Delfine

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    Re: Delfine

    White_Tiger - 25.07.2006, 18:10

    Delfine
    Delfine



    Systematik
    Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
    Überordnung: Laurasiatheria
    Ordnung: Wale (Cetacea)
    Unterordnung: Zahnwale (Odondoceti)
    Überfamilie: Delfinartige (Delphinoidea)
    Familie: Delfine
    Wissenschaftlicher Name
    Delphinidae
    Gray, 1821
    Unterfamilien

    * Schwertwale (Orcininae)
    * Echte Delfine (Delphininae)
    * Grindwale (Globicephalinae)
    * Cephalorhynchinae

    Die Delfine (Delphinidae) gehören zu den Zahnwalen (Odontoceti) und sind somit Säugetiere (Mammalia), die im Wasser leben. Delfine sind die vielfältigste und mit rund 40 Arten größte Familie der Wale (Cetacea). Sie sind in allen Meeren verbreitet.

    Anatomie

    Delfine sind meist zwischen eineinhalb und vier Meter lang, der Schwertwal erreicht als größter Delfin sogar acht Meter. Sie haben einen stromlinienförmigen Körper, der an die hohen Schwimmgeschwindigkeiten angepasst ist. Im Kopf befindet sich ein rundes Organ, die Melone, das eine Rolle bei der Echolokation spielt. Bei vielen Arten sind die Kiefer klar abgesetzt und bilden einen lang gezogenen Schnabel. Die Schnauze kann bei mehreren Arten sehr viele Zähne enthalten.

    Das Gehirn der Delfine ist groß und besitzt eine komplexe Hirnrinde, was ein Grund für Zoologen ist, sie zu den intelligentesten Tieren zu zählen.

    Die Körperfarbe setzt sich grundsätzlich aus verschiedenen Abstufungen von Grau zusammen, wobei die Unterseite heller ist und der Rücken sich durch dunklere Färbung, das Cape, deutlich abgrenzt. Darüber hinaus unterscheiden sich die Arten durch Linien und Felder in verschiedenen Farbtönen und Kontrasten.

    Delfine haben einen sehr guten Gehör- und Gesichtssinn. Zwar existieren äußere Ohröffnungen, doch diese sind wahrscheinlich nicht funktional. Geräusche gelangen über den Unterkiefer über das Mittel- zum Innenohr. Die Augen sind hauptsächlich an das Sehen unter Wasser angepasst, haben aber auch außerhalb des Wassers eine hohe Funktionsfähigkeit. Eine große Rolle für die Wahrnehmung spielt die Echolokation mittels Ultraschall.

    Von anderen Zahnwalen unterscheiden sich Delfine durch folgende Merkmale: Verschmelzung der ersten beiden Halswirbel, eine geringere Anzahl von Rippen, Fusion der beiden Unterkieferhälften auf höchstens einem Drittel der Kieferlänge und stumpfe Zähne.

    Alle Delfine stoßen etwa alle zwei Stunden die äußeren Hautzellen ab (peeling). Diese permanente Regeneration reduziert den Strömungswiderstand und findet auch in der Regenerationsforschung für den Menschen und im Schiffbau eine Beachtung.

    Verhalten



    Delfine sind schnelle Schwimmer, sie erreichen Geschwindigkeiten von 40 bis 50 Kilometern pro Stunde. Oft springen sie aus dem Wasser, zuweilen akrobatische Figuren ausführend (z. B. der Spinner-Delfin). Solche Sprünge werden als Spielverhalten interpretiert. Daneben ermöglichen die Sprünge den Delfinen aber auch eine sehr viel schnellere Fortbewegung als im Wasser. Sie helfen auch bei der Suche nach Futterplätzen, da sich Delfine bei ihren Sprüngen z. B. an Möwenansammlungen orientieren. Auf der Jagd können sie bis zu 300 Meter tief und 15 Minuten lang tauchen; die meisten Tauchzüge dauern jedoch wenige Minuten. Delfine sind bekannt dafür, dass sie sich Schiffen nähern, um auf den Wellen zu reiten.

    Delfine sind soziale Tiere, die in Gruppen zusammenleben. Diese sog. Schulen können sich an Stellen mit viel Nahrung vorübergehend zu Ansammlungen von über 1000 Tieren zusammenschließen. Die Individuen verständigen sich mit Klicklauten, Pfeifen, Schnattern und anderen Geräuschen untereinander. Sie kommunizieren aber auch durch Körperkontakt mit ihren Artgenossen. Durch hochfrequente Töne sind sie zudem in der Lage, ihre Umwelt mittels Echolokation wahrzunehmen.

    Die Mitgliedschaft in den Gruppen ist nicht sehr fest, Wechsel zwischen ihnen kommen häufig vor. Dennoch können die Tiere starke Bindungen aneinander entwickeln, was sich besonders in der Unterstützung für verletzte oder kranke Artgenossen äußert.

    Delfine schlafen, indem sie immer eine Gehirnhälfte einschlafen lassen und mit der anderen wach bleiben. Dadurch wird die Atmung aufrechterhalten. Außerdem bleibt ein Auge beim Schlafen stets geöffnet, so dass Umgebung und mögliche Angreifer wahrgenommen werden können. In den Schlafphasen ist die Mobilität der Delfine eingeschränkt.

    Wie alle Wale bringen Delfine stets nur ein Junges zur Welt. Die Tragzeit beträgt im Durchschnitt ein Jahr, variiert aber von Art zu Art. Die Kälber bleiben bis zu sechs Jahren bei ihren Muttertieren; sie beginnen im Alter von wenigen Monaten, selbständig Nahrung zu suchen.

    Neueste Erkenntnisse eines deutsch-britischen Forscherteams deuten darauf hin, dass sich Große Tümmler mittels persönlicher Pfeiflaute identifizieren können. Damit geben sich die Tiere nicht nur individuell zu erkennen sondern werden von Mitgliedern ihrer Gruppe mit diesem Pfeiflaut „angerufen“ und antworten auch darauf. Dieser Laut ist durch die Lautfolge und nicht durch die Charakteristik der Stimme definiert und wird daher wie ein Name verwendet, ein bis heute einzigartiges Phänomen im Tierreich.

    Ernährung

    Delfine sind schnelle Raubtiere, die ihre Beute aktiv jagen. Sie orten ihre Beute über ein Echoortungssystem. Im Allgemeinen besitzen Delfine gleichförmige konische Zähne, welche dazu dienen, die Beute lediglich festzuhalten. Gefressen werden die gefangenen Fische oder Kalmare fast immer in einem Stück. Die Zähne sind an die jeweiligen Beutetiere angepasst: Arten mit vielen Zähnen ernähren sich hauptsächlich von Fischen, während Arten mit weniger zahlreichen Zähne meistens Kalmare jagen. Einige Delfine fangen manchmal Krustentiere. Als einziger Delfin ernährt sich der Schwertwal auch von anderen Meeressäugern wie Robben oder anderen Wal- und Delfinarten. Manche Delfine nutzen kooperative Strategien zur Jagd, wobei ein Beuteschwarm von der ganzen Schule umkreist oder an die Küste getrieben wird.

    Klassifikation

    Heute werden die Delfine meistens in vier Unterfamilien eingeteilt: die „echten“ Delfine (Delphininae), die Grindwale (Globicephalinae), die Schwertwale (Orcininae) und die Cephalorhynchinae.

    Aufgelöst sind die Unterfamilien Stenoninae und Lissodelphinae. Beide hielt man früher für besonders ursprüngliche Unterfamilien. In der neueren Klassifikation ist die einzige Gattung der Lissodelphinae in Delphininae enthalten, und die Stenoninae wurden auf die Cephalorhynchinae und Delphininae aufgeteilt. Umstritten ist die Stellung des Irawadidelfins, der manchmal ganz aus den Delfinen herausgenommen und bei den Gründelwalen eingeordnet wird; hier aber wird er unter Vorbehalt den Grindwalen zugeordnet.

    * Unterfamilie Schwertwale (Orcininae)
    o Gattung Pseudorca
    + Kleiner Schwertwal (Pseudorca crassidens)
    o Gattung Orcinus
    + Orca oder Großer Schwertwal (Orcinus orca)
    * Unterfamilie Delphininae
    o Gattung Delphinus
    + Gemeiner Delfin (Delphinus delphis)
    o Gattung Tursiops
    + Großer Tümmler (Tursiops truncatus)
    o Gattung Kurzschnauzendelfine (Lagenorhynchus)
    + Weißschnauzendelfin (Lagenorhynchus albirostris)
    + Weißseitendelfin (Lagenorhynchus acutus)
    + Weißstreifendelfin (Lagenorhynchus obliquidens)
    + Schwarzdelfin (Lagenorhynchus obscurus)
    + Peale-Delfin (Lagenorhynchus australis)
    + Stundenglasdelfin (Lagenorhynchus cruciger)
    o Gattung Steno
    + Rauzahndelfin (Steno bredanensis)
    o Gattung Glattdelfine (Lissodelphis)
    + Nördlicher Glattdelfin (Lissodelphis borealis)
    + Südlicher Glattdelfin (Lissodelphis peronii)
    o Gattung Lagenodelphis
    + Borneodelfin (Lagenodelphis hosei)
    o Gattung Fleckendelfine (Stenella)
    + Ostpazifischer Delfin (Stenella longirostris)
    + Clymene-Delfin (Stenella clymene)
    + Blau-Weißer Delfin (Stenella coeruleoalba)
    + Schlankdelfin (Stenella attenuata)
    + Zügeldelfin (Stenella frontalis)
    * Unterfamilie Grindwale oder Pilotwale (Globicephalinae)
    o Gattung Globicephala
    + Gewöhnlicher Grindwal (Globicephala melas)
    + Kurzflossen-Grindwal (Globicephala macrorhynchus)
    o Gattung Grampus
    + Rundkopfdelfin (Grampus griseus)
    o Gattung Peponocephala
    + Breitschnabeldelfin (Peponocephala electra)
    o Gattung Feresa
    + Zwerggrindwal (Feresa attenuata)
    o Gattung Orcaella
    + Irawadidelfin (Orcaella brevirostris)
    + Australischer Stupsfinnendelfin (Orcaella heinsohni)
    * Unterfamilie Cephalorhynchinae
    o Gattung Schwarz-Weiß-Delfine (Cephalorhynchus)
    + Commerson-Delfin (Cephalorhynchus commersonii)
    + Weißbauchdelfin (Cephalorhynchus eutropia)
    + Heaviside-Delfin (Cephalorhynchus heavisidii)
    + Hector-Delfin (Cephalorhynchus hectori)
    o Gattung Sotalia
    + Sotalia (Sotalia fluviatilis)
    o Gattung Sousa
    + Kamerunflussdelfin (Sousa teuszii)
    + Chinesischer Weißer Delfin (Sousa chinensis)

    Nicht zu dieser Familie gehören die vier Arten der Flussdelfine.

    Delfine und Menschen

    Haltung

    Von allen Delfinarten ist der Große Tümmler (Tursiops truncatus) die bekannteste. Er wird am häufigsten in Delfinarien gehalten und kann dort auch seit Jahren erfolgreich nachgezüchtet werden. Die Haltung von Delfinen in Delfinarien ist jedoch stark umstritten, da u. a. ein Becken nicht die Standards eines Meeres besitzt. Der größte Delfin ist der Orca, welcher gerne wegen seiner Popularität als „Zuschauermagnet“ benutzt wird.


    Wegen der hohen Intelligenz und Lernfähigkeit werden Große Tümmler vom Militär in den USA und in Russland gehalten, um beispielsweise Seeminen an feindlichen Schiffen zu installieren oder Minen zu entschärfen. Dass Delfine abgerichtet wurden, um gegnerische Kampftaucher zu töten, ist vermutlich eine Legende, die im Gefolge des Thrillers The Day of the Dolphin von Mike Nichols aus dem Jahre 1973 entstanden ist.

    Auch für die Delfintherapie schwerkranker (zum Beispiel autistischer) Menschen werden Delfine eingesetzt, die sich aufgrund ihrer Verspieltheit dafür besonders eignen. Meist halten sich die Patienten an der Rückenflosse des Delfins fest und werden von ihm durch das Wasser gezogen. Bei vielen Patienten lösen sich dadurch Blockaden. Die Delfintherapie ist jedoch ebenfalls umstritten, da der gleiche Effekt meist auch mit anderen Tieren zu wesentlich geringeren Kosten erzielt werden kann.

    Delfine in der Mythologie

    In der griechischen Mythologie tauchen Delfine als Totemtier der Göttin Demeter auf. Als der Sonnengott Apollon auf einer Insel mitten im Meer geboren wurde, wurde er anschließend von einem Delfin an Land gebracht. Als Sternbild in den Himmel erhoben wurde der Delfin, weil er Poseidon half, die Hand der Meeresnymphe Amphitrite zu gewinnen. In vielen altgriechischen Darstellungen ritten die Nereiden auf dem Rücken von Delfinen. Der aus Neid über Bord geworfene Sänger Arion von Lesbos wurde der Sage nach von Delfinen gerettet.

    Aufgrund der Wertschätzung des Delfins und seiner überaus positiven Besetzung in der Mythologie wurde er in der Heraldik des europäischen Mittelalters auch als Wappentier verwendet. Am folgenreichsten war die entsprechende Verwendung durch die Grafen von Vienne, die letztlich dazu führte, dass der französische Kronprinz über Jahrhunderte den Titel Dauphin, also eben „Delfin“, führte.

    Auch in der modernen Mythologie und Esoterik spielen Delfine eine erhebliche Rolle. Insbesondere der amerikanische Neurophysiologe John Cunningham Lilly, der in den sechziger und siebziger Jahren obskure Experimente mit Isolationstanks und LSD betrieb und behauptete, so mit Delfinen kommunizieren zu können, machte Delfine zum Symboltier in der Esoterik- und Hippie-Bewegung. In den fünfziger und sechziger Jahren hatte Lilly zunächst wissenschaftlich anerkannte Beiträge zur Kommunikation und zur Verhaltensphysiologie der Delfine geleistet.

    Sonstiges

    Delfine sind gern genutzte Figuren in Literatur und Film. Ein bekannter Roman ist Ein vernunftbegabtes Tier von Robert Merle. Auch die Figur "Flipper" aus der gleichnamigen Fernsehserie ist sehr bekannt. In Macht’s gut, und danke für den Fisch von Douglas Adams erleben wir das Rätsel einer neuen Erde, ähnlich der alten, aber diesmal ohne Delfine.

    Die Schöpfer der „Delfinstrategie“ wählten den Delfin als Metapher für ihre Managementmethode.



    Re: Delfine

    FoXiE - 25.07.2006, 18:41


    delfinchen auch schon im forum :)))



    Re: Delfine

    White_Tiger - 25.07.2006, 18:42


    -gg-



    Re: Delfine

    White_Tiger - 25.07.2006, 18:43


    :mrgreen:



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    WM - gepostet von Golden1 am Samstag 08.07.2006



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