf ihm gelandet war, doch seine Bewegungsfreiheit war deutlich eingeschränkt.
Hinter dem Vorhang aus Regen sah er die Matrosen über Deck stolpern und versuchen ihren Aufgaben noch irgendwie nachzukommen, doch nicht einer schien ihn zu bemerken.
"Ich kriege dich, Jack Sparrow. Ich kriege dich. Auf die eine oder andere Weise..."
Das Wasser schien unnatürlich heftig an ihm zu zerren und Jack spürte wie er zunehmend den Halt verlor. Gefangen unter der schweren Holzplanke versuchte er mit Hilfe seiner Hände sich nach vorne zu arbeiten. Nägel brachen ab und splitterten. Wo die Haut noch unversehrt war, rissen jetzt Splitter kleine Wunden, doch dem Kapitän war alles lieber, als über Bord gehen zu müssen.
Er schrie auf, als das schwarze Mal zu brennen begann und einem ungehörten Rufen gehorchen zu wollen schien.
"Hör auf damit, du blödes Ding!" fluchte Jack. "Ich bin weder halb, noch ganz tot, also sei gefälligst still, klar?!"
Tatsächlich schien das Ding mit dem Erstarken seiner Entschlossenheit in seine Schranken gewiesen zu werden und hörte auf sich irgendwie bemerkbar zu machen.
Der Wind wehte ihm gehässig weitere Trümmerstücke entgegen, die Jack am Boden liegend kaum abwehren konnte. Die Elemente hassten ihn tatsächlich.
Doch plötzlich...
War alles vorbei.
Schweigen umfing die Morning Dawn, als sich das Schiff ohne ersichtliche Erklärung plötzlich wieder auf spiegelglatter Meeresoberfläche zu befinden schien und die Sonne unschuldig hinter ein paar weißen, bauschigen Wolken hervorzulugen begann.
"Tolle Nummer, Davy!" murmelte Jack sarkastisch. "Wirklich ganz groß, Junge."
Mit diesen Worten ließ er den Kopf auf die Holzplanken sinken und schloss die Augen. Den zu Krallen geformten Händen erlaubte er es sich zu entspannen.
Es war vorbei.
Re: auf Deck
James Norrington - 10.09.2006, 01:23
James kümmerte sich nicht darum, was Jack tat, und tat es ihm dennoch irgendwie gleich.
Er hastete zu den schreienden Männern, die der Mast unter sich begraben hatte, so wie es all die anderen glücklichen tate, die nicht von dem schweren Holz erschlagen worden waren.
Gemeinsam stemmten sie schwere Holzteile in die Höhe, so dass jene, die darunter gefangen waren, entkommen konnten.
Norrington sah zahlreiche blutende Wunden, zertrümmerte Hände, und Männer, die sich kaum auf den Beinen zu halten vermochten.
Sie litten!
Hatten Schmerzen, doch kein einziger von ihnen beklagte sich.
Und er hatte sich von der See verschlingen lassen wollen?
Er, der er sich soviel glücklicher schätzen konnte, als jene Männer, deren Seelen die See in unbarmherzigen Kampf bereits gefordert hatte?
Woher nahm er sich das Recht?
Norrington schüttelte leicht den Kopf, als einer der Matrosen an ihm vorbeihumpelte.
Er entdeckte einen weiteren Mann, der einklemmt zwischen Mast und Deck lag, und flehentlich um Hilfe rief.
Sofort machte er sich daran, den Mast anzuheben, doch alleine konnte er das schwere Holz keinen Milimeter bewegen.
"Helft mir!" Rief er über Deck, niemand bestimmtem zu, aber dennoch wurde er gehört, und tatsächlich gesellten sich zwei Männer zu ihm, die ihm dabei halfen, den Mann zu bergen.
Erschöpft ließen sie den Mast wieder sinken, als sie den Matrosen befreit hatten, und James schöpfte nach Atem.
Der Sturm wollte nicht abbreißen, und zweifelnd blickte sich der Engländer um.
Das war kein normaler Sturm.
Er kam aus dem nichts, und war gewaltiger als alles, was er je erlebt hatte.
Das Schiff wendete plötzlich hart nach Steuerbord, und James konnte sich gerade noch ein Tau angeln, so dass er zwar von den Beinen, aber nicht von Bord gespült wurde, als das Schiff das unvorhergesehene Manöver beging.
Von irgendwoher drang Jack Sparrows Stimme zu ihm herüber, erst undeutlich und vom Wind verzerrt, dann plötzlich außerordentlich klar, und gerade als der ehemalige Commodore in etwa die Richtung ausmachen konnte, aus welcher sie kam, begannen milde Sonnenstrahlen seine Haut zu kitzeln.
Er blinzelte, schirmte die Augen mit der Hand ab, und sah sich um.
Das Meer war nicht mehr und nicht weniger als eine glänzende, glatte Oberfläche, die schweren Wolken hatten sich verzogen, und nichts deutete daraufhin dass hier noch vor Sekunden ein Jahrhundersturm getobt hatte.
Dieser Sturm war kein normaler Sturm.
Oh nein.
Ohne weiter nachzudenken schlug James die Richtung ein, welche er kurz zuvor ausgemacht hatte.
Unter einigen Brettern und anderem losen Gebälk entdeckte er ein weißes Hemd und zwei verbundene, aber dennoch geschunden aussehende Hände.
Er beugte sich zu der Holzplanke herab, und brauchte all seine Kräfte, um sie zur Seite zu bewegen, doch letzten Endes gelang es ihm.
Mit neu gewonnener Anerkennung betrachtete er den Piraten zu seinen Füßen, um ihm dann stumm die Hand zu reichen.
Als Jack wieder auf den Beinen stand, ließ er seinen Blick über das Deck schweifen.
Überall sah er verletzte Männer, der Hauptmast lag noch immer quer über das Deck verteilt, und es war ganz offensichtlich, dass das Schiff so nicht mehr lange durchhalten würde.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 10.09.2006, 10:23
Jack ergriff die Hand Norringtons und ließ sich aufhelfen. Sein gesamter Körper brannte von dem Kraftaufwand, den er geleistet hatte und er wusste, dass es den anderen Männern nicht besser ging. Sie waren alle am Ende, doch sie mussten weiter reisen, wenn sie überleben wollten.
Jack wandte sich vorsichtig um und sah in die Richtung, wo der Sturm wohl liegen mochte. Sein Blick war ernst und versunken, richtete sich auf einen Horizont, der nicht zu sehen war.
"Ich kriege dich am Schlafittchen, Davy Jones." murmelte er und spöttisch wehte ihm der Wind eine Haarsträhne ins Gesicht.
Blut tropfte von seinen Händen auf die Planken, als er sie zu Fäusten ballte und kurz den Kopf senkte. Es gab keinen Gewinner, doch er war am Leben und Norrington war es auch. Cat und viele andere ebenso. Daher gab es aus seiner Sicht auch keine Verlierer. Jack blickte über die Reling und das Wasser unter ihm schien Gesichter zu formen, dessen leere Augen zu ihm hochsahen. Hoffentlich gab es keine Verlierer. Hoffentlich waren all die jungen Menschen tot von Bord gegangen. Hoffentlich würde der Holländer keine Ausbeute haben.
Würde es etwas ändern, wenn er seine Seele gab? Vermutlich nicht. So arrogant konnte selbst er nicht sein. Es war Davys Bestimmung Tod und Elend über die Mannschaft eines jeden Schiffes der Karibik zu bringen. Daran würde sein unbedeutender Handel nichts ändern.
Jack kniff die Augen zusammen, als er unter sich etwas zu sehen schien.
Goldenes Schimmern...
Er wandte sich um und wollte auf Cat zumarschieren, doch der Anblick der Verwüstung ließ ihn innehalten.
Das Schiff war schwer angeschlagen. Überall war das Wimmern von Verletzten zu hören. Es war ein Szenario des Grauens.
Jack machte einen Schritt nach vorne und taumelte, als sein verletztes Bein unter ihm nachzugeben drohte. Der Pirat biss die Zähne aufeinander und murmelte zu Norrington: "Ich bin gleich wieder da."
Er torkelte in Richtung Achterdeck, wo er Cat stoisch und mit maskenhaftem Gesicht über das Deck blicken sah.
Er kämpfte sich die Treppe hinauf und trat neben sie an das Steuer. Vorsichtig legte er ihr eine Hand auf die Schulter und wartete, bis sie selbst dazu bereit war ein Gespräch zu beginnen.
"Steuerbord von uns liegen die Goldriffe, Catherine." sagte er leise. "Das heißt, wenn du einen Kurs Nord Nordosten einschlägst, wirst du zu einer Inselgruppe gelangen können... die allerdings gemeinhin als unentdeckt gilt."
Jack lächelte nicht. "Ich selbst habe die Pearl dort einmal Kiel holen lassen, allerdings nicht die Gelegenheit genutzt mir das Eiland genauer anzusehen. Die Crew war mir zu... unruhig."
Re: auf Deck
James Norrington - 10.09.2006, 10:46
Norrington nickte unmerklich.
Er sah an Sparrow herab, bemerkte die rötlichen Verfärbungen auf dessen Kleidung und wusste, dass die kaum verheilten Wunden wieder aufgebrochen waren.
Aber Sparrow beklagte sich nicht.
Stattdessen hüpfte - oder humpelte, wie man es auch bezeichnen mochte - er in Richtung Achterdeck davon.
James entschied, dass es endlich Zeit wurde, sich wirklich nützlich zu machen, und schritt auf den ersten wimmernden Verletzten zu, den er sah.
Er kannte sich ein klein wenig mit derlei Dingen aus, vielleicht konnte er den ein oder anderen Schmerz lindern.
"Bringt die Verletzten unter Deck!" Rief er den anderen Männern zu.
"Richtet Eimer mit sauberem Wasser, Decken, und irgendetwas, was als Verbandszeug dienen kann." Wandte er sich an die Matrosen, die auf Deck umher wuselten.
tbc: Unter Deck
Cat stand noch immer ziemlich regungslos am Steuerrad ihres Schiffes.
Der Sturm hatte sie nicht von dort fortgetragen, obwohl er es mit nahezu unfassbarer Gewalt versucht hatte.
Sie war noch am Leben, und sie stand noch immer am Steuer eines Schiffes.
Ihres Schiffes.
Oder dessen, was von der Morning Dawn übrig geblieben war.
Das leise Wimmern der Matrosen drang an ihr Ohr und ließ sie weiter schweigen.
Da war kein Siegesschrei, kein freudiger Triumph.
Sie hatten überlebt, aber es gab Verluste.
Sie hatten sich mit einer Naturgewalt angelegt, die nicht natürlich war, und sie hatten die Auseinandersetzung überstanden.
Es gab kein gewinnen oder verlieren.
Nur überleben oder sterben.
Nun wusste sie, worauf sie sich eingelassen hatte.
Mit Jack Sparrow mochte sie sich den Teufel an Bord geholt haben.
Sie mochte Jones Zorn auf das Schiff gelenkt haben, und sie mochte diesen Sturm in Kauf genommen zu haben.
Aber sie bereute es nicht, einem Freund geholfen zu haben.
Und auch wenn der Tod ihrer Männer sie schmerzte, wusste sie tief in ihrem Inneren, dass sie ihre Entscheidung wieder auf die gleiche Weise fällen würde.
Eine Hand legte sich auf ihre Schulter, und langsam, im Takt der Wellen die gegen die Bordwand brandeten, wurden ihre ihre Zweifel und der Schmerz weggespült.
Sie sah zur Seite, blickte in Jacks Gesicht, und wusste instinktiv, das er ihre Gedanken vielleicht erraten mochte.
Er begann vorsichtig zu sprechen, und Cat nickte.
"Aye."
Sie ließ das Steuerrad geschickt durch ihre Finger gleiten, und schwerfällig begann das Schiff seine Fahrtrichtung zu ändern.
Sie spürte ohne zu sehen, dass Jack noch immer neben ihr stand, und sog tief Luft ein.
"Jack." Begann sie leise, ohne ihn dabei anzusehen.
"Du weißt, dass meine Entscheidung immer die gleiche bleiben wird."
Sie blickte zur Seite, in sein Gesicht, und obwohl sich noch immer das Entsetzen des Sturmes in ihren Zügen spiegelte, brannte in ihren Augen das Feuer der Entschlossenheit, welches auch tausend Stürme der gleichen Art nicht würden ersticken oder auslöschen können.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 10.09.2006, 11:15
Jack schwieg, nickte aber schließlich.
"Ich weiß." entgegnete er. "Und ich bin dankbar, dass es so ist."
Der Pirat machte sich keine Illusionen. Ohne die Hilfe der wenigen Menschen, die ihn oder seine Ziele schätzten, wäre er längst tot gewesen. Zwar taumelte er normalerweise vor sich hin ohne nach rechts oder links zu sehen, doch tat er dies für gewöhnlich nur dann, wenn ihn nicht einer seiner wenigen Gefährten begleitete.
Der Pirat nickte ein weiteres Mal und kämpfte sich dann zurück zu den Seemännern, um Verletzte unter Deck zu tragen so gut es ging. Er versuchte den Geruch zu ignorieren, der sich schon jetzt wie ein Vorbote des aussichtslosen Kampfes gegen Entzündungen und Vergiftungen über das Deck zu schleichen schien, achtete darauf die Schwerverletzten in der Rangfolge nach vorne zu stellen und Wunden nicht mehr zu verschmutzen als nötig. Von Versorgung verstand er nur wenig und erlaubte sich daher nicht auch dort nützlich zu sein.
Er verband sich selbst so, dass er für die anderen wohl erst einmal keine Gefahr darstellen mochte, spürte das protestierende Pochen und Klopfen um die Wunden herum, welches ihm verriet, dass sein Körper ähnlich wie sein Wille zuvor den Eindringlingen den Kampf ansagte und lächelte kurz.
Jack sah Norrington unter Deck zwischen den Verletzten hin und hereilen und die geschickten Hände des Mannes Wunden verbinden, wo er verbinden konnte und Verbandszeug fand.
Der Kapitän nickte und schritt zurück an Deck, wo die Unverletzten bereits mit Aufräumarbeiten begannen und stumm schloss sich der Pirat auf dieser Aufgabe an.
Trümmer wurden beiseite geschafft und alles, was noch irgendwie dazu dienen konnte Ausbesserungsmaterial zu sein, wurde gelagert. Das Segeltuch wurde gesichtet, Taue, Seile, Nägel und alles, was verwertbar erschien geborgen.
Stille hatte sich über das Schiff gesenkt.
Jack hob den Kopf und eine der vielen alten Melodien, welche er kannte, verließ seine Lippen:
"Lay down and close your eyes
While the wind around you starts to sigh
The stars will shine again in the night
And lighten up your life
Come carry me home wind of the west
While seed returns, dust will fly away
Come carry me away wind of the west
Till the next wave greets me being home
Again
Sigh gently brave sailor and let go
While your ship is touched by immortal sea
Your soul longs for listening to her voice
Still, while you' re alive, there's a choice
Come carry me home wind of the west
While seed returns, dust will fly away
Come carry me away wind of the west
Till the next wave greets me being home
Again
Sailors of the wild ocean return
Just we stay to be left behind
What is a tear other than water
So water shall be with water again
Come carry me home wind of the west
While seed returns, dust will fly away
Come carry me away wind of the west
Till the next wave greets me being home
Farewell
Es war ein sehr, sehr altes Lied, doch eines, das dem Kapitän sehr wichtig war und an dem Glänzen in den Augen der Matrosen konnte er sehen, dass sie es nicht weniger schätzten und jeder von ihnen es für einen bestimmten Menschen sang. Keiner der Matrosen würde vergessen werden und Jack selbst dachte an einen guten, ehrlichen Namen, den er nicht vergessen würde.
Schließlich legte ihm ein unbekannter Matrose die hand auf die Schulter und Jack nickte. Der Pirat zog sich an die Bordwand in Richtung eine der Nischen zurück, die ihm zuvor das Leben gerettet hatten und ließ sich dort erschöpft nieder, während er den Matrosen zusah, die versunken die letzten Arbeiten zu erledigen versuchten.
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 10.09.2006, 11:47
"Come carry me away wind of the west
Till the next wave greets me being home
Farewell."
Auch Catherine hatte in das alte Lied miteingestimmt, welches Jack Sparrow begonnen und am Ende so viele Stimmen in sich verwoben hatte.
Jetzt, da das letzte Wort ihre Lippen verlassen hatte, fühlte sie sich freier und besser.
Sie hob den Blick und sah auf die unendliche See hinaus.
Das Wasser, welches bis zum Horizont und darüber hinaus zu reichen schien.
Was geschehen war, war geschehen, und doch, so rief sich Cat ins Bewusstsein, waren all jene, die in diesem Sturm ihr Leben gelassen hatten, als freie, kämpfende Männer gestorben.
Ihre Seelen würden von der See aufgenommen, und von den Wellen fortgetragen werden, so wie es jedem aufrechten Seeman zustand.
So wie es jeder Seeman für sich wünschte.
Nebel zog auf, und ließ das Meer mehr denn je wie ein Grab wirken, aber Catherine störte sich nicht daran.
Nur so kamen die Geschichten von Geisterschiffen auf hoher See zu Stande, und sie wusste aus Erfahrung, dass die Dawn im Augenblick ebenfalls wie eines wirken musste.
"Land!" Hörte sie sie plötzlich eine Stimme rufen, und als sie den Seemann vorne am Bug ausmachen konnte, folgte sie seinem Blick.
Und tatsächlich erhob sich vor ihnen aus dem Nebel und dem Wasser eine kleine Insel mit viel Wald und viel Strand, zumindest soweit sie es zu erkennen vermochte.
Sie war nicht groß, wie Catherine schätzte hatte sie einen Umfang von etwa drei Tagesmärschen, und in ihrer Mitte einige gewaltige Berge - vielleicht auch Vulkane, das war aus der Ferne und bei der schlechten Sicht nur schwer zu sagen.
Sie nickte.
Jack hatte sich nicht geirrt.
Die Piratin korrigierte ihren Kurs um ein minimales, und das Schiff folgte ihrer Kurskorrektur mit lautem und unwilligem Knarren.
"Na komm, das Stückchen schaffst du doch noch, altes Mädchen." Murmelte Catherine leise und nahezu im selben Augenblick verstummte das Schiff wieder.
Der Wind flaute ab, trieb sie jedoch gerade noch nahe genug an die Insel heran.
"Lasst den Anker herunter!" Rief Cat laut und die Männer befolgten ihren Befehl.
Der Anker, welcher den Sturm überraschenderweise unbeschadet überstanden hatte, wurde über Bord geworfen, und nachdem das Schiff einige Male unwillig hin und her geschaukelt war, beruhigte es sich wieder.
Cat ließ das Steuer los, und bewegte sich langsam vom Achterdeck herunter.
Sie spürte die Kälte in ihren Knochen, hervorgerufen durch die nasse Kleidung, welche sie trug, und ihr wurde bewusst, was ihre erste Aufgabe sein würde.
"Ihr da. An Land mit Euch. Sucht Holz, und tragt es zu einem großen Feuer zusammen, bevor die Nacht anbricht!" Ordnete sie an.
Dann wandte sie sich in eine andere Richtung.
Zeit, nach den Verwundeten zu sehen.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 10.09.2006, 12:40
Jack hob den Kopf.
Eine Insel! Eine Insel!
Sofort war der Pirat wieder auf seinen wackeligen zwei Beinen und spähte über die Reling. Tatsächlich erhob sich in einiger Entfernung aus dem geisterhaften Nebel eine Insel, die sie sicherlich würden erreichen können, auch wenn das Schiff bedrohlich knarzte und krachte.
Cat dirigierte sie sicher in seichte Gewässer, so dass sie den Anker werfen konnten und es nicht allzu schwer werden würde, die Morning Dawn an Land zu ziehen, sollte dieses nötig sein. Jack hatte keine Ahnung, wann das Schiff zum letzten Mal Kiel geholt worden war, also würde diese Maßnahme eventuell nicht zu ergreifen sein.
Er hörte wie Cat den Befehl an die Matrosen gab, Holz suchen zu gehen und interessiert sah er den Männern dabei zu, wie sie eine Strickleiter ausrollten und einer nach dem anderen von Bord kletterten. Das wollte er auch machen!
Inselchen gucken!
Jack schwankte also zu den anderen Matrosen herüber, doch als er hinabklettern wollte, hielt ihn einer von ihnen sanft zurück.
"Hältst du das für sinnvoll mit deinem Knie?"
"Mh?" fragte Jack unschuldig und sah den anderen mit großen Augen an. "Äh... ja?"
Der Fremde musste schmunzeln.
"Ich habe von deiner Unternehmungslust gehört, aber dass sie so obsessiv ist, wusste ich nicht."
Jack grinste entwaffnend. "Ich bin immer obsessiv, ausschweifend, geradezu orgiastisch in allem, was ich tue. Pirat!"
Jetzt lachte der Fremde tatsächlich und klopfte Jack auf die Schulter.
"Na dann, Pirat, aber spiel nicht zu lange, sondern lass deine Wunden versorgen."
"Ja... Papa? Pater?"
"Jonas. Einfach Jonas."
"Angenehm. Jack."
Mit diesen Worten schwang sich Jack über die Reling, schüttelte insgeheim über den seltsamen Vogel den Kopf (das tut der richtige) und beeilte sich dann auf die Insel zu torkeln.
Re: auf Deck
James Norrington - 10.09.2006, 14:08
pp: Unter Deck
James lehnte an der Bordwand, und ließ zu dass der sanfte Wind über sein Gesicht strich, und mit seinem Haar spielte.
Die Sonne schickte einige ihrer wärmenden Strahlen zu ihnen, und erneut wischte sich der Engländer über die Augen, bevor sie ihn zu blenden vermochte.
Er richtete sein Blick gen Himmel, und vermutete, dass es in einer knappen Stunde dämmern würde.
Also hatten sie noch eine knappe Stunde, bevor das Licht nachlassen würde.
Er holte tief Luft und löste sich dann langsam wieder von von der Bordwand.
Das Schiff schwankte nicht, nun, da es durch den Anker gehalten wurde und Norrington begann langsam über das Deck zu schreiten.
Er blickte sich um, und entdeckte Catherine, die an der Reling stand, und einige Befehle rief.
Ihm wurde ein wenig mulmig zu Mute, als er sich auf ihn zu bewegte, doch das Gefühl verflog augenblicklich wieder, als er vor ihr stand.
"Miss Stardust... Captain..." Begann er, und sie drehte sich zu ihm um.
Schweigend sah sie ihn an, las die Ernsthaftigkeit in seinem Gesicht, und wartete darauf, dass er fortfuhr.
"Ich brauche eine scharfe Klinge. Irgendetwas geriffeltes, in Art und Beschaffenheit einer Säge nicht unähnlich. Habt Ihr derlei Dinge an Bord?"
Blaue Augen fingen haselnusbraune, und Cat überlegte einen Augenblick, ob sie nach dem Grund dieser seltsamen Forderung fragen sollte.
Der Engländer wirkte ein wenig blaß und erschöpft, aber es ging ihm deutlich besser als den meisten anderen Matrosen an Bord.
Sie nickte.
"Ich werde es Euch bringen lassen." Sagte sie und sah ihn forschend an.
"Sonst noch etwas?"
Norrington sah sie einen Moment lang unschlüssig an.
"Ja. Ich könnte ein wenig Hilfe gebrauchen." Erwiderte er.
"Wenn Ihr mir also ein oder zwei Matrosen zukommen lassen könntet..."
Die hart im Nehmen sind, und nicht gleich umfallen, sobald sie Blut sehen...?
Wieder nickte Cat.
"Ich werd sehen, was ich tun kann." Antwortete sie
"Gut." Erwiderte der englische Offizier, nickte ihr zu, und wandte sich dann um, um sich erneut unter Deck zu begeben.
tbc: Unter Deck
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 10.09.2006, 14:35
Cat nickte den beiden zu, als sie neben ihr an Bord landeten, sah zunächst Jack und dann Nathan prüfend an.
"Ihr..." Begann sie, überlegte es sich dann allerdings anders.
"Dein Mr. Norrington braucht Hilfe." Sagte sie ernst, und nickte in Richtung Deck.
"Er ist bei den Verwundeten." Fügte sie hinzu, und ihr Blick glitt wieder zu der Insel hinüber.
Sie hatte keine Ahnung, wie viele Verluste sie zu beklagen hatten, aber sie wusste, dass sie es bis zum Einbrucht der Dämmerung wissen würde.
Es tat gut, nicht alleine zu sein.
Und es wurde Zeit, nach ihrem ersten Maat Ausschau zu halten.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 10.09.2006, 14:38
Jack nickte und sah dann über ihre Schulter hinweg in Richtung Deckluke. Er war nicht besonders gut in solchen Dingen, aber zumindest zu helfen versuchen konnte er durchaus.
Der Kapitän sagte nichts weiter und marschierte in Richtung Luke drauf los.
tbc: Unter Deck
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 10.09.2006, 15:10
pp: Unter Deck
Jack trat zu Cat und wartete einen Augenblick, bis sie Aufmerksamkeit für ihn erübrigen konnte.
"Hast du Laudanum an Bord?" fragte er. "Und wo finden wir Rum zum Desinfizieren?"
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 10.09.2006, 15:23
Dusty wandte sich zu Jack um.
"Hm?" Sie sah ihn fragend an, dachte kurz nach, und nickte schließlich.
"In meiner Kajüte. In der obersten Schublade der.... wahrscheinlich irgendwo auf dem Boden." Erklärte sie.
"Hol es dir und... dann kannst du auch gleich schauen, ob euer Mr. Singer noch einigermaßen wohlauf ist." Erwiderte sie, nicht gewillt die Suche nach Dylan aufzugeben, oder jemand anderem zu überantworten.
Einige der Verletzten waren bereits auf die Insel gebracht worden, und Cat zählte bislang 9 Männer.
"Wie viele sind noch da unten?" Fragte sie Jack und deutete auf die Luke, aus welcher er gekommen war.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 10.09.2006, 15:28
"Drei." entgegnete der Kapitän prompt und schaute kurz zu der Insel, wo sich inzwischen ein kleines Notlager entwickelte.
Wieder kniff er misstrauisch die Augen zusammen. Er spürte mit jeder Faser seines Körpers, dass dort etwas nicht stimmte, doch Jack wusste wann der richtige und viel besser wann der falsche Zeitpunkt war über so etwas zu sprechen.
"Also gut. dann schaue ich mal, was ich finden kann." nickte er und grinste frech, bevor er sich umwandte und in Richtung Kajüte schwankte. Es musste nicht betont werden, dass obwohl provozierend gesagt, Jack selbstverständlich nichts unerlaubt mitgehen lassen würde.
Nicht auf diesem Schiff.
tbc: Captain's Room
Re: auf Deck
Catherine Stardust - 10.09.2006, 15:34
Cat nickte, und als Jack sich aufmachte, ihre Kajüte aufzusuchen stahl sich tatsächlich ein flüchtiges Lächeln auf ihr Gesicht.
"Oh Jack." Murmelte sie leise.
Ihre Finger trommelten auf der Reling, und ihre Augen suchten wieder Schiff und Strand ab. Dann glaubte sie tatsächlich Dylan irgendwo unter den Männern entdecken zu können, und ohne weiter zu zögern, schwang sie sich über die Bordwand, um sich an den Tauen zur Insel hinunter zu hangeln.
tbc: Mysteriöse Insel.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 10.09.2006, 15:58
Dylan hatte alle Hände voll zu tun, die Verletzten von Deck fortzuschaffen. Langsam kämpfte er sich mit den anderen Crewmitgliedern bis zu der Stelle durch, wo der Stag und Teile des Mastens das Deck der Morning Dawn durchschlagen hatte.
Unaufhörlich fanden sie schwer Verletzte und Dylan war sich klar darüber, dass einige von ihnen die kommende Nacht nicht überstehen würden.
Während sie einen weiteren Verwundeten unter Deck brachten, suchte Dylan das Schiff nach Cat ab, doch konnte er sie in dem Chaos nicht finden. War ihr etwas zugestoßen? Bei dieser Vorstellung zuckte er unwillkürlich zusammen. Er schüttelte diesen schweren Gedanken von sich und ging weiter. Er musste sich auf seine Arbeit konzentrieren.
Er sah die Müdigkeit und auch die Trauer in den Gesichtern der Männer, die ihm entgegenkamen, aber in einigen Augen glaubte er Hoffnung und Erleichterung wiederzusehen.
War es nicht immer schon so gewesen?
Die Männer wussten worauf sie sich einließen, wenn sie an Bord gingen. Aber richtig vorbereitet war man nie auf solche Momente. Nicht wirklich.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 10.09.2006, 19:34
„Dylan!“
Der erste Maat drehte sich zu dem Mann um, der ihm hinterher brüllte. Der Kerl war bereits ganz rot im Gesicht, denn er rief bereits seit er von der Insel an Bord zurückgekommen war nach Dylan.
„Was willst du, John?“ fragte Dylan ein wenig barscher als gewollt. Die Erschöpfung machte sich auch schon bei ihm bemerkbar.
„Der Captain ist auf der Insel und sucht nach dir.“ meinte John ganz locker, als wäre alles wie immer.
Dylan winkte John zu sich und legte ihm dann den Arm seines verwundeten Kollegen um den Hals. „Kümmere dich um ihn, aber sei vorsichtig, nicht dass du wieder die Treppe hinunterfällst wie letztes Mal.“
tbc: Mysteriöse Insel
Re: auf Deck
James Norrington - 10.09.2006, 19:40
pp: Unter Deck.
Norrington trat in das langsam verblassende Licht des ausklingenden Tages, und augenblicklich fühlte er sich ein wenig besser.
Endlich wieder frische Luft zum Atmen!
Er war dem Geruch von Schmerz, Tod und Krankheit entkommenm zumindest vorerst.
Ziemlich erledigt lehnte er sich an die Bordwand, und schloss die Augen.
Er fühlte, wie das erkaltende Blut über sein Gesicht rann und von Kinn und Händen tropfte.
Bilder von Verletzungen und Blut zogen an seinem Inneren Auge vorbei, aber er hatte nicht die Kraft, sie einfach abzustreifen.
Schritte auf dem Holz verkündeten, dass jemand neben ihn getreten war, und er spürte eine sanfte, zaghafte Berührung an seinem Arm.
Als er die Augen öffnete und zur Seite blickte, erkannte er neben sich Sparrow.
Und der Pirat sah nicht gut aus.
Er schien ziemlich bleich, und doch war auch sein Gesicht übersät von Blutspritzern.
Wie musste er selbst dann nur aussehen?
"Ihr seht scheußlich aus." Kommentierte der Commodore, und obwohl es recht ernst klang, war er sich sicher, dass Sparrow das heraushörte, was er heraushören sollte.
Er konnte sich gut daran erinnern, dass Jack ihn einst mit ähnlichen Worten bedacht hatte - für ihn eine gute Überleitung, um die tristen Gedanken von eben zur Seite zu schieben und hinter sich zu lassen.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 10.09.2006, 19:48
Jack hob auf die ihm zu eigene und Norrington seit seinem "Aber Ihr habt von mir gehört" ebenso bekannte Weise die Hände und sagte: "Ja, aber seht es doch so, James, ich sehe immerhin noch aus."
Jack zwinkerte.
"Ebenso wie Ihr. Und das ist, was zählt."
Der Blick des Kapitäns glitt zufrieden über die stille See. Ja, es waren Männer gestorben und ja, es gab Verwundete, aber auch ja, es ging weiter. Immer weiter.
"Die Insel ist mir nicht ganz geheuer... aber wir werden sie trotzdem bald aufsuchen, denke ich. Es wird dunkel. Die Matrosen sollen nur darauf achten nicht in diesen Wald zu gehen."
Jack wandte sich um und blickte misstrauisch zu dem Eiland. Das Licht verblasste nun schnell und in nicht langer Zeit würde es dunkel sein.
Re: auf Deck
James Norrington - 10.09.2006, 20:20
Ein flüchtiges Lächeln huschte über Norringtons Gesicht, als er den Kapitän auf seine unnachahmliche Weise gestikulieren sah.
"Da habt Ihr wohl recht." Pflichtete er ihm bei und schwieg einen Augenblick.
Aber beinahe wäre es nicht so gewesen.
Beinahe hätte ich mein Schicksal mit jenen geteilt, die über Bord gespült wurden.
Und es wäre kein Versehen gewesen.
Nur meine Kapitulation, mehr nicht.
Wenn Ihr es zugelassen hättet.
"Ebenso wie Ihr. Und das ist, was zählt."
Norrington schluckte.
Jack meinte es gut, das spürte er.
Und er meinte es ehrlich.
"Ja, was zählt." Wiederholte er leise und wandte den Blick dem Piraten zu.
"Aber es wäre.... nicht so gekommen... wenn Ihr nicht..." Er verstummte.
"Was ich sagen will ist..."
Dass Ihr mich vor einem Fehler bewahrt habt.
Dass es mir leid tut, dass ich die Nerven verloren habe.
"... dass ich in Eurer Schuld stehe." Beendete er schließlich seinen Satz, und sah Sparrow dabei direkt an.
"Und ich werde diese Schuld begleichen."Irgendwann.
Stille legte sich zwischen sie, und er folgte dem Blick des Piraten zu der Insel und als er ihn darüber hinweg schweifen ließ, hatte er so eine Ahnung, die ihn glauben ließ, dass er wusste, was Sparrow damit meinte.
Re: auf Deck
Jack Sparrow - 10.09.2006, 20:27
Jack nickte stumm, während er Norringtons Worten lauschte und er wusste, dass der Engländer sie aufrichtig meinte. Sparrow hätte für das, was er getan hatte, nichts eingefordert. So war das auf See und es blieb der einzige Weg wie das Überleben funktionierte. Indem man einander beistand.
"Kommt." sagte er sattdessen sanft. "Lasst uns noch einmal nachsehen, ob wir unter Deck alles und jeden geborgen haben und dann auf die Insel gehen. Um Mr. Singer habe ich mich übrigens gekümmert. Der Junge hats aber auch nicht leicht..."
Sparrow grinste frech und steuerte dann auf eine Luke zu, die sie vermutlich in den Lagerraum bringen würde.
tbc: Lagerräume
Re: auf Deck
Nicolas de Lenfent - 10.09.2006, 20:48
Nicolas war noch immer damit beschäftigt gewesen seine Aufgabe zu erledigen, egal wie sehr sie ihn anwiderte, als er das starke Schaukeln des Schiffes bemerkte. Der Eimer kippte fast um, was noch nicht das schlimme gewesen wäre. Er stand auf und sah sich um. Einige Crewmitglieder liefen panisch durch die Gegend.
Der heraufkommende Sturm musste doch schlimmer sein, als man jetzt ahnen konnte. Schließlich kippte der Eimer doch um und das Wasser verteilte sich auf dem Deck. Durch den Wind konnte Nicoals Cats Befehle hören. Sie sollten die Segeln einhohlen. Einfach gesagt… der Sturm wurde immer heftiger, als die Morning Dawn anfing „auseinander zu fallen“ (ein wenig stark ausgedrückt) Nicoals versuchte nicht erschlagen zu werden, da der Hauptmast auf ihn zu kam.
Er konnte ihm gerade so ausweichen, doch das starke Schwanken des Schiffes brachte ihn aus dem Gleichgewicht und Nicki stolperte gegen die Reling, die seinen Sturz auffing. Leicht benommen von dem hin und her versuchte der dort stehen zu bleiben und sich zusammeln, doch plötzlich spürte er nur noch einen stechenden Schmerz. Nicoals sah noch wie etwas Blut an seinem Auge vorbei tropfte, als er schließlich ohnmächtig wurde…
Was er später nicht mehr mitbekam war, dass die meisten Verletzten nach dem Sturm an Land gebracht wurden. So auch er...
tbc: Insel?
Ooc: Ja, mein Beitrag kommt etwas verspätet... :oops:
Re: auf Deck
Roderick McQuinn - 10.09.2006, 22:30
pp: Crewroom
Roderick kniff die Augen zusammen, obwohl es nicht besonders hell, eher schon dunkel war. Was ihn jedoch blendete, waren all die nebeligen Gestalten etwaiger Toter, die noch immer über Deck wandelten und sich zu verabschieden schienen.
Okay, er war mal wieder eine Stufe tiefer in Richtung Wahnsinn hinabgestiegen.
Oder das ganze war tatsächlich so dermaßen stark gewesen, dass die Nachwehen ihn noch immer beeinflussten.
Dennoch kehrte Ruhe in den Geistlichen ein, die seine Züge sofort weicher wirken ließ und das Funkeln aus den Augen nahm. Er war einfach nur noch erschöpft und hatte Kopfschmerzen, was natürlich war, wenn "die Anderen" ihn aufsuchten.
"Tut mir leid, Herrschaften. Ich muss Euch nicht besonders aufgeräumt erscheinen..." murmelte er, als der eisige Wind ihm erneut über die Haare strich. "Ich fühle mich nur nicht besonders gut... ich arbeite an meinen Manieren..."
Herrje, er musste dieses Deck segnen und zwar schnell! Diese Toten gingen ihm doch ein wenig nahe. Außerdem sollten sie Ruhe finden...
Roderick hob die rechte Hand und begann ein Kreuz in die Luft zu schlagen.
" In nomine Patris et Filii et Spiritus Sancti..."
Die Toten hielten inne und wandten ihm ihre Gesichter zu. Langsam verblassten sie und verschmolzen mit dem Nebel, den nur er sehen konnte, bevor sich aus ihm ein krakengesichtiges Ungeheuer formte und Roderick zurücktaumelte.
Mann, bist du hässlich. An deiner Stelle würde ich mich auch nur im Nebel zeigen...
"Tut mir leid..." wandte er sich an seine Begleiter, während er sich krampfhaft an etwas festzuhalten versuchte, um nicht einfach erneut umzufallen.
"War mein erster unnatürlicher Sturm..." fuhr er fort und lächelte dann tatsächlich sanft, was ihn sympathisch machte.
Re: auf Deck
James Norrington - 10.09.2006, 23:12
Norrington nickte nur leicht, als Roderick sich zu entschuldigen versuchte.
Sie waren im Augenblick doch alle etwas daneben.
"Manieren?" Hakte der Commodore nach und ein kleines Lächeln stahl sich auf seine Lippen.
"Wenn Ihr welche seht, würdet Ihr sie von mir grüßen?" Fragte er, und es fiel ihm gar nicht auf, dass es im Grunde Unsinn war, den er von sich gab.
Er griff dem Mann erneut unter dem Arm, als er sah, wie er wankte und ließ ihn wieder los, als er das Gefühl hatte, dass er die Balance und vorallem das nötige Stehvermögen wieder hatte.
Als sie an die Reling gelangten, an die Stelle, an welcher sie das Schiff mit Hilfe der Strickleiter verlassen konnten, hielt der Commodore inne.
Er sah Roderick an, und schien zu überlegen.
"Ihr seid Priester?" Hakte er nach.
"Würde es Euch etwas ausmachen..." Begann er sortierte seine Gedanken neu, und versuchte es erneut.
"Wir haben drei verwundete an Bord. Und ich weiß nicht, ob sie die Nacht überleben werden. Würdet Ihr nachher... nach ihnen sehen?" Fragte er.
Er wollte dem Priester diese Aufgabe nicht sofort aufbürden.
Zuerst sollte sich der Geistliche einmal selbst erholen.
"Und Ihr..." Er wandte sich Sparrow zu.
"Habt jetzt ersteinmal ein Date mit mir." Teilte er ihm mit.
"Keine Widerrede." Fügte er hinzu, bevor der Pirat etwas erwidern konnte.
"Ihr wisst, dass ich nicht mit mir reden lasse, was das betrifft." Blaue Augen funkelten Sparrow an.
"Im Schiff oder auf der Insel?" Fragte er, als wäre es tatsächlich nur eine Frage der Location.
Re: auf Deck
Roderick McQuinn - 10.09.2006, 23:20
"Ich bin Geistlicher, ja." sagte Roderick und lächelte kurz. "Drei Männer sagt Ihr? Nun gut. Ich werde selbstverständlich nach ihnen sehen."
Und mir gleich mal anschauen, wer von ihnen es schaffen wird und wer nicht. Mann, ich könnte mein Geld als Wahrsager verdienen... Oder auf dem Scheiterhaufen draufgehen. Okay, lassen wir das.
"Ich werde mich heute Nacht zu ihnen gesellen."
Roderick schwang sich mit einiger Eleganz über die Bordwand und zog erstaunt die Augenbrauen hoch, als er Norrington weiterreden hörte.
Hoppla, was geht denn nun vor?
"I-ich? Aber ich also ich... muss äh... Insel..." stammelte der dunkelhaarige Mann und fuchtelte dabei wild mit seinen Händen herum.
Kann man dir helfen, Kollege? Heilkunde Seele oder so?
Kopfschüttelnd kletterte Roderick die Leiter hinab und sah wie der Dunkelhaarige ihm folgte.
tbc inklusive Norrington und Sparrow: Mysteriöse Insel
Re: auf Deck
Roderick McQuinn - 12.09.2006, 11:45
pp: Mysteriöse Insel Extra-Thread/ Strand
Roderick erklomm die Strickleiter hinauf auf das stolze Schiff.
Stolz... aber ziemlich ramponiert. Gut, das eine macht das andere nicht unbedingt unwichtiger...
Er sah sich kurz auf Deck um und stellte sich vor wie es heute Morgen noch ausgesehen hatte, lauschte den Matrosen, die von einem Ort zum anderen liefen und lächelte, während er die bunten Farben ihrer schräg zusammengestellten Klamotten sah.
Das war vorbei, aber nicht unwiederbringlich. Roderick wusste, dass er noch sehr viele lange Tage mit solcherlei Betrachtungen würde verbringen können und das stimmte ihn ruhiger und ausgeglichener.
Er nickte kurz, ließ die Erinnerungen hinter sich und machte sich daran unter Deck zu gelangen.
tbc: Unter Deck
Re: auf Deck
Roderick McQuinn - 12.09.2006, 13:52
pp: Unter Deck
Hoho, jetzt balanciere ich all die schönen Sachen mit mir herum, stolpere im Wasser und leg mich auf die Klappe. Das wäre typisch...
Entgegen seiner trüben Gedanken jedoch schaffte Roderick es mit etwas Aufwand seine Last von Bord zu holen, durch das Wasser zu waten und auf das große Lagerfeuer zuzuhalten.
tbc: Großes Lagerfeuer
Re: auf Deck
Crewman - 27.09.2006, 10:27
pp: Insel
Nathan, Henry, Alasdair, George und Jimmy waren an Bord der MD geklettert, und Nathan sah Dylan interessiert an.
"Hey, Dylan, was ist los?" Fragte er, da sie tatsächlich immer noch nicht genau wusste, wozu Dylan sie brauchte.
"Alles in Ordnung auf der Dawn?" Fragte er weiter, während er Dylan entgegenlief.
Irgendwie hatte er das Gefühl, dass es um etwas ernsteres ging, obwohl er das nicht genau sagen konnte.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 27.09.2006, 10:42
pp: Kombüse
Dylan stand vor dem umgestürzten Masten, der sich durch das Hauptdeck der Morning Dawn bohrte und sah die kleine Gruppe ernst an.
Ganz so schlimm war es wohl nicht, wie er nun tat, aber trotzdem waren dort unten noch immer zwei Crewmitglieder eingeschlossen.
Also konnte er ruhig übertreiben. Er wusste ja wie furchtbar es werden könnte, wenn die Crew ihr Essen nicht bekam.
"Das Chaos hinter mir zeigt dir hoffentlich auf, dass nicht alles in Ordnung ist." begann Dylan schon freundlicher. "Wenn ihr heute noch was zu Essen haben wollt, müssen wir versuchen Juvenius und seinen Gehilfen aus der Kombüse zu bekommen."
Re: auf Deck
Crewman - 27.09.2006, 11:03
Nathan hob fragend eine Augenbraue.
Dass der Mast umgestürzt war, wussten sie doch bereits...?
Als Dylan weitersprach, begriff Nathan erst, was genau das Problem war.
"Ach du... Juvenius ist da noch drin? Ich meine... natürlich ist er da drin..." Beantwortete er seine Frage selbst.
Der Koch verließ seine Kombüse für gewöhnlich nur zum Schlafen.
Und freiwillig drang für gewöhnlich keiner in Juvenius kleines Reiche ein.
"Geht es ihm gut?" Fragte Alasdair besorgt. Und zwar nicht nur aus Nächstenliebe, sondern weil er wusste, dass Juvenius ein fähiger Koch war... oder besser, dass die Kochkünste aller anderen sehr zu wünschen übrig blieben.
"Na dann mal ran an den Mast." Murmelte George leise.
"Wie genau willst du den da wegkriegen?" Fragte er Dylan, denn die Aufgabe war nicht leicht zu lösen.
Sie waren nicht genug Männer, um das schwere Holzteil hochzuhieven...
vielleicht durch einen Flaschenzug?
George runzelte die Stirn, und sah sich nach einigen kräftigen Tauen um, die den Mast würden halten können.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 27.09.2006, 11:15
„Geht es ihm gut?“
Dylan konnte ein Schmunzeln nicht unterdrücken. Hier kam nicht nur die Nächstenliebe der Männer für ihren Koch zum Vorschein, sondern auch die Sorge darüber, dass man zum Abendessen Kokosnüsse und Beeren aufgetischt bekam.
„Es geht den beiden gut, aber sie würden doch gerne die Chance erhalten, sich frei im Schiff zu bewegen, auch wenn Juvenius davon nur zu selten gebrauch macht.“
George runzelte die Stirn, und sah sich nach einigen kräftigen Tauen um, die den Mast würden halten können.
Dylan folgte Georges Blick. Genau diese Idee war ihm auch gekommen. Mit bloßen Händen würden sie das nicht schaffen.
„Wir müssen versuchen den Mast oder was davon übriglieb, mit Hilfe von Seilen rauszubekommen. Es besteht ja auch noch das Risiko, dass die Balken des unteren Decks das Gewicht nicht mehr tragen können. Damit würde die Gefahr für das Schiff und seine Crew weitersteigen.“
Re: auf Deck
Crewman - 27.09.2006, 11:31
Nathan nickte.
Ein Flaschenzug also. Gut.
"Dann wollen wir mal." Sagte er grinsend, ließ sich von George ein Tau zu werfen, und Schritt dann auf den zweiten, noch stehenden Mast zu.
"Ich mach das Tau oben in der Takelage fest. Das andere Ende solltet ihr irgendwie am Hauptmast befestien." Erklärte er, während er sich mit geschickten Bewegungen am zweiten Mast hochhangelte.
Alasdair nickte, nahm das andere Seilende, und tat, wie Nathan ihn geheißen hatte.
Henry hatte sich derweil das zweite Tau geschnappt, und machte sich daran, die Takelage auf der anderen Mastseite zu erklimmen.
Ebenso wie Nathan hatte er Erfolg, und nachdem er das Tau um den Halbmast geschlungen hatte, seilte er sich vorsichtig wieder ab.
Die Taue waren nun am Mast befestigt, und zu jeder Seite des zweiten Mastes hing das Seilende herab.
"Ok... soweit so gut..." Murmelte George.
Er griff nach einem der Seilenden, und winkte Alasdair und Henry zu sich.
Jimmy sah derweil Dylan an, und dann Nathan, der ebenfalls wieder aus der Takelage heruntergekommen war.
"Dann nehmen wir die andere Seite?" Schlug der junge Mann grinsend vor, bevor er an den beiden Männern vorbeitrat, und das Seilende erfasste.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 27.09.2006, 11:45
Dylan konnte nur staunen mit welchem Enthusiasmus die Männer ans Werk gingen. Erst vor kurzer Zeit hatten sie einen heftigen Sturm überlebt und nun waren sie wieder voller Tatenkraft an der Arbeit. Cat konnte sich glücklich schätzen, eine so gute Crew zu haben.
"Dann nehmen wir die andere Seite?"
Dylan nickte ihm zu. Das ganze könnte sogar funktionieren. Es musste einfach. Wie sollten sie ansonsten weitersegeln?
„Also gut, Männer. Für diese Aufgabe müssen wir unsere gesamte Kraft zusammennehmen.“ sagte Dylan und ging zu dem anderen Seilende
Re: auf Deck
Crewman - 27.09.2006, 12:02
Nathan nickte.
Oh ja. Das würden sie müssen.
"Auf drei?" Fragte er als seine Hände das Tau ergriffen, und als er glaubte, Dylan nicken zu sehen, rief er zur anderen Seite hinüber: "Auf drei Leute."
Von der anderen Seite kam ein dreistimmiges "Aye!" und Nathan grinste.
"Zählst du an?" Wandte er sich nun an Dylan, da er wusste, dass der erste Maat nicht nur etwas von seinem Job verstand, sondern auch ne klar und laute Stimme hatte, wenn' s notwendig war.
Und jetzt konnten sie das wirklich gut gebrauchen!
ooC: JA, was glaubst du wie die wackeren Männer sich erst freuen werden, wenn Cat sie zur Sight Seeing Tour in den blutrünstigen Wald mitnimmt? *g*
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 27.09.2006, 12:11
Gespenstisch schwer sah der Mast mit einem Mal aus. Als würde seine Last mehr werden, je länger man ihn ansah. Dylan schüttelte den Kopf. Was redete er sich da eigentlich ein?
„Zählst du an“
„Aye“ meinte er nur und sah zu den anderen rüber.
„Eins“ begann er und sein Griff um das Seil wurde fester.
„Zwei…..Drei“
ooC: Eine Sightseeing und gratis dazu! Wow, da wird die Crew glauben es ist schon Weihnachten!
Re: auf Deck
Crewman - 27.09.2006, 12:29
Nathan hörte Dylan zählen, und legte seine Hand fester um das Tau.
"Drei!" Jeder einzelne Muskel in seinem Körper war angespannt, als er mit aller Kraft an dem Tau zog.
"Hau - ruck!" Stieß er hervor, aber der Mast rührte sich nicht.
"Ziehhhht...!" Wies er die anderen an, und legte sich noch stärker ins Zeug, und als das Tau bereits durch seine Finger zu rutschen drohte, bewegte sich der Mast.
Nur einige wenige Zentimeter, aber es war Bewegung.
"Weiter, Leute! Nicht... loslassen!" Presste er zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor.
"Denkt an euer Essen!"
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 27.09.2006, 12:39
Dylan hätte aufgrund Nathans letzten Satz fast das Tau losgelassen.
Waren eigentlich alle auf diesem Schiff verfressen?
Ja, kam die klare Antwort.
Bei Juvenius guter Küche war das kein Wunder.
Langsam und mit aller Kraft schafften sie es, den Mast noch weiter in die Höhe zu bewegen. Weit mussten sie den Mast ja nicht heben. Sie wollten nur sichergehen, dass der Mast sich nicht weiter in die Tiefe des Schiffes grub und die Tür zur Kombüse freigab.
„Los! Zieht weiter, Jungs!“ feuerte Dylan die Männer an. „Wir haben es gleich geschafft.“
Re: auf Deck
Crewman - 27.09.2006, 12:54
George stemmte die Beine in den Boden, und zog sie fest er konnte.
Er sah aus den Augenwinkeln heraus, wie sich der Mast bewegte... einige Zentimeter... und dann... mehr....
"Wohin mit dem Ding?" Fragte er ächzend.
"Wir könnten ihn zu einer der seitlichen Planken dirigieren. wenn wir ihn dort drauflegen, stört er vorerst nicht..." Schlug Alasdair vor.
Der Mast wanderte einige Zentimeter weiter in die Höhe, so dass er nun schließlich im Freien, die obere Kante nur von den zwei Tauen gehalten, baumelte.
"Egal, was wir tun, wir sollten es schnell tun." Antwortete Nathan, der spürte, wie das raue Tau sich tiefer in die Haut seiner Hände bohrte.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 27.09.2006, 13:05
„Machen wir es so.“ stimmte Dylan ihm zu. Auch er konnte es kaum erwarten die schwere Last loszulassen.
„Aber vorsichtig, lasst ihn langsam runter, nicht dass wir noch einen weiteren Schaden am Schiff anrichten.“
Es fiel ihnen allen sichtlich schwer, den Masten in die besagte Richtung zu steuern. Die Taue schnitten ihnen in das Fleisch und die Kraft in ihren Armen schwand zunehmend.
Vorsichtig dirigierten sie die Last Richtung Planken.
"Vorsichtig...."
Re: auf Deck
Crewman - 27.09.2006, 13:25
Nathan hatte das Gefühl, als würden seine Arme bleiern.
Seine Hände waren eiskalt, und der schneidende Wind machte es nicht besser.
Nicht loslassen...!
Sehr sehr langsam gelang es ihnen, den Mast zu schwenken, aber obwohl sie nun über der besagten Planke waren, war das schlimmste noch nicht überstanden.
Dylan hatte recht. Sie mussten das Ding langsam herunterlassen.
Aber wie sollten sie das Anstellen, ohne GEfühl in den Fingern zu haben?
Alasdair gab vorsichtig ein wenig Tau nach, aber er meinte es zu gut, und das Tau glitt durch seine Finger.
George und Henry hatten daraufhin alle Mühe, den Mast nicht abstürzen zu lassen, und schnell griff Alasdair wieder zu.
"Tut mir leid." Murmelte er leise, aber Henry nickte nur.
"Konzentriert euch, Leute!" Murmelte er laut, während er zuließ, dass der Mast weiter nach unten glitt - langsam.
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 28.09.2006, 08:12
Lange würden sie den Mast nicht mehr halten können. Sie würden die schwere Last loslassen müssen, egal ob sie nun die richtige Position erreicht hatte oder nicht.
Juvenius und sein Küchenjunge würden gewiss ins Freie gelangen und für den zersplitterten Rest des Masts, gab es noch Äxte, um die Stücke zu zerkleinern und fortzuschaffen.
„Ok, lassen wir ihn runter.“ sagte Dylan zu den Männern.
Re: auf Deck
Crewman - 28.09.2006, 09:50
"Aye." Kam es von den Männern wie im Chor.
Dass sie vorsichtig zu sein hatten, brauchte Dylan nicht erst dazu sagen, das wusste ein jeder von ihnen selbst.
So ließen sie langsam, vorsichtig, Milimeter um Milimeter den Mast sinken, bis er, unter höchster Konzentration die Planke erreichte.
Das Gewicht glitt aus den Händen der Männer, und jeder einzelne von ihnen sah erledigt, aber froh aus.
Froh darüber, dass sie geschafft hatten, was geschafft werden musste, ohne dass dabei etwas schlimmes passiert war. Immerhin war die Angelegenheit nicht ungefährlich gewesen. Der Mast hätte genauso gut jemanden unter sich begraben können!
Nathan wischte sich mit dem Ärmel über die schweißgebadete Stirn.
Die rauen Fasern des Taus hatten die Haut seiner Hände aufgerissen, aber der Mann beklagte sich nicht.
Er würde damit leben, wie mit allem anderen auch.
Das war der Preis, den man für seine Freiheit zahlen musste.
Und Nathan zahlte ihn gerne.
"Gut gemacht." Verkündete er laut, als auch die anderen Männer von dem Seil abließen.
"Dann wollen wir jetzt mal nach der Kombüsentür sehen." Er zwinkerte den anderen zu, und marschierte los.
tbc: Kombüse
Re: auf Deck
Dylan Thomas - 28.09.2006, 10:31
„Ihr habt ihn gehört.“ meinte Dylan nur, der versuchte sich die Erschöpfung nicht anmerken zu lassen.
Er brachte es sogar fertig, ein schwaches, ermutigendes Lächeln zu erübrigen.
Seine Hände schmerzten von den Einschnitten des Taus und seine Arme fühlten sich taub an.
Trotzdem war er erleichtert, dass nichts schief gegangen war.
„Alasdair, nimm eine Axt mit runter, vielleicht müssen wir die Tür einschlagen.“
Mit diesen Worten folgte Dylan Nathan unter Deck.
tbc: Kombüse
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum sevenseas.de
POTC - Ausblicke - gepostet von Chris am Mittwoch 13.09.2006
Ähnliche Beiträge wie "auf Deck"
Wiedermal ein Deck vom Newbie - yamimagic (Donnerstag 04.08.2005)
das jannick ist dumm deck - Clon Commander (Dienstag 06.06.2006)
Valons Deck Bitte bewerten - Rafael (Freitag 19.10.2007)
Deck von EdPhoenix - Zane (Samstag 25.03.2006)
Crap Deck von YGO n00b - Thetawaves (Donnerstag 07.06.2007)
Forum Deck Rating - Whisky Jupes (Samstag 25.09.2004)
Structure Deck 11 wird in Europa und den USA nicht releast - Jay (Mittwoch 09.05.2007)
Please Rate my Deck!!! - necross (Dienstag 12.07.2005)
Welches Deck? - aoms2005 (Montag 08.01.2007)
Chazz Princeton's Deck - Anonymous (Freitag 24.03.2006)
