Korridore

sevenseas.de
Verfügbare Informationen zu "Korridore"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: James Norrington - Lord Beckett - Jack Sparrow
  • Forum: sevenseas.de
  • Forenbeschreibung: Der Fluch der Karibik dauert an
  • aus dem Unterforum: Hauptniederlassung der East India Trading Company
  • Antworten: 21
  • Forum gestartet am: Freitag 28.07.2006
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Korridore
  • Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 7 Monaten, 23 Tagen, 17 Stunden, 30 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "Korridore"

    Re: Korridore

    James Norrington - 29.07.2006, 20:14

    Korridore
    pp: Sonstige Räume

    Norrington schritt den langen, hellen Korridore entlang.
    Keine Menschenseele.

    Was machte Beckett nur mit seinen ganzen Leuten? Hatten die Hausverbot?

    Er schüttelte leicht den Kopf und öffnete die Türe zu seiner Rechten.
    Der ehemalige Offizier fand sich in einer großen Halle wieder - die mit Kisten und Fäßern vollgestellt war.

    Ganz offensichtlich ein Lagerraum.
    Er kehrte in den Korridor zurück, und setzte seinen Weg fort.
    Eine Treppe führte vom Hauptkorridor hinunter, aber sie wirkte auf Norrington eher wie eine Treppe, die das Personal benutzte, denn wie eine Treppe für die feinere Gesellschaft, daher machte er einen großen Bogen darum.
    Er seufzte kurz.
    Hinweisschilder oder Wegweiser würden in diesem Anwesen ihren Dienst tun, wenn es sie gäbe!

    Die nächste Türe führte ihn in eine Bibliothek - ein Ort, an welchem er gerne länger verweilt hätte, von dem er allerdings vermutete, dass er zu Becketts Privaträumen gehörte, daher ließ er die Finger davon.
    Etliche Türen weiter gab er schließlich auf.

    Er entdeckte den Zugang zu einem Balkon, und entschloss sich, genau dort hin zu gehen, und sonst nirgendwo.


    tbc: Balkon



    Re: Korridore

    Lord Beckett - 29.07.2006, 22:42


    pp: Arbeitszimmer

    Beckett schloss sorgfältig die Türe ab und ging mit nahezu lautlosen Schritten den Korridor entlang. Zwar war er es als Offizier gewohnt auffällig in Erscheinung zu treten, doch war ihm im Laufe seiner Karriere klar geworden, dass leise manchmal auch nicht verkehrt war.

    Der Lord schritt also den Korridor hinab, der wie immer menschenleer war und bog um eine Ecke. Sein Personal war ebenso diskret wie zuverlässig. Beckett war dafür bekannt vernünftig mit ihm umzugehen und das schätzten Bedienstete sehr.

    Seine Hand legte sich auf die polierte Klinke und langsam drückte er sie herunter, um die ansonsten leise quietschende Tür nun geräuschlos aufzuschieben und in den Spiesesaal einzutreten.

    tbc: Speisezimmer



    Re: Korridore

    James Norrington - 29.07.2006, 23:06


    pp: Balkon

    Fennerby geleitete Norrington vom Balkon durch den Korridor, während James sich abmühte, sein inzwischen nur noch halbnasses Haar irgendwie zu bändigen, und mittels eines schwarzen Bandes zusammenzunehmen.
    Sie erreichten die Tür, von der Fennerby erklärte, dass sie zum Esszimmer führe, und Norrington nickte wieder.

    Er entsann sich an den Beutel in seiner Hand.
    "Könntet Ihr das wohl.... in eines der Gästezimmer bringen?" Bat er höflich und Fennerby warf dem Beutel einen pikierten Blick zu, nahm ihn dann jedoch an sich.

    Er nickte Fennerby dankbar zu, und legte dann die Hand an die Türklinke, die sich mit einem leisen Quietschen öffnen ließ.

    tbc: Esszimmer



    Re: Korridore

    Lord Beckett - 02.08.2006, 00:36


    pp: Speisezimmer

    Beckett folgte dem jungen Offizier auf die Gänge hinaus, nachdem er umsichtig die Tür wieder geschlossen hatte und nickte zufrieden, als keiner seiner Bediensteten zu sehen waren.
    Sie schritten durch die sauberen Korridore und traten in die laue Nacht hinaus, den Blick nach vorne gerichtet, wo in einiger Entfernung ein Fackelzug zu sehen war, der sich der Niederlassung näherte.

    Natürlich hätte man den Gefangenen auch in den Gefängnissen in Port Royal unterbringen können, doch obwohl Beckett ihn hasste, so wollte er ihn doch so nah bei sich wissen, wie es ging, was in diesem Fall bedeutete, ihn hier einzusperren und nirgendwo sonst.

    Der Lord trat mit seinem Offizier aus dem Schatten des Vorbaus des Hauses heraus und auf die Neuankömmlinge zu.

    Fortführung dieser Szene: Vor der Niederlassung



    Re: Korridore

    Lord Beckett - 03.08.2006, 19:23


    pp: Vor dem Haus

    Becketts Züge glätteten sich wieder und die alte Maske von englischer Höflichkeit legte sich über sie, während er den Mann Sparrow versuchte aus seinen Gedanken zu verbannen. Er sollte ihn nicht länger beschäftigen.
    Norrington jedoch wahrscheinlich schon, auch wenn Beckett sich noch nicht ganz sicher war, in welcher Weise.

    Der Lord hob den Kopf, bog um eine Ecke und strebte den Speisesaal an, dessen leise quietschende Tür er dieses Mal bewusst quietschend öffnete, um sein Kommen anzukündigen.

    tbc: Speisezimmer



    Re: Korridore

    Jack Sparrow - 03.08.2006, 20:00


    pp: Vor dem Haus

    Jack sah neugierig von links nach rechts. Das lag nicht nur daran, dass er wie bereits erwähnt sehr neugierig war, sondern auch damit, dass sein Gedächtnis jede Einzelheit in sich aufnahm und speicherte, sollte er einmal in die Verlegenheit kommen fliehen zu müssen. Da konnten geeignete Kulissen durchaus hilfreich sein.

    "Beweg dich!" fauchte ihn die Spaßbremse an und Jack zog eine Augenbraue hoch, war kurz versucht ganz stehen zu bleiben, entschied sich aber dagegen.
    "Ich verstehe diese offene Antipathie gar nicht." fing er stattdessen an fröhlich drauf los zu reden. "Ihr habt mich freundlicherweise aus dem Wasser gezogen und ich war dafür ganz friedlich in Eurem Kerker und habe nicht einmal versucht zu fliehen. Ich finde das wirklich kulant. Und selbst wenn Ihr das nicht so seht, warum habt Ihr mich nicht einfach wieder ins Meer geworfen, als Euch meine Nase nicht gepasst hat? Ihr seht, es gibt also keinen Grund ausfallend zu werden. Ich sage Euch ja auch nicht, dass Eure Perrücke schief sitzt und Euch damit aussehen lässt wie jemand, der einen Bootsfeudel mit einer Kopfbedeckung verwechselt hat..."

    Der Engländer funkelte ihn wütend an und Jack grinste entwaffnend.
    "Dir wird dein Grinsen schon vergehen, Bursche!" knurrte er und Jack lächelte noch ein wenig mehr.

    Sie schritten die Treppen in den Keller hinab und Ross versetzte ihm einen Stoß, der ihn die letzten Stufen hinunterpurzeln ließ.

    tbc: Verliese



    Re: Korridore

    James Norrington - 03.08.2006, 22:11


    pp: Esszimmer

    Norrington trat auf den Gang hinaus, und ließ seinen Blick durch den Korridor schweifen.

    Er war leer, wie immer. Keine Spur von Beckett, und auch die Bediensteten ließen sich nicht blicken.

    Norringtons Gemüt kühlte sich ab, als er sich auf das Anwesen konzentrierte.
    Er erinnerte sich daran, wie er hereingeführt worden war, kannte inzwischen die großen, einladenden Korridore, Becketts Arbeitszimmer, das Esszimmer... und der Raum, in welchem er gebadet hatte....

    Schweigend entschied er sich für eine Richtung, und stapfte in eben jene los, während er einige spärliche Gedanken an den nächsten Tag verschwendete.

    Es war komisch. Früher hatte er nie von Tag zu Tag gedacht, sondern von Ziel zu Ziel, und wenn diese Ziele zu erreichen Monate oder auch Jahre beansprucht hatte.

    Er blieb vor einer geöffneten Türe stehen, und lugte hinein.
    Dann entdeckte er den Stoffbeutel, in welcher sich seine Uniform befand, in dem Raum, und er entschied, dass diese Tatsache ihren Grund darin hatte, dass ihm diese Räumlichkeit für die Nacht zur Verfügung stand, so trat er ein.

    tbc: Gastunterkunft.



    Re: Korridore

    Lord Beckett - 03.08.2006, 23:27


    pp: Gästeunterkunft und immer noch Singer und nicht Beckett

    "Ja, Sir, das ist korrekt. Ich bin Kadett auf der Swan's Pride. Das Schiff, welches den Mann aus dem Wasser zog. Wir hatten Gewürze und Kaffee an Bord, sind also ein Handelsschiff."

    Mit klackenden Absätzen und forschem Schritt marschierte er die blankgescheuerten Korridore entlang, erhaschte wie immer keinen Blick auf die Angestellten und fühlte sich dadurch- ebenfalls wie immer- verunsichert.



    Re: Korridore

    James Norrington - 03.08.2006, 23:43


    "Ein Handelsschiff?" Wiederholte Norrington.
    Das wunderte ihn kaum. Die Handelsschiffe in letzter Zeit waren zumeist mit mehr Soldaten beladen, als mit Handelsgütern.

    Und dass der Junge Kadett war, konnte er sehen.
    Allerdings vermutete er, dass der Junge sich nicht anmaßte, irgendetwas in ihn hineinzuinterpretieren.

    Obwohl Singer ein recht zackiges Tempo vorlegte, beeilte sich James nicht sonderlich.

    Sie würden noch früh genug damit beginnen können, Jack Sparrow auseinanderzunehmen, da brauchte er nicht auch noch seine Schritte zu beschleunigen.

    "Macht langsam, Kadett." Forderte er Singer auf, ein wenig Tempo wegzunehmen.
    "Der Pirat läuft uns nicht davon."

    Und wenn doch, wäre es auch nicht schlimm.

    "Und wir werden auch so früh genug bei ihm ankommen."

    Und tun, was getan werden muss, ohne tun zu wollen, was ich tun muss.

    Er schloss zu Singer auf, so dass er neben ihm zu laufen kam.
    "Ich habe Euch gestern gesehen." Begann er erneut.
    "Ihr hattet Mitleid." Er sah den Kadetten von der Seite an.
    "Es mag Euch nichts bedeuten, und Ihr werdet es vielleicht nicht verstehen, Kadett, aber ich rate Euch, Euch dieses Mitleid nicht nehmen zu lassen. Ein guter Offizier ist nicht jener, der blind Befehlen gehorcht, sondern jener, der auch den Mut hat, sie anzuzweifeln."
    James sah Singer an, und in seinen Augen funkelte es.

    Er bemerkte, dass sie vor der Tür angekommen waren, die zu den Verliesen führen musste, und sah ihn forschend an.
    "Beabsichtigt Ihr, mich zu begleiten, oder wollt Ihr Euch das ersparen?"

    tbc: Verliese



    Re: Korridore

    Lord Beckett - 03.08.2006, 23:50


    Singer blieb stehen und lauschte Norringtons Worten. Er begriff, dass hier ein Mann sprach, der Erfahrungen gemacht hatte. Erfahrungen, die ihn zu seinen Erkenntnissen gebracht hatte und ihn nun veranlassten zu sprechen, wo man im Hause Becketts vielleicht lieber schweigen sollte.

    Dennoch...

    Singer hob den Blick.
    Der Mann sprach von Mitleid, während er auf dem Weg war, um dem Kerkermeister im Zweifelsfall anzuweisen einen Mann zu foltern. Wie weit war es mit dem Mitleid her, wenn man die Kommandostruktur im Nacken hatte?
    Singer war neugierig.

    "Ich werde Euch begleiten, Sir." sagte er daher ruhig. "Wenn Ihr es mir gestattet."

    tbc: Verliese



    Re: Korridore

    James Norrington - 05.08.2006, 02:01


    pp: Gefängnisse

    Norrington schritt nachdenklich die Stufen wieder hinauf.
    In den Korridoren angekommen, ging er zunächst vorauf, bemerkte aber, dass der junge Kadett in Gedanken versunken war, und er konnte sich gut vorstellen, was in dem Offizier vorging, wenn er auch nur annähernd so war, wie er in seiner Jugend.

    Und er musste zugeben, der Junge erinnerte ihn in einigen Bereich an sich selbst.
    Mit dem Unterschied, dass Singer seine Ideale und Ziele jetzt bereits zu begraben schien.

    "Ihr seid schweigsam." Stellte der Commodore fest, und warf Singer einen Seitenblick zu.
    Und ich nehme an, Ihr haltet mich nun für einen Heuchler."Ich bin sicher, Ihr fragt Euch, was Ihr von den Worten eines Mannes halten solltet, der nur wenige Minuten später seine eigenen Prinzipien beiseite legt." Erklärte er langsam, und nahm sich dabei die Zeit die er brauchte.
    "Ich werde jetzt nicht versuchen, das zu erklären, da Ihr es ohnehin nicht verstehen könntet... weil Euch diverses Wissen und Erfahrungen einfach fehlen."

    Er ging immer noch ruhig neben Singer her.
    "Aber als ich sagte, Ihr solltet Euer Mitleid nicht weggeben, da sprach ich von Euch, und nicht von mir." Seine Augen trafen die des jungen Offiziers.
    "Lernt es, Euch zu artikulieren, wenn Euch etwas nicht passt, oder lernt es zu schweigen. Beides zusammen könnt Ihr nicht haben. Oder sollte ich eher sagen beides zusammen wird Euch auf die Dauer zerstören?"



    Re: Korridore

    Lord Beckett - 05.08.2006, 02:16


    "Ihr gebt mir also Ratschläge... wie es das Privileg eines erfahrenen Mannes nun auch sein darf... ich versuche sie anzunehmen... aber Ihr werdet mir sicher zustimmen, dass Ratschläge, die in Worten gesprochen und mit Handlungen entkräftet werden, mich eher an die Natur eines Schlages als an die eines Rates erinnern."

    Singer schaute nicht weg.

    "Ihr habt Recht mit dem, was Ihr sagt. Mir fehlen Erfahrung und Wissen und ich kenne die Hintergründe Eurer Geschichte und dieser Geschichte nicht, aber ich weiß, dass es Dinge gibt, die man tun kann und jene, die man nicht tun kann."

    Der Glanz in den Augen war ungebrochen.
    "Ich habe gesehen, was die EITC von aufrechten und ehrlichen Männern verlangt... und ich weiß, dass das nicht mein Weg sein wird. Nennt mich fanatisch, ich nenne es konsequent. Dieser Mann ist ein Pirat, ja, aber wir fischten ihn gerade noch lebendig mit ekelhaften Wunden an Händen und Körper aus dem Wasser, sperrten ihn weg und hofften, dass er zäh genug sei ohne unsere Hilfe die Überfahrt zu überstehen, nur damit er hier für etwas auseinandergenommen wird, was er offensichtlich nicht weiß. Ja, er hat Verbrechen begangen und ja, er weiß, dass ihn dafür der Galgen erwartet, und nein, ich kenne ihn nicht und schulde ihm nichts aber nein, das, was ich gesehen habe, hatte nichts mehr mit Bestrafung zu tun. Was Mylord will, ist Rache und nichts anderes... Weshalb Ihr sein Werkzeug seid, wisst nur Ihr selbst..."

    Singer schlug seine Hacken zusammen, als sie vor Becketts Arbeitszimmer angekommen waren und sah Norrington ins Gesicht.
    "Verzeiht meine Dreistigkeit, Sir, aber da ich ohnehin meinen Abschied nehmen werde oder mich zumindest zurück nach England versetzen lasse, werdet Ihr es wohl nicht noch einmal erleben müssen in mein unverschämtes Gesicht zu sehen..."

    Er verneigte sich steif.

    "Mein Dienst ist erfüllt..."

    Er wandte sich zum Gehen.

    "Und wenn ich eine letzte Vermutung äußern darf, Sir... das Pergament... er sagte er gebe es anstatt eines Kompasses... ich denke dennoch, dass es nicht für den Lord bestimmt war... sondern für Euch."

    Mit diesen Worten schickte er sich an zu gehen.



    Re: Korridore

    James Norrington - 05.08.2006, 02:33


    Norrington ließ den jungen Mann reden, ohne ihn zu unterbrechen.
    Wozu auch, hatte er doch recht, mit dem, was er da von sich gab.
    Der ehemalige Commodore bedauerte nur irgendwie, dass der Kadett erst jetzt zu sprechen begann, und nicht schon zuvor seine Ansicht vertreten hatte.

    "Rache." Griff Norrington auf.
    "Ja, ich denke genau darum geht es." Bestätigte er.
    "Nur wird unser Wissen darum, dass Beckett Rache zu üben sucht, weder Euch, noch mir, noch Sparrow in irgendeinster Art hilfreich sein."
    Antwortete er, und auch seinen Worten war die Logik nicht abzusprechen.

    "Ihr sagt, dass es Dinge gibt, die man tun kann und Dinge, die man eben nicht tun kann." Fügte er hinzu.
    "Es macht einen Unterschied, ob man etwas eigenhändig tut, oder nur dabei zusieht." Pflichtete er dem jungen Mann zu.
    "Doch nur dabei zu stehen, und nichts zu tun, erachte ich als nich viel ehrlicher oder gerechter."

    Er musterte Singer genauer, und dachte über den Jungen nach.
    Er wollte seinen Abschied nehmen? Nach England gehen?
    Nun, vielleicht hatte er mehr Glück als er selbst.
    Jedenfalls, so war er sich sicher, war der Junge aufrichtig und gerecht, und somit eigentlich für die Royal Navy prädistiniert.

    Er schenkte Singer ein Nicken und lächelte dann sogar kurz.
    "Vielen Dank, für den Hinweis, Mr. Singer, aber das war mir bereits bewusst." Erwiderte er.
    "Ich kenne Mr. Sparrow, und das einzige, was er Beckett freiwillig überlassen würde, ist die Kugel im Lauf seiner Pistole..."
    Er schüttelte leicht den Kopf.
    "Ihr werdet Euren Weg finden, Mr. Singer." Meinte er nachdenklich.
    So wie ich meinen gefunden habe.
    Mit diesen Worten wandte er sich von ihm ab, und klopfte laut und deutlich an die Türe zu Becketts Arbeitszimmer.



    Re: Korridore

    James Norrington - 05.08.2006, 13:20


    pp: Gastunterkunft.

    Norrington schritt entschieden aus seinem Zimmer den Gang entlang.
    Der Korridor war wie leergefegt, so wie es immer war, doch ihm war bewusst, dass das noch lange nicht heißen musste, dass ihn niemand sah oder hörte.

    Er ging nicht übermäßig schnell, aber dafür um so entschlossener voran, und gelangte schon nach kurzer Zeit an die Türe, die ihn zum Kerker führen würde.

    Er zögerte, blickte kurz in beide Richtungen, und verschwand dann darin.

    tbc: Verliese



    Re: Korridore

    James Norrington - 05.08.2006, 16:33


    pp: Gefängnisse

    Norrington näherte sich den zwei Bedienstenen auf dem Gang - den ersten, die er seit seiner Ankunft auf diesem Gang erblickte - um sie geräuschlos niederzuschlagen, als ein lautes Plopp die Männer auf ihn aufmerksam machte.

    Er verdrehte die Augen, blickte in ihre verdutzten Gesichter, und sprang zur Seite, als Sparrow sich die Vorhänge schnappte, und die Männer darin einwickelte.

    Norrington schüttelte den Kopf, holte erneut aus, und führte seinen ursprünglichen Plan, die beiden mit einem dumpfen Schlag seines Säbelgriffes niederzustrecken, aus.
    Die beiden Engländer sanken lautlos in sich zusammen, und Norrington sah von ihnen zu Jack.
    "Wollt Ihr unbedingt erwischt werden?" Fragte er ihn unfreundlich.
    "Gefällt es Euch hier so gut, dass Ihr unbedingt in den Kerker zurück wollt?" Er hob die Augenbrauen.
    "Mir nicht." Fügte er hinzu.
    "Ich wäre Euch also verbunden, wenn ihr in Zukunft.... ein wenig mehr Acht geben könntet." Seine Augen funkelten.
    "Ich weiß, es fällt Euch schwer..." Fügte er hinzu.
    Genau so wie es mir schwer fällt die Waffe auf andere zu richten.
    Er winkte ab.

    "Ah..." wieder runzelte er die Stirn.
    "Die Sache mit der Flucht...." Meinte er. "Wird wohl doch noch ein wenig komplizierter..."

    Da ich noch einen Fehler zu korrigieren habe.

    Er deutete auf Becketts Arbeitszimmer.
    "Das Herz." Raunte er Jack zu,



    Re: Korridore

    Jack Sparrow - 05.08.2006, 16:45


    Jack sah Norrington unschuldig an und schloss dann seinerseits die Augen gekoppelt mit einem genervten Augenbrauenhochziehen, während der Commodore beschäftigt war.

    Das Herz?!
    Iek!

    "Äh ja... das sollten wir mitnehmen... aber... Meint Ihr nicht, Beckett ist..."

    Die Tür ging auf und gab den Blick auf den Lord frei, der am Schreibtisch saß und den Kopf hob, als so unvermittelt Stimmen in dem Raum zu hören waren, während sein Bediensteter plante ihn zu verlassen.

    "Da drin?" vollendete Sparrow seinen Satz leise.
    Er schnappte sich den Bediensteten, drehte ihn um und benutzte ihn als Pappaufsteller, doch natürlich half das nicht.

    "Sparrow!" zischte Beckett und sein Blick glitt zu Norrington.
    "Ihr verratet aber auch wo Ihr könnt, nicht wahr? Oder seid Ihr tatsächlich so dämlich als Geisel genommen worden zu sein?"

    Während er noch redete, zog er seine Waffe und zielte. Jack stieß seine neue Geisel von sich und riss Norrington mit zu Boden.
    Dort angekommen glitt seine Hand zu einem wohlbekannten Dolch, er drehte sich auf den Rücken und warf aus dem Liegen heraus- tat dies sogar verdammt gut.
    Beckett schenkte er nichts.

    Er nutzte den Moment der Irritation, um Norrington, der gerade wieder zu sich fand einen Schubs in Richtung Sessel zu geben und selbst einen heißen Sprint zu einem anderen hinzulegen.
    Zum Glück brauchte die Waffe eine Weile, um nachgeladen zu werden.



    Re: Korridore

    James Norrington - 05.08.2006, 17:00


    "Eine Geisel mit einem Säbel in der Hand? Wohl kaum." Entgegnete Norrington, hatte kaum geendet, als Beckett auch schon auf sie schoss, und er mit Sparrow zu Boden fiel.

    Er rollte sich zur Seite, richtete sich wieder auf, and sprang in die entgegengesetzte Seite, in die sich Sparrow bewegte.
    Beckett konnte sie schlecht beide gleichzeitig erschießen.
    Der Lord lud seine Waffe nach, und Norrington nickte Jack kurz zu, als Zeichen, dass sie ihn von zwei Seiten angreifen sollten.
    Was gefährlich war, war die Waffe.
    Aber von der einmal angesehen, hatte Beckett auch immer noch einen Säbel, mit dem er umzugehen verstand.

    "Ich verrate nicht, Mylord." Erwiderte er dann unverbindlich lächelnd. "Ich korrigiere einen Fehler. Erneut." Er zuckte mit der Schulter, während er sich in dem Raum umsah, um in Erfahrung zu bringen, ob er mit irgendetwas werfen konnte.
    "Und ich glaube, ich vergaß, zu erwähnen, dass ich auf der Pearl angeheuert habe...und Ihr folglich meinen Captain gefangen haltet..."
    Der Lord feuerte einen weiteren Schuss in Sparrows Richtung ab, und Norrington stürzte daraufhin nach vorne, auf Beckett zu.
    Es gelang ihm, den Lord die Pistole aus der Hand zu reißen, doch dafür machte er Bekanntschaft mit dessen Säbel.

    Es wurde Zeit, dass er Sparrow ebenfalls einen Säbel besorgte!



    Re: Korridore

    Jack Sparrow - 06.08.2006, 12:58


    pp: Stylokulisse zum Fliehen

    "Wenn ich mich nicht vollkommen irre... müssten wir jetzt links entlang..." sagte Singer, klang dabei aber nicht sicher, als sie an einer T-Kreuzung angelangt waren. "Ich bin nicht allzu oft hier..."

    "Was, wie Ihr mir zustimmen werdet, nicht für die Stallmagd gesprochen hat und daher..." Sparrow hob die Hände. "Schon gut. Denkt nach."

    Singer konzentrierte sich, runzelte die Stirn und seine jugendlichen Züge spannten sich an, bevor er sagte. "Ja, links entlang."

    Der Pirat stieß sich von der Wand ab und es gab ein unangenehm trockenes Knackgeräusch, woraufhin er kurz taumelte, den anderen aber signalisierte weiterzugehen.
    Kraki würde auf den letzten Metern dieser "Hausflucht" (danach kam ja noch eine andere) nicht gewinnen... zumal er oder sie überhaupt nicht zugegen war!

    Der Pirat grinste, während er hinter den anderen beiden hertaumelte.
    Doch das Lachen verging ihm, als sie tatsächlich die Stallungen erreichten und ihm mit einem Mal klar wurde, worauf das hinauslaufen würde.

    Oh holy sea!

    Verstört blickte er zu den Pferden in ihren Boxen.
    "Wir fliehen... damit?" versicherte er sich und seine dunklen Augen wanderten von einem Tier zum anderen.
    "Die Idee ist gut!" betonte Singer und wollte mit Satteln beginnen, doch Norrington schüttelte gereizt den Kopf.
    "Bis dahin haben die uns zweimal wieder eingesammelt. Es muss so gehen." sagte er.

    Singer schluckte.
    "Nehmt das da!" sagte der ehemalige Commodore. "Und Jack mit zu Euch."
    Was er meinte, war ein bereits fertig gesatteltes Pferd, das wofür auch immer angepflockt worden war, während er selbst tatsächlich in Reinform reiten wollte.

    Singer staunte. Der Mann musste gut sein.
    "Kommt." sagte er zu Sparrow, der hinter ihm her torkelte.
    Irgendwie schafften die beiden Männer es auf das Tier hinauf und Singer nickte.
    "Und nun?"



    Re: Korridore

    James Norrington - 06.08.2006, 14:02


    Norrington schnappte sich den N?chstbesten Rappen, der ein Halfter trug, griff in die M?hne des Tieres, und schwang sich auf seinen R?cken.
    Er war Seefahrer durch und durch, doch es hatte auch Zeiten gegeben, in welchen er mehr Land gesehen hatte, als ihm lieb gewesen war.

    Und aus jenen Zeiten resultierte seine F?higkeit, sich auch auf Land vorz?glich forzubewegen, wahlweise unter der Zuhilfenahme von Pferden.

    "Und nun?" Fragte Singer unsicher, als er es geschafft hatte, vor Sparrow auf das Pferd zu klettern.

    Norrington sah ihn pr?fend an, und dann Jack, der trotz sitzender Position geh?rig wankte und dann zu der offenen Stallt?re.
    "Nun w?rde ich sagen, sollte sich Mr. Sparrow besser gut festhalten." Entgegnete er, dr?ckte seinem Reittier die Abs?tze seiner Stiefel in die Flanken woraufhin es lospreschte, als sei der Teufel pers?nlich hinter ihm her.

    Je schneller sie ritten, um so schwieriger w?rde es werden, auf sie zu zielen, oder ihnen zu folgen.
    Und sie mussten ja schlie?lich nur die Hauptverkehrsstra?e von Port Royal passieren, um dort zum Hafen zu gelangen.
    Und im Hafen brauchten sie ja auch nur ein Schiff Segelklar zu machen.... zu dritt!
    Nun, vielleicht hatte der Lord Recht gehabt, und ihre Flucht war wirklich unm?glich.
    Andererseits, so sagte sich Norrington, war es nun ohnehin zu sp?t um umzukehren.

    Er sah nach hinten, und stellte fest, dass Jack immer mehr zur Seite driftete, und beide, sowohl Sparrow als auch Singer immer weiter zur?ckblieben.
    Der Commodore sch?ttelte den Kopf, wendete scharf sein Pferd und schloss wieder zu den Beiden auf.
    "Jack haltet Euch fest, verflucht noch eins...!" Ermahnte er den Captain, obwohl er sah, dass es ihm schwer fiel, sich ?berhaupt auf dem Pferd zu halten.
    Er schlug dem Pferd der beiden mit der flachen Seite des S?bels auf die Kruppe, so dass es erschrocken einen Satz tat, aber ebenso pl?tzlich beschleunigte.
    Sparrow hing dabei noch schr?ger vom Pferder?cken herunter und f?r einen kurzen Moment kam Sparrows Kopf den Pferdehufen gef?hrlich nahe.
    Der Pirat machte ein wenig erfreutes Gesicht, schnitt eine Grimasse, schaffte es aber nicht, sich aus eigener Kraft bei dem Tempo wieder hochzuziehen.

    Eine Hand griff nach ihm und der zugeh?rige, kr?ftige Arm zog ihn halbwegs nach oben, so dass er in Norringtons unbewegtes Gesicht sehen konnte.
    Es war ja auch zu viel verlangt, dass in Sparrows Gesellschaft einmal etwas glatt lief, oder?
    Er trieb sein Pferd n?her an das von Singer herang, und zog dann mit aller Kraft an Sparrow, so dass dieser ohne eigenes Zutun hinter Norrington auf dem R?cken des schwarzen Pferdes landete.
    "Und jetzt haltet Euch gef?llig fest..."
    Er sp?rte, wie Sparrow seinem Wunsch nachkam und tats?chlich die Finger in seine Kleidung krallte.
    ".... und lasst meine Uniform dabei nach M?glichkeit heil..."
    Vor ihnen wurden die belebten Stra?en Port Royals sichtbar.
    "Ich wei?... die ganze Fluchtaktion war meine Idee, Mr. Sparrow aber.... habt Ihr zuf?llig eine oder mehrere Ideen, wie wir von Port Royal fliehen sollten, ohne den Seeweg zur Hilfe zu nehmen?" H?tte er nicht nach vorne gesehen, h?tte er Sparrow einen fragenden Blick zugeworfen, aber so sah er nur angestrengt nach vorne.

    Nun, ich glaube nicht.

    Er seufzte. Er hatte bereits einmal erlebt, wie Sparrow die Interceptor gekapert hatte, in dem er so getan hatte, als wolle er eigentlich die Dauntless f?r sich beanspruchen.
    Damals waren sie zu zweit gewesen, und hatten es erfolgreich geschafft, ihm das Schiff unter der Nase wegzuklauen.
    Dass dieser Trick nochmals funktionieren w?rde - noch dazu in Port Royal - wagte er allerdings zu bezweifeln.



    Re: Korridore

    Jack Sparrow - 06.08.2006, 14:23


    "A little bit picky today, aren't we." knurrte Sparrow, der alle Mühe hatte sich in seinem Zustand auf einem schnell dahingaloppierenden Pferd zu halten.

    Er lockerte seinen Griff ein wenig und suchte nach einer anderen Möglichkeit in engem Körperkontakt zu Norrington zu bleiben, ohne seine Uniform zu lädieren.

    "Ich wasche sie Euch auch." murmelte er in Anbetracht seiner ramponierten Hände. "Ich kann das... ehrlich!"

    Er verstummte. In diesem Zustand war ihm nicht nach sprechen zumute.

    "Commodore," sagte er schließlich doch. "Ich weiß nicht, wie man ohne Seeweg von Port Royal flieht, denn meines bescheidenen und geringen Wissens nach liegt der nette Ort hier auf einer Insel... wir werden uns also ein Schiff, wahlweise auch ein Boot kapern müssen. Da wir allerdings für ein Schiff ein Boot brauchen, weil ohne Boot kein Schiff, denke ich fangen wir damit am besten an."

    "Wir können schwimmen..." keuchte Singer. "Zu den großen Schiffen meine ich."

    Sparrow verdrehte die Augen.
    "Im Normalfall ja, aber im Moment nein. Zumindest ich werde die Distanz nicht schwimmend überbrücken können, klar?"
    "Aber..." wandte Singer ein und Sparrow war kurz davor Ähnlichkeiten mit einem Pulverfass zu bekommen *bumm*.

    Norrington schritt ein.
    "Nein... Ihr habt ihn gesehen... der Mann schwimmt nirgendwo mehr hin... ich bin schon beeindruckt, dass noch immer so formvollendet und Sparrowtypisch fliehen konntet."

    "Danke." murmelte Jack und hielt dann den Mund.



    Re: Korridore

    James Norrington - 06.08.2006, 15:19


    Norrington merkte, dass Jack seinen Griff ein wenig lockerte, hoffe jedoch, dass der Pirat nicht ganz loslassen und herunterrutschen würde.

    "Ich wasche sie Euch auch." murmelte Jack leise und James wusste, dass er es ehrlich meinte. Und gut. "Ich kann das... ehrlich!"

    "Lasst gut sein, Jack." Entgegnete er leise, aber deutlich genug, damit der Pirat es vernehmen konnte.

    Schweigend trieb er das Pferd weiter voran, bis Jacks Stimme erneut an sein Ohr drang.

    "Commodore," Hörte er Jack sagen, und ein leichter Schauder durchlief seinen Körper.

    Nicht mehr, Jack. Nicht mehr.

    "Euer Wissen täuscht Euch nicht." Erwiderte er zustimmend, während er den Worten des Piraten lauschte.
    Ein Ruderboot?
    Das war Riskant, aber in Anbetracht ihrer Lage ein durchaus annehmbarer Vorschlag.

    Singer hatte wieder aufgeholt und mischte sich in das kurze Gespräch ein.
    Norrington schwieg zunächst, und beendete dann die Diskussion, in dem er Partei für Sparrow ergriff.
    Er konnte sich vorstellen, was dem Captain angetan worden war, und er wusste, was er selbst ihm angetan hatte.
    Er konnte und wollte ihm nicht mehr zumuten als das, was sie bereits hinter sich hatten.
    Viel länger hätte er nicht warten dürfen, und er hätte den Captain in Einzelteilen zusammen suchen können!

    Die Pferde erreichten die Verbindungsstraße in Port Royal, und Norrington zügelte seinen Rappen hart.
    "Es wird wohl besser sein, zu Fuß im Schutze der Häuser weiterzugehen." Schlug er vor, glitt elegant von seinem Reittier, und reichte Sparrow dann kommentarlos die Hand.
    "Unauffälliger." Fügte er hinzu, und sah in die Richtung, in welche sie sich bewegen würden.
    Das glitzernde Meer, welches gerade zu nach ihnen zu rufen schien... der raue Wind, der vom Meer aus in ihre Richtung zerrte....
    Ja, das hier war richtig.
    Und es fühlte sich richtig an.

    Er schlug den Pferden mit der flachen Hand auf die Kruppen, und ließ sie fortlaufen.
    So würden sie wenigstens die Verfolger vorerst in die falsche Richtung lenken!

    Seine Hand legte sich um den Griff des edlen Säbels an seiner Seite.
    "Gentlemen..." Sagte er, und bedeutete Singer voranzugehen, während er Seite an Seite mit Sparrow folgte.

    tbc: Port Royal / Straßen



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum sevenseas.de

    Unter Deck - gepostet von Catherine Stardust am Sonntag 06.08.2006
    Forum Aventuricum - gepostet von Antje am Freitag 15.09.2006
    Felsen vor dem Hafen von Tortuga - gepostet von James Norrington am Mittwoch 13.09.2006
    Tag 3 - gepostet von Jack Sparrow am Samstag 16.06.2007



    Ähnliche Beiträge wie "Korridore"

    Korridore - Merlin (Donnerstag 15.06.2006)
    Korridore - JustinJones (Sonntag 05.11.2006)
    Korridore, 14.05.2007 - Silly (Montag 14.05.2007)
    Korridore - Guinevere (Samstag 22.10.2005)
    Gänge und Korridore - Elrond von Bruchtal (Sonntag 25.06.2006)
    Korridore - Professor X (Dienstag 06.06.2006)
    Korridore - Professor X (Montag 05.06.2006)
    Gänge und Korridore - Markus Corvinus (Freitag 29.09.2006)
    Was zum Lachen!!! - Bluewing (Mittwoch 28.04.2010)
    Korridore - Professor X (Montag 05.06.2006)