Balkon

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    Re: Balkon

    James Norrington - 29.07.2006, 19:53

    Balkon
    Von hier aus kann man den Hafen der IETC überblicken, und zudem bietet der Balcon einen schönen Ausblick über Land und Meer.



    Re: Balkon

    James Norrington - 29.07.2006, 21:10


    pp: Korridore

    Norrington trat durch eine fein gearbeitete, elegant verzierte Türe auf den Balkon.

    Die frische Abendluft wehte ihm in das Gesicht und zerrte sanft an seinem noch nassen Haar.
    Er atmete tief ein und tat einen Schritt nach vorne, auf das säulenartige Geländer zu.

    Er legte die Hände auf der Brüstung ab, und sah in die Dunkelheit, die sich über Land und Wasser gesenkt hatte.

    Das Meer glitzerte, wenn es das Mondlicht traf, und Facetten von hellem Licht schaukelten mit den Bewegungen der Wellen.

    Der Commodore spürte den salzigen Geschmack auf seinen Lippen, und fühlte eine alte Sehnsucht in sich aufkeimen.

    Er hatte einmal erklärte Ziele, Absichten und Ansichten gehabt, doch alles war in letzter Zeit zunehmend ins Wanken geraten.

    "Ihr seid ein feiner Mann, James. Und Ihr habt ein gutes Herz."
    Wieder und wieder kamen ihm die Worte Elizabeths in den Sinn, doch nicht nur ihre.

    War er wirklich ein guter Mensch? Und wenn ja, wieso hatte sich die Frau seines Lebens dann gegen ihn entschieden?

    "Habe ich verdient, was ich bekommen habe?" Fragte er in die laue Nacht hinaus, aber weder Wind noch See gaben ihm eine Antwort.
    "Habe ich das?"
    Ungehört verklangen seine Worte in der düsteren Nacht, aber das machte es nicht besser.
    "Vielleicht habe ich das."
    Schweigen begleitete ihn, und Norrington stützte sich nun auf das Balkongeländer um sich ein wenig nach vorne zu beugen.

    Vielleicht habe ich einen Fehler gemacht.
    Ganz sicher sogar.
    Ich frage mich nur, ob der Fehler war, Sparrow zur Strecke bringen zu wollen, oder viel eher ihn gehen zu lassen, als ich ihn hätte hängen können.

    James seufzte tief.

    Er hatte die Chance gehabt, Sparrow dem Galgen zuzuführen.
    Und er hatte ihn ziehen lassen!
    Aus Sympathie... nein... aus Dankbarkeit viel eher.
    Sparrow hatte Elizabeth das Leben gerettet.
    Und Norrington hatte ihm auf die einzige Art gedankt, auf die er einem Piraten danken konnte.

    Und jetzt? Sieh dich an James!
    Sieh, was aus dir geworden ist!
    Willst du immernoch behaupten, du wärest besser, als all jene, die du hasst und verfolgst?

    Der Wind blies ihm kalt ins Gesicht, und benetzte sein Gesicht mit feinen Wassertröpfchen, die der aufgewühlten See entsprangen.

    "Ihr solltet wissen, dass Euer Namen an meinen gebunden sein wird."
    Becketts Worte unterbrachen seine Gedanken erneut.
    Er war im Begriff, sich von diesem Manne abhängig zu machen, und es war ihm alles andere als egal.
    Beckett hatte die Möglichkeit und die Mittel, ihn wieder zu dem Mann zu machen, der er war.
    Aber er würde dafür einen Preis verlangen, und der lag nicht bei Davy Jones Herz, sondern ging weit darüber hinaus.

    Er machte sich selbst zu Becketts Diener, und es gab keinen Weg, das zu ändern, wenn er das haben wollte, was er am Meisten begehrte.
    Er hatte sich selbst in diese Lage manövriert.
    Er hatte versagt, und die Konseqzenzen für das zu tragen gehabt, was er getan hatte.

    Er hatte einmal zu Captain Sparrow gesagt, dass eine gute Tat alleine ein Leben voller Schlechtigkeit niemals auszulöschen vermochte.
    Nun fragte sich James, ob es nicht umgekehrt eben so war.
    Vermochte eine schlechte Tat alleine ein Leben voller Hingabe und Passion für das Richtige, die Gute Sache auszulöschen?

    Ihm erschien es jedenfalls so und je mehr er darüber nachdachte, umso mehr kam er zu dem Schluss, dass dgenau das auf ihn zutraf.
    Und das war für gewöhnlich der Augenblick, in welchem James Norrington zum Rum griff, um sich maßlos zu betrinken und seinen Verstand zu benebeln.
    Und auch jetzt wanderte seine Hand zur Brusttasche des Jacketts, welches er trug - doch da war nichts. Keine Flasche.
    Kein Rum.

    Und James atmete tief durch.
    Es war besser so.

    Und es wurde Zeit, wieder an sich zu arbeiten.
    Er richtete sich wieder auf, und sein Blick schweifte erneut wieder in die weite Ferne des Meeres, in welchem sich das Mondlicht spiegelte.

    Und, wie die Legenden sagten, die Seele eines jeden Seefahrers.
    Vielleicht würde auch seine Seele irgendwann einmal mit den Wellen brechen.



    Re: Balkon

    James Norrington - 29.07.2006, 22:59


    "Mr. Norrington, Sir?" Der Mann war auf den Balkon getreten, ohne dass Norrington ihn gehört hatte, und auch jetzt machte James zunächst keine Anstalten, die verrieten, dass er die Worte des Bediensteten gehört hatte.

    "Commodore..." Fügte Fennerby mit fragendem Unterton leise hinzu, und erst jetzt reagierte Norrington.

    Er wandte ihm den Kopf zu, und richtete sich dann auf um den Mann mit fragendem Blick zu mustern.

    Fennerby lächelte höflich.
    "Lord Beckett bittet um Eure Anwesenheit beim Dinner. Er lässt ausrichten, dass ihm sehr viel an Eurem Erscheinen liege." Erklärte er mit näselnder Stimme und Norrington konnte sich der Assoziation mit einem persönlichen Butler nicht erwehren.

    Beckett wollte mit ihm essen? Aus welchem Grund? Sicher nicht aus reiner Nächstenliebe!
    Aber abzulehnen wäre töricht, also blieb ihm wie so häufig in letzter Zeit kaum eine andere Wahl, als anzunehmen.
    Davon abgesehen hatte er seit Tortuga nichts mehr gegessen.
    Und eine richtige Englische Mahlzeit... klang durchaus verlockend.

    Er nickte.

    "Sehr schön." Fügte Fennerby hinzu.
    "Folgt mir bitte." Er ging voran und verließ den Balkon um über den Korridor zum Esszimmer zu gelangen.

    tbc: Korridore



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