Israelische Aggression

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    Re: Israelische Aggression

    Anonymous - 09.07.2006, 11:31

    Israelische Aggression
    Hier ein paar Bausteine für eine Erklärung zur israelischen Aggression:

    -Was nun passierte ist ungeheuerlich, der israelische Staatsterrorismus, der in der versuchten militärischen Auschaltung einer gewählten Regierung gipfelte, kennt wenig Vorbilder. Es geht nicht um Verhältnismässigkeit. Es geht um Staatsterrorismus und die Verhinderung der nationalen Befreiung des palästinensischen Volkes um jeden Preis.

    -Israel ist Siedlerstaat und Besatzungsmacht. Dies nicht erst seit 1967. Seine Staatsgründung basiert auf der Vertreibung und Enteignung von Huntertausenden PalästinenserInnen. Das ist völkerrechtlich und durch UNO Resolutionen verbrieft. Die Shoa wurde zu Unrecht zur Rechtfertigung, hatten die Palästinenser doch mit ihr nicht das Geringste zu tun. Ganz abgesehen davon, das Landnahme und Vertreibung bereits nach der Balfour Deklaration 1917 gezielt begann. Der Zionismus war von allem Anfang ein kolonialistisches Projekt.

    -Israel legitimiert seinen eskalierten Staatsterrorirmus mit der Gefangennahme eines israelischen Soldaten und eines Siedlers durch palästinensische Freischärler. Bleiben wir bei den Ursachen: jeder israelische Soldat ist Teil einer Besatzungsarmee, die völkerrechtswidrig agiert. Widerstand gegen die Besatzungsarmee ist Teil eines jeden nationalen Befreiungskampfes, wie jener zwischen Juni 1940 bis Juni 1945 in Frankreich, oder der algerische Befreiungskrieg 1956 bis 1962. Jüdische Siedlungen in den besetzten Gebieten verstossen ebenfalls gegen Völkerrecht. Im Vergleich zu den wöchentlichen, in letzter Zeit vor der neuen Eskalation fast täglichen Uebergriffen und gezielten Tötungsaktionen der israelischen Armee sind die Gründe für die neuerliche Besetzung des Gazastreifens ein gesuchter und willkommener Vorwand, eine gewählte Regierung zu liquidieren, um als Gegenpart, so wird wohl vergeblich erhofft, nur mehr mit Quslingen „verhandeln“ zu müssen, was in der westlichen Weltpresse kaum zum Worte kommt.

    -Mit dem Osloprozess hat die PLO Israel in den Grenzen vor Juni 1967 anerkannt, ein klares Zugeständnis. Israel hat keine einzige Bedingung der Oslovereinbarung eingehalten, seine Siedlerzahl im Gegenteil inzwischen verdoppelt. Sharon hat kurz vor seinem Machantritt Ende 2000 Oslo endgültig ausser Kraft gesetzt und Grossisrael zur einzigen Grundlage eines Friedens erklärt.

    -Die road mape kam in der Folge gar nie ernsthaft zum Tragen, obgleich selbst schon reine Karikatur echter Friedensverhandlungen, weil Israel auch gegenüber den USA die Linie des Scheinfriedensdiktates ohne echte Verhandlungen durchsetzte. Der Gazaabzug war ein Puzzle dieses Vorgehens zur Schaffung eines Grossisraels – militärische Entlastung in Gaza, neues Siedlungen in der Westbank und um Ostjerusalem, Anstacheln eines innerpalästinensischen Bürgerkrieges - entlang der völkerrechtswidrigen Mauer: Palästina als Bantustan.

    -Wurde zuerst Arafat als Terrorist zur Unperson erklärt, mit dem nicht verhandelt werde – immerhin wurde Arafat von der UNO und unzähligen Ländern der Völkergemeinschaft als legitimer Präsident der Autonomiebehörde anerkannt, n.b. auch von der Schweiz, nicht nur Mitterand empfing ihn als Staatsoberhaupt, was ihm teuer zu stehen kam, – wird dieses Spiel auf terroristische Weise nun gegenüber der gewählten Hamas Regierung fortgesetzt. Am Rande nur sei zur Kenntnis genommen, dass Israel die Hamas einst mitbegünstigte, als es in den achtziger Jahren galt die PLO und vor allem die Fatah zu schwächen, wir kennen das Gleiche von Afghanistan bezüglich der Talibans.

    -Die israelische Eskalation des Staatsterrorismus in den letzten Tagen würde von der Völkergemeinschaft von keinem anderen Staat akzeptiert. Indem Besorgnis ausgedrückt und Verhältnismässigkeit abgemahnt wird, verbreitet sich das Bild letztlich grundsätzlichen Verständnisses für das israelische Vorgehen. Clinton und Bush prägten den Begriff der Schurkenstaaten. Israel, im übrigen die einzige (illegale) Atommacht der Region, handelt als Schurkenstaat und ist so zu behandeln.

    -Die UNO Vollversammlung ist aufgerufen, Israel in die Schranken zu weisen und unter Androhung von Massnahmen die UNO Resolutionen 181, 242 und 338 innert Frist zu erfüllen.

    -Die Schweiz kann und muss in dieser Richtung tätig werden und hat mit klarer Sprache das israelische Vorgehen zu verurteilen. Militärische, wirtschaftliche und wissenschaftliche Beziehungen sind von der Schweiz sofort zu sistieren bis Israel das Völkerrecht einhält.

    -Im Gazastreifen und in der Westbank leiden die Menschen unter unbeschreibbarer humanitärer Not auf Grund der israelischen Besatzung und des eskalierten Staatsterrorismus. Es mangelt an allem, was für die Grundversorgung nötig ist. Die Schweiz muss alles in ihrer Kraft stehende unternehmen, um diese Not zu lindern.

    -Israels Hauptwaffe zur Legitimierung seines Staatsterrorismus ist der Antisemitismus. Die Palästinenser tragen für die Shoa keinerlei Verantwortung, ihre Vertreibung war durch nichts rechtfertigt. Solange das nicht begriffen wird, wird Israels Vorgehen begünstigt. In den westlichen Medien geschieht es tagtäglich. Am penetrantesten übrigens in Deutschland. Das gegenüber den Palästinsern am meisten in der Schuld stünde.


    -Frieden gibt es nur als Frieden der Tapferen in der Führung Israels wie weiland De Gaulles Frieden von Evian 1962. Israel will aus demographischen Gründen eine Zweistaatenlösung: Grossisrael und Palästina als Bantustan. Es glaubt die Palästinafrage durch Staatsterrorrismus, humanitäre Aushungerung und tägliche Demütigung zu erreichen. Das wird nicht gelingen.

    Denn es wissen alle, die es wissen müssen: Ohne die Eckwerte: Palästina in den grünen Grenzen (Grenzen vor 1967), Ostjerusalem als Hauptstadt und Anerkennung des Rückkehrrechtes (und damit wesentlich der Vertreibung als Grundlage der Staatsgründung) gibt es keinen Frieden. Israel kann den Krieg militärisch nicht gewinnen. Sein Vorgehen könnte aber alsbald die innere Implosion einleiten.



    EDWARD SAID „KULTUR UND WIDERSTAND“ LESEN: einer der grössten, leider verstorbenen Intellektuellen – n.b. Professor in den USA – der letzten Jahrzehnte.

    (edition 8)

    3.7.06 / Daniel Vischer



    Re: Israelische Aggression

    Anonymous - 09.07.2006, 11:36


    Kundgebung gegen israelische Offensive

    Bern - Gegen 1000 Personen haben in Bern an einer «nationalen Demonstration gegen die israelische Aggression im Gazastreifen» teilgenommen.

    smw / Quelle: sda / Samstag, 8. Juli 2006 / 17:43 h

    Mit der militärischen Offensive gegen die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen setze Israel auf die Karte der Gewalt und verletze humanitäres Völkerrecht, hiess es in einem Demonstrationsaufruf. Der durch das israelische Militär vollständig abgeriegelte Gazastreifen komme einem Freiluftgefängnis gleich. Die gezielten Angriffe und die Zerstörung der Infrastruktur, der Wirtschaft und der palästinensischen Verwaltung hätten gravierende Folgen für die lokale Bevölkerung, hiess es im Flugblatt weiter. Die Demonstrierenden forderten das sofortige Ende der militärischen Angriffe Israels sowie eine Verurteilung der Offensive durch den Bundesrat.

    Von verschiedensten Hilfswerken unterstützt

    Unter anderen sprach der grüne Zürcher Nationalrat und Präsident der Gesellschaft Schweiz-Palästina, Daniel Vischer, vor der hermetisch abgeriegelten israelischen Botschaft. Er sagte, Israel könne diese Aggression und Besatzungspolitik nur betreiben, weil die internationale Gemeinschaft anerkanntes Völkerrecht nicht durchsetzen wolle.

    Unter anderen sprach der grüne Zürcher Nationalrat und Präsident der Gesellschaft Schweiz-Palästina, Daniel Vischer. /

    Die Kundgebung wurde von verschiedensten Hilfswerken, von Parteien, Gewerkschaften, der GSoA und kirchlichen Organisationen unterstützt. Mit der Demonstration wurde auch daran erinnert, dass am 9. Juli 2004 der internationale Gerichtshof in Den Haag den Mauerbau in der Westbank für völkerrrechtswidrig erklärt hatte. Die Demonstration führte im Berner Kirchenfeldquartier zu vorübergehenden kleinen Verkehrsbehinderungen. Die bewilligte Kundgebung verlief friedlich.



    Re: Israelische Aggression

    Anonymous - 09.07.2006, 11:38


    8. Juli 2006, 21:12; Letzte Aktualisierung: 21:43
    http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/archiv/2006/07/08/schweiz/40010

    Kundgebung gegen Israels Militäroffensive

    Gegen 1000 Personen haben in Bern an einer «nationalen Demonstration gegen die israelische Aggression im Gazastreifen» teilgenommen. Die Demonstrierenden forderten das sofortige Ende der militärischen Angriffe Israels sowie eine Verurteilung der Offensive durch den Bundesrat. Die bewilligte Kundgebung verlief friedlich.
    Mit der militärischen Offensive gegen die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen setze Israel auf die Karte der Gewalt und verletze humanitäres Völkerrecht, hiess es in einem Demonstrationsaufruf.

    Der durch das israelische Militär vollständig abgeriegelte Gazastreifen komme einem Freiluftgefängnis gleich. Die gezielten Angriffe und die Zerstörung der Infrastruktur, der Wirtschaft und der palästinensischen Verwaltung hätten gravierende Folgen für die lokale Bevölkerung, hiess es im Flugblatt weiter.

    Botschaft abgeriegelt

    Unter anderen sprach der grüne Zürcher Nationalrat und Präsident der Gesellschaft Schweiz-Palästina, Daniel Vischer, vor der hermetisch abgeriegelten israelischen Botschaft. Er sagte, Israel könne diese Aggression und Besatzungspolitik nur betreiben, weil die internationale Gemeinschaft anerkanntes Völkerrecht nicht durchsetzen wolle.

    Die Kundgebung wurde von verschiedensten Hilfswerken, von Parteien, Gewerkschaften, der GSoA und kirchlichen Organisationen unterstützt. Mit der Demonstration wurde auch daran erinnert, dass am 9. Juli 2004 der internationale Gerichtshof in Den Haag den Mauerbau in der Westbank für völkerrechtswidrig erklärt hatte.

    Skepsis bei Schweizer Juden

    Schweizer Juden sehen die zunehmende Israel-Kritik mit Skepsis. Rolf Bloch sagte im «Echo der Zeit» von Schweizer Radio DRS, es gebe in diesem Feld die Möglichkeit, antiisraelische Gefühle vorzuschieben, um antisemitische Gefühle abzureagieren.

    Die Demonstration führte im Berner Kirchenfeldquartier zu vorübergehenden kleinen Verkehrsbehinderungen.


    (sda/sidd)



    Re: Israelische Aggression

    Anonymous - 09.07.2006, 11:39


    Weitere Artikel zum Thema:

    http://news.google.com/news?hl=de&lr=&ct=title&ie=UTF-8&ncl=http://www.swissinfo.org/ger/schweiz/detail/Demonstration_in_Bern_gegen_israelische_Aggression.html%3FsiteSect%3D111%26sid%3D6880406%26cKey%3D1152379931000



    Re: Israelische Aggression

    M.M.Hanel - 14.07.2006, 10:02


    Pressemitteilung Freising/Stuttgart 10.7.2006
    Nahostkommission der deutschen Sektion
    Postfach 13 45, 61103 Bad Vilbel
    sekretariat@paxchristi.de

    Wiltrud Rösch-Metzler, Sprecherin
    Burgauer Straße 5, 70456 Stuttgart
    Tel.: 0711 / 2626720 Fax: 726089

    paxchristi@roesch-metzler.de

    Gemeinsame Erklärung
    der Nahost-Kommission des Deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes und der Nahost-Kommission der Deutschen Sektion von Pax Christi [/b]

    Friedensverbände fordern Ende der israelischen Militärinvasion –

    Keine Doppelstandards in der EU-Nahostpolitik und Stopp von deutschen Rüstungsexporten

    Israelische Militärinvasion stoppen


    Angesichts der eskalierenden Situation im Nahen Osten appellieren die beiden Nahost-Kommissionen des Deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes und der Deutschen Sektion von Pax Christi an die Vertreter des so genannten "Nahost-Quartetts" - USA, EU, UN und Russland - die israelische Regierung zu einem sofortigen Ende des Militäreinsatzes in den besetzten Gebieten zu drängen.

    Die Zerstörung von Brücken und der Elektrizitätsversorgung im Gazastreifen, die Inhaftierung demokratisch gewählter palästinensischer Abgeordneter und die Tötung von Zivilisten sind Unrecht und zudem völlig ungeeignete Mittel zur Rettung des entführten israelischen Soldaten Gilat Shalit. Die Inhaftierung und Ermordung politischer Führer der Palästinenser, die Zerstörung der Infrastruktur im Gazasteifen, die Zerstörung von Arbeitsmöglichkeiten und das Abschneiden des Zugangs zu Strom und Wasser stellen Unrechtsmaßnahmen dar und legen die Vermutung nahe, dass ein ganzes Volk für die Wahl einer aus israelischer Sicht ungewollten Regierung bestraft werden soll.

    Wir verurteilen die israelische Invasion als völkerrechtswidrig und als Schritt zur Eskalation des Nahost-Konfliktes.

    Nicht zweierlei Maß gegenüber Israel und Palästina

    Der Palästina-Konflikt steht vor einer neuen Schleuse der Gewalt. Die Nahost-Kommissionen des Versöhnungsbundes und von Pax Christi fordern die Bundesregierung und die Europäische Union auf, nicht weiter untätig dieser Entwicklung ihren Lauf zu lassen und gleiche Standards in ihrer Politik gegenüber Israel wie gegenüber Palästina anzulegen.

    Wir fordern die EU auf, die Gesprächsblockade gegen die gewählte palästinensische Regierung zu beenden und die Hilfsmaßnahmen zur Vermeidung einer humanitären Katastrophe wieder aufzunehmen. Von beiden Seiten, Israel und Palästina, ist in gleicher Weise zu verlangen, dass sie die andere Seite anerkennen, Wahlen respektieren und mit der gewählten Regierung verhandeln, und dass sie auf völkerrechtswidrige Gewalt verzichten. Dazu zählen Flugzeug- und Panzerangriffe, Selbstmordanschläge und Raketenangriffe sowie der Siedlungs- und der Mauerbau.

    Wir fordern die EU auf, sich der seit langem durch Israel begangenen Menschenrechts- und Völkerrechtsverletzungen anzunehmen, gemäß der Verpflichtung des Internationalen Gerichtshofs, und Israel - falls keine andere Lösung gefunden werden kann - mit gezielten Sanktionen zu einem Einhalten von internationalem Recht zu bewegen.

    Von der Bundesregierung erwarten wir, dass sie eine Politik der EU im oben geforderten Sinn mitträgt. Sie darf nicht zur militärischen Aufrüstung dieses Spannungsgebiets beitragen, indem sie Waffen nach Israel liefert, während sie auf der anderen Seite von einem demilitarisierten Palästinenserstaat ausgeht. Wir protestieren aufs Schärfste gegen die vor kurzem angekündigte Lieferung des gepanzerten Dingo-Truppentransportfahrzeuges nach Israel. Dieses von der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen eingesetzte Fahrzeug kann von der israelischen Armee in den besetzten Gebieten verwendet werden.

    Die Zukunft für die Region sieht düster aus: Der Druck auf die Palästinenser, ihre Rechte als Flüchtlinge aufzugeben, weiteres Land an Israel abzutreten und sich mit kleinen Enklaven zufrieden zu geben, nimmt zu. Das Nahostquartett (EU, USA, UN und Russland) hat sich bisher nicht darauf verständigen können, dass Israel sich aus den besetzten Gebieten zurück zu ziehen hat. Es ist damit mitverantwortlich, dass kein lebensfähiger palästinensischer Staat entstehen kann.

    Während die Welt nach Gaza blickt, arbeitet die israelische Regierung an weiteren „unilateralen“ Schritten, womit sie faktisch eine Enteignungs- und Annexionspolitik betreibt. Ihre einseitigen Schritte der Grenzziehung sind rechtswidrige Schritte. Diese Maßnahmen dürfen von jenen Regierungen, die internationales Recht als ihren Standard anerkennen, nicht hingenommen werden.

    Die Situation faktisch kriegerischer Auseinandersetzung zwischen Israel und Palästina hat eine hohe Symbolwirkung im gesamten Mittleren Osten und verfinstert von daher die lebensnotwendige Chance auf eine Zukunft der Region in friedlicher Koexistenz. Die Nahost-Kommissionen des Deutschen Zweiges des InternationalenVersöhnungsbundes und der Deutschen Sektion von Pax Christi werden auch in Zukunft alle Gruppen und Organisationen auf beiden Seiten, die sich gewaltfrei für ein Ende der Besatzung einsetzen, tatkrätig unterstützen, um so zur Hoffnung auf einen gerechten Frieden im Nahen Osten beizutragen.

    Kontaktadressen:
    Nahost-Kommission des Versöhnungsbundes: Clemens Ronnefeldt A.-v.-Humboldt-Weg 8a,

    85354 Freising, Tel.: 08161 - 54 70 15, C.Ronnefeldt@t-online.de

    Pax Christi Nahost-Kommission: Wiltrud Rösch-Metzler, Burgauer Str. 7,

    70567 Stuttgart, Tel. 0711 - 26 26 72 0, paxchristi@roesch-metzler.de

    Dem ist von Seiten der GSIW vorläufig nichts hinzuzufügen.
    Dieser Beitrag ging als Leserbrief an verschiedene Schweizer Tageszeitungen.



    Re: Israelische Aggression

    Anonymous - 19.07.2006, 11:23

    Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost
    Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost
    European Jews for a Just Peace (EJJP)

    Wider die Kriegshandlungen Israels im Gazastreifen und in Libanon Stellungnahme zur Presseerklärung des Zentralrats der Juden in Deutschland

    Ungeachtet der Frage, ob die Entführung israelischer Soldaten oder das Abfeuern von Quassamraketen auf israelische Ortschaften angesichts der Absperrung und Besatzung des Gazastreifens durch Israel legitim sind oder nicht und jenseits einer Klärung der Schuld an der gegenwärtigen Situation, nimmt die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost zu den gegenwärtigen Vorgängen im Gazastreifen und in Libanon wie folgt Stellung:

    Die Angriffe der israelischen Armee gegen die Zivilbevölkerung, die Zerstörung von Elektrizitätswerken, Flughäfen, Brücken, Straßen und anderen Einrichtungen der lebensnotwendigen Infrastruktur sind unverhältnismäßig und inakzeptabel. Ohne die Intervention der Regierungen der internationalen Völkergemeinschaft drohen die gegenwärtigen Kriegshandlungen Israels zu einem Flächenbrand zu eskalieren, der die gesamte Region erfassen könnte. Noch ist es möglich, umzukehren. Noch kann ein Weg zu einem dauerhaften Frieden eröffnet werden.

    Die Geschichte Israels und Palästinas belegt seit 1948 unmissverständlich: Ein dauerhafter Frieden kann durch Krieg und Zerstörung nicht erzielt werden. Jeder Waffengang brachte bisher nur Blutvergießen sowie den Verlust bitter benötigter Ressourcen. Das Ergebnis: Leid und Hass auf beiden Seiten.
    Es ist an der Zeit, dass die internationale Gemeinschaft, allen voran die EU-Regierungen und die USA, sich besinnen und, ehe es zu spät ist, die israelische Regierung zwingen, von einem Kriegspfad abzukehren, der schon jetzt außer Kontrolle geraten ist.

    Es ist an der Zeit, dass die Vereinten Nationen - anstelle bloßer Lippenbekenntnisse - endlich Schritte einleiten, die geeignet sind, das Leben und Überleben von Millionen Menschen in der Region wirksam zu
    schützen.

    Es ist an der Zeit, dass die Regierungen Europas alle politischen und wirtschaftlichen Mittel, einschließlich Sanktionen einleiten, um die israelische Regierung zu Verhandlungen mit der gewählten Regierung der Palästinenser zu bewegen.

    Es ist an der Zeit, dass die Regierung der Bundesrepublik Deutschland, die vorgibt, aus historischen Gründen eine besondere Verantwortung für die sechs Millionen in Israel lebenden Juden wahrnehmen zu wollen, konstruktive Beiträge zum jeweiligen Schutz sowohl der israelischen als auch der palästinensischen Bevölkerung einleitet. Die stattdessen praktizierte Waffenbruderschaft mit der israelischen Armee, die Lieferung von Waffen zu Test- und Einsatzzwecken schürt das Feuer. Sie verstößt zudem gegen die Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland, die Waffenlieferungen in Kriegsgebiete aus eben diesem Grund strikt untersagt.

    Wir kritisieren den Zentralrat der Juden in Deutschland, der in einer am 14. Juli verbreiteten und vor allem an den Außenminister gerichteten Erklärung, die „einseitige Kritik an Israel scharf zurückweist“. In dieser Erklärung wird die Politik der israelischen Regierung blind unterstützt. Das halten wir für verantwortungslos. Der Zentralrat kann in dieser Frage nicht im Namen aller in Deutschland lebenden Juden sprechen.

    Wir kritisieren den stellvertretenden Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, der der Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul(SPD) angesichts ihrer Einlassung im Berliner Tagesspiegel vom 16. Juli «antiisraelische Reflexe“ vorgeworfen hat. Wer wie Herr Graumann indirekt sogar den Rücktritt einer Politikern fordert, hätte die Pflicht, die Bevölkerung darüber aufzuklären, dass die von ihr geäußerte Kritik und Besorgnis ausdrücklich beide Seiten in den Blick nimmt, die israelische und die palästinensische. Anderenfalls macht er sich schuldig, bloße Propaganda zu betreiben.

    Eine Beilegung der Feindseligkeiten, die zur aktuellen Eskalation geführt haben sowie eine vertragliche Übereinkunft zu eine dauerhaft tragfähige Lösung hängen maßgeblich davon ab, dass die Regierung Israels ihre Weigerung aufgibt, mit der gewählten Regierung Palästinas zu verhandeln. Der Hauptdruck der internationalen Gemeinschaft muss daher gegen Israels Politik gerichtet sein, die unter Missachtung einschlägiger Bestimmungen des internationalen Rechts allein auf militärische Gewalt setzt.

    Der Aufbau der Vereinten Nationen nach der Niederschlagung der Naziherrschaft im Jahre 1945, die Verkündung der UN-Charta und das Regelwerk des Internationalen Rechts hatten von Anbeginn einen einzigen Zweck: Zu verhindern, dass ein Volk sich über ein anderes erhebt, es geringschätzig behandelt, unterdrückt oder terrorisiert und sicher zu stellen, dass ein einzelner Staat die Territorialgrenzen des ihm zugeschriebenen Geltungsbereichs nicht eigenmächtig überschreiten oder gar einen Krieg gegen einen anderen Staat entfachen darf. Diese wichtigsten Errungenschaften der Menschheit werden nicht nur gefährdet, sondern regelrecht preisgegeben, wenn die internationale Gemeinschaft nicht umgehend einen Weg findet, Israel dazu zu bringen, alle bereits verabschiedeten UN-Resolutionen anzuerkennen, sich auf Verhandlungen mit der gewählten Regierung Palästinas einzulassen und auf einen Vertrag hinzuwirken, der die friedliche Koexistenz mit einem künftig an der Grenze Israels von 1967 zu errichtenden Staat Palästina sowie mit allen anderen Anrainerstaaten garantiert.

    Die Jüdische Stimme, ist die deutsche Sektion der in zehn Nationen wirkenden European Jews for a Just Peace und versteht sich als Teil der internationalen Solidaritätsbewegung, die Palästina in seinem Kampf für Selbstbestimmung und die Widerstands- und Friedensbewegung in Israel unterstützt.

    Wir sind hier und anderswo immer noch zu wenige.

    Bitte verbreiten Sie diesen Aufruf. Bitte helfen Sie mit, einen Flächenbrand in Nahost abzuwenden. Noch ist Zeit.
    Berlin, 17.Juli 2006

    Auszüge dieses Artikels, gingen als Stellungnahme, resp. Leserbrief in meinem Namen für GSIW an 10 Schweizer Tageszeitungen.



    Re: Israelische Aggression

    Anonymous - 19.07.2006, 22:21


    http://www.jungewelt.de/2006/07-20/009.php

    20.07.2006 / Ausland / Seite 3

    Offener Brief aus Beirut an Angela Merkel

    Offener Brief der evangelischen Gemeinde Beirut und anderer deutscher
    Organisationen im Libanon an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vom
    Sonnabend (Auszüge):

    Sehr geehrte Frau Merkel,

    die Unterzeichner dieses Briefes sind Leiter von in Beirut tätigen
    deutschen Organisationen sowie private deutsche Staatsangehörige mit
    langjährigen Erfahrungen im Alltags-, Wirtschafts- und Politikleben des
    Landes. Wir wenden uns an Sie unter dem schmerzhaften Eindruck der
    Aggression, die dieses Land wiederum erleidet und möchten bei Ihnen eine
    angemessene Reaktion auf dieses Geschehen anmahnen.

    Eindeutig verurteilen wir die Entführung israelischer Soldaten und alle
    gewalttätigen Aktionen von Hisbollah ohne jede staatliche Legitimation.
    Die militärische Antwort des Nachbarstaates auf die Entführung der
    Soldaten verletzt jedoch zweifelsfrei die gebotene Verhältnismäßigkeit.
    Sie dient nicht der Selbstverteidigung nach Artikel 51 UN-Charta und
    widerspricht dem Völkerrecht. Die israelischen Attacken, die praktische
    Gefangennahme beider Völker– sowohl im Gazastreifen wie nun im Libanon –
    steht auch im Widerspruch zu Prinzipien unserer eigenen Rechtsordnung,
    die der staatlichen Gewalt Grenzen setzt.

    Die Zerstörung der nach dem Bürgerkrieg soeben wieder aufgebauten
    Infrastruktur des Landes (Flughafen, Elektrizitäswerke, Brücken,
    Straßen, Wohnhäuser) wirft das Land wirtschaftlich in die 80er Jahre
    zurück. Die Blockierung der Häfen macht die Versorgung von 3,6 Millionen
    Menschen unmöglich. Die anhaltende planvolle Zerstörung aller
    Verkehrsverbindungen mit Syrien verwandelt das gesamte Land praktisch in
    ein großes Gefängnis. Wir erleben diese Zerstörung als Zerstörungswut,
    wenngleich sie kalkuliert sein mag. Und wir fragen Sie: Kann dieser
    Terror als Selbstverteidigung eines Landes gerechtfertigt bzw. mit der
    Befreiung von Soldaten begründet werden?

    (...)

    Demütigungen und Hoffnungslosigkeit tragen dazu bei, Extremismus zu
    fördern. Bisher haben Ihre öffentlichen Erklärungen den betroffenen
    hilflosen Menschen hier keinerlei Hoffnung gegeben.

    * Kontakt: evgembrt@cyberia.net.lb



    http://www.jungewelt.de/2006/07-20/008.php

    20.07.2006 / Ausland / Seite 3

    US-Medien: »Das ist unser Krieg.«Rainer Rupp
    Außerordentlich erfolgreich sei »Israels fünfte Kolonne in Amerika«
    dabei, die Nachrichten aus dem Mittleren Osten »zu verdrehen«, klagte
    diese Woche der konservative US-Kriegsgegner Justin Raimondo. »Statt
    über den brutalen Überfall auf den souveränen Staat Libanon zu
    berichten«, schrieben die US-Medien lediglich, daß Israel in den Libanon
    »hineingegangen« ist, »so wie man mal eben in einen Raum im eigenen Haus
    hineingeht«.

    Vier Fünftel der US-Medienberichte beschäftigten sich detailliert mit
    dem Leid der von den Hisbollah-Raketen getroffenen Israeli. Über die von
    israelischen Bomben zerfetzten Frauen und Kinder im Libanon erfährt man
    in US-amerikanischen Medien so gut wie nichts. Mit Ausnahme Frankreichs
    und Spaniens ist das in Europa ähnlich. Dabei übersteigen die durch
    israelische Bomben verursachten Verwüstungen im Libanon die von
    Hisbollah-Raketen hervorgerufenen Schäden um ein Vielfaches. Auf jeden
    getöteten Israeli kommen derzeit zehn getötete Libanesen. Dennoch wurde
    der israelische Staatsterrorismus in den westlichen Medien von Anfang an
    gerechtfertigt, zuerst als Vergeltung für die »Entführung« der Soldaten
    und dann, nachdem dies angesichts der massiven Zerstörungen und der
    Opferzahlen im Libanon immer unhaltbarer geworden war, als Vergeltung
    für die Hisbollah-Raketen. Daß die Hisbollah ihre Raketen erst als
    Antwort auf die israelischen Bombenangriffe abgeschossen hatte, scheint
    die Vertreter der medialen vierten Waffengattung nicht zu stören.

    Wenn es um Israel geht, hat man insbesondere in US-Medien schon immer
    vergeblich nach einer Spur von Objektivität gesucht. Die beiden
    renommierten US-Politikwissenschaftler John Mearsheimer und Stephen Walt
    haben dies kürzlich in einem detaillierten Bericht darauf zurückgeführt,
    daß die US-Außenpolitik von der zionistischen Lobby »gekidnapped«, also
    entführt worden sei. Der Lobby sei es gelungen, die israelischen
    Interessen im Mittleren Osten zu US-Interessen zu machen, so die
    Schlußfolgerung der beiden Wissenschaftler. Wie zur Bestätigung titelte
    William Kristol, Chefideologe der Neokonservativen und Herausgeber von
    The Weekly Standard, letzten Sonntag »Das ist unser Krieg«. Das
    Zentralorgan der Neokonservativen hat allein im Weißen Haus 50
    Abonnenten. Kristol, der aus einer jüdischen Einwandererfamilie kommt,
    beschuldigte Iran, hinter allem zu stecken und heiligte Israels Angriffe
    gegen Libanon als »Teil des globalen Kampfes gegen den radikalen
    Islamismus«.

    Insbesondere beklagte Kristol, daß es Washington in letzter Zeit nicht
    mehr gelungen sei, »aufrecht zu stehen und Syrien und Iran zu
    schwächen«. Statt »zu dem dummen (G-8-) Gipfel in St. Petersburg« zu
    fliegen, hätte Präsident Bush besser daran getan, »Jerusalem zu
    besuchen, die Hauptstadt der Nation, die bei uns steht und bereit ist,
    mit uns gegen unsere gemeinsamen Feinde zu kämpfen«, meinte der
    Mitbegründer des »Projekts Für Ein Neues Amerikanisches Jahrhundert«
    (PNAC), nur um nochmals zu bekräftigen, »das ist auch unser Krieg«.

    Nicht anders sehen es auch die Medien der »christlichen«
    Fundamentalisten, die mit etwa 40 Millionen Präsident Bushs politisches
    Rückgrat darstellen. Tausende von ihnen strömten Anfang dieser Woche
    unter Führung des Evangelisten Reverend John Hagee zum
    »Washington/Israel Gipfel«, um von der Bush-Administration »mehr
    Unterstützung für Israel« zu fordern. Im Vorfeld hatte der »christliche«
    Reverend bereits den Leitgedanken erklärt: »Im Mittleren Osten gibt’s
    einen neuen Hitler. Der kann nur mit einem präventiven Militärschlag
    gegen Iran gestoppt werden.«

    Reverend Hagee und der neokonservative Chefideologe Kristol gehören in
    den USA keineswegs zu den Extremisten, sondern zum Mainstream. So wie
    sie versucht ein Heer von »Medienschaffenden«, in den USA die
    Kriegsstimmung in der Bevölkerung, die vom Chaos in Irak inzwischen
    desillusioniert ist, wieder neu zu entfachen. In vielen Kommentaren
    werden Iran und Syrien als »vielversprechende Ziele ... in diesem gerade
    begonnenen ersten Stadium des dritten Weltkrieges« ausgemacht, so der
    ehemalige Fraktionssprecher der Republikaner, Newt Gingrich, am Sonntag
    im Presseclub des Nachrichtensenders NBC.



    Re: Israelische Aggression

    Anonymous - 09.08.2006, 15:32


    http://www.steinbergrecherche.com/frisrael.htm#Norman

    Lesenswertes zur Situation im Nahen Osten von verschiedenen, international bekannten Autoren.

    http://news.sky.com/shared/videoasx/0,,galloway_060806-31200-bb,00.asx

    Hier eine Viedeoaufzeichnung über ein Interview in bemerkenswerter Deutlichkeit und Schärfe. Bitte anschauen, um im weiteren Disput die kurze, korrekte Argumentationslinie leichter umsetzen zu könnnen.



    Re: Israelische Aggression

    Anonymous - 14.08.2006, 09:58


    14.08.2006 / Schwerpunkt / Seite 3

    Dokumentiert: »Die USA und die EU decken Kriegsverbrechen«

    * Fanny-Michaela Reisin, Sprecherin der Gruppe »Jüdische Stimme für
    einen gerechten Frieden in Nahost«, auf der Abschlußkundgebung am
    Samstag in Berlin:


    Die Regierenden in Israel mißbrauchen nicht nur meinen Namen. Sie haben
    die Stirn, sich auf meine ermordeten Vorfahren zu berufen. Sie schämen
    sich nicht, meine in den KZ und Massengräben des Naziregimes um ihr
    Leben gebrachten Großeltern zur Rechtfertigung ihrer Untaten in Libanon
    und Palästina heranzuziehen. Die Toten können sich nicht wehren. Aber
    ich, die ich im Schatten ihrer Ermordung geboren wurde und aufwuchs,
    spreche Ihnen das Recht ab, Ministerpräsident Olmert,
    Verteidigungsminister Peretz und allen voran Ihrem Chefkommandierenden
    Haluz, ich spreche Ihnen das Recht ab, sich auf mein Gedenken an die
    schuldlos Ermordeten zu berufen, wenn rohe Gewalt Ihr Programm und Mord
    und Zerstörung Ihr Tun ist. Es schändet die Toten, wer im Gedenken an
    sie Verbrechen gegen die Menschlichkeit begeht.

    Immer mehr Menschen jüdischer Herkunft demonstrieren ihren Zorn auf
    allen Kontinenten – auch in Israel– alle schreien es heraus: Die unter
    Verstoß gegen die IV. Genfer Konvention seit 39 Jahren andauernde
    Besatzung, die Entrechtung, Unterdrückung und tagtägliche Demütigung der
    Palästinenser, die unzähligen militärischen Übergriffe gegen ein Volk
    ohne Staat und ohne Armee und der neuerliche Angriffskrieg gegen Libanon
    und Gaza sind das schmachvolle Werk jener, die behaupten, Führer der
    Juden der Welt zu sein.

    In ihrer Arroganz und in ihrer Fixiertheit auf moderne Technologien der
    Zerstörung treten sie die Lehren der Völkergemeinschaft nach den
    Erfahrungen des Judenhasses des Naziregimes mit Füßen. Die kostbarste
    und wichtigste Lehre lautet: Es hat kein Volk das Recht, ein anderes
    Volk geringzuschätzen. Es hat kein Mensch das Recht, sich als
    Herrenmensch über andere Menschen zu erheben. (...)

    Mit jedem weiteren Tag des Waffengangs der israelischen Armee gegen die
    Zivilbevölkerung und gegen lebensnotwendige Ressourcen in Libanon und
    Gaza wird auch ein Stück internationales Recht zerstört. Mit jeder
    weiteren Stunde, die Familien obdachlos und Kinder zu Waisen macht,
    stirbt das Vertrauen in die Autorität der Vereinten Nationen. (...)

    Die Politik der Doppelmoral und der doppelten Rechtsstandards vor allem
    der USA und ihrer Verbündeten in Europa muß angeprangert werden. Es kann
    nicht sein, daß eine souveräne Nation überfallen und seit Wochen
    unsäglichen Anschlägen ausgesetzt wird und die Völker der Welt, die
    seine Menschen um Hilfe rufen, wochenlang tatenlos zuschauen. Es kann
    nicht sein, daß der Aggressor ungestraft bleibt und von der Supermacht
    Nummer eins und ihren Partnern Zeit bekommt, aus der Luft und auf dem
    Boden Mensch, Kultur und Natur zu zerstören. Es kann nicht sein, daß
    Gaza – ohnehin schon völkerrechtswidrig ummauert und ohne
    Fluchtmöglichkeit für niemanden–angegriffen und durch Dauerbeschuß mit
    Lärm- und Todesbomben erklärtermaßen politisch, psychisch und physisch
    zerstört werden soll, ohne, daß die israelische Regierung zur Raison
    gerufen und zum Waffenstillstand gezwungen wird. Immer noch nicht. In
    der jüngsten UN-Resolution findet Gaza mit keinem Wort Erwähnung.

    Und es kann schließlich nicht sein, daß der Präsident der USA ermächtigt
    ist, uns vorzuschreiben, welche Praxis als Terror und welche als
    Verteidigung zu begreifen ist. Jeder Menschen mit Herz und Verstand
    erkennt doch sofort, daß der Krieg Israels in Gaza und Libanon als
    Terror zu geißeln ist. (...)

    Die Regierungen der USA und zunehmend auch ihre europäischen Partner
    machen sich schuldig, Terror als Mittel der Politik zu etablieren, wenn
    Israel nicht wegen der Aggression verurteilt wird. Die Tinte unter der
    Resolution des »geringsten Drucks« mit der Nummer 1701 war noch nicht
    trocken, als Olmert der israelischen Bevölkerung bereits zu erklären
    wußte, daß die Welt dem Angriffskrieg zustimme, Hisbollah als Aggressor
    identifiziere. Israel ging trotz des eindeutigen Überfalls auf Gaza und
    auf Libanon wieder straffrei aus. DerAngreifer wird nicht einmal
    getadelt. Eine solche Politik der Supermächte blendet die Statuten des
    Internationalen Rechts aus. Sie lädt gerade dazu ein, Waffengewalt und
    Angriffskriege zur Durchsetzung nationaler und supranationaler
    Interessen loszutreten. (...)

    Sprechen wir es klipp und klar aus, wenn der Sicherheitsrat der
    Vereinten Nationen es nicht tut: Die Regierungen der USA und der EU
    decken und stützen – Israel hat seine Invasion ja noch erweitert –
    Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit! (...)

    Israel ist ein Mitglied der Vereinten Nationen. Die Politik seiner
    Regierungen muß mit denselben Rechtsstandards beurteilt werden, wie die
    aller anderen Regierungen auch. Die Anerkennung des Existenzrechts
    Israels in den Grenzen von 1967 ist von seiten der palästinensischen
    Befreiungsorganisation PLO zigfach – auch de jure bestätigt worden. Es
    ist bekannt, daß die Hamas bereits 2005 einen Aufnahmeantrag in die PLO
    gestellt hat und sich damit de facto auch selbst bereit finden muß, das
    Existenzrecht Israels anzuerkennen. Israels Existenz ist gegenwärtig
    nicht bedroht. Von keiner Seite. Äußerst bedroht ist demgegenüber im
    Moment die Existenz und Zukunft des Staates Libanon. Dem Existenzrecht
    eines lebensfähigen Staates Palästina hat die israelische Regierung noch
    nie zugestimmt. (...)



    Re: Israelische Aggression

    M.M.Hanel - 27.06.2007, 17:14


    Translation

    Prime Minister Ehud Olmert’s Statement at the Sharm el-Sheikh Summit
    June 25, 2007

    President of the Arab Republic of Egypt, Mohammad Hosny Mubarak,
    King of the Hashemite Kingdom of Jordan, Abdullah II, Son of Hussein,
    President of the Palestinian Authority, Mahmoud Abbas,
    Distinguished Members of the Delegations,

    I wish to thank my friends, the President of Egypt and the King of Jordan, for their initiative in holding this meeting, which is likely to provide us with the push we need to advance the political process between Israel and the Palestinians and between Israel and other countries in the Middle East. This summit can move the region towards a better future and create hope for the peoples of the region, hope which they deserve, hope for which they yearn.

    I believe that the conditions are ripe for this. I intend to exhaust every avenue, together with you, so that we do not disappoint this hope, and transform it into reality. I am naturally optimistic, and it is precisely during these stormy past few days that I see a chance as well. An opportunity has been created to advance seriously the political process in the region, and I do not intend to let this opportunity pass.

    The new government in the Palestinian Authority, which recognizes Israel’s right to exist and a solution of two states for two peoples, which is ready to implement the agreements signed, one which eschews terror and violence as a means and a goal, and a government which has no members of terrorist organizations, is a government which we recognize. We will work together to implement the Roadmap and advance the goals set out therein.

    Today I met with the President of the Palestinian Authority, Mahmoud Abbas, and informed him that we will work with the new government and maintain continuous ties with it. We will continuously pass on the tax monies which we collect; we will renew the security and economic cooperation between us; we will improve the freedom of movement of the Palestinian population in Judea and Samaria in a significant manner; we will renew and expand trade relations between us in Judea and Samaria, which will lead to economic well-being. The residents of Judea and Samaria will feel that the choice of a path which is not terror and violence, but rather a path of dialogue and peace opens up new political possibilities and leads to a better life, one which is more comfortable and tranquil.

    I acceded to the request of Mahmoud Abbas to continue humanitarian assistance for the Palestinian population living in the Gaza Strip. We will continue to provide this population with electricity, water, medical services, food and medications, in order to prevent a humanitarian crisis.

    We have no interest in punishing this population simply because it is ruled by a terrorist organization and extremist forces interested in destruction and ruin. We cannot and we will not cooperate with these forces, who wish to lead the region into ruin and prevent the moderate Palestinian people from realizing its aspirations.

    We agreed to meet at least once every two weeks, in order to advance all the issues on our shared agenda, both in the short- and long-term, in order to create the necessary political horizon and the appropriate conditions which will lead, as soon as possible, to discussions on the establishment of a Palestinian state, which will live beside us in peace and security. I have no intention of delaying this; on the contrary, I will make every effort to expedite the process which will lead us to negotiations on the establishment of a Palestinian state alongside the State of Israel.

    I wish to use this opportunity, presented to me by the honorable President of Egypt and his Majesty the King of the Hashemite Kingdom, to appeal to the Palestinian people and say: I am aware of the difficult period you are facing, the arduous days, the hardships, the pains and challenges facing your leadership.

    Our peoples know suffering and pain from the conflicts and wars which we had between us. In Israel, there are many families who lost their loved ones. I personally know many of them. The scenes are difficult, the stories are heartrending, the suffering is immense, almost endless. On the Palestinian side, there are many families who lost their loved ones, who lost their property and homes, and became refugees. Their suffering is profound as well; their pain and memories are infinite. We know that among the Palestinians, as with us, suffering is an inseparable part of our daily existence. We are not indifferent to their pain, we do not ignore the need to end it, through mutual understanding, compromise and reconciliation.

    As Prime Minister of Israel, I tell you that we have no desire to rule over you, we do not presume to run your lives, we have no intention of deciding for you. I believe that the day is coming when you can live in your own state, alongside the State of Israel.

    As Prime Minister of Israel, my supreme duty is to do everything in order to provide my people with the full security it deserves; to ensure that our children can go to school without fearing for their lives; to ensure that our children can sleep without fearing that they will wake up in terror due to a missile explosion; to ensure that our children can go to shopping and entertainment centers and not fear a suicide bomber, who decides to sacrifice them as victims due to his extremist beliefs. It is our right to live in security; it is our right to live without terror and violence. It is the duty of every Prime Minister to ensure this for his people.

    I take this opportunity to reiterate that we will not cease our efforts for the release of the soldiers Gilad Shalit, Ehud Goldwasser and Eldad Regev, who were kidnapped by extremists one year ago. We are acting to secure their release, and I will spare no effort in returning them home. I view this as a supreme value.

    I appeal to the families of the Palestinian prisoners and say: I know how close this issue is to your hearts, how important it is to you. I understand how much you miss your loved ones. We do too. As important as it is for your sons to return home, so too is it as important for us. We will not stop or curtail our efforts until we bring them back to us.

    Terrorist organizations which hold our solders act in a cruel and inhuman manner. Again and again they try to pressure the soldiers’ families and the Israeli public through media manipulation and emotional blackmail, an additional example of which we say today. This is unacceptable.

    The Palestinian president, Mahmoud Abbas, more than once made a commitment to me that he will act to secure the release of Gilad Shalit from the extremists who are holding him. I believe that his intentions in this matter are sincere, but he himself faces a wall of silence and cruelty by the Hamas and terrorist organizations. As a gesture of good will towards, and given the importance of the prisoner issue I decided today to present to the Israeli Government at its upcoming meeting and a proposal to release approximately 250 prisoners who are members of Fatah, who do not have blood on their hands, with their commitment not to involve themselves again in terror. I do this because it is important to me that all Palestinians know that those who are ready to maintain relations of peace and reconciliation with us will receive a hand extended in reconciliation and acceptance.

    I know that this too is your dream, Mahmoud Abbas, and I consider you as a true partner on this path. Only if we work together can we realize this dream.

    I appeal directly to those leaders of the Arab states, with whom we do not have official relations, and hope they listen and take our words to heart. Your peace initiative, the Arab initiative, is important to us. We cannot ignore your sincere calls for full normalization with Israel. Let us speak of this. This is the time for you to join the movement towards peace and not to oppose it, not say, “Later”. There is no reason to wait.

    Give our people, Israelis and Palestinians, your support, assistance and backup. They need this.

    It is not easy. Each and every one of you has internal public opinion to deal with, the criticism expected at home if you take only one step which is not routine.

    My colleague, Mahmoud Abbas, will hear this criticism upon his return to Ramallah. My political rivals will not spare me from their criticism upon my return to Jerusalem. I presume that you, President Mubarak and King Abdullah, expect difficult days in your capitals. They will ask us all, why? What for? Our answer will be: for our peoples, for our hope, for peace. This should be the answer of all the leaders of our neighboring countries.

    This is the time to demonstrate leadership; this is the time to lead your public opinion and not fear it; this is the time to join the process at its inception. I appeal to all leaders, do not wait for developments – help shape them. Do not let this opportunity pass; take advantage of it.

    We have similar goals. The common denominator between us is greater than it perhaps seems. We have many common enemies: extremists – terror – poverty – ignorance – disease. If we fight all these illnesses together, we will overcome them and ensure a better life for our peoples.

    We must prevent extremists from dictating our agendas to us. The moderate voice, the rational voice, the voice which yearns for peace, must be heard today, and become the dominant voice, the leading voice.

    At the funeral for the late Prime Minister, Yitzhak Rabin, the late King Hussein said: “Let us raise our voices and not be silent. We will speak of our commitment to peace forever. And let us say to those who live in darkness, to the enemies of the light and faith and religion: here we stand, this is our camp, the peace camp.”

    At the same time, you, President Mubarak, said: “We must double our efforts and strengthen our commitment to achieving the sacred mission – a just and sustainable peace. We must prevent treacherous hands, hostile to our goals, from reaping the fruits of their villainous acts.”

    My colleague, President of the Palestinian Authority,

    Our greatest desire was and is achieving peace with you. I believe that you too, and the majority of your people, share this goal, and are ready to be true partners in order to realize this. Together, we can transform this piece of land, which is so precious to us and so precious to you, from a focus of fighting and division into one of peace and neighborliness, for the generations to come.

    Thank you.



    Re: Israelische Aggression

    M.M.Hanel - 27.06.2007, 17:29


    Im Folgenden einige Auszüge aus seiner vor Ort gehaltenen Ansprache:

    „Die neue Regierung der Palästinensischen Autonomiebehörde, die Israels Existenzrecht und eine Lösung der zwei Staaten für zwei Völker anerkennt, die bereit ist, geschlossene Abkommen einzuhalten, die Terror und Gewalt als Mittel und Zweck ablehnt und keine Mitglieder von Terrororganisationen in ihren Reihen hat, ist eine Regierung, die wir anerkennen. Wir werden zusammenarbeiten, um die Roadmap in die Tat umzusetzen und die in ihr enthaltenen Ziele voranzubringen.
    Ich habe mich heute mit dem Präsident der PA getroffen und ihn informiert, dass wir mit der neuen Regierung zusammenarbeiten und kontinuierliche Beziehungen zu ihr aufrechterhalten werden. Wir werden fortlaufend die Steuergelder überweisen, die wir einsammeln; wir werden die Sicherheits- und Wirtschaftskooperation zwischen uns erneuern; wir werden die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung in Judäa und Samaria erhöhen, was zu ökonomischem Wohlstand führen wird. Die Bewohner von Judäa und Samaria werden spüren, dass die Wahl eines Weges, der nicht aus Terror und Gewalt besteht, sondern vielmehr ein Weg des Dialogs und Friedens ist, neue politische Möglichkeiten eröffnet und zu einem besseren Leben führt, das angenehmer und ruhiger ist. Ich habe in das Ansuchen von Mahmoud Abbas eingewilligt, die humanitäre Hilfe für die Bevölkerung im Gaza-Streifen fortzusetzen. Wir werden diese Menschen weiterhin mit Strom, Wasser, medizinischen Leistungen, Nahrungsmitteln und Medikamenten versorgen, um eine humanitäre Krise zu verhindern.
    Wir haben kein Interesse daran, die Bevölkerung zu bestrafen, nur weil sie von einer Terrororganisation und extremistischen Kräften beherrscht wird, die an Zerstörung und Zusammenbruch interessiert sind. Wir können und wollen nicht mit diesen Kräften zusammenarbeiten, deren Anliegen es ist, die Region in den Ruin zu führen und die moderaten Palästinenser davon abzuhalten, ihre Bestrebungen zu verwirklichen.
    Wir haben vereinbart, uns mindestens alle zwei Wochen zu treffen, um all die Punkte auf unserer gemeinsamen Agenda voranzubringen, sowohl kurz- als auch langfristig, und dadurch den notwendigen politischen Horizont und die angemessenen Bedingungen zu schaffen, die so bald wie möglich zu Diskussionen über einen palästinensischen Staat führen, der neben uns in Frieden und Sicherheit existiert. Ich habe keinerlei Absicht, dies zu verzögern; im Gegenteil, ich werde jede Anstrengung unternehmen, um den Prozess zu beschleunigen, der uns zu Verhandlungen über die Errichtung eines palästinensischen Staates neben Israel führen wird.“
    „Die Terrororganisationen, die unsere Soldaten gefangen halten, handeln in einer grausamen und inhumanen Art und Weise. Wieder und wieder versuchen sie, die Familien der Soldaten und die israelische Öffentlichkeit durch Medienmanipulation und emotionale Erpressung unter Druck zu setzen, ein weiteres Beispiel dafür erleben wir heute. Dies ist inakzeptabel.
    Der palästinensische Präsident, Mahmoud Abbas, hat sich mehr als einmal dazu verpflichtet, auf die Befreiung Gilad Shalits aus den Händen der Terroristen hinzuwirken. Ich in der Überzeugung, dass seine Absichten in dieser Angelegenheit ernsthaft sind, aber er selbst sieht sich einer Mauer des Schweigens und der Gewalt von Seiten der Hamas und anderen Terrororganisationen gegenüber. Als Geste des guten Willens, und in Anbetracht der Wichtigkeit der Gefangenenfrage, habe ich heute entschieden, der israelischen Regierung bei ihrer nächsten Sitzung die Freilassung von etwa 250 Gefangenen vorzuschlagen, die Mitglieder der Hamas sind, kein Blut an ihren Händen haben und sich dazu verpflichten, dem Terror abzuschwören. Ich tue dies, da es mir wichtig ist, dass alle Palästinenser wissen, dass denjenigen, die bereit zu Friedensbeziehungen und Versöhnung mit uns sind, eine Hand der Versöhnung und der Anerkennung ausgestreckt wird.
    Ich weiß, dass dies auch Ihr Traum ist, Mahmoud Abbas, und ich betrachte Sie als wirklichen Partner auf diesem Weg. Nur wenn wir zusammenarbeiten, können wir diesen Traum verwirklichen.“
    Unter dem folgenden Link findet sich die vollständige Rede in englischer Sprache:

    http://www.mfa.gov.il/MFA/Government/Speeches+by+Israeli+leaders/2007/Statement+by+PM+Ehud+Olmert+at+the+Sharm+el-Sheikh+Summit+25-Jun-2007.htm

    (Israelisches Außenministerium, 25.06.07)



    Re: Israelische Aggression

    M.M.Hanel - 27.06.2007, 17:32


    Botschaft des Staates Israel - Ein rhetorischer Meilenstein -

    Chaim Herzogs Rede über den Zionismus

    Am 10. November 1975 hielt der damalige UN-Botschafter und spätere Präsident des Staates Israel Chaim Herzog vor der UN-Vollversammlung seine berühmte Rede über den Zionismus. Zuvor war die berüchtigte Resolution 3379 erlassen worden, die den Zionismus als „eine Form von Rassismus und rassischer Diskriminierung“ bezeichnete.

    Herzog verurteilte die Resolution damals als „eine weitere Manifestation des bitteren Antisemitismus und antijüdischen Hasses“ in der arabischen Welt. „Für uns, das jüdische Volk, ist diese Resolution, die auf Hass, Lüge und Arroganz beruht, bar jeglichen moralischen und rechtlichen Wertes. Für uns, das jüdische Volk, ist sie nicht mehr als ein Stück Papier, und wir sollten sie als ein solches behandeln“, waren seine abschließenden Worte, auf die hin er das Dokument in zwei Teile riss.

    Nun, 32 Jahre später, ist Herzogs Rede von einer Gruppe britischer Historiker für ein Buch ausgewählt worden, das die wichtigsten Reden in der Geschichte enthalten soll. Das Buch wird außerdem u.a. die berühmten Reden von Martin Luther King („Ich habe einen Traum“), Winston Churchill („Blut, Schweiß und Tränen“), Nelson Mandela („Endlich frei“) und John F. Kennedy („Frage nicht, was dein Land für dich tun kann, frage, was du für dein Land tun kannst“) enthalten.

    Yitzhak Herzog, Sohn des früheren Präsidenten und derzeitiger Sozialminister Israels, erkennt in der Entscheidung der britischen Historiker einen „Lichtstrahl des Respekts für Israel und eine wirkliche Wertschätzung eines seiner größten Wortführer“.

    Eine Videoaufzeichnung mit Ausschnitten aus der Rede Herzog findet sich unter dem folgenden Link:

    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3417539,00.html
    (Yedioth Ahronot, 26.06.07)



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