Geschichte des Maibaums

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    Re: Geschichte des Maibaums

    U1WienU1 - 14.07.2006, 20:05

    Geschichte des Maibaums
    Da dieses Forum von gähnender Leere gezeichnet ist, sollte - meiner Meinung nach - zumindest die Geschichte des Maibaums hier Einzug finden.

    Die Tradition einen Maibaum aufzustellen geht nachvollziehbar bis ins 16. Jahrhundert zurück. Auf einem Bild des Malers Donauer ist erstmals 1585 ein Figurenmaibaum zu sehen. Auf weiteren Bildern und Votivtafeln 1743 und 1767 ist der Maibaum ebenfalls abgebildet.
    Die Maibäume, die viele Städte und Dörfer überragen, werden heute als Kennzeichen des Wonnemonats angesehen, doch zeigen die Quellenbelege, daß die Maiala, die Liebesmaien für Mädchen, die ältere Form des Brauches repräsentieren.
    In vielen Dörfern gehört der Maibaum heute noch oder wieder zum festen Brauchbestand. Ein oder zwei Tage vor dem 1. Mai fällen die Burschen des Dorfes eine hohe, gerade gewachsene Fichte, die im Wald bis auf die Krone ausgeastet und ins Dorf gebracht wird. Der Stamm muß nun gut bewacht werden, denn nach einem alten Brauch versuchen die Burschen aus dem Nachbardorf den Maibaum zu stehlen. Ein gestohlener Maibaum muß durch eine gehörige Menge Bier ausgelöst werden - schlimmer aber ist der Spott. Die Frauen und Mädchen zieren nun den Stamm mit Rindenschnitzereien, Girlanden und Kränzen aus. Dann wird der Baum aufgerichtet und im Aufstellschacht fest verkeilt. Steht der Maibaum, werden die Zunftschilder des dörfichen Handwerks und die Wappenschilder vieler Einrichtungen des Dorfes angebracht. Am ersten Mai singen und tanzen die Dorfbewohner um den Maibaum, der den ganzen Sommer über in der Mitte des Dorfes stehen bleibt.

    Zu den bekanntesten Bräuchen gehört das Errichten des Maibaumes. Als Maibaum wurde ursprünglich nur die Birke ausgewählt, weil sie als erste aus der Winterstarre erwacht. Sie gilt als Symbol für für Anmut und Kraft, Lebenswillen und Heiterkeit. Auch die Fichte wird als Maibaum verwendet. Sie treibt im Mai aus und gilt daher als festliches Symbol für die Ankunft des Lichtes, der Wärme und der Fruchtbarkeit.
    Maibäume wurden früher in der Walpurgisnacht geschlagen, in der Nacht vor dem 1. Mai, in der nach altem Volksglaube die Hexen auf dem Brocken im Harz zusammenkamen. Die Bäume mußten so gefällt werden, daß die Spitze unbeschädigt blieb. Auf geschmückten Pferdevierspännern wurde der Baum ins Dorf gebracht. Auf dem Dorfplatz richtete man ihn auf und steckte ihn in ein in den Gemeindefarben bemaltes Rohr.

    Zu der Tradition des Maibaums gehört bis heute in einigen Orten das Maibaumstehlen: Die jungen Männer bringen das Fruchtbarkeitssymbol in ihren Besitz und fordern als Auslöse Bier und Essen. Das Maibaumstehlen ist mitunter sogar genau geregelt. So besagt das Maibaum-"Gesetz" unter anderem, daß keine Gewalt angewendet und der Baum nicht beschädigt werden darf.

    Männer "stecken" in der Nacht zum 1. Mai ihrer Angebeteten einen Maibaum, der nicht groß und hoch genug sein kann, damit alle das Zeichen der Verbundenheit sehen. Meist werden geschmückte Birken oder Fichten vor dem Fenster der geliebten Frau aufgestellt. Der Maibaum muß einen Monat lang stehen bleiben. Wird er vorher weggenommen, kommt das einer Zurückweisung gleich.

    Maifeiern haben Tradition. Schon im Mittelalter wurde der Einzug des Frühlings mit frischem Grün begangen. Einst waren die frisch gefällten Stämme auch Mittelpunkt für ritterlich-höfische Tänze. Später wurden an dem Tag Ehrenbäume für Offiziere und Fürsten aufgestellt.



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