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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Sara - Anna Forum: Forum von VRH Abendsonne Forenbeschreibung: Hier könnt ihr mit anderen Mitglieder quasseln, eure Pferde pflegen und einfach drauf los schreiben. aus dem Unterforum: Saras Berichte Antworten: 2 Forum gestartet am: Samstag 07.01.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Einfinden und Eingewöhnen... Letzte Antwort: vor 16 Jahren, 8 Monaten, 17 Tagen, 18 Stunden, 26 Minuten
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Re: Einfinden und Eingewöhnen...
Sara - 11.07.2006, 13:50Einfinden und Eingewöhnen...
Ein neuer Ort- ein neues Leben! Das hatten mir all meine Freunde versichert, als sie davon erfuhren, dass ich von München wegziehen würde- in die Nähe von Niedersachsen, eine Gegend, die ich nur von Bildern und der Berichten einer alten Freundin her kannte; „ Da isch`s stinklangweilig, was willsch`n da?“ Nun ja, man sieht an diesem eindrucksvollen Beispiel, dass auch der nette Münchner Dialekt ein wahrer Grund zum davonlaufen ist- doch warum ich jetzt unbedingt soweit von zu Hause wegziehen wollte, das verstand eh niemand so recht. Ich glaube, ich auch nicht. Und ich muss sagen, dass ich wirklich sehr viel zu Hause zurücklassen musste: meine geliebten Pferde, unter anderem meine Stute Breakfast und deren Tochter Tiffany, bei deren Geburt ich geholfen, die ich groß gezogen und schließlich sogar auf den ersten Turnieren vorgestellt hatte, sowie meine ganzen Freunde und meine Family, würden alle da bleiben. Die einzigen, die mir in einigen Tagen nachfolgen sollten (da wollte meine Ma dann auch all die Sachen mitbringen, die ich bei ihr noch vergessen hatte!!), waren meine beiden Hunde Duran, den ich schon von klein auf hatte, und mein kleiner Neuer, Patch, der seit vielleicht drei Wochen bei mir war und den ich von meinem Freund geschenkt bekommen hatte. Ach ja, genau!! Zumindest der wollte in ein bis zwei Monaten nachkommen! Das war dann doch ein ganz schöner Trost…
Nach einer langen und wirklich sehr bewegenden Verabschiedung fuhr ich also wirklich nach Sachsen- laut Postkartenaufschrift: dem Pferdeland.
Der erste Tag und die erste Nacht waren ziemlich traurig und ich wusste nichts rechtes mit mir anzufangen. Am Mittag des zweiten Tages beschloss ich, nachdem ich in der Früh ziemlich viel einkaufen war, mir die Gegend etwas näher anzuschauen. Ich schnappte mir also mein Fahrrad und machte mich auf in Richtung Seen. Doch lange hielt ich es dort nicht aus; ich sah zu viele glückliche Liebespaare und fröhliche Familien und Freundescliquen, dass es mich schon bald wieder nach Hause zog. Doch es war erst kurz nach Zwei und was sollte ich denn bis zu Beginn und während meiner Studienzeit immerfort nur tun? Und so sah ich halt doch mal ins Internet, um mich über Reitmöglichkeiten in meiner Umgebung zu informieren und siehe da… Nach einigem Suchen war ich überzeugt davon, dass zwei Höfe in meiner unmittelbaren Umgebung beide nicht ganz schlecht erschienen und so machte ich mich wieder auf den Weg…
Fehlanzeige!! Verärgert kehrte ich nach drei Stunden nach Hause zurück. Das eine, das war ein reiner Kinderverein gewesen, wo die Pferde total kaputt und gefühllos von hunderten von doofen Kindern geritten worden waren. Der zweite Hof hatte dafür nur drei einsetzbare Pferde gehabt: Zwei davon zu klein für mich und das Dritte war nicht sonderlich gut gelaufen. Mehr hatte der Reitstallbesitzer, der den Hof auch noch für ein Gestüt hielt (!!!) mir nicht zeigen wollen und so war ich halt wieder zu Hause. So ein verdammter…
Erst am dritten Tag meine Ankunft bewegte sich endlich mal was. Meine Schwester Bianca, die sich nun um meine Pferde kümmerte, rief mich an und erkundigte sich dann nach mir. Als ich ihr von meinen ganzen Pleiten erzählte, fragte sie mich, ob ich auch schon mal auf irgend so einem berühmten Hof gewesen sei, der ein wirklich gutes Ansehen habe. Er lag auch tatsächlich nur 5 Minuten Fußweg von mir weg und so beschloss ich, gleich nach dem Essen mal hinzufahren. Ich sollte staunen…
Nach einem kurzen Gespräch mit einer der dortigen Reiterinnen, fand ich das Büro von Anna, der Hofbesitzerin. Sie begrüßte mich sofort herzlichst, bot mir etwas zum Drinken an und fragte mich dann nach meinem bisherigen, reiterlichen Werdegang aus. Nachdem ich alles erzählt hatte, erzählte sie mir von ihrem Hofsystem, bei welchem sich die Leute erst bewähren mussten, um eines Pferde auch wirklich kaufen zu können. Mir gefiel das sehr gut und somit freute ich mich auch sehr, als sie mir einen Rundgang über ihren Hof anbot. Sie zeigte mir einfach alles, sämtliche Boxen, ihre Hundezucht, Das Tierheim, die Privat, - und die Verkaufspferde, ihre eigenen Tieren, und und und…. Schließlich führte sie mir ihre „Testpferde vor und ich schloss ziemlich schnell den temperamentvollen, jungen „Quick Star“ ins Herz. „Da musst du aber aufpassen, der wird dich nicht nur einmal testen“, lachte Anna und ich beschäftigte mich noch kurz mit dem Hengst. Er gefiel mir wirklich gut! Reiten wollte ich ihn nicht mehr, er war zuvor schon über drei Stunden auf einem Ausritt mitgegangen und sollte nun auf die Koppel. Ich unterhielt mich während des Hufeauskratzens mit ihm und auch den ganzen Weg hoch zu der Hengstweide. Dann ließ ich ihn frei und sogleich stürmte mein Süßer wie ein wilder Mustang zu der Herde hin. Ich ging zurück zu Anna und schaute mir nun mit ihr die eigentlich interessanten, nämlich die Verkaufspferde an… Aber Quick Star hatte jetzt schon einen festen Platz in meinem Herzen…
Sorry, ist heute fast nichts über Pferde, aber ich wollte mal etwas „Außergewöhnlicher“ anfangen… :)
Re: Einfinden und Eingewöhnen...
Anna - 12.07.2006, 14:12
sehr schön ;) weiter so :gut:
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