Iserlohn/Gelnhausen /Kaninchen Manni wieder wohlauf/12.07.06

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    Re: Iserlohn/Gelnhausen /Kaninchen Manni wieder wohlauf/12.07.06

    WHeimann - 13.07.2006, 00:39

    Iserlohn/Gelnhausen /Kaninchen Manni wieder wohlauf/12.07.06
    Kaninchen Manni wieder wohlauf


    Als er aus den Händen des Tierquälers befreit wurde, wog Manni nur eineinhalb Kilo. Das Iserlohner Tierheim päppelte ihn so gut auf, dass er mittlerweile sechs Kilo auf die Waage bringt. Foto: Wronski

    (cofi) Iserlohn/Gelnhausen. Als Tierschützer aus dem hessischen Gelnhausen im Internet um Hilfe riefen, um 200 verwahrloste Kaninchen aus einer katastrophalen Zuchtanlage zu übernehmen, bot Barbara Kemper vom Tierschutzverein Iserlohn ihre Hilfe an. Sie nahm damals fünf Kaninchen auf, von ihnen hat leider nur "Manni" überlebt.

    Und Barbara Kemper brachte den Fall auch für die Staatsanwaltschaft ins Rollen, so dass dem Tierquäler jetzt der Prozess gemacht werden konnte. "Mit der Aufnahme von Tieren ist es nicht getan, man muss solchen Tierquälern das Handwerk legen und ein Tierhaltungsverbot erwirken", sagt die engagierte Tierschützerin, die sich wunderte, dass keiner der beteiligten anderen Tierschutzvereine ähnlich reagierte.

    Ums vorweg zu nehmen: Das Amtsgericht Gelnhausen verurteilte den 67-jährigen Rentner zu einem Bußgeld von 1000 Euro. Das Geld soll er an den Tierschutzverein Iserlohn bezahlen, der damals die verwahrlosten Kaninchen in seine Obhut nahm, tierärtzlich versorgen ließ und dann ins Tierheim aufnahm. Als sie von unserer Zeitung über den Ausgang des Verfahrens informiert wurde, war ihre spontane Reaktion: "Ich freue mich. Ich weiß, es hat sich gelohnt. Was die gelitten haben, davon kann man sich kein Bild machen."

    Barbara Kemper schrieb damals an die Staatsanwaltschaft in Hanau: "Die Tiere stammten aus einer katastrophalen Zuchtanlage, vollgestopft mit etwa 200 Kaninchen, in der wöchentlich etwa zehn Tiere durch Vernachlässigung und Krankheit starben. Lebende saßen auf ihren toten Artgenossen." Der Zorn von damals kommt wieder hoch, wenn sie den Fall Revue passieren lässt. "Die engen Boxen, in denen die Tiere in Massen zusammengepfercht waren, waren durchgefault und schimmelig. Die Tiere saßen in zentimeterhohem Kot, sie hatten fast alle kein Wasser und wenig oder gar kein Futter."

    Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Iserlohn schildert den desolaten Zustand der Tiere weiter, den extremen Parasitenbefall, schlimme Hauterkrankungen, Augenverletzungen, tiefe Bissverletzungen und dadurch bedingte Eiterabzesse. Das ist auch alles durch erschreckende Fotos belegt.

    Im vorigen September konnten mit Genehmigung des Veterinäramtes die verwahrlosten Kaninchen durch Ehrenamtliche mehrerer Tierschutzvereine aus der beschlagnahmten Zuchtanlage des Tierqälers geholt werden. Barbara Kemper erzählt, wie dabei der Rentner ausrastete: Er griff sich zwei Kaninchen und klatschte sie vor den Augen der fassungslosen Tierschützer an die Wand. Dann sei er mit dem Spaten auf die Helfer losgegangen. Das sei glimpflich verlaufen, aber zwei von ihnen erlitten darauf einen Zusammenbruch und mussten sich in ärztliche Behandlung begeben.

    Die Iserlohner Tierärztin Elisabeth Kexel hielt damals fest: "Alle Kaninchen sind unterernährt, die Ohren sind blutig verkrustet, und das Fell unter dem Bauch ist feucht und verklebt. Insgesamt litten alle unter Kreislaufbeschwerden und waren apathisch." Ein Kaninchen sei trotz Intensivbehandlung zwei Tage später gestorben, vermutlich an Herz-Kreislaufversagen. "Alles in allem kann man aufgrund der Befunde auf katastrophale Haltungsbedingungen und extreme Vernachlässigung schließen." Der Hemeraner Tierarzt Wolfgang Sülberg behandelte drei Kaninchen. "Der Allgemeinzustand der Kaninchen war schlecht. Sie waren hochgradig abgemagert, hatten ein struppiges Fell und zahlreiche traumatisch bedingte Hautveränderungen." Trotz intensiver Behandlungsbemühungen seien die drei Tiere nach kurzer Zeit verendet.

    Einziger Überlebender ist Manni. Er hat sich prächtig entwickelt. Als er ins Tierheim eingeliefert wurde, brachte er gerade mal eineinhalb Kilogramm auf die Waage. Ein Dreivierteljahr später wiegt er stolze sechs Kilo und fühlt sich sichtlich wohl im Freigehege an der Seite von Kaninchen Else. Nach seinem 50 mal 50 cm großen Verschlag hat er jetzt acht Quadratmeter zur Verfügung.


    12.07.2006
    Quelle:Iserlohner Kreisanzeiger



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