Kapitel 1

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    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 09.07.2006, 23:03

    Kapitel 1
    ...



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 09.07.2006, 23:29


    Krachen. Eine Tür schlagen und ein Aufschrei. Das alles in nur wenigen Sekunden. Am Boden seines Zimmers lag ein Junge von 17 Jahren. Er hatte soeben eine Kiste auf eines der Regale stellen wollen, jedoch war diese bei dem Versuch auf seinen Kopf gefallen. Eben in diesem Augenblick war seine Mutter Molly Weasley ins Zimmer getreten und sah nun das Chaos. "Ronald!", fauchte sie. Der angesprochene rappelte sich mit einem Stöhnen wieder auf. Als er saß und eine Hand auf seinen Kopf legte konnte er eine riesige Beule pulsieren fühlen. "Mum... es ist nichts. Mir ist nur diese Kiste mit...", begann Ron zu erklären, doch seine Mutte fiehl ihm ins Wort. "...mit Comics auf den Kopf gefallen. Schon klar. Wann wirfst du diese Dinger endlich weg? Sie haben ein Haufen geld gekostet und jetzt liegen sie nur in irgendwelchen Kisten herum. Sie zu, dass du dieses Chaos wieder in Ordnung bekommst, Hermine müsste bald ankommen!" Mit einem weiteren Türenkrachen verabschiedete sich seine Mutter.
    Ron starrte ein paar Sekunden lang einfach nur auf die soeben zugegangene Tür. Dann sah er sich in seinem Zimmer um. Auf dem ganzen Boden lagen nun irgendwelche Comichefte, die er tatsächlich das letzte Mal mit 11 gelesen haben musste. Doch wenn dies nur das einzigste Übel gewesen wäre. Sein Bett war vollkommen durcheinander und musste dringen Mal aufgeschüttelt werden. Der Käfig seiner Eule Pigwidgeon war voller Mist und Federn und sein Aquarium war ebenfalls total verdreckt. Doch Ron gehörte nicht umsonst einer Zaubererfamilie an. Dazu kam, dass er schon 17 Jahre alt war und somit auch Volljährig. "Zauberstab...", murmelte er und suchte ihn in den Untiefen seines Bettes. Er musste einige Zeit wühlen bis er ihn fand. Das lange Stück Holz in der Hand besah er sich noch einmal das Chaos, das sich ihm bot. Dann sprach er"Ratzeputz!". Ein wenig veränderte sich das Bild seines Zimmers, aber der gröbste Teil war geblieben. Seine Comichefte lagen immernoch verstreut da und sein Aquarium triefte noch vor Dreck. Jedoch schien sein Bett etwas ordentlicher zu sein. Ron stöhnte genervt auf, da er den Säuberungszauber noch immer nicht so ganz drauf hatte. Also musste er sich doch auf Muggelart die Hände schmutzig machen. Und das alles nur, weil Hermine und Harry kommen würden. Harry sogar erst in zwei Tagen. Und Hermine war so ein Chaos doch gewohnt, also warum sollte er ausgerechnet dieses Mal solche Ordnung schaffen? Seine Mutter allerding schien ganz anderer Meinung zu sein und drückte ihm jedes Mal diese Aufgabe in die Hand. "Bevor ich damit anfange", sagte er an seine Eule gewand die auf einer Komode hockte und leise fiepte, "Muss ich erst Mal was trinken. Also entschuldigst du mich?" Ron redete öfter mit seiner Eule, wenn niemand weiter da war. Er tat es eher aus langeweile und nicht weil er es nötig hatte.
    Leichtfüßig sprang er vom Bett und landete auf dem Zimmerboden der leicht knarrte. Schließlich machte er sich auf den Weg in die Küche

    tbc



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 10.07.2006, 00:21


    "Vergiss deinen Schal nicht, Liebling", wehte eine Frauenstimme durch die offene Tür des Zimmer herein. "Ja Mum.", rief das brünette Mädchen zurück und ging auf einen hölzernen Schreibtisch zu, zog eine Schublade auf und holte einen tiefroten Schal hervor. Mit einem Ruck wurde die Schublade wieder verschlossen und einen Moment später war der Schal in einem großen, braunen Koffer verstaut worden. Hermine Granger befand sich gerade in ihrem Zimmer und packte ihre letzten Sachen, welche sie gestern nicht mehr verstauen hatte können. Ihre Eltern befanden sich unten und halfen ihr nach Dingen zu suchen, die sie vielleicht vergessen haben könnte. Die Tochter sagte zwar immer, sie könne das durchaus alleine schaffen, doch da sie ihre Eltern im Jahr immer nur ein paar Wochen sahen, wollten sie ihr immer bei allem besonders helfen. Hermine seufzte und griff nach einem Buch, das auf ihrem Nachttisch lag. 'Romeo und Julia'. Sie konnte es immer noch nicht fassen, dass sie dieses überaus kitschige Buch las. Ihre Tante Luise hatte es ihr als Geschenk mit gebracht. Eigentlich hatte Hermine es weiter schenken wollen, doch das wäre unhöflich gewesen und außerdem war sie in den letzten Wochen praktisch süchtig danach geworden. Immer wieder hatte sie das Buch in die Hand genommen, ein paar Sätze gelesen, und es dann wieder weggelegt, entsetzt über sich selbst. Es hatte dann nicht zwei Sekunden gedauert und wieder hatte die Lektüre einen Weg in ihre Hände gefunden. Hermine seufzte ergeben und sah auf den Buchrücken. Dann würde sie es eben mitnehmen. Ginny würde wahrscheinlich das Kichern anfangen, aber Harry und Ron würde sie nichts davon erzählen. Denn das braucht ihre beiden Freunde wirklich nicht wissen, dass sie so etwas tatsächlich las.
    Sie steckte das nicht gerade dünne Buch zu den anderen und hatte somit ihr Gepäck verfolgständigt.
    Nach ein paar Minuten hatte sie den Deckel geschlossen, sich noch ein letztes Mal ihr Zimmer angeschaut und den Koffer dann unten im Flur abgestellt. Nachdenklich ließ sie ihren Blick über die Bilder gleiten, die an der Wand neben der Tür hingen: Alte Familienfotos die eine kleine Hermine von 3 Jahren im Sandkasten oder auf der Schaukel zeigte, ihre Eltern beim Bauen eines Gartenhäuschens, Hermine, die auf den Schultern ihres Vaters saß oder wie Mutter und Tochter zusammen ein Buch lasen. Bei den glücklichen Erinnerungen schlich sich ein Lächeln auf die Lippen der 17-jährigen. Ihre Eltern hatten ihr eine wirklich wundervolle Kinderheit ermöglicht und als sie erfahren hatten, dass ihre Tochter eine Hexe war, waren sie unglaublich stolz auf sie gewesen.
    "Hermine?", kam es von der Tür rechts neben ihr, die zu der Küche führte. Eine Sekunde später trat ihre Mutter heraus. Genau wie Hermine besaß sie braune Haare, die allerdings nicht buschig, sondern lockig waren. Die Augen von Mrs. Granger besaßen ein tiefes Blau. "Oh, du bist ja fertig. Bist du dir auch ganz sicher, dass du nichts vergessen hast?", fragte sie und blickte sich um. "Nein Mum, ich hab dreimal im Haus nochmal nachgesehen, ich hab alles.", antwortete Hermine lächelnd. "Unsere Tochter vergisst doch nie etwas, Susan.", ertönte es aus der Küche und einen Moment später stand ihr Vater neben ihrer Mutter. Er besaß die allergleichen braunen Augen wie Hermine und ebenso buschiges Haar, die jetzt grau, früher mal schwarz gewesen waren. Die beiden lächelten ihre Tochter an und die Brünette blickte traurig und auch besorgt zurück. "Ich werd mich dann jetzt mal auf den Weg machen.", meinte sie mit recht leiser Stimme. "Ich bin schon etwas spät dran." Ihre Eltern nickten. Mrs. Granger trat vor und nahm Hermine in den Arm. "Pass auf dich auf, Kleines.", sagte sie und sofort musste die junge Frau in ihren Armen mit den Tränen kämpfen. "Ich hab Angst um euch.", sagte sie mit erstickter Stimmer und löste die Umarmung ihrer Mutter. Sie hatte sich intensiv mit ihren Eltern darüber unterhalten, was im Sommer in Hogwarts geschehen war und wie gefährlich sie nun als Muggel lebten. Sie hatte ihnen alle möglichen Tipps gegeben, wie sich schützen konnten und ihnen sogar angeboten, dass Haus mit ein paar Schutzzaubern zu belegen, doch das hatten die Grangers abgelehnt. "Na na.", meinte ihr Vater zu seinen beiden Frauen, die Tränen in den Augen hatten. "Bitte tut das, worüber wir gesprochen haben.", sagte Hermine und ließ sich auch von ihrem Vater in die Arme schließen. "Nachts Zuhause bleiben und so." Sie musste schlucken. "Natürlich, mach dir keine Sorgen.", meinte ihr Vater und nach einiger Zeit lösten sie die Umarmung wieder. Hermine musste schlucken. "Ich hab euch lieb." Mrs. Granger sah ihre Tochter mit glänzenden Augen an und eine Träne lief ihre Wange herab. "Wir dich auch und werden wir immer haben." Hermine lächelte ihre beiden Elternteile mit glänzenden Augen an und nahm dann den Griff von ihrem Koffer in die Hand. Ein letztes Mal sah sie ihre Eltern an, die sich nun im Arm hielten und ihre Tochter anblicken. Dann vollführte die Brünette eine Drehung und einen Moment später spürte sie das vertraute Gefühl, durch ein enges Rohr geschoben zu werden.

    ...



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 10.07.2006, 00:54


    Ron hatte seine Zimmertür geschlossen und ging nun die sich endlos wendenen Treppenstufen hinab in das Erdgeschoss des Fuchsbaus. Schon auf dem Weg in die Küche wehte ihm ein herrlicher Duft entgegen. Seine Mutter war eine Meisterin ihres Faches und kochte immer exzellent. Unten angekommen war er auch schon in der der kleinen Welt Mrs Weasleys. Überall hingen irgendwelche Töpfe und Pfannen und auf einem Regal, ganz in der Nähe wo Rons Mutter stand, befand sich die alte Familienuhr, die nicht die Zeit sondern anzeigt wo sich die jeweiligen Familienmitglieder aufhielten. Alle neun Zeiger standen nun auf 'tödliche Gefahr'.
    In einer Ecke trällerte ein Küchenradio und am Herd stand Mrs Weasley die in einem riesigen Topf rührte. Als sie Ron erblickte rümpfte sie leicht erzürnt die Nase. "Na schon fertig mit dem Aufräumen?" Ron ließ sich auf einen Stuhl fallen und griff sich eines der Gläser die auf dem Tisch bereit standen. "Nein", sagte er und goss sich ein wenig Soda ein, "Ich mache gerade Pause. Aber es sieht gut bis jetzt aus." Der Blick den ihn nun von seiner Mutter traf hätte nicht misstrauischer sein können. Ron jedoch reagierte nicht auf sie, sondern nahm nur große Schlucke aus dem Glas. "Was gibst eigentlich, Mom?", fragte der junge, der sich nun ein zweites Glas einschenkte. Mit einem Schlag wurde die Stimme seiner Mutter zuckersüß. "Meine Spezialität; Gulasch."
    "Aha...", sagte Ron nun und machte sich daran sein Glas zu leeren. Nicht das er dieses Gericht nicht mochte, allerdings tischte seine Mutter es jedes verdammte Mal auf, wenn Besuch kam. Das schlimme war, dass sie jedes Mal für ihre Speise gelobt wurde, denn das spornte sie nur noch mehr an das Rezept zu verbessern. Es war ein Grund warum Ron in Hogwarts nur selten Gulasch aß.
    Ron saß noch einige Sekunden weiter in der Küche und starrte sein Glas an. "Nun, da deine Pause ja vorbei zu sein scheint, kannst du ja Mal langsam weiter machen oder?", fragte Mrs Weasley schnippisch. Ron blickte auf und brummte etwas vor sich hin. "SOFORT!", keifte sie nun. Mit einem Sprung war Ron auf den Beinen und machte sich schleunigst auf den Weg in sein Zimmer. Es war immer besser, den Wutanfällen seiner Mutter zu entgehen, die nun wieder fröhlich summent in der Küche die Löffel schwingen ließ.
    Ron schüttelte nur den Kopf und machte sich wieder auf nach oben um weiter in seinem Zimmer aufzuräumen. In der ersten Etage machte er noch kurz halt um dich Lappen, Eimer und andere Utensielien aus einem Schrank zu holen, da er nicht wusste wie er sein Aquarium sonst sauber machen sollte. Voll bepackt kam er dann endlich ganz oben im Haus an und kickte die Tür auf.
    Pigwidgeon saß nun nicht mehr auf der Kommode, sondern hatte es sich wieder in seinem Käfig gemütlich gemacht. "Hau ab Pig", rief er unwirsch zu seiner Eule. "Ich muss deinen Käfig sauber machen. Du kannst ja draußen ein wenig herum flattern." Er hob die Eule aus ihrem Käfig und trug sie zum offenen Fenster. Dort schmiss er sie heraus und sah zu wie sie eine Weile auf der Stelle flog und dann in Richtung Erde segelte. Ron machte sich keine großen Sorgen. Pig war bisher immer zurück gekommen. "So...", sagte er nun vollkommen unmotiviert. Ein letztes Mal besah er sich den Eulenkäfig und das Aqauarium. Dann zückte er seinen Zauberstab und richtete ihn auf den Eimer zu seinen Füßen. "Aguamenti", murmelte Ron. In dem Behälter ergoss sich nun klares, kühles Wasser. Kurzerhand warf der Weasley den Schwamm hinein und begann nun den Käfig zu schrubben.

    tbc



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 10.07.2006, 01:34


    Hermine wünschte sich, sie hätte noch einmal tief Luft geholt, bevor sie appariert wäre. Ihre Lungen fühlten sich an, als würden sie jeden Moment platzen. Das Apparieren war defintiv nicht ihre Lieblingsart zu reisen, doch es ging nun mal am schnellsten so. Gerade als sie glaubte keine Luft mehr zu bekommen, fiel sie mit dem Füßen auf festgetretene Erde und ihr Koffer fiel auf den Boden. Sie war mitten auf dem Hof vor dem Fuchsbau gelandet. Ein paar Hühner, die hier herumgepickt hatten, waren erschrocken aufgescheut und liefen nun wild gaggernd und durcheinander auf dem Hof herum. Hermine stellte ihren Koffer wieder aufrecht hin und ihr Blick glitt kurz über den Garten. Es freute sie ungemein wieder hier zu sein, sie hatten den Fuchsbau und die Familie Weasley richtig liebgewonnen und hier war es so gemütlich und friedlich, dass sich die Brünette pudelwohl fühlte.
    Sie nahm den Henkel ihres Gepäckes in die Hand und stolzierte geradeweg auf die Hintertür der Küche zu. Sie meinte Mrs. Weasley durch das Fenster sehen zu können, wie sie am Herd in einer Schüssel herumrührte. Da Hermine nicht unhöflich sein wollte, klopfte sie an der Tür. Die rothaarige Molly fuhr herum, ein breites Lächeln schlich sich auf ihre Lippen und ein Augenzwinkern später, war die Tür geöffnet und Hermine in eine atemraubende Umarmung hinein gezogen worden. "Mein Liebes, schön, dass du da bist.", sagte das Oberhaupt der Weasley und blickte sie nach der Umarmung strahlend an. Hermine lächelte zurück. "Freut mich auch Mrs. Weasley." Mrs. Weasley winkte sie in die gemütliche Küche herein und sofort schlug ihr der Geruch von Gulasch entgegen. Die Hexe hatte mal wieder ihr Stammgericht für Gäste gekocht und bestimmt würde es genauso lecker wie sonst auch schmecken. Ihr Blick fiel zu der Uhr, wo die neun Zeiger der Weasley alle auf 'Tödliche Gefahr' deuteten, was Hermine einen leichten Stich versetzte. Mrs. Weasley unterdessen hatte sich wieder dem Herd und ihrer Soße zugewandt. "Kind, stell dein Gepäck doch bei Ginny im Zimmer ab, sie ist oben.", sagte sie und warf der 17-jährigen einen kurzen, aber herzlichen Blick zu. "Ihr könnt dann Ron auch gleich runterholen, das Essen ist bald fertig. Ich hoffe er ist inzwischen fertig mit seinem Zimmer...", fügte sie hinzu und der letzte Teil ihres Satzes klang etwas drohend. Hermine konnte sich denken, worum es ging. Sie nickte und erklomm mit ihrem Koffer die Stufen der zugigen Treppe des Fuchsbaus. In der Tat ging hier immer ein kleines Lüftchen, welches doch die ganzen Risse und Ritzen hinein drang. Zum Glück war Ginnys Zimmer nicht ganz oben, denn ihr Gepäckstück war nicht gerade das leichteste. Nach ein paar Augenblicken hatte sie die Holztür erreicht. Ein hölzernes Schild war an ihr fest genagelt, mit der Aufschrift: Ginevra Hermine wusste, dass sie bei Ginny nicht Klopfen musste, wenn es sie und nicht einer ihrer Brüder war, weshalb sie den Türgriff herunterdrückte, ohne vorher zu klopfen. Ein hübsches Zimmer erbot sich ihr. Die Wände waren gelb angestrichen, der Fußboden bestand aus hellen Holzdielen. Ein Fenster stand offen und ließ das Vogelgezwitscher von draußen ertönen. Darunter stand ein Schreibtisch aus Holz, auf dem einige Quidditchhefte ihren Platz hatten. Ein Bett stand in der Ecke, ein anderes, ganz offensichtlich das Gastbett, stand in der anderen Ecke gegenüber.
    "Da bist du ja!", ertönte es fröhlich aus einer Ecke und ein grinsender Haarschopf eilte ihr entgegen und zog sie in die Arme. "Hi.", begrüßte Hermine die Weasley lächelnd und stellte ihren Koffer am Boden ab. "Na, wie gehts dir?", fragte Ginny grinsend, die sofort den Griff von Hermines Koffer nahm und ihn auf das Gastbett abstellte. "Naja, es ist toll wieder hier zu sein. Meine Eltern waren zwar nicht so begeistert, dass ich nur so kurz bei ihnen war, aber sie meinten, wenn ich so gerne möchte, dann ist es okay." Sie legte die Jeansjacke auf ihrem Bett ab, die sie sich um die Hüften gebunden hatte. "Und wie stehts mir dir? Ist bei euch viel los?" Hermine hatte mit Ginny öfters Briefe ausgetauscht, denn sie hatte sich Sorgen gemacht, da sie sich von Harry getrennt hatte. Die Weasley war zwar traurig darüber, doch sie hatte es akzeptiert, weshalb sie eigentlich so fröhlich wie immer geklungen hatte. Die Rothaarige rollte mit den Augen. "Frag gar nicht. Wir sind so eine Art Zwischenstation für die Ordensmitglieder geworden. Unser Kamin wird nicht überwacht und ständig kommen irgendwelche Typen per Flohpulver hier her, die ich noch nie gesehen habe und essen sogar manchmal mit uns. Du kannst nicht mehr ruhig im Wohnzimmer sitzen." Sie schüttelte den Kopf und seufzte dann, während Hermine sie interessiert anblickte. "Was läuft im Orden so?" Die Brünette wusste nicht, was der Orden plante oder was er überhaupt tat zurzeit, außer natürlich den Todessern und Voldemort auf der Spur zu sein. Ginny zuckte mit den Schultern. "Keine Ahnung. Mum setzt alles daran, dass wir nichts mitbekommen. Langziehohren haben wir auch keine mehr, ich hab Fred und Georges schon einen Brief geschrieben, dass wir welche brauchen." Sie grinste die Brünette an. Eigentlich hielt Hermine nichts vom lauschen, doch sie hatte immer mitgemacht, wenn ein paar Langziehohren für sie da war. "Ron steckt in seinem Zimmer? Deine Mutter sagte, wir sollen ihn zum Essen runterholen." Hermine freute sich insgeheim den Rothaarigen wieder zu sehen, auch wenn sie es nicht gerade so zeigte. Kaum zu glauben, aber seine Kommentare hatten ihr die letzten Wochen irgendwie gefehlt.
    "Ach ja.", sagte Ginny und erhob sich von ihrem Bett, auf dem sie sich niedergelassen hatte, "der muss sein Zimmer aufräumen. Vielleicht hat er es ja inzwischen geschafft." Hermine musste grinsen und gemeinsam verließen sie das Zimmer der Weasley, stiegen zwei Stockwerke höher und hielten vor einer Holztür. Auch hier war ein Schild an die Tür genagelt, mit der Aufschrift: Ronald. Darunter war ein Besen hingemalt worden. Hermine klopfte und öffnete die Tür.

    ...



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 10.07.2006, 01:57


    Ron schien es ewig vorzukommen, bis er Pigs Käfig endlich von Grundauf gereinigt hatte. Er strahlte zwar nicht unbedingt, allerdings waren die vielen Kotreste, die mittlerweile schon zu stinken begonnen hatten, und die Federn verschwunden. Ron wusste, dass der Käfig schon morgen Abend wieder sauber gemacht werden musste, da Pigwidgeon immer so eine Sauerei veranstaltete.
    Stolz betrachtete der junge Weasley nun sein Werk und machte sich auf das größere Übel gefasst. Sein Aquarium war belebt von 2 dicken Kröten die träge vor sich hin quakten. Doch einige Fliegenleichen und weis der Teufel was noch schwammen im trüben Wasser umher. Leichter Ekel überfiel Ron, doch es musste getan werden. In der Schulzeit würde seine Mutter diese ganzen Aufgaben immer erledigen aber da die Kinder ja Ferien hatten konnten sie ihr ruhig einmal "zur Hand gehen". Ron fluchte leise, dann zog er sich rosafarbene Gummihandschuhe an und griff wieder nach dem Schwamm. Die Kröten misachtete er dabei ganz dezent. So begann er also einen besonders hartnäckigen Fleck wegzurubbeln als es an der Tür klopfte. Ron dachte es wäre nur wieder seine Mutter, die kontrollieren würde und rief: "Herrein" Nun konnte sie Mal nicht behaupten, dass er nichts tat. Er schuftete gerade wie ein Blöder, vielleicht half sie ihm ja sogar. Doch es war nicht seine Mutter die er sprechen hörte, sondern seine Schwester Ginny. "Ron? Sieh mal wer da ist", sagte sie.
    Rons Kopf fuhr herum, als er Hermine in der Tür stehen sah. Unweigerlich schoss ihm die Röte ins Gesicht.
    "Her- Hermine? Du bist jetzt schon da? Ich hab höchstens erst in einer halben Stunde mit dir gerechnet." Hermine sah Mal wieder sehr gut aus. Ron mochte sie mittlerweile sehr. "Ja, wohl noch etwas zu früh für dich oder Ron?", warf seine Schwester nun wieder ein. "Ich meine du bist ja noch nicht einmal dazu gekommen dich ordentlich anzuziehen" Ron sah sich entsetzt an und bemerkte, dass er noch immer diese extrem peinlichen Gummihandschuhe anhatte. Er schmiss sie in irgendeine Ecke des Zimmers und erhob sich nun endlich.
    Hi erstmal, sagte Ron der Hermine kurz in die Arme schloss. Er fühlte sich ehlend. Er musste nach Eulenmist, ranzigen Wasser und Reinungsmittel riechen. Darum löste er sich auch schnell von seiner besten Freundin.



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 10.07.2006, 02:21


    Von drinnen ertönte ein "Herein" und Hermine öffnete die Tür. Der Anblick ,der sich den beiden Mädchen bot, ließ sie erstaunt die Augenbrauen in die Höhe schnellen. Ron stand an seinem Aquarium, dass so aussah, als wäre es seit Wochen nicht sauber gemacht worden (was wohl auch so war), und war gerade dabei es sauber zu schrubben. In dem Eifer des Gefechts, bemerkte er die beiden wohl gar nicht. Hermine war leicht überrascht, dass sich Ron dazu 'herabließ' rosafarbene Gummihandschuhe anzuziehen, wo er doch sonst immer darauf bedacht war, möglichst nichts peinliches anzuziehen. Sie musste leicht grinsen, während sie ihn so putzen sah und erst Ginnys Stimme holte sie aus ihren Gedanken zurück. "Ron? Sieh mal wer da ist", sagte sie und Rons Kopf fuhr herum. Die Brünette beobachtete, wie er rot anlief und Hermine sah irgendwo auf seine Stirn, um ihm nicht direkt in die Augen zu blicken. Irgendwo sah Ron noch besser aus wie letztes Jahr, wenn das überhaupt noch möglich war, in Hermines Augen. Sofort schämte sie sich wieder dafür, so etwas von ihrem besten Freund zu denken. Ron, der letztes Jahr längere Haare gehabt hatte, trug nun einen neuen Haarschnitt. Seine rote Haarpracht war nur noch halb so lang, reichte aber trotzdem bis zu den Ohren.
    "Her- Hermine? Du bist jetzt schon da? Ich hab höchstens erst in einer halben Stunde mit dir gerechnet.", sagte er leicht verwirrt und Hermine musste lächelnd den Kopf schütteln. Typisch Ron. "Ja, wohl noch etwas zu früh für dich oder Ron?", entgegnete Ginny darauf hin. "Ich meine du bist ja noch nicht einmal dazu gekommen dich ordentlich anzuziehen"
    Hermine warf Ginny einen Blick zu und sie grinsten sich verschmitzt an. Ron zog sich sofort die Gummihandschuhe von seinen Händen und warf sie in eine Ecke. Die Brünette legte den Kopf schief. Der Rotschopf erhob sich indessen und ging auf sie zu. "Hi erstmal", begrüßte er seine beste Freundin und zog sie in eine kurze Umarmung. Diese errötete leicht und ihr stieg der Geruch von Putzmitteln und Eulenmist in die Nase. "Schon gut, Ron.", meinte sie und sie lösten sich wieder voneinander.
    "Man Ron, du weißt schon, dass man niemanden umarmt, wenn man gerade einen Eulenkäfig sauber gemacht hat oder?", warf Ginny mahnend ein. Hermine kannte ihre Freundin, sie war die Direktheit in Person und scheute es nicht ein Blatt vor den Mund zu nehmen. "Wie auch immer, du solltest dich beeilen. Mum sagt, dass das Essen gleich fertig ist und wenn du nicht fertig bist, wirst du wahrscheinlich muggelmäßig den Kamin reinigen müssen..."
    Hermine ließ ihren Blick nun durch das Zimmer schweifen, das sie vorher gar nicht so wahrgenommen hatte. Noch immer leuchtete es praktisch richtig orange, der Farbe der Chudley Channons. Die Poster von Rons Lieblings-Quiddtichmannschaft waren an der Wand verteilt und das Bett war mit der Bettwäsche von ihnen bezogen. Seine alten Schulbücher waren unordentlich in einer Ecke aufgestapelt, was sie dazu veranlasste, ihrem Freund einen tadelnden Blick zu zu werfen. Sie strich sich eine Haarsträhne hinter das Ohr und deutete dann mit der Hand auf das Aquarium. "Wieso machst du das nicht mit dem Zauberstab? So machst du dir doch nur noch mehr Arbeit und es dauert länger."



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 10.07.2006, 02:41


    "Schon gut, Ron.", sagte Hermine, als Ron die kurze Umarmung beendete. Er wusste nich wirklich was ihn dazu veranlasst hatte, er wollte sie einfach nur begrüßen, und nicht mit Gummihandschuhen auf sie einreden. Ginny jedoch musste wieder einen bissigen Kommentar loswerden. "Man Ron, du weißt schon, dass man niemanden umarmt, wenn man gerade einen Eulenkäfig sauber gemacht hat oder?" Der Weasley warf seiner Schwester einen totbringenden Blick zu. Sie war schon immer so direkt gewesen. Jedoch wünschte sich Ron manchmal die Zeit zurück an denen sie Liebeskummer wegen Harry hatte, da sie da meist schweigend in ihrem Zimmer verblieb. Du bist gemein Ron, gestand er sich ein.
    Er sah jetzt noch verlegener drein und bemerkte, dass die alten Comichefte noch immer auf dem Boden verteilt lagen. "Wie auch immer, du solltest dich beeilen. Mum sagt, dass das Essen gleich fertig ist und wenn du nicht fertig bist, wirst du wahrscheinlich muggelmäßig den Kamin reinigen müssen...", hörte er seine Schwester sagen. "Schon gut... schon gut." murmelte Ron und begann nun das ganze Putzzeug zusammen zu suchen. Hermine hatte scheinbar das Aquarium endeckt und sagte nun: "Wieso machst du das nicht mit dem Zauberstab? So machst du dir doch nur noch mehr Arbeit und es dauert länger."
    Ron lächelte ihr geqüält entgegen. Hermine konnte jeden Zauber also musste es für sie kein Problem sein so etwas simples wie einen Reinigungsspruch aufzusagen. Ron fühlte sich immer etwas schwach wenn Hermine in etwas besser war als er. Tatsächlich hatte er seine einzigen Höhenflüge nur beim Schach- und Quidditchspielen. "Naja also ich habe einen Reinigungszauber versucht", sprach er nun und kratzte sich am Hinterkopf entlang. Dabei kam er mit den Fingernägeln wieder gegen seine gigantische Beule und heulte kurz auf. "ah... man... naja auf jeden Fall siehst du ja, was es gebracht hat. Ich weis nicht. Haushaltszauber liegen mir irgendwie nicht so." Er sah Hermine an und hoffte, dass sie ihm vielleicht helfen würde. Er wollte sie nicht darum bitten, da sie ja gerade erst angekommen war.
    Ginny schien sehr gelangweilt von ihrem Gespräch zu sein. "Naja also ich werde schon mal nach unten gehen um Mum zu helfen. Beeilt euch, sonst flippt sie noch aus." Mit diesen Worten schloss sie Rons Zimmertür hinter sich.
    Schweigend standen die beiden 17-Jährigen nun da. In letzter Zeit fühlte sich Ron so seltsam, wenn er mit Hermine allein war. Es hatte irgendwann im Mai, so nahm er an, angefangen. Er erinnerte sich an einen Streit, den sie in dem Ausmaß noch nie gehabt hatten. Ron war damals ausgeflippt, da er mitbekommen hatte, dass Hermine immernoch mit Viktor Krum in Kontakt stand. Vollkommen sinnlos, hatte er sie angebrüllt und Hermine zeigte keine Scheu und ließ ihrer Wut ebenfals freien Lauf.
    Irgendwie hatte es Ron dann doch noch geschafft, dass sie sich wieder vertrugen und seit dem hatten sie keine großen Auseinandersetzungen mehr gehabt. "Nun ja...", sagte Ron, der nun meinte, dass sie lange genung herum gestanden hatten. "Lass uns Mal lieber auch nach unten gehen. Du weisst ja, meine Mom macht Gulasch... ihr Spezialität" Er öffnete die Tür und hielt sie ihr auf.



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 10.07.2006, 03:09


    Hermine bemerkte erst jetzt, dass das fröhliche und zugleich nervende Quietschen von Rons Eule Pig fehlte. Deshalb war es ihr in den Zimmer so merkwürdig ruhig vorgekommen, denn die kleine Eule befand sich praktisch immer in seinem Zimmer und machte sich einen Spaß daraus, allen auf die Nerven zu gehen und um ihre Köpfe herum zu flattern, natürlich nicht ohne einen musgedehnten Gezwitscher.
    Als sie Ron auf das Aquarium ansprach und sie ihn fragte, warum er das alles nicht mit Zaubereri erledigte, warf er ihr ein gequältes Lächeln zu. "Naja also ich habe einen Reinigungszauber versucht", sagte er und Hermine seufzte. Wozu ging Ron eigentlich überhaupt nach Hogwarts? Sie beobachtete, wie er sich am Hinterkopf kratzte und dann einen hohen Laut austieß. ah... man... naja auf jeden Fall siehst du ja, was es gebracht hat. Ich weis nicht. Haushaltszauber liegen mir irgendwie nicht so." Die Brünette ging auf Ron zu und sah auf seinen Hinterkopf. Eine mächtige Beule pochte dort vor sich hin. Wirklich, manchmal erstaunte sie Ron immer wieder. "Hast du bei Flitwick überhaupt aufgepasst?", meinte sie mit hochgezogenen Augenbrauen und trat wieder ein Stück zurück, da sie sich so nah bei Ron irgendwie unsicher auf den Beinen fühlte. Der Haushaltszauber war einer der einfachsten Sprüche, die Hermine kannte. Sie selbst hatte ihn nur ein paar Mal üben müssen, bis sie den Dreh heraus gehabt hatte. Ginny indessen, schien von ihrem Gespräch etwas gelangweilt zu sein. "Naja also ich werde schon mal nach unten gehen um Mum zu helfen. Beeilt euch, sonst flippt sie noch aus." Und schon war sie durch die Tür verschwunden ... und Hermine war mit Ron allein. Eine unangenehme Stille entstand und sie wusste nicht recht, was sie sagen sollte. Seit einiger Zeit hatte sie ein komisches Gefühl, wenn sie sich mit ihm alleine befand, was sie sonst nicht gehabt hatte. Sie fühlte sich irgendwie unwohl, gleichzeitig mochte sie es aber auch. Es war irgendwie merkwürdig und verwirrte die 17-jährige. Schließlich war er ihr bester Freund. Wahrscheinlich lag es einfach daran, dass sie mit Ron nicht so oft alleine war, sondern immer Harry noch mit dabei war...
    "Nun ja...", unterbrach Ron irgendwann die peinliche Stille. Hermine biss sich auf die Lippe. "Ach was solls.", meinte sie dann schließlich, zückte ihren Zauberstab, der in der Tasche ihrer Jeans gesteckt hatte und sagte laut: "Ratzeputz". Das alte, träge Wasser wurde durch frisches ersetzt, kleine Schnecken und tote Algen verschwanden, ebenso die unschönen Flecken am Glas des Aquariums. Neue Pflanzen erschienen stattdessen und schmückten das Heim der zwei dicken Kröten, die wohlig aufquakten. "Denk jetzt aber nicht, ich werd das immer machen.", meinte Hermine und steckte ihren Zauberstab wieder weg. Ihr Blick glitt zu den Comicheften, die am Boden verstreut waren. Wie konnte man nur in so einem Saustall leben? Für die Gryffindor war es unbegreiflich, wie man sich bei so etwas wohl fühlen konnte.
    "Lass uns Mal lieber auch nach unten gehen. Du weisst ja, meine Mom macht Gulasch... ihr Spezialität" Er öffnete die Tür und hielt sie ihr auf. Wow, Ron wurde ja ein richtiger Chentleman. Hermine lächelte kurz und trat aus dem Zimmer hinaus.
    Während sie die Stufen der Treppe hinunter trabten, strömte ihnen der herzhafte Geruch von Gulasch entgegen, das wohl gerade fertig gekocht hatte. Die beiden Freunde betraten die Küche. Ginny hatte bereits am Tisch Platz genommen, während Mrs. Weasley einen großen Topf in die Mitte stellte. "Setzt euch, Kinder.", sagte sie, als sie die beiden bemerkte und Hermine nahm den Platz neben Ginny in Beschlag. Die Mutter von den Geschwistern nahm den Teller des Gastes in die Hand und füllte ihn mit Gulasch und Tomatensalat. "Danke.", meinte Hermine strahlend, die dieses Gericht von Mrs. Weasley liebte und nahm den Teller entgegen. Als die Hexe den Teller von Ron in die Hand nahm, beäugte sie ihren Sohn misstrauisch. "Und das Zimmer ist auch wirklich sauber?", fragte sie, ehe sie den Löffel in den Topf tauchte und auch Ron etwas von dem Gulasch auftat.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 10.07.2006, 12:43


    Als Hermine seinen Hinterkopf mit der Beule betastete durchfuhr Ron ein kruzer Stich. Doch er konnte diesen nicht wirklich einordnen ob er nun positiv oder negativ war. "Autsch", rief Ron kurzerhand, obwohl er nicht wusste ob es nun Schmerz war oder nicht. Hermine nahm sofort ihre Hände weg und besah sich nun den Schweinestall, der einmal Rons Zimmer gewesen war.
    "Hast du bei Flitwick überhaupt aufgepasst?", fragte sie schnippisch und zückte ihren Zauberstab. Nach einem Ratzeputz von Hermine war das Aquarium nicht wieder zu erkennen. Selbst Rons beide Kröten schienen sich wohler zu fühlen. Er strahlte die Brünette neben ihm an, die nun schon wieder ihren Zauberstab in die Tasche gleiten lies. "Danke, ich hätte vermutlich noch ewig daran gesessen." "Denk jetzt aber nicht, ich werd das immer machen.", fuhr Hermine gleich dazwischen. Jedoch schien sie recht zufrieden mit sich zu sein.
    Doch nun war es wirklich an der Zeit das sie hinunter gingen. Nachdem Hermine an Ron vorbei heraus aus dem Zimmer getreten war und er seine Tür wieder geschlossen hatte machten sie sich auf den Weg nach ganz unten. Mrs Weasley stand immernoch am Herd, doch Ginny saß schon am Tisch. "Setzt euch, Kinder.", sagte Mrs Weasley und die beiden 17-Jährigen nahmen platz. Sie nahm Hermines Teller entgegen und füllte ihn mit ihrer berühmten Speise und etwas Salat. Hermine bedankte sich und nun wurde auch Rons Teller voll. Als seine Mutter ihm den Teller wieder reichte besah sie ihn äußerst misstrauisch. "Und das Zimmer ist auch wirklich sauber?" Doch Ron hatte nur ein Grinsen auf seinem sommersprossigen Gesicht und sagte: "Ja Mum... alles blitzt." Doch als Mrs Weasley ihnen den Rücken zu wand um auch Ginnys Teller zu befüllen zwinkerte Ron Hermine zu. Er war echt dankbar, dass sie ihm bei der Sache geholfen hatte. Eigentlich war er nicht schlecht im Zaubern. Es könnte natürlich auch sein, dass bei solchen Haushaltszaubern auch ein gewisser Wille gefragt war. Wenn dies so wäre, war die Wahrscheinlichkeit, dass Ron jemals einen solchen Zauber ausführen zu können, nur minimal.
    Mittlerweile hatte auch Mrs Weasley sich aufgetan. "Nun, dann wünsche ich euch einen guten Hunger.", sagte sie fröhlich und begutachtete ihr Meisterwerk. Also begannen sie zu essen, während eine Weile nur das alte Küchenradio und das klappern der Löffel zu hören war. Es schmeckte wieder köstlich, dass konnte nicht einmal Ron bestreiten, dennoch hatte er allmählich die Nase voll von diesem ständigen Gulasch geesse. Mit einem Mal fiel ihm wieder etwas ein.
    "Hermine, du weisst schon dass Harry in zwei Tagen kommt oder?", er schluckte einen großen Haps runter und sah sie an. "Naja wir hatten vor eine Geburtstagsparty für ihn zu organisieren. Hier, mit ein paar Ordensmitgliedern und so weiter. Deine Eltern können auch vorbei kommen." Ginny war in diesem Augenblick sehr ruhig geworden. Noch immer schien der schmerz tief bei ihr zu sitzen.
    "Naja Arthur würde es zumindest sehr freuen wenn sie kommen würden", warf Mrs Weasley ein und stand auf. "Noch etwas Gulasch, Hermine meine Liebe?"



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 10.07.2006, 16:48


    Hermine nahm Gabel und Messer in die Hand und schob sich eine Tomate in den Mund. Immer wieder fragte sie sich, welche Gewürze Mrs. Weasley wohl verwendete, denn es schmeckte so anders wie in Hogwarts und bei ihren Eltern, aber auch sehr gut.
    Während sie auf ihrer Tomate herumkaute, wurde Ron von seiner Mutter gefragt, ob sein Zimmer auch wirklich sauber wäre. "Ja Mum... alles blitzt.", antwortete Ron mit einem Grinsen und Hermine warf ihm mit schief gelegtem Kopf einen Blick zu. Mrs. Weasley würde sein Zimmer wahrscheinlich immer noch als unrein oder zumindest als unordentlich bezeichnen, mit den ganzen Comic-Heften, die auf dem Holzboden verstreut lagen. Der Rotschopf hatte ihren Blick bemerkt und zwinkerte ihr zu. Die Brünette seufzte mit hochgezogenen Augenbrauen und wandte sich wieder ihrem Gulasch zu. Sie fragte sich, ob Ron diese Hefte eigentlich überhaupt noch las. Ein kurzer Blick darauf, hatte ihr gesagt, dass sie eigentlich eher für kleinere Kinder geeignet waren und nicht für einen inzwischen volljährigen Jungen. Nun gut, man konnte von ihm nicht gerade behaupten, dass er sich wie ein 17-jähriger benahm, vielleicht passten diese Hefte doch ganz gut zu ihm. Irgendwie brachte das Hermine zum Schmunzeln. "Schmeckt klasse, Mrs. Weasley.", sagte sie dann, als ein Gulaschstück heruntergeschluckt hatte. Das Oberhaupt der Weasleys lächelte ihr dankbar entgegen. "Freut mich, dass es dir so schmeckt."
    Aus dem kleinen Zauberradio, das auf der Küchenzeile thronte, ertönte gerade ein ziemlich schnelles Lied der Schicksalsschwestern. "Oh nein, nicht schon wieder diese grässliche Musik.", meinte Mrs. Weasley genervt und stand auf, um das Radio auf einem anderen Sender einzustellen, jedoch mischte sich Ginny dazwischen. "Nein Mum, lass bitte. Ich will das hören." Hermine wusste, dass die junge Weasley ein großer Fan von der Band war, die vor knapp drei Jahren in Hogwarts ihren Auftritt am Weihnachtsball hatte. "Kind, das kommt doch mindestens jede Stunde im Radio. Ich versteh nicht, wie man sich so etwas an tun kann." Die Hexe drehte einen Knopf und es rauschte einen kurzen Moment, ehe sie einen Sender erwischt hatte, wo nun eine alte Frau vor sich hin trällerte. "Mum, du bist altmodisch. Das ist der neuste Hit von ihnen.", entgegnete Ginny und stocherte wild in ihren Tomanten herum. Hermine biss sich auf die Unterlippe und sah zwischen Mutter und Tochter hin und her. Ihre Freundin hatte eindeutig das Temperament von Mrs. Weasley geerbt. "Ende der Diskussion. In deinem Zimmer kannst du es so oft hören wie du willst." Hermine sah, wie Ginny ihr einen finsteren Blick zu warf und sich dann zu der Brünette beugte. "Ja, aber Celestina Warbeck müssen wir jederzeit ertragen.", murmelte die Freundin ihr zu und Hermine kicherte leise. Sie räusperte sich und machte sich daran weiter, ihren Teller zu leeren. In der Tat, sie hätte lieber die Schicksaalsschwestern gehört, als das Lied 'Ein Kessel voller heißer Liebe'.
    "Hermine, du weisst schon dass Harry in zwei Tagen kommt oder?", sagte Ron plötzlich und die Angesprochene hob den Kopf, ehe sie ihn schüttelte. Sie hatte sich schon gefragt, was Harry an seinem 17. Geburtstag machen würde. An Dumbledores Beerdigung hatte er ihnen gesagt, er würde am selben Tag noch die Dursleys verlassen. "Naja wir hatten vor eine Geburtstagsparty für ihn zu organisieren. Hier, mit ein paar Ordensmitgliedern und so weiter. Deine Eltern können auch vorbei kommen." Hermine hob erstaunt die Augenbrauen und lächelte dann. "Das ist eine tolle Idee. Ich denke, das würde ihn ein bisschen aufmuntern." Sie warf Ginny einen kurzen Blick zu. Da ihre Freundin dabei war, wollte sie nicht so gern über Harry reden, denn sie trauerte immer noch etwas über die Trennung. Sie würde besser mit Ron allein reden. Die Brünette wandte sich wieder Ron zu. "Meine Eltern? Oh ... naja, ich weiß nicht, ich kann mir schon vorstellen, dass sie gerne kommen würden.", meinte sie. Ihre Eltern kannten von der Zauberwelt gar nichts, außer die Winkelgasse mit ihren vielen kleinen Läden. Mrs. Weasley mischte sich in das Gespräch mit ein: "Naja Arthur würde es zumindest sehr freuen wenn sie kommen würden" Hermine grinste darüber. Rons Vater vergötterte Muggel praktisch, es faszinierte ihn, wie sie ohne Zauberei zurecht kamen. "Noch etwas Gulasch, Hermine meine Liebe?", fragte seine Frau und sie schüttelte den Kopf. "Nein, danke, ich hab noch genug. Also ... ich kann meine Eltern gerne fragen, ich wüsste nicht, warum sie nein sagen sollten." Sie schob sich das letzte Stück Gulasch in den Mund und kaute darauf herum. Es wäre außerdem ein tolle Möglichkeit, ihre Eltern noch einmal zu sehen, bevor es wieder nach Hogwarts gehen würde.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 10.07.2006, 17:29


    Ginny Weasley schien ein wenig gereizt zu sein, da sie und Mrs Weasley eine kleinere Auseinandersetzung wegen eines Liedes hatten, welches soeben im Radio gespielt wurde. Ginny war in letzter zeit öfter so schlecht gelaunt. Schließlich wurde der Streit durch den Willen Mrs Weasleys beendet. Ginny saß jedoch den Rest der Mahlzeit griesgrämig am Tisch.
    Ron hatte Hermine derweil auf die Geburtstagsparty für Harry angesprochen. Sie schien sehr davon angetan zu sein. "Das ist eine tolle Idee. Ich denke, das würde ihn ein bisschen aufmuntern." "Genau", sprach Ron der soeben weiter reden wollte, jedoch sah er gerade noch wie Hermine, seiner Schwester einen bemitleidenswürdigen Blick zuwarf und so meinte er, dass sie auch ihre Eltern einladen könnten. "Meine Eltern? Oh ... naja, ich weiß nicht, ich kann mir schon vorstellen, dass sie gerne kommen würden. Also ... ich kann meine Eltern gerne fragen, ich wüsste nicht, warum sie nein sagen sollten.", sagte sie dann.
    Sie schien mit dem Essen fertig zu sein, so wie Ron der seinen Teller schon vor 5 Minuten geleert zu haben schien. Es gab noch einiges wegen der Party zu klären aber der Weasley wollte nicht unbedingt vor Ginny damit anfangen. Das bisschen Taktgefühl hatte er schon noch. Er warf Hermine einen vielsagenden Blick zu und ruckte dann kurz mit seinem Kopf in Richtung Treppe. Zu seinem Pech hatte Ginny dies mitbekommen und ihr Gesichtsausdruck wandelte sich von einem höchst enttäuschten in einen voller Neugier. Sie funkelte ihren Bruder an, der nun extrem errötete. Natürlich musste, dass wieder in den falschen Hals gekommen sein. Er stöhnte und sagte dann. "Okay ich helfe Hermine beim auspacken. Ginny du kannst ja Mum beim abwaschen helfen." Ginny wollte schon protestieren, jedoch war ihre Mutter gleich zur Stelle und drückte ihr ein Geschirrtuch in die Hand.
    Schadenfreude durchströmte Ron. Was gab es schöneres als eine kleine Kabbelei mit seiner Schwester? Also erklommen Ron und Hermine wieder die Treppen und gingen in Ginnys Zimmer. In der einen Ecke war ein anderes Bett aufgestellt worden, wo auch schon Hermines Koffer lag. Ron schloss die Tür. Er wusste, dass er nicht viel Zeit hatte, Ginny sich beeilen würde um mit zu bekommen, über was die beiden redeten. "Also, ich wollte das nicht unten klären solange Ginny noch dabei ist.", sagte Ron nun und ließ sich auf das Gästebett fallen. "Ich meine sie ist immer noch recht frustriert weisst du?" Das Bett knarrt ungemein..., dachte Ron, der sich ein wenig bequemer hinsetzen wollte.
    "Naja auf jeden Fall muss bis übermorgen einiges getan werden. Ich denke wir werden für das Buffet eingeteilt. Bill und Charlie kommen morgen." Mit Fleur, dachte Ron und musste einen Kloß in seinem Hals lösen. "Naja die werden dann eher diese ganzen Teile zusammen bauen. Wir wollten so eine Art riesige Tanzfläche machen. Ich meine der Junge wird immerhin 17 und das ist immer etwas besonderes."
    Ron erinnerte sich nur zu gut an seinen 17. Geburtstag. Am Ende des Tages hatte er mit einer Vergiftung im Krankenflügel von Hogwarts gelegen. Keine schöne Erfahrung.
    "Soll ich dir irgendwie beim Auspacken helfen?", fragte er nun und erhob sich. Wieder gab das Bett ein lautes knarren von sich.



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 10.07.2006, 18:12


    Als Hermine ihren Teller bis zum letzten Bissen geleert hatte, legte sie das Besteck weg und wischte sich den Mund mit einem Tuch ab. Obwohl sie sicher nur die Hälfte der Menge von Ron gegessen hatte, fühlte sie sich satt und der Bund ihrer Jeans irgendwie enger an. Sie stand auf und schob den Holzstuhl in den Tisch hinein. Auch die anderen erhoben sich und Hermine wollte gerade beginnen, die Teller zu stapeln, als ihr Blick auf Ron fiel, der ihn vielsagend erwiderte und dann in Richtung Treppe mit dem Kopf nickte. Offenbar wollte auch er ohne Ginny mit ihr über Harry und die Party reden, die ihren Freund aufmuntern sollte. Die Brünette nickte leicht und stellte ihren Teller in den von Rons Schwester. Diese funkelte Ron an, denn offenbar hatte sie die schweigende Kommunikation zwischen den Freunden mitbekommen.
    "Okay ich helfe Hermine beim auspacken. Ginny du kannst ja Mum beim abwaschen helfen.", sagte Ron, der aus irgendeinem Grund ziemlich rot angelaufen war. Diesen Vorschlag ließ sich Mrs. Weasley nicht zweimal anhören, denn sie drückte ihrer Tochter sofort ein rotkarriertes Handtuch zum Abtrockenen in die Hände, bevor sie irgendwie protestieren konnte. Hermine wusste, dass sobald sie wieder mit ihr allein war, Ginny sie sofort ausfragen würde.
    Ron, der seine Schwester noch mit einem schadenfrohen Blick beäugt hatte, bestieg nun die Stufen der Treppe und die 17-jährige folgte ihm bis sie bei Ginnys Zimmer angekommen waren. Mit einem Ruck stieß Ron die Tür auf und ließ sich sogleich auf Hermines Gastbett nieder, welches sofort entsetzlich zu knarren begann. "Also, ich wollte das nicht unten klären solange Ginny noch dabei ist.", meinte er. Das Mädchen schloss die Tür und setzte sich dann auf das Bett der Besitzerin dieses Zimmers und schlug die Beine übereinander. "Gut erkannt.", meinte sie über diese Aussage und war leicht überrascht, dass ihr bester Freund sogar etwas Taktgefühl besaß, was sie so gut wie noch nie erlebt hatte. "Ich meine sie ist immer noch recht frustriert weisst du?", fuhr Ron fort. Hermine biss sich auf die Unterlippe. "Ja, Ron ... ich hab mit ihr Briefe ausgetauscht und sie trauert Harry immer noch hinterher, auch wenn sie versucht, es sich nicht so anmerken zu lassen." Sie fragte sich, wie Harry und Ginny wohl miteinander umgehen würden, wenn der Schwarzhaarige jetzt für längere Zeit im Fuchsbau wohnen würde. "Bleib doch mal ruhig sitzen.", meinte Hermine stirnrunzelnd, da es der Rothaarige offenbar in allen Positionen auf dem Bett unbequem fand.
    "Naja auf jeden Fall muss bis übermorgen einiges getan werden. Ich denke wir werden für das Buffet eingeteilt. Bill und Charlie kommen morgen."
    Hermine nickte freudig, sie mochte die beiden ältesten Brüder von Ron, auch wenn sie manchmal trotz ihres Alters Blödsinn im Kopf hatten. "Ein Buffett? Klingt gut.", meinte sie auf seine Aussage hin.
    "Naja die werden dann eher diese ganzen Teile zusammen bauen. Wir wollten so eine Art riesige Tanzfläche machen."
    Jetzt schnellten Hermines Augenbrauen doch in die Höhe. "Eine Tanzfläche? Wie groß soll diese Party denn werden?", fragte sie erstaunt, denn damit hatte sie nicht gerade gerechnet, obwohl es eine nette Idee war.
    Ron meinte: "Ich meine der Junge wird immerhin 17 und das ist immer etwas besonderes." Die Brünette nickte ihm zustimmend zu. Schließlich wurde man nur einmal volljährig und Harry hatte schlimme Wochen hinter sich. Dumbledores Tod, Snape der Verräter, die Trennung mit Ginny ... ihr Freund würde wirklich etwas Aufmunterung gebrauchen können. "Ich glaube, das wird ihn freuen, denn er erwartet keine große Feier."
    Sie kratzte sich am Nacken und strich ihr rosafarbenes T-Shirt glatt. Wieder begann das Bett zu knarren, als Ron sich davon erhob. Hermine fragte sich, ob sie darauf überhaupt in Ruhe schlafen würde können, wenn es bei der kleinsten Bewegung so einen Lärm veranstaltete.
    "Soll ich dir irgendwie beim Auspacken helfen?", fragte Ron und blickte zu ihrem brauen Koffer, der unberührt auf dem Bett lag. Hermine war äußerst erstaunt über Rons ungewohnte Hilfsbereitschaft, sodass sie ihn kurz verwundert anblickte. Dann wurde sie mit einem Mal puderrot im Gesicht und senkte den Blick. "Nein nein ... ähm ... danke.", meinte sie und biss sich auf die Unterlippte. Nicht auszudenken, was Ron sagen würden, wenn er das Buch 'Romeo und Julia' finden würde, welches gleich ganz oben auf ihren Sachen lag. "Ich mach das dann ... alleine." Sie räusperte sich vernehmlich und kratzte sich verlegen am Nacken.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 10.07.2006, 20:20


    Hermine hatte sich unterdessen auf Ginnys Bett niedergelassen und schlug die Beine übereinander. Sie war wirklich darüber begeistert, dass die beiden das Buffet hüten mussten. "Ein Buffett? Klingt gut.", sagte sie. Doch als Ron, das mit der Tanzfläche ansprach schien sie nur noch mehr verblüfft. "Eine Tanzfläche? Wie groß soll diese Party denn werden?" Sie schien sichtlich geschockt, dennoch war ihr klar, dass Harry diese Art der Ablenkung jetzt besonders brauchte. "Ich glaube, das wird ihn freuen, denn er erwartet keine große Feier." Ron nickte. "Eben, der wird vollkommen platt sein. Ich freu mich schon auf sein Gesicht", sagte Ron der einige Momente schwieg. Hermine ordnete in der Zeit ihre Kleidung.
    Der Weasley bot ihr an ihr beim auspacken zu helfen, doch sie verneinte. "Nein nein ... ähm ... danke.", sprach sie und lief rot an. Ron legte den Kopf schief und sah sie an. Was war daran so wild, wenn er ihr auspacken hilft? "Ich mach das dann ... alleine." Sie räusperte sich und kratzte sich nervös im Nacken. "Alles okay?", fragte Ron, der diese Reaktion nie erwartet hätte. Höchstens eine schnippische Ablehnung oder dankbare Zustimmung. Vielleicht sollte ich auch nicht ihre Unterwäsche finden, dachte Ron. Sofort spürte er wie wieder die Hitze in ihm aufstieg. Er wand sich um und ging zu dem Fenster was offen stand. Dort angekommen musste er unweigerlich grinsen. Wie konnte er nur jetzt an solche Dinge wie Unterwäsche denken. Er spürte wie seine Ohren noch dunkler wurden. Ihm war klar, dass es blöd aussehen musste, wenn er da einfach so am Fenster stand und er wusste nicht was Hermine trieb. Doch zu seinem Glück segelte in diesem Augenblick seine Eule auf ihn zu. Sie hatte sich Mal wieder verflogen und flog dem Jungen direkt ins Gesicht. "Was zum...", schrie Ron auf, der zuerst nicht erkannte das es Pig war. "Ich... was... Pig! Du blödes Vieh!" er sprang vom Fenster ließ die Winzeule auf das Gästebett fallen. "Zu blöd um sich ordentlich zu verfliegen", fluchte er. Dieses kleine Federtier hatte aber so wirklich seine Macken. Es machte immer einen heiden Aufstand, wenn es einen Brief übertragen hatte oder wenn es Mal den Weg gefunden hatte. Ron ließ sich auch wieder auf das Bett fallen und der lauter Quietscher lies Pig aufflattern, sodass er dem Jungen in die Hände flog. Er fing sie ein und begann sie zu streicheln. Eigentlich mochte er ja dieses kleine Federtier. Es war nur manchmal so nervtötend, dass er nicht anders konnte als es durch die Gegend zu schmeißen. Aber dies schien Pigwidgeon nichts auszumachen, da sie bisher immer wieder zurück gekehrt war.
    Immernoch seine Eule streichelnd, sah Ron nun wieder Hermine an. "Wo ist eigentlich Krummbein?", fragte der Rothaarige, dem auffiel das der Kater fehlte.



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 10.07.2006, 20:50


    Hermine war in verlegenes Schweigen verfallen und wusste nicht recht, was sie sagen sollte. Schon wieder hatte sie ein komisches Gefühl im Bauch, so mit Ron alleine zu sein und zu allem Überfluss fragte er sie dann noch, ob er ihr beim Auspacken helfen könne.
    Alles okay?", fragte Ron nach einer Weile und ihr Blick schnellte nach oben. "Natürlich!", gab Hermine schnippisch zurück. Was sollte schon nicht in Ordnung sein, natürlich war alles in Ordnung. Trotzdem fühlte sie sich irgendwie ertappt. Wieso hatte sie nur diese blöde Buch mitnehmen müssen? Wenn Ron es auf irgendeinem Wege finden würde ... nein. Er würde es nicht finden. Dafür würde sie schon sorgen. Sie seufzte und blickte wieder auf, nachdem sie einige Zeit ihre Knie angestarrt hatte. Ron stand nicht mehr beim Bett, sondern hatte sich inzwischen ans offene Fenster gestellt, seine Ohren waren ziemlich rot. Irgendwie sie sah dieses Bild lustig auf und mit einem Schmunzeln auf den Lippen, beobachtete sie ihn für eine kurze Weile. Dieser Moment dauerte jedoch nicht lange, denn irgend etwas schien in Rons Gesicht geflogen zu sein. "Was zum...", , schrie er auf und nach ein paar Sekunden erkannte Hermine, dass es seine Eule Pig war. Unwillkührlich musste sie grinsen.
    "Ich... was... Pig! Du blödes Vieh!", stieß Ron aus, packte die Eule grob und warf sie auf das Gästebett. "Ron...", sagte Hermine, um ihn zu beschwichtigen, denn seine Ohren waren immer noch rot und er blickte seine Eule nicht gerade liebenswürdig an. "Zu blöd um sich ordentlich zu verfliegen", fluchte er jedoch weiter.
    Hermine stieß energisch Luft aus. "Ron, komm mal wieder runter.", sagte sie kopfschüttelnd. Der Rotschopf ließ sich laut auf das Bett plumpsen, sodass es wieder ein lautes Gequietsche von sich abgab und die Brünette schloss kurz genervt die Augen. Genau wie seine Schwester Ginny, besaß er vielleicht mehr Temperament als ihm gut tat, sodass er schnell aus der Haut fuhr.
    Hermine öffnete die Augen wieder und sah, wie Ron die Eule nun in seinen Händen hielt und ihr über die Federn strich. Wahrscheinlich hing er doch irgendwo an dem Tier, auch wenn er es nicht offen zu gab. Als er noch seine alte Ratte Krätze besessen hatte, hatte er sie immer als langweilig und nutzlos beschimpft, doch als sie dann weg war, hatte er einen riesen Aufstand gemacht und einen Streit mit Hermine begonnen, da er geglaubt hatte, ihr Kater Krummbein hätte ihn aufgefressen. Am Ende hatte sich das als falsch herausgestellt.
    Wo ist eigentlich Krummbein?", fragte Ron, als ob er ihre Gedanken gelesen hätte. Hermine zuckte mit den Schultern. "Wahrscheinlich ist der draußen auf Gnomen-Jagd. Er hat die Dinger vermisst." Sie hatten ihren rostbraunen Kater gar nicht erst mit rein genommen, da er sowieso die meiste Zeit im Garten der Weasleys herumstreunte.
    Plötzlich öffnete sich die Tür und die Besitzerin des Zimmers trat ein. "Sag mal, was treibt ihr hier eigentlich?", fragte sie stirnrunzelnd und sah die beiden Gryffindors abwechselnd an. Hermine hob fragend die Augenbrauen. "Mum hat mich extra früher hochgehen lassen, um zu sehen, was hier los ist. Die ganze Zeit hört man irgendwelches Gequietsche und dann brüllt Ron noch irgendwas unverständliches herum." Ein böses Grinsen schlich sich auf ihre Lippen. "Da könnte man glatt auf falsche Gedanken kommen."
    Hermine bemerkte, wie ihr sofort die Hitze ins Gesicht stieg und sie warf ihrer Freundin einen bitterbösen Blick zu, die sie nur fröhlich angrinste. Das war so klar, dass Ginny mal wieder was falsches interpretieren musste. Klar, sie würde gleich eine Stunde nach ihrer Ankunft mit Ron in Ginnys Zimmer eilen und - Hermine ohrfeigte sich in Gedanken selbst, als Bilder in ihrem Kopf vorbeiratterten und sie lief noch eine Spur röter an.
    "Also Ron.", meinte Ginny dann zu ihrem Bruder und ließ sich neben Hermine auf ihrem Bett nieder. "Wenn ich recht sehe, ist das mein Zimmer und deines muss noch etwas aufgeräumt werden ... also-" Die Weasley sah ihn auffordernd an und nickte zur Tür.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 10.07.2006, 21:38


    Hermine zuckte nur mit den Schultern. "Wahrscheinlich ist der draußen auf Gnomen-Jagd. Er hat die Dinger vermisst." Ron lachte. "Da ist er der einzige. Naja", er stockte kurz und dachte an seinen Vater. "Außer Dad. Mum dreht bald noch durch. Er unternimmt noch immer nichts gegen sie."
    Mit einem Mal schlug die Tür krachend auf und Ginny trat herrein. Sie blickte von Ron, der noch immer seine Eule streichelte, zu Hermine und sah fragend drein. "Sag mal, was treibt ihr hier eigentlich? Mum hat mich extra früher hochgehen lassen, um zu sehen, was hier los ist. Die ganze Zeit hört man irgendwelches Gequietsche und dann brüllt Ron noch irgendwas unverständliches herum." Ron ahnte was sie dachte, da sie schon beim Mittagessen so seltsam drein geblickt hatte. Entsetzt öffnete er den Mund doch Ginny sprach weiter. "Da könnte man glatt auf falsche Gedanken kommen." Sie schaute bitte böse drein. Man konnte gar nicht sagen welcher der beiden 17- Jährigen schneller erröteten. Die spinnt doch!, dachte Ron und er war sich sicher, dass es ihre Art der Rache war. Ich meine, als wenn wir... ich... argh! Er starrte immernoch zu Ginny und wagte es nicht den Blick auf Hermine zu wenden, die eisern schwieg. "Ginny was denkst du?? Raus hier!", schrie Ron seine Schwester an. Doch sie schien ruhig zu bleiben. "Also Ron. Wenn ich recht sehe, ist das mein Zimmer und deines muss noch etwas aufgeräumt werden ... also-", sie deutete auf die Tür ihres Zimmers. "Schön!", rief Ron dessen Kopf immernoch hochrot war. Er packte Pig, die sich mittlerweile wieder auf dem Kissen des Gästebettes bequem gemacht hatte und stand auf. "Schön", sagte er nocheinmal und ging ohne die beiden eines weiteren Blickes zu würdigen aus dem Zimmer. Er war schon halb auf der Treppe als die Tür zugeknallt wurde. "Weiber" murmelte Ron und stieg die Stufen empor. Warum musste Ginny ausgerechnet jetzt solche dummen Sachen sagen? Gerade hatten sie sich gut unterhalten und schon wurden sie wieder in Verlegenheit gebracht. Zornig stieß er seine Zimmertür mit dem Fuß auf. Nur wenige Sekunden später sprang er auch schon in seinem Zimmer herum und hielt sich den Zeh. Wie viele Beulen würde er jetzt noch bekommen? Er setzte sich auf sein ungemachtes Bett und befühlte die Stelle die Hermine noch vorhin betastet hatte.
    War es nun Schmerz oder Wohlwollen gewesen? Ron war sichtlich verwirrt. Schon seit längerem wusste er nicht mehr was Hermine denn nun für ihn war. Die Freundin, die einem meist helfen musste, wenn man die Hausaufgaben nicht gemacht hatte? Oder doch das Mädchen mit dem er sich pausenlos streiten konnte? Eines war auf jeden Fall klar, Hermine bedeutete ihm mittlerweile mehr als früher.
    Er stand wieder auf und humpelte zu dem Berg von Comicheften, die noch immer überall verstreut lagen. Pig war inzwischen wieder in seinen Käfig geflattert und zerstörte Rons Arbeit von heute Mittag.
    Ginny war aber auch wirklich feinfühlich wie eine stumpfe Axt. Also wirklich. Ron würde nie... und mit Hermine...
    Er ertappte sich doch tatsächlich dabei, wie er daran dachte, Hermine in den Armen zu halten und sie langsam auf ein... "Stopp!", ermahnte er sich selbst. "Ron sowas darfst du nicht denken! Du darfst einfach nicht." Pigwidgeon piepste leise in seiner Ecke. Ron bückte sich und warf die Comics ungeordnet in den Pappkarton der auf dem Boden stand. "Blödes Weib", murmelte Ron hin und wieder. Schließlich hatte er alle Hefte in der Schachtel verstaut und diese in einem Schrank unter gebracht.
    Vollkommen fertig lies er sich auf sein Bett fallen. Wie unglaublich groß es ihm auf einmal vorkam. Müde rieb er sich die Augen. Da war Hermine gerade Mal ein paar Stunden da, doch diese reichten vollkommen aus um ihn auszuknocken. Er sah auf seinen zusammengeflickten Wecker, der auf einer kleinen Anrichte platziert war. Es war gerade Mal 4 Uhr Nachmittags. Was sollte er nur diesen restlichen und den morgigen Tag machen, wenn Hermine ihn doch so verrückt machte. Er konnte es gar nicht abwarten endlich Harry wieder zu sehen. Wenn sie zu dritt waren, herrschten diese Spannungen nie. Immernoch erschöpft drehte Ron sich auf die Seite und starrte direkt in das Gesicht einer Quidditchspielern, seiner Lieblingsmannschaft. Wie blöd musste es nur wirken? Er hatte Comics in seinem Zimmer liegen, seine Wände waren voll von einer Mannschaft, die letztes Jahr beinahe abgestiegen war. Hermine musste ihn für ungemein kindisch halten.
    Aus irgendeinem Grund überfiel in in diesem Augenblick eine überwältigende Müdigkeit. Er lies es zu und schloss die Augen.



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 10.07.2006, 22:40


    Hermine hatte ihre Freundin wirklich gern, aber in diesem Moment hätte sie sie echt zum Mond schießen können! Die Brünette wusste nicht wohin sie schauen sollte, nur, dass es auf keinen Fall Ron sein durfte. Sie beschäftigte sich damit, eine Blume anzuschauen, die auf Ginnys gelbe Tapete gemalt worden war und die Temperatur ihres Kopfes irgendwie herunter zu schrauben, doch sie scheiterte kläglich daran.
    Ron reagierte darauf auf seine Weise: Mit einem Schrei. "Ginny was denkst du?? Raus hier!", brüllte er seine Schwester an und Hermine warf ihm doch einen kurzen Blick zu. Er war ebenfalls rot angelaufen und machte seiner Haarfarbe Konkurrenz. Ginny jedoch blieb ganz lässig und sagte nur, es wäre ihr Zimmer und er hätte noch eines, welches aufgeräumt werden müsse. Hermine wandte wieder den Blick von ihrem besten Freund ab und sah auf ihre weißen Turnschuhe. "Schön!", hörte sie ihn rechts von sich rufen und ein lautes Quietsches sagte ihr, dass er sich erhoben hatte. Wieder ertönte ein "Schön!" und kurz war ein kleiner Luftzug zu spüren und dann Schritte zu hören, die die Treppe hinunter trabten. Erst jetzt wagte es die 17-jährige wieder aufzuschauen. Ginny stand wieder auf und knallte mit einem Ruck die Tür zu.
    Hermine spürte, wie jetzt die Wut in ihr hoch stieg und sie funkelte ihre Freundin mit einem wütenden Blick an. "Sag mal, musste das jetzt sein?", fragte sie verständnislos, während sich die Rothaarige umdrehte und sie angrinste. "Ach komm. Das war doch nur ein Witz. Das hat sich wirklich so angehört, als ob ihr beiden gerade voll-" Hermine hob die Hand und unterbrach sie sofort. "Stopp. Ich wills gar nicht so genau wissen." Sie wusste ganz genau, was die Weasley meinte und sie lief schon wieder rot an. Ginny grinste und ließ sich auf das Gästebett plumsen. "Dein Bruder konnte sich einfach nur nicht entscheiden, welche Position am bequemsten sei.", sagte sie unwirsch und hatte irgendwie das Bedürfnis, sich zu erklären, weiß der Himmel, warum.
    "Aha.", antwortete Ginny grinsend und begann verschwörerisch mit den Augenbrauen zu wackeln. Hermine stöhnte genervt und rollte mit den Augen. "Ginny! Ich und dein Bruder, also wirklich." Das Mädchen hatte eine ausgesprochen dämliche Fantasie. Die 15-jährige zuckte mit den Schultern. "Sah jedenfalls ganz lustig aus, wie ihr so fast um die Wette rot angelaufen seid." Sie begann zu kichern und Hermine funkelte sie an. Dieses Mädchen machte sie gerade wahnsinnig. "Haha.", sagte die Brünette düster und warf ein Kissen nach der Rothaarigen, welches sie am Kopf traf. "Autsch. Okay, okay, ich hör ja schon auf.", brachte die Rothaarige hervor und warf das Kissen zurück an seinen urspünglichen Platz. Hermine seufzte und strich sich ein paar buschige Haarsträhnen aus dem Gesicht. "Dann weißt du jetzt auch endlich über die Party Bescheid.", sagte Ginny und wechselte somit endlich das Thema. "Mum will eine richtig große Fete starten und sogar Charlie und Bill kommen ... Fleur auch." Hermine bemerkte, wie ihre Freundin beim letzten Namen etwas düster dreinblickte. "Du nennst sie wieder beim Namen?", fragte die ältere Gryffindor, denn Ginny hatte sie letztes Jahr andauernd nur 'Schleim' genannt. "Ja ... naja, ich hätte nicht gedacht, dass sie bei Bill bleibt, nachdem das mit Fenrir passiert ist. Das hat Mum auch jetzt überzeugt, dass sie die richtige für ihn ist." Die Weasley zuckte mit den Schultern und zupfte an ihrer ausgefransten Jeans herum. "Ich hoffe nur, sie rennt nicht Harry wieder die ganze Zeit hinterher, um ihm ein Küsschen aufzudringen." Hermine hob den Kopf. Es erstaunte sie etwas, dass Ginny jetzt anfing, von Harry zu sprechen, auch wenn ihr Ton trotzig klang. "Alles klar mit dir wegen Harry?", fragte sie vorsichtig. Ginny zuckte nur mit den Schultern. "Ich vermiss ihn ... Aber es hat schließlich auch keinen Zweck, nur dazusitzen und sich die Augen aus dem Kopf zu heulen." Sie lächelte Hermine leicht an. Diese runzelte besorgt die Stirn. "Denkst du es ist gut, wenn er jetzt hier länger wohnen wird? In Hogwarts könnt ihr euch ja einigermaßen aus dem Weg gehen, aber hier?" Hermine war klar, dass Harry immer noch starke Gefühle für seine Ex-Freundin hegte, denn er hatte nur ihre Beziehung beendet, da er sie beschützen wollte. Wieder zuckte Ginny mit den Schultern. "Ich muss ihm ja nicht aus dem Weg gehen. Ich meine ... naja ... schon irgendwie, aber man ja trotzdem normal miteinander umgehen."
    Hermine warf ihrer Freundin ein aufmunterndes Lächeln zu. Ein Glück, dass diese so ein positiver Mensch war, was bei ihr selbst nicht so wirklich zutraf. "Wenn es dir doch zu viel wird oder so, du weißt, du kannst mit mir reden."
    Die Weasley lächelte ihre Freundin dankbar an und erhob sich vom Bett. "Ich weiß, Mine." Sie lächelten sich kurz zu, ehe sich dann auch Hermine von ihrem Bett erhob. "Ich werd jetzt mal meine Sachen einräumen. Wo kann ich die Klamotten hintun?"

    Ginny zeigte ihr einen Schrank, wo Hermine ihre Klamotten unterbringen konnte und ein kleines Regal für ihre Bücher, wo jedoch längst nicht alle hinein passten. Die meisten mussten im Koffer bleiben, welcher unter das Gastbett geschoben wurde, als sie fertig waren. Natürlich hatte Ginny sofort das Buch 'Romeo und Julia entdeckt'.
    "Mine?", fragte sie verwundert, als ihre Augen über den Buchtitel wanderten. "Seit wann liest du sowas? Ich dachte, du stehst nicht auf so romantischen Kitsch." Hermine zuckte mit den Schultern und biss sich auf die Lippe. "Meine Tante hat es mir geschenkt und es wäre unhöflich, es einfach weiter zu verschenken.", antwortete sie und beobachtete, wie ihre Freundin durch die Seiten blätterte. An einer Stelle stoppte sie und begann vorzulesen: ">Ihre Lippen kamen sich immer näher und Julia konnte eine prickelnde Spannung zwischen ihnen spüren. Die Zeit schien gestoppt zu haben, alle Geräusche um sie herum schienen erloschen zu sein. Oh, wie klopfte ihr Herz doch so stark gegen die Brust. Konnte man so etwas Liebe nennen? Langsam schloss sie ihre Augen, sie konnte den Duft seiner Haut wahrne->" Weiter kam sie nicht, denn eine errötete Hermine hatte ihr das Buch aus der Hand gerissen, als sie gesehen hatte, wie ihre Freundin immer stärker einen Kicheranfall unterdrücken hatte müssen. "Ich hab sowas ja nicht geschrieben.", meinte sie und schlug das Buch zu. "Aber du liest es.", entgegnete Ginny grinsend. "Naja, es ist ja ganz nett.", meinte sie schulterzuckend und verstaute das Buch in ihrem Koffer. Die Weasley indessen setzte sich neben die Brünette und starrte sie nachdenklich an. Hermine verstaute das Buch ganz am Grund des Koffers, damit keine Gefahr bestand, dass es gefunden wurde. Erst als sie hochblickte, bemerkte sie, wie Ginny sie ansah. "Was ist?", fragte sie verwundert. "Mine, das passt nicht zu dir.", sagte diese. "Du liest es nicht vielleicht, weil es dir Viktor Krum geschenkt hat?" Hermines Augen weiteten sich überrascht und sie runzelte die Stirn. "Wie kommst du denn da drauf? Ich habs wirklich von meiner Tante. Und du weißt ganz genau, dass nichts mehr zwischen mir und ihm ist.", setzte sie engerisch hinzu. Ginny zuckte mit den Schultern und erhob sich. "Naja, ich dachte nur.", sagte sie und grinste dann wieder. "Du musst nur aufpassen, dass es Ron oder Fred und Georges nicht in die Hände bekommen, dann ist das Theater groß." Hermine seufzte und nickte. "Ich werd schon aufpassen."
    Ginny warf ihr nochmal einen Blick zu, ehe sie dann eine Unterhaltung über Voldemort und seine Pläne starteten.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 11.07.2006, 00:20


    Ron wusste nicht wann er tatsächlich eingeschlafen war. Nun merkte er nur, wie er allmählich aufwachte. Er spürte, dass ihm endsetzlich warm war und so wand er sich bis er schließlich die Augen öffnete. Durch eines der Fenster schnien die Sonne direkt auf sein Gesicht und seine Sommersprossen erwärmten sich. Ron blinzelte und stemmte sich kurz hoch. Kein Wunder, dass er so schwitzte. Er hatte sich im Schlaf sämtliche Decken übergeworfen, die in seinem großen Bett lagen. Er warf sie ab und rappelte sich nun komplett hoch. Pigwidgeon war nicht in seinem Käfig und Ron war sich sicher, dass er sich draußen wieder verflogen haben musste. Der Rothaarige schüttelte den Kopf und ein paar Federn fielen aus seinem Haar. Die Eule musste sich im Schlaf darauf gesetzt haben. Es war noch Recht früh und darum konnte er keine weiteren Geräusche im Haus hören. Überlegend, ob er sich nicht doch wieder hinlegen sollte sah sich Ron derweil in seinem Zimmer um. Es machte einen erstaunlich reinen Eindruck.
    Unweigerlich musste er grinsen. Ohne Hermine sähe es hier immernoch schrecklich aus...
    Schließlich stand er doch auf und zerwühlte das Bett nur noch mehr. Er hatte noch immer seine Kleidung vom Vortag an uns so öffnete er die Schublade seiner Kommode und suchte ein bequemes T-shirt, frische Socken und Unterhosen heraus. Dann öffnete er so leise er konnte die Zimmertür und trat hinaus in den Flur. Tatsächlich musste es noch sehr früh sein, da es totenstill schien. Ron rannte einmal Quer über den Flur um ins Badezimmer zu gelangen. Eine heiße Dusche war jetzt genau das Richtige.
    Eine Viertelstunde später verließ er das Bad wieder und machte sich auf den Weg hinunter in die Küche um sich schon einmal etwas zu Essen raus zu suchen. Er hatte gar nicht die Stimmen unten vernehmen können und erst als er am Fuß der Treppe war erkannte er, dass schon zwei Gestalten am Küchentisch saßen.
    "Hi Bruderherz.", begrüßte ihn sein ältester Bruder. Sein Gesicht war noch immer recht geschädigt und würde es wohl immer bleiben, jedoch lächelte er ihm fröhlich entgegen. "Warum seid ihr schon sp früh wach?", fragte Ron nun und nahm neben seinem Vater platz der den Tagespropheten entfaltete. "Nun ja", begann das Familienoberhaupt und rückte seine Brille zurecht. "Ich muss noch einmal ins Büro. Da ist einfach die Hölle los." "Was ist los?", fragte der jüngste Weasley und griff nun nach einer Tasse und goss sich Kaffee ein. "Es meinte schon wieder irgendso ein durchgedrehter alter Zauberer, dass er irgendwelche Murmeln verkaufen konnte, die angeblich Inferie abschrecken. Lächerlich, einfach lächerlich" Mr Weasley schüttelte seinen Kopf und nahm einen großen Schluck Kaffee. "Naja und dieser Austin Grobman scheint sehr erfolgreich mit dieser Sache gewesen zu sein. Wir müssen sämtliche Besitzer aufsuchen, die diese Murmeln gekauft hatten."
    "Hm... klingt nach wirklich viel Arbeit." Rons Vater zuckte nur mit den Achseln und wand sich dann wieder der Zeitung zu.
    Ron wandt seinen Blick nun Bill zu. "Und was ist mit dir? Wann seid ihr gestern angekommen?" Er war sich sicher, dass Fleur auch hier sein musste und Ron stellte sich soeben eine Fleur Delacoour schlafend vor. Das ist einfach wiederlich, dass du auf die Verlobte deines Bruders stehst, Ron! ermahnte er sich selbst.
    "Kurz nach neun Uhr Abends.", sprach Bill und kaute auf einem Toast herrum. "Naja ich konnte nicht mehr schlafen, du glaubst einfach nicht wie sehr diese Frau schnarchen kann." "Nein glaube ich auch nicht.", sagte Ron und grinste seinen Bruder an. Er stand auf und holte die Marmelade aus dem Kühlschrank. Der einzige Grund, weshalb die Weasleys ein solches Gerät besaßen war Mal wieder sein Vater gewesen. Er war nach allem verrückt, wobei es um Muggel ging und da durfte soetwas wie ein Kühlschrank natürlich nicht fehlen.
    Er nahm wieder platzt und begann seinen Toast zu bestreichen. Sein Vater unterdessen stand auf. "So ich werde dann wieder ins Büro müssen. Ich werde wohl erst zum Abendessen wieder hier sein. Also viel Spass Jungs." Die Jungen hoben die Arme und ihr Vater verließ die Küche.

    Ron begann zu essen und nahm ab und an einen Schluck aus seiner Tasse, als Bill ihn ansprach. "Ach ja, Mum hat dich und Hermine für das Buffet eingeteilt." Für Ron war dies keine Neuigkeit. "Das weis ich schon.", sagte er nur doch sein Bruder fuhr fort. "Naja ihr werdet irgendeinen Kuchen backen müssen glaube ich. Ich hoffe du hast darin keine linken Hände." Das werden wir ja noch sehen
    "Ich meine es stört dich doch sicher nicht mit Hermine zu arbeiten oder?", fragte Bill urplötzlich. Ron verschluckte sich an seinem Kaffee und hustete heftig. "Warum... warum sollte mich das stören?", fragte er nachdem er sich wieder einigermaßen beruhigt hatte. Sein Bruder grinste ihm nur schelmhaft entgegen. "Ach nur so."
    Ron beäugte ihn äußerst misstrauisch, sagte jedoch nichts. Gerade jetzt hatte er keine Lust auf sowas. "Naja, ich werde hoch gehen und Fleur wecken. Es stört dich doch nicht, wenn ich dich allein sitzen lasse?" Ron winkte ab und klammerte sich an seine Tasse.
    Von wegen, er würde sie wecken gehen. Die würden doch jetzt...
    Ron spürte plötzlich wie ihm etwas um die Beine strich. Er sah unter seinen Stuhl und konnte Rostrotes Fell erkennen. "Krummbein...", flüsterte er und hob Hermines dicken Kater hoch. Als er auf seinen Beinen lag schnurrte er leise. Ron hätte es sich am Anfang nie träumen lassen, dass er jemals freiwillig dieses Tier in seiner nähe zuließ. Traumversunken kraulte er das Tier eine ganze Weile hinter den Ohren und genoss die morgendliche Ruhe die über dem Haus hing.



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 11.07.2006, 01:06


    Hermine wälzte sich unruhig in ihrem Bett hin und her. Kleine Schweißperlen waren auf ihrer Stirn zu sehen. "Nein ... nein!", flüsterte sie entsetzt im Schlaf vor sich hin. "Nein, passt auf!" Sie befand sich gerade in einem Traum, der alles andere als schön war. Sie befand sich in Hogwarts und träumte wieder mal die Kampfszene zwischen den DA-Mitgliedern, Lehrern und Todessern. Überall wurden Flüche abgeschickt und ein Todesser ließ sie an den Wänden abprallen, sodass sie in der Gegend herumsprangen. Dann veränderte sich das Bild und sie sah eine schemenhafte Gestalt vor sich. "Es ist zu spät.", sagte diese mit einer merkwürdig heisernen Stimme. "Es ist zu spät, es ist zu spät!" Hermine schlug mit den Armen um sich. "Nein, nein! Das kann nicht sein, nein! Lasst mich in Ruhe."
    Plötzlich hörte sie eine andere Stimme, von weit her, welche wie ein Echo klang. "Hermine! Hermine wach auf!" Plötzlich begann das Bild zu wackeln, die schemenhafte Gestalt verschwand und Ginny erschien über ihr. Hermine schüttelte sich und rieb sich verschlafen über die Augen. "Meine Güte, Hermine! Alles okay?", drang Ginnys Stimme an ihr Ohr, die besorgt klang. Die Brünette nickte benommen und setzte sich auf. "Schon okay.", meinte sie und blickte ihre Freundin an, die sich am Bettrand niedergelassen hatte. "Hast du so schlecht geträumt? Du hast gesprochen.", meinte sie und blickte Hermine besorgt an. Diese schüttelte nur wieder den Kopf. "Ich träum ab und zu noch von der Nacht, als die Todesser Hogwarts überfallen haben.", sagte sie und schloss kurz die Augen. "Das sind die Nachwirkungen. Mein Unterbewusstsein hat das noch nicht so verarbeitet, hab ich gelesen, deshalb setz ich mich damit im Schlaf auseinander.", erklärte sie dann, als sie den verwirrten Blick ihrer Freundin bemerkte. "Achso.", meinte Ginny und tätschelte Hermines Arm. Sie wirkte selbst noch etwas verschlafen. Hoffentlich hatte sie die Rothaarige nicht geweckt. "Wie spät ist es?", fragte sie und Ginny stand auf um auf ihren Wecker zu blicken. "Kurz vor sieben."
    Hermine stöhnte. "Oh, das tut mir echt Leid. Ich wollte dich nicht wecken oder so." Ginny schüttelte abwinkend den Kopf. "Dafür kannst du mich zuerst ins Bad lassen.", meinte sie, ging auf ihren Schrank zu und holte frische Klamotten heraus, ehe sie durch die Zimmertür nach draußen verschwand.
    Die zurückgelassene Brünette seufzte schwer und schwang die Beine aus dem Bett. Jetzt dachte Ginny wahrscheinlich, sie würde jeden Tag solche Träume haben, obwohl sie die eigentlich nicht so häufig hatte. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie sich gestern noch stundenlang über Voldemort, Voldemorts Pläne und die des Ordens, Dumbledores Tod und seine Folgen und der momentanen Situation unterhalten hatten. Da waren wieder alte Gefühle hochgekommen. Erschöpft fuhr sich Hermine mit beiden Händen über das Gesicht. Da sie langsam wieder zurück in die Realität kam und ihr bewusst wurde, dass das alles nicht gerade geschehen war, ging es ihr langsam wieder besser und als Arnold auf sie zugerollt kam, lag schon wieder ein Lächeln auf den Lippen der Granger.

    Nach einer Viertelstunde, kam Ginny rein und verkündete, das Bad sei nun frei. Hermine packte sich ein paar frische Klamotten und huschte in das Badezimmer, das sich im letzten Stock befand. Von Rons Zimmer ertönte kein Laut.
    Nach 20 Minuten war sie schließlich fertig und trabte die Treppe nach unten in die Küche. Die Dusche hatte wieder ihre Lebensgeister geweckt und ihr war eingefallen, was heute bevorstand: Die Organisation für Harrys Party und das hatte ihre Laune dramatisch gehoben. Mit einem Lächeln auf den Lippen betrat sie die Küche. Ginny saß am Küchentisch und kaute auf einem Brötchen herum, während Ron erstaunlicherweise Krummbein auf dem Schoß hatte und ihn kraulte. Das verbesserte die Laune von Hermine noch mehr und der Traum war komplett vergessen. Allerdings kam ihr dafür etwas anderes in den Sinn: Sie hatten sich gestern nicht mehr gesehen, seitdem Ginny ihre Kommentare zum Bettgequietsche abgelassen hatte und sie merkte, dass es ihr immer noch peinlich war. Am Besten würde sie es einfach gar nicht mehr erwähnen ... und ihre rothaarige Freundin hoffentlich genauso wenig.
    "Guten Morgen.", sagte sie und setzte sich neben Ginny an den hölzernen Küchentisch. "Na, gehts wieder?", fragte diese. Hermine nickte und Ginny warf ihr ein breites Lächeln zu. "Schön. Bill und Fleur sind übrigens schon da, hat mir gerade Ron erzählt. Hoffentlich bekommst du Dad nochmal zu Gesicht, der ist schon wieder weg." Hermine lächelte und griff nach dem Marmeladenglas. "Wann gehen denn die Vorbereitungen los?", fragte sie interessiert und schnitt ein Brötchen auf. "Naja, ich schätz mal, wenn alle gefrühstückt haben. Mum will uns allen was zuteilen, ich werd wahrscheinlich einen Happy-Birthday-Banner malen." , erzählte Ginny. "Gute Idee.", meinte die Brünette und blickte dann zu Ron. Irgendwie mussten sie sich ja doch normal miteinander unterhalten. "Wieso bist eigentlich du schon wach?" Eigentlich war er immer derjenige, der am längsten schlief.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 11.07.2006, 01:33


    Ron hatte eine ewig lange Zeit so dagessen und Krumbein gestreichelt. Die Sonne war nun vollständig aufgegangen und er konnte von oben ein paar Geräusche vernehmen. Unterdessen goss er sich noch einen Becher Kaffee ein. Mittlerweile war er richtig süchtig nach diesem Zeug.
    Schon kurze Zeit später tappte seine Schwester in die Küche. Ron sah sie nur finster an, dann murmelte er ein "Morgen" und wand sich dann wieder seiner Tasse zu. "Morgen...Sag mal warum bist du eigentlich schon wach?", fragte seine Schwester und deckte den Tisch. Ron zuckte nur mit den Schultern und kraulte Krummbein weiterhin. "Sag Mal, habt ihr mitbekommen, wie Fleur und Bill angekommen sind?", fragte Ron nun. Ginny starrte ihn höchst erstaunt an. "Ach sie und Bill sind schon da?" "Allerdings", sagte Ron und blickte seine Schwester an. "Ich habe ihn vorhin gesehen. Dad ist schon wieder weg, da er wieder irgendwas im Büro erledigen musste." Ron hatte sich schon gewundert wo seine Freundin abgeblieben war, doch in diesem Augenblick kündigte das Knarren der Treppenstufen, Hermine an. "Guten Morgen", sagte sie und ließ sich neben Ginny wieder.
    "Na, gehts wieder?", fragte diese und sah ihre Freundin an. Auch Ron beobachtete sie scharf. "Wieso, was war denn?", fragte er neugierig. Ginny wandt ihm ein genervten Blick zu. "Da es sich ja nun erledigt hat, spielt das keine Rolle mehr, Ronny" "Pass auf!", drohte Ron.
    Er hatte eigentlich keine Lust, schon so früh am Morgen die Stimme zu erheben, aber Ginny schaffte es irgendwie immer wieder ihn auf die Palme zu bringen.
    Doch diese wandt sich jetzt wieder Hermine zu und sagte ihr, dass ihr Bruder und dessen Verlobte schon da wären. "Hoffentlich bekommst du Dad nochmal zu Gesicht, der ist schon wieder weg." Die angesprochene griff nach dem Marmeladeglas und fragte wann es denn nun mit den Vorbereitungen los gehen würde. "Naja, ich schätz mal, wenn alle gefrühstückt haben. Mum will uns allen was zuteilen, ich werd wahrscheinlich einen Happy-Birthday-Banner malen.", erzählte Rons Schwester weiterhin. "Gute Idee", sagte Hermine strahlend.
    Nun beteiligte sich auch Ron an dem Gespräch. "Naja Bill hat zu mir gesagt, dass wir wohl irgendwelche Kuchen backen sollen. Ich hoffe du kannst backen." Er klang etwas herrausfordernd, da er nicht wusste in wie fern Hermine in diesem Gebiet bewandelt war. Als kleines Kind hatte Ron früher sehr viele Kuchen gebacken und daher hatte er schon einige Erfahrungen damit gemacht.
    "Wieso bist eigentlich du schon wach?", fragte Hermine nun. Abermals zuckte Ron mit den Schultern. "Naja ich bin recht früh schlafen gegangen. Darum war ich auch schon wach. Ich hatte gerade so, noch Dad erwischt." Er gähnt und hob seinen Becher wieder an den Mund. Krummbein sprang in der Zeit leichtfüßig von seinem Schoß und tippelte nun zu seinem Frauchen hinüber.
    "Und Zeit für dein Zimmer hattest du auch noch?", fragte Ginny. Ron stöhnte auf. "Natürlich hab ich noch aufgeräumt. Man du bist bald schlimmer als Mum, und das will schon was heissen!" Ein drittes Mal goss er sich Kaffee ein und er hielt Hermine die Kanne hin. "Auch etwas, Hermine?"



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 11.07.2006, 02:02


    Obwohl es erst halb Acht Uhr morgens war, war es draußen schon hell und die Sonne war komplett aufgegangen. Sie tauchte den Garten in ein goldenes Licht und der kleine Dschungel der Weasleys, konnte man fast sagen, sah mehr denn je wie ein Zaubergarten aus. Hermine konnte aus dem Fenster einen Gnom ausmachen, der sich einen Spaß daraus machte, eine Maus zu jagen, die auf ihren kleinen Beinen umher schoss.
    Als Ginny die Brünette fragte, ob wieder alles in Ordnung sei, fragte Ron sofort, um was es ginge, doch seine Schwester blockte nur ab. Hermine bestrich weiterhin ihr Brötchen mit Himbeermarmelade und war der Freundin dankbar.
    Die drei Jugendlichen begannen sich über die Partyorganisation zu unterhalten, die wahrscheinlich den ganzen Tag in Anspruch nehmen würde.
    "Naja Bill hat zu mir gesagt, dass wir wohl irgendwelche Kuchen backen sollen. Ich hoffe du kannst backen." , sagte Ron und blickte seine beste Freundin herausfordernd an. Diese hob beide Augenbrauen. Sie sollte mit Ron backen? Sie musste sich eingestehen, dass sie erst einmal in ihrem Leben Kuchen gebacken hatte, eine Überraschungstorte für ihre Mutter zum Geburtstag. Das war vor zwei Jahren gewesen. Eigentlich war er ganz gut gelungen, doch es war ein recht einfaches Rezept gewesen und das Mädchen hatte keine Ahnung, ob in der Zauberwelt anders gebacken wurde. Wieso hatte sie sich eigentlich nie darüber informiert? In Flourish & Blotts gab es so viele Koch- und Backbücher, doch an denen war sie immer vorbei geschritten. Vielleicht lag es daran, dass sie sich einfach nicht so dafür interessierte.
    "Naja", begann sie schließlich. "Ich hab noch nicht so viel gebacken, wie viele Kuchen sollen es denn sein?" Sie warf Ron einen herausfordernden Blick zu. "Kannst du denn backen?", fragte sie und nahm einen Schluck kalten, hausgemachten Beerensaft. Hoffentlich hielt Mrs. Weasley sie nicht für eine gute Köchin, sonst würde sie ihren Job wohl an jemand anderen abgeben müssen.
    Krummbein war inzwischen von Rons Schoß gehüpft und kam nur auf sie zugelaufen. Miauzend sah er sie von unten an. "Nicht jetzt, Krummbein.", sagte Hermine, die in Ruhe frühstücken wollte. Sie kraulte den Kater kurz hinter den Ohren und biss dann in ihr Brötchen hinein.
    "Und Zeit für dein Zimmer hattest du auch noch?", fragte Ginny ihren Bruder, als er sagte, er wäre gestern früh schlafen gegangen und somit recht bald aufgewacht. Er warf ihr einen finsteren Blick zu.
    "Natürlich hab ich noch aufgeräumt. Man du bist bald schlimmer als Mum, und das will schon was heissen!, sagte und goss sich die nächste Tasse Kaffee ein. "Ach nein, Ronnie-Spätzchen.", entgegnete Ginny und hielt ihm ihre Tasse hin. "Ich will doch nur, dass du keinen Ärger bekommst." Ihre Stimme triefte vor Sarkasmus. Hermine hielt sich aus der Sache raus. Sie kannte solche Kabbeleien unter Geschwistern nicht, da sie die einzige Tochter der Grangers war. Da fiel ihr ein, dass sie ihren Eltern noch wegen der Party Bescheid sagen musste.
    "Ich glaube, ich apparier heute nochmal nach Hause und frag meine Eltern, ob sie Lust haben zu kommen.", sprach die Brünette ihren Gedanken aus. Ron indessen hielt ihr die Kaffeekanne hin. "Auch etwas, Hermine?", fragte er und Hermine schüttelte den Kopf. Sie hatte dieses Getränk noch nie leiden können.
    "Oh, da will Dad sicher mit.", meinte Ginny, die sich jetzt ihr drittes Brötchen nahm. "Naja, wird wohl nichts, er muss ja arbeiten. Aber vielleicht solltest du deine Eltern warnen, dass mein Vater so ein Freak ist."
    Hermine grinste. "Das wissen sie inzwischen." Sie wischte sich mit dem Finger etwas Marmelade von dem rechten Mundwinkel ab. "Wann kommen eigentlich die anderen?", fragte sie, denn die Familie Weasley war groß und sie wusste nicht, ob vielleicht noch andere kommen würden.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 11.07.2006, 21:15


    Hermine zeigte die erhoffte Reaktion auf Rons Frage hin, ob er Kuchen backen könne. Sie blickte ihn zwar herausfordernd an, jedoch weckte sie nicht gerade den Eindruck, dass sie sich Sicher in ihrer Sache war. "NajaIch hab noch nicht so viel gebacken, wie viele Kuchen sollen es denn sein?" "Ich weis nicht", sagte Ron wahrheitsgemäß und zuckte mit den Schultern. "Bill hat mir nichts weiter gesagt. Aber ich denke, dass wird Mum nachher übernehmen." "Kannst du denn backen?", fragte seine Freundin nun skeptisch. Ron setzte sich gerade hin und besah sie überlegen. "Oh ja." Er nahm einen letzten Schluck Kaffee, stellte den Becher wieder ab und fuhr fort. "Ich habe früher immer beim Backen geholfen. Ich würde fast behaupten, dass ich es besser kann als Ginny." er funkelte seine Schwester an. "Naja... wird ein Grund sein warum sie diesen Banner machen muss. Ich denke Mum meint, dass du durch deine Eltern recht viel darüber wissen müsstest. Ist so ein Klischee weisst du?"
    Irgendwie freute sich Ron darauf irgendwelche Kuchen zu backen. So konnte er Hermine zeigen, dass er nicht nur Quidditch und Schach spielen konnte. Allgemein war Ron nicht untalentiert in der Küche. Nur seine Mutter war noch besser als er, darum übernahm sie meistens ihr Gebiet.
    Ron gähnte und kippelte leicht auf seinem Stuhl, während ihm die Sonne, die durch eines der Fenster hindurch schien, im Gesicht brannte.
    "Ach nein, Ronnie-Spätzchen. Ich will doch nur, dass du keinen Ärger bekommst.", sagte Ginny während Ron ihre Tasse mit Kaffee füllte. Seine Ohren liefen rot an. Wenn er etwas wirklich hasste, dann war es wenn man ihn 'Ronnie-Spätzen' oder ähnlich nannte. Ein Glück wohnten die Zwillinge Fred und Goerge nicht mehr bei ihnen. Sie hatten Ron immer als kleinen Bruder getriezt und dieser Name war oft dabei gefallen. Ron verband damit einfach nur das Gefühl der Ungerechtigkeit.
    Hermine wechselte glücklicherweise das Thema. "Ich glaube, ich apparier heute nochmal nach Hause und frag meine Eltern, ob sie Lust haben zu kommen." Ron ging darauf ein und sah nun wieder zu ihr und beobachtete sie wie sich ihre Lippen um ein Glas voller Beerensaft schlossen. "Ja...", sagte Ron langsam und fing sich auch allmählich wieder. "...ja... ich denke die Idee ist nicht schelcht. Aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass sie nein sagen. Du hattest doch Mal erzählt, dass sie unsere Eltern ganz nett fanden, nicht?" Der Weasley erinnerte sich an das zweite Schuljahr zurück in denen die Grangers ihre Tochter in die Winkelgasse begeleitet hatten. Viel hatte er nicht von ihnen mitbekommen, da eine Reihe anderer Ereignisse nebenbei stattfanden. Gerne würde er sie kennen lernen. Doch konnte er sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass Hermines Eltern auch so verbissen wie Hermine waren. Sie wirkten eher normal. Zumindest vor 5 Jahren.
    "Sag Mal Hermine...", wand er sich nun wieder an sie. "ist deine Mutter eigentlich auch so ... ehrgeizig wie du?" er blickte sie an und setzte rasch nach. "Naja ich will ja nur wissen, von wem du deine guten Gene geerbt hast."
    "Wann kommen eigentlich die anderen?", fragte Hermine in die Runde und wischte sich den Mundwinkel. Ginny ergriff nun auch wieder das Wort. "Wie, die anderen?" Sie spielte sich an einer Haarsträhne herum. "Naja wenn du die Leute vom Orden meinst, ich denke die dürften auch erst morgen kommen. Hauptsächlich wir schuften für das ganze.", sie warf ihrer Freundin einen Blick zu, der für Ron-Sprache unübersetzbar schien. "Tonks kommt auch." Seine Schwester grinste breit und Ron verdrehte die Augen.
    Gab es etwas schlimmeres als einen Haufen Mädchen? Ständig nur am kichern. Unmissverständlich schüttele er den Kopf. Nun ja. Nymphadora Tonks konnte man nun wirklich nicht mehr als Mädchen einstufen, jedoch erweckte sie ständig diesen Anschein, was nicht zuletzt daran lag, dass sie äußerst tollpatschig war.
    Ron hatte keinen Hunger mehr und lauschte dem weiterem Gespräch.



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 11.07.2006, 22:41


    Krummbein saß noch immer am Boden rechts von ihr und sah sie erwartungsvoll von unten herauf an. Hermine hob eine Augenbraue hoch und seufzte. Normalerweise bekam der Kater immer um Punkt Acht sein Frühstück, doch jetzt wo alle schon aßen, wollte er auch daran teilhaben. Die Brünette nahm ein Stück hartes Bauernbrot und gab ihm etwas davon. Dann wandte sie sicher wieder ihrem Marmeladenbrötchen und dem Gespräch zu.
    "Ich weis nicht", sagte Ron auf die Frage hin, wie viele Kuchen sie zu backen hatten. "Bill hat mir nichts weiter gesagt. Aber ich denke, dass wird Mum nachher übernehmen." Hermine nickte. Sie hoffte, es würden nicht die kompliziertesten Torten sein. Wahrscheinlich würde ein Sirupkuchen dabei sein, jeder wusste, dass Harry diesen am liebsten mochte.
    Da Ron sie so herausfordernd gefragt hatte, ob sie denn backen könne, hatte ihm dieselbe Frage gestellt. Der Rothaarige streckte seinen Rücken durch und sagte ehrenwürdig: "Oh ja." Seine beste Freundin hob argwöhnisch die Augenbrauen hoch und sah ihn skeptisch an. Irgendwie konnte sie sich Ron als Bäcker nicht so recht vorstellen, obwohl sie ihn noch nie backen hatte sehen. Aber Ron? Naja ... Vielleicht hatte er ja das große Kochtalent von seiner Mutter geerbt. Trotzdem blieb Hermine weiterhin skeptisch.
    "Ich habe früher immer beim Backen geholfen. Ich würde fast behaupten, dass ich es besser kann als Ginny." Er sah zu seiner Schwester, Hermine tat es ihm gleich. Die Rothaarige funkelte ihren Bruder nur an und sagte: "Nur weil du immer naschen wolltest. Außerdem steh ich nicht so auf Kuchen.", verteidigte sich die Weasley und mampfte ihr letztes Stück Brötchen hinunter. Ron indessen fuhr fort und blickte dabei Hermine an: "Naja... wird ein Grund sein warum sie diesen Banner machen muss. Ich denke Mum meint, dass du durch deine Eltern recht viel darüber wissen müsstest. Ist so ein Klischee weisst du?" Die Brünette funkelte ihn an. "Heißt das etwa, du traust mir nicht zu, einen Kuchen zu backen?", fragte sie bissig und schluckte ihr ebenfalls ihr letztes Stück vom Brötchen hinunter und putzte sich die Hände ab. Sie würde diesen Kuchen schon irgendwie zustanden bringen, und wenn sie erst nochmal kurz eines von Mrs. Weasley Backbüchern spitzen würde. Die Gryffindor war ziemlich empfindlich, wenn jemand ihre Fähigkeiten in Frage stellte und sie war so ehrgeizig, dass sie meistens besser in Dingen sein wollte, wie andere Leute, um zu beweisen, dass sie es konnte. Und es konnte doch nicht sein, dass Ron sie beim Backen übertreffen würde?
    Sie warf ihm einen kurzen Blick mit geengten Augen zu und holte dann ihren Zauberstab aus ihrer Jeanstasche hervor. "Accio Katzenfutter.", rief sie und einen Moment später, kam Krummbeins Frühstück angeflogen. Hermine öffnete die Dose, gab den Inhalt auf einen Teller und stellte ihn ihrem Kater vor die Füße, der es sich sofort schmecken ließ.
    Dann erzählte sie ihnen, sie würde heute noch zu ihren Eltern apparieren, um sie für die Party morgen einzuladen.
    "...ja... ich denke die Idee ist nicht schelcht. Aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass sie nein sagen. Du hattest doch Mal erzählt, dass sie unsere Eltern ganz nett fanden, nicht?", fragte Ron und Hermine nickte. "Ja ... am Anfang waren sie zwar etwas erstaunt und es war neu für sie, aber ich glaube, es würde sie doch auch interessieren, wie ein Zauberfamilie so lebt." Ihre Eltern brannten immer darauf, wenn ihre Tochter nach Hause kam, dass sie ihnen alles erzählte, was sie in der Zauberwelt so erlebt hatte und sie hörten ihr immer mit vollstem Interesse und Aufmerksamkeit zu.
    "Falls sie kommen, musst du nur aufpassen, dass Dad sie nicht die ganze Party über in einen Raum einsperrt, um sie auszufragen, wie Batterien funktionieren.", warf Ginny grinsend ein und trank ihre Tasse Kaffee in einem Zug leer.
    "Sag Mal Hermine...", sprach Ron und die Angesprochene ließ ihren Blick zu dem 17-jährigen wandern. "ist deine Mutter eigentlich auch so ... ehrgeizig wie du?", fragte er und Hermine starrte ihn erstaunt an. Wieso kam er denn jetzt auf so eine Frage?
    "Naja ich will ja nur wissen, von wem du deine guten Gene geerbt hast." , fügte er rasch hinzu und blickte sie fragend an. Die Gryffindor legte den Kopf schief. Er machte sich doch gerade über sie lustig, oder nicht? "Hm, kann schon sein.", meinte sie und nahm einen Schluck von dem roten Beerensaft. "Zumindest bekommt sie meistens das, was sie will." Hermine musste lächeln. Ihr Vater gab oft unter dem Blick von Mrs. Granger nach und beugte sich ihr.
    "Dann wird sie sich mit Mum sicher prima verstehen.", meinte Ginny und wischte sich den Mund ab. "Oh, wenn man vom Teufel spricht.
    Mrs. Weasley war gerade die letzten Stufen der Holztreppe hinunter gestiegen und ging lächelnd auf sie zu. "Bitte, Schatz?", fragte die Weasley drohend und blickte ihre Tochter an. "Morgen, Mum.", sagte Ginny stattdessen und drückte ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange, die sich neben Ron niederließ. "Guten Morgen, Mrs. Weasley.", begrüßte Hermine die Hexe lächelnd. "Morgen, Kinder. Gut, dass ihr so früh wach seid, dann können wir früher beginnen. Bill und Fleur müssten bald kommen, Charlie wollte wie die Zwillinge gegen Mittag herapparieren."
    Hermine biss sich auf die Unterlippe und beschloss, Mrs. Weasley doch nicht zu sagen, dass sie unerfahren im Backen war. Ihr Stolz ließ nicht zu, dass Ron sie dann überheblich angrinsen würde. Sie würde es ihm schon zeigen...
    Sie fragte, wann die anderen kommen würden, die nicht zu den Weasleys gehörten. "Naja wenn du die Leute vom Orden meinst, ich denke die dürften auch erst morgen kommen. Hauptsächlich wir schuften für das ganze.", erklärte ihr Ginny, die jetzt Arnold auf ihrem Schoß sitzen hatte und ihn kraulte. "Achso.", antwortete die Brünette und schenkte sich ihr Glas nocheinmal mit dem Beerensaft voll. Sie liebte dieses Getränk mittlerweile, natürlich war es von den Weasleys hausgemacht und schon ein jahrhundertjahre altes Familienrezept.
    "Tonks kommt auch." , sagte die Jüngste der Weasleys und grinste ihre Freundin an. "Hey, toll!", meinte diese und grinste ebenfalls. Mit Tonks war immer etwas los und Hermine hatte sie sehr gern, auch wenn sie manchmal recht kindisch war. "Vielleicht kann sie uns dann so Punkfrisuren machen, wie es die Muggel haben.", schlug Ginny vor und Mrs. Weasley sah ihre Tochter entsetzt an. "Das kommt auf keinen Fall in Frage, Ginevra. Du solltest auf deine Haarfarbe stolz sein." Ginny rollte mit den Augen und schüttelte den Kopf. Hermine schmunzelte und schwieg. Ihre Freundin mochte vielleicht solche Frisuren ganz gerne, doch Hermine verzichtete lieber darauf.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 11.07.2006, 23:59


    Hermine schien nicht ganz zu glauben, dass Ron im Backen so begabt war. "Heißt das etwa, du traust mir nicht zu, einen Kuchen zu backen?", fragte sie. Ron grinste ihr frech entgegen, sagte aber nichts weiter dazu. Er genoss es, dass er ihr scheinbar in dieser Sache überlegen war.
    Sie kamen auf Hermines Eltern zu sprechen und wie sie die Weasleys wohl fanden. "Ja ... am Anfang waren sie zwar etwas erstaunt und es war neu für sie, aber ich glaube, es würde sie doch auch interessieren, wie ein Zauberfamilie so lebt." Ginny lachte kurz auf. "Falls sie kommen, musst du nur aufpassen, dass Dad sie nicht die ganze Party über in einen Raum einsperrt, um sie auszufragen, wie Batterien funktionieren." Auch Ron lachte nun. Ja... das sah seinem Vater ähnlich. Er erinnerte sich nur zu gut daran, wie er Harry jedes Mal nach irgendwelchen technischen Kram fragte. Es wäre schön, wenn Hermines Eltern mit denen Rons so gut auskämen. Das war doch nur ein weiterer Schritt, dass Zauberer und Muggel weiter zusammen wuchsen. Nun ja - so lange es noch solche Ausnahmen wie die Malfoys gab. Hass loderte urplötzlich in Ron auf und sein Gesicht verhärtete sich.
    Draco, dieses Schwein! Er hat es zwar nicht getan, aber beinahe wäre er am Tod Dumbledores Schuld gewesen. Ron konnte es noch immer nicht fassen, dass dieser gutmütige, weise Mann für immer von ihnen gegangen war. Er war sich bewusst, insgeheim hoffte er es sogar, dass Harry gleich nach seiner Ankunft darüber reden wollte. Oder über die Horkruxe. Ron schluckte bei dem Gedanken daran, welchen Gefahren sich das Trio dieses Jahr stellen musste, denn sie hatten nicht vor noch einmal nach Hogwarts zu gehen.
    "Alles in Ordnung Ron?", sagte eine Stimme. Ron schreckte hoch. Er sah sich um, von wem die Stimme kam und erkannte, dass es seine Schwester war. "Ja...ja... alles klar... hab nur nachgedacht.", stotterte er. War so weggetreten in der kurzen Zeit?
    In dem Augenblick trat seine Mutter auch in die Küche. Sie blickte ihre einzige Tochter etwas finster an, doch diese sprang sofort auf um ihr einen Kuss auf die Wange zu drücken.
    "Morgen, Kinder. Gut, dass ihr so früh wach seid, dann können wir früher beginnen. Bill und Fleur müssten bald kommen, Charlie wollte wie die Zwillinge gegen Mittag herapparieren.", sagte Mrs Weasley und Ron nickte nur. Auch seine Mutter sah ihn nun etwas beunruhigt an. "Geht es dir nicht gut, mein Schatz?" Sie streckte ihre Hand aus und fühlte seine Stirn. Das ging Ron, nun doch etwas zu weit. "Es ist gut. Ich habe nichts." er rückte ein Stück von seiner Mutter weg. "Ich hab nur kurz nachgedacht." Mrs Weasley wandt ihren Blick nicht ab. "Ich habe mir gestern schon solche Sorgen gemacht. Du bist so früh zu Bett gegangen und da dachte ich, es wäre etwas nicht in Ordnung." Der Weasley starrte sie an. Er hatte wirklich nichts, warum machte sie einen solchen Aufstand? "Wirklich alles okay... ich hab nur... an die Zukunft gedacht."



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 12.07.2006, 00:31


    Hermine stellte ihren Teller auf den der Weasley, die inzwischen auch fertig gefrühstückt hatte. Ein leises Schnurren sagte ihr, dass auch Krummbein fertig war, der sich gerade die Pfoten leckte. Sie nahm seinen Teller und stellte ihn auch auf den Stapel.
    Dann wanderte ihr Blick zu Ron, der ihr gegenüber saß und der plötzlich irgendwie nachdenklich und zornig wirkte. Die Brünette fragte sich, woran er wohl gerade dachte und ein flaumiges Gefühl breitete sich in ihrem Magen aus. Ihre braunen Augen ruhten noch eine Weile auf seinem Gesicht, ehe sich Ginny meldete. Auch sie schien Rons Verhalten bemerkt zu haben. "Alles in Ordnung Ron?", fragte sie und ihr Bruder schreckte auf. Offenbar war er mit den Gedanken überall nur nicht hier gewesen. "Ja...ja... alles klar... hab nur nachgedacht.", meinte er stotternd und Hermine bemerkte gar nicht, wie sie sich besorgt auf ihre Unterlippe biss. Was ihm wohl durch den Kopf gegangen sein mag? Irgendwie wirkte er leicht aufgewühlt und nicht mehr so lässig, wie noch vor ein paar Minuten.
    Auch Mrs. Weasley schaltete sich mit einer besorgten Stimme ein und legte ihrem Sohn die Hand auf die Stirn, woraufhin er jedoch ein Stück von ihr wegrutschte. "Ich hab nur kurz nachgedacht.", meinte er wieder, doch seine Mutter blickte ihn weiterhin an. "Ich habe mir gestern schon solche Sorgen gemacht. Du bist so früh zu Bett gegangen und da dachte ich, es wäre etwas nicht in Ordnung.", meinte sie und der Sohnemann starrte sie an. "Wirklich alles okay... ich hab nur... an die Zukunft gedacht."
    Hermine bemerkte, wie sich bei den Worten, sich ihr Bauch merkwürdig verkrampfte und sie setzte sich etwas lockerer hin, jedoch hatte sie ein komisches Gefühl befallen, was sie nicht deuten konnte. Ein Mischung aus Unbehagen, Besorgnis und Beunruhigung. Am Tisch war es ziemlich still geworden und die Gryffindor sah, wie Mrs. Weasley zu der Uhr gewandert war, die nicht die Uhrzeit anzeigte, sondern die Situation jedes einzelenen Weasleys. Bevor jedoch irgendjemand wieder zu einem angenehmeren Thema wechseln konnte, war ein lautes Poltern zu hören und ein leises Juchzen. "Ihr seid wa'ch?", hallte eine wohlbekannte Stimme durch die Küche und alle wandten ihre Köpfe um. Fleur hatte die Küche betreten und rauschte nun breit lächelnd auf die verblüffte Mrs. Weasley zu. Sie trug noch ihr Nachthemd und die silberblonden Haare fielen perfekt ihren Rücken hinab. Das Oberhaupt der Weasleys wurde in eine kräftige Umarmung von der Franzosin hineingezogen. "Guten Morgen, Fleur.", sagte die Rothaarige von ihnen und tätschelte ihr leicht den Rücken. "Isch 'abe euch so vermisst. Bill und isch sind etwas früher ange'ommen, isch offe, dass macht euch nischt aus. Ohh, hallo 'ermine!" Fleur hatte die 17-jährige entdeckt und eilte nun auch auf sie zu, um sie in eine Umarmung zu ziehen. "Ähm ... hallo Fleur.", sagte Hermine und zwang sich zu einem Lächeln. Die Viertelveela ließ wieder von ihr ab und eilte auf Ginny zu. Hermine war nun von einer Parfümwolke umgeben und sie kniff die Augen leicht zusammen. "Ginny Schätzchen, es freut misch so, disch zu se'en.", sagte Fleur entzückt und kniff die Weasley in die Wange. Diese warf der Franzosin einen bitterbösen Blick zu, als sie nicht hinsah und meinte zuckersüß: "Oh, ich mich auch Fleur, ich mich auch."
    Hermine musste ein Kichern unterdrücken und begann rasch, an ihrem Beerensaft zu nippen. Die Brünette beobachtete die Franzosin scharf, als sie auf Ron zu ging. "Und 'ier 'aben wir unseren Ron. Gut siehst du ausch, wirst ja rischtisch erwachsen." Sie begann zu gigglen und nahm dann neben ihm Platz. Hermine bemerkte gar nicht, dass sie ihr Glas fester gepackt hatte. "Hach, wie schön, ihr 'abt schon gedeckt. Normalerweise muss isch das immer zu 'ause maschen." Sie seufzte und nahm sich strahlend eine Scheibe Vollkornbrot. "Bill schläft nosch eine Runde, er hatte gestern einen 'arten Tag. Nun ... wie geht es eusch?" Kauend blickte sie alle abwechselnd an.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 12.07.2006, 01:14


    Ron sah seine Mutter noch eine Weile an, bis sie sich endlich erhob um zu der alten Familienuhr zu gehen. Der Weasley wand den Blick zu Hermine, die nun nervös auf ihrer Unterlippe herumkaute. Ron hatte eine schlechte Stimmung verbreitet, denn mit einem Mal herrschte Ruhe in der Küche. Ron sah sich um, doch niemand schien ihn direkt angucken zu wollen. Seine Mutter stand immernoch bei der Uhr. Langsam breitete sich auch in ihm wieder ein ungutes Gefühl aus. Warum musste er sich auch nur so blöd anstellen und gerade am Frühstückstisch über solche Dinge grübeln??
    Doch im nächsten Augenblick konnte man nur ein gewaltiges Poltern vernehmen. Allesamt schreckten sie herum und sahen nun in Richtung Treppe wo... Fleur erschien.
    Mit einem Mal leerte sich Rons Kopf schlagartig. Was kümmerte ihn irgendein alter Mann, der gestorben war. Was kümmerten ihn die Sorgen anderer. Das einzige, was er jetzt tun musste, war diese bezaubernder Gestalt, in einem Traum von Seide anzusehen. Wie in Trance vernahm er einige Wortfetzen."hr seid wa'ch?" Das war Fleurs Stimme die lieblich an sein Ohr drang. Verschwommen nahm er war, wie sie sich nach und nach durch die Küche bewegte, nein sie musste schweben. So herrlich konnte sich kein normaler Mensch bewegen. So luftig leicht... so traumhaft. Irgendwann merkte er wie sich das bezaubernde Wesen ihm näherte. Er nahm ihren süßen Parfumduft wahr. "Und 'ier 'aben wir unseren Ron. Gut siehst du ausch, wirst ja rischtisch erwachsen.", sagte sie und verblieb ganz in seiner Nähe. Ron war im Moment überhaupt nicht fähig zu denken. Stattdessen sagte er nur: "Ja... guten Morgen..."
    Die Franzosin lächelte ihm zu. Auch Ron hob die Mundwinkel und sie verblieben so. "Hach, wie schön, ihr 'abt schon gedeckt. Normalerweise muss isch das immer zu 'ause maschen." Sie schlug ihre Beine übereinander und bediente sich von dem, was auf dem Tisch stand. "Bill schläft nosch eine Runde, er hatte gestern einen 'arten Tag. Nun ... wie geht es eusch?" Ron war immernoch nicht fähig klar zu denken, auch wenn er nun allmählich wieder etwas sehen konnte. Sein Blick verklärte sich zwar ab und zu immernoch, doch es schien nicht mehr all zu lange anzudauern. Stattdessen hörte er seine Schwester sagen:"Fantastisch." jedoch klang sie überhaupt nicht so. Warum sie nur so giftig zu Fleur war? Sie war doch so nett, so zuvorkommend und so hübsch. Noch immer starrte er sie an und seine Mundwinkel waren immer noch Richtung Himmel gereckt.
    Seine einzige Bestimmung war es, dieses liebliche Wesen zu sehen, bei ihr zu sein.
    "Aber, unser lieber Ron sagt ja garnischts. Isch 'offe doch, dir geht es gut?" Diese Stimme! Wer konnte da nicht dahinschmelzen. "Danke...", sagte er nur matt, "mir gehts gut..."



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 12.07.2006, 01:49


    Hermine beobachtete Ron scharf, dessen Miene sich gewandelt hatte, als Fleur die Küche betreten hatte. Seine Augen schienen plötzlich matt zu wirken und einen Nebenschleier zu umgeben. Er blinzelte noch nicht einmal, als Fleur alle begrüßte und sich dann ebenfalls niederließ und nach einem Brötchen griff. Hermine hatte ganz vergessen, dass sie noch immer das Glas in der Hand hielt und wie ihr Griff sich immer mehr verstärkte. Ihre Augen funkelten böse.
    "Nun ... wie geht es eusch?", fragte Fleur und kaute auf dem Brot herum. "Fantastisch!", entgegnete Ginny, die nicht minder zornig wirkte und Arnold auf den Küchentisch absetzte. "Schön zu 'ören.", entgegnete Fleur strahlend. Dann blickte sie zu Ron. "Aber, unser lieber Ron sagt ja garnischts. Isch 'offe doch, dir geht es gut?", fragte sie mit unschuldigem Blick und in Hermine brodelte der Zorn. Mit einem harten Stoß, stellte sie ihr Glas auf dem Tisch ab. Vernehmlich ließ sie ein Räuspern hören. "Ihm scheints gerade blendend zu gehen!", sagte sie herausfordernd und verschränkte mit glitzernden Augen die Arme. Die Franzosin blickte sie kurz verwirrt an und wechselte dann das Thema.
    "Isch wollte disch und auch disch, Ginny, fragen, ob ihr auf meiner und Bills Hochzeit vielleischt unserö Brautjungfern möchtet? Ihr würdet so besaubernt aussehen, nischt wahr, Molly?"
    Hermine und Ginny starrten sich entsetzt an und dachten offenbar genau dasselbe: Was würde Fleur nur mit ihnen anstellen, wenn sie zusagen würden?
    Zu ihrem Entsetzten lächelte Mrs. Weasley und nickte. "Oh ja, Arthur und ich haben darüber auch schon nachgedacht. Wir bräuchten noch ein paar Blumenmädchen. Hermine kann natürlich für sich selbst entscheiden, aber Ginny wird mitmachen. Nicht wahr Schatz?" Die Tochter starrte ihre Mutter wütend an. "Wenn Mine nicht mitmacht, mach ich auch nicht mit, das ist ja sonst mal wohl voll unfair." , sagte sie mürrisch und verschränkte die Arme vor der Brust.
    Fleur fuhr dazwischen: "Oh, nischt Blumenwerfen, dasu gibt es ein paar Mädchän aus mainer Familie, die machen das. Aber ihr swei könntet meinen Schleier tragen, während isch sum Altar laufe." Hermine runzelte die Stirn und sah zu Ginny. Diese blickte sie nun bittend an. 'Bitte lass mich da nicht alleine durch' schien ihr Blick zu sagen und die Brünette seufzte. "Okay, ich bin dabei.", sagte sie ergeben, worauf Fleur ausprang und sie und Ginny in eine Umarmung hineinzog. "Fantastisch.", sagte sie und setzte sich strahlend wieder auf ihren Platz zurück. Das Butterbrot auf ihrem Teller schien sie vergessen zu haben. "Wir werden su einem Schneider ge'en und eusch hübsche Kleider entwerfen lassen, ihr werdet einfasch besaubern aussehen. Und für Ron werden wir einen 'übschen Ansug aussuchen." Sie musterte den Rothaarigen abschätzend.
    Mrs. Weasley räusperte sich und nippte an ihrer Teetasse. "Fleur, ich fühle mich nicht wohl dabei, wenn du dich um alles kümmerst. Solche Sachen sind so teuer..." Die Blondine winkte ab. "Aber nein, Molly, Liebling. Seht es als Hochseitsgeschenk und als meinen Einsug in eure Familie. Isch hätte schrecklische Vorwürfe, wenn ihr das bezahlen würdet."
    Hermine fuhr sich mit der Zunge über die Lippen, die nach Beerensaft schmecken. Sie konnte es nicht glauben. Sie würde tatsächlich bei Fleurs Hochzeit teilnehmen. Ging es ihr auch gut?



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 12.07.2006, 02:24


    Fleur schien zu reden, doch obwohl Ron ihr nicht zuhörte hing er an ihren Lippen. Wenn sie doch nie aufhören würde...
    KNALL. Mit einem Schlag war Ron wach. Vollkommen geschockt, sah er wie Hermine ihr Glas auf den Tisch gerammt hatte. Ihr Finger waren noch immer um es geschlossen und sie zitterten. Hermine ließ ein räuspern vernehmen. "Ihm scheints gerade blendend zu gehen!", fauchte sie. Sie lehnte sich zurück und verschränkte ihre Arme vor der Brust. Zornfunkelnd sah sie Fleur an. Aus irgendeinem Grund musste Ron jetzt grinsen und es war nicht wegen Fleur. Sollte die gute alte Hermine doch tatsächlich eifersüchtig sein? Ron bemerkte ihren Blick und lies seine Mundwinkel wieder erschlaffen.
    Es musste doch nun wirklich selten dämlich ausgesehen haben, wie er dagesessen und Fleur zugerinst hatte. Eigentlich hatte er sich vorgenommen nicht mehr so auf sie einzugehen, was ihm auch größten Teils gelang. Jedoch gab es immer wieder Momente, so wie dieser, in denen sie einfach auftauchte und ihm den Atem nahm.
    Ron versuchte einen wachen Eindruck zu machen und setzte sich wieder gerade hin. Du musst dich zusammen reissen!
    "Isch wollte disch und auch disch, Ginny, fragen, ob ihr auf meiner und Bills Hochzeit vielleischt unserö Brautjungfern möchtet? Ihr würdet so besaubernt aussehen, nischt wahr, Molly?", frohlockte die Blonde nun. Aus den Augenwinkeln konnte Ron sehen, wie die Mädchen vor entsetzen die Augen aufrissen. Doch Rons Mutter war auf Fleurs Seite. "Oh ja, Arthur und ich haben darüber auch schon nachgedacht. Wir bräuchten noch ein paar Blumenmädchen. Hermine kann natürlich für sich selbst entscheiden, aber Ginny wird mitmachen. Nicht wahr Schatz?" Ginny schien darauf ja so gar keine Lust zu haben. Sie zog eine Schnute. "Wenn Mine nicht mitmacht, mach ich auch nicht mit, das ist ja sonst mal wohl voll unfair." Sie warf Hermine einen hilfesuchenden Blick zu. Es dauerte einige Sekunden bis sie schließlich ein geqältes "Okay, ich bin dabei." herrausbrachte. Schon war Fleur aufgesprungen und schloss sie in die Arme. Die Frau bringt echt nur Chaos, dachte Ron und wartete nur darauf, bis sie ihn wieder ansprach.
    Sie tippelte auf ihren Platz zurück, aß jedoch nicht weiter. (Ron hatte soeben bemerkt, dass sie angefangen hatte ein Vollkornbrot zu essen) "Wir werden su einem Schneider ge'en und eusch hübsche Kleider entwerfen lassen, ihr werdet einfasch besaubern aussehen. Und für Ron werden wir einen 'übschen Ansug aussuchen." Da war es wieder... dieses freudige Lächeln, das einfach ansteckte. Ron grinste verlegen, doch seine Mutter schritt dazwischen. "Fleur, ich fühle mich nicht wohl dabei, wenn du dich um alles kümmerst. Solche Sachen sind so teuer...", doch die Delacour winkte nur ab. Sie erklärte, dass sie es als eine Art Hochzeitsgeschenk ansehen sollte. Ron warf Hermine einen kurzen Blick zu. Sie leckte sich über die Lippen und sah missmutig drein. Ron versuchte sein Gesicht entschuldigend zu formen.
    "Na gut. Es sind ja nosch zwei Woschen Zeit bis wir 'eiraten werden. Ah.. isch bin so aufgeregt.", sie kicherte mädchenhaft. Ron sah in der zwischenzeit wieder woanders hin. Mrs Weasley hob derweil allmählich die Tafel auf. "Nun ich schlage vor, dass wir hier nicht ewig rumsitzen werden." Sie sammelte die Teller zusammen, die schon gestapelt auf dem Tisch lagen. "Ginny du kannst dich noch ein Weilchen ausruhen, da diese Banner ja nicht zu lange brauchen werden."
    Rons Schwester stöhnte auf. "Mum, muss ich das wirklich alleine machen? Ich meine, es ist ein echt großes Tuch und da passt viel drauf und...", sie brach mitten im Satz ab und biss sich auf die Zunge, da nun Fleur dir Stimme erhob. "Aber isch, kann dir gerne 'elfen Ginny. Isch bin rescht kunschtbegabt." Sie strahlte die Rothaarige an, jedoch verdüsterte sich Ginnys mit jeder Sekunde. "Wenn du willst können wir nasch dem Mittagessen anfangen." mit diesen Worten entschwand sie und stieg die Treppe wieder empor. Ginny jedoch saß stocksteif auf ihrem Stuhl und starrte ihr nach. "Also gut, dann hast du ja jetzt eine Partnerin.", sagte Mrs Weasley, " Wie gesagt du hast erst ein Mal frei. Und ihr beide..." , sie wandt sich nun an Hermine und Ron, "ihr könnt schon Mal hier bleiben. Ron weis zwar wie das hier alles in der Küche funktioniert, jedoch wäre es gut, wenn ich es nochmal erkläre..." Sie hielt kurz inne und besah einen kleinen Fetzen Papier. "Außerdem braucht ihr die Liste von Kuchen, die ihr backen müsst. Das sind nicht gerade wenige... Siruptorte, Zitrone-Meringe... Senftore, Schokoladenkuchen... ja es kommt schon einiges zusammen" Sie strahlte die beiden an. Zumindest Ron fühlte sich ein wenig von dem Zettel erschlagen. Er war nicht gerade groß, jedoch hatte Rons Mutter mit ihrer Winzschrift an die 20 Kuchen, inklusive Rezept darauf gequetscht.
    Ron sah Hermine an. Es schien als ob sie etwas sagen wollte.



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 12.07.2006, 03:19


    Hermine ließ endlich das Glas los, welches sie die ganze Zeit über krampfhaft festgehalten hatte. Wieso war sie da nur hineingeraten? Nun gut, sie hatte freiwillig zugestimmt, aber schließlich wäre es nicht schön gewesen, wenn Ginny das alleine durchstehen würde müssen. Plötzlich bemerkte sie, wie auf Rons Lippen ein Grinsen saß und sie funkelte ihn wütend an. Typisch Weasley! Natürlich hatte er Fleur wieder dümmlich hinterher schauen müssen. Na wenigstens hatte er ihr nicht in den Ausschnitt gestarrt, das wäre ja noch schöner gewesen!
    Mrs. Weasley unterbrach ihre wütenden Gedanken. "Nun ich schlage vor, dass wir hier nicht ewig rumsitzen werden.", sagte sie und erhob sich von dem Tisch. Hermine hob Krummbein vom Boden auf und nahm ihn auf die Arme. Ginny hatte noch eine kleine Auseinandersetzung mit ihrer Mutter, da sie nicht das Tuch ganz alleine gestalten wollte, doch zu ihrem Übel bot Fleur ihre Hilfe an. Die Weasley stöhnte, schüttelte den Kopf und sah der Franzosin nach, die nun ohne geholfen hatte aufzuräumen, wieder die Treppen hoch in Richtung Schlafzimmer verschwand.
    Ginny schüttelte wieder den Kopf und machte Anstalten nach draußen zu gehen. "Kannst du Krummbein mitnehmen?", fragte Hermine und ihre Freundin nickte. Sie nahm ihr den Kater ab und ging mit ihm nach draußen in den Garten.
    Mrs. Weasley wandte sich nun Ron und der Brünette zu. "ihr könnt schon Mal hier bleiben. Ron weis zwar wie das hier alles in der Küche funktioniert, jedoch wäre es gut, wenn ich es nochmal erkläre...", sagte sie und hielt plötzlich einen kleinen Zettel Pergament in der Hand, den sie beäugte. "Außerdem braucht ihr die Liste von Kuchen, die ihr backen müsst. Das sind nicht gerade wenige... Siruptorte, Zitrone-Meringe... Senftore, Schokoladenkuchen... ja es kommt schon einiges zusammen"
    Hermine schluckte und biss sich auf die Unterlippe. Das klang nicht gerade wenig. Warum um Merlins Willen brauchten sie so viel Kuchen? So viele Leute würden doch nun auch nicht kommen...
    Ron hatte den Zettel seiner Mutter abgenommen und seine Augen huschten darüber hin und her. Als er aufsah, trafen sich kurz ihre Blicke, doch Hermine brach den Augenkontakt und nahm stattdessen den Zettel aus Rons Händen. Ihre Augen weiteten sich ein Stück überrascht, als sie ihn durchlas. Meine Güte ... sie würde wohl monatelang keine Kuchen mehr sehen können. Das würde sicher bis zum Nachmittag dauern, wenn nicht sogar noch länger. Allerdings wollte sie auch noch ihren Eltern wegen der Party Bescheid sagen und sie wusste, dass ihre Mutter Spätdienst in der Praxis hatte und ihr Vater heute zum Kegelabend gehen würde.
    Sie gab den Zettel wieder Ron und blickte dann seine Mutter an. "Mrs. Weasley, ich müsste meinen Eltern noch wegen der Feier informieren. Allerdings wird das Backen ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen und meine Eltern werden heute Abend nicht da sein. Ich hab mir gedacht, ich könnte jetzt schnell gehen und das erledigen." Außerdem würden sie dann auch gleich wissen, ob sie für zwei Leute mehr mitbacken würden.
    Mrs. Weasley nickte gütig. "Natürlich, Liebes. Ron kann schon mal ohne dich anfangen." Sie blickte hektisch nach draußen. "Und ich werde jetzt wohl oder übel entgnomen gehen." Sie packte sich eine weiße Schürze, die an einem Haken an der Wand hing, band sie sich um die Hüfte und verließ durch die Hintertür die Küche.
    Somit war es wieder ruhig geworden. Hermines Blick wanderte zu Ron. "Gut, ich werd dann mal. Fang schon mal an, sonst werden wir überhaupt nicht fertig werden." In ihrer Stimme lag noch etwas Kühle und sie nahm ihren Zauberstab, der auf dem Küchentisch lag. "Bis dann."
    Die Brünette stolzierte nach draußen und schloss die Tür hinter sich. Sofort schien ihr die warme Sonne ins Gesicht und der blaue Himmel strahlte ihr entgegen. Sie entfernte sich einige Schritte vom Fuchsbau und ein paar Sekunden später war das Mädchen mit einem Knall disappariert.

    Mit einem Flopp erschien sie mitten im Flur von dem Haus der Grangers. Irgendwie war es komisch, schon wieder Zuhause zu sein. Sie steckte den Zauberstab in ihre Hosentasche und wollte gerade nach ihren Eltern rufen, als plötzlich ihre Mutter mit entsetztem Blick aus der Küche eilte. Als sie ihre Tochter erblickte, eilte sie besorgt auf sie zu. "Oh mein Gott, Hermine. Ist etwas passiert?" Sie musterte die Brünette von oben bis unten, offenbar um zu sehen, ob sie noch genauso aussah wie immer. "Mum, es ist alles okay.", meinte Hermine lächelnd. "Ich bin eigentlich nur gekommen, um euch auf eine Feier einzuladen." Mrs. Granger hob erstaunt die Augenbrauen und schob ihre Tochter in die Küche. "Nun setz dich erst mal. Möchtest du etwas trinken?" Sie ging an den Kühlschrank und hielt eine Packung Eistee in die Höhe. "Danke.", meinte Hermine lächelnd und holte aus dem Schrank ein Glas hervor. Dann setzte sie sich an den quadratischen Küchentisch und ließ sich von ihrer Mutter den kalten Tee einschenken. "Du hast mich ganz schön erschreckt, ich dachte, es ist irgendetwas passiert.", meinte sie dann und nahm ebenfalls am Tisch Platz. Hermine nahm einen Schluck, der ihr angenehm kühl die Kehle hinabrann und blickte Mrs. Granger beruhigend an. "Keine Sorge. Ich bin gekommen, weil ich mit dir und Dad etwas besprechen will. Wo ist er?"
    "Er arbeitet in der Praxis. Nun erzähl schon.", forderte ihre Mutter lächelnd. Mrs. Granger war die Neugier in Person. Hermine stellte das Glas ab und faltete die Hände ineinander. "Also. Wir - also ich und die Weasleys, planen eine Überraschungsparty für Harry, er hat ja morgen Geburtstag. Naja ... es kommen einige Leute und unter anderem würden sie sich auch sehr freuen, wenn ihr kommen würdet. Ich mich übrigens auch.", fügte sie hinzu und sah ihre Mutter an, die sichtlich verblüfft wirkte. "Oh ... meinst du denn, das wäre gut? Ich meine, wir kennen doch niemanden.", fügte sie raunend hinzu. Hermine schüttelte den Kopf. "Mr. und Mrs. Weasley habt ihr doch schon mal in der Winkelgasse getroffen. Und glaubt mir, mit Rons Vater werdet ihr viel Gesprächsstoff haben.", beteuerte sie. "Sie würden sich auf jeden Fall sehr freuen und Harry mag euch ja auch."
    Hermines Mutter trommelte mit den Fingern auf der Tischplatte herum und strahlte. "Ich würde natürlich wahnsinnig gerne kommen und auch etwas von ... von der Zauberwelt erfahren. Dad ist sicher auch einverstanden. Und wenn nicht ... nun, dann bieg ich das schon so hin, dass er mitkommt." Sie grinsten sich an. Hermine war froh, dass ihre Mutter zugestimmt hatte, denn so würde ihr Vater auch mitkommen. "Ich würde euch dann morgen so gegen Mittag abholen. Wir können dann direkt zum Fuchsbau apparieren." Mrs. Granger zog die Stirn in Falten. "Können wir nicht mit dem Auto fahren?", fragte sie skeptisch. Hermine legte den Kopf schief. "Apparieren ist nicht schlimm, das dauert maximal 10 Sekunden."
    Sie trank wieder von ihrem Eistee und spielte mit dem Zitronenschnitz herum. Für kurze Zeit schwiegen Mutter und Tochter. "Mum?", fragte Hermine dann und die Frau hob den Kopf. "Wie backt man eigentlich richtig Kuchen?" Sie kam sich unglaublich lächerlich vor, so eine Frage zu stellen und schämte sich richtig, nicht genau zu wissen, wie man so etwas machte. Ihre Mutter sah sie ebenfalls etwas erstaunt an und lächelte dann aber jedoch. "Wieso willst du das wissen?", fragte sie. Hermine zuckte mit den Schultern. "Ich muss mit Ron heute Kuchen backen ... naja, offenbar kann er es und -"
    "- und deshalb musst du es natürlich auch können.", beendete die Mutter den Satz und begann zu lachen. Sie schüttelte den Kopf und blickte ihre Tochter dann aus blauen Augen heraus an. "Probier es einfach. So schwer ist das nicht, wenn du ein genaues Rezept hast. Das dürfte jeder schaffen." Sie zwinkerte und Hermine seufzte. "Ich werds versuchen." Sie konnte Rons hämisches Grinsen jetzt schon vor ihrem geistigen Augen sehen.
    Sie leerte ihr Glas mit einem Zug und erhob sich. "Ich werd jetzt auch mal wieder." Wenn sie zu lange wegblieb, würde Ron behaupten, sie würde sich vor dem Kuchenbacken drücken, was natürlich total Unhermine-haft war. Sie verabschiedete sich von ihrer Mutter und sagte noch einmal, sie würde sie morgen abholen und apparierte zurück zum Fuchsbau.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 13.07.2006, 12:32


    Hermine schien es auch nicht glauben zu können, dass sie tatsächlich so entsetzlich viele Kuchen backen mussten. Sie entriss Ron den Zettel und besah ihn nun selbst. Sie schluckte. Ron musste bei dem Anblick leise lachen, da er Hermine nur selten aus der Fassung fallen sah. Sie gab ihm den Zettel zurück und blickte auf. "Mrs. Weasley, ich müsste meinen Eltern noch wegen der Feier informieren. Allerdings wird das Backen ganz schön viel Zeit in Anspruch nehmen und meine Eltern werden heute Abend nicht da sein. Ich hab mir gedacht, ich könnte jetzt schnell gehen und das erledigen.", fragte sie Rons Mutter. Diese wandt sich um und sah sie lächelnd an. "Natürlich, Liebes. Ron kann schon mal ohne dich anfangen." Und sie ging nach draußen, irgendetwas von Gartengnomen murmelnd. Nun waren sie wieder allein. "Ähm...", sagte Ron. "Gut..." Sie blickten sich an. "ich werd dann mal. Fang schon mal an, sonst werden wir überhaupt nicht fertig werden." Hermines Stimme klang außerordentlich kühl. Ron sah ihr nach wie sie das Haus verließ. "Ja... aber beeil dich, ich will das alles nicht allein machen, hörst du?" Doch sie war nun fast aus der Tür getreten. "Bis dann.", sagte sie und disapparierte.
    Ron drehte sich wieder zu der Küche, die er nun das erste Mal für sich allein zur Verfügung hatte. "So Ron... jetzt bist du der Mann im Haus", sagte er und konnte ein verschmiztes Lächeln nicht unterdrücken.
    Er besah sich nocheinmal die Liste mit Kuchen.
    Am besten wäre es doch, wenn er mit etwas leichterem anfing. Die Sirup und Senftorte würde nur sehr schwer zu machen sein, also würde er sich das mit Hermine aufheben. Die Liste von oben bis unten studierend hielt er bei einer Stelle inn, bei der er wusste, dass er auf alle Fälle dazu im Stande war. Schokoladenkuchen. Ja, das wäre seine erste Aufgabe. Er überflog das Rezept. Alles kein Problem. Innerhalb von nur wenigen Sekunden hatte er alle Utensilien zusammen, die er brauchte.
    Er besah sich alles und griff nun nach der Schüssel. Eier, Mehl und Wasser ließ er nacheinander hineinfallen und mit einem Zauber begannen die Zutaten sich zu einem Teig zu vermischen. In der Zwischenzeit hatte er das Radio aufgedreht und sich eine häßliche Schürze umgebunden. Er mochte die Musik nicht besonders, dennoch konnte er nicht anders als im Takt in der Küche umher zu wedeln.
    Der Teig war verrührt und nun kamen die restlichen Zutaten hinzu. Ron sparte dabei nicht an der Schokolade. Er schob sein rohes Werk in die Backröhre und machte sich nun daran einen weiteren zu backen. Kirschtorte, wäre jetzt perfekt. Er rannte zum Kühlschrank und kramte eine Schachtel voller knallroter, saftiger Kirschen hervor. Wieder schmiss er alles in eine weitere Schüssel, lies alles gut verrühren und summte ein Lied. Das Radio hatte er mittlerweile schon auf volle Lautstärke aufgedreht und als schließlich wieder Celestina Warbeck ihre Stimme erhob konnte er nicht anders, er sang lauthals mit. "Deine Augen... sind so fern von mir! Ich vermisse dich, komm zurück.", als Celestina einen langanhaltenenden Ton sang, streckte Ron die Arme in die Höhe und sang mit theatralischer Mine weiter. So merkte er gar nicht wie ein Knall, Hermines Ankunft ankündigte. "Komm her, ich brauch dich so! Geh nie mehr, ich lass dich nie wieder los...."



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 13.07.2006, 17:28


    Mit einem Knall erschien Hermine wieder auf dem Hof des Fuchsbaus. Sie bemerkte Mrs. Weasley, die gerade mitten in ihrem Element war und die Gnome weit hinter den Gartenzaun warf. Ginny konnte sie nicht entdecken, wahrscheinlich befand sie sich auf der anderen Seite des Hauses. Apropos Haus. Sie wandte ihren Kopf zum Fuchsbau, aus dessen Küche laute Musik dröhnte. Ihre Stirn zeigte sofort einige tiefgelegte Falten und sie ging auf die Hintertür zu. Plötzlich fing eine Stimme noch dazu das Singen an und trällerte: "Deine Augen... sind so fern von mir! Ich vermisse dich, komm zurück."
    Hermine sah entgeistert durch das Fenster. Was um Merlins Namen trieb Ron da drinnen bloß? Mit erhobenem Haupt ging sie die letzten Schritte auf die Tür zu und drückte den Griff mit der Hand hinunter. Sofort schallte ihr die laute Musik entgegen und die Brünette merkte, dass gerade die Lieblingssängerin von Mrs. Weasley im Radio lief. Ihr Blick, der eine Mischung aus Entgeisterung, Entsetzen, Überasschung und Amüsierung war, wanderte zu Ron und die Falten in ihrer Stirn wurden sogar noch tiefer. Der Rothaarige hatte sie offenbar nicht bemerkt, denn er rührte gerade an einem Kuchenteig und wackelte im Rythmus der Musik herum. Er hatte sich eine besonders hässliche Schürze umgebunden und schien voll in seinem Element zu sein.
    "Oh Ron.", murmelte Hermine und schüttelte den Kopf. Sie stand ein paar Sekunden einfach nur in der Tür und beobachtete den Teenager, der sich gerade wie eine typische Hausfrau benahm. Irgendwie schockte sie diese Erkenntnis, amüsierte sie jedoch auch gleichzeitig.
    Plötzlich hob Ron die Arme in die Luft und sang laut mit Celestina: "Komm her, ich brauch dich so! Geh nie mehr, ich lass dich nie wieder los...."
    Hermine starrte ihn mit offenem Mund an. War hier nicht zufällig ein Todesser in Rons Gestalt, der gerade Kuchen backte und irgendwelche kitschigen Lieder mitsang, die zu voller Lautstärke in der Küche zu hören waren? Nein, wohl eher nicht ...
    Die Brünette schüttelte den Kopf und musste leise vor sich hinlachen. Das hatte sie ihm wirklich nicht zugetraut. Da kannte sie ihn nun schon so lange und trotzdem überraschte er sie immer wieder.
    Immer noch kichernd, legte die 17-jährige die Hand auf die Stirn und ging langsam auf den halbtanzenden und halbbackenden Ron zu. Sie räusperte sich laut und stellte sich neben den Rotschopf hin.
    "Na? Machts Spaß?", meinte sie und musste sich arg anstrengen, eine ausdruckslose Miene aufzusetzen. Sie blickte hoch in sein Gesicht und konnte sich ein Grinsen doch nicht verkneifen. Jetzt hatte sie ihn erwischt. Irgendwie befriedigte das ihre Wut auf ihn wegen Fleur.
    "Ich wusste gar nicht, dass du so auf Celestina stehst.", meinte Hermine fachmännisch und drehte sich herum, damit er kichern nicht bemerkte. Stattdessen blickte sie sich um. Überall waren Zeichen vom Backen zu erkennen. Ein paar offene Mehlpackungen standen auf der Küchenzeile, zerbrochene Eierschalen in einer Schüssel und große Rührlöffel lagen herum.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 13.07.2006, 19:53


    Ron wackelte von einer Ecke zu der anderen und sang immernoch lauthals mit. Als sich das Finale des Liedes ankündigte hielt er gerade die Zuckerschachte in der Hand um der Mischung noch etwas mehr Süße zu verleihen. Er hielt sie leicht schräg und kippte eine Prise hinein, als er ganz dicht neben seinem Ohr jemanden sich räuspern hörte.
    "Na? Machts Spaß?" Ron ließ vor Schreck die Zuckerschachte in die Schüssel fallen. Der gesamte Inhalt war nun in der Mischung. Langsam und immer noch unter Schock, drehte er sich um.... und erschrack sich nochmals. Vor ihm stand Hermine, die ein Grinsen kaum unterdrücken konnte. Ron stolperte rückwärts. Das durfte doch nicht wahr sein! "Hermine...du...", stotterte er, doch ein richtiger Satz kam nicht zu stande. Er stand einfach da und starrte sie entgeistert an. "Ich wusste gar nicht, dass du so auf Celestina stehst.", sagte Hermine spöttisch und wandt ihm nun den Rücken zu. Ron lief in diesem Moment knallrot an und mit einem Schwinger seines Zauberstabs verstummte das Radio in der Ecke. "Tu ich auch nicht" nuschelte er. Wieso musste ausgerechnet sie ihn bei so etwas erwischen? Was hatte ihn überhaupt dazu bewegt? Er war doch sonst nicht so durchgeknallt. Er biss sich auf die Zunge. Wie bescheuert musste es sich angehört haben? Wie dumm musste er dabei ausgesehen haben. Ihm war klar, dass ihn das die nächsten Jahre weiter verfolgen würde.
    Langsam gewann er seine Stimme wieder, jedoch hatte er immer noch diesen Kloß im Hals und sein Gesicht glühte. "I-Ich dachte du kommst etwas später.", verteidigte er sich. "Ich war..." er drehte sich wieder zu der Anrichte um sich wieder stumm seiner Mixtur zu zu wenden. Mit einem entsetzten Schrei stellte er jetzt erst fest, dass die Zuckerschachtel noch immer darin lag und deren Inhalt sich auch schon darin verteilte. Ron fuhr wieder herum. "Jetzt sieh, was du angerichtet hast", er deutete auf die Schüssel. Hastig kramte er die leere Schachte aus der Schüssel und legte sie in die Spüle. Warum... warum... warum musste ihm so etwas wieder passieren?
    Um sich ab zu lenken warf er einen Blick auf die richtige Küchenuhr und bemerkte, dass der Schokoladenkuchen schon fertig sein müsste. Hastig stürzte er auf den Ofen zu, öffnete die Klappe und ließ den Kuchen heraus schweben. Perfekt sah er aus, kein Markel war an ihm zu erkennen und Rons Selbstbewusstsein stieg wieder ein wenig an. "Ha", sagte er triumphierend. "Ich kann schon etwas vorweisen, dass wirklich Markellos ist." Er ließ den Kuchen auf den Tisch gleiten, auf dem schon eine Art Tablett bereit lag. sanft landete das braune Gebäck darauf. "Und jetzt", sprach Ron weiter, " müssen wir den Teig und alles nochmal neu machen." Finster starrte er sie an. "Das wäre der beste Kirschkuchen der Welt geworden." Es klang extrem dumm und darum lachte er jetzt auch schon wieder. Klar war die Aktion peinlich gewesen aber Ron war ja schließlich doch irgendwo mit Fred und Goerge verwandt und so konnte er auch Mal über sich selbst lachen.



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 13.07.2006, 20:52


    Hermine musste mehr denn je einen Lacher unterdrücken, als Ron eine Zuckerschachtel in die Teigschüssel fallen ließ und sich wie vom Donner gerührt umdrehte. Er blickte sie an, als wäre sie Voldemort höchst persönlich. Er stolperte langsam rückwärts und stotterte: "Hermine...du..."
    Die Angesprochene hob die Augenbrauen und nickte mit dem Kopf. "Ja Ron, ich bin es.", sagte sie und ging auf einen der Haken zu, wo die vielen Schürzen hingen und nahm eine davon. Sie band sie sich um die Hüften und ließ ihren Blick dann wieder durch die Küche gleiten. Jetzt würde sie tatsächlich Kuchen backen müssen. Im Ofen stand schon eine Backform, in der offenbar ein Schokoladenkuchenteig steckte.
    Ron schaltete mit seinem Zauberstab das Radio aus und eine angenehme Ruhe entstand. Diese Lieder waren ja fürchterlich. Der Rotschopf bestritt, dass er Celentina mochte. Hermine zuckte mit den Schultern. "Wenn du meinst.", sagte sie und lächelte vielsagend. Sie nahm sich eine Schüssel und eine Packung Mehl und versuchte so auszusehen, als ob sie genau wissen würde, was sie jetzt zu tun hatte.
    "I-Ich dachte du kommst etwas später.", stotterte Ron, dem der Schock immer noch in den Knochen zu stecken schien. Wieder zuckte Hermine mit den Schultern. "Du wolltest ja, das ich mich beeile, die Sache war eigentlich recht schnell erledigt.", meinte sie mit seelenruhiger Stimme und begann nach dem Zettel von Mrs. Weasleys Kuchenliste zu suchen. "Meine Eltern haben zu gesagt. Naja, eher meine Mutter, aber mein Vater wird auch kommen. Sie war ganz begeistert und freut sich schon auf morgen." Sie fand den Fetzen Pergament auf dem Stück Anrichte, der noch etwas von Schüsseln und Backutensilien befreit war und kehrte zurück, wo sie ihren Arbeitsplatz geschaffen hatte. Am besten würde sie mit einem relativ einfachen Kuchen anfangen. Die Rezepte standen daneben, so schwer konnte das doch also nicht sein. Fest entschlossen, einen guten Kuchen abzuliefern, krempelte sich die Brünette die Ärmel ihres Oberteiles hoch, obwohl das gar nicht nötig war, da sie ja ein T-Shirt trug, und entschied sich für einen Marmorkuchen. Der schien nicht so kompliziert zu sein.
    Plötzlich ließ sie ein Schrei in die Höhe springen. Erschrocken drehte sie sich zu Ron, der seine Schüssel anstarrte. "Jetzt sieh, was du angerichtet hast", warf er ihr vor und Hermine sah ihn fassungslos an. "Ich?" Sie schüttelte den Kopf. "Es ist nicht meine Schuld, wenn du bei jeder Kleinigkeit dich halb zu Tode erschreckst, schließlich hab ich in einer ganz normalen Lautstärke geredet. Aber wer natürlich Celentina auf voller Lautstärke hört und noch leidenschaftlich mitsingt..." Sie warf ihm einen verächtlichen Blick zu und wandte sich ihrer Schüssel zu. Es war ja nicht zu fassen! Das war wieder so typisch, natürlich musste er ihr wieder die Schuld für sein blödes Missgeschick geben. Wieder schüttelte sie den Kopf und blickte seufzend auf das Pergament. Also, was brauchte sie jetzt dafür. Mehl, Wasser, Eier .... Eier! Hermine ging um Ron herum und schnappte sich den Korb mit den Hühnereiern, die wahrscheinlich von den Hühnern des Fuchsbaus stammten.
    Ron indessen hastete zum Backofen und holte einen perfekten Schokoladenkuchen hervor. Zumindest sah er recht perfekt aus und duftete dementsprechend gut. "Ha", stieß er aus und ließ das Stück auf eine Platte gleiten. "Ich kann schon etwas vorweisen, dass wirklich Markellos ist."
    Oh, genau das hatte sie jetzt gebraucht. Sie funkelte seinen Rücken an und strich sich durch die wilde Haarmähne. Sie musste diesen Kuchen irgendwie haargenau nach Rezept hinbekommen oder Ron würde sie ewig damit aufziehen.
    "Und jetzt müssen wir den Teig und alles nochmal neu machen." Er starrte sie finster an und die Gryffindor erwiderte seinen Blick nicht minder finster. "Das kannst du schön alleine machen, ich muss mich selbst um einen Kuchen kümmern. Ist ja schließlich auch nicht meine Schuld, dass du ihn verzuckert hast." Kühl sah sie ihn an und schlug ein Ei am Schüsselrand auf und ließ das Gelbe in die Schüssel gleiten. Die Schalen legte sie erstmal zu den anderen in die Schüssel, die Ron benutzt hatte.
    "Das wäre der beste Kirschkuchen der Welt geworden.", sagte Ron und Hermine wandte den Kopf herum, um ihn argwöhnisch anzugucken und mit den Augen zu rollen. Er fing an zu lachen und sie wandte sich kopfschüttelnd ihrer Schüssel zu. Ein weiteres Ei wurde zerschlagen. Sie musste sich jetzt auf den Kuchen konzentrieren, damit er möglichst gut werden würde. Nein, er sollte nicht gut, er sollte perfekt werden! Ron mit seinem Schokoladenkuchen musste irgendwie übertroffen werden, sonst würde er jedem erzählen, sie könne nicht richtig backen.
    Sie gab die genaue Anzahl Mehl hinein und verhexte dann den Rührlöffel, der wild das Rühren begann. Währendessen nahm sie einen Messbecher, füllte ihn mit so viel Wasser, wie es in dem Rezept lautete und fügte es dann der Schüssel bei.
    Während der Löffel von Zauberhand kräftig das ganze Gemisch zu einem Teig rührte, kratzte etwas an ihrer Hose. Die Brünette blickte nach unten und erblickte Krummbein.
    "Nein, nicht jetzt, Krummbein.", sagte Hermine und hob ihn hoch. Bloß nicht ablenken lassen! Sie trug ihn zur Hintertür und ließ ihn hinaus. "Tut mir Leid.", meinte sie, als er sie vorwurfsvoll ansah und dann in den Garten davon huschte. Hermine seufzte und ging wieder zurück. Inzwischen sah der Teig ganz gut aus. Perfekt. Der Kuchen würde spitze werden!
    Sie holte eine kreisrunde Backform und goss das Gemisch hinein, danach bekam es seinen Platz im Ofen. Zufrieden stellte das Mädchen die richtige Temperatur ein und ging dann zurück zu ihrem Arbeitsplatz. Na also, so schwer war das Backen ja gar nicht, wenn man genau das Rezept durchlas. Eigentlich konnte man es gut mit Zaubertränke vergleichen.
    Sie wischte sich mit der Hand über die Stirn. In der Küche war es ganz schön warm durch die Hitze des Ofens und noch dazu, schien die Sonne durch die Fenster hinein. Hermine ging zum Kühlschrank und nahm die Flasche mit Beerensaft heraus. Ein Glas eisgekühlter Saft war genau das richtige. Sie goss sich ein Glas davon ein und begann daran zu nippen. Ron fragte sie nicht, ob er etwas haben wollte, schließlich war sie hier der Gast und außerdem hatte er sie so angepflaumt, dass er es gar nicht verdiente.
    Nach einer Weile hatte sie das Glas geleert und stellte es auf der Anrichte ab. Auf zum nächsten Kuchen.
    Schnell hatte sie sich für einen entschieden und begann sorgfältig nach dem Rezept den Teig zu mischen. Während sie so vor sich hinbackte, kam Mrs. Weasley hereingestapft.
    "Na, wie läuft es?", fragte sie und wischte sich mit den Handrücken über die Stirn.
    "Prima.", antwortete Hermine lächelnd und begann wieder den Kochlöffel zu verhexen. Rons Mutter ging auf den Ofen zu und lugte durch die Scheibe hinein. Vielleicht würde sie gleich ein Lob von sich äußern. Die Brünette sah jedoch, wie sie den Kopf hoch hob und dann beide ansah. "Wer von euch hat denn vergessen, das Backpulver in den Teig zu mischen?"
    Hermines Herz machte einen Aussetzer und ihr schoss die Röte ins Gesicht. Nein, nein, das konnte nicht wahr sein, das durfte nicht wahr sein! Das war unmöglich! Sie hatte das Pulver doch extra geholt. Sie drehte sich herum und wühlte in den Sachen herum - bis sie es in der Hand hielt. Sie wagte gar nicht, sich wieder umzudrehen.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 13.07.2006, 22:44


    "Du wolltest ja, das ich mich beeile, die Sache war eigentlich recht schnell erledigt.", sagte Hermine ganz ruhig. Es machte ihn wahnsinnig. Er war noch vollkommen aufgewühlt und fühlte sich extrem schlecht. Hermine hatte sich nun schon eine Schürtze umgebunden und fuhr fort: "Meine Eltern haben zu gesagt. Naja, eher meine Mutter, aber mein Vater wird auch kommen. Sie war ganz begeistert und freut sich schon auf morgen." Ron sah sie an. Er freute sich wirklich ihre Eltern Mal wieder zu sehen, aber für ein richtiges Lächeln reichte es im Moment einfach nicht.
    Als er sich wieder seinem Rezept zuwenden wollte und sie anschließend angeschnautzt hatte besah sie ihn herablassend. "Ich? Es ist nicht meine Schuld, wenn du bei jeder Kleinigkeit dich halb zu Tode erschreckst, schließlich hab ich in einer ganz normalen Lautstärke geredet. Aber wer natürlich Celentina auf voller Lautstärke hört und noch leidenschaftlich mitsingt..." Wütend starrte sie ihn an und Ron hätte ihr am liebsten etwas entgegen geschmettert. Sie wandt sich nun einer Schüssel zu und begann selber einen Kuchen zu zubereiten. Sie wies auch daraufhin, dass er seinen Kirschkuchen nochmal allein machen sollte. Grummelnd und leise fluchend ging er wieder zum Kühlschrank. Ein Glück waren noch ein paar Kirschen da. Noch einmal durfte dies nicht passieren. Immernoch vor sich hin grummelnd verrührte er gelangweilt die neuen alten Zutaten. Wärend er mit einem Zauber das ganze sich verrühren ließ, spähte er über die Schulter und beobachtete Hermine bei ihrer Arbeit. Vergnügt stellte er fest, dass sie doch recht unsicher war. Zwar wählte sie fast alle Zutaten richtig aus und schien wieder alles im Griff zu haben, jedoch schien sie recht zaghaft bei der Sache zu sein. Leise lachend wandt er sich nun wieder seinem Kuchen zu, während Hermine stolz zum Backofen ging und ihren Teig hineinschob. Ron wollte lieber noch einen kleinen Moment warten, denn er hatte eine leise Vorahnung was passieren würde. Stattdessen begann er schon mit der nächsten Torte.
    Sie hörten wie sich die Tür zur Küche öffnete und Rons Mutte, die voller Erde war und die beiden anlächelte. "Na, wie läuft es?" "Prima", riefen Ron und Hermine im Chor. Ron grinste schelmisch, als er sah wie seine Mutter sich in Richtung Ofen bewegte. Allmählich konnte man ihren Gesichtsausdruck sich wechseln sehen und Rons Vermutung bestätigte sich. "Wer von euch hat denn vergessen, das Backpulver in den Teig zu mischen?"sie stellte sich wieder gerade hin und sah in die Runde. Ron hustet leise und sagte nur: "Also meinen fertigen Kuchen kannst du schon auf dem Tisch stehen sehen." Er war gemein und das wusste er. Es war seine kleine Rache an die gute alte Hermine die nun beschämt in ihrer Backecke stand. Mrs Weasley zog eine Augenbraue hoch, sagte jedoch ruhig"Naja, ist ja nicht so schlimm. Das kann jedem Mal passieren. Lassen wir den einfach weg..." bedauernd sah sie noch einmal in die Backröhre, bis sie den nun bemittleidungserweckenden Kuchen herausholte. Ron der nun Früchte klein schnitt konnte das Lachen kaum unterdrücken. Für Hermine war es das schlimmste, wenn sie in irgendeiner Sache versagte und noch schlimmer wenn so jemand, wie Ron darin besser war als sie.

    Die Zeit verging und Stunde um Stunde häuften sich die fertigen Kuchen nun auf dem Küchentisch. Es waren noch weitere kleinere Maleure, die aber nicht der Rede wert waren. Auch Ron vergass beinahe bei der Glasur von Harrys Lieblingstorte, die er und Hermine zusammen machen mussten, weil sie wirklich schwer zu machen war, beinahe die Gelantine. Gegen Mittag war Rons Bruder Charlie im Fuchsbau angekommen und hatte ihnen schon über die Schulter geschaut. Ginny und Fleur hatten ihre Arbeit an den Bannern begonnen und die Weasley schien sichtlich genervt darüber, dass Fleur bei jedem Farbspritzer den sie abbekam laut aufschrie. Mrs Weasley war noch öfter in der Küche erschienen und hatte Hermine noch ein paar Tipps beim Backen gegeben, wobei sie auch um Ron keinen Bogen machte. Ron verdrehte bei jedem Satz die Augen, weil es wirklich nicht neu für ihn war. Er vermutete, dass sie es nur wegen Hermine tat, die nach der Aktion mit dem Backpulver doch recht geknickt schien. Von draußen konnte man immer Bill und Charlie hören und wie sie irgendwelche Holzbretter zusammen nagelten. Ron hatte in einer kleinen Pause einmal nach draußen gesehen und war wirklich verblüfft was die beiden da zusammen gebaut hatten. Mitten im Garten der Weasleys war nun eine Kreisrunde Tanzfläche aufgebaut auf der Bestimmt 20 Mann gleichzeitig tanzen konnten. Außerdem waren überall Tische und Bänke auf denen Mann sich später platzieren konnte.
    Doch jetzt waren Ron und Hermine endlich fertig und fletzten sich in den Sesseln des Wohnzimmers. Der Weasley war total müde und wäre am liebsten schlafen gegangen, doch in diesem Augenblick hörte er seine beiden Brüder Fred und George nach Hause kommen. Sie apparierten dierekt in der Küche und es war nur dumpf ihr Gespräch zu hören.
    "Wow, sieh dir das an.", kam es von Fred. " Die Sehen ja Mal super aus. Naja außer dieser Mamorkuchen...", sagte Goerge. "Der sieht leicht deformiert aus. Aber naja schmecken wird er trotzdem." Ron musste grinsen und er wagte es nicht das Mädchen neben sich anzusehen. Stattdessen rief er in die Küche. "Hey, fasst die ja nicht an... die sind für morgen." Allmählich kamen die Zwillinge nun ins Wohnzimmer. "Hi!", sagten sie im Chor. Sie trugen teure Jacken und Hosen. Das Geschäft blühte allmählich richtig auf. Fred ließ sich in einen Sessel neben seinem Bruder fallen und Goerge machte es sich auf der Couch bequem. "Ach ja... Harrys Geburtstag. Stimmt den hatte ich fast vergessen.", sagte Fred neben Ron. "Ja... das wird was ganz großes. Habt ihr schon Mal nach draußen gesehen, was Charlie und Bill gebastelt haben?", fragte Ron seine Brüder. "Jap... haben wir", antworteten sie gleichzeitig. "Und sieht echt super aus.", fügte Goerge hinzu.



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 13.07.2006, 23:26


    "Also meinen fertigen Kuchen kannst du schon auf dem Tisch stehen sehen.", sagte Ron grinsend, als Mrs. Weasley die beiden fragte, wer von ihnen vergessen hatte, das Backpulver in den Teig mit rein zu geben. Hermine funkelte ihn mit einem bitterbösen Blick an. Dieses doofe Grinsen, am liebsten würde es sie ihm einfach vom Gesicht wischen. Sie drehte sich herum und suchte verzweifelt nach dem Pulver, bis sie es schließlich in der Hand hielt.
    Hermine drehte sich zerknirscht um und sah zu Mrs. Weasley. "Tut mir Leid.", sagte sie geknickt und würdigte Ron keines Blickes. "Ich muss das Pulver wohl übersehen haben." Die Frau seufzte und blickte zu der Brünette, die den Boden ansah. "Naja, ist ja nicht so schlimm. Das kann jedem Mal passieren. Lassen wir den einfach weg..." , sagte sie und warf dem vermasselten Kuchen noch einen bedauernden Blick zu.
    Hermine biss sich auf die Lippe und knetete ihre Hände. Wieso musste das ausgerechnet ihr passieren? Sie war doch sonst immer so konzentriert! Die Brünette war sauer, auf sich, auf diesen Kuchen und vorallem auf Ron, weil er ... einfach Ron war und einen Schokoladenkuchen hinbekommen hatte.

    Während die beiden weiter backten, würdigte Hermine den Rotschopf keines Blickes mehr und vermeidetete es überhaupt, irgendwie ein Wort mit ihm zu reden. Sie fühlte sich in ihrem Stolz verletzt und ließ das nun an ihm aus.
    Gegen Mittag kam Charlie und zusammen mit Bill bauten sie den ganzen Nachmittag an der Tanzfläche im Garten. Ständig hörte man es Hämmern und Klopfen und Stimmen, die sich irgendwas zuriefen. Ginny und Fleur gestalteten im Garten den Banner für die Party, doch sie kamen nicht sonderlich schnell voran, da Fleur bei jeden Spritzer der daneben ging, hysterisch aufkreischte und mit den Händen herumfuchtelte.
    Irgendwann hatten sie jedoch alle ihre Arbeit geschafft und in der Küche befanden sich nun 19 herrliche Kuchen plus einer ohne Backpulver.
    Hermine und Ron hatten sich erschöpft in den Sesseln im Wohnzimmer fallen gelassen. Der weibliche Part von ihnen hätte nicht gedacht, dass Backen so anstrengend sein konnte und noch immer war sie sauer auf sich wegen diesem Missgeschick. Nun gut, wenigstens hatte sie etwas gegen Ron in der Hand. Ein leicht böses Lächeln schlich sich auf ihre Lippen, doch es verschwand rasch wieder, denn ihre Laune war einfach zu schlecht.
    Plötzlich ertönten zwei laute Knalls und Hermine setzte sich erschrocken aufrecht hin. Sofort hörte man Stimmen aus der Küche. Fred und George waren offenbar hierher appariert und besahen sich Ron und Hermines Werke. "Wow, sieh dir das an.", hörte sie Freds Stimme, die leicht tiefer war, wie die von George. "Die Sehen ja Mal super aus. Naja außer dieser Mamorkuchen...", kam es von dem Bruder und Hermine knirschte gewaltig mit den Zähnen. Sie warf einen Seitenblick zu Ron und stellte wütend fest, dass er vor sich hin grinste. Zornig nahm sie ein Kissen und warf es nach ihm, sodass es auf seinem Kopf landete. In dem Moment betraten die Zwillinge das Wohnzimmer und erblickten die beiden. "Hi!", sagten beide gleichzeitig und sahen sie an. "Uh, hier herrscht aber frostige Stimmung. Morgen ist doch Harrys Geburtstag.", sagte Fred und setzte sich. "Hey, Ron, ist das dein neuer Style oder warum trägst du das Kissen da auf der Birne?", fragte George und knallte sich in die Couch zu seinem Bruder. "Ach ja... Harrys Geburtstag. Stimmt den hatte ich fast vergessen."
    Ron nickte und begann zu reden: "Ja... das wird was ganz großes. Habt ihr schon Mal nach draußen gesehen, was Charlie und Bill gebastelt haben?"
    Die Zwillinge meinten sie hätten es gesehen und fänden es super. Hermine schwieg weiterhin trotzig und verschränkte die Arme.
    "Hey, diese Kuchen da. Wer hat die gemacht?", fragte George. "Mir ist da nämlich so eine Idee gekommen."
    "Ach was, dir auch? Mir auch.", entgegnete Fred scheinheilig.
    "Gibts ja nich. Eigentlich ist die mir gestern Abend schon gekommen.", antwortete George.
    "Krass. Mir auch!"
    Hermine funkelte die beiden zornig an. Sie hasste es, wenn sie so miteinander redeten und jetzt, wo sie besonders gereizt war, verbesserte das ihre Stimmung nicht wirklich.
    "Wir, als hochangesehene Genies, haben da nämlich so eine Idee, damit die Party auch etwas ... sagen wir, lustig, wird. Lustig, George?"
    "Lustig Fred.", antwortete George.
    Wieder rollte Hermine mit den Augen und begann ungeduldig mit dem Fuß auf dem Boden zu wippen.
    "Da ihr so viele schöne Kuchen habt, brauchen wir dafür gar keine mehr kaufen. Wir dachten da nämlich an eine Art Wett-Kuchen-Essen. Es werden Teams bestimmt und die Teilnehmer müssen so schnell wie möglich ein Stück Kuchen runterbringen, natürlich ohne, dass ihnen schlecht wird. Wer am langsamsten war scheidet aus. Am Schluss bleiben nur noch zwei übrig und der, der am ersten den Kuchen drunten hat, gewinnt ... einen tollen Schokoladenkuchen."
    Fred ergänzte: "Und der Verlierer kann diesen ollen Marmorkuchen bekommen."
    Hermine gab ein raubtierartiges Knurren von sich und setzte sich würdevoll auf. "So was kommt gar nicht in Frage! Das ist einfach Verschwendung! Wisst ihr überhaupt, wie lange wir da gebacken haben, das hat Stunden gedauert! Die Kuchen sind zum genießen da!" Sie funkelte die beiden abwechselnd an. "Außerdem ist der Kuchen nicht olle, da fehlt nur das Backpulver."
    Fred hob erstaunt eine Augenbraue in die Höhe. "Ach was, sag bloß, Hermy die Perfektionistin hat dieses arme Vieh zur Welt gebracht." , sagte er und blickte sie wie vom Donner gerührt an. Das brachte Hermine entgültig zur Weißglut. "Ich will erst mal dich backen sehen. Und nenn mich nicht Hermy!"
    Wütend beugte sie sich vor, packte ein Buch, dass am Tisch lag und schlug es energisch auf. Ohne die anderen noch eines Blickes zu würdigen, begann sie zu lesen ... ohne wirklich zu wissen, was sie eigentlich las.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 14.07.2006, 00:14


    Hermine bewarf Ron mit einem Kissen, nachdem sie wohl festgestellt hatte, dass er über sie lachte. "Hey!", rief er und wollte auch etwas nach ihr werfen, doch in diesem Augenblick kamen Fred und George ins Wohnzimmer und platzierten sich. "Hey, Ron, ist das dein neuer Style oder warum trägst du das Kissen da auf der Birne?", sagte Goerge beim hereinkommen. Ron nahm das Stück Stoff von seinem Kopf und schleuderte es in Richtung Hermine, nur dass er sie um zwei Meter vefehlte.
    Anschließend folgte ein übliches Fred-Goerge-Gespräch:
    "Hey, diese Kuchen da. Wer hat die gemacht? Mir ist da nämlich so eine Idee gekommen.", sagte Goerge und rieb sich das Kinn.
    "Ach was, dir auch? Mir auch."", antwortete Fred und feixte seinem Bruder entegen.
    "Gibts ja nich. Eigentlich ist die mir gestern Abend schon gekommen.[i]", antwortete George.
    "[i]Krass. Mir auch!" "Oh... welch Wunder...[/i]", murmelte Ron, doch niemand schien dies gehört zu haben. Seine Brüder waren schon immer Alleinunterhalter gewesen. Doch sie schienen sich gerade erst warm zu laufen, denn ihr Gespräch ging weiter.
    "Wir, als hochangesehene Genies, haben da nämlich so eine Idee, damit die Party auch etwas ... sagen wir, lustig, wird. Lustig, George?"
    "Lustig Fred.", sagte der angesprochene nickend.
    "Da ihr so viele schöne Kuchen habt, brauchen wir dafür gar keine mehr kaufen. Wir dachten da nämlich an eine Art Wett-Kuchen-Essen. Es werden Teams bestimmt und die Teilnehmer müssen so schnell wie möglich ein Stück Kuchen runterbringen, natürlich ohne, dass ihnen schlecht wird. Wer am langsamsten war scheidet aus. Am Schluss bleiben nur noch zwei übrig und der, der am ersten den Kuchen drunten hat, gewinnt ... einen tollen Schokoladenkuchen."
    Fred ergänzte: "Und der Verlierer kann diesen ollen Marmorkuchen bekommen."
    Ron lachte laut los, während Hermine ein lautes Knurren von sich gab. "So was kommt gar nicht in Frage! Das ist einfach Verschwendung! Wisst ihr überhaupt, wie lange wir da gebacken haben, das hat Stunden gedauert! Die Kuchen sind zum genießen da!Außerdem ist der Kuchen nicht olle, da fehlt nur das Backpulver. ", fauchte sie. Ron lachte immernoch. Man konnte Hermine aber auch immer leicht mit solchen Dingen aufziehen. Obwohl Fred und Goerge nicht wussten, dass ihr dieses kleine Ungeschick passiert war, schien sie recht beleidigt zu sein. "Ach was, sag bloß, Hermy die Perfektionistin hat dieses arme Vieh zur Welt gebracht.", sagte Fred dann an Hermine gewandt. Ron konnte nicht anders; er wieherte lauthals mit und auch Fred gebann zu grinsen. Hermine stieg die zornesröte ins Gesicht und wütend starrte sie von einem Zwilling zm anderen. "Ich will erst mal dich backen sehen. Und nenn mich nicht Hermy!" voller Zorn packte sie ein Buch, was auf dem Tisch lag und hielt es sich unter die Nase. Ron lachte immernoch. Hermines Reaktionen waren einfach herrlich. "Ach was Hermy... hab dich nicht so.", sagte Goerge und versuchte sie tröstend anzuschauen, doch sie erweckte nicht den Eindruck, dass sie ihn sehen wollte. "Ich meine morgen ist auch noch ein Tag-" "[/i]"... an dem du weiter experimentieren kannst.", fügte Fred an. Ron der nun merkte, dass Hermine wirklich anschwoll vor Zorn, lachte nicht mehr. Normalerweise wäre sie sofort ins Bett gestürmt, doch sie versuchte angestrengt das Buch zu lesen, welches sie in der Hand hielt. Ron sah auf den Umschlagtitel. Was die Frau im Alter tun muss um frisch zu wirken, prangte es munter darauf. Wieder schlich sich ein Lächeln auf Rons Gesicht. Ein Glück konnte Hermine ihn im Moment nicht sehen. Die Vorstellung wie Hermine morgens im Badezimmer stehen würde und sich Ü-50 Cremes ins Gesicht zu schmieren war einfach lächerlich. Fred schien Rons Gedanken zu teilen. "Sag mal Hermine...", begann er und begutachtete den Umschlag des Buches, den sie immer noch umklammert hielt. "Warum liesst du eigentlich Mums Bücher?" "Ach Mum liest soetwas?", fragte Goerge verblüfft. "Ja nehm ich an du Ochse. Sonst würde das hier nicht herum liegen." begann nun Fred wieder. "...oder", sagte sein Bruder und grinste Hermine boshaft an, "... Hermy hat es nötig und es ist ihr eigenes."
    Sie waren zu weit gegangen, dass wusste Ron. Sie hatten Hermine jetzt schon genug verbal angegriffen. "Lasst gut sein Jungs...", sagte er mit leiser Stimme, jedoch hatte Fred ihn gehört. "Jetzt sei nicht so ein Spielverderber Ron., sagte er. "Oder ist es sogar dein Buch? Nun ja, wenn ich mir dich so angucke..." "HAUT AB!", schrie Ron jetzt, und er dachte schon er würde das ganze Haus aufwecken. Er war wütend. Sie waren beide schon weit über die Hemmschwelle getreten. Die werden auch immer dreister, dachte Ron. Seine Brüder sahen ihn nur spöttisch an. "Schon gut... schon gut... wir lassen euch Krieger der Faltenarmee mal allein", sagte Goerge und lachte los. Fred lachte. "...genau... wir werden schlafen gehen. Schließlich müssen wir morgen für den Wettbewerb top fit sein." Und zusammen verließen sie das Wohnzimmer, welches nun einen äußerst wütenden Ron und Hermine beinhaltete.
    Ron atmete schwer. Wie konnten die nur? Langsam drehte er seinen Kopf zu Hermine. "Hey... nimm das nicht so wie sie es sagen.", sagte er, "die reden Blödsinn und das weisst du..."



    Re: Kapitel 1

    Hermine Granger - 14.07.2006, 00:40


    Hermine schlug die Beine übereinander und klammerte ihre Hände energisch an das Buch fest, das sie krampfhaft versuchte zu lesen. Diese Zwillinge machten sie wahnsinnig! Und dann lachte Ron auch noch so laut über deren Witze, was sie am innerlich am meisten verletzte. Sie versuchte noch etwas Autorität und Stolz zu bewahren, in dem sie einfach nicht hinhörte, sondern sich lieber auf das Buch in ihren Händen konzentrierte.
    "Ach was Hermy... hab dich nicht so.", sagte Fred, doch die Angesprochene antwortete nicht. Einfach nicht beachten, ganz locker bleiben. Einfach nur ignorieren, ich schaff das schon. Mühsam las sie das Wort 'und' wahrscheinlich jetzt zum 20. Mal.
    "Ich meine morgen ist auch noch ein Tag-" "... an dem du weiter experimentieren kannst.", sagten die Zwillinge und Hermine lief so schnell rot an, dass sie einer Ampel der Muggel Konkurrenz machte. Würden aus ihren Nasenlöcher jetzt noch funken strömen, hätte sie wahrscheinlich einem fuchsteufelstwildem Drachen geähnelt. Trotz aller Wut klammerte sie sich an das Buch.
    "Sag mal Hermine...", begann Fred dann und die Angesprochene schloss genervt die Augen. Was hatte sie der Welt nur angetan, dass sie SO ETWAS ertragen musste? "Warum liesst du eigentlich Mums Bücher?" "Ach Mum liest soetwas?", fragte George verblüfft.
    "...oder Hermy hat es nötig und es ist ihr eigenes."
    Hermine schlug das Buch so heftig zu, dass es im Raum laut knallte. Sie betrachtete den Buchtitel. 'Was die Frau im Alter tun muss um frisch zu wirken', prangte da drauf. Zu allem übel schoss Hermine jetzt noch die Schamesröte ins Gesicht und sie blickte die Zwillinge abgrundtief verachtend an. "Und selbst wenn!", rief sie schrill und schüttelte das Buch in der Hand herum. "Dann wäre das immer noch meine Sache, schließlich geht es euch überhaupt nichts an, was ich lese! Haltet euch einfach aus Dingen raus, die euch nichts angehen!"
    Hermine war so wütend, dass sie zitterte. Wie konnten sie nur - wie konnten sie nur!
    Fred wollte was entgegnen, doch Ron sagte leise: "Lasst gut sein Jungs..."
    Die Zwillinge dachten jedoch gar nicht daran. "Jetzt sei nicht so ein Spielverderber Ron. Oder ist es sogar dein Buch? Nun ja, wenn ich mir dich so angucke..." , fingen sie an, doch Ron schrie, dass sie abhauen sollten und schließlich gaben seine Brüder doch nach und verschwanden mit einem Knall.
    Hermine stand immer noch da, das Buch in der Hand und keuchte, als ob sie einen Marathon gelaufen wäre. "Hey... nimm das nicht so wie sie es sagen.", sagte Ron und die Brünette wandte den Kopf zu ihm herum. "die reden Blödsinn und das weisst du..."
    Hermine schluckte. Sie war so wütend, dass sie kein Wort herausbrachte. Ron brauchte gar nicht so zu tun, er war schließlich nicht gerade der Unschuldsengel. Wie er gelacht hatte!
    Die Gryffindor schnaufte schwer, schüttelte den Kopf und pfefferte das Buch zornig auf den Wohnzimmertisch. Dann rannte sie wütend hinaus, da sie Ron nicht mehr ertragen konnte. Ihre Schritte waren laut auf der Treppe zu hören, doch es interessierte sie nicht, ob sie jemanden wecken würde. Völlig verstört riss die Tür zu Ginnys Zimmer auf und fand ihre Freundin, die sich offenbar gerade hatte hinlegen wollen.
    Hermine knallte die Tür zu und ging ohne ein Wort zu sagen auf ihren Schrank zu. Energisch holte sie ihr Nachthemd hervor. "Mine?", kam es vorsichtig von Ginny, doch die Angesprochene hörte sie gar nicht richtig. "Deine Brüder sind so verdammt mies!", fauchte sie, zog sich das Nachthemd über und knallte die Schranktüren zu. Dann verließ sie das Zimmer wieder, um sich die Zähne im Badezimmer zu putzen und ließ eine verdatterte Ginny zurück.
    Nach 5 Minuten kam sie wieder zurück, schloss die Tür diesmal etwas leichter und legte sich in ihr Gastbett, dass sofort laut anfing zu quietschen. "Nein, Ginny.", meinte Hermine, als die Rothaarige den Mund öffnete. "Nicht heute, mir reichts." Damit löschte sie das Licht und vergrub sich unter der Bettdecke.



    Re: Kapitel 1

    Ron Weasley - 14.07.2006, 01:02


    Auch Hermine keuchte schwer. Sie schien den Tränen nahe und schleuderte das Buch auf den Tisch zurück. Sie reagierte auch nicht mehr auf Rons Worte. Sie machte kehrt und stampfte die Treppenstufen hoch. Ron hielt sie nicht auf. Er war selbst nicht ganz unschuldig gewesen. Warum hatte er auch nur so dumm gelacht? Ein lautes Türkrachen verriet ihm, dass Hermine wütend Ginnys Tür zugeschleudert hatte.
    Ron saß noch ungefähr eine Minute da. Er rieb sich erschöpft die Augen und dachte nach. Fred und Goerge konnten manchmal wirklich die größten Idioten sein. Und Ron lachte auch noch über ihre Witze. Es war so... kindisch von ihm gewesen. Und das alles nur wegen einem Kuchen.
    Er stemmte sich aus seinem Sessel hoch und wankte ein wenig. Auf dem Weg zur Treppe kam er an dem großen Tisch in der Küche vorbei. Neunzehn Kuchen lagen dort feinsäuberlich aneinander gereiht. Nur Hermines kleiner verschrumpelter Marmorkuchen lag an der Seite. Ron fuhr sich durchs Haar und verwuschelte es. Eigentlich war er ja müde, doch er konnte es nicht ertragen Hermine morgen nur geknickt duch die Gegend rennen zu lassen.
    Ohne wirklich Lust zu haben, schritt Ron in die Küche und rührte einen neuen Teig an.

    Eine halbe Stunde später und total geschafft machte er sich auf den Weg nach oben. Vom kuchenbacken hatte er nun sein Leben lang genug. Seine Hände taten ihm weh und er wollte nur noch in sein Bett. Mit einem Stupser öffnete sich seine Zimmertür und er trat ein. Hastig suchte er einen neuen Pyjama heraus, fand jedoch so schnell keinen. Also ging er zu seiner Komode um sich neue Boxershorts und ein altes T-shirt herauszuholen. Er wechselte seine Kleidung und verschwand noch einmal für 4 Minuten im Badezimmer um sich die Zähne zu putzen. Als er sich über sein Kinn fuhr, spürte er mehrere kleine Bartstoppeln. Er erschrack sich sichtlich. Die Weasleys waren bekannt dafür eher weniger Bartwuchs zu haben, doch er, Ron Weasley würde mit 17 Jahren, doch noch zu seinem kleinen drei Tage Bart kommen.
    Er verließ das Badezimmer und ließ sich wieder in sein Bett fallen. Im Zimmer nebenan konnte er die Stimmen Fred und Goerges vernehmen. Sie lachten. Ron krallte sich in sein Kissen, denn er war sich sicher, dass sie entweder ihn oder Hermine als Thema hatten, wenn nicht sogar beide. Diese beiden konnten manchmal abartig sein! Wütend drehte er sich auf die andere Seite und blickte nun zu Pigwidgeons Käfig, der leer und voller Eulenmist war. "Blödes vieh...", murmelte Ron, der seine Eule gerade weniger vermisste.
    Morgen würde ein besser Tag sein, Harry würde kommen, eine Party steigt, wo er Fred und Goerge aus dem Weg gehen konnte und außerdem konnte er endlich wieder ein paar Mitglieder des Ordens treffen. Mit diesen Gedanken rollte sich Ron wieder auf den Rücken. Hoffentlich kam es alles so und würde nicht so hektisch werden.
    Seine Augen wurden ihm schwer und er schloss sie. Nur wenige Minuten später war er auch schon schnarchend eingeschlafen.



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